Starliner Geschrieben 28. März Melden Geschrieben 28. März (bearbeitet) vor einer Stunde schrieb oldblueeyes: Air Baltic kann aber taktisch für die Lufthansa eine wichtige Rolle spielen: - mit ihren bis zu 100 Flugzeuge in der Pipeline kann sie ein Wachstumstreiber werden; dazu sind die A223 sehr gut in Nichen oder Aufbaumärkte - da SAS an AFKLM gintgund Norvegian wieder teuer ist, kann man Air Baltic nutzen um mittelfristig Eurowings in Skandidavien hochzuziehen; keine schnelle Prio da man vorerst lieber mehr Langstrecke will, aber wenn das durch ist wird man in Cargo und P2P zuschlagen müssen - auch in Zentraleuropa kann man Air Baltic nutzen, sozusagen als Osteuropaairline Um ehrlich zu sein finde ich keinen dieser Punkte wirklich überzeugend. Weder braucht man auf der KMS einen „Wachstumstreiber“ (Wachstum wird dort absehbar nicht stattfinden) noch hilft eine baltische Airline beim Aufbau einer Präsenz in Skandinavien (zumal sich der Erfolg von Eurowings in bspw. ARN in Grenzen hält). Air Baltic in „Zentraleuropa […] als Osteuropaairline“ zu nutzen braucht man auch nicht, dafür hat man EWL. Eine strategische Relevanz kann ich dahinter einfach nicht erkennen. Die baltischen Staaten als Markt geben nichts her wofür es sich zu kämpfen lohnt und um die Wetleases wieder in den Konzern zu holen (falls man das überhaupt wollen würde) könnte man bspw. auch einfach Dolo nutzen, nur dann eben ohne den ganzen Quatsch mit Überschuldung, Teilstaatlichkeit usw. Vielleicht habe ich eine falsche Vorstellung des dortigen Marktes, aber ich sehe auch nicht wirklich, wie Air Baltic langfristig 100+ Flugzeuge beschäftigen will. Klar hört sich Wachstum toll und „modern“ an, vielleicht hat man sich aber auch einfach übernommen? So Späße wie Tampere zeigen ja schon, dass man langsam kreativ werden muss. Bearbeitet 28. März von Starliner
oldblueeyes Geschrieben 28. März Melden Geschrieben 28. März Ich würde Air Baltic nicht auf die 3 kleinen Länder beschränken, sondern als Platform einer geographischen Expansion von Eurowings. Wizz ist so gesehen auch nicht nur eine ungarische Airline, das macht nur 10% ihres Geschäftes aus. Wollte man da nicht auf 150 eigene Flugzeuge + 50 von Partner kommen? Wenn man die Marktkonsolidierung weiterdenkt, ist Wizz derzeit von der Bewertung günstig, Norwegian teuer, Smartwings weg vom Markt, Volotea mit Aegean verlobt.
Starliner Geschrieben 28. März Melden Geschrieben 28. März vor 10 Minuten schrieb oldblueeyes: Ich würde Air Baltic nicht auf die 3 kleinen Länder beschränken, sondern als Platform einer geographischen Expansion von Eurowings. Puh, weis ich nicht… Das Problem ist hier mMn., dass der Markt überschaubar und die Plattform nicht nötig ist. Für eine Expansion außerhalb der baltischen Länder auf Air Baltic statt Eurowings (Europe) zu setzen stelle ich mir unnötig kompliziert vor. Alles was über die drei Länder hinaus geht, könnte man auch in-House machen, und das sehr viel einfacher als mit einer Übernahme. Vergleiche mit Wizz und Aegean sind mMn. nicht wirklich passend, beide befördern wesentlich mehr Passagiere in westlichen relevanteren Märkten. Und beide wären hier sinnvollere Kandidaten als Air Baltic.
VonPelt Geschrieben 28. März Melden Geschrieben 28. März Die Aegean Übernahme kann ich mir irgendwie noch vorstellen, aber Wizzair in die LHG zu integrieren wäre ein schmerzhafter Prozess. Insbesondere im Hinblick auf die Gewerkschaften. Da wäre Air Baltic durchaus einfacher zu verdauen. Außerdem könnte man diverse Lufthansa Skandinavien Verbindungen an BTI abgeben, indem die Letten W-Pattern fliegen.
