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Aktuelles zum Flughafen Friedrichshafen


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Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb Aero_Helvetia:


Diese Aussage liefert ja die Antwort. Es ist eine Region die mit zwei Flughäfen, die ein großes und vernünftiges Angebot (zzgl. Zürich) bieten, erschlossen ist und somit keine Relevanz für die Erhaltung des Standorts gegeben sein mag. 

Zumal via Zürich sehr viele Ziele direkt zu erreichen sind, bei denen man ab Friedrichshafen erst mal in Frankfurt umsteigen musste. Konstanz liegt 45 Minuten von ZRH. Memmingen hat inzwischen fast ein Vollsortiment an Billigfliegern. Dumm gelaufen für FDH...

Für den Standort wäre vermutlich eine bessere Straßenanbindung vorteilhafter. Die B31 ist eine Katastrophe.

Geschrieben
vor 55 Minuten schrieb Aero_Helvetia:


Diese Aussage liefert ja die Antwort. Es ist eine Region die mit zwei Flughäfen, die ein großes und vernünftiges Angebot (zzgl. Zürich) bieten, erschlossen ist und somit keine Relevanz für die Erhaltung des Standorts gegeben sein mag. 

Als Schweizer würde ich vielleicht auch so denken.

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Netzplaner:

Der Friedrichshafener braucht 1,5h mit dem Auto nach ZRH. Eine Streckenlänge, die vielen anderen ländlichen Deutschen in der gesamten Republik für die Fahrt zum Flughafen ebenfalls zugemutet wird.

Aber bei den Flughäfen in Deutschland muss man nicht ne Niere und den Erstgeborenen verkaufen, wenn man die Parkgebühren am Flughafen und noch einen Flug finanzieren will. Und wenn man in der Schweiz noch n Kaffee vor Abflug haben will, braucht es schon fast ne kriminelle Karriere, um das finanziell stemmen zu können...

 

Meine Eltern hätten zum STR ca 90min Fahrtzeit. Nach ZRH ca 2h. Und von wo fliegen sie meistens ab? Ab FRA (fast 4h), und das obwohl sie glaube noch nie mit LH geflogen sind.

Geschrieben (bearbeitet)

Um auch noch auf die anderen Punkte des Artikels einzugehen: 

  • Ab SFP2025 könnte SkyAlps eine DH4 in FDH stationieren und BER/HAM/DUS aufnehmen. 

Challenge: 

Schon Intersky hat die ATR76-600 (den effizientesten Flieger in dem Segment) nicht nachhaltig voll bekommen. In den letzten 10 Jahren hat der innerdeutsche Verkehr eher ab- als zugenommen. Zudem ist die Gebührenlast (Steuer/Flugsicherung/Airport/Handling/Personal) seither auch deutlich nach oben gegangen. Einerseits würde ich es dem FDH ja schon wünschen, aber ob das im reinen Point-to-Point reichen wird? Da war Sun-Air Scandinavia mit BA-Vertriebsnetz schon gefühlt eher die richtige Größe. (Und die einzigen, die es wenigstens bis Corona durchgehalten haben).

  • Man ist in Gesprächen mit KLM über eine Verbindung nach AMS. 

Das könnte klappen. KLM hat einige kleinere Destinationen erfolgreich im Programm und mit der jungen E75 Flotte auf absehbare Zeit auch das richtige Flugzeug dafür. 

  • Lufthansa kommt nicht vor 2026, wenn überhaupt, da die CRJ aus der Flotte raus gehen. 

In mehreren Berichten war ja die Rede, dass LH einen langfristigen Wet Lease Partner für bis zu 20 Regio-Flugzeuge im CRJ Segment sucht. Es wird also vermutlich auch weiterhin 100-Sitzer für LH geben, wenn auch nicht mehr operated by LH oder CLH, sondern CityJet und co… wer auch immer. Gut möglich, dass dann auch FDH zumindest auf einen doppelten Tagesrand (anstelle von 4xDaily) eine Chance hat. 

https://www.airliners.de/lufthansa-sucht-wet-lease-partner-regionalflugzeuge/72145

 

Man will FlyV als Partner für Regionalflüge bekommen. 

