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[17JUL14] Fakten: Malaysia Airlines 772 (9M-MRD) über der Ukraine abgestürzt


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Geschrieben (bearbeitet)

Hmm, also, nehmen wir einfach noch mal QF32: Auch da wurde der Tank von richtig heißen Triebwerksteilen durchschlagen, gebrannt hat es glücklicherweise aber nicht. Treibstoff entzündet sich vor allem dann, wenn er ausströmt und in den Abgasstrahl gerät (Abschreckendes Beispiel: Die unglückliche F-BTSC).

 

Und richtig @jubo: In einem vollen Tank ist gar kein zündfähiges Gemisch.

 

@bueno vista: Genau, den Nachweis kann man nur über militärische Aufzeichnungen führen. Ob das öffentlich nachvollziehbar geschehen wird, hängt von den Abwägungen der Besitzer dieser Aufzeichnungen ab. Und wie (ich glaube im anderen Thread) schon gesagt wurde: Es liegt nicht unbedingt im Interesse des Westens, Putin mit allzu deutlichen Beweisen bloßzustellen.

Bearbeitet von Coronado
Geschrieben (bearbeitet)

@ Coronado

ich hätte eigentlich durch die Schrapnells eine Tankexplosion erwartet... meinst Du, dafür gibt es zu wenig Russ auf den verscheidenen Bildern zu sehen?

 

Hätte es dann nicht auch den Qantas A380 seinerzeit in der Luft mit einem riesigen Feuerball zerreissen müssen? 

Oder habe ich es falsch in Erinnerung, dass dort auch sehr viele Fragmente des Triebwerks durch verschiedenste Bauteile gerauscht sind? 

 

 

Zudem die Frage an die Militär- und Materialexperten: 

Ein annäherungsgezündeter Sprengkopf ist darauf ausgelegt, in der Nähe seines Zieles zu detonieren und dabei einen Hagel zerstörerischer Kleinteile auszusenden. Diese Kleinteile sind es, die mit zahlreicher Schäden in Summe den Gegner außer Kraft setzen. 

Soweit richtig seitens der Systematik? 

Ok, dann die Frage:

Welche Temperatur haben diese auf ihre zerstörerische Mission geschickten Kleinteile (Schrapnelle, Kugeln, etc.)?

 

 

Und weiter gedacht:

So ein Schrapnell einen Tank durchschlägt entstehen erstmal zwei Lecks. 

Aber warum sollte ein sehr plötzlich auftretendes Leck sofort zu einer Explosion führen? 

Derartiges ist zu erwarten, wenn ein Zündkopf mit Aufschlagzünder und einer Explosivladung in entsprechend explosiven Materialen einschlägt. 

 

 

Und dann eine weitere Frage:

Die Temperaturen dort oben sind doch recht frisch. 

Das Kerosin wird meines Wissens mit Additiven vermengt, welche den Gefrierpunkt herab setzen. 

Wie steht es um die Flammbarkeit von Kerosin und etwaiger in Tank entstehender Dämpfe bei den dort oben herrschenden Temperaturen?

Wie schnell entzündeen sich Kerosin und die Dämpfe im Tank?

 

Edit:

 

Ok, ich war zu langsam. 

 

Meine Fragen wurden sinngemäß bereits beantwortet. 

Danke euch. 

Nicht zwangsläufig, auch wenn wir es von Hollywood so kennen. Kerosin ist schwer entflammbar, sogar durch einen Benzintank im Auto kann durchgeschossen werden. Die Fotos zeigen das auch eindeutig, dass hier keine Explosion statt fand.

 

Was könnten die Ermittler im besten Fall hinsichtlich Ursache ermitteln?

Von den Flugschreibern erwarte ich wenig, hier sehen wir nur dass mit der Maschine zum Zeitpunkt des Events alles in Ordnung war. Selbst Beweise für eine Explosion helfen nicht wirklich weiter, da die durchsiebten Trümmer gleiches Aussagen. Die Trümmer könnten den Waffentyp, Einschlagort und eventuelle eine grobe Flugrichtung der Rakete hergeben. Die Opfer dürften auch keine weiteren hilfreichen Beweise tragen.

