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Aktuelles zum Allgäu Airport Memmingen


Empfohlene Beiträge

Geschrieben
Meiner Meiung nach sind das alles nur faule Ausreden und die TXL / HAM Verbindungen könnten sehr wohl gewinnbringend betrieben werden.

Warum sollte eine Airline "faule Ausreden" suchen um eine profitabel zu betreibende Strecke einzustellen? Alle 3 innerdeutschen Strecken die X3/AB geflogen haben waren nie dauerhaft rentabel. Bei TXL hatte man noch Hoffnung dass es durch Anschlüsse an den Hub das Minus der Direktstrecke durch Netzerträge ausgleicht. Da die Betriebszeiten eine optimale Anbindung nicht zulassen, kann man die Strecke nicht kostendeckend betreiben und stellt sie deswegen ein. Da kann sich die Flughafenführung in FMM beklagen wie sie will, aber STR oder MUC haben damit auch nichts zu tun. Solche Schlüsse zieht man halt wenn man Argumente anführt wie "aber der Ladefaktor im August liegt doch bei 80%"... Wenn man keine Ahnung hat...

Geschrieben

Womit meine Vermutung ja wohl eindeutig untermauert wird.

 

Ich gestehe Dir mit dieser Flugstatistik gerne das Recht zu, pro-MUC befangen zu sein:

 

1 MUC München 206 Flüge 27,8 %

:

 

1 Lufthansa 90 Flüge 24,3 %

2 Air Berlin 29 Flüge 7,8 %

:

 

Dafür darf ich dann als Mautaler auch pro-FMM befangen sein.

Geschrieben (bearbeitet)
Warum sollte eine Airline "faule Ausreden" suchen um eine profitabel zu betreibende Strecke einzustellen? Alle 3 innerdeutschen Strecken die X3/AB geflogen haben waren nie dauerhaft rentabel. Bei TXL hatte man noch Hoffnung dass es durch Anschlüsse an den Hub das Minus der Direktstrecke durch Netzerträge ausgleicht. Da die Betriebszeiten eine optimale Anbindung nicht zulassen, kann man die Strecke nicht kostendeckend betreiben und stellt sie deswegen ein. Da kann sich die Flughafenführung in FMM beklagen wie sie will, aber STR oder MUC haben damit auch nichts zu tun. Solche Schlüsse zieht man halt wenn man Argumente anführt wie "aber der Ladefaktor im August liegt doch bei 80%"... Wenn man keine Ahnung hat...

 

Sitzt du in der entsprechenden Abteilung von Airberlin? Ich denke mal nicht, da du es dann sicher hier nicht posten würdest.

 

Wenn sie wirklich so grottenschlecht gewesen wären, hätten sie sich nicht 3 Jahre lang gehalten.

 

Und zu den Betriebszeiten. Das sind eindeutig Ausreden von Airberlin. Guck mal auf die Ankunftszeiten in Tegel.

Die Flüge um 20.00 (etwa morgen aus Bari) werden noch als Umsteigeverbindung angezeigt.

 

Von 20.05-20 30 kommen an:

 

Heute und Morgen

 

Barcelona

Frankfurt

München

Saarbrücken

Münster

Wien

Rom

 

 

Wo sieht hier Airberlin das Potential, das sie erschließen könnte, um die Flüge profitabel zu machen?,

 

München-Memmingen via Berlin etwa, wo man mit dem Auto schneller ist?

Allenfalls könnten ich mir ein paar Umsteiger von Rom und Barcelona vorstellen. Ob die einerseits zahlenmäßig viele sind, andererseits die erforderlichen Erträge bringen (nach deiner Argumentation und auch der von Airberlin würden die aus den aufgezählten Fliegern fehlenden Umsteiger gerade den fehlenden Beitrag einbringen, um den Profit für Airberlin ausreichend zu machen), bezweifle ich. Auch wenn man noch später starten würde, kämen keine großartigen Destinationen dazu. Manche Leute lassen sich wohl alles aufschwatzen. Von viel Ahnung zeugt dies aber nicht.

