BWE320 Geschrieben 18. Februar Melden Geschrieben 18. Februar vor 1 Stunde schrieb Jochen Hansen: Und hier ist in der Berliner Zeitung ein weitere Beitrag aus Kundensicht, wie die Lufthansa Berlin behindert und was dies aus Kundesicht für Konsequenzen hat: Die Bundesregierung muss allerdings Entscheidungen im Interesse von ganz Deutschland treffen und nicht nur im Interesse einiger Berliner Kunden. Noch sind Hessen und Bayern genauso Teil von Deutschland wie Berlin. Es ist ein bisschen vermessen zu behaupten, dass eine Bundesregierung versagt, weil sie nicht nach der Pfeife der Berliner tanzt. Auch aus südostniedersächsischer Sicht reicht mir Emirates in HAM und FRA völlig aus. Abgesehen davon gehören Luftfahrtabkommen nur noch direkt von der EU verhandelt/ ergänzt/ erweitert/modifiziert und nicht von einzelnen Nationalstaaten in der EU. 7
Jochen Hansen Geschrieben 18. Februar Melden Geschrieben 18. Februar vor 1 Stunde schrieb BWE320: Die Bundesregierung muss allerdings Entscheidungen im Interesse von ganz Deutschland treffen und nicht nur im Interesse einiger Berliner Kunden. Noch sind Hessen und Bayern genauso Teil von Deutschland wie Berlin. Es ist ein bisschen vermessen zu behaupten, dass eine Bundesregierung versagt, weil sie nicht nach der Pfeife der Berliner tanzt. Auch aus südostniedersächsischer Sicht reicht mir Emirates in HAM und FRA völlig aus. Abgesehen davon gehören Luftfahrtabkommen nur noch direkt von der EU verhandelt/ ergänzt/ erweitert/modifiziert und nicht von einzelnen Nationalstaaten in der EU. Die Frage, die sich stellt ist, ob sich der Lobbyismus der Lufthansa nicht ins Verkehrte umkehrt? Denn im Gegensatz zu Südostasien, in dem Markt, in der die Lufthansa sowieso nicht viel anbietet, hat die Lufthansa nach Nordamerika ein viel höheren Bedarf an Passagieren aus Berlin. Wenn ich dann im Wochenrhythmus von Tageszeitungen, IHK, Hanwerkskammer, Unternehmensverbänden, Geschäftsführern und Landesregierung erfahre, was Lufthansa für ein Lobbyismus-Konstrukt auffährt, werden nicht wenige sagen, dann fliege ich halt mit KLM, Air France, British Airways, Iberia, Aer Lingus etc, wenn ich eh umsteigen muss. Denn in dem Catchment ist die Konkurrenz viel größer. Das die Berliner/Brandenburger Wirtschaft darunter leidet zählt nicht? Wie gesagt, soll die Lufthansa mal aufzeigen, wieviel Arbeitsplätze konkret wegfallen, wenn Emirates einmal täglich nach Berlin fliegt. 2
jetstream Geschrieben 18. Februar Melden Geschrieben 18. Februar Boaaah, wie oft sollen wir eigentlich noch auf dieses Karussell aufsteigen? Emirates bekommt von der BuReg 2/7 Frequenzen von/nach Berlin zugestanden. They take it or they leave it! 5
spandauer Geschrieben 18. Februar Melden Geschrieben 18. Februar vor 11 Minuten schrieb jetstream: Boaaah, wie oft sollen wir eigentlich noch auf dieses Karussell aufsteigen? Emirates bekommt von der BuReg 2/7 Frequenzen von/nach Berlin zugestanden. They take it or they leave it! Halte dich doch einfach aus diesem Strang fern, wenn du abweichende Meinungen nicht ertragen kannst. 3
