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martin.stahl

Banana Split ohne Banane (FRA-SPU-FRA mit Croatia Airlines)

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Obwohl Kroatien ein beliebtes Reiseland ist, hatte ich es lange nicht auf dem Schirm. Wie die anderen Länder des früheren Jugoslawiens auch nicht. Vor zwei Jahren war ich erstmals in Montenegro und dort von der Landschaft begeistert. Bilder von Split, der Bucht und dem Gebirge im Hintergrund weckten mein Interesse und so war die Faschingszeit eine gute Gelegenheit, um dem Trubel hier zu entfliehen. Ein guter Freund begleitete mich und wir freuten uns darauf, dem Alltag zu entfliehen und den Frühling zu genießen. Croatia Airlines bietet tägliche Nonstop-Flüge nach Split an. Vor vielen Jahren hatte ich einmal gelesen, dass Croatia Airlines die schlechteste Fluglinie Europas wäre, aber das kann ich nicht bestätigen. Man konnte bei der Buchung kostenlos Sitzplätze reservieren und es gab ein Tütchen mit Snacks und Getränke während des Flugs. Insgesamt waren sie wie jede andere europäische Fluggesellschaft auch. Es gibt ja auf der Kurzstrecke kaum noch Unterschiede.

02.03.19

OU 413 FRA-SPU

A319  9A-CTI

Gate B47, Sitz 22 A, Startbahn 18, Landebahn 23

Flugzeit geplant 12:05 – 13:45, tatsächlich 12:15 – 13:41

 

Nach zwei schönen Wochen bei strahlend blauem Himmel rückte das Tief mit den dichten Wolken pünktlich zu unserem Abflug über Deutschland. Gut zwei Stunden vor Abflug kamen wir am Frankfurter Flughafen an und wollten eigentlich im Terminal 2 noch eine Kleinigkeit essen. Auf dem Weg dorthin kamen wir an der Schlange vor der Sicherheitskontrolle zum Flugsteig B vorbei. Ups, die war lang. Wir suchten das hintere Ende der Schlange und gingen weiter und weiter und beschlossen spontan, auf das Essen zu verzichten und uns gleich anzustellen. Das Ende der Schlange war am Gate C1 und während wir uns langsam nach vorne arbeiteten, wurden die anstehenden Passagiere mit Wasser und Schokoriegeln versorgt. Eine nette Geste des Flughafens. Es war der erste Ferientag der Faschingsferien und ich hatte nicht erwartet, dass tatsächlich so viele Leute in den kurzen Ferien verreisen. Die meisten waren aber ohne Kinder. Insgesamt benötigten wir 75 Minuten, bis wir durch die Sicherheitskontrolle durch waren. Immerhin waren alle Schalter auch besetzt. Direkt vor uns war eine Frau, die so spät dran war, dass sie ihren sauber in Folie verpackten großen Koffer nicht mehr aufgegeben hatte, sondern ihn als Handgepäck mitnahm. Sie sprach weder Deutsch noch Englisch und das Sicherheitspersonal trieb erst jemanden auf, der ihre Sprache sprach, um ihr zu erklären, dass dieser Koffer als Handgepäck nicht durchgehen würde. Prompt musste er noch von Hand inspiziert werden. Wir bekamen nicht mit, ob die Dame ihren Flug noch erreichte, wunderten uns aber, wieso sie mit dem großen Koffer überhaupt durch die Bordkartenkontrolle kam. Naja, der Flaschenhals Sicherheitskontrolle war geschafft und an der Passkontrolle war nichts los. Als wir das Gate B47 erreichten, begann gerade das Einsteigen. Der Flieger fast voll und nach dem langen Weg zur Startbahn West hoben wir um 12:25 in den trüben Himmel über Walldorf ab. Während ich vor zwei Jahren beim Umsteigen in London-Heathrow einen früheren Arbeitskollegen zufällig traf, war es diesmal im Flugzeug der Fall.

