Zum Inhalt springen
airliners.de

Zwischenfall an Bord einer FlyDubai Maschine: Flug FZ1073 DXB - TLV 30.09.2026


Empfohlene Beiträge

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb BWE320:

Du hattest aber ursprünglich von Präsidentschaftswahlen geschrieben! Das ist eine Verwechslung, die kann mal passieren, ist aber etwas komisch wenn man vorher andere wegen mangelnder Qualität kritisiert.

Letztendlich wird es dir so schwer fallen, viele Leute davon zu überzeugen, dass es sich nicht um einen Anschlag handelte.

Es geht mir nicht darum, Leute in irgendeine Richtung zu überzeugen. Es geht um eine objektive Analyse dieses Vorfalles. Wenn du dein Urteil aufgrund eines Bezeichnungsfehlers bei einer völlig fachfremden Sachfrage fällst, so be it. Wenn du nur diejenigen als glaubwürdig erachtest, die hier zu 100% fehlerfrei geblieben sind, wirst du in diesem Forum quasi alleine sein. 

Geschrieben
vor 58 Minuten schrieb Windyfan:

Die in Zivil mitreisende Crew hatte wahrscheinlich das Typerating für die 737, nehme ich mal an?

 

Ob jemand, der nicht mit der 737 Max eng vertraut ist, die schwer beschädigte Maschine hätte erfolgreich runterbringen können?

 

Was war denn von der Instrumentierung zerstört? In mindestens einer Quelle hieß es doch, dass der Co versucht hat, die Instrumente zu zerstören?

1. Die mitreisende Crew war ebenfalls bei FlyDubai angestellt. Da die Airline nur über 737-800 und MAX 8 / 9 verfügt, sollte ein gültiges Typerating vorgelegen haben. 

2. Habe ich auch gelesen. Diese Quelle war offenbar der Passagier Hayoun, der sinngemäss aussagte, der Terrorist würde "Alles im Cockpit zerstören, um den Flug zum Absturz zu bringen." Er hätte angeblich ein paar "MAYDAY"-Folgen über Flugzeugunglücke gesehen und wüsste, was zu tun wäre. Ob er tatsächlich in einem Pilotensitz war und den Sturzflug eingenhändig unterband, ist nicht vollends geklärt. Auf jeden Fall hat wohl noch zumindest die Funkanlage funktioniert. 

Hierbei ist auch die Frage, ob es wirklich ein Messer war, das der Copilot benutzte, oder die Crash-Axt, die sich immer hinter dem Pilotensitz befindet. Habe beide Varianten gehört.

Geschrieben

Der Kapitän muss schwerste Verletzungen gehabt haben, ohne die sofortige Hilfe eines Zahnarztes wäre er binnen Minuten verstorben. Hoffentlich wird Kapitän Machchhar wieder vollständig gesund.

Geschrieben (bearbeitet)

Der Kapitän Machchhar ist inzwischen in ein Krankenhaus in Abu Dhabi verlegt worden.

Emirates hat das Codesharing mit Flydubai zwischen Dubai und Tel Aviv ausgesetzt.

Emirates Fluggäste werden schon am Ursprungsort nicht für Dubai akzeptiert wenn sie von dieser Maßnahme betroffen sind.

Bearbeitet von BWE320
Geschrieben

Der israelische Präsident Izchak Herzog will vier Passagiere, die auf dem »Fly Dubai«-Flug nach Tel Aviv bei der Überwältigung des Angreifers halfen, für die Präsidentenmedaille für Zivilcourage vorschlagen. »Sie haben sich selbst in Gefahr gebracht, um andere zu retten, und eine schreckliche Katastrophe verhindert«, sagte Herzog nach Angaben seines Büros.

 

https://www.juedische-allgemeine.de/israel/herzog-will-fly-dubai-helfer-fuer-zivilcourage-auszeichnen/

Geschrieben (bearbeitet)

Zum ersten Offizier: Er arbeitet wohl seit weniger als einem Jahr für Fly Dubai. Das hat erst mal wenig Aussagekraft für das, was passiert ist, sei aber dennoch als Randnotiz erwähnt. Über vorherige Stationen ist bisher nichts bekannt. Ebensowenig, ob er möglicherweise bei vorherigen Arbeitgebern auffällig gewesen wäre. (Krankheit, Depression … etc.) Von einigen Arbeitskollegen bei Fly Dubai wird er anscheinend als “ sehr religiös” bezeichnet. Wirklich gesichert ist das allerdings noch nicht und zu einem Terroristen macht einen das ebenfalls nicht automatisch. 
 

