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Zwischenfall an Bord einer FlyDubai Maschine: Flug FZ1073 DXB - TLV 30.09.2026


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Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb AeroSpott:

Bis da nicht Beweise vorliegen, die das zu 100% fest belegen können, bin selbst ich an der Stelle eher bei einem technischen Defekt, gerade weil Boeing in den letzten 15 Jahren diverse Patzer in der Entwicklung, Produktion und Qualität geliefert hat.

Also du bist 1000e km entfernt von Indien und weißt mehr als die Ermittler vor Ort? Puh, Feindbilder müssen sein. Das ist als würde man sagen "ich glaube nicht an die Mondlandung, die Amis haben an anderer Stelle auch gelogen"

Geschrieben
vor 14 Minuten schrieb d@ni!3l:

Also du bist 1000e km entfernt von Indien und weißt mehr als die Ermittler vor Ort? Puh, Feindbilder müssen sein. Das ist als würde man sagen "ich glaube nicht an die Mondlandung, die Amis haben an anderer Stelle auch gelogen"


Dafür gibt es zu viele Anomalien im Ablauf der Dinge, die gegen einen Pilotensuizid sprechen, aber das ist nicht der Inhalt der Diskussion hier. 

Geschrieben (bearbeitet)

Der Mann, der den Co-Piloten überwältigte ist wohl ein „normaler Passagier“ namens Yaniv Hayoun. Anscheinend hat der Pilot es trotz des Angriffes noch geschafft, die Türe zu öffnen. Hayoun überwältigte den Co-Piloten zusammen mit 2 weiteren Passagieren und zog anschließend das Steuerhorn nach hinten. Er habe gewusst, was er zu tun habe, weil er die Dokumentarserie „Mayday - Alarm im Cockpit“ gesehen habe. Es gelang ihm, das Flugzeug zu stabilisieren und so lange zu fliegen, bis ein anderer Pilot übernommen hatte. Bei dem zweiten Passagier, der mit Hayoun zusammen den Co-Piloten überwältigte handelt es sich um Tzvinka Manes, CEO der israelischen Investmentbank Barak Leumi. Er war mit seiner Frau/Familie unterwegs. Seine Frau befand sich gerade auf dem vorderen WC, als Schreie aus dem Cockpit kamen. Von dem dritten Passagier wurde keine Identität genannt.

 

Zitat

Der Passagier schildert, wie der mit einem Messer schwer verletzte Pilot es wohl mit letzter Kraft noch schaffte, die Tür zum Cockpit zu öffnen. Hayoun zwängte sich nach eigener Aussage hindurch und sah, wie der Co-Pilot versuchte, die Fluginstrumente zu zerstören. Dann handelte der Passagier heldenhaft: „Ich packte den Angreifer, nahm ihn in den Würgegriff und zog ihn zunächst nach draußen.“ und weiter: „Er versuchte, alles zu zerstören, um das Flugzeug außer Kontrolle zu bringen.“

 

Zitat

Danach sei er zurück ins Cockpit – schließlich war das Flugzeug im Sinkflug! Hayoun: „Ich sprang wieder hinein, zog am Steuerhorn, nach hinten.“ Als Ministerpräsident Netanjahu nachhakte, woher er denn gewusst habe, was zu tun sei, erklärte er, er habe die Dokumentarserie „Mayday – Alarm im Cockpit“ gesehen. Darin werden die Flugkatastrophen nachgestellt und analysiert. „Ein bisschen kenne ich mich also aus“, sagte der Passagier.

 

Quelle:

https://www.bild.de/news/ausland/helden-passagier-aus-israel-ich-zog-den-angreifer-aus-dem-cockpit-6abd4c6aca5c42fe8f931107

Bearbeitet von Avroliner100
Geschrieben (bearbeitet)
vor 18 Stunden schrieb Fluginfo:

Mir stellt sich eine andere Frage, wie kommt in Dubai ein Messer ins Cockpit?

 

Die Antwort könnte noch ein wenig schauerlicher werden: Anscheinend geht man in Israel mittlerweile eher davon aus, dass es kein Messer war, sondern der Co-Pilot die Axt verwendet hat, die Teil der Sicherheitsausrüstung im Cockpit ist. 