 

 

Ob München und Stuttgart aktiv was beigetragen haben. glaube ich auch nicht. Wohl wird aber die Nähe zu den Airports für die Einstellung beigetragen haben, da Airberlin wohl erwartet, dass einige Fluggäste von dort wegfliegen.

 

Um auf den Eingang zurückzukommen. Wenn man die Flieger auf anderen Strecken einsetzen kann, und andererseits Kunden auf andere Airports ausweichen und dort die eigenen Plätze füllen, ist eine Einstellung nachvollziehbar. Das darf aber nicht automatisch gleichgesetzt werden mit Inlandflüge ab Memmingen rentieren sich ohnehin nicht.

 

 

Können wir diesen planlosen Thread samt des nutzlosen Airports so schnell wie möglich schließen??

 

Wenn du allergisch gegen Memmingen bist, dann klick einfach denThread nicht an. Und zu nutzlos: Die 800.000 Passagieren im Vorjahr sind wohl nur geflogen, weil man sie mit angehaltener Pistole in Flugzeug gedrängt hat. Oder meinst nicht etwa doch, weil der Flughafen für sie einen Nutzen hatte?

 

Womit meine Vermutung ja wohl eindeutig untermauert wird.

 

Ich gestehe Dir mit dieser Flugstatistik gerne das Recht zu, pro-MUC befangen zu sein:

 

1 MUC München 206 Flüge 27,8 %

:

 

1 Lufthansa 90 Flüge 24,3 %

2 Air Berlin 29 Flüge 7,8 %

:

 

Dafür darf ich dann als Mautaler auch pro-FMM befangen sein.

 

Sorry, kannst da mehr schreiben über diese Statistik. In welchem Zeitraum die angegebenen Flüge? Der Anteil woran drückt die % aus?

Bearbeitet von Ollivhb
Geschrieben
Sitzt du in der entsprechenden Abteilung von Airberlin? Ich denke mal nicht, da du es dann sicher hier nicht posten würdest.

 

Wenn sie wirklich so grottenschlecht gewesen wären, hätten sie sich nicht 3 Jahre lang gehalten.

 

Die Auslastung war wirklich grottenschlecht. Es gibt eine Statistik der Flughafengegner (die nerven zwar, aber haben eine wirklich gute Statistik) in der man sehr genau die Auslastung sehen kann. http://www.bgfl.de/statistik/index.htm

Da kann man sehen, dass die Auslastung dieses Jahr eher schlechter als letztes Jahr war und z.B. im Januar mit unter 60% sehr schlecht war und in den restlichen Monaten bis Mai dann nicht viel besser. Wenn ich mich recht erinnere hat Airberlin den Break-Even bei hohen 70%.

Die Tatsache, dass gerade in der Zeit in der die Businees-Leute Urlaub haben (August) mit Abstand die höchste Auslastung ist, zeigt doch ganz klar, dass die Flex-Tickets wohl eher schlecht gingen.

 

Dass es genau drei Jahre waren hängt an dem Marketingzuschuss von Allgäu-Marketing. Der musste halt abgeflogen werden. Aber ein einmaliger Millionenzuschuss kann auch nicht ein dauerndes Defizit abdecken. Von FDH, STR und MUC ist es für Touris auch nicht viel teuerer als von FMM. Die Catchment-Areas zu diesen Flughafen grenzen östlcih voni Wangen, westlich von Augsburg und bei Ulm an FMM. Innerhalb dieses Bereichs wohnen eben nicht so viele Leute, insbesondere gibt es da nicht so viel Firmen. Außerdem sind 4oder 5 Verbindungen/Tag besser als die 2 ab FMM. Ich weiß das noch von früher: Trotz Firmensitz in Augsburg und Flughafen in Augsburg bin ich des öfteren von MUC geflogen, da ich da flexibler war.

 

FMM hat zu wenig Aufkommen. Da haben sich nun schon der Stuttgarter Flugdienst, Tuifly und Airberlin die Finger verbrannt. Mal sehen wer es als nächster versucht. ein konventionelles Konzept sollte es nicht sein, denn das hat sich nun doch nie bewährt.