Micha Geschrieben 28. März Melden Geschrieben 28. März vor 12 Stunden schrieb tom aus l: Die Lufthansa sollte jetzt ihren Anteil an der airbaltic zumindest verdoppeln und zu gegebener Zeit die Airline vollkommen übernehmen. Hoch verschuldete Unternehmen sind als Ganzes selten gute Investitionen. Sollte es zu einer Insolvenz kommen, sind Filetstücken deutlich günstiger, und vor allem ohne Schulden zu bekommen. Generell ist gerade eine bescheidene Zeit für Übernahmen, wo die Zeichen eher auf Sparprogramm statt Wachstum zeigen. 1
JSQMYL3rV Geschrieben 28. März Melden Geschrieben 28. März vor 48 Minuten schrieb VonPelt: Die Aegean Übernahme kann ich mir irgendwie noch vorstellen ich glaube es ging eher darum, dass Volotea bei Aegean landet und nicht bei LH
oldblueeyes Geschrieben 29. März Melden Geschrieben 29. März vor 8 Stunden schrieb Micha: Generell ist gerade eine bescheidene Zeit für Übernahmen, wo die Zeichen eher auf Sparprogramm statt Wachstum zeigen. Sparprogramm gilt für die Lufthansamarke, nicht auf Konzernebene. ITA 2te Tranche steht an. TAP ist man dabei. Cargo will auch anorganisch wachsen. Übernahmen machen Sinn wenn Aktiva verfügbar sind, in einen begrenzten Markt, oder wenn die Bewertung günstig ist und Verkäufer Druck haben. 1
101er Geschrieben 29. März Melden Geschrieben 29. März Eine AirBaltic als Skandinavische AirDolomiti im Lufthansa-Konzern kann ich mir durchaus vorstellen. Dafür wird LH aber keinen riesigen Schuldenberg per Unternehmenskauf übernehmen, wenn es anders auch günstiger geht. Dann gibt es aber keinen vollwertigen Hub mehr in Riga, dann ist man Zubringer nach DACH.
Followthesun Geschrieben 29. März Melden Geschrieben 29. März Die LH Group braucht keinen weiteren Zubringer im Konzern. Sollte BT pleite gehen - durchaus wahrscheinlich - geht es um das rausfiletieren der interessanten Stücke. Eventuell sind das auch nur ein paar A223 um die eigene City Airlines wachsen zu lassen. An eine Übernahme im ganzen glaube ich nicht. 3
oldblueeyes Geschrieben 29. März Melden Geschrieben 29. März Air Baltic wäre weder ein Zubringer, noch Riga ein Hub für die Zukunft. Man ist ja sowieso schon eigentlich zu gross aufgestellt bezgl. der Anzahl der Hubs. Alitalia /ITA und Air Berlin sind 2 gute Beispiele wie eine Übernahme laufen könnte. Entweder Lettland steht gerade für die Miese die sich akkumuliert hat und übergibt einem Käufer eine bereinigte Air Baltic, oder man kauft Aktiva aus einer Konkursmasse/Insolvenz/ Neuaufstellung. Alternativ könnte man es wie bei Austrian machen, um die Politik vor Ort zu besänftigen - man übernimmt quasi für 1 EUR den Laden inkl. einen Teil der Schulden, der Verkäuferstaat übernimmt den Rest und man akzeptiert still einen Narrativ dass der Verkäufer einem etwas geschenkt hätte.
BWE320 Geschrieben 29. März Melden Geschrieben 29. März vor einer Stunde schrieb 101er: Eine AirBaltic als Skandinavische AirDolomiti im Lufthansa-Konzern kann ich mir durchaus vorstellen. Air Baltic als skandinavisch einzuordnen ist aber seeehr großzügig. 1
oldblueeyes Geschrieben 29. März Melden Geschrieben 29. März vor 3 Minuten schrieb BWE320: Air Baltic als skandinavisch einzuordnen ist aber seeehr großzügig. Frag die Bewohner der 3 Staaten die nicht der Russischen Minderheit gehören wie sie sich sehen. 1
BWE320 Geschrieben 29. März Melden Geschrieben 29. März vor 19 Minuten schrieb oldblueeyes: Frag die Bewohner der 3 Staaten die nicht der Russischen Minderheit gehören wie sie sich sehen. Haha, ich frage da dann doch lieber die Skandinavier. 7
