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Geschrieben
vor 12 Minuten schrieb abdul099:

Nur eine kleine Anmerkung möchte ich noch anbringen. Sibelius hat in Finnland ein anderes Ansehen als in anderen Ländern. So wie auch ein Haydn in Österreich anders angesehen wird als in Indien. Was für den Einen also ein Komponist außerhalb der Top 30 ist, gehört für den Anderen zur nationalen Identität. Vergleiche es einfach mit nem Schriftsteller, der nur langweilige Werke geschrieben hat, aber in Deutschland über den Klee gelobt wird. Glaub Goethe oder so hieß der Kerl.

Ist schon klar. Finnair ist aber nicht eine Airline von Finnen für Finnen, sondern will doch ein internationales Publikum ansprechen - oder? Sibeliusabklatsch finde ich für eine internationale Airline jetzt nicht sooo passend. LH spielt ja auch nicht den Bayerischen Defiliermarsch oder Helene Fischer als Bordmusik um Lokalkolorit zu verbreiten.

Zu viel Bezug auf das Herkunftsland finde ich eh unpassend. Z.B. das "Servus" bei OS. Wirkt für mich zu kumpelhaft und verkrampft identitätssuchend. Normalerweise schaffen es Airlines ganz gut mit den Uniformen, Essen usw. ihr Herkunftsland zu repräsentieren.

Zweiter Kritikpunkt: Diese Art von Klassik ist schon sehr speziell und wird nur kleine Teile der Bevölkerung ansprechen. Oder hängt die Jugend in Helsinki bei Sibelius ab?

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb FKB:

LH spielt ja auch nicht den Bayerischen Defiliermarsch oder Helene Fischer als Bordmusik um Lokalkolorit zu verbreiten.

Seit wann spielt Lufthansa eigentlich wieder Bordmusik? Jahrelang gab es doch keine , um GEMA-Gebühren zu sparen.

Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb FKB:

Das ist natürlich ein Volltreffer beim wichtigsten Kundenwunsch ever. Ab sofort werde ich nur noch Finnair fliegen und wenn meine Route nicht von Finnair bedient wird werde ich laufen.

Mit dem falschen Bein aufgestanden?

 

Natürlich tickt jeder Mensch anders, aber in meinen Augen ist Bordmusik ein nicht zu unterschätzendes Brand-Instrument. Nicht alle Menschen sind rein berufliche Vielflieger, viele fliegen auch aus privaten - oft eher schönen - Anlässen. Wer freut sich nicht auf Urlaub oder darauf, seine Familie wiederzusehen?

 

Als Airline hat man damit ein ganz elementares Werkzeug, um seine eigene Marke untrennbar mit guten Emotionen zu verknüpfen. Wenn man sich mal auf YouTube die Kommentare unter Boardingmusik-Videos anschaut, dann sind die voll mit Leuten, die damit eine große Reise etc. assoziieren.

 

Sogar ich selber hau mir wirklich gerne mal die Oman-Air-Musik rein, weil man mit ihr super arbeiten kann, sie uplifting ist und ich tatsächlich auch mehrere sehr schöne Reisen damit verbinde.

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Lucky Luke:

Mit dem falschen Bein aufgestanden?

Manchmal reicht es überhaupt Aufstehen zu müssen ;)

 

Ich habe überhaupt nichts gegen Boarding Musik. Wenn ich mir die von Emirates und Oman Air anhöre, sind die neutral und es klingt modern - wie bei den meisten Airlines, Mir ist nicht bewusst, dass man Boading Musik bei Airlines bisher groß zu Marketingzwecken aufgeblasen hat.

Was mich hier stört ist die Betonung der "Finnischheit" der Boardingmusik und die Erwähnung des entfernten Verwandheitsgrads des Musikers.

Es nervt mich echt inzwischen, dass es reicht öffentliche Aufmerksamkeit zu erhaschen und dies kommerziell zu nutzen wenn man Kind von einem B-Promi ist oder WAG von einem Fussballer. Aber unsere immer mehr verblödende Gesellschaft bekommt was sie verdient...

