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jared1966

BER: Hartmut Mehdorn neuer Flughafenchef

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Es gibt einen großen Unterschied: Die TXL-Schließung ist nicht spekulativ, sie steht (bis auf den Zeitpunkt) unumstößlich fest, es sei denn man verzichtet auf die Eröffnung von BER oder fängt dessen Planfeststellung wieder von vorne an...

 

 

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Mehdorn ist ein Fuchs . . .

Mit dem grossen Hammer bringt er die Kapazitätsengpässe in BER zur Sprache - wohl wissend, dass ein Weiterbetrieb von TXL (fast, nur mit weiteren Verzögerungen ) völlig unmöglich ist !

Es gibt zwar viele Städte mit mehreren Flughäfen, aber mindestend ebenso viele, die mehrere Terminals pro Flughafen haben . . . Nun mal scharf nachdenken . . . !!

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Also unabhängig davon, dass es von Mathias "the brain" Platzeck ebenso "vernünftig" ist, das Nachtflugvebot bei 0 aufzurollen, kann man im Sinne der Luftfahrt nur Herrn Mehdorn mit allen Gedanken und Taten unterstützen.

 

Selbstverständlich ist mindestens ein vorrüberhendes Offenhalten von TXL sinnvoll. Und so lange nicht geklärt ist, wie und wann der BER funktioniert, muss man von dauerhaft sprechen.

 

Davon abgesehen wird doch mit den klaren Tönen Mehdorns immer deutlicher, wie sehr sich Wowereit und Platzeck im Gedanken des "hoffentlich bekomme ich noch ein paar Wählerstimmen" verstrickt haben. Man kann nicht einerseits die schnelle Fertigstellung von BER von einer GF fordern, um im nächsten Moment gerne die Wählerstimmen der Lärmfraktion mit dem absurden Nachtflugverbot abzugreifen.

 

Ich bin mir ganz sicher, diese Dinge können mit der Inauguration Mehdorns jetzt für uns alle Tag für Tag erkennbarer werden. Der Typ lässt im Zweifelsfall alle Themen mal auffliegen. Ein besseres, trojanisches Pferd hätten sich diese Ausichtsräte gar nicht ins Boot holen können.

 

Er ist der Allererste, der in diesem Projekt unternehmerisch denkt.

 

Jetzt würde ich mir eine staatsanwaltschaftliche Untersuchung zu den Mehrkosten des BER wünschen, mit allen Konsequenzen für den Aufsichtsrat, wie es auch mit dem Landesarchiv Duisburg, gestern zu sehen in der ARD, geschieht.

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Selbstverständlich ist mindestens ein vorrüberhendes Offenhalten von TXL sinnvoll. Und so lange nicht geklärt ist, wie und wann der BER funktioniert, muss man von dauerhaft sprechen.

Die zu erwartende Klagewelle macht eine Diskussion ziemlich überflüssig. Die rechtliche Sachlage ist eindeutig. Die innerstädtischen Flughäfen sind spätesten 6 Monate nach der BER-Eröffnung zu schließen. Das war die Planungsgrundlage für BER und die ist einklagbar. Dazu kommen noch ganz andere Probleme. Die BER-Mietverträge werden die Splittung nicht zulassen - schließlich basieren die Mieten auf den Betrieb eines Single-Airports. Die Passagierzahlen sind eine Mietgrundlage.

Die gesamte Finanzierungskalkulation wird, insbesondere nach den enormen Kostensteigerungen, der Flughafengesellschaft bei einer Doppelbewirtschaftung um die Ohren fliegen. Das war definitiv nicht Mehdorns bester Tag.

Durch die Sanierung der Bahn in Schönefeld wird es Slot-Engpässe geben. Aber welche Airline will denn nach der BER-Eröffnung noch in Tegel bleiben? Die Großen dürften daran kein Interesse haben. Um den größten Problemen aus dem Weg zu gehen sollte man zügig die Bahn in SXF sanieren.

 

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Eine Easyjet und Ryanair würden sicher mit Kußhand nach Tegel gehen. Und der Bund könnte auch gleich dort bleiben. Bin mal gespannt, welcher Damm damit gebrochen ist?

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Eine Easyjet und Ryanair würden sicher mit Kußhand nach Tegel gehen. Und der Bund könnte auch gleich dort bleiben. Bin mal gespannt, welcher Damm damit gebrochen ist?

