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Flughafen Marseille - Menschen laufen über das Vorfeld, um Flug zu erreichen


Empfohlene Beiträge

Geschrieben (bearbeitet)

In Marseille sind wohl Leute, die nicht rechtzeitig durch die Sicherheitskontrolle kamen, aufs Vorfeld gelaufen, um den Flug nach Marrakesch noch zu erreichen.

1.) Haben diese Leute ernsthaft geglaubt, der Kapitän macht noch mal die Tür auf?

2.) fordern einige dieser Leute eine Entschädigung fürs Nicht-Mitmehmen. Wie naiv kann man sein? Ryanair wird wohl eher von diesen Leuten eine Entschädigung fordern wegen Störung des Flugbetriebes (über 3 Stunden Verspätung wegen der Blockade).

 

Bearbeitet von speedman
Thread von Mod gestartet
Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Koelli:

In Marseille sind wohl Leute, die nicht rechtzeitig durch die Sicherheitskontrolle kamen, aufs Vorfeld gelaufen, um den Flug nach Marrakesch noch zu erreichen.

1.) Haben diese Leute ernsthaft geglaubt, der Kapitän macht noch mal die Tür auf?

2.) fordern einige dieser Leute eine Entschädigung fürs Nicht-Mitmehmen. Wie naiv kann man sein? Ryanair wird wohl eher von diesen Leuten eine Entschädigung fordern wegen Störung des Flugbetriebes (über 3 Stunden Verspätung wegen der Blockade).

zu Punkt 1: definitiv JA, auch Punkt 2 überrascht mich überhaupt nicht. Leider gibt es immer wieder mal Menschen, die am Flughafen einfach überfordert sind.

Geschrieben

Ich hoffe, die Frau, die den Feueralarm auslöste erhält lebenslanges Flugverbot bei allen Airlines und muss alleine zivilrechtlich für den finanziellen Schaden haftbar gemacht werden.

Geschrieben
vor 12 Stunden schrieb aaspere:

Ich hoffe, die Frau, die den Feueralarm auslöste erhält lebenslanges Flugverbot bei allen Airlines und muss alleine zivilrechtlich für den finanziellen Schaden haftbar gemacht werden.

So milde heute? Mindestens zweimal Todesstrafe wäre angemessen! Wenn nicht sogar mehr!

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb abdul099:

So milde heute? Mindestens zweimal Todesstrafe wäre angemessen! Wenn nicht sogar mehr!

Wenn es witzig oder sarkastisch sein soll, bin ich an dieser Stelle bewusst jemand der keinen Spaß versteht.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Micha:

Wenn es witzig oder sarkastisch sein soll, bin ich an dieser Stelle bewusst jemand der keinen Spaß versteht.

Nein, witzig sollte das nicht sein, aber ein durchaus sarkastisch gemeinter Hinweis darauf, dass man es mit der Forderung nach Bestrafung durchaus auch übertreiben kann.

Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb abdul099:

So milde heute? Mindestens zweimal Todesstrafe wäre angemessen! Wenn nicht sogar mehr!


Was schwebt Dir denn tatsächlich vor, was mit der Frau passieren soll?

Geschrieben
vor 15 Minuten schrieb aaspere:


Was schwebt Dir denn tatsächlich vor, was mit der Frau passieren soll?

Schadensersatz darf man ja gerne fordern. Das alleine ist schon kein Pappenstiel. Und wenn eine direkt betroffene Fluggesellschaft ein temporäres Flugverbot ausspricht, ist das auch legitim. Aber ein pauschales lebenslanges Flugverbot bei allen Airlines halte ich für etwas zu hoch gegriffen.

 

Den wenigsten dürfte in dem Moment bewusst sein, was sie damit auslösen, und anscheinend war die Frau ja auch nicht alleine. Man öffnet ja nicht von langer Hand geplant eine Tür zum Vorfeld, sondern eher aus der in der Situation entstehenden Verzweiflung.

 

Dass es eine strunzdumme Aktion war, und einen gewissen Denkzettel verdient, steht hierbei übrigens außer Frage.

Geschrieben
vor 28 Minuten schrieb abdul099:

Schadensersatz darf man ja gerne fordern. Das alleine ist schon kein Pappenstiel. Und wenn eine direkt betroffene Fluggesellschaft ein temporäres Flugverbot ausspricht, ist das auch legitim. Aber ein pauschales lebenslanges Flugverbot bei allen Airlines halte ich für etwas zu hoch gegriffen.

 

Den wenigsten dürfte in dem Moment bewusst sein, was sie damit auslösen, und anscheinend war die Frau ja auch nicht alleine. Man öffnet ja nicht von langer Hand geplant eine Tür zum Vorfeld, sondern eher aus der in der Situation entstehenden Verzweiflung.

 

Dass es eine strunzdumme Aktion war, und einen gewissen Denkzettel verdient, steht hierbei übrigens außer Frage.