 

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Bis zu den Alpen gab es nichts zu sehen außer der dichten Wolkenschicht. Unsere maximale Flughöhe lag bei 9600 Metern, während der A321 der Iberia auf dem Weg von Wien nach Madrid noch über uns den Weg kreuzte.

 

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Der Wörthersee

 

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Der Blick rüber nach Bosnien

 

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Der Landeanflug war einer der besten, die ich erlebt hatte. Dank des Gebirges nahe der Küste mussten wir Split über das Meer anfliegen und drehten daher eine Runde über die Kastel-Buch, die sich zwischen der Stadt Split und dem Flughafen befindet. Daher überquerten wir einmal den Flughafen.

 

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Split mit der grünen Halbinsel Marjan, der Kastel-Bucht und dem Gebirge im Hinterland.

 

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Anflug auf den Flughafen Split. Erst eine Minute vor dem Aufsetzen waren wir in der Verlängerung der Landebahn. Fast wie früher in Hongkong ohne die Hochhäuser.  ;)

 

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Und dann waren wir in Split angekommen. Es war mein erster Flug in einem Flugzeug mit Star Alliance-Bemalung.

 

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Abgestimmt auf die Flugpläne von Croatia Airlines fährt ein Shuttlebus kurz nach der Landung in die Stadt. Split hat auch seine Industriegebiete und Stadtteile mit Hochhäusern, aber rund um den Hafen die wunderschöne historische Altstadt.

 

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Unser Hotel, 10 Minuten Spaziergang von der Altstadt entfernt, entpuppte sich als Apartment-Wohnungen, und als wir das Haus erreichten, wurden wir schon an der Tür vom Vermieter im Bademantel empfangen. Die Rezeption war sein eigenes Wohnzimmer und er war sehr zuvorkommend und hilfsbereit. Nach einer kurzen Pause ging es zurück in die historische Altstadt. Höhepunkt und Weltkulturerbe ist der Diokletian-Palast, der quasi die Altstadt ist.

 

Hach, Palmen. Die Uferpromenade Riva.

 

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Die Franziskuskirche an der Riva

 

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Blick auf die Stadtmauern des Diokletianpalasts mit dem Glockenturm (Campanile) des Doms des hl. Domnius, dem Schutzpatron der Stadt.

 

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Das Silbertor mit den Bögen des Säulenhofs vor dem Glockenturm. In jeder Himmelsrichtung gibt es ein Tor in der Palastmauer, das nach einem Metall benannt ist.

 

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Im Säulenhof des Palasts. Die Sitzkissen auf den Treppen gehören zum Café Luxor.

 

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Und das ist das Café Luxor.

 

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Eine der vielen engen und verwinkelten Gassen, die wir erkundeten. Wir fühlten uns wie neugierige Ratten im Labyrinth.

 

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Der Uhrenturm

 

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Die Palastmauer

 

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Der nächste Tag war noch schöner, der Himmel noch blauer. Da machte das Frühstück auf der Uferpromenade mit Blick aufs Meer richtig Spaß.

 

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Blick über den Hafen auf die Altstadt.

 

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Platz der Republik

 

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Im Zentrum unserer Unternehmungen stand an diesem Tag die Halbinsel Marjan, die den Einwohnern als Naherholungsgebiet dient. Dicht mit einem Kiefernwald bewachsen bietet der Marjan Wanderwege mit vielen Kapellen und Aussichtspunkten und auch mehreren Stränden. Wir haben uns auf dem Marjan stundenlang aufgehalten und sind dort rund 15 km bis ans andere Ende und wieder zurück gewandert. Und es war klasse.

 

Blick ins Hinterland

 

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Der Hafen und die Uferpromenade

 

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Kirche des hl. Nikolaus auf dem Berge

 

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Der Fährhafen und die dalmatische Küste

 

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Die Bäume blühen bereits – Frühling!

