Zum Inhalt springen
airliners.de

Empfohlene Beiträge

Geschrieben (bearbeitet)
vor 15 Stunden schrieb Zebra:

 Und die Air Baltic Mitarbeiter wären sicher nicht sooooo unglücklich in Deutschland, der Schweiz oder Italien einen Job zu finden um da dann die Flugzeuge zu bereeedern.

….weil es mit Sicherheit auch so kommen wird, dass die Mitarbeiter in Deutschland einen Arbeitsvertrag bekommen. Mit Sicherheit (Ironie aus).

 

Und nur mal am Rande. Es wird getan als wenn das Baltikum erst seit 2 Jahren fließend Strom hat. Die Länder sind hoch modern, weitaus mehr digitalisiert als wir in Deutschland, da können wir nur von träumen. Ich habe letztes Jahr das Baltikum mehrere Wochen bereisen können. Wenn mir eins in dieser Zeit aufgefallen ist, dann ist es, dass die Menschen dort stolz auf ihre Länder sind, wie sich ihre Länder in der kürze nach der Unabhängigkeit entwickelt haben. Denke da wird sich kein Flugbegleiter freuen und dem entgegenfiebern, in Deutschland oder Italien arbeiten und leben zu können.

Bearbeitet von Aero88
Geschrieben
vor 23 Stunden schrieb Aero88:

….weil es mit Sicherheit auch so kommen wird, dass die Mitarbeiter in Deutschland einen Arbeitsvertrag bekommen. Mit Sicherheit (Ironie aus).

 

Und nur mal am Rande. Es wird getan als wenn das Baltikum erst seit 2 Jahren fließend Strom hat. Die Länder sind hoch modern, weitaus mehr digitalisiert als wir in Deutschland, da können wir nur von träumen. Ich habe letztes Jahr das Baltikum mehrere Wochen bereisen können. Wenn mir eins in dieser Zeit aufgefallen ist, dann ist es, dass die Menschen dort stolz auf ihre Länder sind, wie sich ihre Länder in der kürze nach der Unabhängigkeit entwickelt haben. Denke da wird sich kein Flugbegleiter freuen und dem entgegenfiebern, in Deutschland oder Italien arbeiten und leben zu können.

 

Dem kann man nur zustimmen.

 

Man könnte aber auch eine Verwaltung wie in Estland einführen, es gäbe dann massiv Bewerber aus den Rathäuser und sonstigen Behörden für die Flugbegleiterjobs.

  • 4 Wochen später...
Geschrieben

Bei airBaltic gibt es nun einen Tarif, der nur ein persönlichen Gegenstand beinhaltet, "Economy Mini".

Zitat

Economy MINI is designed for customers who prefer to travel light and need only the essentials for their journey. It includes one personal item of up to 40 x 30 x 15 cm and offers a simple, streamlined entry-level option for short business trips, weekend getaways, and other journeys where additional baggage is not typically required. Customers travelling with Economy MINI pay only for what they need – additional services such as a cabin bag, checked baggage, or meals can be added at booking.

https://company.airbaltic.com/en/newsroom?press=2026/airbaltic-introduces-economy-mini-a-new-entry-level-fare-expanding-choice-for-customers

Geschrieben (bearbeitet)

Air Baltic benötigt wohl ab August oder September zwischen 100 -150 Millionen Euro an frischem Kapital, der lettische Staat hadert jedoch mit einer weiteren Finanzspritze. Lettland will Air Balic zwar nicht untergehen lassen, kann sich aber aufgrund der angespannten Haushaltslage eigentlich keine weitere Rettung leisten. Laut Finanzminister prüft man, ob und wie man Mittel umschichten könne, das werde aber eine große Herausforderung. 

 

Quelle:

https://www.aero.de/news-52612/Litauen-hadert-mit-Finanzspritze-fuer-Air-Baltic.html

Bearbeitet von Avroliner100
Geschrieben

Wenn sich Air Baltic nicht von ihrer Zinslast befreien kann, ist doch jede Finanzspritze verlorenes Geld. Insolvenz und Schuldenschnitt ist doch der wahrscheinlichste Weg, um aus der Schuldenspirale rauszukommen. Im worst case ist es ganz vorbei und jemand sammelt jemand die Assets auf.

Geschrieben

Gleiche Ansicht. Irgendwas mit schlechtem Geld und gutem Geld und so.

 

Für mich wäre die realistischste Option irgendwas in Richtung Insolvenz in Eigenregie und Schuldenschnitt. Gibt es in Lettland sowas wie ein Chapter-11-Verfahren?