Geschrieben
vor 9 Minuten schrieb FKB:

Mir ist nicht bewusst, dass man Boading Musik bei Airlines bisher groß zu Marketingzwecken aufgeblasen hat.

 

Naja, ich denke da sofort an den Donauwalzer bei OS. Den sieht man in der OS durchaus als identitätsstiftend, und ich glaube nicht dass die ganze Belegschaft eine Begeisterung für klassische Musik teilt. Ich tu mich insgesamt schwer, so viel Negatives in der Meldung zu finden - diejenigen die sich für die Folklore begeistern wird es ansprechen, allen anderen kann es egal sein. 

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb BWE320:

Seit wann spielt Lufthansa eigentlich wieder Bordmusik? Jahrelang gab es doch keine , um GEMA-Gebühren zu sparen.

Bei LH gibt es bekannterweise ja nur Live Violinenkonzerte an Bord...:ph34r:9_9

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb debonair:

Bei LH gibt es bekannterweise ja nur Live Violinenkonzerte an Bord...:ph34r:9_9

Bekannterweise gab es eigentlich bei LH Todesstille beim Boarding, weil irgendeine Person bei LH entschieden hatte, das die GEMA zu teuer ist.

Deshalb bin ich überrascht, dass es jetzt wieder Boarding Musik bei LH gibt. Wann wurde das geändert?

Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb Netzplaner:

Naja, ich denke da sofort an den Donauwalzer bei OS. Den sieht man in der OS durchaus als identitätsstiftend, und ich glaube nicht dass die ganze Belegschaft eine Begeisterung für klassische Musik teilt. Ich tu mich insgesamt schwer, so viel Negatives in der Meldung zu finden - diejenigen die sich für die Folklore begeistern wird es ansprechen, allen anderen kann es egal sein. 

Wenigstens haben sie nicht versucht Mozart als Österreicher zu vermarkten - Strauss ist da unstrittig.

vor 1 Minute schrieb BWE320:

Bekannterweise gab es eigentlich bei LH Todesstille beim Boarding, weil irgendeine Person bei LH entschieden hatte, das die GEMA zu teuer ist.

Wieder mal ein Zeichen wie unfähig die LH sein kann. Der Bayerischen Defiliermarsch in der Originalversion, eingespielt durch das Lufthansa Orchester wäre GEMA frei.

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb FKB:

Was mich hier stört ist die Betonung der "Finnischheit" der Boardingmusik und die Erwähnung des entfernten Verwandheitsgrads des Musikers.

Ich bitte vielmals um Entschuldigung, dass ich eurer Durchlauchtheit mit der Erwähnung der Verwandtschaftsbeziehung des Komponisten entzürnt habe.

Aber mal ehrlich, ich wollte hier gerade was schreiben, was die Mods garantiert entfernen müssten. Einfach, weil der Kommentar über die "Finnischheit" minimal fehlplatziert ist. Beschwerst du dich auch, dass Air France zu französisch ist oder Iberia zu Spanisch?

Zum Glück hat der LH-Vorstand bei dir nachgefragt, ob die Corporate Identity klar geht. Also ich vermute jetzt halt mal, dass sie es gemacht haben, weil ich hier noch keine Beschwerden von dir vernommen habe, dass LH sich als deutsche Airline vermarktet. Sowas scheint bei dir ja ein rotes Tuch zu sein. Die anderen 95% der Airlines dieser Welt mit klangvollen Namen wie "Singapore Airlines" oder auch ganz schöne "Emirates" sind halt einfach voll am Arsch, weil die in ihrem Markenauftritt ihre Herkunft betonen...

Geschrieben (bearbeitet)
vor 6 Stunden schrieb abdul099:

Ich bitte vielmals um Entschuldigung, dass ich eurer Durchlauchtheit mit der Erwähnung der Verwandtschaftsbeziehung des Komponisten entzürnt habe.