 

Ausserdem verdichtet sich nach mehreren Quellen, dass der angegriffene Pilot indischer Nationalität sein soll und der suizidale FO aus dem Oman stamme (was hier bereits gestern Abend erwähnt wurde). Der indische Pilot wurde bereits von Premier Modi als Held gewürdigt. Entsprechend kann man mit gewisser Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass zumindest diese Identität korrekt ist und damit die These russisch/ukrainische Besatzung nicht zutrifft. 

 

Die Cockpit Crew, die anschließend übernommen hat, soll wohl ebenfalls von FlyDubai stammen. Sie befand sich wohl gerade auf einem Proceeding.

 

Quelle:

https://www.aerotelegraph.com/sicherheit/flydubai-flug-nach-tel-aviv-nach-blutigem-angriff-im-cockpit-landete-eine-mitreisende/l2dsq77

https://www.aero.de/news-53800/Flydubai-1073-Boeing-737-MAX.html

Bearbeitet von Avroliner100
Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb FKB:

Eins muss man der Bild lassen: Bei brandaktuellen Meldungen zum Tagesgeschehen ist sie meistens mit am schnellsten. Wer nicht nur von allen anderen abschreibt macht halt auch mehr Fehler.

Diese Zeitung liefert das, was in den Statuten ihres Mutterkonzerns steht. Israel in einem so positiven Licht wie nur möglich erscheinen zu lassen und gleichzeitig unablässig eine moslemische Gefahr zu beschwören. Was wirklich an Bord geschehen ist, geht in dieser aktuellen Netanyahu-Propagandakampagne völlig unter. Sie überlassen die Deutungshoheit über diesen schlimmen Vorfall den Herrschenden in Tel Aviv, statt journalistisch neutral an die Sache heranzugehen. Aber gut, wen wundert es.

vor 8 Stunden schrieb Lucky Luke:

Wie kommst du auf das Jahr 2015?

 

Nach Germanwings gab es noch China Eastern und Air India - der letzte sehr große Fall ist damit gerade mal ein Jahr her.

Diese Frage warum 2015 in einem deutschen Luftfahrtforum für das Thema Piloten-Suizid ist schon mehr als verwunderlich.

Und kannst du mir irgendeinen Beleg (nicht Hinweis) dafür geben, dass die Air India 787 in eben diese Kategorie fällt? 

 

Geschrieben
vor 20 Minuten schrieb blackbox:

Diese Zeitung liefert das, was in den Statuten ihres Mutterkonzerns steht. Israel in einem so positiven Licht wie nur möglich erscheinen zu lassen und gleichzeitig unablässig eine moslemische Gefahr zu beschwören. Was wirklich an Bord geschehen ist, geht in dieser aktuellen Netanyahu-Propagandakampagne völlig unter. Sie überlassen die Deutungshoheit über diesen schlimmen Vorfall den Herrschenden in Tel Aviv, statt journalistisch neutral an die Sache heranzugehen. Aber gut, wen wundert es.

Ich bezog mich auf den Zeitpunkt, als die ersten Meldungen über den Ticker lief. Die Propaganda (die es ohne Zweifel gibt) begann erst Stunden später als überhaupt klar war was passiert ist.

Journalistisch neutrale Berichterstattung in Deutschland zu finden wird immer schwieriger. ÖRR ist definitiv seit Jahren nicht mehr neutral. Und in Bezug auf Israel und Länder im Nahen und Mittleren Osten gilt das zweimal nicht - gilt für die meisten westlichen Medien. Ich empfehle daher sich aus mehreren Quellen und anderen Ländern -idealerweise etwas politisch gestreut- zu lesen und sich seine eigene Meinung zu bilden. Die BILD halte ich als Ergänzung gar nicht mal so schlecht wenn man den Boulevardteil ignoriert.