Geschrieben (bearbeitet)

Die Interessenslage um die hochverzinsliche Anleihe dürfte ausschlaggebend sein.

 

Die Anleihe hat einen Ausgabevolumen von 340 Mio EUR und einen Zeitwert von leicht über 100 Mio. Gleichzeitig verbrennt Air Baltic weiterhin Geld und hat so gut wie keine Aktiva / Flotte ist geleased.

 

Es macht für den lettischen Staat keinen Sinn, eine halbe Milliarde nachzuschiessen um einen 50% Wetleaseanbieter zu retten.

Wer in diesen hochriskanten Anleihen investiert hat, wusste auch welche Risiken man eingeht. Junkrendite gibt es auch nur für Junkbonds.

 

Wenn man die Firma als solche in dieser Form behalten möchte, gibt es nur die Möglichkeit des Einkaufs dieser Anleihe und Umwandlung in Aktien. Könnten ein interessierter Aufkäufer eg LH oder Lettland machen, was sich auch nur dann lohnen würde, wenn alles andere operativ stimmt, denn sonst verbrennt man 100-120 Mio für nichts.

 

Die "Schnäppchenstrategie" könnte lauten eine geordnete Insolvenz, drastischer Haircut der Anleihe, Kündigung der Leasings des Wetleaseanteils + unprofitable Routen. Vorteil für Lettland - man hätte weiterhin eine eigene nationale Airline, dimensioniert aber auf die Bedürfnisse vor Ort ( ich wage den Vergleich Luxair für die 3 baltischen Länder) und ein Aufkäufer könnte evtl. aus einer guten Verhandlungsposition (der Markt kühlt ja ab) für seine Wünsche eine Teilflotte an sich ziehen.

Bearbeitet von oldblueeyes
Geschrieben

Lt. EAF sind aktuell 22 AC's für die LHG unterwegs. Ich gehe mal davon aus, dass man dort zumindest ein Interesse hat, alles in geregelten Bahnen laufen zu lassen, sonst ist die nächste grosse Lücken in den Flugplänen vorbestimmt. 

Geschrieben
Am 16.5.2026 um 14:47 schrieb im-exil:

Lt. EAF sind aktuell 22 AC's für die LHG unterwegs. Ich gehe mal davon aus, dass man dort zumindest ein Interesse hat, alles in geregelten Bahnen laufen zu lassen, sonst ist die nächste grosse Lücken in den Flugplänen vorbestimmt. 

da könnte man aber einen Übergang analog dem Wetleaseteil von AirBerlin machen - also alles wetleasige in eine neu gegründete Firma und die wird dann von LH übenommen (da LH schon Anteile an AirBaltic hat, ggf sogar vereinfacht möglich)

  • 1 Monat später...
Geschrieben

Zurückgegeben wurden:
YL-ABA und ABB

Durch einen Vorfall bei einem Bodentest musste AAO als irreparabel abgeschrieben werden. Mit den fünf Neuzugängen 2026 ist die Flotte also Netto um zwei Flugzeuge gewachsen.

  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Wäre es für LHG nicht vorteilhaft, den Anteil auf eine Sperrminorität auszubauen, bevor ein anderer strategischer Anlegen in eine aus LHG unvorteilhafte Richtung blinkt? Für ihre 10 % haben sie gerade mal 14 Mio gezahlt. Für das, was sonst gerade für Übernahmen ausgegebenen und geplant wird, scheint die Summe und das Investment überschaubar. Oder gibt es ggf. kartellrechtliche Probleme? Warum winkt CS immer zu dem Thema ab?

Geschrieben

Man muss nicht gutes Geld Verlusten nachschmeissen.

 

Natürlich kann sich die LHG beteiligen, aber nur bei einem Haircut ( in Richtung Glatze) der Schulden.

 

Ansonsten gerne falls vorteilhaft Leasingverträge übernehmen.

Geschrieben
Gerade eben schrieb im-exil:

Wäre es für LHG nicht vorteilhaft, den Anteil auf eine Sperrminorität auszubauen, bevor ein anderer strategischer Anlegen in eine aus LHG unvorteilhafte Richtung blinkt? Für ihre 10 % haben sie gerade mal 14 Mio gezahlt. Für das, was sonst gerade für Übernahmen ausgegebenen und geplant wird, scheint die Summe und das Investment überschaubar. Oder gibt es ggf. kartellrechtliche Probleme? Warum winkt CS immer zu dem Thema ab?