  • Bei dem FlyV Geschäftsmodell bin ich skeptisch. Ich glaub da irgendwie nicht dran, geht vlt. Aber auch nur mir so. Routen nach Bedarf abfliegen, die Flugpläne Ad-Hoc machen und das dann auch noch mit einem 9-Sitzer? Wenn ich von FDH nach FMO wollte und der Hobel auf dem Weg dann noch in FKB und PAD zwischenlandet … das sind ja horrende Handling und Airport-Fees, kombiniert mit kleinsten Passagiermengen und einer immensen Flugplanvolatilität. Wer soll das machen? Wer kein Geld hat, nimmt Bahn oder Auto (mit den ganzen Zwischenstopps im Flieger geht ja auch der Zeitgewinn dahin). Wer Geld hat, fliegt seine ultra dünne Route mit dem Privatjet. Und wer Geld hat, aber nicht genug für den Jet, der ist mit einer auf Wingly gecharterten Cessna 172 vermutlich immer noch schneller, (günstiger) und vor allem zuverlässiger dran (der Flieger fliegt dann und mit so vielen Stops, wie ich es will), als mit FlyV. Ich glaube nicht, dass das ein Markt ist - bin aber auf eure Einschätzungen gespannt. 
    https://www.flyvbird.com

Schwierig ist für den FDH eben echt sein kleines Einzugsgebiet. Wie auch @Netzplaner erwähnte - das ist eine bessere „Kleinstadt“. Ja schlecht angebunden an den Verkehr, ja mit ZF ein Industrie-Schwergewicht. Aber auch FMM, STR, ZRH in der „Nähe“. Plus in limitiertem Umfang ein ebenso vor sich hin krebsender Altenrhein. Das macht es nicht besser. 
 

Wo würde ich vlt. eine Chance für den FDH sehen (sehr wohlwollend aus dem Bauch raus geschätzt):

  • KLM 7/7 nach AMS mit E75, TK 7/7 nach IST mit der 738.
  • Mit viel Glück ein 14/7 LH nach FRA mit Regionalflugzeug operated by XXX
  • Zumindest im Sommer 2-3, im Winter einen täglichen leisure Flug im A320 Segment. 
  • Im Winter mindestens einen täglichen Ski-Charter im A320 Segment
  • Täglich 1-2 mal an irgendeine Ethno-Destination (Türkei & Ostdeutschland, A320 Segment)
  • Mit brutal viel Glück, guter Laune und Rabatten auf SunAir zugehen und vlt. nochmal je 10/7 BER/HAM/DUS mit der 328 und BA-Vertriebsnetz an Land ziehen. Oder RNA, ebenfalls mit 328. Gibt dann zwar keine 33 Euro Tickets, aber der ZF-Geschäftsmann zahlt das bestimmt. Ich meine: Gut, wenn das mit der SkyAlps DH4 mal aufs erste klappt. Aber ob dauerhaft die erforderlichen Zahlen kommen…

Arg viel mehr traue ich diesem Catchment bei bestem Willen aktuell nicht an Potenzial zu. Fraglich ist, ob selbst diese wohlwollende hypothetische Schätzung reichen wird. Rechnet man mit diesen Schätzungen, käme man bei durchschnittlichen Auslastungen auf ca. 570.000 Passagiere im Jahr (ankommend & abfliegend). Reicht wahrscheinlich trotzdem nicht, um sich vom Fördertropf abzunabeln. Die Lage ist halt echt nicht einfach für den FDH. Selbst wenn man wohlwollend rechnet. Klar ist aber auch, dass 320er Größe mit dem Mini-Catchment nur über den ULCC-Preis oder nahezu Full-Charter funktionieren wird. Wenn überhaupt. (Da müssen schon auch pro Flug 80 Stuttgarter, Züricher oder Münchener drauf sein, die den billigsten Preis gewählt haben und daher den weiten Weg in Kauf nehmen - und die fahren bisher schon nach FMM oder FKB). Das sind am FDH-Eck für eine Airline dann leider nur noch ziemliche Mikro-Märkte, die durch die bestehenden (allesamt besser wirtschaftenden Airports) nicht gerade vergrößert werden.

