101er Geschrieben 8. März Melden Geschrieben 8. März (bearbeitet) @Jochen Hansen Dein unerschütterlicher Optimismus zu neuen Routen der LH ab Berlin passt einfach nicht in die momentane Weltlage-Situation. Die LH-Group hat gerade großes Marktpotenzial an ihren Hubs, weil die Routen über den mittleren Osten schwächeln. Das Schwächeln wird länger anhalten, selbst wenn der akute Konflikt sich beruhigt. Umsteigen in Dubai hat einen Imageschaden bekommen. Und die Hubs der LH bieten auch noch Platz für Wachstum, die LH braucht Berlin nicht (außer natürlich den Markt dort abzugreifen). FRA hat durch das T3 auch an T1/T2 mehr Kapazitäten frei. MUC hat auch ausgebaut. In VIE gab es Rückzüge der LowCoster. Da wird man keine Langstrecken-Routen selber ab Berlin auflegen. Die A320er/ künftige B737-Flotte der Eurowings bekommt vielleicht einige neue (Winter-)Ziele als Alternative zum Orient (z.B. Marokko, Kapverden). Selbst mit viel Berliner Lokalpatriotismus kann ich mir bestenfalls nur vorstellen, dass man ab 2027 ab Berlin - unter der Marke Eurowings - mit der reichweitenstärksten Mittelstreckenmaschine (737 800 max) in andere Hubs der Star-Alliance wie Addis Abbeba fliegt, aber auch nur, wenn die Konkurrenz im Orient dann immer noch am Boden ist. Den Rest des wegfallenden Nahost-Umsteiger-Marktes müssten externe Star-Alliance-Partner wie AirIndia abdecken. Da sehe ich durchaus Potential. Bearbeitet 8. März von 101er 1
oldblueeyes Geschrieben 9. März Melden Geschrieben 9. März Es macht keinen Sinn Projektionen von Annodazumal zu bemühem. Vieles was zum Zeitpunkt der Einschätzungen richtig war, ist aus heutiger Sicht falsch. Air Berlin gibt es nicht mehr. Norwegians Modell mit dezentraler Langstrecke hat nicht funktioniert. Easyjet ist statt zu wachsen, am Standort geschrumpft. Gleichzeitig ist die verpönte Lufthansa via Eurowings und alle Zubringer der Hirsch am Platz geworden. Auch wieder eine Mommentaufnahme. Wer im Züge der Konsolidierung auf die Lufthansa schaut, sollte mal eine andere Region als interner Wettbewerber betrachten. Die Lombardei+Piemont, die vom Flughafen Malpensa bedient werden, haben15 Mio Einwohner. Linate ist bezgl. Wachstum begrenzt. Irgendwann wird Italien auch ein Heimatmarkt der Lufthansa, auch für Eurowings.
101er Geschrieben 9. März Melden Geschrieben 9. März @oldblueeyes Es gibt keine dominante Airline-Gruppe am Berliner Markt. Auch die LH-Group ist dies nicht, obwohl sie mit Eurowings im Point-to-Point gewachsen ist und ihre vier starken Zubringer-Strecken (FRA, MUC, ZRH, VIE) hat. Die LH / Eurowings muss sich im Europaverkehr der Konkurrenz von Easyjet, Ryanair und den ganzen Netzwerkairlines behaupten. Und auch bei der Langstrecke sind die Anbindungen zu etlichen Konkurrenz-Hubs (AMS, CDG, IST, LHR, MAD, CPH...) gut ausgebaut. Lombardei / Piermont hat ja eine ähnliche Situation wie Berlin, auch dort gibt es keinen dominanten Marktplayer. Ryanair ist sehr stark in Bergamo, Easyjet in Malpensa, ITA in Linate, viele andere Airlines sind auch aktiv. Natürlich sind die Zahlen dort insgesamt höher als Berlin, (mehr Einwohner, auch als Zielmarkt ist Norditalien sehr relevant). Das wird die LH-Gruppe sicher auch als Kernmarkt ansehen, eventuell auch für Ita oder Eurowings oder Discover oder die nächste Tochter. Deswegen sollte man hier in Berlin nicht so blauäugig sein und denken, dass LH bei Erweiterungen des Angebots zuerst (oder gar nur) nach Berlin schauen muss. Gleichwohl gibt es relativ positive Entwicklungen im Berliner Markt (Wirtschaftsentwicklung; Tourismus; Reiseverkehr der Regierung / internationaler Organisationen in Berlin), die den Berliner Markt auch für die LH wieder interessanter machen.