Danke für die Antwort und Erklärung. Ich stimme Dir weitgehend zu. Lediglich bei der Motivation der Frau, die ja nicht völlig unwissend (mein Eindruck) den Feueralarm auslöste, der dann automatisch die Türen öffnete, unterscheiden wir uns. 
Und bei Ryanair wird sie nie wieder ein Ticket erhalten, egal, wie es zivilrechtlich ausgehen sollte. Und so, wie ich Ryanair aus meiner Erfahrung einschätze, wird MOL dafür sorgen, dass sein Flugverbot auch bei anderen Airlines bekannt wird. 

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb aaspere:

Und bei Ryanair wird sie nie wieder ein Ticket erhalten, egal, wie es zivilrechtlich ausgehen sollte. Und so, wie ich Ryanair aus meiner Erfahrung einschätze, wird MOL dafür sorgen, dass sein Flugverbot auch bei anderen Airlines bekannt wird. 

Ich bin mir nicht ganz sicher wie ein ein (lebens-)langes Flugverbot verhältnismäßig ist, insbesondere für den Fall, dass eine zivilrechtlich durchgesetzte Strafe beglichen ist.

Geschrieben
vor 19 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr:

Ich bin mir nicht ganz sicher wie ein ein (lebens-)langes Flugverbot verhältnismäßig ist, insbesondere für den Fall, dass eine zivilrechtlich durchgesetzte Strafe beglichen ist.


Nein, sicher bin ich mir auch nicht. Aber, vielleicht erfahren wir das ja. 

Geschrieben
12 hours ago, aaspere said:


Danke für die Antwort und Erklärung. Ich stimme Dir weitgehend zu. Lediglich bei der Motivation der Frau, die ja nicht völlig unwissend (mein Eindruck) den Feueralarm auslöste, der dann automatisch die Türen öffnete, unterscheiden wir uns. 
Und bei Ryanair wird sie nie wieder ein Ticket erhalten, egal, wie es zivilrechtlich ausgehen sollte. Und so, wie ich Ryanair aus meiner Erfahrung einschätze, wird MOL dafür sorgen, dass sein Flugverbot auch bei anderen Airlines bekannt wird. 

 

Mit Strafforderungen wäre ich auch vorsichtig, so lange der gesamte Kontext nicht klar ist. War der Frau überhaupt bewusst, dass sie Feueralarm auslöst, oder war der Knopf eher mit sowas wie "Not-Türöffner" beschrieben oder vielleicht gar nicht... auch wie stark sie von den anderen Gästen unter Druck gesetzt wurde könnte eine Rolle spielen. Harte Konsequenzen fordern ist leider immer leichter als sich den Fall genau anzuschauen, und der Trend dazu wird sich mit Generation TikTok auch leider nicht kurzfristig bessern.

Geschrieben

Über die Strafe muss letztlich ein Gericht entscheiden. Der Umgang bei den Fluggesellschaften wiederum ist deren Sache, was auch zumindest in D deren gutes Recht ist.

Zumindest an Notbremsen steht oft, dass Missbrauch strafbar ist, bei Feueralarm sollte ein reifer strafmündiger Mensch sich bewusst sein, was die Auslösung lostritt.

  • speedman änderte den Titel in Flughafen Marseille - Menschen laufen über das Vorfeld, um Flug zu erreichen
Geschrieben
Am 28.4.2026 um 13:00 schrieb Koelli:

In Marseille sind wohl Leute, die nicht rechtzeitig durch die Sicherheitskontrolle kamen, aufs Vorfeld gelaufen, um den Flug nach Marrakesch noch zu erreichen.

1.) Haben diese Leute ernsthaft geglaubt, der Kapitän macht noch mal die Tür auf?

2.) fordern einige dieser Leute eine Entschädigung fürs Nicht-Mitmehmen. Wie naiv kann man sein? Ryanair wird wohl eher von diesen Leuten eine Entschädigung fordern wegen Störung des Flugbetriebes (über 3 Stunden Verspätung wegen der Blockade).

 


Ich glaube das viele von uns, für die alles Rund ums Flugzeug einfach allgemein spannend ist, gern mal unterschätzen, wie wurscht das Otto-Normal-Fliegern ist. 
Wenn ich mit Freunden irgendwo hin fliege, bin ich regelmäßig erstaunt, wie wenig Wissen und Verständnis für Vorgänge am Flughafen herrscht. Dann muss ich mir immer selbst den Reality Check verpassen und frage mich, wie viel von dem was ich weiß tatsächlich kein Allgemeinwissen zu sein scheint. 

Geschrieben

Ich brech hier auch mal eine Lanze: Natürlich steht es faktisch völlig außer Frage, dass das Handeln der betroffenen Pax hier nicht in Ordnung war und sanktioniert gehört.

