Zum Inhalt springen
airliners.de

Aktuelles zum Flughafen Hamburg


Empfohlene Beiträge

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb FKB:

Früher war die Mentallität eher eine andere und deswegen hat vieles besser funktioniert und war unterm Strich volkswirtschaftlich gesehen günstiger.

Früher hat das Brötchen noch 25 Pfennig gekostet, und zu Weihnachten war mehr Lametta. 🙄

Geschrieben
vor 8 Minuten schrieb jetstream:

Früher hat das Brötchen noch 25 Pfennig gekostet, und zu Weihnachten war mehr Lametta. 🙄

Aber manche Sprüche waren die gleichen.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Stunden schrieb FKB:

Und wie im richtigen Leben werden dann nur selektierte Kosten in die Wirtschaftlichkeitsrechnung hineingenommen und Kosten außerhalb des Unternehrmens oder gar Kosten auf anderen Kostenstellen nicht berücksichtigt. Das ist das Grundproblem. Wenn ein Flughafen für die Kosten der Fluglinien und der Passagiere aufkommen müsste - dann sehe vieles anders aus. Früher war die Mentallität eher eine andere und deswegen hat vieles besser funktioniert und war unterm Strich volkswirtschaftlich gesehen günstiger. Heute hat sich der Egoismus durchgesetzt.

Früher war die Flughäfenen mit allen Dienstleistungen immer alleiniger Anbieter.

Die EU hat entschieden, dass da mehr Wettbewerb stattfinden muss.

Dann kommen noch die Einkäufer der Fluggesellschaften, die versuchen alle Leistungen die man extern beziehen muss, bis auf den letzten Cent zu drücken (weil hat man ja "outgesourct"). Was interessiert den Flughafen dann, wenn Fluggesellschaft X mit Dienstleister Y bei z.B. solchen Wetterlagen (Personal)Probleme bekommt?
Ja und damit sind wir, wie du auch schreibst, beim Egoismus. Es ist heute kein eine Händ wäscht die andere, sondern "Nehmen ist seliger als geben".

 

...NCC1701 ;)

Bearbeitet von NCC1701
Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb FKB:

Heute hat sich der Egoismus durchgesetzt.

+

vor 2 Stunden schrieb NCC1701:

Ja und damit sind wir, wie du auch schreibst, beim Egoismus. Es ist heute kein eine Händ wäscht die andere, sondern "Nehmen ist seliger als geben".

Ihr seid so kurz davor, das zugrunde liegende systemische Problem anzusprechen.

 

Ich will den Thread nicht unnötig politisieren und halte auch nach diesem Post meine Fresse - und ich habe auch gar keine veritabel umsetzbare Alternative in petto. Aber das hier wahrzunehmende Problem ist doch keins auf der rein charakterlichen Ebene - weil da gäbe es einzelne Begünstigte, die das besonders vorantreiben.

 

Es ist ein systemisches Problem, das durchaus damit beginnt, dass die Spieltheorie in diesem Wirtschaftsumfeld Leute mit derlei Charakterzügen besonders bevorteilt, das damit weitergeht, dass man Infrastruktur aus der öffentlichen Hand losgelöst hat in der Absicht, Gewinnpotenziale in vielversprechenden Sektoren in private Portemonnaies zu verschieben Effizienzen zu steigern, und das leider noch nicht sein Ende gefunden hat bei der Tatsache, dass Menschen nun mal unglaublich schlecht darin sind, jeweils kurz- und langfristige Vor- und Nachteile gegeneinander aufzuwiegen.

 

Sie werden sich nahezu immer für kurzfristige Vorteile und langfristige Nachteile entscheiden, und diese Entscheidungsfindung wird durch ein Wirtschaftsumfeld, in dem nach KPIs über Quartale und Geschäftsjahre geurteilt wird, auch massiv begünstigt.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 26 Minuten schrieb Lucky Luke:

das damit weitergeht, dass man Infrastruktur aus der öffentlichen Hand losgelöst hat in der Absicht, Gewinnpotenziale in vielversprechenden Sektoren in private Portemonnaies zu verschieben Effizienzen zu steigern, und das leider noch nicht sein Ende gefunden hat

Infrastruktur im weitesten Sinne ist die ex nationale Airline, die man privatisiert hat und erst Geld schrieb - und belastet den Bundeshaushalt nicht mehr belastet hat -  seitdem (!) man sie privatisiert hat. Gilt ebenso bspw. für die Telekom oder Post.

 

Infrastruktur die in öffentlicher Hand geblieben ist ist bspw. die Deutsche Bahn. Ein Musterbeispiel des Scheiterns. Und paradoxerweise wird gerade dort nur kurzfristig geschaut und hat sich jahrelang kaputt gespart, damit kurzfristig die Zahlen stimmen.