abdul099 Geschrieben 18. Februar Melden Geschrieben 18. Februar vor 16 Minuten schrieb jetstream: Boaaah, wie oft sollen wir eigentlich noch auf dieses Karussell aufsteigen? Also rein vom gesunden Menschenverstand her gesehen, ungefähr -24 Mal. Aus der Erfahrung würde ich aber sagen, die nächsten 48859926648 Mal musst noch durchhalten, bis es mal vorbei ist... 2
JSQMYL3rV Geschrieben 18. Februar Melden Geschrieben 18. Februar vor 2 Stunden schrieb BWE320: Abgesehen davon gehören Luftfahrtabkommen nur noch direkt von der EU verhandelt/ ergänzt/ erweitert/modifiziert und nicht von einzelnen Nationalstaaten in der EU. das ist aus meiner Sicht der wichtigste Punkt an der Sache. Vor allem, wenn die EU und die UAE schon ein neues Abkommen verhandelt haben (bzw die Verhandlungen gescheitert sind)
d@ni!3l Geschrieben 18. Februar Melden Geschrieben 18. Februar (bearbeitet) vor 49 Minuten schrieb spandauer: Halte dich doch einfach aus diesem Strang fern, wenn du abweichende Meinungen nicht ertragen kannst. Ja genau... Dem Forum es aber auch nicht gedient jeden Tag hier den gleichen wahn wieder lesen zu müssen . Wenn hier nur noch die sind die sich einig sind, dass die Welt schöner ist wenn EK 49/7 nach DXB fliegt, braucht es aber ja auch nicht mehr täglich gefordert werden - da sind sich doch eh alle einig Bearbeitet 18. Februar von d@ni!3l 2
jetstream Geschrieben 18. Februar Melden Geschrieben 18. Februar vor 45 Minuten schrieb spandauer: Halte dich doch einfach aus diesem Strang fern, wenn du abweichende Meinungen nicht ertragen kannst. 1. entscheide ich selbst zu welchem Thema und in welcher Form ich mich äußere. 2. geht es nicht darum, ob ich abweichende Meinungen ertragen kann oder nicht. Lesen bedeutet im Idealfall halt auch verstehen. 3. drehen wir uns gefühlt zum 34176. Mal im Kreis, ohne wesentlich neue Erkenntnissstränge, weder von der einen noch von der anderen Seite. 6
d@ni!3l Geschrieben 18. Februar Melden Geschrieben 18. Februar (bearbeitet) vor 4 Minuten schrieb jetstream: 3. drehen wir uns gefühlt zum 34176. Mal im Kreis, ohne wesentlich neue Erkenntnissstränge, weder von der einen noch von der anderen Seite. Genau. Im Grunde kann man zusammenfassen: Es gibt ein paar Leute die sich EK in BER wünschen und ein paar Leute sagen, das ist nicht nötig. Damit ist doch alles gesagt. Warum brauchen wir ein tägliches "ich will aber!!!!"? Niemand wird seine Meinung ändern. Wir sind hier nicht das Verkehrsministerium. Auch wenn man es täglich fordert, die Entscheidung wird getroffen wie sie getroffen wird... Bearbeitet 18. Februar von d@ni!3l
Jochen Hansen Geschrieben 19. Februar Melden Geschrieben 19. Februar vor 14 Stunden schrieb jetstream: 1. entscheide ich selbst zu welchem Thema und in welcher Form ich mich äußere. 2. geht es nicht darum, ob ich abweichende Meinungen ertragen kann oder nicht. Lesen bedeutet im Idealfall halt auch verstehen. 3. drehen wir uns gefühlt zum 34176. Mal im Kreis, ohne wesentlich neue Erkenntnissstränge, weder von der einen noch von der anderen Seite. Zwingt Sie jemand "Wie kann der Flughafen BER wachsen" lesen zu müssen? Wenn Sie es nicht erfragen können, können Sie doch einfach etwas anderes hier im Forum lesen. Es gibt viele interessante Dinge hier.