Ganz unabhängig davon: Nach offiziellen Vorgaben Israels hätte der FO eigentlich nicht auf diesem Flug sein dürfen. Auch das wurde hier auf den vorherigen Seiten schon erwähnt: 

 

Zitat

Eigentlich gestattet Israel nur Piloten aus Ländern, mit denen es offizielle diplomatische Beziehungen unterhält, Flugzeuge in seinen Luftraum zu fliegen.


Neu ist, dass es allerdings auch keine Besonderheit war, dass diese Regel in der Praxis nicht wirklich umgesetzt wurde. Zumindest nicht von Fly Dubai, vermutlich aber eher weder von den Airlines, noch vom israelischen Staat. Und es ließt sich zwischen den Zeilen so, als habe es bei Verstößen auch keine großen Konsequenzen gegeben. Wahrscheinlich hat sich allgemein in der Praxis kaum einer dafür wirklich interessiert. 

 

Zitat

Der Sender N12 berichtete allerdings, dass in den vergangenen Jahren häufiger Piloten aus Oman für Flydubai nach Israel geflogen sind.


Quelle:

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/fragen-nach-dem-flydubai-flug-bleiben-offen-201279566.html
 

Nochmal kurz zu Yaniv: Anscheinend war das Flugzeug eine gewisse Zeit lang außer Kontrolle und zumindest das stabilisieren scheint “wohl” nach aktuellem Wissensstand auf seine Kappe zu gehen.
 

Ganz egal was tatsächlich passiert ist: Teilweise finde ich es hier schon sehr geschmackslos, was ihm hier alles angedichtet wird. Bei manch einem Kommentar hier hat man beim durchlesen fast schon das Gefühl, derjenige, der Einsatz gezeigt hat, ist genauso ein Verbrecher wie die der FO. Nur weil er einen israelischen Pass hat und der Premier ne große Story draus gemacht hat und sich das ein oder andere Medium erdreistet hat, darüber auch noch zu berichten. Paradoxerweise gefühlt teilweise von den selben Leuten, die sonst normalerweise deutlich anders und weniger emotional argumentieren würden. Ich sage jetzt nur mal, wie es zwischen den Zeilen so rüber kommt. Und das passiert, ich mach mich selbst nicht frei davon, wurde und werde hier auch zurecht teils schon kritisiert und das gehört dazu. Aber hier bei diesem Zwischenfall finde ich manche Dynamiken dann doch schon erstaunlich. Wohl wissend um die politische Sprengkraft. 
 

Wir wissen nicht, was genau da drinnen passiert ist. Wir wissen aber, dass es furchtbar war, nie hätte passieren sollen und viele Leute Einsatz gezeigt haben, darunter auch er. Am Ende könnte das auch ein ganz normaler Typ sein, der von seinem Interesse her genauso gut auch in diesem Forum sein könnte, Mayday-Staffeln durchschaut und am Ende sogar noch in dem “Zwischenfälle” Stang mitkommentieren würde. Wir wissen es nicht. Aber wenn die Serie das bewirkt, dass ein Klempner einen Flieger so lange in der Luft halten kann, bis ein ausgebildeter Pilot übernehmen kann, dann meinen Respekt dafür. Und dann ist das nebenbei auch ein ziemlicher Ritterschlag für die Mayday-Macher. Mehr kann man als Dokumentarfilm nicht erreichen. Wenn es denn so war. 
 

Und um am Ende noch ein Anhang, der ebenfalls zum Bild mit dazu gehört:

Zitat

Aus Ermittlerkreisen hieß es, unter den Passagieren, die eingriffen, seien israelische Sicherheitskräfte und Luftsicherheitsbegleiter gewesen. 


