PHIRAOS Geschrieben 29. Mai 2010 Melden Geschrieben 29. Mai 2010 KK-Gebühr wäre aber wesentlich akzeptabler wenn FR sie pro Transaktion berechnen würde und nicht per Strecke und Person. Es ist doch im Grunde egal ob ich für mich einen Flug buche oder für die ganze 4 köpfige Familie. Das weiteren fände ich eine Art Warenkorbsystem auf der Ryanair-Buchungsseite gut. Mann kann zwar die Flüge nicht über Anschlussflüge durchbuchen, aber man sollte dann wenigstens die Möglichkeit haben erst alle Flüge zu sammeln und dann am Ende auf "bezahlen" zu klicken.
Koelli Geschrieben 29. Mai 2010 Melden Geschrieben 29. Mai 2010 KK-Gebühr wäre aber wesentlich akzeptabler wenn FR sie pro Transaktion berechnen würde und nicht per Strecke und Person. Es ist doch im Grunde egal ob ich für mich einen Flug buche oder für die ganze 4 köpfige Familie. Natürlich gibt es absolut keinen vernünftigen Grund, warum pro Person und Strecke eine KK-Gebühr anfällt, statt nur pro Buchung. Der einzige Grund ist der, dass Ryanair eben mehr daran verdienen will. Das weiteren fände ich eine Art Warenkorbsystem auf der Ryanair-Buchungsseite gut...man sollte dann wenigstens die Möglichkeit haben erst alle Flüge zu sammeln und dann am Ende auf "bezahlen" zu klicken. Auch das ist sicher kein technisches Problem, sondern Ryanair will es einfach nicht. Wundert mich eh, dass nicht noch zusätzlich pro aufgegebenem Koffer auch noch mal die KK-Gebühr zu entrichten ist... PS: Hat es eigentlich keinerlei Konsequenzen, dass sich Ryanair nicht an das Gerichtsurteil hält? Das Umschwenken auf die Mastercard Prepaid ist garantiert nicht konform mit dem Gerichtsurteil.
englandflieger Geschrieben 1. Juli 2010 Melden Geschrieben 1. Juli 2010 Gestern FR gebucht fuer LBC-STN - 10 EUR plus 5 EUR Gebuehren fuer ELV (lastschrift)... Ich dachte, das soll nichts mehr kosten?! BGH uebernehmen Sie!
Tommy1808 Geschrieben 2. Juli 2010 Melden Geschrieben 2. Juli 2010 Auch das ist sicher kein technisches Problem, sondern Ryanair will es einfach nicht. Wundert mich eh, dass nicht noch zusätzlich pro aufgegebenem Koffer auch noch mal die KK-Gebühr zu entrichten ist... wenn die schlau sind nutzen die die identifizierung des Browsers darüber hinaus um die zweite Buchung teurer zu machen als sie wäre wenn man sie als erstes gebucht hätte.. zumindest in den Fällen wo Ort & Termin eine Anschlussbuchung wahrscheinlich erscheinen lassen. Falls Ryanair das noch nicht macht heisst das natürlich ;-) Gruß Thomas
PHIRAOS Geschrieben 2. Juli 2010 Melden Geschrieben 2. Juli 2010 Man müsste mal herausfinden in welchem Supermarkt in Dublin MOL einkaufen geht. Er kommt dann mit seinem vollbepackten Einkaufswagen an der Kasse an und dann heißt es: "Tut mir leid, Sie müssen jeden Artikel einzeln bezahlen und für jeden Artikel neu das Geschäft betreten, den Artikel aus dem Regal nehmen und Ihn an der Kasse bezahlen, ehe sie das Geschäft verlassen um es gleich darauf wieder zu betreten um noch einen weiteren Artikel zu erwerben." "Was soll denn der Schwachsinn? Ich fang doch nicht an jedes Ei einzeln zu bezahlen." "Ich muss bei Ihnen doch auch jeden Flug einzeln bezahlen ehe ich einen weiteren buchen kann. Auch wenn ich eigentlich gleich mehrere Flüge auf einmal buchen will"
JaT Geschrieben 3. Juli 2010 Melden Geschrieben 3. Juli 2010 Das weiteren fände ich eine Art Warenkorbsystem auf der Ryanair-Buchungsseite gut...man sollte dann wenigstens die Möglichkeit haben erst alle Flüge zu sammeln und dann am Ende auf "bezahlen" zu klicken. Auch das ist sicher kein technisches Problem Dem möchte ich doch widersprechen. Softwaretechnisch ist ein Warenkorbsystem mit ziemlicher Sicherheit erheblich aufwändiger und teurer als das jetzige System bei Ryanair. Insofern hinkt auch der Supermarktvergleich ziemlich stark. Welche Airline sonst bietet denn ein Warenkorbsystem an? Nicht 'mal LH mit ihrer aufwändig gemachten Website. Außerdem: Ich lege 10 Flüge in den Warenkorb und werde dann z.B. ans Telefon gerufen. Zwischenzeitlich läuft meine Session auf dem Webserver ab. Alle gehaltenen Reservierungen sind futsch, ich fange von vorne an. Ist das dann besser für den Reisenden?