Beliebter Beitrag FKB Geschrieben 19. Februar Beliebter Beitrag Melden Geschrieben 19. Februar vor 30 Minuten schrieb Jochen Hansen: Wenn Sie es nicht erfragen können, können Sie doch einfach etwas anderes hier im Forum lesen. Es gibt viele interessante Dinge hier. Es nervt 85% der Leute und gefühlt verabschieden sich immer mehr von hier und es gibt immer weniger zum Lesen. 11
Beliebter Beitrag jetstream Geschrieben 19. Februar Beliebter Beitrag Melden Geschrieben 19. Februar vor 3 Stunden schrieb Jochen Hansen: Wenn Sie es nicht erfragen können, können Sie doch einfach etwas anderes hier im Forum lesen. Es gibt viele interessante Dinge hier. Das ständige Wiederholen längst bekannter Sichtweisen in der Endlosschleife - ohne den erkennbaren Willen der BER-Fans sich auch mal anderen Sichtweisen oder einer längst belegten Faktenbasis zu öffnen - führt irgendwann halt zwangsläufig zur Übersättigung. Und dies, offensichtlich nicht nur bei mir. Emirates kann BER anfliegen, vorerst zweimal pro Woche. Punkt. Und nein, BER ist nicht von der Welt abgehängt, sondern heute bereits dem Bedarf entsprechend völlig ausreichend über vielfältige Umsteigemöglichkeiten mit der Welt verbunden. 12
eher selten Geschrieben 19. Februar Melden Geschrieben 19. Februar vor 7 Stunden schrieb jetstream: BER ist nicht von der Welt abgehängt, sondern heute bereits dem Bedarf entsprechend völlig ausreichend über vielfältige Umsteigemöglichkeiten mit der Welt verbunden. das schreibt jemand im Strang "Wie kann der Flughafen BER wachsen". Das kannste dir echt nicht ausdenken. 5
Beliebter Beitrag Alibaba1408 Geschrieben 21. Februar Beliebter Beitrag Melden Geschrieben 21. Februar On 2/19/2026 at 10:02 PM, eher selten said: das schreibt jemand im Strang "Wie kann der Flughafen BER wachsen". Das kannste dir echt nicht ausdenken. Ich kann deinen Punkt schon nachvollziehen. Ich finde es dennoch schade, in welche Richtung die Diskussion in diesem Thread regelmäßig abdriftet. Diskutieren würde ich hier gerne nämlich, wie der BER wachsen kann. Ich interessiere mich einfach für Flughäfen und ihr Geschäftsmodell. Deshalb logge ich mich in meiner Freizeit regelmäßig ein und deshalb besuche ich diesen Thread. Ich finde es bedauerlich, dass wir uns in den letzten Wochen hier oft im Kreis drehen. Es ist vollkommen legitim sich als BER-Fan genau wie als Fan jedes anderen Flughafens coole Airlines und Verbindungen wünscht. Man darf sich auch eine EK wünschen und ja man darf auch die Bundesregierung doof finden, weil sie keine zusätzlichen Rechte freigibt. Was mich aber nervt ist ein in vielen Beiträgen mitschwingendes Anspruchsdenken. Vereinfacht, weil Berlin(vermeintlich?) eine Weltstadt ist, benötigt man auch einen Weltflughafen. Auch das ist ja als Wunsch legitim und wenn man Berlin wirklich so sieht, dann ist die Notwendigkeit auch logisch herleitbar. Aber irgendwie habe ich bei einigen Postern hier das Gefühl, dass keine Bereitschaft besteht, sich mit einigen faktuellen Umständen auseinanderzusetzen. Wenn hier über Langstrecken diskutiert wird, dann ist man schnell an dem Punkt an dem die Lufthansa/die Bundesregierung/der Westen Schuld ist, dass der BER nicht mehr Langstrecken hat. In einer solchen Diskussion kann man dann alles sagen, was zumindest geeignet ist, diesen Zustand zu erklären. Man kann darauf hinweisen, dass die Langstreckensituation im Vergleich zu anderen dezentralen Flughäfen ziemlich gut ist. Man kann auch