Bearbeitet von Avroliner100
Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb abdul099:

Aber bei den Flughäfen in Deutschland muss man nicht ne Niere und den Erstgeborenen verkaufen, wenn man die Parkgebühren am Flughafen und noch einen Flug finanzieren will. Und wenn man in der Schweiz noch n Kaffee vor Abflug haben will, braucht es schon fast ne kriminelle Karriere, um das finanziell stemmen zu können...

In ZRH gibt es landside 2 Supermärkte mit ziemlich normalen Preisen - zwar teuer als in D aber kein Grund die Oma zu verkaufen. Zum Glück trennen in ZRH normalerweise nur wenige Minuten land- und airside.

Parken in ZRH ist zwar teuer - dennoch war das Paket Parken und Flug beim letzten Mal billiger als in D. Und in Basel gibt es günstig gelegene Alternativen zum Parken (auf der französischen Seite).

Und in ZRH ist die Besucherterrasse für Fluggäste am Abflugtag kostenlos.

Alles in Allem ist ZRH selbst für mich eine Alternative,

Geschrieben

Sind die direkt mit Personal eingemottet?

 

Ich kann jeden Mitarbeiter nur einmal verbrennen. Und das mache ich da wo er den höchsten Brennwert (= Ertrag) generiert. FDH scheint das nicht zu sein. 
 

Bezüglich Bahnanbindung: Ja, die Südbahn ist nicht ideal. Aber mit dem IRE hoch nach Ulm und von dort in den ICE Richtung München oder Frankfurt/NRW ist seit der NBS Wendlingen-Ulm auch attraktiver geworden. Und wird es (wenn S21 irgendwann fertig wird) auch weiter. Spätestens wenn der ICE dann am Flughafen hält und ich aus Ravensburg, Biberach und Aulendorf nochmal 45 Min schneller in STR bin als heute dürfte für den FDH ganz wenig zu holen sein. 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb DE757:

Bezüglich Bahnanbindung: Ja, die Südbahn ist nicht ideal. Aber mit dem IRE hoch nach Ulm und von dort in den ICE Richtung München oder Frankfurt/NRW ist seit der NBS Wendlingen-Ulm auch attraktiver geworden. Und wird es (wenn S21 irgendwann fertig wird) auch weiter. Spätestens wenn der ICE dann am Flughafen hält und ich aus Ravensburg, Biberach und Aulendorf nochmal 45 Min schneller in STR bin als heute dürfte für den FDH ganz wenig zu holen sein. 

Ist das mit oder ohne der Stunde zusätzlichem Aufenthalt wegen verpasstem Anschluss?

 

FDH hat sowieso verloren. Das Angebot kann einfach nicht so groß werden, dass der Flughafen eine ernsthafte Alternative darstellt.

Und das, obwohl die Region erheblich mehr zu bieten hat als nur "ZF", wie von anderen so behauptet. Da gibt's noch viel Mittelstand, aber trotzdem ist das Passagieraufkommen aus der Region zu gering, sind wir doch mal realistisch.

Aber sowohl was die Bahn als auch den Straßenverkehr angeht, ist die ganze Region Oberschwaben schlechter gestellt als sich die Berliner beim Flugverkehr fühlen. Und das will was heißen.

Geschrieben

Heute hat der Südkurier folgenden Artikel veröffentlicht:

 

https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/neue-ziele-ab-flughafen-friedrichshafen;art410936,12089889

 

Kurz zusammengefasst:

- zum Winterflugplan sollen Charterflüge (Skitouristen) aus Kopenhagen (Airseven und Norwegian Airlines) und Belfast kommen. 

- Des Weiteren befindet man sich in intensiven Verhandlungen mit Ryanair, Wizz Air, EasyJet sowie Volotea. Konkret möchte der Flughafen im kommenden Sommer 2-3 neue Ryanair-Verbindungen anbieten. Insgesamt soll ein Wachstumsplan für 5 Jahre aufgestellt werden.

 

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Suedbahn:

Heute hat der Südkurier folgenden Artikel veröffentlicht:

 

https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/neue-ziele-ab-flughafen-friedrichshafen;art410936,12089889

 

Kurz zusammengefasst:

- zum Winterflugplan sollen Charterflüge (Skitouristen) aus Kopenhagen (Airseven und Norwegian Airlines) und Belfast kommen. 