JSQMYL3rV Geschrieben 29. März Melden Geschrieben 29. März vor 2 Stunden schrieb Followthesun: Die LH Group braucht keinen weiteren Zubringer im Konzern. Sollte BT pleite gehen - durchaus wahrscheinlich - geht es um das rausfiletieren der interessanten Stücke. Eventuell sind das auch nur ein paar A223 um die eigene City Airlines wachsen zu lassen. An eine Übernahme im ganzen glaube ich nicht. BT dürfte aber deutlich günstiger produzieren, als City Airlines. Daher kann eine entschuldete BT für den Zubringerverkehr sinnvoll sein. Außerdem hat man damit direkt die Marktanteile im Baltikum. BT muss dann natürlich anders ausgerichtet werden: Zubringer aus dem Baltikum zu den Hubs + Wetlease analog Dolomiti (Dolo hat die E-Jets, BT die A220 und beide fliegen Wetlease Zubringer für die anderen Marken)
Starliner Geschrieben 29. März Melden Geschrieben 29. März (bearbeitet) vor 11 Minuten schrieb JSQMYL3rV: BT dürfte aber deutlich günstiger produzieren, als City Airlines. Daher kann eine entschuldete BT für den Zubringerverkehr sinnvoll sein. Außerdem hat man damit direkt die Marktanteile im Baltikum. BT muss dann natürlich anders ausgerichtet werden: Zubringer aus dem Baltikum zu den Hubs + Wetlease analog Dolomiti (Dolo hat die E-Jets, BT die A220 und beide fliegen Wetlease Zubringer für die anderen Marken) Warum aber bräuchte man einen dritten low-cost Zubringer? City und Dolo machen das schon deutlich günstiger als die Classic. Hätte man das unterste Kostenniveau erreichen wollen hätte man City in Malta oder eben wo anders gegründet, man hat sich aber dagegen entschieden. Auch in der Marke sehe ich nicht wirklich viel was für eine Übernahme sprechen würde. Dolo war historisch an den wichtigen norditalienischen Markt angelehnt, die Bedeutung vom Baltikum ist wesentlich geringer. Bearbeitet 29. März von Starliner 1
oldblueeyes Geschrieben 29. März Melden Geschrieben 29. März vor 1 Minute schrieb Starliner: Warum aber bräuchte man einen dritten low-cost Zubringer? City und Dolo machen das schon deutlich günstiger als die Classic. Hätte man den unterste Kostenniveau erreichen wollen hätte man City in Malta oder eben wo anders gegründet, man hat sich aber dagegen entschieden. Es geht nicht nur um Zubringerrouten. Aber ja, es macht auch Sinn den ganzen Zubringer aus der Mainline rauszunehmen.
Starliner Geschrieben 29. März Melden Geschrieben 29. März (bearbeitet) vor 6 Minuten schrieb oldblueeyes: Es geht nicht nur um Zubringerrouten. Aber ja, es macht auch Sinn den ganzen Zubringer aus der Mainline rauszunehmen. Es geht nicht nur um Zubringerrouten? Sondern um was? Sowohl für das bisschen Zubringer aus dem Baltikum als auch einen langfristigen Einsatz an den Hubs wird man nicht eine überschuldete Airline mit 100+ Leasing Fliegern kaufen wenn man das Gleiche schon (zweimal) günstig vor Ort hat. Bearbeitet 29. März von Starliner
Followthesun Geschrieben 29. März Melden Geschrieben 29. März vor 2 Minuten schrieb Starliner: Warum aber bräuchte man einen dritten low-cost Zubringer? City und Dolo machen das schon deutlich günstiger als die Classic. Hätte man den unterste Kostenniveau erreichen wollen hätte man City in Malta oder eben wo anders gegründet, man hat sich aber dagegen entschieden. Eben. Und irgendwann frisst einen die Komplexität auch auf. Wenn, dann wird man sich das in Teilen einverleiben und voll integrieren. Die Marke und deren Operations würden verschwinden. Und sie wären - wir heute im Wetlease schon - Hubzubringer ohne einen speziellen Fokus aufs Baltikum oder Skandinavien - warum auch darauf beschränken. Alles was sie haben sind Flugzeuge, an denen ein mangel an Supply (speziell auch Triebwerke) besteht.
