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calli82

Wieviel Turbulenzen?

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Hallo,

 

ab wann werden Turbulenzen für gängige Verkehrsflugzeuge kritisch?

Wieviel kann ein Flugzeug "absacken" ohne dass es für das Material gefährlich wird. Ab wann muss man damit rechnen, dass Gegenstände / Passagiere an die Decke geschleudert werden?

 

Viele Grüße,

 

CaLLi82

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So pauschal kann man das glaube ich nicht sagen. Es gibt aber durchaus Turbulenzen wo Flugzeuge mehrere Tausend Fuß absinken können.

 

Generell kann man aber sagen, dass ordnungsgemäß gewartete Verkehrflugzeuge ganz schön was aushalten können.

 

Die Tragflächen der Boeing B777 Serie halten eine Biegung von 7m stand. Das ist schon ziemlich viel... .

 

lg, oli

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Hallo,

ab wann werden Turbulenzen für gängige Verkehrsflugzeuge kritisch?

Wieviel kann ein Flugzeug "absacken" ohne dass es für das Material gefährlich wird.

 

Wenn ich mich richtig erinnere, war der letzte tödliche Unfall durch ein zerbrechendes Flugzeug in Reiseflughöhe durch Turbulenz eine F28 der KLM Cityhopper (oder war es damals noch NLM?) 1981 auf dem Weg von Hamburg nach Eindhoven. Und selbst das würde ich nicht als Turbulenz werten, das war ein Tornado.

 

Man mag mich gerne korrigieren aber ein neuerer Fall in der modernen Passagierluftfahrt (also keine DC3 in Kolumbien 1989 oder so) fällt mir nicht ein.

 

Ab wann muss man damit rechnen, dass Gegenstände / Passagiere an die Decke geschleudert werden?

 

Eigentlich immer, wenn der Captain das Sign "andingt" und Dich auffordert, Dich hinzusetzen und anzuschnallen.

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Hallo,

 

ab wann werden Turbulenzen für gängige Verkehrsflugzeuge kritisch?

Wieviel kann ein Flugzeug "absacken" ohne dass es für das Material gefährlich wird. Ab wann muss man damit rechnen, dass Gegenstände / Passagiere an die Decke geschleudert werden?

-Böen bis zu 20m/s müssen von der Konstruktion bei einer speziellen hierfür vorgesehenen, verringerten Geschwindigkeit ertragen werden.

 

-Um welche Höhe insgesamt eine Vertikalströmung ein Flugzeug versetzt, ist für die Festigkeit der Konstruktion nicht relevant, relevant ist einzig, wie abrupt eine solche Strömung zu wirken beginnt, d.h. der Strömungsrichtungs- bzw. - geschwindigkeitsgradient.

 

-Sobald ein Passagier oder Gegenstand nicht fest mit dem Flugzeug verbunden ist, während das Flugzeug nach unten von seiner vorherigen Bahn abweicht.

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... ab wann ... Wieviel ... Ab wann...

Was genau willst du denn wissen calli82? Sollte das Flugzeug mit mehr als 1G (Falllbeschleunigung) nach unten sausen, wirst du dir den Kopf stoßen wenn du nicht angeschnallt bist. Einfache Physik.

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Die Limits , z.B. bei der A320 sind +2,5G und -1G in clean configuration, also mit KLappen drinnen.

Sind die Klapppen ausgefahren verringern sich die Limits auf +2G und -0G.

Beim Überschreiten dieser Limits sind dann Kontrollen fällig.

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Vor einiger Zeit ist mal eine, ich glaub Air China 742, in heftige Turbulenzen aufgrund eines Strömungsabrisses geraten.

 

Der Flieger war total deformiert. Trotzdem ist das Flugzeug sicher gelandet.

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Hallo,

 

habe gar keine Ahnung von dem Thema, deshalb frag ich. Ich kann mir das noch nicht so recht vorstellen, vor allem weiß ich nichts mit den Einheiten wie "G" anzufangen.