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Avroliner100:

Der Mann, der den Co-Piloten überwältigte ist wohl ein „normaler Passagier“ namens Yaniv Hayoun. Anscheinend hat der Pilot es trotz des Angriffes noch geschafft, die Türe zu öffnen. Hayoun überwältigte den Co-Piloten zusammen mit 2 weiteren Passagieren und zog anschließend das Steuerhorn nach hinten. Er habe gewusst, was er zu tun habe, weil er die Dokumentarserie „Mayday - Alarm im Cockpit“ gesehen habe. Es gelang ihm, das Flugzeug zu stabilisieren und so lange zu fliegen, bis ein anderer Pilot übernommen hatte. Bei dem zweiten Passagier, der mit Hayoun zusammen den Co-Piloten überwältigte handelt es sich um Tzvinka Manes, CEO der israelischen Investmentbank Barak Leumi. Er war mit seiner Frau/Familie unterwegs. Seine Frau befand sich gerade auf dem vorderen WC, als Schreie aus dem Cockpit kamen. Von dem dritten Passagier wurde keine Identität genannt.

Wow. Während für die Springerpresse eindeutig der israelische Passagier Yaniv Hayoun der Held war, der wie bei einem schlechten Actionfilm mit blutverschmiertem T-Shirt sofort nach der Ankunft von Netanyahu vor Kameras väterlich in den Arm genommen wird, ist für andere Media-Outlets eher der indische Kapitän Smitt Machachhar in der Heldenrolle, der unter Einsatz seines Lebens die Cockpittür öffnete. Dessen Name, sowie der Name des Ersatzpiloten, der die MAX8 trotz massiver Schäden heil in Tabuk gelandet hat, wird aber bei Bild nicht einmal genannt. 
https://edition.cnn.com/2026/10/01/world/live-news/flydubai-flight-israel-pilot-passengers-intl

Aussage des Kapitäns ? Fehlanzeige. Statement der Airline ? Fehlanzeige. Einzig das Narrativ Tel Avivs wird hier als massgeblich betrachtet. Das stinkt für mich zum Himmel. Wie man einen so schlimmen Vorfall politisch so instrumentalisieren kann, ist absolut abstossend. Wenn eine Deutsche Zeitung diese so offensichtliche Wahlkampfhilfe für einen international mit Haftbefehl gesuchten Verbrecher wie Netanyahu dann auch noch unterstützt, ist das mehr als verwerflich.

Damit will ich in keinster Weise den sehr guten Beitrag der Passagiere hier unter den Scheffel stellen, die absolut ihren Anteil am glücklichen Ausgang des Vorfalls hatten. Bild aber setzt nur auf Emotionen und hat nur solange Interesse, solange das Thema "heiss" ist, ist aber an einer faktischen Aufklärung und den Hintergründen nicht interessiert. 

Geschrieben (bearbeitet)

Mal davon abgesehen, dass die BILD auch als erstes meinte zu wissen, dass es sich um eine russisch-ukrainische Crew handelt. Wer so etwas publiziert gehört mindestens gerügt! 

Die BILD jetzt hier in positives Licht rücken zu wollen kann ich null nachvollziehen. 

Da lobe ich mir neutrale Seiten wie FR24, die zu allererst mal den Ablauf darstellen, für den sie fundierte Daten haben und später ein Gesamtbild auf Basis gesicherter Fakten skizzieren. 

Ganz ohne Presse und Sensationsjournalismus. 

Ich habe eben auch das Interview von Trump gesehen, der die gesamte Story, welche er von "Bibi" erzählt bekommen hat, vor seinen auserwählten Medien ausschmückt bis ins kleinste Detail, den israelischen Klempner in den Himmel lobt um am Ende noch zu betonen, dass er nicht weiß, ob diese Geschichte so wahr ist.

Was vermisse ich die alten Zeiten ohne Social Media und Co, mit vernünftigen Staatsoberhäuptern etc. Diese ganze Geschichte stinkt leider zum Himmel. Leidtragende sind hier definitiv die Passagiere dieses Fluges und natürlich mal wieder die gesamte Luftfahrt. 

 

PS: der indische Pilot soll sich auf dem Weg der Besserung befinden. Er wird nach wie vor in Saudi-Arabien im Krankenhaus behandelt.

Bearbeitet von cr94
Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb blackbox:

Wow. Während für die Springerpresse eindeutig der israelische Passagier Yaniv Hayoun der Held war, der wie bei einem schlechten Actionfilm mit blutverschmiertem T-Shirt sofort nach der Ankunft von Netanyahu vor Kameras väterlich in den Arm genommen wird, ist für andere Media-Outlets eher der indische Kapitän Smitt Machachhar in der Heldenrolle, der unter Einsatz seines Lebens die Cockpittür öffnete. 

