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airliners.de

Österreich zittert vor Emirates


TobiBER

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Geschrieben
Ob sich Österreich Protektionismus leisten kann erscheint fraglich. Zur Not landen die in Bratislava.

 

Stellt sich schon die Frage, ob Bratislava in der Lage ist eine A332/B772 abzufertigen. Emirates stellt schon andere Ansprüche als eine Ryanair an einen Flughafen.

Geschrieben

Kann hier jemand etwas zur Aufklärung beitragen?

Wenn ein Open Sky Abkommen besteht, kann EK die Aufnahme zusätzlicher Flüge nicht verwehrt werden.

Also welchen Inhalt hat das Abkommen im Detail oder soll etwa das bestehende Abkommen gekündigt werden?

Geschrieben
Stellt sich schon die Frage, ob Bratislava in der Lage ist eine A332/B772 abzufertigen. Emirates stellt schon andere Ansprüche als eine Ryanair an einen Flughafen.

 

Bratislava ist heftigst am modernisieren, sie haben gerade ein neues Terminal eröffnet, das nächste folgt wohl 2012. Und nach den Bildern zu urteilen haben die nicht den "Ryanair-Standard" als Maßstab für die Ausbauten genommen.

Geschrieben
Kann hier jemand etwas zur Aufklärung beitragen?

Wenn ein Open Sky Abkommen besteht, kann EK die Aufnahme zusätzlicher Flüge nicht verwehrt werden.

Also welchen Inhalt hat das Abkommen im Detail oder soll etwa das bestehende Abkommen gekündigt werden?

juristisch geht es wohl um eine Formsache, nur die Macht des Faktischen (Verweigerung der entsprechenden Genehmigung im Moment) kann den Beginn der 2. Verbindung verzoegern und das ist dann natuerlich fuer Emirates kein guter Start fuer eine 2. Verbindung.

 

Geschrieben

http://austrianaviation.net/phpBB3/viewtop...?f=3&t=9205

"1.

Die zum Betrieb der vereinbarten planmäßigen Fluglinien bereitgestellte Kapazität hat, unter Zugrundelegung eines angemessenen Auslastungsfaktors, in enger Beziehung zur Nachfrage für die Beförderung von Verkehr zu stehen, der im Hoheitsgebiet einer Vertragspartei seinen Ursprung und im Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei seinen Bestimmungsort hat."

 

Ergo: Open-Skies für Point-to-Point.

Geschrieben
Ergo: Open-Skies für Point-to-Point.

+ Domestic Transfers in VIE bzw. DXB, wenn ich das richtig verstanden habe.

 

Danke für diese Information.

Geschrieben

Ich war ja über Jahre ein grosser Skeptiker der arabischen Airlines und bin ganz bewusst nicht mit denen unterwegs gewesen und habe insbesondere der * Alliance die Treue gehalten.

 

Wenn ich jedoch sehe mit welchen Methoden die europäischen Platzhirsche versuchen, Wettbewerb zu verhindern und ihre eigenen Pfründe zu sichern, wird mir ganz blümerant und widerstrebt mir zutiefst. Wo bleibt der faire und freie Wettbewerb für Airlines und Paxe?

 

Und ob sich die Politik bei dieser Art von Protektionismus einen Gefallen tut glaube ich auch nicht wirklich. Es bleibt spannend!

 

Geschrieben

auch airliners.de hat es im Hinblick auf Deutschland immer noch nicht begriffen. UAE (somit auch Emirates) hat in Deutschland eine Begrenzung auf 4 Airports, nicht etwa auf die Anzahl an Verbindungen.

Und dass in Oesterreich wohl bisher kein opensky existiert, ist eine ganz andere Geschichte.

Geschrieben
Kann hier jemand etwas zur Aufklärung beitragen?

Wenn ein Open Sky Abkommen besteht, kann EK die Aufnahme zusätzlicher Flüge nicht verwehrt werden.

Also welchen Inhalt hat das Abkommen im Detail oder soll etwa das bestehende Abkommen gekündigt werden?

Da kein ratifiziertes Open Sky Abkommen besteht, gilt das Abkommen von 1991:

https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblPdf...1991_283_0.html

 

So einfach ist die Sache. Ein Staat kann ja nicht gezwungen werden, der Emirates Landerechte zu gewähren ;)

 

In dem Artikel in TIP beruft sich der Emirated Manager auf ein Open Sky Abkommen, das rechtlich nicht zu Stande gekommen ist. Das ist eher ein Emirates PR Maschinerie.

Geschrieben
Wo bleibt der faire und freie Wettbewerb für Airlines und Paxe?

