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bueno vista

20.01.13. FRA: mal wieder Störungen durch Schnee

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Ich habe mal eine ganz ganz blöde Frage:

 

Warum bricht in Deutschland bei ein bischen Schnee und Eis schon der Flugverkehr zusammen, während er in anderen Ländern bei teilweise deutlich mehr Schnee und deutlich niedrigeren Temperaturen reibungsloser weiterläuft?

 

Ich kann das jetzt nur mit skandinavischen Verhältnissen vergleichen und da oben z.B. in Bodö, Bergen, Alta, Östersund etc. werden die mit ganz anderen "Witterungsbedingungen" zu kämpfen haben. Trotzdem werden dort nicht ständig die Flüge gestrichen. Nein dann wird auf dem Vorfeld halt auch mal auf der festgefahrenen Schneedecke gerollt. Die Runways sind selbstverständlich frei und geräumt.

 

Wer kennt den schon:

 

Treffen sich zwei Schneeflocken in der Luft. Fragt die eine: "Na wo willst du hin?" "Nach Grönland. Da kann ich schön lange liegen bleiben. Und du?" "Nach Deutschland" "Was willst du denn da?" "Panik machen"

 

Da ist etwas wahres dran. Zumal weiß man eigentlich, dass einmal im Jahr die Zeit Namens "Winter" kommt und trotzdem sind wird jedes mal wieder überrascht.

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Also im großen und ganzen läuft der Winterbetrieb in Deutschland noch weitgehend geordnet. Wer mal erlebt hat was in UK oder F für ein Chaos losbricht bei Schneefall, weiss was ich meine. Der Vergleich mit Skandinavien und den genannten Airports hinkt insofern etwas, da an den genannten Flughäfen (?) kein vergleichbares Verkehrsaufkommen herrscht wie in FRA oder MUC.

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Bezog sich das auf das Nachtflugverbot?

 

Ja, denn es liegt ja im Ermessenspielraum des diensthabenden Beamten, ob in Härtefällen Ausnahmen genehmigt werden oder nicht.

 

Besondere Milde ließ man im vergangenen Jahr nach einem Mai-Gewitter walten:

In der Nacht von Freitag auf Samstag stellten die Mitarbeiter des hessischen Wirtschaftsministeriums Ausnahmegenehmigungen vom Nachtflugverbot aus. 16 Maschinen durften zwischen 23 Uhr und Mitternacht landen, 42 Flugzeuge konnten in diesem Zeitraum trotz Nachtflugverbots starten, so das Umwelthaus.

 

http://www.op-online.de/nachrichten/frankf...en-2319354.html

 

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Ich finde das enorme Ausmaß der Störungen in D auch beunruhigend. So ein Katastrophenwinter ist es doch gar nicht. Man kann nur hoffen, dass die vermutlich hohen Ausfallkosten eine Neubewertung des Themas Vorsorge bei Personal und Enteisungsgerät bewirken.

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Es gab die letzten Tage einen wirklich ernstzunehmenden Wintereinbruch in Teilen Deutschlands, dass das nicht spur- und ereignislos vorübergeht ist nun nicht verwunderlich. Und dass aufgrund von stärkerem Schneefall der Flugbetrieb zeitweise auch mal eingestellt werden muss passiert nun mal. Es ist halt Winter, da muss man damit rechnen.

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Ich finde das enorme Ausmaß der Störungen in D auch beunruhigend. So ein Katastrophenwinter ist es doch gar nicht. Man kann nur hoffen, dass die vermutlich hohen Ausfallkosten eine Neubewertung des Themas Vorsorge bei Personal und Enteisungsgerät bewirken.

 

Ich denke schon, dass es sich zumindest in Teilen NRW`s um einen Katastrophenwinter handelt. Wann hatten wir denn hier schon Staus von 650 km Länge, morgens? Hier ging es ja nicht um die paar Schneeflocken, Blitzeis hat die Katastrophe herbeigeführt.

 

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Der Vergleich mit Skandinavien und den genannten Airports hinkt insofern etwas, da an den genannten Flughäfen (?) kein vergleichbares Verkehrsaufkommen herrscht wie in FRA oder MUC.

 

Das stimmt zwar, ist aber bei Weitem nicht der einzige Grund für die Unterschiede!

Vor ein paar Wochen war ich bei Schneesturm in Oslo. Beim Rollen zur departure konnte man aus dem Cockpit kaum die taxiwaxys erkennen, die Enteisung dauerte trotz allem gerade einmal gute 5 Minuten (2 step).