 

Yaniv ist auf jeden Fall ein Held, aber eben nicht der Einzige - es gibt auch Nachrichten-Portale, die da etwas umfassender berichten.

 

BILD ist definitiv kein Maßstab für seriöse Berichterstattung. Morgens ein Hochhaus-Einsturz in Bangladesch, mittags die neuesten Z-Promi-Streitereien bei einer Reality-Show und abends die verpfuschte Arsch-OP von irgendeinem kaputten Ex-Model. Dazwischen läuft eben auch FlyDubai mit, Hauptsache es gibt einen guten Knall. Dass Yaniv sein tatsächlich richtiges Handeln von einer TV-Doku abgeguckt hat, ist im Bild-Style natürlich ideal.

 

 

 

https://www.n-tv.de/panorama/Das-sind-die-sechs-Helden-von-Flydubai-Flug-FZ1073-id31367958.html

Bearbeitet von Tschentelmän
Geschrieben

Es stellen sich insgesamt bei der Berichterstattung sehr viele Fragen. Woher will Tel Aviv so früh wissen, dass es sich bei Flug 1073 um einen Terroranschlag gehandelt hat? 

Wenn dem so ist, frage ich mich, warum dann die angenommene "Entführung" der Boeing nicht im Anflug auf Tel Aviv passierte, sondern 1 Std vor der Landung in Saudi-Arabischem Luftraum. 

Bei mir klingeln immer die Alarmglocken wenn sich jemand sehr schnell sehr sicher ist, während alle anderen noch Rätselraten. Dabei ist die Informationslage alles andere als geklärt. Netanyahu warnt seit Tagen vor einem drohenden Terroranschlag vor den Präsidentschaftswahlen. Wenn dies ein Terrorakt gewesen sein sollte, dann war dieser zumindest sehr stümperhaft von einem Einzeltäter durchgeführt. Das Bild passt einfach nicht zusammen.

Nur eines scheint sich jetzt erneut zusammen zu brauen: Einige Scharfmacher fordern schon jetzt eine militärische "Antwort" ohne die genauen Beweggründe des Täters zu kennen. Netanyahu hat dadurch die Chance sich erneut als knallharter Beschützer der Nation zu inszenieren, ohne zu wissen, ob die Sicherheit Israels überhaupt gefährdet war. Naiv da an Zufälle zu glauben. 

 

Geschrieben

Israel erzählt doch immer das, was Ihnen gerade ins Paradigma. So lange der Big Yahu noch in Stückchen fester im Sattel sitzt, ist der Rest egal. Selbst wenn bei der Untersuchung am Ende etwas anderes wie ein versuchter Terroranschlag rauskommt - das Thema ist jetzt medial maximal vertreten. Wenn in zwei Jahren ein fertiger Untersuchungsbericht kommt, ist das Thema schon längst wieder vergessen ausserhalb der unserer kleinen Luftfahrtbubble.

Geschrieben
vor 44 Minuten schrieb blackbox:

Es stellen sich insgesamt bei der Berichterstattung sehr viele Fragen. Woher will Tel Aviv so früh wissen, dass es sich bei Flug 1073 um einen Terroranschlag gehandelt hat? 

Wenn dem so ist, frage ich mich, warum dann die angenommene "Entführung" der Boeing nicht im Anflug auf Tel Aviv passierte, sondern 1 Std vor der Landung in Saudi-Arabischem Luftraum. 

Bei mir klingeln immer die Alarmglocken wenn sich jemand sehr schnell sehr sicher ist, während alle anderen noch Rätselraten. Dabei ist die Informationslage alles andere als geklärt. Netanyahu warnt seit Tagen vor einem drohenden Terroranschlag vor den Präsidentschaftswahlen. Wenn dies ein Terrorakt gewesen sein sollte, dann war dieser zumindest sehr stümperhaft von einem Einzeltäter durchgeführt. Das Bild passt einfach nicht zusammen.

Nur eines scheint sich jetzt erneut zusammen zu brauen: Einige Scharfmacher fordern schon jetzt eine militärische "Antwort" ohne die genauen Beweggründe des Täters zu kennen. Netanyahu hat dadurch die Chance sich erneut als knallharter Beschützer der Nation zu inszenieren, ohne zu wissen, ob die Sicherheit Israels überhaupt gefährdet war. Naiv da an Zufälle zu glauben. 