darauf hinweisen, dass es seit Covid (und wenn wir ganz ehrlich sind auch schon vorher) Langstrecken außerhalb von FRA/MUC sehr schwierig haben. Die einzige year-round 7/7 dezentrale long-haul Verbindung in Deutschland (wenn wir mal den Golf nicht unter Langstrecke fassen)? BER zum geht-eigentlich-immer Ziel EWR. Man kann darauf hinweisen, dass das BER Einzugsgebiet im Vergleich dünn besiedelt und nicht wahnsinnig kaufkräftig ist. Man kann darauf hinweisen, dass es keinen Sinn macht für Lufthansa ihr long-haul Geschäft weiter zu zerstückeln. Man kann darauf hinweisen, dass viele Airlines dieser Welt jederzeit am BER landen könnten. Sie machen es aus wirtschaftlichen Erwägungen nicht. Speziell in der EK Diskussion wurde das deutlich. Ich finde es ein Stück weit frustrierend – und sagt gerne, wie ihr das wahrnimmt –, dass man teilweise einige Zeit in das Verfassen von Beiträgen hier investiert, sich versucht einigermaßen differenziert mit Argumenten auseinanderzusetzen, aber gefühlt gegen Wände rennt. Da wird in meiner Wahrnehmung über die Notwendigkeit von EK diskutiert (wie von der Politik behauptet) und man schreibt und schreibt Argumente, warum EK nicht notwendig wäre oder nur kleine Vorteile bringen würde, und am Ende kommt man wieder an den Punkt, wo gar keine Auseinandersetzung mit dem Argument stattfand. Man hört dann immer nur etwas gegen Lufthansa/die Bundesregierung etc… Man darf doch unterschiedlicher Meinung sein und man darf auch kontrovers diskutieren. Ich würde Berlin grundsätzlich wünschen, dass wenn hier die These aufgestellt wird, Berlin bräuchte EK wegen Wirtschaftswachstum und Messen, das Ganze auch irgendwie ein wenig belegt wird. Dann antwortet man, Berlin braucht EK doch eigentlich nicht, die Messebesucher könnten auch mit QR etc. fliegen, aber mit diesem Argument beschäftigt man sich nicht. Läuft gefühlt irgendwie oft so. Wie gesagt, man kann ja alles anders sehen und es ist doch auch schön, wenn man diskutieren kann. Für die Zukunft würde ich mir aber etwas mehr Differenziertheit und etwas mehr argumentativen Anspruch wünschen. Einige Leute sollten sich hier echt mehr mit konträren Argumenten auseinandersetzen. Ich kann verstehen, dass insbesondere EK für einige ein wunder Punkt ist. Aber ich nutze diesen Thread, weil ich grundsätzlich Freude daran habe, über die Entwicklungsmöglichkeiten des BER zu sprechen. Und ein Forum ist zum diskutieren da. Klar können jetzt alle, die der Ansicht von @jetstream sind sich von hier verabschieden. Dann ist das aber eben kein Diskussionsforum mehr, sondern eine Echokammer. Bei der Beantwortung der Frage „Wie kann der BER wachsen?“ muss „Der BER wird derzeit nachfrageangemessen bedient“ eine legitime Tatsachenbehauptung sein. Auch das kann man anders sehen, aber es ist essenziell, so etwas argumentativ zulässig bleibt. 14
oldblueeyes Geschrieben 21. Februar Melden Geschrieben 21. Februar Am 18.2.2026 um 14:49 schrieb Jochen Hansen: Und hier ist in der Berliner Zeitung ein weitere Beitrag aus Kundensicht, wie die Lufthansa Berlin behindert und was dies aus Kundesicht für Konsequenzen hat: https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/streit-um-emirates-am-ber-ceo-und-vielflieger-beklagt-unhaltbare-zustaende-li.10019537 Wenn man eine publizierte Meinung als Referenz nimmt, sei es erlaubt auch zu sehen aus welcher Richtung sie kommt. Die Berliner Zeitung wurde von Holger Friedrich gekauft, eine Person die der SED