- Des Weiteren befindet man sich in intensiven Verhandlungen mit Ryanair, Wizz Air, EasyJet sowie Volotea. Konkret möchte der Flughafen im kommenden Sommer 2-3 neue Ryanair-Verbindungen anbieten. Insgesamt soll ein Wachstumsplan für 5 Jahre aufgestellt werden.

 

welcher Flughafen hat - bitte - mit der Ryans dieser Welt je Profit gemacht? Mehr Flüge, mehr Passagiere, that´s all.

Sorry, so sehr ich FDH eine sichere Exkstenz gönne, dat wird nix.

Geschrieben
vor 41 Minuten schrieb Suedbahn:

Heute hat der Südkurier folgenden Artikel veröffentlicht:

 

https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/bodenseekreis/neue-ziele-ab-flughafen-friedrichshafen;art410936,12089889

 

Kurz zusammengefasst:

- zum Winterflugplan sollen Charterflüge (Skitouristen) aus Kopenhagen (Airseven und Norwegian Airlines) und Belfast kommen. 

- Des Weiteren befindet man sich in intensiven Verhandlungen mit Ryanair, Wizz Air, EasyJet sowie Volotea. Konkret möchte der Flughafen im kommenden Sommer 2-3 neue Ryanair-Verbindungen anbieten. Insgesamt soll ein Wachstumsplan für 5 Jahre aufgestellt werden.

 


Nach meinem Wissen müssten auch alle potentiellen Strecken die Ryanair anbietet nicht in Memmingen existent sein, denn mit der Genehmigung der Beihilfen wurden damals die Auflagen gemacht, dass man nicht in Wettbewerb treten darf. Welche Strecken das sein könnten?
 

Man sagt, dies war wohl auch der Grund warum Wizz Air direkt wieder Verbindungen eingestellt hat, weil sich angeblich Memmingen bei der Wettbewerbsbehörde beschwert hat. 


 

vor 42 Minuten schrieb YankeeZulu1:

welcher Flughafen hat - bitte - mit der Ryans dieser Welt je Profit gemacht? Mehr Flüge, mehr Passagiere, that´s all.

Sorry, so sehr ich FDH eine sichere Exkstenz gönne, dat wird nix.

 

Vermutlich werden alle Strecken subventioniert, auch die neuen Skiverbindungen. Mir ist die Realitätsverweigerung hier unklar, unter anderem da es zum Teil ja auch um öffentliches Kapital geht. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 8 Stunden schrieb Aero_Helvetia:


Nach meinem Wissen müssten auch alle potentiellen Strecken die Ryanair anbietet nicht in Memmingen existent sein, denn mit der Genehmigung der Beihilfen wurden damals die Auflagen gemacht, dass man nicht in Wettbewerb treten darf. Welche Strecken das sein könnten?
 

 

 

Da würde ich jetzt spontan als eine Strecke auf jeden Fall London nennen. Die gab es früher auch schon mit Ryanair! Und EasyJet fliegt diese im Winter auch. Also da könnte sich Memmingen wohl nicht beschweren. Auch Neapel wäre noch denkbar.

Kanaren wären auch immer denkbar, falls sich kein touristischer Charter auftreiben lässt.

 

Als eine Wizz Air Strecke könnte ich mir Belgrad vorstellen. Die gab es bereits auch 2017. Und 2020 (wenn Corona nicht gekommen wäre), wäre diese wieder aufgenommen worden. Eine weitere denkbare Strecke wäre Budapest! (Ob das nun tatsächlich kommt, weil das bereits ab Stuttgart angeflogen wird, ist eine andere Frage).

 

Weitere mögliche Strecken wären auch Menorca oder auch Ibiza. Ibiza wurde viele Jahre erfolgreich von AirBerlin damals angeflogen. 

 

Ansonsten wird es schwierig. Allerdings hat der Flughafenchef mal in einem Interview gesagt, dass er bei der Wettbewerbsbehörde vereinzelt Ausnahmen beantragen kann. Wenn diese genehmigt werden, dann können diese auch aufgenommen werden. Der Südkurier-Artikel spricht ja auch von einem "nachhaltigen Low-Cost" Angebot. Insofern sieht man hier schon, dass keine Kopie des Memminger Modells angedacht ist. 

