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Gyps_ruepelli

Wasserbomber

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Hallo in die Runde,

 

Die Ereignisse der letzten Wochen in Brandenburg und Schweden haben in mir die Frage aufkommen lassen, ob es nicht sinnvoll wäre, auch in Deutschland eine Flotte von Wasserbombern aufzubauen, wie sie zum Beispiel in Frankreich, Italien, Kroatien und Griechenland vorhanden sind. Verbunden damit kam bei mir die Frage auf, ob die Canadair bzw. Bombardier-Wasserbomber CL-415 eigentlich noch gebaut werden, mithin ob man überhaupt welche bekommen könnte. Und wenn das nicht der Fall ist, dann frage ich mich, welche Flugzeugmodelle sonst noch in Frage kommen. Die Martin Mars, die in Kanada noch im EInsatz ist, ist ja ein Unikat... sonst kommen glaube ich nur noch russische Modelle in Betracht, oder?

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Keine Ahnung,ob das gehen würde, Aber,hätte man nicht auch die Flughafenfeuerwehr von TXL mit ihren sehr effizienten Fahrzeugen während der Nachtflugsverbotszeit (also Punkt 24 Uhr ) direkt über die Autobahn nach Brandenburg schicken können ? Sagen wir mal,Anreise 1 Stunde,Rückreise 1 Stunde, Hätte man von 01-05 4 Stunden am Stück helfen können...

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Nein, weil die Feuerwehr immer Einsatzbereit sein muss ,  für Notfälle gilt nämlich kein Verbot und allein der Pilot entscheidet wo er runter kommt. Also wenn er dass noch kann . 

bearbeitet von ZuGast

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Dit mußt du mir erklären: Ein Pilot entscheidet,wo er runterkommen kann ? Auch zur Nachtruhe? Und warum ist dann vor paar Jahren mal ein Flugzeug in Werneuchen auf einem stillgelegten Flughafen im Sandwall gelandet,weil TXl und SXF vorher Landevebot erteilt hatten ?

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Ein Pilot der Luftnotlage erklärt hat kann sich natürlich "beraten" lassen. Aber sicher kein Landeverbot bekommen.

 

Was zum Beispiel wenn das Flugzeug gerade auf TXL ausgerichtet ist und die Ruder ausfallen , willst du wirklich verlegen dass er nur mit dem ( unterschiedlichen) Schub der Turbinen den Kurs ändert. Nein das wird nicht passieren.

 

Klar dass gezeichnete Bild ist mehr als unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.

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vor 13 Minuten schrieb EDCJ:

Dit mußt du mir erklären: Ein Pilot entscheidet,wo er runterkommen kann ? Auch zur Nachtruhe? Und warum ist dann vor paar Jahren mal ein Flugzeug in Werneuchen auf einem stillgelegten Flughafen im Sandwall gelandet,weil TXl und SXF vorher Landevebot erteilt hatten ?

 

Die Flughäfen waren wegen schlechtem Wetter geschlossen. Das ist noch was anderes als Nachtflugverbot. Da hat der Pilot dann natürlich versucht einen Flughafen zu finden, an dem das Wetter noch passt. Darüber hinaus wussten die Piloten von dem Erdwall am Flugplatz wohl nichts, zumindest waren die Landebahnmarkierungen nicht angepasst. 

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Zum Urprungsthema zurück, ob wir bei unseren Waldbränden unbedingt Löschflugzeuge brauchen, lasse ich mal dahingestellt. In Deutschland ist die Situation eine andere, als zum Beispiel in Griechenland, oder Frankreich. Dort gibt es viele Regionen, die mit Fahrzeugen nicht erreichbar sind, die Bodenbeschaffenheit und Bewuchs ist ein anderer, usw. 

Für den Fall der Brandbekämpfung aus der Luft halten viele Bundesländer Außenlastbehälter für Bundeswehrhubschrauber vor. Bisher kam man damit ganz gut zurecht.