nahe stand, bis heute Egon Krenz hofiert und diese Zeitung ehemals liberaler Prägung eher zum Sprachrohr von Randthemen gemacht hat. Wer Egon Krenz als Gastautor regelmässig publizieren lässt und diese ehemalige SED Zeitung wieder "auf Linie" bringt (sie war mal linksliberal nach der Wende), der spricht natürlich ein Publikum an das ein gewisses Narrativ verfolgt: der Osten wird benachteiligt, der Westen ist böse und an allem schuld usw. In diesen Falle ist der Böse Westen die Lufthansa und die guten aus totalitären Systeme die Emiratis. 4
oldblueeyes Geschrieben 21. Februar Melden Geschrieben 21. Februar vor einer Stunde schrieb Alibaba1408: Was mich aber nervt ist ein in vielen Beiträgen mitschwingendes Anspruchsdenken. Vereinfacht, weil Berlin(vermeintlich?) eine Weltstadt ist, benötigt man auch einen Weltflughafen. Auch das ist ja als Wunsch legitim und wenn man Berlin wirklich so sieht, dann ist die Notwendigkeit auch logisch herleitbar. Aber irgendwie habe ich bei einigen Postern hier das Gefühl, dass keine Bereitschaft besteht, sich mit einigen faktuellen Umständen auseinanderzusetzen. Auch wenn es brutal klingt, es ist eine Ost-Ossi Frust, getrieben von einem falschen Kompass und einer Sadwichposition. Die DDR /der Osten ist aufgrund der Historie ein Teil Osteuropas, durch die Einheit aber nur noch ein Teil Deutschlands. Wenn man Ausserhalb Deutschlands die Leute fragt, dann assozieren sie mit Deutschland kaum ihren östlichen Teil und wenn man sie über Osteuropa fragt, dann ist Berlin nicht mehr auf dem Radar. Ost- Berlin war eine typische Hauptstadt = politisches, wirtschaftliches, geellschaftliches Zentrum. Berlin (Wiedervereinigt) ist nur eine politisch entschiedene Teilwerwaltungshauptstadt ( wenn man die Ministerien die noch Infrastruktur in Bonn haben in der Gesamtbetrachtung zieht). Zwischen dem eigenen DDR geformten Selbstbild und der gesamtdeutschen Realität besteht ein Spannungsfeld das auch als politisch motiviertes Narrativ genutzt wird. 2
FKB Geschrieben 21. Februar Melden Geschrieben 21. Februar vor 2 Stunden schrieb Alibaba1408: Ich finde es bedauerlich, dass wir uns in den letzten Wochen hier oft im Kreis drehen. Kleine Korrektur: Seit Jahren. vor 2 Stunden schrieb Alibaba1408: Und ein Forum ist zum diskutieren da. Klar können jetzt alle, die der Ansicht von @jetstream sind sich von hier verabschieden. Wenn die Diskussion(en) aber zunehmend ungesund verlaufen, dann verlieren immer mehr Leute die Lust oder schränken ihre Aktivität hier massiv ein. Es ist echt traurig zu beobachten wie stark die Anzahl der Beiträge in den letzten Monaten zurückgegangen ist (gefühlt zumindest). Das finde ich sehr schade. Ich kann mich nicht erinnern, dass früher über einen halben Tag oder so gar nichts geschrieben wurde.
Nosig Geschrieben 21. Februar Melden Geschrieben 21. Februar Wie groß die lokalpatriotischen Flughafenträume sein müssen ist eine Sache. Aber Berlin wird im Ausland absolut wahrgenommen oft stellvertretend für ganz Deutschland. 1
d@ni!3l Geschrieben 21. Februar Melden Geschrieben 21. Februar vor 15 Minuten schrieb Nosig: Wie groß die lokalpatriotischen Flughafenträume sein müssen ist eine Sache. Aber Berlin wird im Ausland absolut wahrgenommen oft stellvertretend für ganz Deutschland. Ja, nur nicht im Kontext Flughafen. In den USA hat IAD ja auch eher eine Nebenrolle neben ATL, ORD Co. Es muss ja nicht immer die Hauptstadt sein wo die meisten Flüge hin gehen...