oldblueeyes Geschrieben 10. März Melden Geschrieben 10. März Ich habe auch nicht behauptet dass LH dominant ist. Nur das sie ein Primus ist. Und fakt ist, dass LH Berlin als "dezentral" sieht und entsprechend wird man die Allokation innerhalb der LH auch machen. Das ist nicht in gut/schlecht zu bewerten, sondern zeigt in welcher Richtung die Verantwortlichen Neugeschäft generieren müssen. 2
Pad81 Geschrieben 11. März Melden Geschrieben 11. März Naja, eine Diskussioon, die aufflammt, weil man e nicht geschafft hat den Flughafen zu eröffnen als man nen Carrier hatte, der all diese Bedürfnisse hätte stillen wollen... Denke es sind dann mal Folgeschäden.
Alibaba1408 Geschrieben 11. März Melden Geschrieben 11. März 6 hours ago, Pad81 said: Naja, eine Diskussioon, die aufflammt, weil man e nicht geschafft hat den Flughafen zu eröffnen als man nen Carrier hatte, der all diese Bedürfnisse hätte stillen wollen... Denke es sind dann mal Folgeschäden. Sicherlich. Zur Eröffnung passte der Flughafen eigentlich nicht mehr zur Nachfrage, die charakterisiert war durch: 1) Dem Fehlen einer Hub-Airline wie Air Berlin 2) Einer grds. hohen P2P Nachfrage Der de facto Neubau eines Flughafens „auf der grünen Wiese” war vor dem Hintergrund der Hub-Bestrebungen richtig und wäre vlt. auch aufgegangen, hätte AB länger durchgehalten oder wäre der Flughafen rechtzeitig bzw. früher fertig geworden. Ohne Hub Airline hat der BER aber einen riesigen Nachteil: Die Lage. Ohne jetzt ein Loblied auf die alten Flughäfen singen zu wollen, aber praktisch jede Person mit der man über den Flughafen Tegel spricht gerät ins Schwärmen über die gute Lage bzw. wie viel schneller man in der Stadt war. Tegel war a) sicherlich etwas kompakter und b) auf jeden Fall näher dran. Die ÖPNV Anbindung war sicherlich nicht gut, aber für den prototypischen Geschäftsreisenden, der sich ein Taxi nimmt, war das super. Wenn man mal das Brandenburger Tor als Referenz nimmt, dann scheint es gegen 17:15 (heute) knapp 18 Minuten schneller von Tegel als vom BER zu gehen. Das sind - wenn wir das mal als Nettoersparnis bei der Anreise unterstellen - schon einmal knapp 40 Minuten hin und zurück. Dazu dann die Zeit, die durch die Kompaktheit des Flughafens gespart wurde. Diese - unterstellen wir mal - min. eine Stunde extra round-trip kommt dem Flughafen im typischen Business P2P jetzt teuer zu stehen. Diese Stunde kann die Bahn halt schon massiv attraktiver machen (günstiger, man kann einigermaßen durchgehend arbeiten etc.). Retrospektive Bewertungen sind immer einfach, aber vermutlich wäre es gar keine so schlechte Idee gewesen, Tegel als City-Airport zu behalten. Die vorhandenen Flüge hätten dann auch als unechte Zubringer für den Long-haul Sektor dienen können, man hätte also de facto P2P Ziele mit Business Fokus und Long-haul Ziele angeboten. Alles andere - insbesondere leisure und LCC - hätte man an einem ausgebauten Airport Schönefeld abwickeln können, den man bei Bedarf zu einem Hub hätte ausbauen können. Aber das ist im Nachgang immer einfach zu sagen. 1