 

 

Geschrieben

Das mit den Geschäftsreisenden ist wohl ein Wunschtraum für dich. Das war von Anfang an klar, dass in diesem Bereich wenig Aufkommen sein wird und der Flughafen hauptsächlich Urlaubsreisenden dienen wird. Hättest du gedacht, Airfrance, KLM, BA und Co werden in wenigen Jahren da stehen. Tuifly war auch eher auf dieses Urlaubssegment aus, Airberlin halt eher auf die Geschäftsreisenden, vor allem nach Oneworld Beitritt. Wie gesagt, bei Tuifly hätten wir diese Flüge wahrscheinlich noch. Von Finger verbrannt kann keine Rede sein, dann hätte Tuifly wohl schon früher die Flüge eingestellt (Allenfalls kann man dieser Airline vorwerfen, sich allgemein mit ihrem Modell die Finger verbrannt zu haben, weil sie sonst die Citystrecken nicht abgegeben hätten, dies ist aber kein spezifisches Memmingen Problem). Und was ist Stuttgarter Flugdienst?

 

Nach Catania und Co wiederum werden Geschäftsreisende immer in der Minderzahl sein, egal von welchem Airport.

 

Das mit dem günstig von anderen Flughäfen ist auch so eine Sache. Die Einstiegspreise von Intersky liegen hin und retour bei ca. 150 Euro hin und retour, da bekam man mit Tuifly schon mehr als zwei Flüge. Zudem würde ich bei einem Metzger, der mit Aktionspreisen für 100 Gramm lockt, aber mir dann beim Kauf von 200 Gramm erklärt, für die zweiten 100 Gramm gilt ein höherer Preis, auch nur im Notfall einkaufen. Aus diesem Grund bin ich immer nach Memmingen, obwohl Friedrichshafen näher lag.

 

Zudem sind sicher die Parkgebühren in kleineren Flughäfen meist geringer, was ein Vorteil für Memmingen ist (sicher muss man abwägen und Preise vergleichen, aufgrund der linearen Abrechnung in Memmingen kann zwei Wochen parken auch nicht billiger als in München sein). Sind ja nicht alle Fluggäste Geschäftsreisende, die über die Firma abrechnen können bzw. dies als Selbständige von der Steuer abschreiben können

 

 

Zu Defizit: wo hast du das bitte her, zwischen zu geringen Erlösen wie von Air Berlin verlautbart (positiv, aber nicht wie man es sich vorstellt) und Defizit (negativ) ist ein Unterschied. Und die Zuschüsse wird man wohl nicht nur für die Berlin Strecke oder allgemein eine Strecke gegeben haben (dann ging es sich mit den drei Jahren aus) sondern wenn, dann wohl für ein größeres Angebot.

 

Geschrieben
Das mit den Geschäftsreisenden ist wohl ein Wunschtraum für dich.

 

Nach Catania und Co wiederum werden Geschäftsreisende immer in der Minderzahl sein, egal von welchem Airport.

 

 

 

Zu Defizit: wo hast du das bitte her, zwischen zu geringen Erlösen wie von Air Berlin verlautbart (positiv, aber nicht wie man es sich vorstellt) und Defizit (negativ) ist ein Unterschied. Und die Zuschüsse wird man wohl nicht nur für die Berlin Strecke oder allgemein eine Strecke gegeben haben (dann ging es sich mit den drei Jahren aus) sondern wenn, dann wohl für ein größeres Angebot.

 

Ich habe keine Wunschträume mit Geschäftsreisenden ab FMM. Von denen gibt es hier relativ wenig. Aber wenn ich geschäftlich fliege, dann habe ich auf Kurzstrecken gerne merere Terminoptionen. die gibt es ab FMM nicht.

Der Stuttgarter Flugdienst hat vor Tuifly hier schon Flüge zur Hannover Messe angeboten, die dann aber mangels Nachfrage abgesagt wurden, nachdem sie zuvor medial als der Renner vermarktet wurden.

 

TuiFly hatte allgemein ein Problem mit der Auslastung der Maschinen (d.h. zu wenige Strecken), daher haben sie sich auf DB-Geschäfte eingelassen (in MM haben sie ja einen Millionenzuschuss dafür bekommen). Sie haben ihre Maschinen ja teilweise mehr als einen halben Tag planmäßig in FMM stehen lassen, da sie nichts zu fliegen hatten.

