Zum Inhalt springen
airliners.de

Wie kann der Flughafen BER wachsen


Empfohlene Beiträge

Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb Alibaba1408:

https://www.airliners.de/air-india-peilt-deutschland-fluege-berlin-visier/86540
 

Air India möchte im Deutschlandmarkt wachsen, Berlin wurde dabei konkret als mögliches Ziel genannt. Das dürfte sicherlich nicht überraschen, schließlich ist es der drittgrößte Flughafen Deutschlands und hat im Gegensatz zum zweitgrößten München (ebenfalls nicht von Air India bedient) keine Indien Flüge (von MUC fliegt LH als Star Alliance Partner drei Städte an). 
 

Laut Artikel leben ca. 55.000 indische Staatsangehörige in Berlin. Das ist grundsätzlich ja schon einmal eine gute Basis, in Städten im erweiterten Großraum Berlin kommen sicherlich noch einmal einige dazu. Die Frage ist natürlich, ob es vorrangig überdurchschnittlich gut verdienende indische Fachkräfte sind oder (sorry für die Stereotype) prekär beschäftigte Lieferando Fahrer. Die Zahl indischer Studenten in Deutschland ist inzwischen ja wohl relativ groß, es bleibt also etwas unklar, wie kaufkräftig diese Gruppe ist. 
 

Bei derzeit bis zu vier täglichen Flügen auf FRA-DEL könnte der non-stop Aufschlag für Berlin Flüge relativ hoch sein. Auch wird im Interview angedeutet, dass es schwierig sein könnte, vernünftige Slots zu erhalten. 
 

Ich bin mal gespannt, was daraus in den nächsten Jahren wird. Mit dem Wegbrechen der ME3 auf mittlerer Sicht ändert sich vielleicht ja auch noch etwas in der Marktdynamik. 

Die Slotproblematik im Interview bezog sich aber nicht auf den BER. 

Geschrieben
Am 19.3.2026 um 15:38 schrieb 101er:

Die Slotproblematik im Interview bezog sich aber nicht auf den BER. 

Moin,

 

ich gehe davon aus, dass die LH dafür sorgen wird, dass sein *A Partner zuerst München anfliegen, bzw. AI auch dahin drängen wird, zuerst ab FRA/MUC weitere Destinationen hinzukommen, bevor Berlin dran ist. 
 

War bisher auch immer so und ist aus LH Sicht auch nachvollziehbar. 
 

Gruß,

Jochen 

Geschrieben

Könnte in dem Fall ausnahmsweise mal anders sein. Erstens, weil MUC bereits Flüge nach Indien hat und durch den A380 auch mit nicht gerade wenig Kapazität bei ausbaufähiger Auslastung. Zweitens, um IndiGo zuvorzukommen, die ebenfalls nach BER wollen.

 

Hier könnte die Abwägung zur Sicherung eines großen und völlig unbedienten Marktes zugunsten des BER ausfallen.

Geschrieben
11 minutes ago, spandauer said:

Könnte in dem Fall ausnahmsweise mal anders sein. Erstens, weil MUC bereits Flüge nach Indien hat und durch den A380 auch mit nicht gerade wenig Kapazität bei ausbaufähiger Auslastung. Zweitens, um IndiGo zuvorzukommen, die ebenfalls nach BER wollen.

 

Hier könnte die Abwägung zur Sicherung eines großen und völlig unbedienten Marktes zugunsten des BER ausfallen.

Würde ich ähnlich erwarten. MUC ist doch schon gut bedient, ein Markteintritt von Air India bringt wenig Mehrwert. 
 

Indigo hingegen ist auf Expansionskurs und klopft an die Tür. Mit dem A321XLR verfügt man auch über das passende Gerät, um Berlin direkt mit hoher Frequenz anbinden zu können (in diesem Jahr alleine soll man wohl neun Stück erhalten).

