nochda1 Geschrieben 22. April 2010 Melden Geschrieben 22. April 2010 Die Airlines und Flughäfen wollen auf Grund von Verlusten Staatshilfen beantragen. Ich kann dies nicht verstehen, dass sie immer nur Gewinne einfahren wollen und als Kleiner musst Du mit sämtlichen Folgen leben. Das ist doch Wettbewerbsverzerrung auch gegenüber Ausländischen Unternehmen, die weniger Staatshilfen erhalten. Staatliche Finanz Eingriffe bei Boeing und Airbus stehen auch immer wieder vor Gericht.
aschem Geschrieben 22. April 2010 Melden Geschrieben 22. April 2010 ... lächerliche Forderung... Und wenn die Politik da nun anfängt dann kann sie wohl an so ziemlich jedes Unternehmen Staatshilfen bezahlen - ganz oben BMW, Daimler, Bosch weil die mussten ja auch die Produktion stoppen, dazu noch praktisch alle Lebensmittelhändler weil irgendein Fisch oder Röschen hat sicher gefehlt, allen Apotheken, den Mediamärkten wg. der Handys und eigentlich noch an jeden, der Rechnungen per Luft verschickt oder auf eine gewartet hat,....
JeZe Geschrieben 22. April 2010 Melden Geschrieben 22. April 2010 Die Airlines und Flughäfen wollen auf Grund von Verlusten Staatshilfen beantragen. Ich kann dies nicht verstehen, dass sie immer nur Gewinne einfahren wollen und als Kleiner musst Du mit sämtlichen Folgen leben. Das ist doch Wettbewerbsverzerrung auch gegenüber Ausländischen Unternehmen, die weniger Staatshilfen erhalten. Es geht ja nicht um Gewinne, sondern um Gewinnausfälle. Die ganze Sache hat sicherlich auch eine Menge gekostet und wenn ein Unternehmer Staatshilfen in diesem Fall nicht beantragen würde, dann wäre er ein schlechter Unternehmer. Ob sie gezahlt werden ist eine ganz andere Sache. Aber ich würde weggehen wollen von diesem "die" und "wir": wenn es DIE nicht gibt, können WIR nicht fliegen - welche Auswirkungen das hat, sollte ja nun auch deutlich geworden sein. Staatshilfen sind i.d.R. auch keine Geschenke an die Unternehmen, außerdem werden sie i.d.R. nur gewährt, wenn es um die Existenz geht. Von daher müsste man genauere Hintergründe kennen, bevor man lospoltert...
jared1966 Geschrieben 22. April 2010 Melden Geschrieben 22. April 2010 Nachdem in Nordeuropa die Flieger wieder starten, herrscht Erleichterung, aber auch Wut. Der Schaden für Passagiere und Unternehmen geht inzwischen in die Milliarden. Londoner Behörden haben die Wolke erneut untersucht und schüren die schlimmsten Befürchtungen: Das Flugverbot war wohl überflüssig: Alles nur heisse Luft?
AlexL Geschrieben 22. April 2010 Melden Geschrieben 22. April 2010 Ich finde die Forderung nach Staatshilfen garnicht so lächerlich. Als Beispiel: Ramsauer nannte es wirtschaftliches Risiko einer Fluggesellschaft! Als Bürger denke ich mir: Ja, Herr Ramsauer, aber in Folge der Finanzkrise wurden auch Staatshilfen genehmigt. Ist das nicht auch wirtschaftliches Risiko eines Unternehmens (oder sogar der Banken). Nun könnt Ihr gerne argumentieren, dass Banken notwendig sind - sehe ich auch so. Aber die Mobilität - insbesondere durch den Flugverkehr - halte ich auch für notwendig.
JeZe Geschrieben 22. April 2010 Melden Geschrieben 22. April 2010 Nachdem in Nordeuropa die Flieger wieder starten, herrscht Erleichterung, aber auch Wut. Der Schaden für Passagiere und Unternehmen geht inzwischen in die Milliarden. Londoner Behörden haben die Wolke erneut untersucht und schüren die schlimmsten Befürchtungen: Das Flugverbot war wohl überflüssig: Alles nur heisse Luft? Der Bericht kommt aber zum falschen Schluss: wenn man gewusst hätte, was man jetzt weiß, wäre die Sperrung vielleicht überflüssig gewesen - da man das aber nicht wusste, war sie gerechtfertigt.
aschem Geschrieben 22. April 2010 Melden Geschrieben 22. April 2010 Wenn eine Airline wg. 4 Tage Umsatzausfall in solche Bedrängnis kommt, daß sie Staats-Hilfe braucht - dann sollte sie sich entweder komplett rückverstaatlichen lassen oder der CEO sollte die Selbstauflösung beantragen! MAP-Jet hat´s ja vorgemacht wie das geht!
JeZe Geschrieben 22. April 2010 Melden Geschrieben 22. April 2010 Wenn eine Airline wg. 4 Tage Umsatzausfall in solche Bedrängnis kommt, daß sie Staats-Hilfe braucht - dann sollte sie sich entweder komplett rückverstaatlichen lassen oder der CEO sollte die Selbstauflösung beantragen! MAP-Jet hat´s ja vorgemacht wie das geht! Staatshilfen sind aber günstiger als rückverstaatlichen! Außerdem dürfte bekannt sein, dass nach der Wirtschaftskrise einige Airlines angeschlagen sind...