 

Tel Aviv ist genau so sehr die Hauptstadt Israels wie Hamburg die Hauptstadt Deutschlands ist und die nächste Präsidentschaftswahl ist erst in zwei Jahren. Netanyahu hat anders als von dir impliziert den indischen Piloten ausdrücklich auf Twitter gelobt.

 

Wenn man verhindern will, dass Gerüchte entstehen und sich falsche Eindrücke in der Öffentlichkeit festsetzen, dann kann man das sehr gut, indem man seine eigenen Aussagen gewissenhaft prüft, bevor man auf "Antworten" drückt.

Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb groffel:

nächste Präsidentschaftswahl

Es gibt in Israel aber Parlamentswahlen in wenigen Wochen. Und „Big Yahu’s“ Beliebtheits- und Unterstützungswerte sehen alles andere als optimal für seinen Politblock aus. Ein Schelm, wer Böses denkt, bei einem „eindeutig terroristisch“ motivierten Anschlag so kurz vor der Abgabe dieses wichtigen Stimmungsbildes durch das eigene Volk… Yahu kämpft ums politische Überleben, und da halte ich alles für möglich. 

Geschrieben
vor 10 Minuten schrieb groffel:

Tel Aviv ist genau so sehr die Hauptstadt Israels wie Hamburg die Hauptstadt Deutschlands ist und die nächste Präsidentschaftswahl ist erst in zwei Jahren. Netanyahu hat anders als von dir impliziert den indischen Piloten ausdrücklich auf Twitter gelobt.

 

Wenn man verhindern will, dass Gerüchte entstehen und sich falsche Eindrücke in der Öffentlichkeit festsetzen, dann kann man das sehr gut, indem man seine eigenen Aussagen gewissenhaft prüft, bevor man auf "Antworten" drückt.

Israels Parlamentswahlen finden am 26.Oktober 2026 statt.

Wo schreibe ich was von der Hauptstadt? 

Sei dir gewiss, dass ich - wie du hier zu Recht forderst - meine Aussagen sehr wohl überprüfe. Dasselbe sollte auch für News-Outlets und Regierungsmitglieder gelten, die diesem Anspruch jedoch nicht immer gerecht wurden. Statt der Ursache und den Hintergründen des Vorfalls auf den Grund zu gehen, wurden eigene Narrative, bar jeder Kenntnislage in die Welt transportiert. Das halte ich für falsch. Desinformation ist bei Israel halt seit Jahren ein Muster.

Dass N den indischen Piloten gelobt hat, wurde mir erst heute klar, ändert aber rein gar nichts daran, dass der israelische Passagier von der Springerpresse als Held gefeiert wurde, während der Name des Piloten nicht einmal genannt wurde. 

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb jetstream:

Es gibt in Israel aber Parlamentswahlen in wenigen Wochen. Und „Big Yahu’s“ Beliebtheits- und Unterstützungswerte sehen alles andere als optimal für seinen Politblock aus. Ein Schelm, wer Böses denkt, bei einem „eindeutig terroristisch“ motivierten Anschlag so kurz vor der Abgabe dieses wichtigen Stimmungsbildes durch das eigene Volk… Yahu kämpft ums politische Überleben, und da halte ich alles für möglich. 

 

 

Netanjahu und sein umstrittenes Ansehen hin oder her. Aber Israel ist kein "normales" Land, wie wir es kennen. Israel befindet sich permanent in einer latenten Existenzgefahr, das Land muss ständig mit Terroranschlägen rechnen - das betrifft auch Israelis im Ausland und in Flugzeugen. Man streitet durchaus kontrovers um diverse Themen, auch über Netanjahu, der alles andere als überall beliebt ist. Aber das Land ist sofort weitgehend fest vereint, wenn es um die nationale Sicherheit geht - als Außenstehender nur teilweise nachvollziehbar. Und die Begeisterung für Yaniv Hayoun ist sicherlich keineswegs inszeniert sondern weitgehend echt - eben weil er mit seinem Handeln den Überlebensinstinkt des Landes verkörpert -  ungeachtet dessen, dass es in dem Fall noch weitere Helden gibt. Dennoch ist Yanif's Story wie gemacht für das Selbstvertrauen des Landes.