 

Gibt es hierzu ein paar Referenzen, wo man sowas nachlesen kann?

 

Viele Grüße und danke,

 

CaLLi82

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...habe gar keine Ahnung von dem Thema, deshalb frag ich. Ich kann mir das noch nicht so recht vorstellen, vor allem weiß ich nichts mit den Einheiten wie "G" anzufangen.

Erst mal Lob für die ehrliche Antwort, aber wundere dich nicht, wenn dir in einem eher techniklastigen Forum giftige Antworten entgegen kommen.

 

"g" ist die Einheit für die Erdbeschleunigung. Sie ist mit 9,81 m/s² definiert. Mit dieser Beschleunigung wird alles von der Erde angezogen. Fällt ein Flieger mit genau 1g Richtung Erde, dann fühlt es sich in ihm an, als könntest du durch den Flieger schweben, da dort jetzt effektiv keine Gravitation mehr herrscht (such mal nach Parabelflug). Erst wenn die Maschine schneller nach unten beschleunigt haut es dich an die Decke, da dir Flieger quasi schneller auf den Kopf fällt als du selbst zur Erde gezogen wirst. Freue dich auf Physik der sechsten Klasse... ;-)

 

Das ganze nun mit dem klimatischen Bedingung zu verknüpfen wann wo was dazu führt, dass die Maschine in die Tiefe oder zur Seite befördert wird, wäre wohl Stoff für eine Dissertation.

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aber wundere dich nicht, wenn dir in einem eher techniklastigen Forum giftige Antworten entgegen kommen.

...

 

Sie ist mit 9,81 m/s² definiert. ...

 

(-,

 

Übrigens kann der Eindruck von "Schwerelosigkeit" innerhalb eines geeignet mit der einfachen Erdbeschleunigung ("1g") beschleunigenden Körpers überhaupt nur durch gleichzeitiges Wirken dieses Kraftfeldes, der Erdgravitation, entstehen; ohne dieses zusätzliche Kraftfeld gäbe es grad keinen solchen Effekt. Anders gesagt fällt der sich schwerelos fühlende Körper in diesem Moment der Erde entgegen, d.h. das Gravitationsfeld der Erde verrichtet Arbeit an ihm, d.h. das Graviationsfeld "wirkt" effektiv. Die "Wirkung" der Gravitation ist im Gegenteil in jedem Moment aufgehoben, da sie den in ihrem Feld befindlichen Körper nicht fortbewegen kann, etwa, weil ein Flugzeugsitz von "unten" (entgegen der Feldlinien) dagegendrückt.

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Da ich es hier jetzt mehrfach missverständlich lesen musste .....

 

Um Schwerelosigkeit zu haben, also im Flugzeug zu "schweben" muss die resultierende Beschleunigung 0g betragen. NICHT -1g! Beschleunigt sich das Flugzeug jetzt mit (-) 1g nach unten wirken sowohl auf den Menschen, als auch das Flugzeug 0g. Da sich die Erdanziehungskraft (1g) und die Beschleunigung des Flugzeugs (-1g) aufheben.

 

Erklärt sich am besten damit, dass man um sein "Gewicht" zu bestimmen eine Masse mit der Beschleunigung multipliziert. Für einen 75kg Menschen bedeutet das:

 

Bei 1g : 75kg Gewicht

bei 2g : 150kg Gewicht

bei 0g : 0kg Gewicht

bei -1g : -75kg Gewicht usw.

 

Im Umkehrschluss heißt das, dass man bei -1g mit einem gefühlten normalen Körpergewicht an der Decke stehen könnte. Die Lastgrenzen des A320 (wie so gut aller anderen Verkehrsflugzeuge übrigens auch) bei -1g bedeuten also, dass in dieser Fluglage alle Gegenstände und Personen in der Kabine mit ihrem Eigengewicht an der Decke hängen würden. Das ist schon ganz schön heftig! Die Bruchgrenzen, also die Grnezen wo z.B. der Flügel wirklich bricht liegen dabei noch deutlich höher.

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