OliverWendellHolmesJr Geschrieben 11. März Melden Geschrieben 11. März vor einer Stunde schrieb Alibaba1408: Der de facto Neubau eines Flughafens „auf der grünen Wiese” war vor dem Hintergrund der Hub-Bestrebungen richtig und wäre vlt. auch aufgegangen, hätte AB länger durchgehalten oder wäre der Flughafen rechtzeitig bzw. früher fertig geworden. Der Flughafen wurde ja nicht auf der grünen Wiese gebaut sondern als Erweiterung des bestehenden Flughafens. Und man hat sich den schlechtesten aller betrachteten Standorte ausgewählt. Die Alternative Grüne Wiese hat man aus den unterschiedlichsten Gründen ausgeschlossen. Unter anderem weil man BER nicht als Hub geplant hat sondern als O&D Flughafen. Und weil man erkannt hat, dass zwei Flughäfen für die Region nicht kostendeckend zu betreiben gewesen wäre, was in der wesentlich reicheren Region Lombardei schon suboptimal ist. Der Wunsch von Wowereit und anderen Fuschern, im Fortgeschritten Baustadium den Flughafen Richtung Hub weiterzuentwickeln hat zusammen mit anderen Ideen, unter anderem der Idee von Herr Wowereit, dass er besser Flughäfen bauen kann als Hochtief und viele andere, dann das 13-jährige Verspätungsdesaster verursacht.
eher selten Geschrieben 12. März Melden Geschrieben 12. März (bearbeitet) Der Schallschutz für Tegel auf BER Niveau hätte 2 Milliarden € gekostet, die Sanierung von Tegel circa 1 Milliarde. Von den Kosten eines Betriebs zweier Flughäfen ganz zu schweigen. Und dass alle Berliner Tegel eine Träne nach weinen, kann man glauben,, kann man aber auch nicht glauben. genau wie die story, dass jetzt alle in der Stunde länger brauchen. so oder so, der Drops ist gelutscht jetzt sieht es in Berlin halt Flughafen-mäßig aus wie überall auf der Welt, Bearbeitet 12. März von eher selten
Alibaba1408 Geschrieben 12. März Melden Geschrieben 12. März 6 hours ago, eher selten said: Der Schallschutz für Tegel auf BER Niveau hätte 2 Milliarden € gekostet, die Sanierung von Tegel circa 1 Milliarde. Von den Kosten eines Betriebs zweier Flughäfen ganz zu schweigen. Und dass alle Berliner Tegel eine Träne nach weinen, kann man glauben,, kann man aber auch nicht glauben. genau wie die story, dass jetzt alle in der Stunde länger brauchen. so oder so, der Drops ist gelutscht jetzt sieht es in Berlin halt Flughafen-mäßig aus wie überall auf der Welt, Damit hast du Recht. Wie gesagt, über das Hypothetische retrospektive zu spekulieren, ist immer einfach.
oldblueeyes Geschrieben 12. März Melden Geschrieben 12. März Ich glaube das man hier zu viel vorselektierte Romantik mit einbaut. Tegel war ok als Westflughafen der 70er und 80er Jahre, aber in den 2000er schon überlaufen. Man merkte schnell dass ein 180 Sitzer auf der Kurzstrecke nicht mehr der Dimensionierung des Gebäudes entsprach. Die Infrastruktur in Schönefeld zu nutzen war richtig, aber es dauert auch bis sich Unternehmen am östlichen Teil der Stadt ansiedeln. Viele Geschäftswege aren ja historisch auf der Westseite oder in Mitte angesiedelt. Und bezgl. der Wege zu City - das Grundproblem hier ist die fehlende Weitsicht der Systemträger - unpassende Anbindungen ans ICE Netz gibt es auch in München, Köln liegt auch auf der "falschen" Rheinseite von der Anbindung her usw.
