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Geschrieben
Eine Batterie die sich nur zu 15% nutzen lässt macht richtig Sinn.Von wegen Vorsprung

vor der alten NcCd Variante.

 

Das hast du, glaube ich, etwas falsch übersetzt. Die Batterie schaltet bei einer Ladung unter 15% ab, ist also zu 85% nutzbar.

 

Falk

 

Geschrieben

@dianzu

Ich bin leider kein Elektrikprofi sondern Techniker, aber vielen Dank für den Hinweis, wobei dieser noch einmal meine Vermutung stärkt, dass B das wahrscheinlich einfach nicht bewusst ist, welches Gefahrenpotential in diesen paar kg Einspqarung liegt.

Geschrieben

ich komme mal zu einem anderen Thema: der Börse und die Folgen des Desasters.

 

wenn ich mir diesen Bericht von der Veröffentlichung der Quartalszahlen anschaue und das hier lese:

http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infol...saster-aus.html

 

Aussage:

"Für das laufende Jahr stellte der Airbus-Konkurrent am Mittwoch mehr Auslieferungen, einem höheren Umsatz und einen stabilen Gewinn in Aussicht."

 

dann diese Reaktion sehe: "Für die Boeing-Aktie ging es nach den Nachrichten nach oben. Zum Handelsstart in New York legte das Papier um 0,62 Prozent auf 74,11 Dollar zu"

 

dann frage ich ich allen ernstes: Hallo? Man geht doch von einem Problemchen der Batterie aus... alles im Lot.

 

Nur zum Vergleich: solche Nachrichten hätten beim A380 wahre Kurseinbrüche ausgelöst. Da haben schon viel kleinere Probleme 3-10 % Einbruch an der Börse gebracht.

Manchmal ist die Börse nicht zu verstehen! Das diese Probleme bei Boeing nicht von heut auf morgen gelöst sind ist doch genauso klar, wie ein auf den Hersteller kommenden Kostenberg. Die Aktionäre scheinen recht treu zu sein - hoffentlich kommt da nicht mal ein böses Erwachen. Denn bei Boeing glänzt längst nicht alles, was man den Kunden/Aktionären gern so verkaufen will.

 

Geschrieben (bearbeitet)

Ich gehe fest davon aus, dass wir hier eine andere Berichterstattung zum Problem haben, als die drüben in den USA, wo die große Mehrheit der Einzelaktionäre sitzen dürfte.

 

Bisher wird das scheinbar noch nicht als Problem für die Aktie per se gesehen.

 

@no-hoper

Ich bin kein Techniker und habe 0 Plan davon. Aber der von Dir zitierte Satz "below 15% of full" bezieht sich auf "full". Was ist "full"? Full muß nicht Hundert sein, unter Umständen....

Bearbeitet von jared1966
Geschrieben

die Zahlen die Boeing veröffentlicht hat stammen aus der Zeit als die 787 noch flog !!!!

 

auf die Zahlen schlägt es erst dann durch wenn die nun gestoppten Auslieferungen auf Halde stehen und entsprechend

auch nicht bezahlt werden ....

Geschrieben
Fuer mich bedeuten "below 15 percent of full" einfach 85% und nicht 15%.

 

Andersrum kann ich mir auch nicht vorstellen,dass wenn das Tankpanel fuer eine Stunde

 

offensteht,satte 64Ah verbraten sind.

 

Nein, es ist (sinngemäß) so zu übersetzen: "... unter 15% der vollen Kapazität"

 

 

 

Geschrieben
... dient die Batterie doch zum starten der APU am Boden. Das bedeutet doch, dass der Batterie während des Fluges gar keine Energie entzogen wird oder?

Wenn das Ding tief entladen ist, muss die Energie ja irgendwo hin gewandert sein. Bei internem Kurzschluss würde sich die Batterie in kürzester Zeit selbst zerstören und überhitzen. Wäre das bei allen 150 Batterien der Fall gewesen, hätten wir das sicher mitbekommen. Somit sehe auch ich den Fehler in der Umgebung der Batterie, irgend etwas im System entzieht der Batterie Strom und das wohl nicht wenig. Übrigens reagiert jede LiIon-Batterie so auf Tiefentladung, nur dass die Cobalt´sche schöner brennt.