 

Man wird im besten Fall heraus finden welche Rakete aus welcher Richtung MH17 traf. Alles weitere erklärt dann die dramatischen Minuten des Absturzes, die Schuldigen auszumachen wird aber enorm schwierig.

 

IMHO widersprichst du dir hier ein bisschen: 

 

Zum einen geht es darum, den vollständigen Hergang und Ablauf aufzuklären. Dies ist Usus und Standard in der zivilen Luftfahrt - so möglich. 

Zum anderen wäre die Erkenntnis über "welche Rakete aus welcher Richtung" im Sinne der Aufklärung Gold wert. 

 

Die Implikationen welche diese Erkenntnis mit sich bringt stehen hingegen auf einem ganz anderen Blatt. 

Bearbeitet von FlyingT
Geschrieben

Ein annäherungsgezündeter Sprengkopf ist darauf ausgelegt, in der Nähe seines Zieles zu detonieren und dabei einen Hagel zerstörerischer Kleinteile auszusenden. Diese Kleinteile sind es, die mit zahlreicher Schäden in Summe den Gegner außer Kraft setzen. 

Soweit richtig seitens der Systematik?

richtig.

 

Ok, dann die Frage:

Welche Temperatur haben diese auf ihre zerstörerische Mission geschickten Kleinteile (Schrapnelle, Kugeln, etc.)?

Kaum wärmer als der Gefechtskopf bei der Explosion war. Ist erst mal nicht sonderlich intuitiv, aber das Fragment rast mit 2000m/s davon, hat der Feuerball 10 Meter Durchmesser hat der Feuerball eine ganze 400stel Sekunde Zeit die Fragmente zu erwärmen. Jeder von uns ist schon mal mit der Hand durch eine Kerzenflamme gefahren ohne sich zu verbrennen und bei den Mythbusters haben die Jung ihre, feuchten, Hände auch schon mal in flüssiges Blei getaucht...... Wärmeübergang brauch halt zeit. In der Höhe werden vermutlich einige Fragmente richtig gehend kühl gewesen sein.

 

Aber warum sollte ein sehr plötzlich auftretendes Leck sofort zu einer Explosion führen? 

Derartiges ist zu erwarten, wenn ein Zündkopf mit Aufschlagzünder und einer Explosivladung in entsprechend explosiven Materialen einschlägt.

Wenn Du ein paar Gramm Hartmetall mit Mach 6 durch eine Aluplatte jagst wird schon einiges an Wärme frei. Alu verflüssigt, Kerosin verdampft.... mit Pech knallt es dann.

 

Gruß

Thomas

Geschrieben

 

Wenn Du ein paar Gramm Hartmetall mit Mach 6 durch eine Aluplatte jagst wird schon einiges an Wärme frei. Alu verflüssigt, Kerosin verdampft.... mit Pech knallt es dann.

 

Gruß

Thomas

 

So isses; allerdings besteht der Splittermantel einer SA-11mit hochexplosivem 70Kg-Sprengkopf anscheinend wirklich nur aus Alu- was für die westlichen Plastikflieger (das Warzenschein gibt's ja nicht mehr;-) heutzutage aber auch genügen dürfte.

 

im Gegensatz zum russenseitig zumindest unterstelltem R-60 (3,5 Kg, "leichter" Unterschied): Der hat wohl einen Spiittermantel aus abgereichertem Uran- der tickt zwar kaúm mehr als die Gegend hier um Höchenschwand- aber der Unterschied sollte doch relativ leicht feststellbar sein...

Geschrieben

Welche Ableitung zieht ihr denn aus der Frage Explosion ja/nein? Als Beweis Rakete ja/nein dient er nämlich nicht. Außerdem sind die Indizien für einen Raketenangriff erdrückend, ich stelle das nicht mehr in Frage.

Geschrieben

Danke dir für deine Antwort! 

 

Wenn Du ein paar Gramm Hartmetall mit Mach 6 durch eine Aluplatte jagst wird schon einiges an Wärme frei. Alu verflüssigt, Kerosin verdampft.... mit Pech knallt es dann.
 