 

Mal abgesehen von der von Realo angesprochnen Problemen, wäre das schon eine interessante Lösung. Die Point-to-Point Airlines wie oben genannt, ebenso die Ferienflieger ab nach Tegel, der Rest ab BER...

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Dann könnte man wiederum den Billig-Nordflügel in BER vollständig ausbauen und würde Kapazität für Linienairlines gewinnen.

 

Die gleichen Leute, die die juristischen Hürden für Tegel aufgebaut haben, müssen sie dann eben auch wieder wegräumen. Ist ja alles nicht Gott gegeben, sondern rein politisch verzapft.

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Eine Easyjet und Ryanair würden sicher mit Kußhand nach Tegel gehen. Und der Bund könnte auch gleich dort bleiben. Bin mal gespannt, welcher Damm damit gebrochen ist?

Also wenn ich es oben nicht geschrieben habe, so habe ich genau das noch schreiben wollen. Sorry, @realo!

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Eine Easyjet und Ryanair würden sicher mit Kußhand nach Tegel gehen. Und der Bund könnte auch gleich dort bleiben. Bin mal gespannt, welcher Damm damit gebrochen ist?

Ryanair will in Berlin nicht ausbauen und Easyjet wird sich auf den direkten Wettbewerb freuen. Da sehen die sich nämlich als Gewinner.

Die Doppelbewirtschaftung würde zweifelsohne auch zu höheren Gebühren führen.

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Ryanair will eben keinen full-service-Flughafen bezahlen und braucht ihn auch nicht. Der Markt Berlin passt super zu denen. Es ist nur eine Frage der angebotenen Infrastrukur und ihrer Preise, Stichwort "Konsensbeschluss".

 

Tegel zu privatisieren schlage ich ja hier gar nicht vor.

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Ach, ich glaube Herr Mehdorn ist einfach nur ein Tegel-Fan und wollte sich öffentlich dazu bekennen.

Wenn BER frühestens Ende 2014 geöffnet werden kann und TXL 6 Monate danch schliesst, dann sind das noch 2,5 bis 3 Jahre, was für eine lange Zeit

 

 

Davon abgesehen wird doch mit den klaren Tönen Mehdorns immer deutlicher, wie sehr sich Wowereit und Platzeck im Gedanken des "hoffentlich bekomme ich noch ein paar Wählerstimmen" verstrickt haben. .

 

Höhö, ich stell mir nichts einfacher vor, wie den Job der linken Machterhaltung in Berlin

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Die gleichen Leute, die die juristischen Hürden für Tegel aufgebaut haben, müssen sie dann eben auch wieder wegräumen.

 

Hast Du auch eine Idee wie? Mit Weiterbetrieb von TXL über 6 Monate nach der Eröffnung von BER hinaus wird die gesamte Planfeststellung für BER hinfällig. Klar kann man die neu beginnen und mit Weiterbau und Eröffnung warten, bis die durch ist (wieviele Jahre schätzt Du so?) und dabei gleichzeitig beten, dass die trotz dieser großen Abweichung genauso durchgeht (Utopie...).

 

Und dann kann wieder neu geklagt werden, was das Ganze nochmal verzögert.

 

Wenn man Tegel weiterbetreiben will, wäre 2018 ein sehr optimistisches Eröffnungsdatum für BER, es kann aber auch durchaus 2020 werden...

 

Ist ja alles nicht Gott gegeben, sondern rein politisch verzapft.

Ja, aber trotzdem ist das die bestehende Rechtslage. Und dummerweise leben wir in einem Rechtsstaat...

 

 

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Ich sehe Mehdorn schon neben Herrn Scholz stehen und die beiden verkünden, dass BER nach Kaltenkirchen umzieht.

Kurz darauf ruft Mutti bei ihm an, sagt ihm , dass das nun garnicht geht, der Hauptstadtflughafen muss bei Berlin liegen.

Hatten wir doch alles schon mal.

 

*Ironie aus*

 

Ich verstehen nicht warum ein so alter Mann wie Bahnchef Mehdorn sich noch so einen Job antut.

Das er dem offensichtlich nicht mehr gewachsen ist zeigt schon seine Äusserung zu TXL.

 

Hätten man TXL erhalten wollen, hätte es wohl ausgereicht SFX mit einem modernen Terminal zu beglücken.