Quelle:

https://www.tagesschau.de/ausland/asien/faq-flydubai-gewalt-100.html
 

Dass da nicht nur ganz normale Passagiere an Bord waren, gehört mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch zur Wahrheit mit dazu. Ob Yaniv dazu gehörte oder nicht, wird man wohl nie erfahren. Es spielt im Endeffekt aber auch absolut keine Rolle, das Ergebnis zählt. Und das ist in dem Fall, dass 174 Passagiere überlebt haben. Und das aus ganz genau einem Grund (und der ist eigentlich das Hauptproblem bei all den Nebenschauplätzen und all der politischen Sprengkraft): Weil “mal wieder” vorne jemand durchgedreht ist. (Dass er dabei noch ein Messer hatte oder eine Axt neben sich liegen hat, ist in diesem speziellen Fall jetzt auch keine sonderlich erfreuliche Nachricht). Egal aus welchen Hintergründen, das spielt eigentlich fast schon keine Rolle mehr. Es war kein externer Terrorist, sondern ein ausgebildeter FO an seinem Arbeitsplatz, in einem Flugzeug seiner Airline und auf einem Flug, der so in seinem Dienstplan stand. Und egal was ihn getrieben hat, er hätte in diesem Zustand da nicht sein dürfen. Das mal so als Nenner, an dem sich hoffentlich alle einig sind.

 

Und ein Problem, das die Luftfahrt nicht lösen wird, solange da Menschen sind. Und die werden da immer sein. Wo wir dann wieder bei der Frage landen: Gibt es absolute Sicherheit…(und die kann sich am Ende vermutlich jeder selbst beantworten). 

Bearbeitet von Avroliner100
Geschrieben
vor 22 Stunden schrieb blackbox:

Sind Airbusse weniger stabil gebaut? Man helfe mir..

Ich erinnere mal an 1985, als eine 747SP der CAL mehrere unkontrollierte Trudelmanöver über dem Pazifik machte und dabei  quasi im freien Fall 31000 Fuss verlor. Beide äusseren Höhenflossen brachen weg beim Abfangen, aber die Maschine konnte sicher in SFO landen. 

Ich wollte nur sagen, dass ich so einen Höhenverlust in keinem Flugzeug erleben wollte, egal, wer es gebaut hat. Also quasi "Ich will sowas nicht in einer neuen Boeing mitmachen müssen". Und um den sonst folgenden 487 Kommentaren der Kategorie "Boeing ist aber toll und das Gelbe vom Ei!!!" zuvorzukommen, hab ich halt mal mit angemerkt, dass mir das in einem Airbus auch nicht besonders in den Kram passen würde.

 

Also ganz allgemein, die Lobpreisung der Bauqualität von Boeing ist meiner Meinung etwas übertrieben. Das dürfte eher Glück gewesen sein, dass nicht mehr passiert ist. Und dass ein Airbus bei der Geschichte besser abgeschnitten hätte, halte ich auch nicht für gesetzt.

 

vor 16 Stunden schrieb FKB:

Das würde ich so jetzt nicht unterschreiben. Die B737-Max konnte nur aufgrund Großvaterrechten zugelassen werden. Die Grundkonstruktion wäre unter den heutigen Zulassungsvorschriften definitiv nicht genehmigungsfähig.

Vor ein paar Jahren gab es ein paar Bruchlandungen von B737 deren Rümpfe auf ähnliche Art in 3 Teile zerbrochen sind. Außerdem gab es Hinweise auf massive Qualitätsmängel beim Lieferanten des Rumpfes. Ich sage nicht, dass die B737 unsicher ist, aber den stabilsten Rumpf hat sie nicht.

Die B787 und A350 haben mit den Kohlefaserrümpfen deutliche Vorteile. Der A350, der in Tokyo gecrasht ist, sah ja nach dem Crash bevor er ausgebrannt ist, so gut wie neu aus.

Klar hat Kohlefaser einige Vorteile. Z.B. ist es leicht. Aber ob es bei einer Overspeed-Situation so viel besser ist? Und der Crash in Tokyo ist überraschend gut ausgegangen. Aber da das ein einzelner Fall war, ist das zumindest bisher anekdotische Evidenz. (Und hoffentlich werden wir nie ne aussagekräftige Statistik erhalten!).

 

Was ich eigentlich ausdrücken wollte, ist, dass sich einige Kommentare angesammelt haben, wie toll doch Boeing Flugzeuge bauen würde, weil die Karre noch gelandet ist. Und ich hab halt mal angemerkt, dass die 737 halt technisch noch aus einer Zeit stammt, als man alleine schon aufgrund der damaligen Möglichkeiten nicht alles so optimieren konnte, wie heute. Da hat man eventuell auch mal mehr Material auf was draufgeworfen, als eigentlich nötig wäre, und grundsätzlich ist die primitiv gebaut.