oldblueeyes Geschrieben 29. März Melden Geschrieben 29. März Wollen wir mal ruhig bleiben und die Fakten sehen? Air Baltic hat keine 100+ Flugzeuge, sondern nur leicht über 50. Bis die 100 erreicht werden sollten, wenn überhaupt, reden wir schon von Mitte der 30er Jahre.Der Wachstum von ca 10/Jahr wäre im Idealszenario ab 2029 geplant. Die Lufthansagruppe nutzt jetzt schon in der Hauptsaison = Money Maker 40% der Flotte im Wetlease. CASK ex Fuel ist bei 4,5 Cent inkl Fuel war mn bei normaler Bepreisung bei 6,9. Non fuel cost ist vergleichbar mit Aer Lingus und Vueling. Air Baltic arbeitet mit eine EBITDAR von knapp 20%. Zum Vergleich- die LH Gruppe, wenn man diese Zahl erreicht hätte, noch ca 7.5% Abschreibungen und 1,5% Kapitalkosten abgezogen. Air Baltic an sich hat gute Operations, sie ist aber chronisch unterkapitalisiert -dH sie muss eine horrende Zinsenlast tragen und hat kein "Fleisch auf den Knochen", mit einer geleasten Flotte. (Optimal wären da ca 60-70% Ownership). Wenn man das Kapitalisierungsthema löst, egal wie, ist die Businessubstanz sehr gut aufgestellt und auch sehr konkkurenzfähig, egal wie man sie einsetzen würde. Kann dies der Lufthansagruppe helfen insgesamt ihre laufenden Kosten zu optimieren und Marktanteile innerhalb Europas zu gewinnen, da wo man jetzt weniger Präsent ist? Bestimmt. Ob dies insgesamt ein Investment case ist, oder ob es die beste Lösung oder zweitbeste ( wenn man zB TAP nicht bekommt), ist eine andere Sache. Bezgl. Komplexität die hier erwähnt wurde : man kann innerhalb des Konzerns immer noch optimieren - Cityline entfällt, Eurowings ist mittelfristig mit einen AOC auf Malta nicht schlechter aufgestellt usw. 9
Burma Geschrieben 29. März Melden Geschrieben 29. März vor 6 Stunden schrieb oldblueeyes: Frag die Bewohner der 3 Staaten die nicht der Russischen Minderheit gehören wie sie sich sehen. Sicher nicht als Skandinavier 2
baerchen Geschrieben Montag um 08:58 Melden Geschrieben Montag um 08:58 vor 14 Stunden schrieb oldblueeyes: Air Baltic arbeitet mit eine EBITDAR von knapp 20%. "R" sind halt auch Kosten.... klingt schöner als es ist! da scheinen im Gesamtbild die "Rents" zu hoch.....
oldblueeyes Geschrieben Montag um 09:36 Melden Geschrieben Montag um 09:36 vor 32 Minuten schrieb baerchen: "R" sind halt auch Kosten.... klingt schöner als es ist! da scheinen im Gesamtbild die "Rents" zu hoch..... Ist es auch bei einer Flotte ohne Eigenanteile. Deshalb habe ich auch die Benchmark von 60-70% erwähnt, so wie zB Easyjet und co arbeiten, um eine Flexibilität auch was Ramp Up oder Scale Down zu haben, je nach Konjunkturlage. Das Business ist nicht schlecht, sondern massiv unterkapitalisiert, was zu einem hohen Risikoprofil führt, das wiederum es nicht nachhaltig macht. Ein Würstchenverkäufer braucht auch seinen Mindestkapital um einmal am Tag vom Grossmarkt bei entsprechenden Preise sich mit Ware einzudecken und nicht gezwungen sein 4mal am Tag vom Supermarkt um die Ecke aus den laufenen Einnahmen nachkaufen zu müssen. 1
OliverWendellHolmesJr Geschrieben Montag um 15:46 Melden Geschrieben Montag um 15:46 vor 5 Stunden schrieb oldblueeyes: Ist es auch bei einer Flotte ohne Eigenanteile. Du widersprichst dir: Nimmst eine Kennzahl die bewusst Eigentumsstruktur-Neutral gehalten ist[1] und darauf hinweist, dass man zu niedrige Erlöse oder zu hohe Kosten hat und behauptest dann, dass "Das Business ist nicht schlecht, sondern massiv unterkapitalisiert" ist. [1] Ganz abgesehen davon, das Ebitda schon eine sinnbefreite Kennzahl ist. 3
global6express Geschrieben Dienstag um 13:46 Melden Geschrieben Dienstag um 13:46 (bearbeitet) AirBaltic hat den lettischen Staat aufgrund der hohen Kerosinpreise um einen Kredit gebeten. Die im Artikel genannten 100 bis 150 Millionen Euro sind jedoch vermutlich nicht korrekt; dieser Betrag wurde im Rahmen des Jahresberichts als notwendig angegeben, um durch den nächsten Winter zu kommen. Update: Es wird ein marktüblich verzinster Brückenkredit in Höhe von 30 Millionen Euro mit einer Laufzeit bis zum 31. August 2026 gewährt. Bearbeitet Dienstag um 14:30 von global6express Update 4
JSQMYL3rV Geschrieben Dienstag um 17:11 Melden Geschrieben Dienstag um 17:11 vor 3 Stunden schrieb global6express: Es wird ein marktüblich verzinster Brückenkredit in Höhe von 30 Millionen Euro mit einer Laufzeit bis zum 31. August 2026 gewährt. wenn man so einen kurzfristigen Kredit braucht, sieht es echt nicht gut aus. Ob man es schafft, den bis August durch einen größeren abzulösen, damit man über den Winter kommt? Klingt aus aktueller Sicht etwas fraglich. Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass der Staat BT ganz fallen lässt. Dazu hängen zu viele Jobs und zu viel Konnektivität dran
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