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jared1966

BER: Hartmut Mehdorn neuer Flughafenchef

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Und wenn die Fluggäste eben zu den Fliegern über das Rollfeld laufen müssen, im Regen stehen, oder sich im überfüllten Terminal zusammenpferchen müssen, wie bei der S-Bahn ist Kundenzufriedenheit kein Maßstab mehr für den wirtschaftlichen Erfolg. In der Welt eines Mehdorn sind Fahrgäste oder Flugreisende Transportgut, keine Kunden.

Das ist einerseits die unangenehme Konsequenz aus der "Kopf-in-den-Sand"-Politik, die Vorgänger Schwarz viel zu lange im Dienste von Wowereit und Platzeck migemacht hat, zugleich wird sich Mehdorn als hervorragender Blitzableiter für die kommende Kritik eignen.

 

Stimme dem Beitrag voll zu.

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Die Ernennung Mehdorns bedeutet das Ende der globalen Drehkreuz- und Megaairport-Phantasien.

Über diese Phantasien entscheiden nicht die Flughafenmanager, sondern die Airlines und ihre Kunden.

Zur Erinnerung: Mehdorns Passion war immer die Fliegerei. Mich würde nicht wundern, wenn er sich aus dem Ärger der letzten Monate heraus sogar selbst ins Spiel gebracht hat. Als Vorstandsvorsitzender von airberlin wird der aus dem Fluchen kaum noch rausgekommen sein.

 

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Über diese Phantasien entscheiden nicht die Flughafenmanager, sondern die Airlines und ihre Kunden.

[...]

So einfach ist das nicht.

Der Flughafen, also unter Entscheidungsgewalt der Flughafenmanager, stellt die Infrastruktur zum Betrieb eines Hubs bereit.

Die Airlines entscheiden, ob ein Hub an diesem Ort für sie sinnvoll ist, und betreiben dann ggf. diesen Hub.

Ohne Infrastruktur kein Drehkreuz...

Aber vermutlich auch ohne Drehkreuz-Anregungen einer (oder mehrerer) Airline(s) keine Infrastruktur...

 

grisu

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Ich sehe das im Prinzip genau so.

 

Die Ernennung Mehdorns bedeutet das Ende der globalen Drehkreuz- und Megaairport-Phantasien. ...

Das warten wir mal ab. Berlin wird genauso unterschätzt wie New York. Denen wurde der Kollaps auch schon 10 mal vorhergesagt. Am BER sind mehr Menschen international interessiert, als die meisten Berlin-basher es gerne hätten.

 

:)

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Aber warum muss es denn ein 3-Jahres-Vertrag sein?

Falls man sich, warum auch immer, in einem Jahr wieder von dem Herrn trennen sollte, bekommt er dann sicher noch eine fette Abfindung.

Also warum nicht bloß ein Kurzvertrag ohne Gefahr einer Abfindung?

 

Verstehe sowieso nicht, dass man mit 70 nichts mehr von seinem Ruhestand haben will.

 

Und dass ein ehemaliger Bahnchef zum größten Konkurrenten der Bahn (Airlines) geht, ist mir auch unbegreiflich.

 

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Aber warum muss es denn ein 3-Jahres-Vertrag sein?

Falls man sich, warum auch immer, in einem Jahr wieder von dem Herrn trennen sollte, bekommt er dann sicher noch eine fette Abfindung.

Also warum nicht bloß ein Kurzvertrag ohne Gefahr einer Abfindung?

Weil das Ding ja u.U. erst 2016 öffnet. Das weiß man ja noch nicht. Zudem heißt eröffnen ja nicht, dass das Ding gleich rund läuft. Macht also Sinn so zu planen: Eröffnungsversuch 2015. Übergang auf Nachfolger 2016.

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So einfach ist das nicht.

Der Flughafen, also unter Entscheidungsgewalt der Flughafenmanager, stellt die Infrastruktur zum Betrieb eines Hubs bereit.

Die Airlines entscheiden, ob ein Hub an diesem Ort für sie sinnvoll ist, und betreiben dann ggf. diesen Hub.

Und das was AB derzeit in TXL betreibt ist kein Drehkreuz?

 

Man kann das Prinzip Mehdorn gut anhand der Berliner S-Bahn verfolgen. Die fährt mehr schlecht als recht, häufig fallen Züge aus, die Passagiere müssen oft und lange auf den Bahnhöfen warten. Und dennoch fährt immer an jedem Tag mindestens eine S-Bahn in Berlin, es geht irgendwie weiter. Und trotz aller Probleme hat die S-Bahn aktuell so viele Stammfahrgäste wie noch nie. Die Leute schimpfen zwar, aber fahren dennoch S-Bahn.