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So am Rande: die Typenzertifikate der Canadair-Wasserbomber unterstehen heute alle Viking Aircraft. Gebaut wird wohl nur noch die CL-415 - wenn überhaupt. Die Website ist diesbezüglich nicht sehr aufschlussreich:

https://aerialfirefighter.vikingair.com/viking-amphibious-aircraft

 

Umgebaute Passagiermaschinen können zwar Unmengen an Löschmittel mitschleppen, haben aber den Nachteil, dass sie zwischen jedem Einsatz landen müssen um mit frischem Löschmittel betankt zu werden. Man "verschwendet" jedesmal einen Cycle auf einem relativ kurzen Flug, die auftretenden Turbulenzen belasten die Zelle zusätzlich massiv. Mal ganz abgesehen davon, dass auf Schnellflug in grosser Höhe hin optimierte Linienjets alles andere als ideal sind, um lansam und im Tiefflug rumzugurken.

 

Bleiben die russischen Modelle: die Berijew Be-200 ist vermutlich das effizienteste Löschflugzeug überhaupt - vielleicht nicht im Blick auf die Kosten, aber in Sinne von maximaler Wasserförderung. Dazu purpose built, also in der Lage, mit den extremen Belastungen umzugehen und gleichzeitig in der Lage, in kurzer Frist an einen neuen Einsatzort verlegen zu können.

 

Ob jedes Land extra Löschflugzeuge vorhalten soll, darf man anzweifeln. Ich würde hier eher eine europäische Lösung begrüssen, mit dem know-how stationiert in den Ländern, für die dies bereits Alltag ist. Also Griechenland, Frankreich, Spanien, etc. Auch waldreiche nordische Staaten, wie Schweden könnten sich hier einbringen. Dazu eine Flotte Be-200, welche als schnelle Eingreiftruppe in kurzer Frist flexibel in ganz Europa agieren kann.

bearbeitet von Luca di Montanari

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Habe gerade mal geschaut: Von der Be-200 sind seit dem Erstflug 1998 erst 13 Exemplare gebaut worden. Ob man da zügig Material bekäme? Oder läuft die Produktion nur in Ermangelung von Aufträgen so langsam?

 

Bzgl. der Deutschen Löschflugzeugstaffel: Gibt's das Dingen noch? Ich meine, die wären in Brandenburg stationiert und ich habe bei den letzten Bränden nichts davon gehört, dass die ihre fliegenden Kamele eingesetzt hätten.

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Soweit ich weiß, brauchen solche Flugzeuge eine freie Wasserfläche von ein paar hundert Metern Länge. Das Steinhuder Meer in Niedersachsen ist während der Waldbrandkatastrophe in der Lüneburger Heide 1975 von französischen CL-215 entsprechend genutzt worden. Wieso sollte es also an Entnehmestellen mangeln? Gerade in der Mitte Deutschlands gibt es mit z.B. dem Edersee doch auch recht große Stauseen, auf denen das möglich sein sollte.

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Stauseen sind aber auch meist in Bergnähe. Da kann es vollgetankt dann Probleme geben. Wenn es sie nicht beim Anflug ohnehin schon gibt. 

Wie gesagt, die Entnahmestellen sind relativ rah. Wenn man eine hat, dann kann es sein, dass viel Zeit für Anflug und Abflug zur Entnahmestelle drauf geht. Ein Hubschrauber ist da einfach flexibler. Da tut es jeder mögliche See, vielleicht schon ein größerer Teich. Und die gibt es ja nun echt überall. 

 

Edit: Das Steinhuder Meer ist da etwas besonders. Ja, drum herum ist es flach. Diesen Sommer wäre es aber auch aus der Rechnung gefallen, die Wassertiefe Betrug gerade mal noch 50cm.

bearbeitet von DE757

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Wie sieht es denn mit großen Flüssen als Entnahmestellen aus? Der Unterlauf der Elbe sollte alle Mal breit genug sein und der Rhein nördlich von Duisburg auch. Dort gibt es auch nur noch sehr wenige Brücken. Voraussetzung wäre natürlich eine Sperrung für den Schiffsverkehr.

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vor 47 Minuten schrieb Gyps_ruepelli:

Wie sieht es denn mit großen Flüssen als Entnahmestellen aus? Der Unterlauf der Elbe sollte alle Mal breit genug sein und der Rhein nördlich von Duisburg auch. Dort gibt es auch nur noch sehr wenige Brücken. Voraussetzung wäre natürlich eine Sperrung für den Schiffsverkehr.

Und lange schnurgerade Abschnitte. Und eine hindernisfreie Anfliegbarkeit dieser Abschnitte. Und genügend Wassertiefe. Ein Zusammentreffen all dieser Bedingungen dürfte auszuschließen sein.

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