 

Dass Airberlin Defizit mit den Citystrecken macht, haben die im letzten Geschäftsbericht kundgetan. Glaube kaum, dass sie nur in FMM Gewinne gemacht haben und sonst Veruste. Da man in erster Näherung die Kosten von den Erlösen abzieht, kann da ganz leicht ein Verlust herauskommen. ein schlechter Erlös führt somit zu einem Verlust.

In deinem Rechenexempel fliegt man für 150 Eruo zwei Mal FMM/TXL roundtrip. D.h. rund 3000 km. Da schluckt die Maschine bei durchschnittlicher Auslastung pro Pax rund 200 l Kerosin. Das mit 75 ct multipliziert, dann bist du bei 150 Eruo. Wer zahlt dann die Crew, die Maschine, die Flughafengebühren, die Security, ...?

Soviel zu Gewinn, Verlust und geringen Erlösen.

 

Wer 1 und 1 addieren konnte, konnte vorhersagen, dass die innerdeutschen Linien ab FMM nicht funktionieren.

 

 

 

Geschrieben
Die Auslastung war wirklich grottenschlecht. Es gibt eine Statistik der Flughafengegner (die nerven zwar, aber haben eine wirklich gute Statistik) in der man sehr genau die Auslastung sehen kann. http://www.bgfl.de/statistik/index.htm

Da kann man sehen, dass die Auslastung dieses Jahr eher schlechter als letztes Jahr war und z.B. im Januar mit unter 60% sehr schlecht war und in den restlichen Monaten bis Mai dann nicht viel besser.

 

Die Statistik sieht interessant aus, aber die genannten Quellen geben diese Zahlen nicht her. Frag mich schon, woher die kommen sollen...

Geschrieben
Die Statistik sieht interessant aus, aber die genannten Quellen geben diese Zahlen nicht her.

 

Wie kommst Du darauf? Der ADV liefert anscheinend schon länger keine Zahlen mehr zu FMM, aber mit den Angaben des Stat. Bundesamtes stimmen die Statistiken genau überein. Die werden sich die Zahlen nicht aus den Fingern gesaugt haben, vermute ich mal.

 

Geschrieben (bearbeitet)
Dass Airberlin Defizit mit den Citystrecken macht, haben die im letzten Geschäftsbericht kundgetan. Glaube kaum, dass sie nur in FMM Gewinne gemacht haben und sonst Veruste.

In deinem Rechenexempel fliegt man für 150 Eruo zwei Mal FMM/TXL roundtrip. D.h. rund 3000 km. Da schluckt die Maschine bei durchschnittlicher Auslastung pro Pax rund 200 l Kerosin. Das mit 75 ct multipliziert, dann bist du bei 150 Eruo. Wer zahlt dann die Crew, die Maschine, die Flughafengebühren, die Security, ...?

Soviel zu Gewinn, Verlust und geringen Erlösen.

 

Wer 1 und 1 addieren konnte, konnte vorhersagen, dass die innerdeutschen Linien ab FMM nicht funktionieren.

 

 

Kannst du mir die Seite im Geschäftsbericht nennen? Wird schon irgendwo stehen, aber ich finde es auf die Schnelle nicht.

 

 

Was ich dort aber gefunden habe, ist eine Aussage, dass man sich auf die fluggaststärksten Airports konzentrieren will. Flughäfen wie Memmingen passen einfach nicht ins Konzept der Airline. Sah man ja auch mit der Brindisi Strecke. Die gab es ab München nicht, aber ab Memmingen. Sobald Air Berlin übernahm, wurde sie nach München verlegt. Wäre sie wirklich defizitär gewesen, hätte man sie wohl ganz eingestellt.

 

Das Ganze hat also schon mit München und Stuttgart zu tun, was ein paar Postings zuvor aber jemand abstritt.

 

 

Und zu den 150 Euro sag ich jetzt nichts mehr, da das kein Memmingen spezifisches Problem ist. Hier gehts ja schließlich um diesen Airport und nicht um Businesclass vs. Billigflieger.

 

 

@ Ollivhb: Ich brauche dir ja nun nicht mehr zu antworten, lies einfach nochmal die zwei Antworten von backtrack!