Stef1704 Geschrieben 21. Februar Melden Geschrieben 21. Februar vor einer Stunde schrieb oldblueeyes: Auch wenn es brutal klingt, es ist eine Ost-Ossi Frust, getrieben von einem falschen Kompass und einer Sadwichposition. Die DDR /der Osten ist aufgrund der Historie ein Teil Osteuropas, durch die Einheit aber nur noch ein Teil Deutschlands. Wenn man Ausserhalb Deutschlands die Leute fragt, dann assozieren sie mit Deutschland kaum ihren östlichen Teil und wenn man sie über Osteuropa fragt, dann ist Berlin nicht mehr auf dem Radar. Ost- Berlin war eine typische Hauptstadt = politisches, wirtschaftliches, geellschaftliches Zentrum. Berlin (Wiedervereinigt) ist nur eine politisch entschiedene Teilwerwaltungshauptstadt ( wenn man die Ministerien die noch Infrastruktur in Bonn haben in der Gesamtbetrachtung zieht). Zwischen dem eigenen DDR geformten Selbstbild und der gesamtdeutschen Realität besteht ein Spannungsfeld das auch als politisch motiviertes Narrativ genutzt wird. Also wenn wir das auf diesem Level spielen wollen: Auch wenn es brutal klingt, aber das ist ein West-Wessi Frust mit einem konservativen Kompass in einer westliche Komfort Position, welchen die jetzigen Generationen dort nicht selbst erarbeitet haben. Mag sein, dass der dortige Wohlstand auf den historischen Entwicklungen nach dem 2 Weltkrieg beruht, aber die aktuellen dynamiken in Politik und den dortigen "Wirtschaftszentren" zeigen mit Ihren altbackenen, konservatien Ansätzen schon eine gewisse Faul- und Trägkheit sich an den aktuell globalen Dynamiken anzupassen. Dazu kommt eine regelungswütige Politik und Bürokratie, welche in den dortigen Industrien peinlichst beäugt und lautstark kritisiert wird - bei näheren Hinsehen aber ursprünglich aus deren eigenen Verbandswesen /-tätigkeiten aufpoppt. Gleichzeitig laufen uns andere Wirtschaftsstandorte bei neuen Themen (allen voran China) im Schweinsgalopp davon, was von uns dann mittels moralischen Zeigefingers kritisiert wird (was aber keinen einzigen Arbeitsplatz in Deutschland rettet) Strategisch könnte der Osten eine Standortvorteil für das ganze Land bringen, wenn man die dortigen Fähigkeiten zu pragmatischen Ansätzen und zur Risikofreude einfach mal wieder einfach was zu probieren, nutzen würde - das ist aber der westdeutsche Michel und dem deuthscne DIesel-Dieter mit seinem Bestands- Moral- und Vorsichtzeigfinger viel zu feige. ;-) LG Ein Wessi im Brandenburger Exil. Und jetzt alle zurück zum Thema 1
oldblueeyes Geschrieben 21. Februar Melden Geschrieben 21. Februar Es geht hier nicht um die ewige Ossi-Wessi Geschichte. Sondern um die Selbstwahrnehmung vs Wirklichkeit im Osten, aus dem ein Anspruchsdenken entsteht. Ob BER eine Lufthansabasis "verdient" hat oder nicht hat nichts mit unterschiedlichen politischen Präferenzen zu tun, sondern mit objektiven Markt- und historischen Entwicklungen Das der Osten mittlerweile zu ca 60% Protestwähler hat die alle in Schwarz/ Weiss, odrr eher gesagt Blau/Dunkelrot sehen, aber schon. 1