In Frankfurt können hierfür schonmal 15min draufgehen, teilweise fragt man sich was der gute Enteiser da gerade macht. Die Expertise in Sachen Enteisung liegt nunmal eher im Norden! Zusammen mit dem hohen Verkehrsaufkommen in FRA und allem was damit zusammenhängt (Bahnschließung wegen Schneeräumung und schon geht es los mit delay usw.) sieht es auf den meisten großen Airports nunmal ähnlich aus wie in FRA! Da muss man das beste draus machen...

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Genau diese fatalistische Sichtweise will sich bei mir einfach nicht einstellen.

Das hat nichts mit Schicksal zu tun, eher mit der Einstellung auf sich ändernde Zustände. Wir haben jetzt nicht tagelange Flugausfälle gehabt, der Betrieb wurde immer wieder aufgenommen. Das sind in meinen Augen einfach Unterbrechungen die hinnehmbar sind. Genau so wie ich meinen Fahrstil bei schlechtem Wetter auf die Umstände einrichte bzw. eine Fahrt u.U. anders plane (später z.B.). So ungern wie es mancher hinnehmen wollen: à la Extrabreit "... wir warten nicht, wir starten" als Wahlspruch zu haben, kann sich ein seriöser Transporteur nicht erlauben. Der Mensch unterliegt den Gegebenheiten der Natur.

 

Nur weil jetzt mal ein bis zwei Tage Beeinträchtigungen ortsweise aufgetreten sind, wundere ich mich noch nicht. Und wenn man beispielsweise mal nach DUS schaut die letzten Jahre, dann erkennt man schnell, dass die Betriebsstörungen zu einem guten Teil auch durch die bodenseitige Sparwut der Flughafengesellschaften bedingt ist. Wenn es in Skandinavien besser läuft, dann liegt das vielleicht auch daran, dass man dort dem ganzen eine höhere Priorität einräumt. Aber die kostet dann auch.

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Es gab die letzten Tage einen wirklich ernstzunehmenden Wintereinbruch in Teilen Deutschlands, dass das nicht spur- und ereignislos vorübergeht ist nun nicht verwunderlich. Und dass aufgrund von stärkerem Schneefall der Flugbetrieb zeitweise auch mal eingestellt werden muss passiert nun mal. Es ist halt Winter, da muss man damit rechnen.

 

 

Denke mal das Problem ist, dass man einfach für solche Fälle zu wenig Personal / Räumgerät / Enteisung etc. bereithält. Hier würden bei höherer Vorhaltung auch höhere Kosten anfallen - diese widerrum will niemand bezahlen.... Ein Teufelskreis.

 

 

Der Vergleich mit Flughäfen in Lappland mit denen in D hinkt natürlich. Bei 10 täglichen Abflügen auf diesen Airports wäre es natürlich schlimm, wenn es nicht laufen würde....

 

Wenn an einem Schneetag in FRA nur 10 Maschinen geplant rausgingen, gäbe es auch keine Probleme....

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Genau darauf wollte ich hinaus. Das Problem ist nicht das Wetter, sondern die absichtlich zu knapp kalkulierte Winter-Infrastruktur. Verkauft wird dem Passagier das Chaos aber als Gott gegebene Naturgewalt.

Nunja, das ist in gewisser Weise diplomatisch. Wäre ja unhöflich zu sagen: "Wenn Sie nicht dauernd eine Nachfrage für Billigangebote anfachen würden, könnten wir den Airlines auch mehr für die Abfertigung berechnen."

 

:P

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Genau darauf wollte ich hinaus. Das Problem ist nicht das Wetter, sondern die absichtlich zu knapp kalkulierte Winter-Infrastruktur. Verkauft wird dem Passagier das Chaos aber als Gott gegebene Naturgewalt.

 

Ich weiß ja nicht, wo Du lebst aber wir hatten hier am Sonntag starken Regen bei minus 2 Grad. Mein Auto hatte einen 2 cm dicken Eispanzer. Das war wohl der Grund für die Schließung am Sonntag. Da keine Parkpositionen mehr verfügbar waren, konnten auch keine Flieger mehr landen. Gestern morgen gab es starke Schneefälle, sodass nicht aufgeholt werden konnte und viele Flieger zu anderen Airports in ganz Deutschland und der Schweiz diverted wurden.