Snappy Geschrieben 3. Juli 2010 Melden Geschrieben 3. Juli 2010 Die könnten ja auch einfach Prepaid Gutscheine verkaufen... z.B. 100 Euro, die du dann so lange gebührenfrei nutzen kannst, bist das Guthaben weg ist. Nur dann gehen denen ja die ganzen Einnahmen verloren, ist also wohl nicht gewünscht.
PHIRAOS Geschrieben 4. Juli 2010 Melden Geschrieben 4. Juli 2010 Welche Airline sonst bietet denn ein Warenkorbsystem an? Nicht 'mal LH mit ihrer aufwändig gemachten Website. LH vielleicht nicht, dafür aber Ryanairs oranger Konkurrent aus England. Da ist rechts der Warenkorb und dort gibt es unten drunter die Möglichkeit. "Fügen sie weitere Flüge ihrem Reiseplan hinzu". Zwar keine Airline, aber dafür kann ich bei Amazon auch in einer Bestellung 3 Artikel bei drei verschiedenen Verkäufern bestellen. Ich bekomme dann zwar drei Lieferungen mit drei Rechnungen, aber das Bestellen ist auch auf einmal möglich. Warum also will sowas bei so vielen Airline nicht funktionieren?
snooper Geschrieben 5. Juli 2010 Melden Geschrieben 5. Juli 2010 Meiner Auffassung unterläuft FR weiterhin das, was das Gericht bzw. Kunde Normalo, eigentlich wollen! Das Anbieten einer kostenfreien Zahlungsmöglichkeit. Darunter verstehe ich ein gängiges Zahlungsmittel und nicht die Beschränkung auf exotische Kreditkarten. VISA Electron oder Mastercard Prepaid haben die wenigsten in ihrer Tasche, wohl aber 'normale' VISA oder MASTERCARD. Hier ist klar die Absicht erkennbar, Extra-Erlöse für das eigentliche Produkt Fliegen zu erwirtschaften. Dazu gehört auch das In Rechnung stellen einer allgemeinen Verwaltungsgebühr für alle Zahler, die nicht eine der bekannten Prepaid Karten nutzen. Diese gehört als Fixpunkt in den Flugpreis, im Gegensatz zu anderen Wahlleistungen des Kunden, eingerechnet. Diese Verwaltungsgebühr ist untrennbar an das Produkt Flug/Buchung gebunden und kann als solche auch nicht einzeln erworben werden, ist also 'Preisbestandteil' wie ihn §1 der Preisauszeichnungsverordnung defniert. Ich verstehe das ganze Gezerre um Brutto- oder Nettopreise auch gesagt ehrlich nicht. Sogar EZY gibt jetzt vorbildlich Endpreise in der Übersicht an und kann trotzdem eine gängige kostenfreie Zahlungsmöglichkeit (Lastschrift) anbieten!
STN-EBJ Geschrieben 5. Juli 2010 Melden Geschrieben 5. Juli 2010 Aber selbstverständlich verstößt FR weiter dagegen. Wie vor langer Zeit schon mal geschrieben: Letztlich ist das eine Kosten-Nutz-Rechnung. Schätze mal, FR wird dieses Spiel noch eine ganze Weile weitertreiben und die Verbraucherschutzorganisation irgendwann entnervt aufgeben. Was helfen könnte, wäre, dass Fluggäste auf Erstattung dieser Gebühr bestehen und sie sie massiv einklagen. Käme es zu einer Klagenflut, würde FR sicher irgendwann einlenken. Nur: Wer klagt schon wegen 5, 10, 20 oder 40 Euro?