JSQMYL3rV Geschrieben 12. März Melden Geschrieben 12. März Tegel A war zu klein und nicht mehr zeitgemäß. Eine Sanierung hätte wahrscheinlich dazu geführt, dass es zentrale Sicherheitskontrollen und eine Shoppingmall gibt. Damit wäre auch der Vorteil bzw Charme weg. Ich bin leider nur von C geflogen und das war halt eher HHN Niveau. Hier hätte man ein komplett neues Terminal bauen müssen und wäre damit beim BER 2.0
OliverWendellHolmesJr Geschrieben 12. März Melden Geschrieben 12. März vor 9 Stunden schrieb oldblueeyes: Die Infrastruktur in Schönefeld zu nutzen war richtig, [...] Und bezgl. der Wege zu City - das Grundproblem hier ist die fehlende Weitsicht der Systemträger - unpassende Anbindungen ans ICE Netz [...] Was ein Quatsch: Man macht eine Standortanalyse mit dem Ergebnis, dass Schönefeld der schlechteste aller Standorte ist. Baut trotzdem dort und dann ist die fehlende "Weitsicht" schuld an der unpassenden Anbindung ans ICE Netz. 2
Patrick W Geschrieben 12. März Melden Geschrieben 12. März vor 2 Stunden schrieb OliverWendellHolmesJr: Was ein Quatsch: Man macht eine Standortanalyse mit dem Ergebnis, dass Schönefeld der schlechteste aller Standorte ist. Baut trotzdem dort und dann ist die fehlende "Weitsicht" schuld an der unpassenden Anbindung ans ICE Netz. Bin ich nicht der Meinung! Die Berliner Flughäfen hatten mit mehreren Airline Pleiten in den letzten 35 Jahren einfach Pech!
8stein Geschrieben 12. März Melden Geschrieben 12. März (bearbeitet) vor 2 Stunden schrieb OliverWendellHolmesJr: Was ein Quatsch: Man macht eine Standortanalyse mit dem Ergebnis, dass Schönefeld der schlechteste aller Standorte ist. Baut trotzdem dort und dann ist die fehlende "Weitsicht" schuld an der unpassenden Anbindung ans ICE Netz. Was ein Quatsch: Schaut man sich die Studie tatsächlich mal an, z.B. bei den absoluten BER-in-Schönefeld-Fanboys von BERtrug, so zeigt sich das Schönefeld von allen betrachteten Standorten in Bezug auf die Verkehrsanbindung der beste Standort war. Insgesamt am schlechtesten schneidet er vor Allem auf Grund der Umwelt- und Anwohnerauswirkungen ab, sowie der “Technischen Flughafenplanung” (vermutlich weil man nicht “auf der Grünen Wiese” arbeitet 🤔) Ist ja auch irgendwie logisch, es ist der eindeutig stadtnächste betrachtete Standort. Das Gejammer der Westalgiker und TXL-Fans (die den A-Ring in der Endphase, wenn mal wieder 3xA321 = 600 Passagiere mit Abflug innerhalb von 45 Minuten durch ein bis maximal zwei SiKo-Schleusen mussten, vermutlich schon lange nicht mehr benutzt hatten) will ich mir gar nicht vorstellen, wäre der Flughafen jetzt nicht am Stadtrand sondern gar irgendwo in Südbrandenburg… Bearbeitet 12. März von 8stein 3
Netzplaner Geschrieben 13. März Melden Geschrieben 13. März vor 12 Stunden schrieb 8stein: Das Gejammer der Westalgiker und TXL-Fans (die den A-Ring in der Endphase, wenn mal wieder 3xA321 = 600 Passagiere mit Abflug innerhalb von 45 Minuten durch ein bis maximal zwei SiKo-Schleusen mussten, vermutlich schon lange nicht mehr benutzt hatten) will ich mir gar nicht vorstellen, wäre der Flughafen jetzt nicht am Stadtrand sondern gar irgendwo in Südbrandenburg… Meine vollste Zustimmung. Ich wundere mich immer wieder über Jubelperser, die die dezentralen Sikos in dieser überdimensionierten Hundehütte gefeiert haben. 45-60 Minuten Wartezeit war für den Feierabend-Flug nach FRA Standard. Da hat man sich regelrecht nach der Frankfurter Effizienz (in 2019!!!) zurückgesehnt.