 

Ohne jegliche Laudatio für Netanjahu - natürlich versucht er, etwas von der Stimmung "abzubekommen", ohne irgendwas dazu beigetragen zu haben. Ich glaube aber, jeder andere israelische Regierungschef hätte das genauso gemacht. Ob es für ihn reichen wird, müssen die Israelis entscheiden. An der Situation des Landes und der gesamten Instabilität der Region wird das vermutlich erstmal wenig ändern. Da braucht es sicherlich noch ein paar mutige Ansätze und verdiente Friedensnobelpreise einer neuen Politiker-Generation. Netanjahu ist da definitiv raus - etliche andere Regierungschefs der Region aber auch.

Geschrieben (bearbeitet)

Zum Glück ist das Thema gar nicht politisch schwierig. Ich bin mir sicher, wenn ich gleich die Beiträge im Thread lesen werde, werde ich auf eine trockene Analyse ohne politische Polemisierung treffen.

 

In aller Seriosität:

vor 15 Stunden schrieb AeroSpott:

Bis da nicht Beweise vorliegen, die das zu 100% fest belegen können, bin selbst ich an der Stelle eher bei einem technischen Defekt

Ich bin gerade echt ein wenig enttäuscht. Von anderen Forenteilnehmern kennt man es nicht anders, aber von dir hätte ich schon ein wenig mehr Hang zur kritischen Analyse erwartet.

 

vor 7 Stunden schrieb blackbox:

Und kannst du mir irgendeinen Beleg (nicht Hinweis) dafür geben, dass die Air India 787 in eben diese Kategorie fällt? 

Das kann meinetwegen auch gerne in den AI-Thread rübergezogen werden, aber ihr verschiebt bei dem Thema ganz massiv die Torpfosten, und werdet es auch immer weiter machen, weil euch das "Boeing ist böse und will was vertuschen"-Szenario aus irgendeinem (mir nicht erklärlichem) Grund zuspricht.

 

Wir haben einen Zwischenbericht, wir wissen, dass die Fuel Cutoff Switches umgelegt worden. Welche Beweise wollt ihr noch? Soll das NTSB einen Schamanen als Medium anstellen, um noch mal selber mit dem Commander und First Officer zu sprechen?

 

Dann kann ich auch genauso raunen, MH370 waren die Geheimdienste, um irgendein Patent zu schützen, auch wenn da der Konsens trotz wesentlich ungenauerer Faktenlage wesentlich breiter gegeben zu sein scheint. So gesehen ist der China-Eastern-Crash auch quasi gar nicht aufgeklärt. Und bei Germanwings können wir immer noch nicht ausschließen, dass nicht doch der FO Knockout gegangen ist und parallel dazu zufälligerweise ein once in a billion Fehler an der FCU aufgetreten ist. Diese Verschwörungsspirale kann man super leicht immer weiter drehen.

 

Ich find auch ehrlich gesagt den Air-India-Crash einen sehr komischen argumentativen Hügel, um ausgerechnet darauf zu sterben zu wollen. Ich spreche ganz offen, sogar ich habe nach dem Vietnam-Airlines-Zwischenfall durchaus mal am "hui, wenn das mal kein Boeing-Systemversagen war"-Baum genascht. Es tut mir aber auch wirklich nicht weh, nach neuen Erkenntnissen meinen privaten Theorien wieder tschüss zu sagen, weil ich nicht hinter jeder Ecke einen konspirativen Schatten vermute.

 

vor 7 Stunden schrieb blackbox:

Diese Frage warum 2015 in einem deutschen Luftfahrtforum für das Thema Piloten-Suizid ist schon mehr als verwunderlich.

Nein, German Exceptionalism in einer internationalen Branche ist mehr als verwunderlich. Der Germanwings-Crash ist nicht bedeutsamer für die Sicherheit der internationalen Luftfahrt als alle anderen, nur weil unsere Landsleute betroffen waren.

 

Da es sich aber hier augenscheinlich womöglich auch nicht um einen klassischen erweiterten Suizid handelt, ist das Thema an der Stelle auch ein bisschen beliebig.