Die Berliner S-Bahn steht beim Effizienz-Benchmarking im Vergeich mit allen anderen S-Bahnsystemen in Deutschland bei jeder beliebigen Kennziffer (z.B. Passagiere p.a./Mitarbeiter) signifikant schlechter da. Dieser letzte VEB Deutschlands hat sich, als das Management der DB und damit Mehdorn dieses Problem seinerzeit angehen wollte, einfach quergestellt und die Herrschaften auflaufen lassen. Das Ding ist, um im Themenbereich dieses Forums zu bleiben, sozusagen die Alitalia unter den S-Bahnen Deutschlands; passt somit sehr gut zum Gebaren der Politik in der Hauptstadt.

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Die Regentschaft von Herrn Mehdorn scheint ja wesentlich unterhaltsamer zu werden, als angenommen. :rolleyes:

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Das wiederum schätze ich an Mehdorn. Er ist ein Freigeist, der auch mal das denkt und sagt, was sich andere gar nicht erst trauen. Zum Beispiel, dass der BER bei der Eröffnung bereits völlig überlastet sein wird und daher die SchließungTegels absolut unnötig und damit zu überdenken ist. Keine Denkverbote, es muss das gelten, untersucht und gemacht werden, was zur Sicherung eines qualitativen Flugverkehrs für die deutsche Hauptstadt notwendig ist. Ein veralteter Planfeststellungsbeschluss, der nie das letzte Wort sein muss und auch nicht darf, kann da nicht als Hinderniss einer pragmatischen und notwendigen Lösung im Weg stehen.

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Großartig. Endlich bekommen diese Piepmätze aus Brandenburg mal Vollfeuer:

 

welt online - Mehdorn stellt Schließung von TXL in Frage

 

 

Ja, diese Aussage überrascht mich auch. Mehdorns Vorteil ist, dass er jetzt auch Unbequemes sagen kann, ohne Rücksicht auf seine Person oder sein Amt (was er wohl nicht so schnell wieder verlieren wird). Aber letztlich hat er doch Recht, dieses ganze Berlin-Potsdamer-Polit-Chaos muss man mal an den realen Gegebenheiten und der Ökonomie messen lassen. Tegel länger oder auch ganz offen zu lassen, ist doch auch mit Hinweis auf die enormen Investitionen, die noch zu tätigen sind, wirtschaftlich sinnvoll. Und die Lärmbelastung auf viele zu verteilen, ist doch auch nur mehr als gerecht. Wenn Platzeck schon das Nachtflugverbot wieder in Frage stellen will, dann kann man die Schließung Tegels nun auch genauso in Frage stellen. Diesen Schachzug finde ich gut, 1:0 für Mehdorn, ich bin positiv überrascht.

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Nächste Runde Realitätsverweigerung...

Bist du auch einer von denen, die einen Planfeststellungsbeschluss wie ein gottgegebenes Werk ansehen, an dem jeglicher Sinnlosigkeit zum Trotz festgehalten werden muss? Entgegen jeglicher Vernunft?

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Obwohl Herr Mehdorn mit seiner Idee ,den Flughafen Tegel länger in Betrieb zu lassen , gar nicht so falsch liegt. Da ja schon baldige Engpässe bezüglich der Kapazität am BER prognostiziert werden, könnte Tegel für Entlasstung sorgen. Natürlich mit etwas strengeren Nachtflug Regeln sollte der Betrieb auch noch viele Jahre im Bereich Charterflüge laufen. Zumindest sollte es nicht verboten sein , auch in diese Richtung zu denken.

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Bist du auch einer von denen, die einen Planfeststellungsbeschluss wie ein gottgegebenes Werk ansehen, an dem jeglicher Sinnlosigkeit zum Trotz festgehalten werden muss? Entgegen jeglicher Vernunft?

Der Planfeststellungsbeschluß ist nicht gott-, sondern vernunftgegeben.

 

Babylon frißt sich offensichtlich langsam vor...

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hier sind wirklich viele realitätsverweigerer: schon jetzt haben sich die bürgerinitiativen sowohl in txl als auch am ber bemerkbar gemacht. ein offenhalten tegels würde die gesamte planung juristisch wieder ins jahr 2004 zurückkatapultieren...

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Tegel dauerhaft offenzuhalten, ggf. in den ersten Jahren nach BER Eröffnung ( :lol: ) mit MTOW-cap o.ä., ist die einzig verbleibende Möglichkeit, den Luftfahrtstandort Berlin dauerhaft halbwegs attraktiv zu halten.

 

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mehdorn hat es schon relativiert und es in zusammenhang mit der nordbahn-sanierung gemeint. gut so, ansonsten veranstalten die wutbürger ein zweites s21 hier.... unterschätzt die gesellschaftliche dynamik bitte nicht.... der luftverkehr hat es immer schwerer in deutschland...

