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[Politische Diskussion] Absturz Malaysia Airlines 772 (9M-MRD) über der Ukraine


fly_bird

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Und zum Pech vieler unbeteiligter, die eben leider zur falschen Zeit am falschen Platz waren... Und da redest Du davon, dass andere sich demontieren.

 

Du solltest wirklich mal anfangen, meine postings genau zu lesen, ehe Du Deine überflüssigen Anmerkungen machst. Das wird bei Dir ja inzwischen zu einer Obsession.

Es ging hier um die Frage, ob der Einsatz von Taktischen Atomwaffen eine Option wäre. Ich glaube, wir sind uns fast alle einig, daß das keine Option ist, in welchem Krisengebiet heutzutage auch immer. Dann gab Andy seine sachlich völlig unhaltbare Meinung zum besten, die Amerikaner hätten 1945 taktische Atombomben abgeworfen. Erst dann habe ich mich eingeschaltet und ihm nachgewiesen, daß diese Abwürfe strategischer Natur waren, um den Krieg mit der Kapitulation Japans sofort zu beenden.

Ich habe mich nicht zu Fragen der Moral geäußert, oder ob so viele zivile Opfer das Kriegsziel für die USA gerechtfertigt haben. Ich verbitte mir deshalb auch jegliche Interpretation von Dir; besonders dann, wenn sie auch noch gegen mich persönlich gerichtet ist.

Und nein, ich werde diese Diskussion nicht auf der privaten Schiene per PN führen, weil Du das auch nicht machst, und die anderen User mitbekommen sollen, wes Geistes Kind Du bist.

Man muss das dahingehend präzisieren, dass die Absicht insbesondere bei der Hiroshima-Bombe eine strategische war, und wirksam wurde dies nach dem Schlag gegen Nagasaki. Nachdem nach Hiroshima es nicht zur beabsichtigten Kapitulation gekommen war, bereitete man (soweit ich mich erinnere) insgesamt 6 Bomben vor, die jeweils im 3-5 Tagesrhythmus einsatzbereit waren. Es gab dann eine Diskussion, ob man die jeweils nach Fertigstellung abwerfen sollte (Zermürbung), oder alle auf einmal als Vorbereitung einer Invasion des Festlandes. Insofern: Es spielten auch taktische Erwägungen eine Rolle.

 

Ich finde nirgendwo im Netz einen Hinweis, daß es zu dem Zeitpunkt bereits 6 Atombomben, fertig oder kurz vor Fertigstellung, gab.

Wir wissen nur, daß Nagasaki ein witterungsbedingtes Ausweichziel für Kokura war. Da Japan nach dem Abwurf über Hiroshima in der erwarteten 3-Tages-Frist nicht kapitulierte, wurde, gemäß den Einsatzbefehlen, die zweite Bombe abgeworfen. Am 14 August wurde die Kapitulation für den nächsten Tag angekündigt.

Geschrieben

... natürlich verwechselst Du immer noch Klarstand mit kaputt.

 

... in Russland weiß man auch sehr genau das die NATO (vor allen die USA) immer noch praktisch uneingeschränkt zu counter-force und counter-value (Zweit-)Schlägen fähig sind, ...

 

...wohingegen Russlands Zweitschlagfähigkeit praktisch nicht mehr existiert. ...

Das waren strategische Waffen gegen strategische Ziele. Also nein.

 

1) http://www.spiegel.de/politik/deutschland/marine-helikopter-auch-sea-king-nur-bedingt-einsatzbereit-a-993061.html

 

2) "immer noch praktisch uneingeschränkt": Die hier anklingende Verschlechterung der NATO-Fähigkeiten könnte es ratsam erscheinen lassen, das Arsenal zum Einsatz zu bringen, bevor die Ersatzteile für die Elektronik knapp werden...

 

3) Gewagte These. Ich habe mir aber eine Vorstellung davon verschafft, wessen Auffassung Du hier vertrittst. Unter dieser Annahme wirkt immerhin das dänische Keifen weniger irr.

 

4) Ja, womöglich saß der japanische Generalstab im Postamt Hiroshima.

...wes Geistes Kind Du bist.

 

Ich finde nirgendwo im Netz einen Hinweis, daß es zu dem Zeitpunkt bereits 6 Atombomben, fertig oder kurz vor Fertigstellung, gab. ...

 

1) Eigentlich habe ich von 744pnf noch nichts gehört, das mich an seinem Verstand zweifeln ließe.

 

Allerdings scheint hier eine Kolonne sich zu etablieren von Leuten, die meinen, einen Mangel an Argumenten durch verbrüderndes Ausstoßen von Injurien und Kraftausdrücken übertünchen zu können. Das könnte man auch für ohnmächtiges Sprechen halten.

 

2) Es ist ja auch schon spät.