 

Du bist mir aber eine Antwort noch schuldig. Deiner Meinung nach waren es ja die Anschlüsse von den Flugzeugen, die in Berlin aufgrund des Nachtflugverbotes verpasst werden, dass die Flüge nicht den gewünschten Ertrag bringen. Wo siehst du da das Potential auf den erwähnten Strecken?

Bearbeitet von Ollivhb
Geschrieben
Was ich dort aber gefunden habe, ist eine Aussage, dass man sich auf die fluggaststärksten Airports konzentrieren will. Flughäfen wie Memmingen passen einfach nicht ins Konzept der Airline. Sah man ja auch mit der Brindisi Strecke. Die gab es ab München nicht, aber ab Memmingen. Sobald Air Berlin übernahm, wurde sie nach München verlegt. Wäre sie wirklich defizitär gewesen, hätte man sie wohl ganz eingestellt.

 

Dasselbe macht airberlin schließlich auch in CGN und DUS. Die haben auch so manche Strecke ab CGN die die von Tui übernommen haben nach düsseldorf verlegt. Zum Beispiel die nach INN und Klagenfurt. Da nehmen die teilweise schon dieselben Flugtage, nur eben andere Abflughäfen. Irgendwo kann man die airberlin verstehen, dass die sowas auf ihre "Hubs" und Focus Cities oder wie mans nennen will konzentrieren. Schließlich wollen die auch immer mehr Umsteiger haben.

Als ich vor kurzem einen Flug von Düsseldorf nach Wien bei denen buchen wollte, hab ich mich erstmal gewundert, wieviele Frequenzen die an einem Tag haben. Erst dann viel mir auf, dass von den für den Tag 10-15 angebotenen Flügen 75% über andere Airport wie Berlin, Hamburg, München etc. gingen. Dadurch wurde die Buchungsübersicht schon ziemlich undurchsichtig, denn einen Umsteigeflug wollen ja wohl die wenigsten, wenn es ihn auch als direktflug gibt ;)

Geschrieben
Das Ganze hat also schon mit München und Stuttgart zu tun, was ein paar Postings zuvor aber jemand abstritt.

 

Aber nicht dahingehend, dass die Flughäfen Air Berlin genötigt hätten, die Verbindungen von FMM abzuziehen. Das hatte der Bundestagsabgeordnete Rief (Bieberach) vermutet, was ich aber - mit Verlaub – für lächerlich halte. Ich kann mir nicht vorstellen, daß sich ein Airport auch nur ansatzweise so ins Geschäft seiner Kunden einmischt. Vielleicht ist er auch nur sauer, wei die für ihn sicherlich praktische Verbindung nach Berlin wegfällt? :lol:

Was soll eigentlich so verwerflich daran sein, wenn sich eine Airline auf die passagierstärksten Flughäfen konzentriert? Wirtschaftlich ist das doch nur vernünftig, und offensichtlich wurden alle Verträge eingehalten. Schließlich <ironie> haben die Airlines weder einen Versorgungsauftrag noch ist im Grundgesetz die für Paxe maximal zumutbare Entfernung bis zum nächsten Flughafen festgeschrieben </ironie>.

Was ich hinsichtlich der Auslastungszahlen interessant finde: Wenn GF Schmid durch den Wegfall der Berlin-Verbindung 110.000 Paxe weniger erwartet, ergibt das bei 1235 Flügen pro Jahr (52 Wochen a 24 Flüge abzüglich einiger Flüge wg. Jahreswechsel und anderer Feiertage) eine durchschnittliche Auslastung von 60%. Das würde den AB-Rückzug verständlich machen, liegt aber deutlich unter den öffentlichen Zahlen. Sind die 110000 also schöngefärbt oder stimmt meine Rechnung nicht?

Geschrieben
Aber nicht dahingehend, dass die Flughäfen Air Berlin genötigt hätten, die Verbindungen von FMM abzuziehen. Was soll eigentlich so verwerflich daran sein, wenn sich eine Airline auf die passagierstärksten Flughäfen konzentriert? Wirtschaftlich ist das doch nur vernünftig, und offensichtlich wurden alle Verträge eingehalten.