Air India bzw. die Star Alliance sind hier in gewisser Weise unter Zugzwang, wenn man Berlin nicht aufnimmt, dann wird einem wahrscheinlich im Laufe 2027/2028 Indigo zuvorkommen. 
 

 

 

 

Geschrieben

Das beschreibt das Dilemma der LH/Star Alliance in BER recht gut. Man hat bereits viele Passagiere an TK, QR und Co. verloren. Scoot als SIA-Tochter ab BER sollte dem etwas entgegensetzen, was man sensationell verbockt hat, in dem man die Strecke konsequent ver-unattraktiviert hat. Ansonsten hat man gen Osten offenbar kaum einen Schlachtplan, wie man Berliner Langstreckenpassagiere im Konzern und in der Star behalten könnte, außer protektionistischem Gehabe. Die aktuelle Verschnaufpause aufgrund der Nahost-Katastrophe sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass man strategisch ein absoluter Falschfahrer ist.

 

BER wird in den kommenden Jahren einige Langstrecken nach Asien dazubekommen und es ist absehbar, dass diese zu fast 100% an der LH/Star vorbeigehen werden. Man wird zwar weiterhin das Mantra vorgeben, FRA/MUC und damit den deutschen Luftfahrt-Standort zu schützen. Defacto verliert LH/Star aber an wichtigen Flughäfen wie BER immer mehr Passagiere an Mitbewerber.

 

Air India könnte ein Versuch sein, zumindest den künftig größten Wachstumsmarkt der Welt nicht Star-Konkurrenten wie IndiGo zu überlassen, auch wenn das heißt, dass weniger Passagiere ab BER via FRA/MUC unterwegs sein werden. Aber zumindest blieben sie in der Allianz.

Geschrieben
11 minutes ago, spandauer said:

Das beschreibt das Dilemma der LH/Star Alliance in BER recht gut. Man hat bereits viele Passagiere an TK, QR und Co. verloren. Scoot als SIA-Tochter ab BER sollte dem etwas entgegensetzen, was man sensationell verbockt hat, in dem man die Strecke konsequent ver-unattraktiviert hat. Ansonsten hat man gen Osten offenbar kaum einen Schlachtplan, wie man Berliner Langstreckenpassagiere im Konzern und in der Star behalten könnte, außer protektionistischem Gehabe. Die aktuelle Verschnaufpause aufgrund der Nahost-Katastrophe sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass man strategisch ein absoluter Falschfahrer ist.

 

BER wird in den kommenden Jahren einige Langstrecken nach Asien dazubekommen und es ist absehbar, dass diese zu fast 100% an der LH/Star vorbeigehen werden. Man wird zwar weiterhin das Mantra vorgeben, FRA/MUC und damit den deutschen Luftfahrt-Standort zu schützen. Defacto verliert LH/Star aber an wichtigen Flughäfen wie BER immer mehr Passagiere an Mitbewerber.

 

Air India könnte ein Versuch sein, zumindest den künftig größten Wachstumsmarkt der Welt nicht Star-Konkurrenten wie IndiGo zu überlassen, auch wenn das heißt, dass weniger Passagiere ab BER via FRA/MUC unterwegs sein werden. Aber zumindest blieben sie in der Allianz.

Ähnlich wie bei UA könnte man auch hier auf ein JV setzen (https://www.aerotelegraph.com/ticker/lufthansa-group-und-air-india-planen-joint-venture-fuer-fluege-zwischen-europa-und/bsk3pw6). Dann wäre es ja sogar ziemlich egal, ob LH oder AI fliegt.

Geschrieben (bearbeitet)

Die Passagiere würden trotzdem an einem LH-Hub fehlen, was die LH bisher immer mit allen Mitteln zu verhindern gewusst hat, siehe Einstellung IAD-BER durch UA nach nur einer Saison zugunsten von ZRH-IAD bzw. MUC-IAD, oder auch das Veto gegenüber SIA, die SIN-GVA aufnehmen wollen. Oder der neueste Streich gegen China Eastern, die schon letztes Jahr PVG-ZRH aufnehmen wollten, aufgrund von mangelnden Rechten aber erst dieses Jahr die Strecke aufnehmen werden.

