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Aktuelles zum Flughafen Lübeck


D-AHIC

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Die Überschrift des Artikels ist natürlich grober Unsinn...Nicht die SPD läßt den Airport pleite gehen, sondern die mangelnden Einkünfte.

Auch die soviel bejubelte Zusammenarbeit mit dem Flughafen Hamburg hat nichts gebracht und einen Käufer wird man wohl auch nicht finden in absehbarer Zeit. Und zu den Mitarbeitern, es ist Unsinn, Arbeitsplätze zu erhalten, die ihre Kosten nicht einspielen und von den 85 Mitarbeitern sind eh allzuviele in prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt.

 

Einzige Möglichkeit wäre vielleicht, einen lowcost carrier wie Easyjet oder auch OLT zu animieren, dort tätig zu werden mit einer Basis anstelle von HAM. (ryanair ist als Airline einfach ungeeignet, einen Airport dauerhaft am Leben zu erhalten...billig billig ist eben nicht immer und überall die richtige Lösung).

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ja, meine das aus Sicht des öffentlichen Angebotes. Einfach "in insolvenz" gehen lassen wirkt da wenig strukturiert. Und einfach so den 85 direkt Betroffenen sagen "ihr werd hier nicht mehr gebraucht, dahinten das das Amt mit dem großen A" ist auch nicht die Lösung. Es hat halt alles ein Pro und Contra....

 

(wenngleich in der Privatwirtscahft längst der Sargdeckel drauf wäre)

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Und was wäre deine Antwort? Weitermachen bis zum Sankt Nimmerleinstag oder dem Deutschen Staatsbankrott?

 

Sorry, aber Fässer ohne Boden kann man nicht füllen, also sollte man nach einiger Zeit (in der man feststellt dass es eins ist) es aufgeben. Und zu den Mitarbeitern, die sollten ehr danke sagen dass die Lübecker Bürger ihnen so lange den Arbeitsplatz bezahlt haben.

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ja, meine das aus Sicht des öffentlichen Angebotes.

 

Welche konkreten Verpflichtungen siehst Du denn da? Der Flughafen ist nicht mit einer Dorfbushaltestelle, die die Verbindung in die Großstadt sicherstellt, zu vergleichen. An welchen für Lübeck wichtigen Ort kommt man ohne Flughafen Lübeck nur mit unvertretbar hohem Aufwand?

 

Einfach "in insolvenz" gehen lassen wirkt da wenig strukturiert.

Welche Alterantive siehst Du? Jedes Jahr wird das Defizit höher, eine Trendwende ist nicht in Sicht.

 

Und einfach so den 85 direkt Betroffenen sagen "ihr werd hier nicht mehr gebraucht, dahinten das das Amt mit dem großen A" ist auch nicht die Lösung.

Welche Alternative siehst Du (bitte sag jetzt nicht "Beschäftigungsgesellschaft")? Es wäre sogar billiger, den Flughafen zu schließen und den 85 Leuten weiterhin ihr volles Gehalt zu zahlen als den Laden weiterzubetreiben.

 

Entweder ist der Flughafen wichtig genug, um das Defizit zu rechtfertigen oder nicht (womit wir wieder beim Beispiel Dorfbushaltestelle wären).

 

 

 

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Ist der Hafen in Lübeck eigentlich profitabel? Oder der in Travemünde? Wie wird das dort gehandhabt?

es geht ja nicht darum, eine Infrastruktur vorzuhalten, das ist in der Tat eine staatliche Aufgabe, die Frage ist aber, ob ein Airport für eine Stadt wie Lübeck wirklich zu den Notwendigkeiten gehört. Dass ist in Anbetracht der Tatsache, daß HAM weniger als 90km entfernt liegt nicht wirklich zu bejahen. Und natürlich kann ein Hafen pleite gehen bzw. weder Lübeck noch Travemünde werden subventioniert im Sinne der Aufrechterhaltung ihres Betriebes.

Lübeck hat ohne integrierter Bestandteil des Airport HAM als Komplentärflughafen z.b. keine Zukunft; und da hier leider nichts getan wird, kann das nicht funktionieren.

 

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Ist der Hafen in Lübeck eigentlich profitabel? Oder der in Travemünde? Wie wird das dort gehandhabt?

Der Hafen in Lübeck ist es. Nachzulesen hier. Zitat von Seite 139: "Die Finanzierung der Investitionen erfolgt aus dem operativen Cash Flow. Eine wesentliche Kreditaufnahme ist nicht vorgesehen."

 

Lübeck hat ohne integrierter Bestandteil des Airport HAM als Komplentärflughafen z.b. keine Zukunft; und da hier leider nichts getan wird, kann das nicht funktionieren.

Aus welchen Gründen sollte HAM einen Komplementärfkughafen benötigen? Wie sollte so eine Komplementärfunktion überhaupt aussehen?

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  • 2 Wochen später...

Da es hier um den Flughafen Lübeck geht und der neue Thread eher allgemein gehalten und nur auf LC ausgerichtet ist, poste ich das mal hier.

Zum Thema wirtschaftliche Bedeutung des Airport Lübeck empfehle ich die veröffentlichte Meinung eines der erfolgreichsten Unternehmers in der Hansestadt, der seinen Firmensitz in unmittelbarer Nähe zum Flughafen hat.

 

Firma Euroimmun: Stellungnahme zum Flughafen Lübeck

 

Während in RLG gerade vor einem Monat ein neues Vorfeld für über 3 Mio Euro (mit 90% Förderung vom Land) eingeweiht wurde, hat die neue Regierung in Schleswig-Holstein gerade jegliche Förderung für Flughäfen und Verkehrslandeplätze im Land ersatzlos gestrichen. Da kann man als Unternehmer im Osten Schleswig-Holsteins schon mal "ins Grübeln kommen".

