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Mamluk

Weshalb keine Airbusse aus den USA ?

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Das ändert doch nichts an meiner Aussage, dass es sinnvoll wäre, sich vom US-Dollar zu lösen... Im Übrigen gibt es im Luftfahrtbereich bei Großgerät nicht allzuviel Konkurrenz, wenn Airbus nur noch in Euro verkaufen würde, würden wohl kaum alle Kunden deshalb Boeing kaufen...

 

Schönes Beispiel einer Milchmädchenrechnung. Ob der Kunde nun in Dollar, Euro oder Kamelen zahlt ist völlig Wurscht. Airbus kann die Preisschilder wohl kaum 1 US$ = 1 € umlabeln. An den Euro gekoppelte Fixpreise würden Boeinggerät beim derzeitigen Trend immer billiger und atraktiver machen. Einzig relevanter Punkt gegen den Euro sind die relativ steigenden Kosten, die bei der Fertigung im Euroland entstehen.

 

Ich bin mal gespannt wann Boeing an die Presse tritt und über den niedrigen Dollarkurs jammert, weil die Erträge gemessen an den Kosten für Bauteile aus dem Ausland immer weiter sinken.

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Ich bin mal gespannt wann Boeing an die Presse tritt und über den niedrigen Dollarkurs jammert, weil die Erträge gemessen an den Kosten für Bauteile aus dem Ausland immer weiter sinken.
In welcher Währung bezahlt Boeing seine Bauteile? Ich würde da eher Aussagen von den Zulieferern erwarten. Gerade bei der 787 erfolgt ja ein Großteil der Wertschöpfung im Ausland.

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Ich bin mal gespannt wann Boeing an die Presse tritt und über den niedrigen Dollarkurs jammert, weil die Erträge gemessen an den Kosten für Bauteile aus dem Ausland immer weiter sinken.
In welcher Währung bezahlt Boeing seine Bauteile? Ich würde da eher Aussagen von den Zulieferern erwarten. Gerade bei der 787 erfolgt ja ein Großteil der Wertschöpfung im Ausland.

So kann man es auch sehen. Man ist auch in Seattle bzw. Chicago nicht blöd und wird die Lieferverträge für die ersten Jahre in finanziell trockenen Tüchern haben. Es wird aber nichts daran ändern, dass die Preise für Boeings Einkauf steigen. Bei jeder Nachverhandlung oder Anpassung werden die non-US-Lieferanten versuchen verloren gegangen Boden wieder gut zu machen. Gerade im Hinblick der 787-Fertigung mit großen Baugruppen aus Fernost wird das auch an Boeing nicht spurlos vorbei gehen.

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Der Gallois ist zwar vielverschrien und gehasst,ist aber doch eigentlich gar kein so grosser Dummkopf....(sonst sässe er nicht da wo er jezt sitzt )

Wäre ich an seiner Stelle ,würde ich die Selben Überlegungen anstellen.

Denn die Konkurrenten von Airbus (ausser Boeing in Zukunft auch vermehrt Embraer,die Russen und sicherlich die Chinesen und Inder ) werden alle in $ rechnen und einkaufen .

 

Die Inder und Chinesen werden noch lange nicht soweit sein, und dass ausgerechnet Brasilianer und Russen dogmatisch am US-Dollar fest halten, ist nicht zu erwarten.

Insofern hat die Politik Recht, Airbus soll auf Euro umstellen.

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Das Auslagern der Produktion ist nur mittelfristig eine Alternative. Langfristig wird der US-Dollar ohne drastische Änderungen der US-Politik nicht Weltleitwährung bleiben können wenn der Verfall in diesem Tempo weitergeht. Fraglich ist, ob der Dollar schlicht unterbewertet (oder ein Opfer von Spekulanten) ist oder ob tatsächlich die Volkswirtschaft der USA dermaßen an Leistungsfähigkeit verloren hat.

 

Vieles erinnert dabei an den Zerfall des Sterling-Blocks. Riesiges Außenhandelsdefizit, hohe Militärausgaben, zerrütteter Staatshaushalt, hohe Auslandsschulden bildeten damals (unter anderem) wesentliche Gründe für das Ende Großbritanniens als Weltmacht.

 

Dazu kommt jetzt in den USA eine Immobilien-Kreditkrise die das zweite "Standbein" des Dollars gefährdet, nämlich den privaten Konsum auf Pump. Die Immobilienkrise hat aber gleichzeitig die Altersvorsorge von Millionen US-Bürgern vernichtet und damit die Basis für den Konsum.

Das "erste Standbein" ist schon länger beschädigt. Speziell China und Rußland legen ihre Devisenreserven mittlerweile größtenteils in Euro an, bei einem ständigen Wertverfall bietet der US-Dollar nicht die nötige Sicherheit als Weltreservewährung die er aber de facto noch ist.

 

Also: Nur Mut, Airbus! Der A320 läßt sich mit Sicherheit auch in Euro verkaufen, und selbst eine billigere 737 kann immer noch keine LD3 laden und hat immer noch kein FBW ;-)))

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Die Inder und Chinesen werden noch lange nicht soweit sein, und dass ausgerechnet Brasilianer und Russen dogmatisch am US-Dollar fest halten, ist nicht zu erwarten.

Insofern hat die Politik Recht, Airbus soll auf Euro umstellen.

 

http://www.acac.com.cn/site_en/product02.asp

 

Ich sehe die in zehn Jahren mit einem 200 Sitzer..

Und auch die Techniker bei Hindustan in Bangalore schlafen nicht...

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Also: Nur Mut, Airbus! Der A320 läßt sich mit Sicherheit auch in Euro verkaufen....