 

Das JV mit Air China hat auch nicht dazu geführt, dass DUS-PEK gehalten werden konnte, im Gegenteil. Man hat die freigewordenen Flüge genutzt, um Flüge nach FRA und MUC aufzustocken.

 

Ich kann es nur wiederholen: auch in einem JV ist es der LH nicht egal, wie die Passagiere von A nach B kommen. Der Logik des RoI nach muss es immer via FRA oder MUC gehen, sonst ist es ein verlorener Passagier, selbst wenn LH an den Ticketeinnahmen auf EWR-BER mitverdient. Dieser Passagier fehlt aber trotzdem in der Bilanz von Fraport oder dem MUC, an denen LH Anteile besitzt und wo man viel Geld investiert hat.

Bearbeitet von spandauer
Geschrieben

Ich will ja keine Spaßbremse hier sein, aber Air India ist in München gesetzt und hat bereits Slots ab 1.7.26 für 7/7 auf DEL-MUC beantragt. Wegen Flugzeugmangel hat man jetzt ganz aktuell für SFP 26 auf 4/7 reduziert. Temporär frei gewordene Kapazitäten bei B788 können hier nicht verwendet/verplant werden, weil Flüge nur bis Ende März wegen aktueller Lage z. B. DXB gestrichen sind. Diese freien Kapazitäten werden aktuell zur Aufstockung nach Europa bis Ende März verwendet.

Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb jetstream:

Ethiopian ist in München ebenfalls seit Jahren gesetzt… :ph34r:

Lass es, du kennst dich nur mit Frankfurt aus. AI hat Slots beantragt und pasta. Du behauptest auch,  statt nach MUC hat man regelmäẞig eine neue tgl. nach FRA aufgenommen. Sind aber nur Einzelflüge bis Ende März. 

Zudem geht es hier um Berlin und nicht dein krankhaftes MUC-Bashing.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 36 Minuten schrieb Fluginfo:

Sind aber nur Einzelflüge bis Ende März. 

Einzelflüge also? Seit zwei Wochen 6/7 zusätzliche Frequenzen.
Durchgetaktet bis 27.3. Und danach, schau’n mer mal… 😂 ob und was mit AI in MUC wird.

 

vor 38 Minuten schrieb Fluginfo:

Du behauptest auch,  statt nach MUC hat man regelmäẞig eine neue tgl. nach FRA aufgenommen

Steht genau wo? Lesen und Inhalte erfassen und auch verstehen sind halt zwei verschiedene Dinge… 

Bearbeitet von jetstream
Geschrieben (bearbeitet)

@jetstream

 

https://www.aeroroutes.com/eng/260309-aimar26int

 

Diese Meldung ist die Grundlage durch Freiwerden von Kapazitäten wegen der Streichung von Dubai Flügen usw. die Option zur Erweiterung von Einzelflügen der Air India Bestandlinien. Welches bereits bis Ende März verlängert wurde und evtl. weitere Verlängerungen erhält. Aber wenn du daraus ableitest, hier könnte auch Berlin oder München aufgenommen werden, zeugt die von extrem wenig Kenntnis, wie Airlines ihre Routen planen.

Kurzum, die freigesetzte Kapazität kann nur auf Bestandslinien temporär als Einzelflüge (Einzelflüge kann nur einmal, aber auch zwanzigfach stattfinden). Gleiche Diskussion habe ich erst von dir gestern im anderen Forum gelesen. Auch dort liegst du einfach falsch und *gelöscht nach Einspruch vom Beteiligten*. 