Pervaneh Geschrieben 5. Juli 2010 Melden Geschrieben 5. Juli 2010 Ich bin wahrlich kein Freund dieser KK-Abzockgebühren bei Ryanair, allerdings frage ich mich, warum dann eine Lufthansa und Air Berlin nicht den gleichen Unmut mit ihrer TSC hervorrufen? Das ist genauso Abzocke und lässt sich zudem nicht mal vermeiden, wenn man über deren Portal bucht. Bei Ryanair kann man die Gebühr immerhin umgehen, wenn man möchte. Genau verarscht fühle ich mich, wenn ich bei kurzfristigen Buchungen (Flüge,Hotels, Pauchalreisen, Zusatzleistungen, etc.) nur noch per KK zahlen kann (soweit in Ordnung) und dann aber dafür bis zu 15 € Aufschlag zahlen muss, der erst im Laufe des Buchungsprozesses angezeigt wird. Wieviele rundum seriöse Unternehmen gibt es denn überhaupt in der Reisebranche?
STN-EBJ Geschrieben 5. Juli 2010 Melden Geschrieben 5. Juli 2010 Der Unterschied ist: Wenn LH einen 99-Euro-Flug bewirbt, kannst du ihn mit "normalen" Zahlungsmitteln auch für 99,00 Euro erwerben. Wenn FR einen 8-Euro-Flug bewirbt, kannst du diesen mit "normalen" Zahlungsmitteln nicht erwerben, sondern lediglich einen 13-Euro-Flug.
Koelli Geschrieben 5. Juli 2010 Melden Geschrieben 5. Juli 2010 Aber selbstverständlich verstößt FR weiter dagegen. Aber dann nochmal die Frage: Warum darf FR weiterhin gegen das Urteil verstoßen, ohne dass es Konsequenzen hat?
STN-EBJ Geschrieben 5. Juli 2010 Melden Geschrieben 5. Juli 2010 Du musst dir klar machen, dass das eine zivilrechtliche Auseinandersetzung zweier Parteien ist! Formal hat FR ja sein Verhalten insofern geändert, dass es ein seltenes Zahlungsmittel gegen ein anderes seltenes Zahlungsmittel ausgetauscht hat. Ich meine, dass es das sogar deutlich vor Rechtskraft des Urteils getan hat. Jetzt liegt es an der Klägerin, aus dem Urteil zu vollstrecken, heißt: Ordnungsgelder zu beantragen. Nun weiß ich nicht (müsste ich nachschauen), wie der Urteilstenor exakt lautet. Wenn sich da eine Formulierung findet wie "oder vergleichbare Zahlungsmittel" etc. liegt es nahe, immer schön die Vollstreckung zu betreiben. Falls nicht, bliebe der Klägerin wohl nur die Wahl, das Verfahren erneut zu betreiben - diesmal mit der aktuellen Karte. Ich meine auch, eine solche Ankündigung schon vernommen zu haben. Bleibt nur zu hoffen, dass eine neuerliche Entscheidung die Möglichkeit von Ryanair berücksichtigt, erneut das Zahlungsmittel zu wechseln und entsprechend allgemein gehalten ist. Ansonsten wird es wohl ein ewiges Wettrennen, das die Verbraucherorganisation nicht gewinnen kann.
snooper Geschrieben 5. Juli 2010 Melden Geschrieben 5. Juli 2010 Ich bin wahrlich kein Freund dieser KK-Abzockgebühren bei Ryanair, allerdings frage ich mich, warum dann eine Lufthansa und Air Berlin nicht den gleichen Unmut mit ihrer TSC hervorrufen? Das ist genauso Abzocke und lässt sich zudem nicht mal vermeiden, wenn man über deren Portal bucht. Bei Ryanair kann man die Gebühr immerhin umgehen, wenn man möchte. ? Meine letzten Flüge mit AirBerlin konnte ich per Lastschrift kostenlos bezahlen! Nun zeigt Air Berlin bei seinen Preisen immerhin auf 'einen Blick' den tatsächlichen Endpreis auf einer Seite an. Warum die immer noch darauf bestehen, Steuern, Kerosinzuschlag etc einzeln aufzuführen... keine Ahnung! Jedenfalls trifft für mich, was die TSC betrifft, das gleiche zu: Sie ist nicht einzeln erwerbbar und untrennbar mit dem Produkt Flug verbunden, gehört also eigentlich in den Preis hinein! @Koelli: Wo kein Kläger... Wirksam abstrafen können eigentlich nur die Kunden FR, aber da wirst Du niemals ein einheitliches Auftreten der Fa. gegenüber erreichen! Manche haben ja sogar Verständnis für die 'Zusatzverdienste'. Habe ich eigentlich auch, aber diese ganzen Extrapreis'chen etc gehören eigentlich den Komplettpreis! So wie bei Easyjet etwa. Die halte ich für einen Billiglfieger für vorbildlich bei der Preisauszeichnung.