Alibaba1408 Geschrieben 21. Februar Melden Geschrieben 21. Februar 40 minutes ago, FKB said: Wenn die Diskussion(en) aber zunehmend ungesund verlaufen, dann verlieren immer mehr Leute die Lust oder schränken ihre Aktivität hier massiv ein. Es ist echt traurig zu beobachten wie stark die Anzahl der Beiträge in den letzten Monaten zurückgegangen ist (gefühlt zumindest). Das finde ich sehr schade. Ich kann mich nicht erinnern, dass früher über einen halben Tag oder so gar nichts geschrieben wurde. Da bin ich bei dir. 15 minutes ago, Stef1704 said: Strategisch könnte der Osten eine Standortvorteil für das ganze Land bringen, wenn man die dortigen Fähigkeiten zu pragmatischen Ansätzen und zur Risikofreude einfach mal wieder einfach was zu probieren, nutzen würde - das ist aber der westdeutsche Michel und dem deuthscne DIesel-Dieter mit seinem Bestands- Moral- und Vorsichtzeigfinger viel zu feige. ;-) LG Ein Wessi im Brandenburger Exil. Und jetzt alle zurück zum Thema Das ist mir doch etwas sehr pauschal und nahezu polemisch. Kannst du das etwas ausführen warum soll der Osten jetzt „pragmatischer“ als der Westen sein? Ich verstehe vielleicht noch das Verbandsargument. Aber ansonsten… Aber schreib gerne noch etwas dazu, das meine ich ernst, mich würde interessieren wie du zu dieser Meinung kommst bzw. was du damit genau meinst Ich finde @oldblueeyes Analyse gar nicht so verkehrt. Man darf nicht vergessen, dass das Staatswesen „Preußen“ eben irgendwo im Baltikum entstanden ist. Dass dann ausgerechnet unter diesem Preußen die „Deutschen“ Staaten vereinigt wurden, war ein historischer Zufall. Was ich damit sagen möchte: Die Hauptstadtstellung Berlins ist historisch gesprochen weitaus weniger zwingend und wenig organischer als Londons oder Paris‘. Wenn wir uns mal an Großbritannien orientieren (Städtegründungen Römer) dann sollte die Hauptstadt vermutlich in Trier oder Köln sein. Das bedeutet nicht, dass Berlin eine schlechte Hauptstadt ist. Ganz im Gegenteil, im Kontext der Deutschen Teilung war es vermutlich die richtige Entscheidung. Man muss sich aber damit abfinden, dass die BRD als Resultat dessen eine polyzentrische Struktur hat. Wir haben eben keine globale Alpha++ City wie es die Briten mit London haben. Staatsverwaltung in Berlin, Justiz (vor allem) in Karlsruhe, Finanzen in Frankfurt (Main), Schwerindustrie an Rhein und Ruhr, Übersee in Hamburg etc. Dazu kommt, dass die Bevölkerung in Deutschland de facto in Südwest/Nordost verteilt ist, mit Berlin und Hamburg als große Zentren im zweiten und Rhein-Ruhr, Rhein-Main und München als große Zentren im ersten Teil (ganz spannend übrigens, schaut euch mal an, wie viel von den Römern kontrolliert war damals und was nicht). Es war richtig Berlin als Hauptstadt nach der Wende auszuwählen. Gleichzeitig hat man Berlin damit aber auch (mittelfristig) zur Verwaltungsstadt verdammt. Die deutsche Wirtschaft war (und ist) abhängig vom Export. Dass weder großartig Industrie (mit den großen Häfen an der Nordsee und dem Schwerpunkt des europäischen Binnenmarktes eher Richtung Westen) noch Industrieverwaltung (warum, wenn die Standorte woanders sind) abwandern würde, war irgendwie absehbar. Ich teile ja gerne die Info, dass von den 100 umsatzstärksten Kanzleien weltweit, (so in etwa) 23 in Frankfurt, 21 in München, 17 in Düsseldorf und 9 in Berlin sind. Ähnliche Bilder bei anderen white-collar Branchen. Berlin bleibt eher ein Außenposten. Der