Warum sollte man? Das einzig Interessante aus Lufthansa Sicht dürften Flugzeuge und Personal sein. Beides kann man auch bekommen, wenn airBaltic schrumpft oder dort die Lichter ausgehen. Würde mich auch nicht wundern, wenn man bei LH weiß, mit wem gesprochen wird.

Geschrieben
Gerade eben schrieb Emanuel Franceso:

Warum sollte man? Das einzig Interessante aus Lufthansa Sicht dürften Flugzeuge und Personal sein. Beides kann man auch bekommen, wenn airBaltic schrumpft oder dort die Lichter ausgehen. Würde mich auch nicht wundern, wenn man bei LH weiß, mit wem gesprochen wird.

 

Und auch ein Käufer würde gerne wissen wollen wie es beim Ankerkunden der 40% der Flotte beschäftigt aussieht.

Geschrieben

Ich kann die Rufe „Lufthansa sollte den Anteil erhöhen“ nicht verstehen: Man hat 5,2 Mio Passagiere befördert und dabei einen Verlust von ≈ 44 Mio Euro eingeflogen. Das klingt vielleicht noch lösbar, aber Air Baltic hat, wenn ich den Geschäftsbericht richtig gelesen habe, Verbindlichkeiten von fast 1,3 Mrd Euro. Da muss man den Investoren und Gläubigern schon etwas sehr überzeugendes hinlegen. Ich bin der Ansicht, dass die Marktanteile mit einem ähnlichen Serviceniveau viel günstiger als mit einem Einstieg bei Air Baltic zu haben sind.

Nur wenn man die Marktanteile sofort und unbedingt haben möchte macht ein Einstieg Sinn.

 

Geschrieben

Verbrennt man bei einem weiteren Einstieg nicht viel zu viel Geld? 
Bis die saniert sind und wieder schwarze Zahlen schreiben geht doch ohne Ende Zeit drauf.
 

In der Zeit könnte man sicher besser eine Lufthansa City Europe mit YL Registrierung gründen und gute gebrauchte Leasingrückläufer A223 günstig bekommen mit ehemaligem BT-Personal ;-)

Geschrieben (bearbeitet)

Wir sollten hier ein bisschen unterscheiden.

 

Air Baltic hat eine 380 Mio Anleihe mit 14,8% im Markt platziert. Das macht locker Richtung 60 Mio/ Jahr Zinsen, bis 2029.

Alleine das Delta zum Finanzierungsgrade der Lufthansa wären so ca 40 Mio, ohne diese Junkbonds könnte Air Baltic die schwarze Null erreichen.

Das Grundproblem des Unternehmens könnte krasse Unterkapitalisierung sein- die Flotte ist auch geleast.

 

Würde eine LHG das Unternehmen für sehr wenig Geld kaufen, die Anleihe umfinanzieren ( der Marktpreis ist gering, aber das könnte beim Rettungsversuch wieder hoch springen), wäre es eine sehr riskante Wette - bis 2029 sind die Zinsen zum Ausgabewert fällig.

 

Für vielleicht 2-300 Mio die man insgesamt investieren müssre kann man sich vermutlich sogar um die 25 Flugzeuge schnappen und die Hälfte der Restwerte noch bezahlen.

Bearbeitet von oldblueeyes
Geschrieben
vor 55 Minuten schrieb Crushi:

In der Zeit könnte man sicher besser eine Lufthansa City Europe mit YL Registrierung gründen und gute gebrauchte Leasingrückläufer A223 günstig bekommen mit ehemaligem BT-Personal ;-)

ich denke eh, dass es analog Air Malta und Alitalia darauf hinausläuft, dass es eine neue Gesellschaft geben wird und dann diese neue Gesellschaft von einem der 3 Interessenten (ich sag jetzt mal LHG, AFKLM und IAG) übernommen wird

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Micha:

Ich kann die Rufe „Lufthansa sollte den Anteil erhöhen“ nicht verstehen: Man hat 5,2 Mio Passagiere befördert und dabei einen Verlust von ≈ 44 Mio Euro eingeflogen. Das klingt vielleicht noch lösbar, aber Air Baltic hat, wenn ich den Geschäftsbericht richtig gelesen habe, Verbindlichkeiten von fast 1,3 Mrd Euro.