 

Aber auf einer rein empathischen Ebene: Ich kann eine gewisse Delinquenz verstehen, wenn man alles richtig gemacht hat und pünktlich seinen Teil der Prozesse am Flughafen erledigt hat, und dann trotzdem aus keinem eigenen Verschulden den Flug verpasst. Wenn Ryanair und der Flughafen zusammen einen Check-In bis zur Deadline X ermöglichen, müssen Ryanair und der Flughafen garantieren, dass man dann auch mit dieser Zeit den Flug bekommt.

 

Ich stand schon mal in München am T1A zu Zeiten des Pier-Baus (also kein durchgehender Gang airside von den neuen SiKos in T1C/D Ebene 5) und hatte den Koffer abgegeben STD -57 und damit 12 Minuten vor der Deadline. Durch die Kontrolle war ich STD -4, bei nem Busgate.

 

Hab den Flug noch bekommen, weil mit mir zusammen mehrere andere Pax mit eingechecktem Gepäck standen, aber in der Wartezeit vor der Kontrolle hab ich dem Flughafen, der Dienstleistungsfirma der unterbesetzten SiKo, und allen lahmarschigen Patienten vor mir, die offensichtlich gerade ihren ersten Tag auf dem Planeten hatten, Dinge gewünscht, für die man nach den Haag kommt.

Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb SAF_Laden:

 

Mit Strafforderungen wäre ich auch vorsichtig, so lange der gesamte Kontext nicht klar ist. War der Frau überhaupt bewusst, dass sie Feueralarm auslöst, oder war der Knopf eher mit sowas wie "Not-Türöffner" beschrieben oder vielleicht gar nicht... auch wie stark sie von den anderen Gästen unter Druck gesetzt wurde könnte eine Rolle spielen. Harte Konsequenzen fordern ist leider immer leichter als sich den Fall genau anzuschauen, und der Trend dazu wird sich mit Generation TikTok auch leider nicht kurzfristig bessern.


Also mit Verlaub, lieber Freund: Wenn ein erwachsener Mensch die Scheibe eines Feuermelders einschlägt um den Feuerknopf drücken zu können, weiß er genau, was er auslöst. Und der Feuermelder hing genau neben der Tür, die sich dann öffnen ließ - da gehört er ja auch hin. Das ganze wurde ja auch durch Kamera aufgenommen, so dass eine Aufklärung leicht sein wird.
Und ich gehöre nicht zur Generation Tik Tok. 

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb aaspere:

weiß er genau, was er auslöst


Jein. Nur ist ein Flughafen einfach anders sicherheits-sensibel als das Bürogebäude oder der Supermarkt, wo man auch mal nen Feueralarm auslösen könnte. Das in seiner ganzen Tragweite einzuschätzen erwarte ich nicht von jedem.

Geschrieben

Aus dem FOCUS-Bericht über den Vorfall:

Flughafen kündigt Untersuchung an - Frau festgenommen

Die Angelegenheit ist damit noch nicht beendet. Der Flughafen hat eine interne Untersuchung angekündigt. Laut einer Polizeiquelle des TV-Senders BFM wurde eine Passagierin festgenommen, die im Verdacht steht, den Feueralarm ausgelöst zu haben, und die anhand von Videoaufnahmen identifiziert wurde. Derweil haben sich etliche der Reisenden, die den Flug verpassten, zusammengeschlossen, um von Ryanair Entschädigungen einzufordern.

Geschrieben
vor 20 Stunden schrieb aaspere:

Derweil haben sich etliche der Reisenden, die den Flug verpassten, zusammengeschlossen, um von Ryanair Entschädigungen einzufordern.


Auf die Begründung bin ich gespannt.

Geschrieben
Am 30.4.2026 um 13:12 schrieb Micha:

Zumindest an Notbremsen steht oft, dass Missbrauch strafbar ist, bei Feueralarm sollte ein reifer strafmündiger Mensch sich bewusst sein, was die Auslösung lostritt.

Und trotzdem kommt es immer wieder zu Kurzschlusshandlungen, bei denen ein Erwachsener im Zug die Notbremse zieht, weil er den Ausstieg verpasst hat. Jeder, der mit etwas Abstand darüber nachdenkt, weiß, dass das vollkommen bescheuert ist. In der Hitze des Gefechts denkt der Mensch aber nicht streng rational.

Geschrieben
Am 1.5.2026 um 19:47 schrieb abdul099:

Und trotzdem kommt es immer wieder zu Kurzschlusshandlungen, bei denen ein Erwachsener im Zug die Notbremse zieht, weil er den Ausstieg verpasst hat. Jeder, der mit etwas Abstand darüber nachdenkt, weiß, dass das vollkommen bescheuert ist. In der Hitze des Gefechts denkt der Mensch aber nicht streng rational.

Danke, auch ich kenne Menschen und deren verhalten. Dennoch schützen weder Unwissen noch Affekt vor Strafe, auch rechtfertigt es kein Fehlverhalten. 

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