Koelli Geschrieben 5. Juli 2010 Melden Geschrieben 5. Juli 2010 Nun zeigt Air Berlin bei seinen Preisen immerhin auf 'einen Blick' den tatsächlichen Endpreis auf einer Seite an. Warum die immer noch darauf bestehen, Steuern, Kerosinzuschlag etc einzeln aufzuführen... keine Ahnung! AirBerlin ist zwar insofern kundenfreundlich, dass sie keine Gepäckgebühr verlangen. Aber dafür finde ich es für eine Airline, die explizit Umsteigeflüge vermarktet, schon ziemlich ärgerlich, dass bei solchen Umsteigeflügen zweimal der Kerosinzuschlag anfällt. Schließlich steht in der Buchungsbestätigung CGN-VIE (auch, wenn dann der Flug via HAM geht). Somit lohnen sich diese Umsteigeflüge eigentlich nur, wenn man ein 29-All-Inc-Tix ergattern kann.
aaspere Geschrieben 5. Juli 2010 Melden Geschrieben 5. Juli 2010 Ich weiß jetzt nicht, ob die folgenden Gedanken völlig absurd sind, oder genau das Thema treffen. Ich könnte mir vorstellen, daß die Jungs in Dublin sich totlachen über die deutschen Verbraucherschutzverbände und sich inzwischen einen Spaß mit den "Verwaltungskosten" machen. MOL kommt morgens ins Office und fragt seine Assistentin, ob wieder jemand in Deutschland FR verklagt habe. Wenn sie nickt, ist sein Tag gerettet. Das ist natürlich etwas übertrieben, aber so ähnlich könnte ich mir das vorstellen. Gibt es in UK eigentlich auch solche absonderlichen Menschen, die wegen sowas vor Gericht ziehen? Wär ja möglich, daß die Briten das gelassener sehen. Zum Bleistift so wie ich. Na ja, ich hab ja auch gut reden als Inhaber einer kostenlosen Prepaid MC. Aber vorher hatte ich ja auch, ohne schmutzige Lieder abzusingen, die Verwaltungsgebühr bezahlt.
jumpseat Geschrieben 5. Juli 2010 Melden Geschrieben 5. Juli 2010 Ich weiß jetzt nicht, ob die folgenden Gedanken völlig absurd sind, oder genau das Thema treffen. Ich könnte mir vorstellen, daß die Jungs in Dublin sich totlachen über die deutschen Verbraucherschutzverbände und sich inzwischen einen Spaß mit den "Verwaltungskosten" machen. MOL kommt morgens ins Office und fragt seine Assistentin, ob wieder jemand in Deutschland FR verklagt habe. Wenn sie nickt, ist sein Tag gerettet. Das ist natürlich etwas übertrieben, aber so ähnlich könnte ich mir das vorstellen. Gibt es in UK eigentlich auch solche absonderlichen Menschen, die wegen sowas vor Gericht ziehen? Wär ja möglich, daß die Briten das gelassener sehen. Zum Bleistift so wie ich. Na ja, ich hab ja auch gut reden als Inhaber einer kostenlosen Prepaid MC. Aber vorher hatte ich ja auch, ohne schmutzige Lieder abzusingen, die Verwaltungsgebühr bezahlt. Würdest Du auch keine schmutzigen Lieder singen, wenn Lidl, Edeka, Tengelmann und Rewe bei dir um die Ecke von Dir bei jeden Einkauf 5 Euro Bezahlgebühr (für jeden Artikel) verlangen würden, es sei denn Du hast die Bankkarte der VR-Bank Ebsdorfergrund? Oder würdest Du dann zähneknirschend ein Konto bei der VR-Bank Ebsdorfergrund eröffnen? Oder würdest Du sagen, bei Aldi und meinetwegen Real brauche ich diese Gebühr nicht zahlen, deren Geschäftspolitik erscheint Dir deswegen fairer und transparenter? Und wenn ein Gericht es Lidl, Edeka, Tengelmann und Rewe verböte ausschließlich mit der EC-Karte der VR-Bank Ebsdorfergrund kostenlos bezahlen zu können, sie plötzlich darauf umschwenken würden, dass du nun mit der EC-Karte der weitaus größeren Nassauischen Sparkasse Wiesbaden als einziges umsonst bezahlen könntest, kämst Du Dir bestimmt auch nicht für dumm verkauft vor? Oder etwa doch?