1- Fairen Wettbewerb gibt es nur innerhalb von Wirtschaftsräumen mit balancierten Rahmenbedingungen.

 

2- Österreich und die VAE bilden keinen solchen Wirtschaftsraum.

 

3- Daher kann ein freier Wettbewerb zwischen Österreich und den VAE nicht gleichzeitig fair sein.

 

Da auch die VAE in der Vergangenheit an einem fairen Handel und Wettbewerb interessiert waren, haben sie einen Verkehrsvertrag mit Österreich ausgehandelt, der einzuhalten ist, und auf dessen Einhaltung Österreich nun auch pocht.

 

Bezogen auf die Einwohnerzahl fliegt EK alleine bereits jetzt häufiger nach Österreich als EK und EY zusammen nach Deutschland.

Geschrieben
Bezogen auf die Einwohnerzahl fliegt EK alleine bereits jetzt häufiger nach Österreich als EK und EY zusammen nach Deutschland.
Wieviel % der in VIE zusteigenden Passagiere kommen aus Österreich und wieviel kommen aus Tschechien, Slowakei, Ungarn (evtl. sogar Slowenien und Kroatien) etc.?

 

Geschrieben

Keine Ahnung, das ist aber auch mE nicht weiter erheblich, denn es steht EK ja frei, dorthin ebenso zu fliegen, sofern diese Länder dies wünschen (wie zB die Slowakische Rep. dies befürworten könnte). Salzburger flögen wohl eher ab MUC als ab VIE, wie andererseits Maastrichter eher ab DUS als ab AMS, und Strasbourgeois sind schneller in FRA als in ZRH oder CDG.

 

Die schengener Reisefreiheit kommt hier im besten freiwirtschaftlichen Sinne eben auch einer ex-EU-Linie wie Emirates zugute.

 

Ein gemeinsamer EU-VAE-Verkehrsvertrag könnte ja durchaus bald auf der Agenda stehen (und mit Sicherheit vor Auslieferung von EK A380 Nr.90), aber das aktuelle Gebärden des EK-VAE-Regierungskomplexes ist doch eher kontraproduktiv.

Geschrieben
1- Fairen Wettbewerb gibt es nur innerhalb von Wirtschaftsräumen mit balancierten Rahmenbedingungen.

Immer diese wunderbaren Stammtischparolen.

Die AUA wie auch die Konzernmutter LH operieren nun mal international. Daher müssen sie sich (wie auch die restliche Wirtschaft) dem globalen Wettbewerb stellen.

Wacht endlich auf und stellt fest das sich die Welt weiterdreht.

Geschrieben
1- Fairen Wettbewerb gibt es nur innerhalb von Wirtschaftsräumen mit balancierten Rahmenbedingungen .

Genau und Deutschland ist mit seinem Lohndumpingsystem im EURORAUM das beste Bsp, was Deutschland und seine Firmen darunter verstehen. Gerade die Lufthansa (AUA) nutzt die Moeglichkeiten, die ein komperativer Kostenvorteil bietet (in dem z.b Flugzeuge in Manila gewartet) um diese "balancierten Rahmenbedingungen" sicherzustellen.

2- Österreich und die VAE bilden keinen solchen Wirtschaftsraum..

Schon einmal was von der Globalisierung gehoert, noe wozu auch, die ist nur dann von Interesse, wenn Deutsche Firmen die Welt mit ihren Produkten zuschmeissen koennen. Sobald aber andere Regionen genau dasselbe tun wollen, gibt es Protektionismus...und wundert man sich, dass die Armut in der Welt nicht wirklich abgebaut werden kann bzw. dass Staaten wie die UAE (sicher auch durch eigene Schuld) ueberverschuldet sind.

Da auch die VAE in der Vergangenheit an einem fairen Handel und Wettbewerb interessiert waren, haben sie einen Verkehrsvertrag mit Österreich ausgehandelt, der einzuhalten ist, und auf dessen Einhaltung Österreich nun auch pocht.
Fairer Handel ist natuerlich ein Schwallwort, dass sich jeder so hindefiniert wie er es gerne haette...allerdings mussten die Emirate, um ihre ambitionierten Entwicklungsziele zu verwirklichen, einen moeglichst freien Gueter und Leistungsaustausch = Handel zulassen. (in dem Sinne war das schon auch fair)
Geschrieben

Also ich "stolpere" ehr hierüber:

Die zusätzlichen Verbindungen seien, so Martin Gross, Countrymanager Österreich von Emirates Airlines, überaus gut gebucht. „Es geht hier um mehrere tausend bereits verkaufte Tickets. Darüber hinaus haben wir viel Geld in die Promotion der Verbindungen gesteckt.