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Hätten man TXL erhalten wollen, hätte es wohl ausgereicht SFX mit einem modernen Terminal zu beglücken.

 

So hätte ich es als optimal empfunden, wurde hier auch seitenlang diskutiert, da würde dieser alte DDR Flughafen nicht mehr dem heutigen technischen Standard genügen bez. Gepäckabfertigung usw usf, da war hier immer so ein Forist DR. Cosmo, von dem hört man hier heut aber auch nichts mehr

 

Und TXL hätte man ja auch ausbauen können, noch einmal so ein Sechseck hinstellen, ich glaube, dass es dafür eine Planung gab und alles schon ausgearbeitet war, auch ein U-Bahnanschluss war mal vorgesehen,

bin kein Berliner, die wissen das natürlich alles besser

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Und TXL hätte man ja auch ausbauen können, noch einmal so ein Sechseck hinstellen, ich glaube, dass es dafür eine Planung gab und alles schon ausgearbeitet war, auch ein U-Bahnanschluss war mal vorgesehen,

 

Hmm, wohl eher skizziert. Zudem ein Sechseck auch nicht den heutigen Bedürfnissen des Flughafenbetriebs gerecht wird. Suboptimale Passagierströme (z.B. Transfer, Aufteilung Schengen / Non-Schengen), ineffiziente Auslastung der Infrastruktur (z.B. separate Sicherheitskontrollen für jedes Gate) und sagen wir mal "sperriger" Grundriss (Nachteil für das Non-Aviation-Geschäft).

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Hmm, wohl eher skizziert. Zudem ein Sechseck auch nicht den heutigen Bedürfnissen des Flughafenbetriebs gerecht wird. Suboptimale Passagierströme (z.B. Transfer, Aufteilung Schengen / Non-Schengen), ineffiziente Auslastung der Infrastruktur (z.B. separate Sicherheitskontrollen für jedes Gate) und sagen wir mal "sperriger" Grundriss (Nachteil für das Non-Aviation-Geschäft).

Wer sagt denn, dass das zweite Sechseck wie das erste aufgebaut worden waere?

Da haette man wunderbar ein Terminal hinsetzen koennen, das den modernsten Anforderungen gerecht geworden waere.

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@ nairobi

 

Da bin und bleibe ich sehr skeptisch, ob das so gepriesene Sechseck alle Anforderungen ebenso wie ein moderner konzipiertes Terminalgebäude erfüllen kann. Klaro, wo ein Wille ist, da ist auch ein Sechseck, aber dann nur mit "schrottigen" Prozessen.

 

 

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Ich habe vor Jahren eine Doku über den mittlerweile Stararchitekten Meinhard von Gerkan gesehen und da waren technische Zeichnungen eines 2 Sechsecks schon auf dem Tisch, die Option wurde damals gleich mitgeplant, nur kam dafür nie ein Auftrag, lesen Sie, was er zum Sechseck schreibt, mich überzeugt das jedenfalls.

 

http://www.zeit.de/2012/04/Flughafen-Tegel-Gerkan

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N'Abend!

 

Ich habe vor Jahren eine Doku über den mittlerweile Stararchitekten Meinhard von Gerkan gesehen und da waren technische Zeichnungen eines 2 Sechsecks schon auf dem Tisch, die Option wurde damals gleich mitgeplant, nur kam dafür nie ein Auftrag,

 

Das zweite Sechseck (der s.g. Flugsteigring Ost) war von Anfang an geplant und sollte im Zuge eines Ausbaus Ende der achziger Jahre gebaut werden. Das Ausbauvorhaben scheiterte aber damals am Veto der GAL im Rot-Grünen Senat.

 

EDIT: Auf der Webseite von gmp gibt es Informationen, u.a. dieses pdf zum Flughafen Tegel inkl. alter Bilder und einem Plan, der den damals geplanten Flugsteigring Ost zeigt.

 

Habe die Ehre,

Dash8-400

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Nochmal: Aus Passagiersicht mag duchaus Charme haben, nur gefühlte 7,5m zwischen Auto und Flugzeug zurücklegen zu müssen. Aber selbst in dem verlinkten Artikel wird angesprochen, dass Sicherheitskontrollen so nicht berücksichtigt waren.