 

Vordergründig klingt dies logisch. 

Nachdem die Logik meines Laienverständnisses aber nicht den Erkenntnissen der Wissenschaft folgt - auf Grund fehlenden Wissens um deren Erkenntnis *g* ;) - erlaube mir erneut nachzufragen:

 

- Können wir wirklich von einer Aluplatte reden? Es wurde weiter vorne im Thread bereits thematisiert, dass ein ziviles Flugzeug auf ganz enge Einsatzprofile hin konzipiert wurde. Die Resistenz gegen Krafteinwirkungen außerhalb der Flugrichtung gehören definitiv nicht dazu, 

Allzu oft muckiert sich die internationale Forenwelt bekanntermaßen über lapidare ground-accidents, bei denen das Flugzeug heftige Schäden davonträgt. 

Gehe ich fälschlicherweise davon aus, dass sowohl Airbus als auch Boeing versuchen die Materialstärke so gering als möglich auszulegen? 

Panzerungen wie teils in militärischen Maschinen realisiert dürften wohl kaum anzutreffen sein. ;) 

 

- Mir ist vollkommen klar, dass kinetische Energie bei ihrer Absorbierung in Wärme umgesetzt wird. 

Die von dir beschriebenen Folgen liegen offenkundig nahe - das absorbierende Material und die absorbierende Umgebung reagieren auf den Wärmeeintrag gemäß ihrer spezifischen Eigenschaften. 

Gibt es aber nicht einen Peak in der Krafteinwirkung in Relation zur Geschwindigkeit, ab dem es sich wieder umkehrt? 

So blöd dies formuliert ist, so unbeholfen versuche ich es zu verdeutlichen: 

Es gibt video-dokumentierte Experimente mit High-Speed-Geschossen (6Mach ist IMHO High-Speed) die auf materialen Treffen und diese einfach durchschlagen. Die eingetragene Energie hat an der Kontaktstelle das Material einfach "eliminiert" (wohl verdampft in sehr kurzer Zeitspanne), das Geschoss ist weiter gerast ohne nennenswerte Beeinträchtigung ob seiner Energiefülle und die umgrenzende Materialstruktur des durchschossenen Materials hat sich nur unwesentlich verändert. 

Wie geschrieben: Ich bin Laie - daher frage ich so blög. 

 

- Ohne jeden Angriff: Deine Antwort lässt die Wirkung der Temperatur auf die verschiedenen Materialien und Füllstoffe beim Durchschlagen der Tanks außen vor. Wahrscheinlich hast du dich lediglich nicht präzise genug geäußert.

 

Merci recht herzlich für Antworten.  

Geschrieben (bearbeitet)

Welche Ableitung zieht ihr denn aus der Frage Explosion ja/nein? Als Beweis Rakete ja/nein dient er nämlich nicht. Außerdem sind die Indizien für einen Raketenangriff erdrückend, ich stelle das nicht mehr in Frage.

 

meine Frage war nicht wegen Rakete ja/nein, sondern wegen den Zeugen bzw. dem Absturzszenario danach.

 

Zudem hat sich eine interessante Diskussion ergeben, aus der zumindest ich wieder etwas gelernt habe.

Bearbeitet von HPT
Geschrieben

 

Gehe ich fälschlicherweise davon aus, dass sowohl Airbus als auch Boeing versuchen die Materialstärke so gering als möglich auszulegen? 

Panzerungen wie teils in militärischen Maschinen realisiert dürften wohl kaum anzutreffen sein. ;)

 

 

Ja WAS DENN SONST?

 

Mehr Gewicht = mehr Treibstoff-  schon seit Daedalus...  und darum neuerdings mehr & mehr Kohlefaser...

 

Ich verstehe die Intentionen dieses Posters überhaupt nicht mehr :-(

Geschrieben

Welche Ableitung zieht ihr denn aus der Frage Explosion ja/nein? Als Beweis Rakete ja/nein dient er nämlich nicht. Außerdem sind die Indizien für einen Raketenangriff erdrückend, ich stelle das nicht mehr in Frage.