 

 

Bearbeitet von Suedbahn
Geschrieben

Ski-Touristen auszubauen ist sicher ein guter Anfang. In Innsbruck hat es im Winter an manchen Tagen bis zu 50 kommerzielle Abflüge; viel mehr Kapazitäten wird man da wohl nicht haben. Für Ski-Gebiete wie Damüls/Mellau, Silvretta Montafon und auch tatsächlich Ski Arlberg ist Friedrichshafen ein guter Ausgangspunkt. Vor allem letzteres Gebiet hat potenzial, Gäste an den Bodensee zu bringen. Zu beiden Flughäfen sind es ca. 100km je nach Ort der Unterkunft; vor allem Orte wie Lech, Zürs oder Warth wären wohl schneller erreicht.

 

Zudem wäre Friedrichshafen eigentlich auch ein idealer Startpunkt für Innerdeutsche Flüge nach Berlin und Hamburg. Die Strassenanbindung ist eher meh mit der nicht durchgehend ausgebauten B30 nach Norden Richtung Ulm, und auch nach Westen und Osten ist es manchmal eine Geduldsprobe, bis man die A98/A81 oder die A96 erreicht. Die Schienenanbindung ist katastrophal, wenn man eine längere Strecke zu überwältigen hat, der Eurocity ab Lindau nach München braucht auch ewig und ab Ulm, wenn man mit dem RE hochgejuckelt ist, hat man ebenfalls nochmal über 5.5 Stunden nach Berlin bzw. über sechs Stunden nach Hamburg; plus der DB-Variable, die auf solch einer langen Reise durchaus gross anfallen kann. Der Bodensee und das Allgäu bzw. der Bregenzer Wald wäre doch auch sicher für einige Touristen aus Norddeutschland interessant, oder? 
Wenn man zu unseren französischen Nachbarn schaut, hat es dort einige Flughäfen In der Grössenordnung vom Bodensee-Airport, die ausschliesslich vom Domesticverkehr leben (Perpignan, Toulon, Pau, Caen), wobei in Frankreivh die Distanzen oft ein bisschen grösser sind wie in Deutschland. Aber ob Ryanair, EasyJet oder Wizz in den verhassten Deutschen Inlandsmarkt (wieder) eintreten, bezweifle ich leider sehr. Und ob es für solche Strecken in 2024 Subventionen gibt, ist äusserst fraglich und selbst wenn ja gibt es dann wieder einen Aufschrei von manchen Leuten…

Geschrieben
vor 16 Stunden schrieb YankeeZulu1:

welcher Flughafen hat - bitte - mit der Ryans dieser Welt je Profit gemacht? Mehr Flüge, mehr Passagiere, that´s all.


Mit Verlaub: Bremen. Damals. Nachzulesen in den Geschäftsberichten des Flughafens.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 7 Stunden schrieb Raphael:

Zudem wäre Friedrichshafen eigentlich auch ein idealer Startpunkt für Innerdeutsche Flüge nach Berlin und Hamburg.


Geografisch ja, nachfragetechnisch eher naja. HAM und TXL waren beides profitable Intersky Strecken für die DH3 und haben jeweils im Schnitt immerhin zu einem soliden Yield zuverlässig zwischen 30 und 40 Pax pro Flug generiert. Schon für DUS hat es aber dann nicht mehr gereicht - die Route war schon zu Intersky Zeiten defizitär. Wöhrl hatte versucht, HAM und TXL von der DH4 auf die sparsamere und größere AT7 hochzuskalieren. Nur zwei Jahre später sprach Intro relativ offen über diese Fehlinvestition: Die Flieger waren leider trotz Vertriebspartnerschaft mit Air Berlin zu groß, die Nachfrage stieg nicht mit der Röhrengröße mit und trotz hervorragender Effizienz wollte man die beiden 72-600er schweren Herzens wieder los werden (zur Not auch im ACMI nach Guinea - und das will was bedeuten), um bei der DH3 zu bleiben. 