 

Bearbeitet von Lucky Luke
Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb blackbox:

Israels Parlamentswahlen finden am 26.Oktober 2026 statt.

 

vor 2 Stunden schrieb blackbox:

Netanyahu warnt seit Tagen vor einem drohenden Terroranschlag vor den Präsidentschaftswahlen.

Das sind eben zwei paar Schuhe! Die Präsidentschaftswahlen werden erst 2028 abgehalten. Eine Wiederwahl von Herzog ist verfassungsrechtlich nicht möglich.

vor 1 Stunde schrieb blackbox:

Wo schreibe ich was von der Hauptstadt? 

 

vor 2 Stunden schrieb blackbox:

Woher will Tel Aviv so früh wissen, dass es sich bei Flug 1073 um einen Terroranschlag gehandelt hat? 

"Woher will Tel Aviv so früh wissen" ist eine Redewendung, die man normalerweise für Hauptstädte anwendet.

Geschrieben
vor 19 Minuten schrieb BWE320:

 

"Woher will Tel Aviv so früh wissen" ist eine Redewendung, die man normalerweise für Hauptstädte anwendet.

Oh Mann... Man kann aber auch mutwillig hier die Erbsen zählen. Großartig, dass du dein Wissen über Israels Hauptstadt hier unterbringen konntest. Das hat die Diskussion wirklich weitergebracht..

 

2. Die Parlamentswahlen entscheiden sehr wohl über die Zusammensetzung der Parteien und ob Bibi N's Likud weiterhin eine Mehrheit im Parlament hat. Präsidenschaftswahlen sind 2028. Das ist korrekt. Die hatte ich nicht gemeint. Es ging um die Tatsache, dass Israel und Bibi N im Wahlkampf stehen, und den Fall FDB1073 zu ihren Zwecken missbrauchen ohne harte Fakten hinsichtlich der Hintergründe abzuwarten, was ich unverantwortlich finde.

vor einer Stunde schrieb Lucky Luke:

Nein, German Exceptionalism in einer internationalen Branche ist mehr als verwunderlich. Der Germanwings-Crash ist nicht bedeutsamer für die Sicherheit der internationalen Luftfahrt als alle anderen, nur weil unsere Landsleute betroffen waren.

Verstehe ich nicht. Der Germanwings-Crash war international eines der bedeutendsten Suizid-Unglücke und hat rund um den Globus für Erschütterungen gesorgt. Warum sollte es richtig sein, diesen Unfall unerwähnt zu lassen? 

Geschrieben (bearbeitet)

Um nochmal mit Fakten zu ergänzen:

 

  • Jerusalem wird von den Vereinten Nationen und der Mehrheit der Mitgliedsstaaten NICHT als Hauptstadt Israels anerkannt. Die meisten ausländischen diplomatischen Vertretungen in Israel befinden sich auch aktuell immer noch in Tel Aviv.
  • Netanjahu ist NICHT Israels Präsident, sondern Regierungschef. Dieser wird vom Parlament vorgeschlagen und vom Präsidenten ernannt. Von daher geht es für Netanjahu bei der Parlamentswahl am 26. Oktober sehr wohl konkret um seinen Job.
Bearbeitet von SAF_Laden
typos
Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Tschentelmän:

Netanjahu und sein umstrittenes Ansehen hin oder her. Aber Israel ist kein "normales" Land, wie wir es kennen. Israel befindet sich permanent in einer latenten Existenzgefahr, das Land muss ständig mit Terroranschlägen rechnen - das betrifft auch Israelis im Ausland und in Flugzeugen.

Israel ist die mit Abstand stärkste Militärmacht der Region, die mit vielen Nuklearwaffen ausgestattet ist und noch dazu von der stärksten Militärmacht, die die Welt je gesehen hat, gedeckt wird. Existenzgefahr sehe ich momentan eher für Israels Nachbarland Libanon und die besetzten Gebiete, wo Flächenbombardements in hochverdichteten Wohngebieten zur Tagesordnung gehören. Aber Unglücke zu seinen politischen Zwecken zu instrumentalisieren rechtfertigt nicht, Bedrohungszenarien hinzu zu erfinden, wo de facto keine sind. FDB1073 war - Stand heute - kein Anti-Israelischer Terroranschlag. Dafür fehlt halt jeder Beleg. 