Lese ich das richtig, dass Emirates bereits Tickets verkauft hat und viel Geld für Werbung ausgegeben hat, es aber "irgendwie" bisher nicht geschafft hat, für diese Verbindung überhaupt eine Genehmigung einzuholen?

 

Wenn das so stimmt, dann hat das nichts mit dem gerne beschworenen Protektionissmus zu tun, sondern ist schlicht eine überhebliche und arrogante Vorgehensweise einer Airline (Emirates) die glaubt es mit einem für sie kleinen und unbedeutenden Land (Österreich) schon machen zu können.

 

Ein ziemlich dummes Vorgehen! Denn hier geht es ja nur vordergründig um die Österreichischen Politiker. "Auf den Schlips getreten" fühlen sich die Beamten im Wirtschaftsministerium. Und im Gegensatz zu den Politikern, die nach der nächsten Wahl schon wieder weg sein können, bleiben die Beamten bis zu ihrer Pensionierung im Amt.

 

Das kann jetzt noch ein sehr sehr langer Weg für Emirates werden!

Geschrieben
Genau und Deutschland ist mit seinem Lohndumpingsystem im EURORAUM das beste Bsp, was Deutschland und seine Firmen darunter verstehen.

Zustimmung. Wird damit die Armut in der Welt nicht bekämpft, wenn Menschen bei Firmen im Bundesgebiet für weniger Geld länger Arbeiten? Zum Beispiel bei Lufthansa.

 

Gerade die Lufthansa (AUA) nutzt die Moeglichkeiten, die ein komperativer Kostenvorteil bietet (in dem z.b Flugzeuge in Manila gewartet) um diese "balancierten Rahmenbedingungen" sicherzustellen.

Armutsbekämpfung. Wie von Dir gefordert. Aufbau AMECO seit 1985. Lufthansa jedenfalls avisiert k e i n e n Germany World Central Airport. Schafft andernorts Arbeitsplätze, und trägt gleichzeitig und dadurch die Verantwortung für ihre Bestandsbelegschaft im Bundesgebiet. Produziert im Ausland, wie der größere Teil der Kunden aus dem Ausland stammt.

 

Schon einmal was von der Globalisierung gehoert, noe wozu auch

Bißchen pöbeln. Na gut.

 

Fairer Handel ist natuerlich ein Schwallwort, dass sich jeder so hindefiniert wie er es gerne haette...

Die Hindefinition, wie sie Österreich und VAE gefällt, ist

 

hier

 

nachzulesen.

 

Ist ja nicht in Stein gemeißelt - aber dran halten sollten sie sich doch erstmal, oder nicht?

Geschrieben

Danke Flotte, ich hatte schon immer den Verdacht, dass LH eigentlich eine riesengroße Charity-Gesellschaft ist. Brot für die Welt aus Deutschland.

 

Ist aber ein wenig unfair für die armen Inder, denen die Martkanteile Richtung USA abgenommen werden, dass Flieger in Manila gewartet werden, oder? Oder ist Asien einfach eine große Suppe? Dann hat Lufthansa allerdings Zugang zu ziemlich vielen Airport im Ausgleich für EKs Europa-Ziele.

Geschrieben

 

>>>Wenn das so stimmt, dann hat das nichts mit dem gerne beschworenen Protektionissmus zu tun, sondern ist schlicht eine überhebliche und arrogante Vorgehensweise einer Airline (Emirates) die glaubt es mit einem für sie kleinen und unbedeutenden Land (Österreich) schon machen zu können.

 

Entweder das, oder schlichte Inkompetenz bei der Planung. Koennte ja sein, dass EKs operationelles Wachstum so schnell war, dass die Kompetenz im Adminbereich nicht schnell genug mitwachsen konnte.

 

Ist das nicht auch ein generelles Problem der Golfstaaten, der Nachschub mit niedrig qualifizierten Arbeitskraeften laeuft, aber hoeherqualifizierte Stellen bleiben offen oder muessen mit prinzlichen Kompetenzsimulanten besetzt werden?

Geschrieben

Das derzeit gültige Luftverkehrsabkommen aus dem Jahr 1991 zwischen Österreich und den V.A.E. besagt im Artikel 5 in eher liberaler Weise, dass sich die namhaft gemachten Fluglinien den Luftverkehr zw. beiden Lländern selber ausmachen sollen und das Resultat jeweils den Behörden melden, die es dann rechtlich absegnen:

 

 

" ... 2. Um eine gerechte und gleiche Behandlung der namhaft gemachten Fluglinienunternehmen zu erreichen, haben die Fluglinienunternehmen die Frequenzen ihrer planmäßigen Fluglinien, die einzusetzenden Luftfahrzeugtypen und die Flugpläne einschließlich der Betriebstage sowie der voraussichtlichen Ankunfts- und Abflugzeiten zeitgerecht zu vereinbaren.