 

Letzteres kam dann durch die Insolvenz und den gescheiterten Verkauf schon nicht mehr zustande. Zuvor sollte Intersky auf 3 DH3 und 3 Routen gesund-saniert werden. Darunter FDH-HAM und TXL. Die beiden Routen scheinen im 50 Sitzer-Segment also schon was zu können, auch bis zu 3x Daily (mit dem gesamten „Feed“ des damaligen Air Berlin HUBs TXL). Das scheint das Potenzial aus dem Jahr 2014 zu sein. Der Rest: Eher schwierig. Aber 2024 ist nicht mehr 2014. TXL heißt jetzt BER, hat längere Wege im Airport selbst und vor allem in die City. Den Air Berlin HUB in Berlin gibt es genauso nicht mehr, wie die Focus City HAM und innerdeutsch fliegen ist so unsexy geworden, wie ein Fernseh-Werbeauftritt des Marlboro-Manns bei VIVA oder eine schöne goldbraune Packung knuspriger Wiesenhof-Bruzzler, frisch vom Holzkohlegrill auf der Veganermesse.

 

Daher bin ich aktuell auch bei den SkyAlps-Versuchen mit der ebenfalls großen DH4 eher skeptisch: Der innerdeutsche Verkehr hat sich in den letzten 10 Jahren eher stark bis sehr stark rückläufig entwickelt. Wenn es Intro schon in den „2014er“ Jahren mit der effizienteren ATR 72-600 und einer im lokalen Umfeld starken Marke nicht hinbekommen hat: Wie soll es ein in der Region unbekannter Newcomer ohne Vertriebskooperation mit einem ähnlich großen, aber ineffizienterem Flugzeug, höheren Gebühren an allen Ecken, gesunkener innerdeutscher Nachfrage und aktuellen Umwelttrends dann heute schaffen? 

 

Für mich wäre das ein klassischer Fall für einen doppelten Tagesrand in der 328 oder einer (abgeschriebenen) DAT ATR42. Da springt bei attraktiven Flughafenkonditionen eventuell sogar noch ein schmaler Taler für die Airline raus. Bei letzterer Variante hätte die Airline zudem zumindest die Option, an einzelnen starken Tagen oder Events wie der AERO analog zu SCN eine ATR72 schicken zu können. Für 365 Tage im Jahr werden die 70 Sitze nach meinem Bauchgefühl aber zu groß sein.

Bearbeitet von Avroliner100
Geschrieben

Und genau deshalb wären an dieser Stelle Subventionen wünschenswert: Die Region Friedrichshafen/Ravensburg/

Weingarten/Überlingen ist einfach nicht gut über die gängigen Verkehrswege an den Rest (und vor allem an den Norden) angebunden. Auch wenn es unrealistisch ist: Eine Ryanair wäre bei einem guten Angebot wohl schneller wieder im innerdeutschen Segment wie sich sonst jemand erträumen würde. Ein paar Wochen Kampfpreise zum Start für die Aufmerksamkeit, eine gute Kommunikation mit den Wirtschaftskammern am Bodensee und an den entsprechenden Flugzielen, um selbst bei niedriger Frequenz so viele Geschäftskunden wie möglich zu erreichen, und man könnte es zumindest mal probieren. Aber fehlende Innovation und vor allem fehlende Konkurrenz sind seit ein paar Jahren typisch für den Markt in Deutschland; und die Markteintrittsbedingungen sind offenbar extrem unattraktiv. 
Ich würde echt hoffen, dass es für Friedrichshafen einen Markt gibt, aber ohne entsprechende Anreize sieht es meiner Meinung nach nicht gut aus.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 13 Minuten schrieb Raphael:

Markteintrittsbedingungen sind offenbar extrem unattraktiv. 

 

Die sind leider nicht nur unattraktiv, der innerdeutsche Markt ist (auch politisch gewollt) tot wie Tupac. 

Alleine die Fees schlagen schneller zu, als die Registrierkasse von Mr. Krabs‘ in der Krossen Krabbe und entfernen dich als Airline schneller von dem Geruch einer druckfrischen Euro-Note als irgendein Abwehr-Schreck aus Ralph Dümmels DHDL Wühlregal-Sammelsurium. An den großen wie an den kleinen Airports. 

Bearbeitet von Avroliner100
Geschrieben
vor 19 Stunden schrieb aaspere:


Mit Verlaub: Bremen. Damals. Nachzulesen in den Geschäftsberichten des Flughafens.