 

 

Ich habe mich auf die Aussagen von Schmid bezogen, gemäß denen sich Airberlin auf Str und Muc konzentrieren will.

 

 

Und zu Verträge einhalten. Das wurde eben nicht getan. Zuerst wurden die Tickets verkauft, und dann die entsprechenden Flüge eingestellt. Natürlich kann Airberlin Flügen einstellen, wenn sie will. Die Flüge, die sie verkauft hat, muss sie aber dann auch noch fertig fliegen.

 

Geschrieben
Aber nicht dahingehend, dass die Flughäfen Air Berlin genötigt hätten, die Verbindungen von FMM abzuziehen. Das hatte der Bundestagsabgeordnete Rief (Bieberach) vermutet, was ich aber - mit Verlaub – für lächerlich halte. Ich kann mir nicht vorstellen, daß sich ein Airport auch nur ansatzweise so ins Geschäft seiner Kunden einmischt. Vielleicht ist er auch nur sauer, wei die für ihn sicherlich praktische Verbindung nach Berlin wegfällt? :lol:

Was soll eigentlich so verwerflich daran sein, wenn sich eine Airline auf die passagierstärksten Flughäfen konzentriert? Wirtschaftlich ist das doch nur vernünftig, und offensichtlich wurden alle Verträge eingehalten. Schließlich <ironie> haben die Airlines weder einen Versorgungsauftrag noch ist im Grundgesetz die für Paxe maximal zumutbare Entfernung bis zum nächsten Flughafen festgeschrieben </ironie>.

Was ich hinsichtlich der Auslastungszahlen interessant finde: Wenn GF Schmid durch den Wegfall der Berlin-Verbindung 110.000 Paxe weniger erwartet, ergibt das bei 1235 Flügen pro Jahr (52 Wochen a 24 Flüge abzüglich einiger Flüge wg. Jahreswechsel und anderer Feiertage) eine durchschnittliche Auslastung von 60%. Das würde den AB-Rückzug verständlich machen, liegt aber deutlich unter den öffentlichen Zahlen. Sind die 110000 also schöngefärbt oder stimmt meine Rechnung nicht?

 

Also den Zahlen von Schmid glaube ich hinten und vorne nicht. Manchmal halte ich ihm ja zu Gute, dass er gar nicht weiß wovon er spricht. :-) Aber manchmal halte ich das was er sagt einfach nur für bodenlos.

Das mit den 60% erklärt ganz klar, warum AB abzieht. Aber wie konnten wir neulich lesen .... Trozt des Rückzugs von AB hatten sie in den ersten 7 Monaten noch 40% Wachstum. Das glaube ich auch. Doch hat man da die Zeit vor FR mit der Zeit mit FR verglichen. Nur Schönwetter-Nachrichten, wie immer.

 

Radio Prima 1 berichtet übrigens folgendes:

 

Ryanair erwägt Abzug vom Allgäu Airport

Der Billigflieger Ryanair denkt über einen Abzug vom Allgäu Airport Memmingen nach.

Grund ist die vom Bundeskabinett beschlossene Flugticket-Steuer, die für alle Flüge aus und in Deutschland ab Januar 2011 gelten soll.

Ryanair befürchtet sinkende Flugbuchungen, so Pressesprecherin Henrike Schmidt.

Ryanair will als Konsequenz künftig eventuell auf Märkte im europäischen Ausland ausweichen, sollten die Passagierzahlen einbrechen.

Die nach Entfernung gestaffelte Steuer ist am Mittwoch von der Bundesregierung abgesegnet worden.

 

3. September 2010, 14:30 Uhr

 

Da hört man vom Flughafen nichts davon... Warum wohl? Es werden nur Schönwetter-Nachrichten verbreitet. Vielleicht müssen wir zukünftig in München-Süd (Innsbruck) wegfliegen.

Geschrieben
Und zu Verträge einhalten. Das wurde eben nicht getan. Zuerst wurden die Tickets verkauft, und dann die entsprechenden Flüge eingestellt. Natürlich kann Airberlin Flügen einstellen, wenn sie will. Die Flüge, die sie verkauft hat, muss sie aber dann auch noch fertig fliegen.