...

4. Können die namhaft gemachten Fluglinienunternehmen über die obgenannten Flugpläne keine Einigung erzielen, so werden sich die Luftfahrtbehörden der Vertragsparteien bemühen, das Problem zu lösen. ..."

 

Bisher funktionierte diese Entscheidungsfiindung offensichtlich ohne Probleme.

 

In den vergangenen Jahren flog die AUA meist einmal täglich, manchmal zweimal täglich mit A320, B738, 767 oder 777 nach Dubai, EK flog bisher einmal täglich nach Wien, früher mir A332, nun mit 77W. Bisher waren sahen die beiden Fluglinien in bezug auf Typen- bzw. Frequenzänderungen keinen Notwendigkeit für irgendwelche Einsprüche.

 

Nun trat offensichtlich erstmals der Einspruch einer beteiligten Fluglinie (der Luftaua) auf, weshalb das Verfahren (entsprechend den Bestimmungen des Luftverkehrsabkommens) an die Behörden deligiert wurde.

 

Meine Frage: sind nun allen bisherigen Flüge für die kommende Sommerflugplanperiode hinfälllig - also auch die bisherigen täglichen Flüge der OS und der EK- ,weil auch die zuständigen Behörden offensichtlich noch keine Einigung erzielen konnten ?

 

PS: EK verkauft den fraglichen neuen Flug weiterhin, der Erstflug soll bereits in drei Tage stattfinden!

Geschrieben
Meine Frage: sind nun allen bisherigen Flüge für die kommende Sommerflugplanperiode hinfälllig - also auch die bisherigen täglichen Flüge der OS und der EK- ,weil auch die zuständigen Behörden offensichtlich noch keine Einigung erzielen konnten ?

Nein, so etwas wird vermieden. Üblich ist, bis zu einer verbindlichen Abklärung, das Etikett "vorbehaltlich Regierungsgenehmigung" - entweder für neue Frequenzen, oder aber für ein gänzlich neues Ziel.

 

Ist aber ein wenig unfair für die armen Inder, denen die Martkanteile Richtung USA abgenommen werden, dass Flieger in Manila gewartet werden, oder? Oder ist Asien einfach eine große Suppe? Dann hat Lufthansa allerdings Zugang zu ziemlich vielen Airport im Ausgleich für EKs Europa-Ziele.

Indien ist ein gutes Beispiel, daß auch LH (ggf. ein deutsches Ministerium) mit Regierungen verhandeln muß und mit Sicherheit nicht immer alle Wünsche erfüllt bekommt und sich nach der Decke streckt. Im übrigen sind "die Inder" nicht arm, sondern LH und AI kooperieren via AI-Codesharing auf LH-Gerät schon länger, länger jedenfalls, als AI in die Star-Alliance strebt. AI's Streckenpolitik muß man ferner wenigstens innert der vergangenen fünf Jahre leider als flatterhaft bezeichnen, und das ist bestimmt kein Versäumnis der LH. Jet Airways war besser, hat aber zu groß abgebissen.

 

Hast Du LH wegen solcher Vorgänge oder Nichtvorgänge schonmal großgoschen gehört? Nein? Eben.

 

Was Indien mit den Philippinen zu tun haben könnte und inwiefern ich hier eine große Suppe zubereitete - es mag Dein Geheimnis bleiben.

 

Geschrieben
...Lufthansa jedenfalls avisiert k e i n e n Germany World Central Airport.

Was soll das nun wieder?

Da spricht doch der volle Neid.

Nur weil man in Deutschland/Europa keinen vergleichbaren Flughafen bauen kann, soll es nicht heißen das die LH und co. so einen Megahub nicht wollen.

Geschrieben

 

Warum sollten Österreich, Deutschland oder Kanada einen Teil des hiesigen

Marktes den Golfcarriern überlassern, wenn diese im Gegenzug nichts

anzubieten haben ? der O&D Markt der Golfregion ist überschaubar.

 

Der Verbraucher bzw. Passagier wird davon nicht im versprochenen

Maße profitieren, jedenfalls nicht was seinen Geldbeutel betrifft.

Produktmäßig mag für einige wichtig sein, mir persönlich isses

allerdings egal, ob ich meinen Kaffee mit Hofknicks bekomme.

 

F

 

 

 

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