 

 

Naja, die Frage ist ja wenn die Produktion in Tianjin erstmal läuft überhaupt eine große Nachfrage and Deutschen 320ern gesteht. Wenn die Airlines die Auswahl haben "entwickelt und gebaut in Deutschland" oder entwickelt in DE und gebaut in China" wobei die zweite Variante ~20-30% billiger ist, st wohl nicht mehr viel mit "Made in Germany". Schließlich müssen die Airlines auch auf ihre Kosten achten. Und es dauert dann auch nicht mehr lange, bis die neue Generation des 320 outgesourced wird. Und ich glaube nicht, dass eine Airline bereit ist, 20-30% mehr zu bezahlen, nur dass das Ding aus Deutschland statt aus China kommt. Schließlich ist Brasilianische Technik auch schon akzeptiert. Alles halt nur ne Frage der Zeit.

 

Und dann hat sich auch das Euro und das Kostenproblem gelöst - zum Nachteil von Deutschland.

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Das Auslagern der Produktion ist nur mittelfristig eine Alternative. Langfristig wird der US-Dollar ohne drastische Änderungen der US-Politik nicht Weltleitwährung bleiben können wenn der Verfall in diesem Tempo weitergeht.

[…]

 

So ist es.

 

Von daher sch.… auf den US-Dollar!

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Die Inder und Chinesen werden noch lange nicht soweit sein, und dass ausgerechnet Brasilianer und Russen dogmatisch am US-Dollar fest halten, ist nicht zu erwarten.

Insofern hat die Politik Recht, Airbus soll auf Euro umstellen.

 

http://www.acac.com.cn/site_en/product02.asp

 

Ich sehe die in zehn Jahren mit einem 200 Sitzer..

Und auch die Techniker bei Hindustan in Bangalore schlafen nicht...

 

Schreiben kann man viel. Die Chinesen schaffen es seit Jahren nicht einmal, ein Kampfflugzeug der dritten! Generation herzustellen, und in den militärischen Bereich dürften weitaus mehr Mittel fließen als in den zivilen.

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...

Schreiben kann man viel. Die Chinesen schaffen es seit Jahren nicht einmal, ein Kampfflugzeug der dritten! Generation herzustellen, und in den militärischen Bereich dürften weitaus mehr Mittel fließen als in den zivilen....

 

 

Bei Airbus muss man allerdings beachten, dass es das Know How frei Haus gibt. Man muss nichts kopieren, erfinden oder so, da die Deutschen und Franzosen ja die Bauanleitungen und das Werkzeug mitbringen. Und dann ist der Rest auch kein wirkliches Problem mehr.

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Schreiben kann man viel. Die Chinesen schaffen es seit Jahren nicht einmal, ein Kampfflugzeug der dritten! Generation herzustellen, und in den militärischen Bereich dürften weitaus mehr Mittel fließen als in den zivilen.

 

Ich versuche in keiner Weise die Erfolge und Fâhigkeiten der Russischen Hersteller zu verniedlichen-und war immer ein Befürworter des Einsatzes von Russischem Material wo es sich anbietet.Man muss jedoch auch damit argumentieren dürfen ,dass die Chinesen auf etwa 2 Billionen $ Cash sitzen und etwa 20% der USA besitzen..(Staatsschuld-verschreibungen,Firmen-besitz,Aktien,Rentenanleien..)

Das gibt denen natürlich einen immensen Vorteil den Russen gegenüber,da die "Kummunisten " in Shanghai die besseren Kapitalisten abgeben im Vergleich zu den Russen.

Man hat wesentlich weniger Berührungs-ängste,hat Erfahrung im Joint-venture Bereich,ist Welt-meister in der Industrie-spionage und hat den Vorteil dass alle Leute mit China arbeiten wollen,während Putin den Leuten immer mehr Angst einjagt.

Nochmals-ich bin nicht gegen Russland und die Russissche Luftfahrt-industrie- im Gegenteil- aber ich bin weniger Scheuerklappen-gehandicapped als Du,da anscheinend alles was aus Russland kommt für dich das Höchste ist..

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Selbst wenn sie auf Euro umstellen, die flugzeuge für die kommenden jahre werden in dollar abgerechnet. In welcher wähung verkaufen den die russen ihre flugzeuge?

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Wenn die Airlines die Auswahl haben "entwickelt und gebaut in Deutschland" oder entwickelt in DE und gebaut in China" wobei die zweite Variante ~20-30% billiger ist, st wohl nicht mehr viel mit "Made in Germany".

Da wird Airbus schon drauf achten (müssen), dass man keine B-Ware an den Mann bringt. Das Gütesiegel "Made in Germany" wird duch "Made by Airbus" ersetzt. Ich bin auch kein Freund von Auslagerungen, aber manchmal kommt man nicht daran vorbei. LH-Wartungsarbeiten werden auch rund um den Globus ausgeführt, ohne dass das LH-Technik Image Schaden genommen hat.

 

Schreiben kann man viel...

Typischer Fall von Eigentor. ;-)

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SU-34 - wenn man sich den J-10 anschaut muss man ohne Neid anerkennen dass die Nachilfestunden aus Tel Aviv und Ulianovsk in China ganz gut verarbeitet wurden. Ausserdem hat man sich mit Pakistan und Iran durch den JF-17 und J-10 auch schon erste Export-Kundschaft an Land gezogen.

Da die Israelis ganz wild darauf sind Technologie nach China zu verkaufen,wird man sicher sehr schnelle Ergebnisse aufweisen können.

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Chengdu_J-10

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Made in Germany auf einem airbus? Sorry, das ist lächerlich.

Nur weil noch ein paar der vögel in der BRD zusammengebaut werden ist es noch lange nicht "made in germany".

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