 

Die Situation am Sonntag nachmittag war ganz sicher kein normaler Wintereinbruch. Sowas habe ich seit Jahren nicht mehr erlebt und es wurde ja schon weiter oben thematisiert, was das für die Enteisung bedeutet.

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Tatsache ist doch, dass man weltweit Drehkreuze findet, die bei gleicher Wetterlage nicht komplett zumachen müssen. Vielleicht erwartet man bei uns ein zu gemäßigtes Wetter? Das Kostenargument leuchtet mir ja ein, aber nicht die Behauptung, es seien nun mal Katastrophenbedingungen gewesen. Klar, beim heutigen Betriebsaufkommen und engen Umläufen haut jede Unregelmäßigkeit viel mehr rein.

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Die letzten Tage waren sicherlich schon mehr als nur normaler Winter - meiner Meinung nach auf jeden Fall....

 

Als ich am 12.01.2013 in MUC die Maschine nach Nürnberg betrat, war es wirklich nur leicht am schneien. Pushback war kurz nach 16 Uhr, gestartet sind wir dann mal knapp 17 Uhr.... Also fast eine Stunden in MÜnchen auf dem Vorfeld rumgeeiert und auf die Enteisung gewartet.... Das finde ich dann schon mal eher nicht normal....

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Hallo,

 

ein Problem ist hier sicher auch das Nachtflugverbot, das es an den meisten ausländischen Drehkreuzen halt nicht gibt, dadurch kann man keine Verspätungen mehr aufholen, und alles pflanzt sich noch tagelang auf die nächsten Tage fort.

 

Denn als man am Abend wieder den Betrieb aufnehmen konnte, musste man gleich wieder aufhören, da wegen dem Nachtflugverbot keine Starts- und Landungen mehr zulässig waren. Sonst hätte man sicher noch viele Flüge rausbekommen, v.a. Langstrecken, denen ein nächtlicher Start ja nichts gemacht hätte.

 

Was ich eher verwunderlich fand. Sowohl in AMS als auch LHR gingen gestern wieder Flüge rein und raus, trotzdem wurde praktisch 100% des Angebots zu diesem Flughäfen gestrichen. Wie bringt man nun die ganzen Paxe weg ? Hat man das absichtlich gemacht um anschließend einen A380 oder eine B747 mit den Paxen beider Carrier (LH & BA bzw. LH und KL) auf den Weg zu schicken ???? Nach London kommt man nun mal schlecht auf dem Landweg. Und so viele Flüge wie da gestrichen wurden, müssen es selbst bei nur 50% Auslastung ja mindestens 500-700 Paxe pro Tag gewesen sein, die da betroffen waren

 

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Nur dazu ein Zitat aus der FAZ:

 

.....ähnliche Wetterfolgen hat es seit Anfang der achtziger Jahre nicht mehr gegeben....

 

In Frankfurt und Darmstadt fahren bis heute ( Dienstag ) noch keine Straßenbahnen, die Oberleitungen sind immer

noch vereist. Wer die Situation hier vor Ort nicht erlebt hat, sollte sich mit Kritik etwas zurückhalten.

 

Übrigens in London gab es am Samstag auch Störungen in Heathrow, bei relativ unbedeutendem Schnee.

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Die Problembeiträge wurden entfernt.

Ich lasse mich ja noch überzeugen, dass der gestrige Schlagabtausch im späteren Verlauf(!) vielleicht nicht ganz mit den Forenregeln konform ging. Dass aber meine erste Bitte auf gaviotas oberschlaue Behauptung, andere Drehkreuze würden mit den gleichen Wetterbedingugen klarkommen (die offenbar keinen Problembeitrag darstellt und immer noch dasteht), dies mal zu belegen sowie die Argumente, warum seine Darstellung falsch ist, auch gelöscht wurde, verdeutlicht mal wieder, dass hier sehr großzügig gelöscht wird. Eigentlich will ich es nicht glauben, aber es drängt sich leider auch der Eindruck auf, dass hierbei auch der "Nasenfaktor" eine Rolle spielt. Sei es drum, dieser "Vorfall" verfestigt einmal mehr meine in den letzten Monaten gewonne Meinung über die Entwicklung dieses Forums ...

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dieser "Vorfall" verfestigt einmal mehr meine in den letzten Monaten gewonne Meinung über die Entwicklung dieses Forums ...

 

Gebt uns erst keinen Anlass zu löschen, dann besteht auch keine Gefahr, dass es zu "grosszügig" wird. Mehr ist dazu nicht zu sagen, schon gar nicht zur Verteidigung der Entscheidung.

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