Ergänzend noch warum die Anzahl der Flüge nach Frankfurt besonders ausgeprägt, weil Air India Mitglied der Star Alliance ist und via FRA auch Paxe von und nach USA via FRA befördert werden. Genau in einer Zeit, wo die Auslastung nach Nordamerika noch nicht extrem hoch ist.

 

Jetzt zurück zum eigentlichen Thema hier BER:

Meine Einschätzung, Air India dauert noch mind. 1 - 2 Jahre, vorher schlägt eher eine andere Airline aus Indien dort auf. Durch die aktuelle Situation vielleicht noch 2026!?

 

Im Austeilen ist @Jetsream immer vorne dabei, aber Einstecken kann er gar nicht und sucht immer den Weg der Moderatoren. Gleiches ist regelmäßig im MUC-Forum zu sehen.

Bearbeitet von Fluginfo
Einspruch vom Beteiligten*.
Geschrieben (bearbeitet)
vor 5 Stunden schrieb spandauer:

Das beschreibt das Dilemma der LH/Star Alliance in BER recht gut. Man hat bereits viele Passagiere an TK, QR und Co. verloren. Scoot als SIA-Tochter ab BER sollte dem etwas entgegensetzen

Scoot ist nicht in der Star Alliance und es erfolgt (leider) keine Zusammenarbeit zwischen Scoot und LH.
Man kann weder Miles and More Meilen bei Scoot sammeln noch ausgeben. Scoot war dagegen Mitglied in der Value Alliance (2016 bis 2023).

Die Flugplanung von Scoot würde ich relativ unabhängig von LH oder der Star Alliance sehen.

Bearbeitet von BWE320
Geschrieben
vor 31 Minuten schrieb BWE320:

Scoot ist nicht in der Star Alliance und es erfolgt (leider) keine Zusammenarbeit zwischen Scoot und LH.
Man kann weder Miles and More Meilen bei Scoot sammeln noch ausgeben. Scoot war dagegen Mitglied in der Value Alliance (2016 bis 2023).

Die Flugplanung von Scoot würde ich relativ unabhängig von LH oder der Star Alliance sehen.

Scoot ist eine Tochter von SIA. Ähnlich EW für LH. Eine direkte Vertriebszusammenarbeit mag es in beiden Fällen nicht geben. Aber die Mutter wird schon die Möglichkeit haben, ihre Billigtochter gezielt dort einzusetzen, wo man z.B. Konkurrenz fern halten will. Die Aufnahme von TXL durch Scoot in 2019 sehe als eine solche strategische Entscheidung, auch in Absprache mit LH.

Geschrieben
1 hour ago, spandauer said:

Scoot ist eine Tochter von SIA. Ähnlich EW für LH. Eine direkte Vertriebszusammenarbeit mag es in beiden Fällen nicht geben. Aber die Mutter wird schon die Möglichkeit haben, ihre Billigtochter gezielt dort einzusetzen, wo man z.B. Konkurrenz fern halten will. Die Aufnahme von TXL durch Scoot in 2019 sehe als eine solche strategische Entscheidung, auch in Absprache mit LH.

Zumindest wird die Tochter durch die Mutter gesellschaftlichsrechtlich kontrolliert. Jedes wirtschaftliche Handeln ist also zumindest gebilligt, wenn nicht sogar gezielt koordiniert. 

Geschrieben
vor 16 Stunden schrieb Alibaba1408:

Zumindest wird die Tochter durch die Mutter gesellschaftlichsrechtlich kontrolliert. Jedes wirtschaftliche Handeln ist also zumindest gebilligt, wenn nicht sogar gezielt koordiniert. 