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Ich frage mich auch welcher Unternehmer so schlau ist und seine Aktivitäten und vor allem Standortentscheidungen an einem Low Cost-Airport ausrichtet. Das Angebot an Zielen und die Flugzeiten sind quasi unberechenbar und aus diesem Grund ist für mich eine Low Cost Flughafen auch kein Standortfaktor für Unternehmen. Zum Glück gibt es auch Unternehmer die weitsichtiger sind und nicht die eigenen Bedürfnisse als Gemeinwohl deklarieren. Beispiel aus Dortmund:

http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/s...-id2476108.html

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Wer die Ausführungen von Prof. Dr. Stöcker von Euroimmun genau gelesen hat, wird feststellen, dass es ihm nicht um LBC als Low-Cost-Airport geht,

Es wäre daher dringend geboten, dass Lübeck ... einen Flugverkehr zu mehreren Großflughäfen organisiert.

...

Die Existenz des Airports wird nicht dadurch gerechtfertigt, dass die Hamburger von Lübeck aus zu günstigen Tarifen ihre Ferienziele erreichen – was heute vielleicht die meisten Passagiere bringt.

...

Dazu brauchen wir die direkte Anbindung Lübecks an mehrere große Flughäfen.

sondern, dass die Wirtschaftsregion Lübeck (endlich) eine adäquate Anbindung an einen deutschen oder europäischen Hubflughafen erhält, um die Marktferne der Unternehmen und der Tourismusstandorte der Region ein wenig auszugleichen.

Aber das klappt natürlich nur, wenn alle an einem Strang ziehen, und auch politischer Rückenwind vom Land da ist (s. Rostock-Laage).

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Wer die Ausführungen von Prof. Dr. Stöcker von Euroimmun genau gelesen hat, wird feststellen, dass es ihm nicht um LBC als Low-Cost-Airport geht,

 

sondern, dass die Wirtschaftsregion Lübeck (endlich) eine adäquate Anbindung an einen deutschen oder europäischen Hubflughafen erhält, um die Marktferne der Unternehmen und der Tourismusstandorte der Region ein wenig auszugleichen.

Aber das klappt natürlich nur, wenn alle an einem Strang ziehen, und auch politischer Rückenwind vom Land da ist (s. Rostock-Laage).

 

Ob Lübeck an einen Hub angebunden wird entscheiden die Airlines und nicht die Politik. Das hat Lübeck mit vielen anderen Regionalflugäfen gemeinsam. Und im Unterschied zu Rostock liegt Lübeck nun mal wesentlich näher an einem größeren Flughafen.

Es ist immer wieder amüsant zu sehen, wie in der Nähe von Regionalflughäfen Politiker oder eben auch Unternehmer die Entwicklung des Luftverkehrsmarktes einfach nicht zur Kenntnis nehmen wollen und ihre eigene Region als megawichtigen Ort in der Mitte einer bedeutenden Wirtschaftsregion sehen möchten.

Die Ausführungen von Prof. Stöcker könnten also genauso gut aus Kassel stammen.

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Mit Sicherheit gäbe es neben HAM noch einen Bedarf für einen "Ryanair/Wizzair"-Flughafen". Das Problem bei Lübeck ist schon lange, dass sich die Stadt selber nicht einig darüber ist, was sie eigentlich will. Entweder man investiert, sieht das als Infrastrukturförderung und zieht es richtig durch. Oder eben nicht. Himmlische Ruhe. Auch legitim.

 

Die Probleme entstehen durch die Unentschlossenheit. Deswegen hatte man auch auf dieses krude Investorenmodell gewählt, was jetzt einen vertraglichen Trümmerhaufen hinterlässt. Als erstes müsste man sich einfach mal entscheiden, wohin die Reise gehen soll.

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Mit Sicherheit gäbe es neben HAM noch einen Bedarf für einen "Ryanair/Wizzair"-Flughafen". Das Problem bei Lübeck ist schon lange, dass sich die Stadt selber nicht einig darüber ist, was sie eigentlich will. Entweder man investiert, sieht das als Infrastrukturförderung und zieht es richtig durch. Oder eben nicht. Himmlische Ruhe. Auch legitim.

 

Die Probleme entstehen durch die Unentschlossenheit. Deswegen hatte man auch auf dieses krude Investorenmodell gewählt, was jetzt einen vertraglichen Trümmerhaufen hinterlässt. Als erstes müsste man sich einfach mal entscheiden, wohin die Reise gehen soll.

 

Na ja, man wird schon auch auf die Kosten schauen müssen. Zum einen ist die Stadt Lübeck am Rande der Pleite, zum anderen wird es keinen Low-Cost-Flughafen geben können, der dauerhaft Zuschüsse zum laufenden Betrieb erfordert. Das wird EU-beihilferechtlich problematisch.

Auch im Low-Cost-Segment sind die Jahre großartigen Wachstums vorbei und vor diesem Hintergrund bestehen große Zweifel daran, dass ausgerechnet Lübeck die Ausnahme davon sein sollte.

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Stimmt schon. Aber was hat man alles in Häfen, Werften und Zonenrandhilfe gepumpt? Ist einfach eine Abwägungsfrage. Die müssen sich nur entscheiden.

Solche strategischen Fragen reichen weit über eine Legislaturperiode hinaus, erfordern Fachwissen und einen Gesamt-Überblick und deswegen tut sich die Lokalpolitik so schwer damit. Zumal es in Lübeck sehr geräuschvolle Lärmgegner gibt.

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