Nachdem wir uns im "Fakten-Thread" befinden sollte IMHO jeder noch so nebensächliche Puzzle-Stein betrachtet werden. 

 

Bei der hier, ob der lokalen Situation, besonders schwierigen Wahrheitsfindung können kleinste Mosaik-Steinchen den Ausschlag geben. 

 

Will man allen Seiten gerecht werden, und zwar NICHT im im sinne einer salomonischen Lösung, sondern im Sinne einer rein faktischen, so muss auch das Ausschlussprinzip angewendet werden. 

Jedem Verdacht, jeder Option, jeder Variante ist Aufmerksamkeit zuzuwenden - wie mehrfach angesprochen, ist die Beweislage am Boden nicht mehr ganz "sauber". 

 

So durch die richtige Fragestellung weitere Side-Aspects von Wissenden (experten) beleuchtet werden und evtl. negiert werden, grenzt sich die wirkliche Ursachenfindung ein. 

Ja WAS DENN SONST?

 

Mehr Gewicht = mehr Treibstoff-  schon seit Daedalus...  und darum neuerdings mehr & mehr Kohlefaser...

 

Ich verstehe die Intentionen dieses Posters überhaupt nicht mehr :-(

- Festhalten und Bestätigen der Tatsachen

- Ausschlussprinzip

- Benennung aller objektiven und belegbaren Tatsachen bevor mir Missachtung von Aspekten in der Argumentation vorgeworfen wird

- Allen "Seiten" die Chance geben (mittels Fragestellung) bei berechtigten oder nicht berechtigten Einwänden das Gesicht zu wahren

- Rhetorik und den Smiley bitte beachten ...... und nun erneut: ;) :) :D

Geschrieben

 Treibstoff entzündet sich vor allem dann, wenn er ausströmt und in den Abgasstrahl gerät (Abschreckendes Beispiel: Die unglückliche F-BTSC).

 

Auch, aber nicht nur: Treibstoff entzündet sich vor allem dann, wenn ein zündfähiges Treibstoff/Luft-Gemisch vorliegt (genau diese Zerstäubung passiert nämlich in der Brennkammer eines Triebwerks).

Geschrieben

Gehe ich fälschlicherweise davon aus, dass sowohl Airbus als auch Boeing versuchen die Materialstärke so gering als möglich auszulegen? 

Panzerungen wie teils in militärischen Maschinen realisiert dürften wohl kaum anzutreffen sein. ;)

Mag absurd klingen, in diesem Fall ist das sogar hiftreich. Wenn eine Leopard 2 eine DM63 auf dein Auto schießt und es ist nichts wichtiges im Weg, wie z.B. der Motor oder Du, dann bekommst Du einfach zwei saubere Löcher auf beiden Seiten und das war es. Schraubst Du Dir A-Team Style ne 5cm Stahlplatte in dein Auto wird es bitter, statt einem Geschoss das links rein und rechts raus fliegt hast Du dann neben dem Geschoss noch so ein Pfund Splitter deiner Stahlplatte durch den Innenraum fliegen, und das in einem schönen weiten Kegel.

Davon ab: Panzerung verliert immer.

 

Gibt es aber nicht einen Peak in der Krafteinwirkung in Relation zur Geschwindigkeit, ab dem es sich wieder umkehrt?

Da kinetische Energie in dem Prozess verloren geht, ja. Bei einem mm Alu macht das kaum einen Unterschied, ich würde mich aber nicht wundern wenn man in den Tanks Splitter findet die es nicht durch das Kerosin geschafft haben.

 

Es gibt video-dokumentierte Experimente mit High-Speed-Geschossen (6Mach ist IMHO High-Speed) die auf materialen Treffen und diese einfach durchschlagen. Die eingetragene Energie hat an der Kontaktstelle das Material einfach "eliminiert" (wohl verdampft in sehr kurzer Zeitspanne), das Geschoss ist weiter gerast ohne nennenswerte Beeinträchtigung ob seiner Energiefülle und die umgrenzende Materialstruktur des durchschossenen Materials hat sich nur unwesentlich verändert.