D-TAIL Geschrieben 23. April 2010 Melden Geschrieben 23. April 2010 Auch eine wirtschaftlich nicht so starke Airline sollte nicht wegen einer Naturkatastrophe sterben. Wobei anscheinend keine Airline derzeit so unter Druck zu stehen scheint als wären Staatshilfen (mittelfristige Kredite würden ja reichen) nicht notwendig...
JeZe Geschrieben 23. April 2010 Melden Geschrieben 23. April 2010 Auch eine wirtschaftlich nicht so starke Airline sollte nicht wegen einer Naturkatastrophe sterben. Wirtschaftlich nicht so starke Airlines sterben im Moment schon ohne Naturkatastrophen...
Dummi Geschrieben 23. April 2010 Melden Geschrieben 23. April 2010 Wenn eine Airline wg. 4 Tage Umsatzausfall in solche Bedrängnis kommt, daß sie Staats-Hilfe braucht - dann sollte sie sich entweder komplett rückverstaatlichen lassen oder der CEO sollte die Selbstauflösung beantragen! MAP-Jet hat´s ja vorgemacht wie das geht! Nach 9/11 waren es auch nur 3 Tage Flugausfall für die Airlines und das war genug um im Anschluss 16 Mrd $ allein in den USA als Staatshilfe zu geben, noch lange bevor bekannt war wieviel Passagierausfall tatsächlich kommen sollte.
grounder Geschrieben 23. April 2010 Melden Geschrieben 23. April 2010 Hätte das Flugverbot noch einige Tage länger angedauert (und hätte es die Sichtflug-Lösung nicht gegeben), wäre die Forderung nach Staatshilfe sicherlich berechtigt gewesen und die hätte es dann wohl auch gegeben. So aber gibt es dafür keinen Grund und wenn jetzt dennoch die ein oder andere "Zum Leben zu wenig zum sterben zuviel- Airline" aufgeben muss, dann kann man das als Marktbereinigung sehen. Es kann nicht Aufgabe des Staates sein, jedes angeschlagene Unternehmen am Leben zu halten.
L49 Geschrieben 23. April 2010 Melden Geschrieben 23. April 2010 Nach 9/11 waren es auch nur 3 Tage Flugausfall für die Airlines und das war genug um im Anschluss 16 Mrd $ allein in den USA als Staatshilfe zu geben, noch lange bevor bekannt war wieviel Passagierausfall tatsächlich kommen sollte. Etwas einfach machst du es dir bei dieser Argumentation schon. Diese Staatshilfen wurden nicht wg. 3er Tage Flugausfall gezahlt, sondern weil im Zuge von 9/11 das Luftverkehrsaufkommen ab September 2001 monatlenag stark rückläufig war und es ungefähr bis Ende 2002 dauerte, bis die Nachfrage wenigstens wieder das Niveau von 2000 erreichte. Man könnte trotzdem hinterfragen, ob diese Subvention gerechtfertigt war - schließlich schwächelte die Luftfahrt im Jahre 2001 bereits ab dem 2. Quartal. Gab es z.B. im Q1 auf den deutschen Verflughäfen noch einen Zuwachs der Passagierzahlen von 4,1% im Vergleich zum Vorjahr, so nahm dieser in Folge kontinuierlich ab und erreichte im Auguist 2001 gerade noch +0,8%. In den USA sah das grundsätzlich nicht anders aus. Bezogen auf die aktuelle Situation heißt das für mich: wenn die damaligen Staatshilfen bereits durchaus kritisch zu betrachten sind, fehlt heute, bei ungleich geringeren Beeinträchtigungen der Zivilluftfahrt, erst recht jeglicher Grund, diese zu gewähren.
aaspere Geschrieben 23. April 2010 Melden Geschrieben 23. April 2010 Ich bin eigentlich prinzipiell gegen "Staatshilfen", weil mir das immer so sehr nach Sozialismus riecht. Man sollte aber bedenken, daß es ja sehr unterschiedliche "Staatshilfen" gibt. Das fängt bei Zuschüssen in bar an und hört bei Bürgschaften auf. Brüssel hat da ja auch noch ein Wort mitzureden. Stichwort "Subventionen". Dann gibt es ja auch Staatshilfen für Flughäfen, die mir auch nicht besonders schmecken, mit denen ich mich aber unter dem Begriff "Daseinsvorsorge" abfinde. Und bei den Banken hat die Politik ja auch sehr großzügig und nachvollziehbar geholfen, um Schlimmeres zu vermeiden. Also: laßt uns darüber diskutieren, wenn wir konkreter wissen, was die Airlines möchten und zu was die Politik bereit ist.
Dummi Geschrieben 23. April 2010 Melden Geschrieben 23. April 2010 Etwas einfach machst du es dir bei dieser Argumentation schon. Diese Staatshilfen wurden nicht wg. 3er Tage Flugausfall gezahlt, sondern weil im Zuge von 9/11 das Luftverkehrsaufkommen ab September 2001 monatlenag stark rückläufig war und es ungefähr bis Ende 2002 dauerte, bis die Nachfrage wenigstens wieder das Niveau von 2000 erreichte Das stimmt nur zum Teil. Die Staatshilfen wurden schon während des Flugausfalls gefordert und nur wenige Tage danach zugesichert. Da war ein Ausfall zwar zu vermuten aber nicht absehbar.
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