 

Ein großer Teil der Verbindlichkeiten sind Leasingverpflichtungen, denen entsprechende Nutzungsrechte auf der Sollseite gegenüberstehen (jeweils etwa 800 Millionen Euro). Solange Air Baltic nicht pleite geht, sind diese Verbindlichkeiten relativ egal (sie zwingen Air Baltic zu einer gewissen Flottengröße, aber anders als bei einer Anleihe ist keine Refinanzierung am Ende nötig). Wichtig sind diese Verbindlichkeiten vor allem dann, wenn Air Baltic pleite geht, denn die Leasinggeber könnten dann ihre Verträge als Forderung in das Insolvenzverfahren einbringen, so dass weniger für die anderen Gläubiger übrig bleibt. Für einen Investor in Anleihen ist das durchaus wichtig, für einen Investor in Anteile eher nicht, denn der dürfte bei einer Pleite so oder so mit nichts rauskommen.

 

Ansonsten aber stimme ich zu: Lufthansa hätte wahrscheinlich wenig davon, bei Air Baltic einzusteigen. Die Beteiligung dürfte bereits auf 0 Euro abgeschrieben sein (Air Baltic hat ein negatives Eigenkapital), da ist nichts mehr zu retten; finanziell wäre es dann wohl sinnvoller, einfach eine neue Airline zu gründen, wenn Air Baltic pleite geht. Strategisch könnte es natürlich doof sein, 20 Wetlease-Flugzeuge auf einen Schlag zu verlieren, ein paar Wochen wird der Ersatzplan schon brauchen, bis er greift. Aber die europäische Konkurrenz scheint im Moment auch nicht so sehr daran interessiert zu sein, Lufthansa anzugreifen, sonst hätten AFKLM und IAG ja stärker auf die Schließung von CityLine reagiert; insofern dürfte sich die Lufthansa wohl Zeit lassen können - die paar Tickets, die man in der Zeit nicht verkaufen kann, sind wahrscheinlich eine Rettungsaktion für Air Baltic nicht wert.

Geschrieben

Was ich mich dabei frage ist, warum ist LH da überhaubt eingestiegen? 

Ich kann mir kaum vorstellen, dass mitte 2025 bei AirBaltic die Geschäftszahlen noch rosig waren.

Oder mußte man zu dem Zeitpunkt einsteigen, damit AirBaltic nicht groundet und das Wet-Lease wegbricht?!

Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb groffel:

Ein großer Teil der Verbindlichkeiten sind Leasingverpflichtungen, denen entsprechende Nutzungsrechte auf der Sollseite gegenüberstehen (jeweils etwa 800 Millionen Euro). Solange Air Baltic nicht pleite geht, sind diese Verbindlichkeiten relativ egal (sie zwingen Air Baltic zu einer gewissen Flottengröße, aber anders als bei einer Anleihe ist keine Refinanzierung am Ende nötig). Wichtig sind diese Verbindlichkeiten vor allem dann, wenn Air Baltic pleite geht, denn die Leasinggeber könnten dann ihre Verträge als Forderung in das Insolvenzverfahren einbringen, so dass weniger für die anderen Gläubiger übrig bleibt. Für einen Investor in Anleihen ist das durchaus wichtig, für einen Investor in Anteile eher nicht, denn der dürfte bei einer Pleite so oder so mit nichts rauskommen.

 

Ansonsten aber stimme ich zu: Lufthansa hätte wahrscheinlich wenig davon, bei Air Baltic einzusteigen. Die Beteiligung dürfte bereits auf 0 Euro abgeschrieben sein (Air Baltic hat ein negatives Eigenkapital), da ist nichts mehr zu retten; finanziell wäre es dann wohl sinnvoller, einfach eine neue Airline zu gründen, wenn Air Baltic pleite geht. Strategisch könnte es natürlich doof sein, 20 Wetlease-Flugzeuge auf einen Schlag zu verlieren, ein paar Wochen wird der Ersatzplan schon brauchen, bis er greift. Aber die europäische Konkurrenz scheint im Moment auch nicht so sehr daran interessiert zu sein, Lufthansa anzugreifen, sonst hätten AFKLM und IAG ja stärker auf die Schließung von CityLine reagiert; insofern dürfte sich die Lufthansa wohl Zeit lassen können - die paar Tickets, die man in der Zeit nicht verkaufen kann, sind wahrscheinlich eine Rettungsaktion für Air Baltic nicht wert.

War nicht mal im Gespräch dass LH um weitere 20 Maschinen reduzieren will? ...

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde Dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde Dich hier an.

Jetzt anmelden
×
×
  • Neu erstellen...