 

Viel befremdlicher finde ich, dass diese Vorfälle eher beiläufig ans Licht kommen und auch B mauert. Dies ist doch ein elementarer Hinweis für die Ursachenfindung. Hier scheint man mit den Behörden nicht offen umzugehen. Wäre dies bekannt gewesen, hätten wir sicher viel früher ein Grounding gesehen. Man könnte fast schon von Vertuschungsstrategie sprechen.

 

Geschrieben

Da es hier ja offensichtlich beinahe Konsens ist, dass Boeing ausschließlich aus Blödheit Lithium-Kobaltdioxidakkus verwendet sei mal Folgendes in die Runde geworfen:

 

Die 787 wurde ab 2003 entwickelt, damals gab es die Option Lithium-Eisenphosphat-Akku noch nicht, die wurden nicht vor 2007/2008 kommerziell eingesetzt. Dokumentation und Arbeit an der Zulassung beginnen sehr früh bei so einem Projekt, 2007 hätte ( ;) ) die 787 schon Erstfliegen sollen. Die Alternativen für die 787 waren damals also NiCd oder NiMH, mit gewissen Einbußen bei der Leistungsfähigkeit und beim Gewicht, vor allem aber ist ein Lithium-Ionen-Akku geradezu prädestiniert für das Anforderungsprofil mit ständigem Teilentladen und Voll-Aufladen. NiXX-Akkus quittieren das ja bekanntlich mit stetigem Leistungsverlust.

 

Dass man sie offensichtlich nicht beherrscht ist die eine Sache, aber die Entscheidung von 2003 oder 2004, auf Lithium-Ionen-Akkus zu setzen, finde ich nachvollziehbar.

Geschrieben

Als aber, ich glaube es war 2010, eine 787 mit 30 Technikern notlanden musste (die berühmte vergessene Beilagscheibe), dürfte bereits der erste Ernstfall aufgetreten sein. Das war vor 3 Jahren.

Geschrieben
Als aber, ich glaube es war 2010, eine 787 mit 30 Technikern notlanden musste (die berühmte vergessene Beilagscheibe), dürfte bereits der erste Ernstfall aufgetreten sein. Das war vor 3 Jahren.

 

Ist da nicht auch ein Sicherungskasten, oder Ähnliches, im oder hinter dem Cockpit ausgebrannt?

Geschrieben
Ist da nicht auch ein Sicherungskasten, oder Ähnliches, im oder hinter dem Cockpit ausgebrannt?

 

In den Berichten war von einem Lichtbogen ("electric arc") die Rede. Allerdings hatte eine Boeing-Pressemitteilung daraus ein "fire" gemacht. Bis heute ist unklar, ob der Lichtbogen tatsächlich irgend etwas entzündet hatte, oder ob sich Boeing mit dieser Formulierung nur populistisch dem Verständnishorizont amerikanischer Hausfrauen anpassen wollte.

 

Geschrieben
die Zahlen die Boeing veröffentlicht hat stammen aus der Zeit als die 787 noch flog !!!!

 

auf die Zahlen schlägt es erst dann durch wenn die nun gestoppten Auslieferungen auf Halde stehen und entsprechend

auch nicht bezahlt werden ....

 

 

das mag sein, doch die Börse reagierte mindestens so stark auf "Aussichten und Prognosen" als auf die Vorlage von Zahlen. Die sind doch bei Veröffentlichung des Geschäftsbericht in der Regel bereits in den Kursen eingepreist.

Bei Airbus gab es da wesentlich stärkere Auswirkungen als klar war, dass außerplanmäßige Kosten anstehen. Und die kann bei Boeing keiner leugnen - egal wie es ausgeht.

 

Geschrieben
Die 787 wurde ab 2003 entwickelt, damals gab es die Option Lithium-Eisenphosphat-Akku noch nicht, die wurden nicht vor 2007/2008 kommerziell eingesetzt. Dokumentation und Arbeit an der Zulassung beginnen sehr früh bei so einem Projekt, 2007 hätte ( ;) ) die 787 schon Erstfliegen sollen.