Ich denke auch, dass bei Scoot die LH ein Auge zugedrückt hat. War von dem Produkt ja nicht wirklich eine Konkurrenz. Auch hätte die Mutter SIA mit den ganzen Athen-Gedöns intervenieren können. Aber so wurde die Route einfach Tod geflogen und der LH Politikbrief hat einen Evergreen „Langstrecken lohnen sich nicht, weil eine Airline nach Asien ihre Strecke eingestellt hat“ 


Ich gebe zu, bei Indien ist es etwas mehr tricky, da es offensichtlich 2 potentielle Anbieter gibt, wovon einer nicht von der *A kontrolliert wird. Ergo: rein in den Markt oder Markanteile verlieren. 
 

Gruß,

Jochen 

 

Geschrieben
vor 37 Minuten schrieb Jochen Hansen:

War von dem Produkt ja nicht wirklich eine Konkurrenz.

Das ist vermutlich der Knackpunkt. Dürfte bei Air Canada Rouge ähnlich gewesen sein, als die 2018 TXL-YYZ aufgenommen haben. Die "Billigheimer" sind mit Rouge geflogen, die BIZ-Kunden, von denen es ab BER ja keine gibt, sind weiterhin hochprofitabel via FRA/MUC geroutet worden. Umso spannender, dass durch den A321XLR offenbar die alten Argumente nicht mehr ziehen und Air Canada nun eine eher unerwartete Strecke YUL-BER aufnimmt, die offenbar so gut läuft, dass man wenige Wochen nach Buchungsfreigabe gleich zusätzliche Flüge freischaltet.

 

Indien wird in der Tat sehr spannend, wie weit LH versucht sich zu verbiegen und Lobbyarbeit gegen BER zu betreiben.

Geschrieben

Mal ein anderes Thema bzw. ein Blick in die andere Himmelsrichtung: Die riesige NBA will neben München auch Berlin zu einem festen Franchise in ihrem Ableger NBA Europe machen. In Adlershof soll dafür wohl ziemlich überraschend schon sehr zeitnah ein ganzer Sportcampus entstehen, in dem dann Alba Berlin in eine große Halle mit 15.000 Plätzen einzieht aber auch Trainingsanlagen für die Profis der Männer und Frauen sowie auch den Nachwuchs betreibt. Ein ganz entscheidendes Kriterium für den Standort war wohl auch die Nähe zum BER, der die internationalen Gäste effizient nach Berlin und zurück nach Hause bringen soll. Am Freitag soll eine Machbarkeitsstudie präsentiert werden, wobei der Senat sehr wohlwollend auf das Projekt blicke. Die Finanzierung soll durch US-Banken erfolgen und im neunstelligen Bereich liegen. Wenn alles gut geht, könnte es ab 2028-2029 so weit sein (aber bereits ab 2027 sollen Spiele in der Uber-Arena stattfinden, die ja mit 17.000 Plätzen ähnlich große Kapazitäten bietet). Spannend wird mE auch noch, ob die Halle in Adlershof neben dem Basketball auch noch andere Funktionen erfüllen soll. 

Quelle: Berliner Morgenpost (Hinter Paywall)

 

Es ist vielleicht nur ein kleinerer Puzzlestein aber womöglich kann es doch helfen, auch ohne viele große Headquarters mehr kritische Masse aufzubauen. 

Geschrieben
On 3/24/2026 at 8:23 PM, jan85 said:

Mal ein anderes Thema bzw. ein Blick in die andere Himmelsrichtung: Die riesige NBA will neben München auch Berlin zu einem festen Franchise in ihrem Ableger NBA Europe machen. In Adlershof soll dafür wohl ziemlich überraschend schon sehr zeitnah ein ganzer Sportcampus entstehen, in dem dann Alba Berlin in eine große Halle mit 15.000 Plätzen einzieht aber auch Trainingsanlagen für die Profis der Männer und Frauen sowie auch den Nachwuchs betreibt. Ein ganz entscheidendes Kriterium für den Standort war wohl auch die Nähe zum BER, der die internationalen Gäste effizient nach Berlin und zurück nach Hause bringen soll. Am Freitag soll eine Machbarkeitsstudie präsentiert werden, wobei der Senat sehr wohlwollend auf das Projekt blicke. Die Finanzierung soll durch US-Banken erfolgen und im neunstelligen Bereich liegen. Wenn alles gut geht, könnte es ab 2028-2029 so weit sein (aber bereits ab 2027 sollen Spiele in der Uber-Arena stattfinden, die ja mit 17.000 Plätzen ähnlich große Kapazitäten bietet). Spannend wird mE auch noch, ob die Halle in Adlershof neben dem Basketball auch noch andere Funktionen erfüllen soll. 