 

Und jetzt kommt der springende Punkt, damit ist nicht gesagt, dass die 737 mehr aushalten muss als moderne Flugzeuge. Unter Anderem versteht man heute halt dank FEM auch die Lastpfade und die Auswirkungen einer Belastung erheblich besser, kann Rissausbreitung simulieren usw. Aber ein Flugzeug so weit außerhalb des Designbereiches zu betreiben halte ich für etwas... unpraktisch. Egal, mit welchem Buchstaben der Herstellernamen beginnt.

Geschrieben

Außer Yaniv gelten noch drei andere Personen als Protagonisten der Rettung des Fluges:

"Yaniv Hayun, Schota Musajew, Zivka Manes und Asaf Radschuan".

Der Zweite war wohl ein Zahnarzt der die Blutung des Kapitäns stoppte und ihm damit höchstwahrscheinlich das Leben rettete.

Geschrieben

Bezüglich der Avionik, ich denke die ist bestimmt in der Zwischenzeit nicht nur einmal überarbeitet worden, alleine schon, um weitere Spritmengen einzusparen. Alleine durch die andere nach vorne und oben verschobene Befestigung der TW bei der 737 max muss Flügel und das Heck aerodynamisch mit angepasst werden. In wie weit die Änderungen da gehen - keine Ahnung.

 

ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass diese Teile unverändert gegenüber der Vorgängerversion -800  übernommen wurden.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 15 Stunden schrieb blackbox:

Stand heute - kein Anti-Israelischer Terroranschlag. Dafür fehlt halt jeder Beleg

 

Da steht nun Saudi Arabien in der Verantwortung, um faire und transparente Ermittlungen durchzuführen. Die Israelis werden das sicherlich sehr misstrauisch beobachten, schließlich ist man davon überzeugt, dass es einen terroristischen Hintergrund gibt - selbst der Iran wird bereits als möglicher Strippenzieher ins Spiel gebracht, auch wenn jegliche Beweise dafür fehle.

 

Saudi Arabien hätte ein Dilemma, falls tatsächlich brisante Zusammenhänge heraus kämen, da Israel bekanntlich wenig zögerlich ist, sein Militär für mögliche Vergeltungsschläge zu aktivieren. Für die Region einschließlich Saudi Arabien selbst wäre das einmal mehr verheerend.

 

 

Nachtrag - Saudi Arabien hat den Copiloten mittlerweile an VAE überstellt, wo ein eigenes Ermittlungsverfahren eröffnet wird. Damit bleibt die Sache potenziell brisant - zumindest gibt es aber offizielle diplomatische Beziehungen zwischen Israel und den VAE.

Bearbeitet von Tschentelmän
Geschrieben
vor 10 Stunden schrieb Avroliner100:

Ganz unabhängig davon: Nach offiziellen Vorgaben Israels hätte der FO eigentlich nicht auf diesem Flug sein dürfen. Auch das wurde hier auf den vorherigen Seiten schon erwähnt: 

Wenn Israel nur Piloten aus befreundeten Ländern in seinem Luftraum zulässt, dürften ja nur US-Amerikaner und Deutsche im Cockpit sitzen. Spass beiseite. Diese Vorgaben sind scheinbar nur Richtlinien. Bei 7 Flügen pro Tag nach TLV und einer Flightcrew-Workforce von ca. 400 Piloten aus allen Ländern der Region ergeben sich dann halt mal Konstellationen, die diese Richtlinien unterlaufen. Aber Geisteshaltungen machen nicht an Ländergrenzen Halt. Radikalisierungen passieren auch in Ländern die diplomatische Beziehungen zu Israel pflegen. 

 

vor 10 Stunden schrieb Avroliner100:

Bei manch einem Kommentar hier hat man beim durchlesen fast schon das Gefühl, derjenige, der Einsatz gezeigt hat, ist genauso ein Verbrecher wie die der FO. Nur weil er einen israelischen Pass hat und der Premier ne große Story draus gemacht hat und sich das ein oder andere Medium erdreistet hat, darüber auch noch zu berichten.

Ohne die Türöffung des Kapitäns, während dieser attackiert wurde, hätte der Attentäter freie Bahn gehabt. Es ging aber eher um die Glaubwürdigkeit der israelischen Regierung, die sich zu einem sehr frühen Zeitpunkt bereits sehr sicher war, wie alles abgelaufen war. Dass man da eher zurückhaltend reagiert, liegt doch auf der Hand. Der Einsatz derjenigen, die für den glimpflichen Ausgang des Fluges gesorgt haben, ist nicht hoch genug zu bewerten.