QR 380 Geschrieben 6. Juli 2010 Melden Geschrieben 6. Juli 2010 Aber selbstverständlich verstößt FR weiter dagegen. Wie vor langer Zeit schon mal geschrieben: Letztlich ist das eine Kosten-Nutz-Rechnung. Schätze mal, FR wird dieses Spiel noch eine ganze Weile weitertreiben und die Verbraucherschutzorganisation irgendwann entnervt aufgeben. Was helfen könnte, wäre, dass Fluggäste auf Erstattung dieser Gebühr bestehen und sie sie massiv einklagen. Käme es zu einer Klagenflut, würde FR sicher irgendwann einlenken. Nur: Wer klagt schon wegen 5, 10, 20 oder 40 Euro? Es gibt eine ganz einfache Möglichkeit, diese Masche von FR zu umgehen - nicht mehr mit FR fliegen.
aaspere Geschrieben 6. Juli 2010 Melden Geschrieben 6. Juli 2010 Würdest Du auch keine schmutzigen Lieder singen, wenn Lidl, Edeka, Tengelmann und Rewe bei dir um die Ecke von Dir bei jeden Einkauf 5 Euro Bezahlgebühr (für jeden Artikel) verlangen würden, es sei denn Du hast die Bankkarte der VR-Bank Ebsdorfergrund? Oder würdest Du dann zähneknirschend ein Konto bei der VR-Bank Ebsdorfergrund eröffnen? Oder würdest Du sagen, bei Aldi und meinetwegen Real brauche ich diese Gebühr nicht zahlen, deren Geschäftspolitik erscheint Dir deswegen fairer und transparenter? Und wenn ein Gericht es Lidl, Edeka, Tengelmann und Rewe verböte ausschließlich mit der EC-Karte der VR-Bank Ebsdorfergrund kostenlos bezahlen zu können, sie plötzlich darauf umschwenken würden, dass du nun mit der EC-Karte der weitaus größeren Nassauischen Sparkasse Wiesbaden als einziges umsonst bezahlen könntest, kämst Du Dir bestimmt auch nicht für dumm verkauft vor? Oder etwa doch? Du übersiehst bei Deinem Äpfel-Birnen-Vergleich die völlig unterschiedlichen Wettbewerbsstrukturen zwischen Lebensmittel-EH und Luftverkehr. Es gibt eine ganz einfache Möglichkeit, diese Masche von FR zu umgehen - nicht mehr mit FR fliegen. Genau. Auf den Punkt getroffen.
STN-EBJ Geschrieben 6. Juli 2010 Melden Geschrieben 6. Juli 2010 Glaube, ich muss hier mal eine kleine Lanze für FR brechen. Der Eindruck, FR würde sich um Urteile deutscher Gerichte einen feuchten D. scheren, täuscht etwas. Der Alltag mit der Airline sieht so aus: Auf unsere Schreiben wird entweder gar nicht oder standardisiert geantwortet. Kommt es zum Prozess, lässt sich FR aber inhaltlich ein (Ist keinesfalls selbstverständlich - es gibt Airlines, darunter einige der ganz großen, die auch dann noch auf stur schalten und erst ein Versäumnisurteil etc. abwarten, bevor sie dann mal etwas zur Sache sagen). Jetzt kommt aber der Punkt: Wenn FR erst rechtskräftig verurteilt wurde oder sich verglichen hat, kannst du gar nicht so schnell auf dein Konto schauen, wie das Geld drauf ist!! Da können sich aus meiner Sicht ALLE anderen Fluggesellschaften sogar noch eine Scheibe abschneiden. Insofern täuscht hier der Eindruck vielleicht etwas, dass FR über deutsche Urteile nur lachen würde. Aber im konkreten Fall meine ich auch, dass sie die Entscheidung zu umgehen versuchen.