 

...oder für adäquaten Ersatz sorgen. Das ist richtig, steht aber auf einem andere Blatt. Ich meinte die Verträge mit dem Airport. Wenn AB da irgendwo "ausgebrochen" ware, hätte man sicher davon erfahren. Ob man den Abzug nicht auch anders hätte regeln können (eben auch wegen der schon verkauften Tickets), sei mal dahingestellt.

Geschrieben
Du bist mir aber eine Antwort noch schuldig. Deiner Meinung nach waren es ja die Anschlüsse von den Flugzeugen, die in Berlin aufgrund des Nachtflugverbotes verpasst werden, dass die Flüge nicht den gewünschten Ertrag bringen. Wo siehst du da das Potential auf den erwähnten Strecken?

 

Für den Winter hätte FMM keinen Anschluss an FCO, BCN, PMI, CPH, CTA sowie an die Kanaren gehabt.

Geschrieben (bearbeitet)

In der Allgäuer Zeitung hat Flughafengegener und Bürgermeisteramtskandidat Dr. Buchberger zu einem populistischen Rundschlag ausgeholt und die schnellstmögliche Schliessung des Airports gefordert, weil die heimische Kaufkraft schwindet. Dass es im Gegenteil so ist dass schon immer in der Menschheitsgeschichte prosperierende Siedlungen vorwiegend an Verkehrsknotenpunkten entstanden sind, kapiert der immer noch nicht. Erschreckend, dass so einer bei der OB Wahl so weit vorne lag. Der würde MM noch weiter in die Steinzeit zurück versetzen. Dann schauts in MM Innestadt künftig immer so aus wie beim Wallenstein Lagerleben. Wirtschaftliche Weiterentwicklung ist für Dr. Buchberger, der sein ausgeprägtes Rhetorik-Können stets in Szene zu setzen weiß, anscheinend überflüssiges Teufelszeug.

 

Übrigens gab es gestern im Memminger Kurier eine Klarstellung von Ryanair, dass man keinen Abzug aus FMM wegen der Luftverkehrsabgabe in Erwägung zieht. Interessant der Incoming-Anteil von über 60% und die kritische Bemerkung, dass man sich mehr Engagement der Allgäuer Tourismus wünscht, weil man offensichtlich ein höheres Potential für einfligende Touristen sieht.

 

 

Bearbeitet von mautaler
Geschrieben

Schließe ich aus Ihrem Beitrag richtig, dass ich einen beliebigen Ort nur mit einem Flughafen ausstatten muss, und dieser Ort dann "prosperiert" ? Und ohne Flughafen keine wirtschaftliche Weiterentwicklung?

Woher haben Sie Ihre Kenntnisse und wirtschaftliche Zusammenhänge?

 

Ich meinte natürlich "über" wirtschaftliche Zusammenhänge.

Geschrieben
Schließe ich aus Ihrem Beitrag richtig, dass ich einen beliebigen Ort nur mit einem Flughafen ausstatten muss, und dieser Ort dann "prosperiert" ? Und ohne Flughafen keine wirtschaftliche Weiterentwicklung?

Woher haben Sie Ihre Kenntnisse und wirtschaftliche Zusammenhänge?

 

Ich meinte natürlich "über" wirtschaftliche Zusammenhänge.

Sehr geehrter Herr Spie10,

ich wähle diese förmliche Anrede, weil Sie sich sonst möglicherweise von mir unangemessen behandelt fühlen würden; eigentlich sagen wir hier und in allen anderen Foren "Du" zueinander.

Weiterhin kommentiere ich normalerweise nie einen Beitrag eines Users, der einen anderen User kritisch betrachtet; das sollen die beiden unetr sich ausmachen. Hier mache ich mal eine Ausnahme.

Ich weiß nicht, welche Kenntnisse der User mautaler über wirtschaftliche Zusammenhänge hat, ich weiß aber, daß ich damit mein Brot verdiene, und zwar schon recht lange.

Und was mautaler als seine Meinung geschrieben hat stimmt von A bis Z. Insbesondere stimmt es, daß in der gesamten Menschheitsgeschichte sich dort wirtschaftliche Prosperität und Wohlstand einstellten, wo Verkehrsknotenpunkte entstanden. Übrigens schon in der Frühgeschichte der Menschheit, nachdem man beschloß, Siedlungen zu errichten und nicht mehr ständig umherzuziehen.