Küss meinen Ring - dann erteile ich Dir die Absolution. Du hast ja auch nur aus der breit angelegten Medienkampagne zitiert. Die Geschichte ist ja weltweit und nicht nur beim Aero Telegraph platziert worden. Und da finde ich es schon traurig, dass es heute reicht mit einem 13% Genpool eines weltweit betrachtet nur regional bekannten Künstler so überhöht zu werden. Lauri Porra kommt ja ursprünglich aus einer ganz anderen musikalischen Ecke und da drängt sich bei mir schon der Gedanke auf, dass hier versucht wird nur Kapital aus einem bekannten Namen zu schlagen.

Wenn das jetzt Mode wird, gehe ich zu meinem Chef und verlange eine Gehaltserhöhung weil potentiell x ppm meiner Gene von Jes Julius Caesar abstammen.

vor 6 Stunden schrieb abdul099:

Einfach, weil der Kommentar über die "Finnischheit" minimal fehlplatziert ist. Beschwerst du dich auch, dass Air France zu französisch ist oder Iberia zu Spanisch?

Es geht nicht darum die Nationalität einer Airline zu verleugnen, aber dieser neue Akzent bei Finnair ist vorsichtig ausgedrückt nicht Branchenstandard. Ich kenne keinen Fall von Werbung, bei dem eine Airline jetzt noch singapurischer, arabischer, deutscher, fränzösischer, amerikanischer oder sonst was sein soll.

 

Um auf meinen ersten Post von gestern zurück zu kommen: Mich stört nicht einmal so die "Finischheit", sondern einfach die Tatsache, dass diese Musik so völlig aufgeblasen wird und wenig Fokus auf einen echten Kundennutzen hat. Dass die Flugbegleiter vor dem Öffnen der Türen eine eigens komponierte Musik spendiert bekommen geht mir am Arsch vorbei.

Bearbeitet von FKB
Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb FKB:

Es geht nicht darum die Nationalität einer Airline zu verleugnen, aber dieser neue Akzent bei Finnair ist vorsichtig ausgedrückt nicht Branchenstandard. 

Nur ist dieser Akzent nicht neu. Finnair hat seit Jahren mit der Herkunft aus dem hohen Norden geworben. Sei es mit dem Routing über Helsinki, sei es bei der Einführung der aktuellen Business-Klasse, sei es mit dem Blaubeersaft an Bord oder Akzenten in der Kabine von Marimekko.

 

Und irgendwie empfange ich hier inkonsistente Signale. Im einen Moment stört dich die übertriebene Finnischheit, im Nächsten die Verwandtschaftsbeziehung von Porra und die Werbung damit trotz internationaler Irrelevanz von Sibelius. Und plötzlich ist alles wieder gut, und dich stört nur, dass Finnair ihr Bordprodukt ändert und damit wirbt, weil es keinen Keks für dich beinhaltet und damit für dich nutzlos ist?

Was wäre denn für dich ein echter, realistischer Kundennutzen, bei dem du keinen Anlass gesehen hättest, dich hier auszulassen? 

Geschrieben (bearbeitet)

Irgendwie erinnert mich diese Diskussion hier an den Kollegen letztes oder vorletztes Jahr, der sich lautstark darüber empört hat, dass bei Eurowings / Discover (oder so) Flugbegleiter nun auch Sneaker tragen durften. Aber nur, weil man keinen Bezug zur Disziplin Marketing bzs. konkret Markenführung hat (Gründe wurden oben genannt), muss man ja auch nicht gleich in ekstatische Aufregung verfallen.

Bearbeitet von Faktencheck
Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb abdul099:

Was wäre denn für dich ein echter, realistischer Kundennutzen, bei dem du keinen Anlass gesehen hättest, dich hier auszulassen? 

Mehr Kekse.

Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb BWE320:

Bekannterweise gab es eigentlich bei LH Todesstille beim Boarding, weil irgendeine Person bei LH entschieden hatte, das die GEMA zu teuer ist.

Deshalb bin ich überrascht, dass es jetzt wieder Boarding Musik bei LH gibt. Wann wurde das geändert?