Quelle: Berliner Morgenpost (Hinter Paywall)

 

Es ist vielleicht nur ein kleinerer Puzzlestein aber womöglich kann es doch helfen, auch ohne viele große Headquarters mehr kritische Masse aufzubauen. 

Ohne jetzt hier rummosern zu wollen, aber dadurch sehe ich in der Tat nur einen kleinen Effekt.
 

Es ist ein (kleiner) Multiplikator für (primär) leisure-Nachfrage. Gerade da sind wir uns aber vermutlich einig, dass es Berlin nicht an leisure-Nachfrage mangelt. 
 

Was ich unbedingt als Voraussetzung für mehr (Lang-)Strecken sehe, ist eine weitere Ansiedlung von administrativen Zentren, die eben den yield hoch pushen können (eben solchen HQs). Da es neulich mal diskutiert wurde: Nehmen wir als Beispiel mal Vietnam. Zweifelsohne gibt es in und um Berlin eine signifikante Community, die eine hohe VFR Nachfrage nach Vietnam generieren kann. Das Problem ist aber, dass es VFR Nachfrage ist. Wenn ich ein Mal im Jahr für drei Wochen die Verwandten in Vietnam besuche, dann sind mir die paar Stunden, die ich durch das Umsteigen in XYZ verliere meistens egal, im Zweifel entscheide ich mich sogar bewusst für die Umsteigeverbindung, da diese i.d.R. günstiger ist. Im Business Bereich ist Vietnam vermutlich (noch) eher unbedeutend. 
 

Ein gutes Beispiel ist vermutlich Düsseldorf, wo sich pre-Covid über eine lange Zeit eine non-stop Verbindung nach Tokio gehalten hat. Das war primär nicht, weil es in Düsseldorf eine große japanische Community gibt, die 1-2 Mal im Jahr nach Hause fliegt oder Verwandte besucht, sondern weil es in Düsseldorf und Umgebung eine sehr hohe Dichte von japanischen (und inzwischen auch anderen asiatischen) Unternehmen gibt. Es gibt die Infrastruktur vor Ort (z.B. Großkanzlei mit Japan-Desk). Das hat eine gewisse Grundnachfrage generiert, die auch für relativ hohe yields gesorgt hat. 
 

Non-stop Flüge müssen ein Stück weit unentbehrlich sein und das sind sie m. E. nur, wenn bedeutende Akteure, relativ viele Geld sparen können.

 

Aber ja, schaden wird das mit der NBA nicht :) 

Geschrieben

Ich glaube das @spandauer einen Denkfehler hat, wenn er meint Paxe würden an FRA und MUC vorbei gehen.

 

Ein Teil geht auch heute vorbei, sei es der Günstigticketkäufer der via AMS nach Asien fliegen möchte, oder diejenigen die mit Turkish oder Qatar fliegen.

 

Kein nationaler Player kann und wird alles bedienen : Swiss überlässt die Langstrecke in Genf auch vielen anderen Airlines, sogar auf der Kurzstrecke sind die Hauptwettberwerber Easyjet und AirFrance. Ähnlich ist es im Norden Italiens mit ITA oder im Norden Englands mit BA - man schaue sich nur wieviele TATL Verbindungen es im Sommer nach Schottland gibt, "am LHR vorbei".

 

 

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde Dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde Dich hier an.

Jetzt anmelden
×
×
  • Neu erstellen...