vor 2 Minuten schrieb SAF_Laden:

Um nochmal mit Fakten zu ergänzen:

 

  • Jerusalem wird von den Vereinten Nationen und der Mehrheit der Mitgliedsstaaten NICHT als Hauptstadt Israels anerkannt. Die meisten ausländischen diplomatischen Vertretungen in Israel befinden sich auch aktuell immer noch in Tel Aviv.
  • Netanjahu ist NICHT Israels Präsident, sondern Regierungschef. Dieser wird vom Parlament vorgeschlagen und vom Präsidenten ernannt. Von daher geht es für Netanjahu bei der Parlamentswahl am 26. Oktober sehr wohl konkret um seinen Job.

Danke für die Einordnung jenseits jeder Aufgeregtheit.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Lucky Luke:

In aller Seriosität:

Ich bin gerade echt ein wenig enttäuscht. Von anderen Forenteilnehmern kennt man es nicht anders, aber von dir hätte ich schon ein wenig mehr Hang zur kritischen Analyse erwartet.

 

Wir sollten das vielleicht wirklich in den AI-Thread schieben.

Ich analysiere das durchaus sehr kritisch. Aber die Schuld lässt sich leichter auf einen Piloten schieben, der sich nicht mehr verteidigen kann, als einem angeschlagenen Flugzeugbauer mit einem möglichen Grounding von 1300 Flugzeugen einen Todesstoß zu versetzen. Meine Sicht der Dinge stützt sich auf folgende drei Pfeiler:

 

1. Die Untersuchungskommission in Indien bekleckert sich in ihrer Arbeit nicht gerade mit Ruhm. Insbesondere, dass nicht mal ein CVR Transscript bis heute veröffentlicht wurde, erweckt bei mir das Gefühl, dass man irgendetwas nicht an die Öffentlichkeit tragen möchte.

2. Zum anderen sprechen für mich einige Faktoren in der Chronologie der Ereignisse gegen einen Pilotensuizid. Und das ist vor allem die Tatsache, dass die RAT einige Sekunden vor dem Abschalten der Fuel Switches bereits getriggert wurde, dass die Maschine in der Vergangenheit mehrfach Probleme mit der Elektrik und gar einen Elektrobrand hatte und dass die Schalter innerhalb einer Sekunde bestätigt sein worden sollen. Zum Zurückschalten hat man vier Sekunden gebraucht - für die gleiche Bewegung.

3. Ich habe im Bekanntenkreis einen Piloten, der in der Vergangenheit die Boeing 787 für zwei namhafte Airlines geflogen hat, der ebenfalls, wie viele seiner Kollegen, aus genannten Gründen an der Suizid-Theorie zweifelt. Insbesondere den dritten Punkt mit der Schalterbetätigung ist in seinen Augen unplausibel. 

 

Der vierte Pfeiler, der noch hinzu kommt, dem ich aber gar nicht so viel Gewicht in der Angelegenheit geben möchte, ist die Historie der Boeing 787, welche durch stetige Qualitäts- und Produktionsmängel sowie Sparmaßnahmen bei Boeing geprägt ist. 

Geschrieben
vor 46 Minuten schrieb blackbox:

. Die Parlamentswahlen entscheiden sehr wohl über die Zusammensetzung der Parteien und ob Bibi N's Likud weiterhin eine Mehrheit im Parlament hat. Präsidenschaftswahlen sind 2028. Das ist korrekt. Die hatte ich nicht gemeint

Du hattest aber ursprünglich von Präsidentschaftswahlen geschrieben! Das ist eine Verwechslung, die kann mal passieren, ist aber etwas komisch wenn man vorher andere wegen mangelnder Qualität kritisiert.

Letztendlich wird es dir so schwer fallen, viele Leute davon zu überzeugen, dass es sich nicht um einen Anschlag handelte.

Geschrieben

Die in Zivil mitreisende Crew hatte wahrscheinlich das Typerating für die 737, nehme ich mal an?

 

Ob jemand, der nicht mit der 737 Max eng vertraut ist, die schwer beschädigte Maschine hätte erfolgreich runterbringen können?

 

Was war denn von der Instrumentierung zerstört? In mindestens einer Quelle hieß es doch, dass der Co versucht hat, die Instrumente zu zerstören?

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