 

Und jetzt kommen wir zu dem punkt wo sich die Geister zwischen Passagier und Flughafenbetrieber scheiden: Aus der Sicht eines Architekten und Passagiers mag eine zentrale Sicherheitskontrolle ein "Flaschenhals" sein, für den Flughafenbetreiber ist es aber ein Terminallayout mit geringerem Ressourcenbedarf. (So ein X-Ray ist halt teuer...)

 

Das eben ist mein Punkt: Ein Sechseck ist den heutigen Anforderungen nicht gewachsen.

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EDIT: Auf der Webseite von gmp gibt es Informationen, u.a. dieses pdf zum Flughafen Tegel inkl. alter Bilder und einem Plan, der den damals geplanten Flugsteigring Ost zeigt.

 

Dat isses, so kam es auch damals im Fernsehen, Daumen hoch

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Nochmal: Aus Passagiersicht mag duchaus Charme haben, nur gefühlte 7,5m zwischen Auto und Flugzeug zurücklegen zu müssen. Aber selbst in dem verlinkten Artikel wird angesprochen, dass Sicherheitskontrollen so nicht berücksichtigt waren.

 

Und jetzt kommen wir zu dem punkt wo sich die Geister zwischen Passagier und Flughafenbetrieber scheiden: Aus der Sicht eines Architekten und Passagiers mag eine zentrale Sicherheitskontrolle ein "Flaschenhals" sein, für den Flughafenbetreiber ist es aber ein Terminallayout mit geringerem Ressourcenbedarf. (So ein X-Ray ist halt teuer...)

 

Das eben ist mein Punkt: Ein Sechseck ist den heutigen Anforderungen nicht gewachsen.

TXL dürfte zumindest gefühlt der profitabelste Flughafen dieser Republik sein. Er ist auf jeden Fall der Goldesel der FBB, welcher Jahr für Jahr viel Geld in die Kassen der Flughafengesellschaft spült. So sehr ins Gewicht scheint der immer wieder kolportierte Mehrbedarf an Personal bei einem dezentralen Sicherheitscheck also nicht sein. Dieser ganze Quatsch des neoliberalen Strebens nach maximalem Profit ist doch eh Wahnsinn! Niemandem ist damit geholfen. Die Qualität vieler vor allem Dienstleistungen ist unter diesem System in den Keller gegangen, der dadurch entstandene Schaden wird aber von allen beglichen, nicht aber etwa von denen, die ihn zu verantworten haben. Siehe S-Bahn Berlin, Outsourcing der Sicherheitskräfte an Flughäfen (massiver Schaden durch die Streiks, welche aber gerechtfertigt waren) und so weiter...

 

Ich will damit sagen, dass ich dieses Argument contra TXL recht schwach finde. Wir sollten in dieser Gesellschaft wieder mehr auf Qualität setzen. Und da ist TXL mit seiner Architektur und seinem Konzept mehr oder weniger unschlagbar, wenn man die massive Überschreitung der Kapazität zu gewissen Tageszeiten mal ausblendet.

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@ nairobi

 

Da bin und bleibe ich sehr skeptisch, ob das so gepriesene Sechseck alle Anforderungen ebenso wie ein moderner konzipiertes Terminalgebäude erfüllen kann. Klaro, wo ein Wille ist, da ist auch ein Sechseck, aber dann nur mit "schrottigen" Prozessen.

 

Ich weiß zwar nicht was diese Phantomdiskusion soll aber egal.

 

Warum sollte ein Sechseck keinen modernen Terminal zulassen? Gibt es ein Naturgesetz, dass besagt, das nur viereckige Terminals den Anforderungen entsprechen können?

Nein.

Hätte man die Mitte des Sechsecks mit einem Dach überspannt, hätte es ein riesiges Terminal ergeben das locker alle Checkin und Sicherheitskontrollfunktionen hätte übernehmen können. Der gesammte Außenbereich hätte als Sicherheitsbereich mit Einkaufsmöglichkeiten dienen können. Eine Kapazität des Terminals von >20 Millionen PAX wäre wohl realisierbar gewesen.

Damit wäre TXL den bedürfnissen Berlins sicher für die nächsten 30 Jahre gerecht geworden, wenn auch SFX moderisiert erhalten geblieben wäre.

 

Aber man wollte raus aus der Stadt, was in Hinblick auf Lärmbelastung und der Entwicklungsmöglichkeiten auch vernünftig war. Und ob das ganz am Ende billiger gewesen wäre, sei auch dahingestellt!

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