Also tut mir leid, dass das ein Problem von Privatisierungen ist sehe ich dort nicht. Allgemein: Ist es in öffentlicher Hand entscheiden am Ende Politiker und niemand denkt mehr kurzfristig als diese (sonst hätten wir einige Probleme weniger im Land). 


Den Kern, dass Leute (im Falle der Politik auch der Wähler die somit indirekt Einfluss hat) zu kurzfristig denken gehe ich mit. Aber das ist kein privatwirtschaftliches Problem. Im Gegenteil. 

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben
vor 10 Minuten schrieb d@ni!3l:

Infrastruktur die in öffentlicher Hand geblieben ist ist bspw. die Deutsche Bahn. Ein Musterbeispiel des Scheiterns.

Das muss Ragebait sein.

 

Du hast schon mitbekommen, dass man die Deutsche Bahn im Rahmen eines PRIVATISIERUNGSprozesses so zerschossen hat und tausende Kilometer Gleise und Weichen zurückgebaut hat? Und dass auch nach dem Abbruch des Börsengangs der Konzern inklusive Infrastruktur immer noch ein Jahrzehnt lang profitorientiert geführt wurde und dass gerade deswegen alles kaputtgespart wurde?

 

Also sorry, wir können gerne über Sinn und Unsinn von Verstaatlichung und Privatisierung reden, aber die Deutsche Bahn als ein Beispiel eines schlecht geführten Staatskonzernes gegen die ach so gut laufenden privaten Firmen heranzuziehen, zeugt einfach von wenig Kenntnis der Sachlage.

Geschrieben (bearbeitet)

Etwas was zu 100% in Staatsbesitz als "Privatisierung" zu bezeichnen ist doch Etikettenschwindel. Am Ende entscheiden dort Politiker was zu kurzfristigen Sichtweisen und Kaputtsparung in der Merkel-Ära geführt hat. Das hat mit Privatwirtschaft in eigentlichen Sinne absolut gar nichts zu tun.  

 

Diese "Profitorientierung" wurde ja komplett in den Bundeshaushalt eingespült (Stichwort: Kurzfristiges Denken) der nun die Probleme beheben darf. Moral Hazard durch eine Bailout Garantie - mit einer Verantwortung, die der Nachfolger übernimmt. Ein besseres Rezept zum langfristigen Scheitern gibt es nicht. Und sowas gibt es in der Privatwirtschaft nicht - also Bailouts, da MUSS langfristiger gedacht werden. Also in der "echten" Privatwirtschaft.

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben

Um das Thema wieder mehr Richtung Flughafen zu lenken:

Es kommt meiner Meinung nach nicht so auf die Eigentümerstruktur an, sondern wie der Laden geführt wird.

 

Beispiele:

- FMM: Mehrheitlich im Besitz von privaten Unternehmen und in den letzten Jahren sehr erfolgreich.

- FKB: mehrheitlich in öffentlicher Hand - aber mit regionalem Bezug und in den letzten Jahren erfolgreich.

- FRA: knappe Mehrheit in öffentlicher Hand, tut sich in den letzten Jahren schwer.

- HAM: knappe Mehrheit in öffentlicher Hand, tut sich in den letzten Jahren auch eher schwer.

 

Worin liegt nun der Erfolgsfaktor? Meine Sicht: In FMM und FKB lässt man die Leute vor Ort so agieren wie die es aus pragmatischer und realistischer Sicht für richtig halten. Ideologen und die große und mittlere Politik halten sich da so ziemlich raus.

Negativbeispiel dazu: BER

Geschrieben
vor 12 Minuten schrieb d@ni!3l:

Etwas was zu 100% in Staatsbesitz als "Privatisierung" zu bezeichnen ist doch Etikettenschwindel.

Das lustige ist: Ich führe diese Diskussion selbst oft genug mit deinem Standpunkt. Weil ich gerne und regelmäßig gegen Leute argumentiere, die "muh Privatisierung (rückgängig machen)" als alleinige Lösung für alle Probleme des deutschen Bahnwesens anbringen.

 

Fakt ist: Der Bums ist unterfinanziert. Ob man jetzt eine AG, eine Körperschaft öffentlichen Rechts oder eine Bundesbehörde mit zu wenig Geld kaputtspart, ist erstmal zweitrangig. Kaputt kriegste sie so oder so. (Daneben auch gerne das Beispiel, dass die in Deutschland wahnsinnig beliebten ÖBB und SBB auch pöhse pöhse Aktiengesellschaften sind.)