 

 

Richtig, nur das Schicksaal wollte es das man bei Boeing noch ein halbes Jahrzehnt geschenkt bekommen hat um das Flugzeug besser zu machen. Aber man offensichtlich die Zeit weder genutzt um Kinderkrankheiten auszumerzen, noch um Dinge durch besseres zu ersatzen die vor einem Jahrzehnt man State of the Art waren.

 

Gruß

Thomas

Geschrieben
Richtig, nur das Schicksaal wollte es das man bei Boeing noch ein halbes Jahrzehnt geschenkt bekommen hat um das Flugzeug besser zu machen.

 

In dem halben Jahrzehnt hatten sie aber alle Hände voll zu tun, das Ding endlich in die Luft zu bekommen. Ein Wechsel der Akkutechnik wäre eine eine weitere -aus damaliger Sicht überflüssige- Baustelle gewesen, die womöglich weitere Verzögerungen verursacht hätte.

 

 

Geschrieben (bearbeitet)

Hi Forum,

 

Wenn Lithium-Eisenphosphat für Businessjets schon zertifiziert und im Einsatz ist, wie lange würde dann eine Anpassung de Lade-Entladetechnik an die 787 mit der Zertifizierung für die neue Batterietechnik und Elektronik wohl dauern?

 

Wird dann wohl die Etops zuerstmal stark heruntergesetzt, um auf Erfahrungswerte zurückgreifen zu können?

 

Was mirgerade noch einfällt: Viele der Lithiumakkus Verträgen keine kalten Temperaturen. Entweder bringen Sie kalt nur einen Bruchteil der Leistung odervwerden durch Kälte gar beschädigt.

 

Wie ist das dann, eine 787 auf einer Außenposition bei -35 Grad draußen eine Nacht im Sturm stehen zu lassen?

 

 

Gruß

 

Windy

Bearbeitet von Windyfan
Geschrieben
Wie ist das dann, eine 787 auf einer Außenposition bei -35 Grad draußen eine Nacht im Sturm stehen zu lassen?

 

Da solche Nächte zu den Pflichtaufgaben bei den Zertifizierungsflügen gehören und es dort unter Garantie aufgefallen wäre, dürfte zumindest dieses Problem gelöst sein.

 

Geschrieben

Nach der Streichung von 459 Flügen im Januar hat ANA die Stillegung bereits 11,14 Mio. € gekostet. Im Februar sind weitere 379 Flüge gestrichen.

 

[fr]http://www.air-journal.fr/2013-02-01-dreamliner-ana-annule-plus-perd-12-millions-deuros-565964.html

 

Airbus arbeitet seit vergangenem Jahr an einem Plan B mit klassischen Nickel-Kadmium-Akkus. Konzernchef Fabrice Brégier kalkuliert die Möglichkeit ein, daß die FAA-Behörde die Verwendung von Lithium-Ionen-Akkus verbieten könnte.

 

[fr]http://www.air-journal.fr/2013-02-01-airbus-a350-un-plan-b-pour-les-batteries-565970.html

Geschrieben
Nach der Streichung von 459 Flügen im Januar hat ANA die Stillegung bereits 11,14 Mio. € gekostet.

 

Das wären ja pro Flug im Schnitt gerade mal ca. 25000 Euro, finde ich sogar relativ wenig.

Geschrieben
Das wären ja pro Flug im Schnitt gerade mal ca. 25000 Euro, finde ich sogar relativ wenig.

 

Vielleicht setzen die die hauptsächlich auf defizitären Inlandsstrecken ein? Dann sparen die sogar dabei :o ;)

 

Hier ein Artikel aus dem Handelsblatt:

 

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/ha...ch/7713722.html

 

ANA hat dort das Thema des möglichen Groundings der 787 von mehr als einem Jahr und den finanziellen Aspekt auch angesprochen.

Geschrieben
Das wären ja pro Flug im Schnitt gerade mal ca. 25000 Euro, finde ich sogar relativ wenig.

 

Ein Hinweis: Zumindest im Handelsblatt ist nur von "Einnahmeausfällen" die Rede, keinesfalls von Gesamtkosten.

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