Patrick W Geschrieben 13. März Melden Geschrieben 13. März vor 3 Stunden schrieb Netzplaner: Meine vollste Zustimmung. Ich wundere mich immer wieder über Jubelperser, die die dezentralen Sikos in dieser überdimensionierten Hundehütte gefeiert haben. 45-60 Minuten Wartezeit war für den Feierabend-Flug nach FRA Standard. Da hat man sich regelrecht nach der Frankfurter Effizienz (in 2019!!!) zurückgesehnt. Gehe ich voll für war Tegel immer eine katastropher ! Zu eng zu voll und zu schlecht an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen! Aber viele West Berliner sind eben ein Völkchen für sich! Die sich zur Zeit der Stadtteilung zurücksehnen!
barti103 Geschrieben 13. März Melden Geschrieben 13. März vor einer Stunde schrieb Patrick W: Gehe ich voll für war Tegel immer eine katastropher ! Zu eng zu voll und zu schlecht an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen! Aber viele West Berliner sind eben ein Völkchen für sich! Die sich zur Zeit der Stadtteilung zurücksehnen! Gebe ich Dir insoweit recht, TXL war eine Katastrophe, ich weine dem keine Träne nach. Das einzig bessere gegenüber dem BER war die Besucherterasse. Als West-Berliner sehne ich mich aber nicht in alte Zeiten zurück, der BER ist ein wirklich guter Airport, stadtnah, großzügig geplant, gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden und er hat im Gegensatz zum früheren TXL noch jede Menge Ausbaupotenzial und er ist (zumindest für mich aus Steglitz) genauso schnell zu erreichen wie früher TXL, da macht sich die neue FEX Verbindung über die Dresdner Bahn sehr bemerkbar. Der BER kann und wird in Zukunft weiter wachsen und außerdem immer weiter optimiert werden, da bin ich ganz sicher. In gar nicht allzuferner Zukunft wird er genauso eine Cashcow für seine Anteilseigner wie das früher TXLwar.
Alibaba1408 Geschrieben 19. März Melden Geschrieben 19. März https://www.airliners.de/air-india-peilt-deutschland-fluege-berlin-visier/86540 Air India möchte im Deutschlandmarkt wachsen, Berlin wurde dabei konkret als mögliches Ziel genannt. Das dürfte sicherlich nicht überraschen, schließlich ist es der drittgrößte Flughafen Deutschlands und hat im Gegensatz zum zweitgrößten München (ebenfalls nicht von Air India bedient) keine Indien Flüge (von MUC fliegt LH als Star Alliance Partner drei Städte an). Laut Artikel leben ca. 55.000 indische Staatsangehörige in Berlin. Das ist grundsätzlich ja schon einmal eine gute Basis, in Städten im erweiterten Großraum Berlin kommen sicherlich noch einmal einige dazu. Die Frage ist natürlich, ob es vorrangig überdurchschnittlich gut verdienende indische Fachkräfte sind oder (sorry für die Stereotype) prekär beschäftigte Lieferando Fahrer. Die Zahl indischer Studenten in Deutschland ist inzwischen ja wohl relativ groß, es bleibt also etwas unklar, wie kaufkräftig diese Gruppe ist. Bei derzeit bis zu vier täglichen Flügen auf FRA-DEL könnte der non-stop Aufschlag für Berlin Flüge relativ hoch sein. Auch wird im Interview angedeutet, dass es schwierig sein könnte, vernünftige Slots zu erhalten. Ich bin mal gespannt, was daraus in den nächsten Jahren wird. Mit dem Wegbrechen der ME3 auf mittlerer Sicht ändert sich vielleicht ja auch noch etwas in der Marktdynamik.