 

Geschrieben (bearbeitet)
Insbesondere stimmt es, daß in der gesamten Menschheitsgeschichte sich dort wirtschaftliche Prosperität und Wohlstand einstellten, wo Verkehrsknotenpunkte entstanden. Übrigens schon in der Frühgeschichte der Menschheit, nachdem man beschloß, Siedlungen zu errichten und nicht mehr ständig umherzuziehen.

 

Die Städte an Rhein und Donau, hierzu sei Köln gennant, oder die Hansestädte sind die besten Beispiele. Ebenso, etwas weiter östlich, die Seidenstraße. Da sich der Luftverkehr seinerzeit ganz ohne Zutun von ICAO & Co. auf unsere gefiederten Freunde beschränkte, waren es die Siedlungen an den wichtigen Handelswegen zu Lande und zu Wasser.

 

Allerdings äußere ich Bedenken insoweit, als dass dieses Prinzip grundsaätzliche Anwendung findet bzw. finden soll auf die Errichtung von Flughäfen von zweifelhafter Relevanz. Eine gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur ist essentiell für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region. "Gut ausgebaut" bedeutet m.E. jedoch nicht grundsätzlich, jeden aufgelassenen Militärflugplatz zwingend in einen Verkehrsflughafen zu verwandeln. Auch der Ausbau zügiger Zugangsmöglichkeiten zu bereits bestehenden und wirtschaftlich überlebensfähigen Flughäfen im Umfeld einer Region betrachte ich als gute Verkehrsinfrastruktur. Zumeist stehen die früheren Fliegerhorste als Flughäfen auf wirtschaftlich wackeligen Beinen, befinden sich in Abhängigkeit einiger weniger LCC, die auf Kriegsfuß mit Gebühren stehen und hängen letztlich über einen langen Zeitraum am Tropf des Steuerzahlers. Aktuelles Beispiel ist AOC, dem FR adieu sagen möchte. Der Geschäftsführer äußert Verständnis und fordert sogleich Staatshilfen ein. FMM gehört auch in diese Kategorie. Ebenso LBC und ZQW. Bei RLG möchte ich, obwohl ebenfalls etwas abseits, insoweit differenzieren, da hier offensichtlich ausreichend Potential besteht, da Airlines wie 4U, AB und LH ganzjährige Verbindungen zu ihren Hubs anbieten.

 

Einzige Ausnahme unter den Remote-Airports ist HHN. Und zwar nicht nur wegen des Hauptkunden FR, sondern auch durch die Gegebenheiten des Airports (lange Runway), die auch für Cargoairlines (die zumeist Widebodies einsetzen) und für Maintenance-Betriebe interessant sind.

 

Bei FMM sind einfach zu viele andere Airports rundherum, die Anschluss an die Welt und nicht nur an zwei, drei Ziele bieten.

 

Meiner Meinung nach wäre jedem mehr damit gedient, wenn man writschaftlich aus eigener Kraft überlebensfähige Flughäfen, die eine entsprechende Verkehrsleistung bringen und somit den Airlines erlauben, häufigere Frequenzen anzubieten, besser mit ihrem Einzugsgebiet verbindet, anstatt an jeder dritten Milchkanne einen Airport aufzumachen, der Unsummen Steuergelder verschlingt und bei dem jede Landung eines Fliegers größer als eine KingAir200 einem Event gleichkommt.

 

Das ist keine Forderung, nur noch Hubs bzw. Megaairports zu fördern. Regionale Flughäfen sehr gerne, aber man gewinnt manchmal den Eindruck, dass insbesondere (Regional-)politiker auch aus Gründen des persönlichen Prestiges einen Flughafen im eigenen Wahlkreis wollen, sich dabei aber keine Gedanken darüber machen, wer nachher die Zeche zahlen soll, da die Notwendigkeit für derlei Projekte zweifelhaft ist und bisher niemand einen Airport an genau diesen Orten vermisste, weil es eben drumherum schon ausreichend Plätze für jedweden Geschmack gab.

Bearbeitet von tbal

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