OK, ich gestehe, hatte ich nicht auf dem (aktuellen) Schirm, aber das ist wohl schon ein paar Tage her, und ich würde - hätte ich die Zeit und alle erforderlichen Unterlagen zur Verfügung - gerne mal genau nachrechnen, was an Erträgen und was an Kosten wo rein- oder rausgerechnet wurde. Aber so oder so, MoL&Co verhandeln knallhart, und bleiben i d R nur so lange, wie die Vorzugskonditionen bestehen bleiben, dann ist Schicht im Schacht, oder die "Flughafenseite" legt ein paar Schippen Kohle nach.

Btw: es gab früher schon ganz brauchbare innerdeutsche Verbindungen, ich erinnere mich an HAM, aber die wurden nicht regelmäßig und nachhaltig genutzt, und "stürzten ab". Die Region hat schon einen Airport verdient, aber der muss sich halt rechnen, und das sehe ich am Bodensee leider langfristig nicht.

Geschrieben
vor 18 Stunden schrieb JSQMYL3rV:

Neapel ist ein teures Pflaster.

Aber Salerno ist bald offen und mit Easyjet, Ryanair und Volotea redet man mit allen dort operierenden Airlines


Wenn der Flugplan nicht täuscht, ist auch dies eine Strecke die schon ab Memmingen bedient wird. 
 

Ich teile die Meinung meiner Vorredner. Intersky hat im
Segment bis 40 Passagiere Gewinn erwirtschaftet, aber mit abgeschriebenem Fluggerät, danach sah die Welt anders aus. Friedrichshafen hat wenn dann nur eine Zukunft in dieser Nische. Alles andere, vor allen Low-Cost-Verkehr wird das Problem der Defizite nicht lösen. 
 

Übrigens: habe ich damals aus internen Kreisen gehört, dass die InterSky Strecken ab Memmingen wirtschaftlich erfolgreicher waren als die direkt  Vergleichbaren ab Friedrichshafen und man bereut hat erst so spät die Blockadehaltung gegen Memmingen aufzugeben. 
 

 

Geschrieben (bearbeitet)
Am 20.6.2024 um 18:01 schrieb Avroliner100:
  • Man ist in Gesprächen mit KLM über eine Verbindung nach AMS. 

Das könnte klappen. KLM hat einige kleinere Destinationen erfolgreich im Programm und mit der jungen E75 Flotte auf absehbare Zeit auch das richtige Flugzeug dafür. 

Die müssen mit der zukünftig beschränkten Kapazität in AMS aber auch vermehrt schauen, ob sie das ganze Kleingemüse noch anfliegen werden, oder sich eher auf größere Spokes konzentriert.

 

Am 22.6.2024 um 20:02 schrieb Avroliner100:

oder einer (abgeschriebenen) DAT ATR42

 

Am 22.6.2024 um 20:31 schrieb Raphael:

Und genau deshalb wären an dieser Stelle Subventionen wünschenswert:

Die SCN-BER Strecke bei DAT wird auch subventioniert, zumindest indirekt, genau wie davor schon bei Luxair. Der Vertrag dafür läuft 5 Jahre, also bis Ende 2024, wie’s dann weiter geht wird man sehen. Anfangs wurde die Strecke fast ausschließlich mit ATR72 bedient, nun ist es konstant die 42. Man scheint damit also eine passende(re) Röhre gefunden zu haben.

 

Zitat

Eine Sprecherin des saarländischen Wirtschaftsministeriums teilte auf airliners.de-Anfrage mit, dass die dänische Airline ähnlich wie zuvor Luxair einen Vertrag für die Strecke für die kommenden fünf Jahre abgeschlossen hat. Dafür erhält die Airline eine Anlaufförderung und Marketingleistungen. Beides ist laut der Sprecherin "beihilfekonform".

https://www.airliners.de/luxair-saarbruecken-berlin-jahresende/52469

 

Nachdem Luxair abgesprungen ist und man nun mit der 42 fliegt scheint das in SCN zu funktionieren, wieso also nicht auch in FDH? Zumal FDH nochmal ein gutes Stück größer ist als SCN. Was fehlt ist wohl irgendwie der Wille der Stakeholder.

Bearbeitet von ben7x

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