 

vor 10 Stunden schrieb Avroliner100:

Am Ende könnte das auch ein ganz normaler Typ sein, der von seinem Interesse her genauso gut auch in diesem Forum sein könnte, Mayday-Staffeln durchschaut und am Ende sogar noch in dem “Zwischenfälle” Stang mitkommentieren würde. Wir wissen es nicht.

Eine vollkommen absurde Andeutung, die du dir hättest sparen können. 

vor 10 Stunden schrieb Avroliner100:

Und egal was ihn getrieben hat, er hätte in diesem Zustand da nicht sein dürfen. Das mal so als Nenner, an dem sich hoffentlich alle einig sind.

"Zustand" ist ein interessantes Wording. Die Gesinnung steht keinem auf der Stirn geschrieben. Aber ja: vielleicht sollte man diejenigen von Flügen nach Israel aussortieren, deren Eltern, Geschwister und Freunde durch israelische Bomben in Gaza, Libanon, Iran, Yemen, etc. getötet oder verletzt wurden. 

Geschrieben

 

vor 2 Stunden schrieb Tschentelmän:
vor 16 Stunden schrieb blackbox:

 FDB1073 war - Stand heute - kein Anti-Israelischer Terroranschlag. Dafür fehlt halt jeder Beleg. 

 

 

Da steht nun Saudi Arabien in der Verantwortung, um faire und transparente Ermittlungen durchzuführen.

 

[...]

 

Saudi Arabien hätte ein Dilemma,

 

Die Flugunfalluntersuchung (deren Verantwortung bei Saudi-Arabien liegt) ist nicht dazu da, um zu klären, ob es ein terroristischer Akt oder ein erweiterter Selbstmordversuch war.

 

 

 

Zitat

ICAO Annex 13

 

3.1

The sole objective of the investigation of an accident or incident shall be the prevention of accidents and incidents.

It is not the purpose of this activity to apportion blame or liability.

 

Die Ermittlung wird also zum Beispiel klären, was es dem FO ermöglicht hat, so zu handeln, also wie das Messer (falls es ein Messer gab, es gibt auch Gerüchte, er habe die Crash Axe benutzt) an Bord kam. Sie wird nicht klären, warum er so handelte.

 

Über das Motiv des FO wird eine kriminalistische Ermittlung Aufklärung bringen. Diese hat in Israel offenbar schon begonnen und wird sehr wahrscheinlich auch in den VAE stattfinden.

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb FKB:

Es geht ihm besser und er konnte schon ein Interview geben:

 

https://www.bbc.com/news/articles/c639m98gde00o

Das sind gute Nachrichten. Gestern war ich noch sehr besorgt, da er auf der Intensivstation sich befinden würde.

Ist eine Person auf der Intensiv muss man mit allem rechnen (Aussage eines Intensivmediziners), auch die vielfachen Zugänge erhöhen das Risiko, sich mit einem üblen Krankenhauskeim zu infizieren, was dann die Lage schnell sehr ernst machen kann.

Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb GEC MD-11:

Über das Motiv des FO wird eine kriminalistische Ermittlung Aufklärung bringen. Diese hat in Israel offenbar schon begonnen und wird sehr wahrscheinlich auch in den VAE stattfinden.

Saudi Arabien hat nach ICAO Richtlinien die Hoheit über die Flugunfalluntersuchung. Ich stimme zu, dass neben der fliegerisch-technischen Komponente auch massive Sicherheitsfaktoren in diesen Unfall hineinspielen. Dennoch glaube ich, dass ein zu allem entschlossener Täter auch ohne Messer oder Axt einen körperlich unterlegenen Kollegen ausser Gefecht setzen kann, wenn keine Hilfe von aussen kommt. Einblick in die Lebensgeschichte von Piloten hilft sicher, wenn er nicht vom Datenschutz verhindert wird. Doch radikale Gesinnungen werden nicht im Pass eingetragen und sind kaum aufzudecken, wenn der Betroffene sich nicht selbst durch seine Äusserungen outet.

Geschrieben

Zukünftig wird Israel garantiert auf die Übermittlung der Identitäten der kompletten Crewplanung ausreichend im Voraus bestehen.

 

könnte mir vorstellen, dass das zukünftig für alle Airlines gelten wird.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 6 Stunden schrieb d@ni!3l:

https://www.wsj.com/world/middle-east/flydubai-attacker-had-been-banned-from-flying-by-oman-for-radical-views-ab363b5d?mod=mhp

 

Im Oman durfte der FO wegen radikaler Ansichten nicht mehr fliegen - ich behaupte das wird FZ erklären müssen.

