debonair

Abschaffung der Luftverkehrsteuer

117 posts in this topic

Für einen Link braucht man keine Genehmigung. Nur für eine komplette Abschrift und Wiedergabe.

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Da haben wir ja mal wieder Dialektik vom Feinsten. Bula suggeriert, daß es einen Zusammenhang zwischen der Einführung der Luftverkehrssteuer und den Insolvenzen, bzw, den Problemen bei Air Berlin gibt. Aus meiner Sicht ist das völliger Blödsinn, und ich denke, Bula weiß das natürlich auch. Warum äußert er sich dann aber so?

Einen unmittelbaren Zusammenhang wird es nicht geben, das schließt aber keinen mittelbaren aus. Und der ist jetzt aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht nicht so pauschal von der Hand zu weisen. Für die Margen wird wird das nicht gut gewesen sein.

 

Gruß

Thomas

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In erster Linie im Inland operierende Airline wie aufgezählt sind logischerweise zweimal von der Steuer betroffen gewesen, währenddessen die global oder euopäisch tätigen Airlines die Steuer ja nur beim Abflug entrichten, die Umsteiger hier mal aussen vor gelassen.

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In der heutigen Ausgabe des Bremer Weser-Kurier wird unter dem Titel "Streit über Luftverkehrssteuer" auch der Bremer Flughafenchef Jürgen Bula zitiert. Bula äußert sich dahingehend, daß die Insolvenzenvon OLT Express, Cirrus Airlines und Contact Air allesamt nach Einführung der zusätzlichen Abgabe erfolgt wären. Wörtlich geht es weiter: "Auch Air Berlin spürt die Luftverkehrssteuer."

Da wird mal wieder eine Scheinkorrelation aufgebaut. Zudem ist Contact Air doch gar nicht Insolvent geworden, sondern wurde vielmehr von OLT übernommen, oder?

 

Über die Gründe des scheiterns der anderen genannten haben wir doch hier seinerzeit ausführlich geschrieben. An der Luftverkehrssteuer lag das sicherlich nicht. Und das Argument mit den überwiegend inländischen Operationen mag ich auch nicht gelten lassen. Niemand zwingt eine Fluggesellschaft eine Strecke beizubehalten, wenn sie nicht mehr auskömmlich ist.

Intersky z.B. hat sich mehrfach von Strecken, auf denen sie zunächst erlösmäßig ganz gut hinkamen, verabschieden müssen, weil der Markt sich geändert hat (vgl. Einstieg von 4U auf HAM-FKB). Das ist ganz normales Geschäftsrisiko.

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Für einen Link braucht man keine Genehmigung. Nur für eine komplette Abschrift und Wiedergabe.

 

Das weiß ich auch Du Schlaumeier.  :P

Ich habe aber wörtlich zitiert, und da war mir die Genehmigung des WK schon wichtig.

@ L49

Das sehe ich genauso wie Du. Deshalb auch mein Beitrag.

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Warum das Gestelze? Du darfst sowieso wörtlich zitieren, auch ohne Genehmigung. Quellenangabe genügt.

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Deswegen meine Empfehlung #76.

Ansonsten heißt es auch:

Unterstellungen und Verdächtigungen die nicht überprüft werden können, z.B. durch glaubwürdige Argumentation oder Quellen, werden durch uns entfernt. Wir bitten daher um eine nachvollziehbare Argumentation.

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Deswegen meine Empfehlung #76.

dazu habe ich zwei Empfehlungen:

 

1. Schau in 2.2 der Forenregeln

2. Führt diese Diskussion nötigenfalls per PM oder im dafür vorgesehenen Forenbereich weiter, alle anderen Beiträge zu dem Thema hier werden ohne Kommentar gelöscht.

 

Gruß

Thomas

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Lieber doch erst einmal den SolZ einstellen, bevor hier irgendeine Luftverkehrssteuer eingestellt wird.

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Die Airlines sollten erstmal ihre Kerosinzuschläge, Transaktionsentgelte und andere Phantasiegebühren abschaffen, bevor sie über die Luftverkehrsabgabe meckern, gegen die ich übrigens durchaus auch bin. Der Ölpreis ist auf dem niedrigsten Stand seit Jahren.