Wenn die Geschosse schnell genug sind verhalten sich Metalle wie Flüssigkeiten. Wie mit einer Supersoaker in eine Badewanne schießen.

 

Ohne jeden Angriff: Deine Antwort lässt die Wirkung der Temperatur auf die verschiedenen Materialien und Füllstoffe beim Durchschlagen der Tanks außen vor. Wahrscheinlich hast du dich lediglich nicht präzise genug geäußert.

Bei den Geschwindigkeiten sind Temperaturen praktisch belanglos.

 

Gruß

Thomas

Geschrieben

vom NTV Ticker:

"Der Mitschnitt des Funkverkehrs zwischen den Piloten der abgestürzten Passagiermaschine und ukrainischen Fluglotsen befindet sich weiter beim Geheimdienst SBU in Kiew. Es sei unklar, ob und wann die Aufzeichnungen internationalen Experten zur Analyse übergeben würden, sagte ein namentlich nicht genannter SBU-Mitarbeiter am Mittwoch Medien in Kiew zufolge. Die Behörden hätten den Mitschnitt in Dnjepropetrowsk kurz nach dem Absturz am 17. Juli beschlagnahmt, hieß es. Ermittler erhoffen sich vom Funkverkehr unter anderem Aufklärung darüber, ob die malaysische Boeing 777-200 ihre Flugroute über dem Konfliktgebiet in der Ostukraine geändert haben könnte."

 

aha, ATC ist wie gestern diskutiert also doch ein kritisches Thema.

Geschrieben

Ich gehe zu 99,9% davon aus, dass noch andere Stellen diesen Funkverkehr mitgeschnitten haben und derzeit genauso "auf den Aufzeichnungen sitzen". Immerhin ist dort Krieg und den gesamten Funkverkehr auf allen Frequenzen mitzuschneiden ist, absolut üblich. Die Russen werden sicher einen Mitschnitt haben, vermutlich auch die Amerikaner...

Geschrieben

” Just before lunchtime last Thursday, prior to the Malaysia Airlines plane’s takeoff, a Buk was driven through Gagarin Street, one of the central thoroughfares of Torez, witnesses said.” - The Guardian

 

Buk-009.jpg

 

Torez liegt <15km westlich von Snizhne... 

 

 

Washington Post :

 

U.S. intelligence states its case on the shoot-down of MH17 The Office of the Director of National Intelligence released various images and maps purported to show the movements of a surface-to-air missile launcher as well as evidence of a buildup of Russian military activity across the border.

 

 

 

w-BUK-7-22-14_C.jpg

 

 

aber die Bildernummerierung ist denen durcheinandergeraten. 

Ich kopiere mal einen in vieler Hinsicht interessanten Post aus einem anderen Forum hier 'rein:

swenga   |   23. Juli 2014 - 9:16

 

 

Der russische Generalstab hat zwar ein nettes Briefing vorgelegt und seine Flugsicherungsaufzeichnungen dargelegt, allerdings sind die Schlüsse die aus dem Radarbild gezogen werden, vollkommen hanebüchen!

 

 

1. MH17 soll vor dem Abschuss nach Norden abgedreht sein. Analyse: Das Radarbild hat eine Updaterate von ca. 5 Sekunde. Der letzte Speedvektor zeigt eine Kursänderung um ca 70° nach Norden. Wenn man diese Winkelgeschwindigkeit (70° in 5 Sekunden) mit der Vorwärtsgeschwindigkeit von 490kts in die aerodynamische Formel zur Querneigung einsetzt kommt man auf einen Querneigungswinkel von 87,4° und damit eine Lastvielfaches von 22,6 g, und das mit einer 777!!!!

 

 

2. Laut Aussage der Russen sind mindestens drei Radare online gewesen. Eine imaginäre SU25 könnte sich für ein Radar hinter dem Airliner verstecken (so sie denn diese Höhe und Geschwindigkeit erreicht hätte) aber nicht für drei verschiedene Geräte.