 

Wundert mich etwas, ich hätte die Geheimdienste der VAE da auch für gut informiert und die Behörden für sensibilisiert gehalten

 

Auch Oman Air dürfte nun etwas zu erklären haben. Angeblich soll ihn die Airline trotz Flugverbot weiterhin in der Verwaltung beschäftigt haben. Das klingt irgendwie nur halbherzig konsequent und wirft nach außen hin nicht so viele Fragen auf, als hätte man ihn sofort richtig gefeuert.

 

Fraglich ist auch, ob die Sicherheitsbehörden des Oman seinen weiteren anschließenden Werdegang verfolgt haben, um die Behörden im nächsten Beschäftigungsland zu warnen.

Bearbeitet von Tschentelmän
Geschrieben
Am 1.10.2026 um 21:27 schrieb blackbox:

Hierbei ist auch die Frage, ob es wirklich ein Messer war, das der Copilot benutzte, oder die Crash-Axt, die sich immer hinter dem Pilotensitz befindet. Habe beide Varianten gehört.

Laut UAE Staatsanwaltschaft wurde hier die Crash Axe zweckentfremdet.

Geschrieben
Am 2.10.2026 um 10:13 schrieb blackbox:

Es ging aber eher um die Glaubwürdigkeit der israelischen Regierung, die sich zu einem sehr frühen Zeitpunkt bereits sehr sicher war, wie alles abgelaufen war.

Die Israelische Regierung hat anscheinend gute Informationsquellen.

Geschrieben (bearbeitet)

Der Vorfall wird jetzt offiziell als Terrorakt eingestuft. 
 

https://www.welt.de/vermischtes/article6ac062a90b713e82b7a9437b/ermittlungen-zu-flug-drama-generalstaatsanwalt-der-emirate-flydubai-copilot-plante-terrorakt.html

 

Ich verstehe immer noch nicht, wieso die israelischen Geheimdienste nicht automatisch jeden Piloten, der Israel anfliegt, auf Risikokennzeichen mit Geheimdienstmitteln durchleuchten. Dabei hätte sein Profil überdeutlich auffallen müssen. Offenbar klafft hier eine Lücke. Da hat man wohl die Hausaufgaben aus den Erfahrungen vom 11. September nicht vollständig gemacht.

 

Eigentlich überhaupt nicht zu verstehen.

Bearbeitet von speedman
Buchstabendreher und Vertipper
Geschrieben (bearbeitet)

Es wird ja immer verrückter, die restlichen Flugbegleiter sollen die Retter aus der Kabine aufgefordert haben:

 

"Sie haben uns aufgefordert, den Terroristen loszubinden. Wir hatten keine Ahnung, warum", sagtTzvika Manes der US-Zeitung "New York Post". Der Bankmanager gehörte demzufolge zu den Passagieren, die den Copiloten überwältigt haben. Ein zweiter Passagier bestätigt die Darstellung. "Sie haben uns gesagt, dass wir den Terroristen freilassen sollen", sagt der Immobilienmakler Daniel Schlichter. Er war nicht daran beteiligt, den Copiloten zu überwältigen, saß aber in der zweiten Reihe des Flugzeugs und somit ebenfalls nah am Cockpit. "Da wurden wir sofort misstrauisch."

 

Man habe die Flugbegleiter aufgefordert, das Cockpit zu verlassen.

 

mal gespannt, was da noch rauskommt. Hängen da noch mehr mit drin, außer dem Copiloten?

 

Quelle: NTV

https://www.n-tv.de/panorama/Passagiere-Flydubai-Crew-forderte-Freilassung-des-Copiloten-id31378331.html?utm_term=ntv&utm_campaign=post&utm_marketing_tactic=organic_social&utm_medium=echobox&utm_source=Facebook&fbclid=IwdGRjcAUvReBleHRuA2FlbQIxMQBwZG9mBWZkaWQWUPoqirlOLHggIMH0lDW1esNF73bqVnNydGMGYXBwX2lkCjY2Mjg1NjgzNzkAAR7Iu1WeO_M4CLBtR9U09Hi2GS_ujgNumiPgjAZOvEy81bApAVY74orBvqiiCQ_aem_PNl8TVWovSNKUlRji-G5XQ#Echobox=1791108024

Bearbeitet von Windyfan
Textverbesserung, Ergänzung

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde Dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde Dich hier an.

Jetzt anmelden
×
×
  • Neu erstellen...