Bevölkerungsschwerpunkt liegt tendenziell eher im Westen, damit auch der Abnehmermarkt und der Fachkräftepool. Die Ansiedlung öffentlicher Organisationen und Institutionen hat sicherlich einiges an Druck genommen, Berlin wirklich Wirtschaftskraft zu geben. Berlin hatte pre-COVID zwei Vorteile im Luftverkehr: Touristen und Geschäftsreisende nach Tegel. Zweites ist wegen des neuen Flughafens, generell weniger Business Travel (im Übrigen auch bei den Bundesministerien, CGN-TXL war ja immer sehr geschäftig) und mehr Konkurrenz durch die Bahn ein schwieriges Geschäftsgeld geworden. Aber auch die Touristenzahlen scheinen niedriger zu sein, andere Reiseziele werden beliebter etc. Dass ist schon eine große Hypothek für einen Flughafen, der nun massive Investments wieder rein holen muss. Das bedeutet nicht, dass ich den Berlinern ihren Flughafen vergönne. Aber diese Punkte tragen dazu bei den Status Quo zu erklären. Berlin ist eine de facto postsozialistische Hauptstadt ohne viele hochprofitable Branchen, abgelegen von den in Deutschland größten Bevölkerungszentren und wichtigsten Handelsrouten.
Nosig Geschrieben 21. Februar Melden Geschrieben 21. Februar Im Kern geht es doch aktuell um das Problem, dass unser Bundesverkehrsministerium nicht alle Anträge nach Berlin zu fliegen, genehmigt. Es gibt also Nachfrage, die wir künstlich bremsen. Wenn Lufthansa aber gar nicht selbst fliegen will, warum bremsen wir dann die anderen? Das gilt ja für viele Flughäfen. LH hat ihr Netz ausgedünnt und fliegt Langstrecke eigentlich nur noch von ihren Drehkreuzen. Neue Drehkreuze im Ausland kauft sie aber ständig dazu. Worauf sollen da die deutschen Großstadtairports wie BER noch warten? Also bitte die Rechte freigeben. 2
Stef1704 Geschrieben 21. Februar Melden Geschrieben 21. Februar vor 22 Minuten schrieb oldblueeyes: Es geht hier nicht um die ewige Ossi-Wessi Geschichte. Sondern um die Selbstwahrnehmung vs Wirklichkeit im Osten, aus dem ein Anspruchsdenken entsteht. .... Tut mir leid, aber genauso gut kann man schreiben "Sondern um die Selbstwahrnehmung vs Wirklichkeit im WESTEN, aus dem ein Anspruchsdenken (sic. der Führung) entsteht" Wie ist dern der Stand bei "Innovationsstandort Automobil"? Wo sind den die Masse der Start-Ups. die einfach mal was probieren? Wie dynamisch haben sich denn einge westliche Standorte nach Wegfall von Kohle und Stahl "neu erfunden" ? Wir haben zwei grundsätzliche soziale Räume in diesem Land West/Ost, das ist halt so. Jeder hat seine Historie und seine individuellen Eigenschaften - mein persönliches Prinzip wäre es wir nehmen die Stärken aus beiden Räume und führen die zusammen - das passiert aber im Dialog und den vermisse ich primär aus Westlersicht (wohlgemerkt ich bins selber Wessi im Osten) - ich erwische mich selber wie ich bei vielen Dingen verwundert in unserem Unternehmen bin, weil pragmatisch Sachen gelöst werden wo ich als Westler noch die Bedenekenbrille aufhabe. Wenn beide mehr aufeinander zugehen und beide Ihrer individuellen Stärken als Gewinn für das ganze Land sehen würden, würden wir endlich wieder eine Dynmik in den Gesamtstandort bekommen der unserem Ruf entpsricht.
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