 

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Der Kasuni-Strand auf dem Marjan

 

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Wir kamen nach der langen Wanderung gerade rechtzeitig zum Hafen zurück, als ein Ausflugsboot ablegte, so dass wir uns noch die Bootsfahrt entlang der Küste gönnten und auf dem Marjan vom Wasser aus noch einmal alles sahen, was wir zuvor erwandert hatten.

 

Die Uferpromenade im Abendlicht

 

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Der Leuchtturm

 

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Präsident Titos Sommerpalast auf dem Marjan

 

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Die Felsen auf dem Marjan

 

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Die Einsiedelei im Felsen neben der Kirche des hl. Hieronymus

 

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An beiden Abenden probierten wir verschiedene Restaurants aus. Einmal eine Art kroatischer Sauerbraten, am zweiten Abend musste es etwas vom Grill sein.

Den Vormittag des letzten Tages nutzen wir für einen Spaziergang entlang der Küste Richtung Süden. Wir kamen an mehreren Stränden und Häfen vorbei.

 

Im Vordergrund unser Aussichtsboot, hinten der Marjan.

 

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Die Innenstadt von der anderen Seite aus.

 

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Der Ovcice-Strand mit einem ganzen Komplex aus Strandbars. Die ersten Wagemutigen gingen schon ins Wasser.

 

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04.03.19

OU 412 SPU-FRA

A319  9A-CTL

Gate 8, Sitz 24 F, Startbahn 05, Landebahn 25 R

Flugzeit geplant 14:40 – 16:30, tatsächlich 15:17 – 17:12

 

Mittags fuhr der Shuttlebus zurück zum kleinen Flughafen. Viel war nicht los. Hier war unsere Maschine gerade aus Frankfurt kommend gelandet.

 

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Für den Tag war über Mitteleuropa ein Sturmtief mit Orkanböen angekündigt. Während wir nach Hause flogen, tobte der Sturm gerade über Frankfurt. Daher starteten wir mit Verspätung, die die Zahl der Landungen pro Stunde in Frankfurt reduziert war. Das Flugzeug war diesmal nicht ganz voll, so dass wir auf unseren Plätzen hinten eine ganze Reihe für jeden von uns hatten. Die Route war westlicher als auf dem Hinflug und ging die meiste Zeit die Adriaküste entlang.

 

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Wir hatten Glück, dass wir in die entgegengesetzte Richtung wie bei der Landung starteten und uns so in einer Schleife in den Himmel schraubten und noch einmal die Blicke genießen konnten. Direkt nach dem Start um 15:20 Uhr drehten wir nach rechts ab.

 

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Die Stadt Trogir am Ende der Kastel-Bucht. Links die Insel Ciovo.

 

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Ciovo im Vordergrund, dahinter die Bucht und der Flughafen. Am rechten Bildrand der Marjan.

 

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Split und der Marjan

 

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Innenstadt von Split. Alleine die Landung und der Start waren den Ausflug schon wert.

 

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Gebirgsketten

 

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Novigradsko-See

 

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Istrien im kraotisch-slowenischen Grenzgebiet

 

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Ab Italien beherrschte die dichte Wolkendecke des Sturmtiefs Europa. Über uns flog der A380 von Qatar Airways von Paris nach Doha.

 

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Da war dann nur noch eine Wolkenschicht unter uns.

 

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Nürnberg

 

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Im Landeanflug durchquerten wir die Sturmzone mit dichten Wolken, aber dafür war es doch erstaunlich ruhig. Frankfurt hatte den Sturm gerade hinter sich gebracht und der Himmel klarte wieder auf. Hier über dem Frankfurter Hauptbahnhof.

 

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Mainhatten

 

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Mit der Landung auf der Nordwestbahn um 17 Uhr endete der schöne Ausflug und die Welt hatte uns wieder. Split hat uns sehr gut gefallen und ich habe Lust bekommen, mehr von Kroatien bzw. der Adriaküste zu sehen. Auch bei Croatia Airlines würde ich jederzeit wieder einsteigen.

 

Copyright aller Fotos: Martin Stahl

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