aaspere Geschrieben 6. Juli 2010 Melden Geschrieben 6. Juli 2010 @STN-EBJ Du hast natürlich völlig recht. Ich hatte nur versucht, in meinem Beitrag, das ganze etwas zu entschärfen und die machmal schon etwas merkwürdigen procedures in Deutschland auf die Schippe zu nehmen. Wir sind ja in Deutschland bekannt für unsere Prozessliebe, auch wegen Kleinigkeiten. Die Darstellungen im TV über Nachbarschaftskriege sprechen doch eine deutliche Sprache. Und die "Verwaltungsgebühr" bei FR ist so eine Kleinigkeit in meinen Augen. Damit muß sich dann aber der BGH beschäftigen, weil es einem sogenanngten Verbraucherschutzverband gefällt, und er meint, über diesen Weg seine Daseinsberechtigung beweisen zu können. Blödsinn ist das und keine notwendige Rechtsfindung. Das soll keine Kritik an unserem Rechtssystem sein, aber die Gerichte sollten auch mal den Mut haben, wenn es aus Rechtsgründen geht, eine Klage wegen Nichtigkeit abzuweisen und nicht durch drei Instanzen durchzuschleppen. Und was den Fall der Verwaltungsgebühr konkret betrifft: Natürlich versucht FR das zu umgehen; ich würde das auch machen. Das ist immerhin ein wesentlicher Betrag in der Ergebnisrechnung.
touchdown99 Geschrieben 6. Juli 2010 Autor Melden Geschrieben 6. Juli 2010 Wir sind ja in Deutschland bekannt für unsere Prozessliebe, auch wegen Kleinigkeiten Eine der unausrottbaren "urban legends", die mit der Realität nichts zu tun haben. Ich empfehle das Studium der die europäischen Staaten vergleichenden Justiz-Statistiken des Europäischen Rats. Argumentation, die auf Erkenntnisse aus dem "Unterschichten-Fernsehen" gestützt ist, führt mit ziemlicher Sicherheit in die Blamage. Zum Nichtigkeitsargument: Ryanair transportiert pro Jahr 65 Mio. Pax. Wenn nur 50 Mio. die Gebühr zahlen, reden wir über 300 Mio. EUR pro Jahr, die Ryanair allein mit ihrer Kreditkartengebühr einsteckt. Soviel zum Thema "Kleinigkeit". Gerade weil genau auf dieses von Dir bemühte Argument zahlrieche abgezockte Unternehmen setzen, gibt es in vielen Rechtsordnungen "collective redress", damit aus dem millionenfachen kleinen Rechtsbruch nicht ein Riesengeschäft für ein Unternehmen wird. Gibt es bei uns (bislang) nicht, und deshalb müssen sich selbstverständlich Gerichte mit diesem Kleinkram beschäftigen. Die Europäische Union plant im Übrigen, EU-weit solchen "collective redress" einzuführen, um den Ryanairs dieser Welt zu helfen, sich rechtstreu zu verhalten.
Koelli Geschrieben 6. Juli 2010 Melden Geschrieben 6. Juli 2010 Ryanair transportiert pro Jahr 65 Mio. Pax. Wenn nur 50 Mio. die Gebühr zahlen, reden wir über 300 Mio. EUR pro Jahr, die Ryanair allein mit ihrer Kreditkartengebühr einsteckt. Unanhängig davon, dass ich die Masche mit der KK-Gebühr auch nicht gut finde: Aber diese Gebühr ist ganz offensichtlich ein fester Bestandteil der Einnahmen bei FR. Und sollte diese Gebühr irgendwann mal wegfallen, würden die Flüge warscheinlich nicht mehr bei 1 Cent oder 1 Euro anfangen, sondern so wie bei der Konkurrenz erst bei 19,99 oder 29 Euro.
CL-600 Geschrieben 6. Juli 2010 Melden Geschrieben 6. Juli 2010 Unanhängig davon, dass ich die Masche mit der KK-Gebühr auch nicht gut finde: Aber diese Gebühr ist ganz offensichtlich ein fester Bestandteil der Einnahmen bei FR. Und sollte diese Gebühr irgendwann mal wegfallen, würden die Flüge warscheinlich nicht mehr bei 1 Cent oder 1 Euro anfangen, sondern so wie bei der Konkurrenz erst bei 19,99 oder 29 Euro. Und? Wo ist das Problem? Für mich ist es Abzocke was FR da betreibt.
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