Patrick W Geschrieben 19. März Melden Geschrieben 19. März Ich bin skeptisch, ob sich das durchsetzt. Vietnam Airlines hätte in Berlin da mehr Potenzial!
spandauer Geschrieben 19. März Melden Geschrieben 19. März vor 40 Minuten schrieb Patrick W: Ich bin skeptisch, ob sich das durchsetzt. Vietnam Airlines hätte in Berlin da mehr Potenzial! Warum zum Teufel muss das eine denn das andere ausschließen?
barti103 Geschrieben 19. März Melden Geschrieben 19. März vor einer Stunde schrieb Patrick W: Ich bin skeptisch, ob sich das durchsetzt. Vietnam Airlines hätte in Berlin da mehr Potenzial! Warum nicht Beide? Ich bin bei VN aber wesentlich skeptischer, ob die Berlin als Ziel auswählen, viel wahrscheinlicher ist Viet Jet VJ, die haben BER für ihre Europaexpansion auf der Agenda.
101er Geschrieben 19. März Melden Geschrieben 19. März vor 5 Stunden schrieb Alibaba1408: https://www.airliners.de/air-india-peilt-deutschland-fluege-berlin-visier/86540 Air India möchte im Deutschlandmarkt wachsen, Berlin wurde dabei konkret als mögliches Ziel genannt. Das dürfte sicherlich nicht überraschen, schließlich ist es der drittgrößte Flughafen Deutschlands und hat im Gegensatz zum zweitgrößten München (ebenfalls nicht von Air India bedient) keine Indien Flüge (von MUC fliegt LH als Star Alliance Partner drei Städte an). Laut Artikel leben ca. 55.000 indische Staatsangehörige in Berlin. Das ist grundsätzlich ja schon einmal eine gute Basis, in Städten im erweiterten Großraum Berlin kommen sicherlich noch einmal einige dazu. Die Frage ist natürlich, ob es vorrangig überdurchschnittlich gut verdienende indische Fachkräfte sind oder (sorry für die Stereotype) prekär beschäftigte Lieferando Fahrer. Die Zahl indischer Studenten in Deutschland ist inzwischen ja wohl relativ groß, es bleibt also etwas unklar, wie kaufkräftig diese Gruppe ist. Bei derzeit bis zu vier täglichen Flügen auf FRA-DEL könnte der non-stop Aufschlag für Berlin Flüge relativ hoch sein. Auch wird im Interview angedeutet, dass es schwierig sein könnte, vernünftige Slots zu erhalten. Ich bin mal gespannt, was daraus in den nächsten Jahren wird. Mit dem Wegbrechen der ME3 auf mittlerer Sicht ändert sich vielleicht ja auch noch etwas in der Marktdynamik. Die Slotproblematik im Interview bezog sich aber nicht auf den BER.
Alibaba1408 Geschrieben 19. März Melden Geschrieben 19. März 3 minutes ago, 101er said: Die Slotproblematik im Interview bezog sich aber nicht auf den BER. Das ist richtig, sie bezog sich auf die indischen Flughäfen.
Jochen Hansen Geschrieben 21. März Melden Geschrieben 21. März Am 19.3.2026 um 15:38 schrieb 101er: Die Slotproblematik im Interview bezog sich aber nicht auf den BER. Moin, ich gehe davon aus, dass die LH dafür sorgen wird, dass sein *A Partner zuerst München anfliegen, bzw. AI auch dahin drängen wird, zuerst ab FRA/MUC weitere Destinationen hinzukommen, bevor Berlin dran ist. War bisher auch immer so und ist aus LH Sicht auch nachvollziehbar. Gruß, Jochen
spandauer Geschrieben 21. März Melden Geschrieben 21. März Könnte in dem Fall ausnahmsweise mal anders sein. Erstens, weil MUC bereits Flüge nach Indien hat und durch den A380 auch mit nicht gerade wenig Kapazität bei ausbaufähiger Auslastung. Zweitens, um IndiGo zuvorzukommen, die ebenfalls nach BER wollen. Hier könnte die Abwägung zur Sicherung eines großen und völlig unbedienten Marktes zugunsten des BER ausfallen.
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