 

 

3. Der Speedvektor des Primärzieles, dass nach dem Abschuss zu sehen ist, ist extrem kurz. Während MH17 ca. 9cm hat, sinds bei dem übrigbleibenden Ziel 5mm. Die gemessene Geschwindigkeit über Grund von MH17 waren 908 kmh = 490kts, dementsprechend müsste dieses Primärziel eine Geschwindigkeit von 27kts aufweisen. Und das in 7000 Metern! Die Indicated Air Speed (also die Geschwindigkeit in der Luft bereinigt um den Ausdünnungseffekt der Flughöhe) müsste dann bei unter 15 kts liegen, das sind grob 30kmh! Was soll das gewesen sein, ein ukrainischer Kampf-Heißluftballon? Lasst Euch doch keinen Bären aufbinden.

 

 

Was wir tatsächlich sehen ist für jemanden, der vor einem Radarscope gesessen hat, ganz offensichtlich das Zerbrechen von MH17 in der Luft. Das Radar fasst danach die herunterfallenden Trümmer auf und zeigt deswegen ein Primärziel.

 

 

Eine nette Erkenntnis ergibt sich aber aus den Aufzeichnungen, zum Abschusszeitpunkt hat nämlich der Bediener grad mit der Maus eine Entfernungsmessung zur TAMAK-Intersection durchgeführt. Das Ergebnis (300° 56km) ergibt den Abschussort bei 48,097 N 38,682E.

 

 

Das liegt über Sjeverne - ~8km nordwestlich von Snizhne.

 

Jetzt hamwa aber immer noch das Problem mit unserem angenommenen Detonationspunkt vorne unten links,

wo doch die Rakete offensichtlich von rechts kam und zwar, wie vermutet, die Maschine herumgerissen wurde-

aber nach links, so daß eine zweite Rakete erst recht rechts angekommen wäre... 

 

These:

Der Radarentfernungsmesser im Gefechtskopf löst erst aus bei detektierter Zunahme der Entfernung zum Ziel,

außerdem  hat er ja auch noch eine gewisse Auslösezeit.

 

Aber gegen "vorne-unten-links" spricht auch noch die Ausbruchsrichtung :-(

Geschrieben

es gibt einen Beitrag von Reiner Rupp zum Absturz der MH17 in der jungen Welt.

ok, die junge Welt ist genauso wenig politisch neutral wie SPON, STERN oder auch die Zeit und Rainer Rupp (TOPAS, dem wir moeglicherweise alle unser Leben verdanken, siehe die Geschehnisse 1983) ist den USA gegenueber sehr negativ eingestellt, aber immerhin es werden ja Argumente geliefert, mit denen man sich auseinandersetzen kann:

 

http://www.jungewelt.de/m/2014/07-23/052.php

Geschrieben

aber immerhin es werden ja Argumente geliefert, mit denen man sich auseinandersetzen kann:

naja, wer "Die russischen Militärs legten in der Hauptsache die Ergebnisse der zivilen Luftüberwachung vor, um dem Westen keinen Einblick in die Fähigkeiten ihrer militärischen Systeme zu gewähren." in einen Artikel schreibt und gleichzeitig die Freigabe just solcher Daten von "den anderen" erwartet hat nun wirklich nicht alle Latten auf dem Zaun.

 

In dem Artikel steht weder etwas Neues, noch etwas diskussionswürdiges.

 

Gruß

Thomas

Geschrieben

Ist ein Artikel mit der Überschrift "Politischer Sprengstoff" nicht besser im Nachbarthread aufgehoben?

 

 

Aber man mußte kein Experte sein, um zu erkennen, daß die Russen harte und jederzeit überprüfbare Fakten auf den Tisch legten.

 

Kein Kommentar.

Geschrieben

 

Hier nun wurde nachgewiesen, daß ein üblicherweise mit R-60-Luft-Luft-Raketen bewaffneter Jäger vom Typ SU-25 auf die Flughöhe der Boeing 777 geklettert war, um sich ihr kurz vor ihrem Absturz auf 3500 Meter zu nähern und in diesem Abstand bis zum Absturz verblieb.

 

:lol: Der Brüller des Tages!