Die gibt’s immer. Nur wird die oft nicht gespielt, weils nervig sein kann - besonders für die Crew.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb FKB:

Ich kenne keinen Fall von Werbung, bei dem eine Airline jetzt noch singapurischer, arabischer, deutscher, fränzösischer, amerikanischer oder sonst was sein soll.


Ich muss da irgendwie an Swiss und ihre aktuelle Kampagne „Swiss all the way“ denken. Die Kampagne spielt auch mit dem stereotyp der Schweizer Qualität. 
 

Und generell gibt es doch bei vielen Airlines Akzente im Marketing und auch im Service, die sich um die Identität der Herkunft drehen. 
 

-Singapore Airlines mit ihren ikonischen Uniformen. 
-Austrian mit dem Wiener Walzer und dem „Kaffeehaus über den Wolken“

- Lufthansa hatte mal die Kampagne „We fly with the Germans“

-…

 

Wenn du dir speziell den Bordservice und das Essensangebot in den höheren Klassen anschaust entdeckst du auch überall Lokale Einflüsse. 
 

Swiss, Air France, Cathay, ANA etc. arbeiten mit heimischen Spitzenköchen oder Restaurants zusammen. 

Geschrieben

Es ist eben Marketing und hilft bleibende Akzente zu setzen, die sich im Kopf der Kunden (unterbewusst) verankern. Ob positiv oder negativ, denn selbst wenn man es nicht mag, bleibt es im Kopf (Siehe Seitenbacher Müsli - oder kennt ihr irgendjemanden der die Werbung mag und/oder sie vergessen hat?)

Das selbe gilt beim Duft und der Musik bei Eurowings, die ein "einmaliges" Boardingerlebnis bieten sollen. Aber im LH Konzern scheint die Umsetzung solcher "Erlebnisse" allgemein nicht so stringent zu funktionieren, denn weder bei Swiss, noch bei EW, noch bei LH ist dies auf jedem Flug, sondern eher nur vereinzelt wahrzunehmen.

Wenn die Umsetzung richtig läuft, stellt sich auch der Marketing Effekt ein.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 13 Minuten schrieb HAJ98:

Und generell gibt es doch bei vielen Airlines Akzente im Marketing und auch im Service, die sich um die Identität der Herkunft drehen. 

Ist völlig klar und auch total in Ordnung. Ich habe deshalb ja auch geschrieben, dass ich aber keine Kampagne kenne, die dies dann noch mehr betont. Plakativ: "Jetzt noch mehr deutsch als zuvor".

Bearbeitet von FKB
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Jeremy:

besonders für die Crew.

Ich mag Boardingmusik eigentlich ganz gern. Mein Favorit dabei ist Air Asia.

Interessant, dass die Crews bei LH die Boarding Musik als nervig empfinden und einfach weglassen.
Mir hatte mal ein Flugbegleiter gesagt, es läge an den GEMA-Gebühren. Das ist allerdings auch schon mindestens 8 Jahre her.

Geschrieben

Ich versteh die Aufregung nicht, jede Airline hat doch vieles vom Heimatland als Erkennungszeichen. Auch die Lufthansa hat ja "Heimat" als Motto für das Business-Class Essen.

Da gibts so viele Beispiele, mit Catering gerade Turkish Airlines, Emirates, Austrian...und so viele andere

Qantas mit dem Motto "Spirit of Australia", da regt sich auch niemand auf. 

Kritisiert bei Finnair wird mehr dass man auf "Finnishness" setzt wenn es positiv ist (Musik, Blaubeersaft etc), aber wenns ums Geld geht ist der/die Finnin zu teuer (outgesource-Crews auf vielen Asien-Strecken, mittlerweile auch vereinzelt ausländische Crews auf allen Strecken, Verlagerung von ganzen Abteilungen ins Ausland)....

Kein Mensch kauft ein Ticket wegen der Boarding-Musik, aber irgendwie trägt sie dann doch zu einer gewissen Reisestimmung bei. 

Die beste finde ich läuft zur Zeit bei Qantas.

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