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Die Airlines sollten erstmal ihre Kerosinzuschläge, Transaktionsentgelte und andere Phantasiegebühren abschaffen, bevor sie über die Luftverkehrsabgabe meckern, gegen die ich übrigens durchaus auch bin. Der Ölpreis ist auf dem niedrigsten Stand seit Jahren.

 

Sehe ich auch so mit den anderen Gebühren.

Aber, was ich nicht verstehe: die LVS wird doch vom Kunden bezahlt. Die Airline hat doch eigentlich "nur" die Kosten der Weiterleitung des Geldes, oder sehe ich das falsch?

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Die Airlines behaupten, sie könnten die Kosten nicht in voller Höhe durchreichen, weil der schwache Markt das nicht hergibt.

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Die Airlines behaupten, sie könnten die Kosten nicht in voller Höhe durchreichen, weil der schwache Markt das nicht hergibt.

Dafür wird der Kerosinzuschlag doppelt und dreifach durchgereicht...

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Die Airlines behaupten, sie könnten die Kosten nicht in voller Höhe durchreichen, weil der schwache Markt das nicht hergibt.

 

Paul Gregorowitsch, der damalige COO der AB, äusserte sich auf der ITB2012 so, dass die LVA AirBerlin Ende 2011 erledigt hätte, wenn nicht Etihad eingestiegen wäre. Das würde Deine Aussage klar stützen (auch wenn Paul G. nicht der allerhellste Stern am AirBerlin-Himmel war ;-) )

Edited by ramsesp
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Die deutliche Senkung des Ölpreises müsste die Kosten der Abgabe für die Airlines längst aufgefangen haben.

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Paul Gregorowitsch, der damalige COO der AB, äusserte sich auf der ITB2012 so, dass die LVA AirBerlin Ende 2011 erledigt hätte, wenn nicht Etihad eingestiegen wäre. Das würde Deine Aussage klar stützen (auch wenn Paul G. nicht der allerhellste Stern am AirBerlin-Himmel war ;-) )

Damit, dass mit AB ohne Etihad Ende 2011 Schluss gewesen wäre, hat er sicher recht.

Aber mit der LVA hat das nun überhaupt nichts zu tun.

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Damit, dass mit AB ohne Etihad Ende 2011 Schluss gewesen wäre, hat er sicher recht.

Aber mit der LVA hat das nun überhaupt nichts zu tun.

 

Darauf würde ich nicht wetten. Die November-Steuer war am 20.12., die Dezember-Steuer bis 18.12. am 27.12. fällig. Dafür fehlte m.W. schlicht die Liquidität. Und wir reden da schon über einen knapp zweistelligen Millionenbetrag.

Darüber, dass die LVA bei AB nicht die Ursache der Probleme ist, sind wir uns aber sicher einig. Es wäre (ohne Etihad-Geld) eher der Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hätte.

Edited by ramsesp
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Schlechtes Hedging ist kein Problem des Kunden.

 

Wer zahlt's denn am Ende ? 

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Airlines hedgen unterschiedlich gut. Dann nimmt man eben eine Airline, die günstigere Preise anbietet.

 

Der Kommentar gehörte hierzu:

Die deutliche Senkung des Ölpreises müsste die Kosten der Abgabe für die Airlines längst aufgefangen haben.

Edited by Nosig
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Wenn ich den Artikel im WSJ richtig verstanden habe, hedgen die europäischen Airlines gleichermaßen. Also ändert das zumindest von dieser Kostenseite her nichts an der Wettbewerbssituation. Und aus Dublin kamen ja die guten Meldungen unter Einbeziehung der Kerosinpreise (40% der Kosten) und mit Sicherheit auch der Aufrechterhaltung der LVA.

Und weiterhin zur LVA bezogen auf FR: Da die Ticketpreise stark angezogen haben, wird auch der Teil der LVA, der nicht auf den PAX abgewälzt wurde, erheblich kleiner geworden sein. Das Trommeln in Dublin gegen die LVA ist dann doch nur noch Ritual.

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