Geschrieben

These:

Der Radarentfernungsmesser im Gefechtskopf löst erst aus bei detektierter Zunahme der Entfernung zum Ziel,

außerdem  hat er ja auch noch eine gewisse Auslösezeit.

früher war das mal so, inzwischen ist das etwas komplizierter gelöst und den Algorithmus wird man kaum freigeben. Heute werden im allgemeinen Relativbewegung und die Charakteristik des Gefechtskopfes berücksichtigt um den optimalen Detonationszeitpunkt festzulegen.

 

:lol: Der Brüller des Tages!

Wahrscheinlich krass getuned worden damit die Su überhaupt mithalten kann... mal davon ab das die Russischen Radardaten dem Ding 400km/h Geschwindigkeit zuweisen. Warp-Antrieb?

 

Ist ein Artikel mit der Überschrift "Politischer Sprengstoff" nicht besser im Nachbarthread aufgehoben?

Der Artikel selbst handelt ja von technischen Aspekten, selbst wenn sie zu einem guten Teil zusammenfantasiert sind. Ein Literaturforum haben wir ja nicht.

 

Gruß

Thomas

Geschrieben

früher war das mal so, inzwischen ist das etwas komplizierter gelöst und den Algorithmus wird man kaum freigeben. Heute werden im allgemeinen Relativbewegung und die Charakteristik des Gefechtskopfes berücksichtigt um den optimalen Detonationszeitpunkt festzulegen.

 

 

 

Nunja, ich denke, daß man eine mindestens seit den frühen 80ern eingesetzte Rakete schon unter "früher" verbuchen kann ;-)

 

 

Zu dem Rupp - Artikel schreib' ich besser nix.

Geschrieben

Früher wäre zu Zeiten von Röhrentechnologie... ;-)

 

Gruß

Thomas

 

Jetz mal im Ernst-

 

Inside_of_a_Buk-SAM1.jpg

 

da mag sich schon der eine oder andere frühe russ. Transistor 'reinverirrt gaben- aber Microprozessoren?

Geschrieben

da mag sich schon der eine oder andere frühe russ. Transistor 'reinverirrt gaben- aber Microprozessoren?

Es gibt noch Stufen zwischen Röhre und IC, Russland hat den technischen Anschluss nicht so früh verloren.

 

Gruß

Thomas

Geschrieben (bearbeitet)

Nur nicht so hochnäsig- in den 80ern war ich Funker bei einem Natogeschwader... v.w. Hitec ;-) allenfals das Kryptozeugs.

 

 

 

Die Flugroute muß vielleicht doch nochmal genauer spezifiziert werden

 

The Times of India said Ukrainian air traffic controllers had asked the Air India pilots to try and establish contact with the Malaysia Airlines jet, which had stopped responding to its calls.

The Air India plane, which was flying from Delhi to Birmingham and was less than 25-kilometres (15.5 miles) from Malaysia MH17, received no response, according to the paper.

"The AI Dreamliner was less than 25km from the Malaysian aircraft when the latter was hit by a missile," an unidentified airline source told the newspaper.

"When the pilots learned of the cause of the crash later, they were stunned."

According to the newspaper, it is standard practice for air traffic controllers to ask pilots of aircraft in the vicinity to get in touch with pilots who have stopped responding.

The newspaper also said that minutes before the crash, the Air India pilots heard air traffic controllers give the Malaysian plane a"direct routing".

This allows a plane to fly straight rather than tracking from one navigation point to another, and saves time and fuel.

An Air India spokesman declined to comment on the report. The report comes despite a denial by India's civil aviation ministry last week that the Air India plane was close to the Malaysian jet, which was cut down over Ukraine's troubled eastern region on Thursday.


Read more at: http://english.astroawani.com/news/show/ai...d-mh17-40375?cp

 

 

kann mal einer der Profis ungefähr abschätzen, was die dann angepeilt haben könnten?

 

 

PS:

 

The Associated Press         @AP Folgen

BREAKING: Defense Ministry: 2 Ukrainian military fighter jets shot down in the east of Country.

Bearbeitet von sukram

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