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Obwohl Herr Mehdorn mit seiner Idee ,den Flughafen Tegel länger in Betrieb zu lassen , gar nicht so falsch liegt. Da ja schon baldige Engpässe bezüglich der Kapazität am BER prognostiziert werden, könnte Tegel für Entlasstung sorgen. Natürlich mit etwas strengeren Nachtflug Regeln sollte der Betrieb auch noch viele Jahre im Bereich Charterflüge laufen. Zumindest sollte es nicht verboten sein , auch in diese Richtung zu denken.

 

Versteh ich z.B nicht, Tegel und Charterbetrieb. Tegel sollte man für den innerdeutschen Kurzstreckenverkehr nutzen, Hafen der kurzen Wege direkt in der Stadt gelegen, Selbst ich als jahrzehntelanger Bahnfahrer bin schon nach Berlin geflogen, es macht einfach Spass nach Tegel zu fliegen, weil man direkt im Mittelpunkt des Geschehens ist

 

Aber das wurde hier alles schon vor Jahren diskutiert, jede Stadt von Welt hat mehrere Flughäfen, nur Berlin will das alles über einen laufen lassen

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Innerdeutsche Flüge sollen ja unter anderem die Langstrecke "füttern", macht also weniger Sinn. Charterflüge bedeuten weniger Konkurrenz für den BER und dienen ausschließlich der Entlastung.

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Innerdeutsche Flüge sollen ja unter anderem die Langstrecke "füttern", macht also weniger Sinn. Charterflüge bedeuten weniger Konkurrenz für den BER und dienen ausschließlich der Entlastung.

 

wenn die Geschäfte gut laufen ist es eh egal, ich bleibe bei der Bahn und bin sowieso selten in Berlin, für mich sind Chartertouristen jedenfalls die letzten, die es eilig haben und deshalb zentral in der Stadt fliegen müssen,

die Umsteiger auf die Langstrecke haben ja immerhin noch einen anstrengenden Flug vor sich

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Die einzig vernünftige Lösung - Sperenberg plus ein Stadtflughafen (TXL oder THF) wurde seinerzeit abgeschmettert. Heute ist die einzig vernünftige Lösung, TXL mit mehr oder weniger rigiden Lärmschutz-Vorschriften als City-Airportweiterzuführen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Startverbot für alle Maschinen, die lauter sind, als GTF-bestückte?

 

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Habe mir beim RBB in der Mediathek die Aussage von Mehdorn angeschaut. Hoffentlich war das wirklich nur provokante Ironie...

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Versteh ich z.B nicht, Tegel und Charterbetrieb. Tegel sollte man für den innerdeutschen Kurzstreckenverkehr nutzen, Hafen der kurzen Wege direkt in der Stadt gelegen, Selbst ich als jahrzehntelanger Bahnfahrer bin schon nach Berlin geflogen, es macht einfach Spass nach Tegel zu fliegen, weil man direkt im Mittelpunkt des Geschehens ist

 

Aber das wurde hier alles schon vor Jahren diskutiert, jede Stadt von Welt hat mehrere Flughäfen, nur Berlin will das alles über einen laufen lassen

 

Es machte einfach Spaß nach Tempelhof zu fliegen und dann direkt mit der U5 in fünf Minuten in der Stadt zu sein...

 

Von Tegel muss man mit dem Bus fahren!

 

Die Berliner waren froh, dass es kein Nachtflugverbot gab, als per Luftbrücke Kohle, Öl und Lebensmittel aus dem Westen nach Berlin kamen. So kam rund um die Uhr alles rein, was man brauchte... Um in Berlin leben zu können.

 

Man wollte unbedingt von den Bonnern (EDDK hat noch heute 24 Stunden offen) nicht nur die Hauptstadt haben, sondern auch den Regierungssitz. Berlin will ALLES haben aber möglichst NIX geben. Eine Teilung der Aufgaben zwischen Hauptstadt und Regierung kam ja nicht in Frage!

 

Dazu kommt, dass ach... sonst werde ich wieder hier im Forum gesperrt...

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Obwohl Herr Mehdorn mit seiner Idee ,den Flughafen Tegel länger in Betrieb zu lassen , gar nicht so falsch liegt. Da ja schon baldige Engpässe bezüglich der Kapazität am BER prognostiziert werden, könnte Tegel für Entlasstung sorgen. Natürlich mit etwas strengeren Nachtflug Regeln sollte der Betrieb auch noch viele Jahre im Bereich Charterflüge laufen. Zumindest sollte es nicht verboten sein , auch in diese Richtung zu denken.

Komplett unmöglich..

Wusstest Du nicht, dass bereits etliche 'Bürger' in spekulativer Weise voll günstig sich Eigentum rund um TXL zugelegt haben?

In Erwartung der TXL Schließung..?

 

Etwa so, wie nach 1995 in den Speckgürtel SXF hinzugezogene, die nun von einem BER komplett 'überrascht' wurden und ihre 'Lebensplanung' gescheitert sehen.

Aber ich bin mir sicher.. ne Menge guten Geldes kann viele Wehwechen heilen..

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