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effxbe

ATC und die Digitalisierung

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Hallo zusammen,

 

Mir kam die Tage die Frage, warum die Flugverkehrskontrolle nach wie vor von (eher fehleranfälligen) Menschen umgesetzt wird und nicht auch schon durch Computersysteme ersetzt wurde? Müssten diese nicht viel genauer, effizienter und fehlerresistenter Flugrouten, Staffelungen etc. koordinieren können als „echte Menschen“?

 

Freue mich auf eure Meinungen!

 

-effxbe

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Sehr komplexes Umfeld mit vielen Variablen, viele "nicht-digitale" Teilnehmer am Luftverkehr, ...das wird noch laaaaaaaange dauern, bis es automatisiert funktioniert. Außerdem: Was passiert, wenn alles durch den Computer geregelt wird und dieser steigt aus?

Edited by charlybrown
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Redundanz dürfte das Zauberwort dann sein. Ich gestehe aber, dass ich vorziehe, wenn da doch noch Menschen eingebunden sind.
Der Computer hätte z.B. Sully nicht ersetzen können.

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Die DLR erforscht beispielsweise bereits KI zum autonomen Fahren. Sobald sich diese Technik am Boden, wo im Notfall ein System bis zum Eingriff des Menschen gestoppt werden kann, bewährt hat, wird sie auch im ATC-Bereich kommen. 

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Man sollte zweidimensionales Fahren im sehr langsamen Geschwindigkeitsbereich nicht mit einem dreidimensionalen Puzzle mit sehr hohen Annäherungsgeschwindigkeiten gleichsetzen.

 

Ich hab die ersten Studien über automatisiertes 4D ATC schon vor 20 Jahren gelesen, damals wurde mit einer Praxiseinführung innerhalb von 10 Jahren gerechnet. Bis heute gibt es da nichts.Bisher kommt ATC nicht mal ansatzweise ohne Lotsen aus, ganz im Gegenteil, ein massiver Lotsenmangel kostet die Airlines seit einigen Jahren richtig viel Geld, insbesondere in Deutschland.Wobei Deutschland ATC-Technik mäßig eh deutlich hinterher hängt. Das fängt schon damit an das CPDLC gerade in einem Center unterstützt wird (Rhein Radar, Karlsruhe), und auch da nur rudimentär. Man könnte sich ja mal nebenan in Maastricht anschauen wie mans besser macht, oder in Prag, oder Budapest, oder Wien.

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vor 2 Stunden schrieb Dummi:

Man könnte sich ja mal nebenan in Maastricht anschauen wie mans besser macht, oder in Prag, oder Budapest, oder Wien.

 

Das gilt nicht nur für ATC, sondern für Infrastruktur ganz allgemein! Finde ich irgendwie peinlich.

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vor 13 Stunden schrieb Dummi:

Man sollte zweidimensionales Fahren im sehr langsamen Geschwindigkeitsbereich nicht mit einem dreidimensionalen Puzzle mit sehr hohen Annäherungsgeschwindigkeiten gleichsetzen.

 

Ich hab die ersten Studien über automatisiertes 4D ATC schon vor 20 Jahren gelesen, damals wurde mit einer Praxiseinführung innerhalb von 10 Jahren gerechnet. Bis heute gibt es da nichts.Bisher kommt ATC nicht mal ansatzweise ohne Lotsen aus, ganz im Gegenteil, ein massiver Lotsenmangel kostet die Airlines seit einigen Jahren richtig viel Geld, insbesondere in Deutschland.Wobei Deutschland ATC-Technik mäßig eh deutlich hinterher hängt. Das fängt schon damit an das CPDLC gerade in einem Center unterstützt wird (Rhein Radar, Karlsruhe), und auch da nur rudimentär. Man könnte sich ja mal nebenan in Maastricht anschauen wie mans besser macht, oder in Prag, oder Budapest, oder Wien.

 

Die Digitalisierung im ATC wird nicht von heute auf morgen kommen. Da reden wir schätzungsweise von 3 bis 4 Jahrzehnten. Allerdings gibt es heute ganz andere Möglichkeiten eine KI zu entwickeln und anzulernen. 

Wie gesagt, es laufen mehrere vom Bund und von der EU finanzierte Forschungsprojekte. Phase 1 der Umsetzung wird aber immer erst ein flächendeckender Einsatz im "zweidimensionalen mit langsamen Geschwindigkeiten sein". Gerade weil man die Ergebnisse nicht einfach übertragen kann, benötigt ein vollständig digitalisiertes ATC nach dem Bodeneinsatz noch etliche Zeit zur Weiterentwicklung. Vor der Umsetzung benötigt es z.B. auch eine neue Generation an Cockpits. 

 

Oder um es mit ein paar Buzzwords plakativer zu machen. Während wir in der Produktion zurzeit an vielen Stellen den Schritt von der dritten Generation, der Einführung von PCs und teilweisen Automatisierung,  zur vierten Generation, der Digitalisierung, Vernetzung und schlussendlich der Self-Control der einzelnen Systemelemente, vollziehen, dümpelt das ATC (bzw. die Luftfahrt generell) noch irgendwo zwischen der 2. und 3. Generation rum. Das liegt aber auch einfach in den langen Lebenszyklen eines Systems in der Luftfahrt begründet (vgl. einfach mal die Lebensdauer einer Golfgeneration von +- 7 Jahren mit der des A320). 

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Am 4.1.2020 um 21:37 schrieb Dummi:

Wobei Deutschland ATC-Technik mäßig eh deutlich hinterher hängt. Das fängt schon damit an das CPDLC gerade in einem Center unterstützt wird (Rhein Radar, Karlsruhe), und auch da nur rudimentär. Man könnte sich ja mal nebenan in Maastricht anschauen wie mans besser macht, oder in Prag, oder Budapest, oder Wien.

 

Könntest du kurz die Unterschiede zwischen CPDLC bei Rhein Radar und bei Maastricht beschreiben?

 

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