 

Dein Denkfehler beginnt aber damit, dass du eine systemische Debatte auf die Frage "privatisiert vs. staatlich" runterbrichst. Das war aber im Eingansgposting nicht die Frage, die ich aufgemacht habe. Und du hast dir (mal wieder) sehr viel Mühe gehabt, aus zehn Zeilen Posting die zwei Zeilen rauszusuchen, die deiner ideologischen Auffassung am meisten widersprechen und die du am einfachsten kontern kannst. Das nennt man Sophisterei, und es langweilt mich langsam.

 

vor 21 Minuten schrieb d@ni!3l:

Und sowas gibt es in der Privatwirtschaft nicht - also Bailouts, da MUSS langfristiger gedacht werden. Also in der "echten" Privatwirtschaft.

Nein, auch da ergeben sich genau die gleichen Probleme wie bei Unternehmen in staatlicher Hand: Es wird das gemacht, was der Eigentümer will. Und was bei Politikern Wahlen sind, sind bei CEOs von Aktiengesellschaften Hauptversammlungen.

 

Ich kann in beiden Fällen Glück haben, dass die jeweils machtausübende Entität (Volk und Aktionäre) langfristig denken. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Glücksfall eintritt, ist aber gering. Eben weil wir Menschen so denken, wie wir denken.

 

Das Problem ist, dass wir in beiden Fällen in einem systemischen Umfeld leben, was diese kurzfristigen Denkmechanismen bevorteilt, und was andersrum fast gar keine Anreize setzt, langfristige Vorteile anzustreben. Das war mein ganzer Punkt.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 4 Minuten schrieb Lucky Luke:

 

Dein Denkfehler beginnt aber damit,

Weil nur du universell recht hast ?

 

vor 4 Minuten schrieb Lucky Luke:

auf die Frage "privatisiert vs. staatlich" runterbrichst.

 

Du meinst mit Aussagen wie dieser:

 

vor einer Stunde schrieb Lucky Luke:

ass man Infrastruktur aus der öffentlichen Hand losgelöst hat in der Absicht, Gewinnpotenziale in vielversprechenden Sektoren in private Portemonnaies zu verschieben

 

Achne, das kam ja von dir ;)

 

vor 4 Minuten schrieb Lucky Luke:

die deiner ideologischen Auffassung am meisten widersprechen und die du am einfachsten kontern kannst. Das nennt man Sophisterei, und es langweilt mich langsam.

Ich habe dir am Ende im Grundsatz her recht gegeben, siehe hier:

  

vor 53 Minuten schrieb d@ni!3l:

Den Kern, dass Leute (im Falle der Politik auch der Wähler die somit indirekt Einfluss hat) zu kurzfristig denken gehe ich mit.

 

Das ignorierst du jetzt aber.  Das nennt man Sophisterei, und es langweilt mich langsam ;)

 

vor 4 Minuten schrieb Lucky Luke:

Und was bei Politikern Wahlen sind, sind bei CEOs von Aktiengesellschaften Hauptversammlungen.

Ja, aber die Leute auf der Hauptversammlung haften mit dem eigenen Geld - Politiker mit fremden Geld - und genau DA liegt der Unterscheid.

 

 

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben
vor 7 Minuten schrieb d@ni!3l:

Das ignorierst du jetzt aber.  Das nennt man Sophisterei, und es langweilt mich langsam ;)

 

Touché. Treffer und versenkt.

 

Ich kanns nur nochmal sagen: Mit keinem krieg ich mich so gerne in die Haare wie mit dir.

Geschrieben

Heute Morgen kam es wetterbedingt zu drei Diversions:
KL1751 AMS - HAM (E175 PH-EXN) ist nach Bremen diverted und anschließend BRE-HAM geflogen.
EW2028 STR - HAM (A319 D-AGWU) ist nach Bremen diverted anschließend BRE-HAM geflogen.
LH4 FRA - HAM (A319 D-AIBG) ist nach Hannover diverted und als LH9851 direkt ab HAJ zurück nach FRA.

Geschrieben

Der Flughafen Hamburg rechnet mit weiteren Einschränkungen in den nächsten Tagen, was aber auf Grund der Wettervorhersage auch kein Wunder ist.

 

Bis Samstag sollen nochmals bis zu 25cm Schnee fallen und das alles bei eisigen Temperaturen.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Stunden schrieb Karlsruhe:

(…) Einschränkungen in den nächsten Tagen, was aber auf Grund der Wettervorhersage auch kein Wunder ist.

Ach komm, mit nem bisschen guten Willen ein Klacks. Geht ja an anderen Airports auch, lt. einigen „Couch- Experten“ hier im Forum. (Sarkasmus-Modus „off“)… 

Bearbeitet von jetstream

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde Dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde Dich hier an.

Jetzt anmelden
×
×
  • Neu erstellen...