 

http://www2.gwu.edu/~nsarchiv/NSAEBB/NSAEBB162/72.pdf

Man muss das dahingehend präzisieren, dass die Absicht insbesondere bei der Hiroshima-Bombe eine strategische war, und wirksam wurde dies nach dem Schlag gegen Nagasaki. ...

 

Vielleicht kann man das so sagen. Allerdings finde ich den Versuch der Klassifikation der Bombardements Hiroshimas und Nagasakis als "taktisch" oder "strategisch" müßig. Strategisch sind Waffen, die das Gegnerverhalten durch ihre bloße Existenz beeinflussen (insbesondere muß er also davon wissen), und deren Gefährlichkeit (heute) darin wahrgenommen wird, daß sie über das primäre Schlachtfeld (im Falle USA vs. SU/RF bisher immer Proxies) hinweg direkt in das Homeland des Gegners getragen würden. Der Auslieferungsmodus von damals hätte also gewisse Ähnlichkeit zum heutigen strategischer Waffen.

 

Und Kyoto existiert noch, weil der amerikanische Kriegsminister dort seine Flitterwochen verbracht hatte.

Geschrieben

die anderen User mitbekommen sollen, wes Geistes Kind Du bist.

Dem sehe ich vollkommen gelassen entgegen, Du offensichtlich (wieder einmal) nicht, denn wie anders wären der Gebrauch von Fettschrift und Hyperventilationsvokabeln zu erklären? Wenn man meint, falsch verstanden worden zu sein ist Nachlegen übrigens nicht die schlaueste Taktik, das nur als Tip.

Geschrieben

Noch einer der Klarstand und kaputt nicht auseinander halten kann. Oder waren auch alle Eurofighter kaputt als diese wg. einer möglichen Fehlfunktion des Schleudersitzes gegrounded waren?

 

2) "immer noch praktisch uneingeschränkt": Die hier anklingende Verschlechterung der NATO-Fähigkeiten könnte es ratsam erscheinen lassen, das Arsenal zum Einsatz zu bringen, bevor die Ersatzteile für die Elektronik knapp werden...

Wunschdenken deinerseits, es gibt dort keine anklingende Verschlechterung der NATO Fähigkeiten, der Bereitsschaftsstatus ist lediglich weniger hoch. Weil das russische Arsenal zu kaum was taugt. Wenn der Gegner praktisch keine Zweitschlagfähigkeit hat, kann ich meine eigene getrost zu einem größeren Teil in den Häfen lassen. Das im Moment nur 4 726er auf See in ihren zugewiesenen Einsatzgebieten stehen heißt nicht das die USA nicht mehr könnten. Das die Russische Unterseeflotte praktisch aufgehört hat zu existieren macht im Moment für die, in Sachen Boomern paranoiden, USA einfach nicht mehr erforderlich. Das lässt sich, dank doppelten Crews, mit immer einer in Bereitschaft und maximal 60 Minuten vom Boot entfernt, binnen weniger Stunden ändern. Russland hat nicht ein mal immer ein Boot in See, hat pro Boot nur eine Besatzung und über den Trainingszustand mit ca. einer Patrouillienfahrt alle zwei Jahre muss man erst gar nicht reden...

 

3) Gewagte These. Ich habe mir aber eine Vorstellung davon verschafft, wessen Auffassung Du hier vertrittst. Unter dieser Annahme wirkt immerhin das dänische Keifen weniger irr.

Vollkommen valide These, Russland hat nicht mal immer ein Boot zur See, obwohl man sich seit Mitte 2012 Mühe gibt. Das sind die einzigen Waffen die halbwegs realistisch zu einem Zweitschlag taugen. Davon ab hat die Russische Marine im Moment nur ein Boot das überhaupt eine Chance hat die erste Stunde eines solchen Konfliktes zu überleben, die Delta und Typhoon sind zu laut. Zu den Hochzeiten des Kalten Krieges war die PK1 für Sowjetische Atom-Uboote bei praktisch 100%, weil die NATO die Boote vom Aus- bis zum Einlaufen verfolgen konnte, diese praktisch ab Hafenausfahrt ein Jagd-Uboot hinterher fahren hatten .... die Russischen U-Boote sind immer noch die selben, die NATO Sonare aber nicht. Das man für die Typhoon Klasse die Fähigkeit zum gleichzeitigen Abschuss mehr als einer Rakete entwickelt hatte lag schlicht daran, dass man in Moskau wusste das kaum ein Boot den ersten Schuss lange genug überleben würde um 20 Raketen nacheinander abzufeuern.

 

4) Ja, womöglich saß der japanische Generalstab im Postamt Hiroshima.

Nur das Hauptquartier der 2. General Armee, verantwortlich für die Verteidigung von Honshū, Kyūshū und Shikoku, der 59. Armee und diverser kleinere Einheiten sowie große Munitionsvorräte. Insgesamt wurden von dort rund 400.000 Mann befehligt. In der Vorbereitung zu einer Invasion sicherlich ein strategisches Ziel.

 

2) Es ist ja auch schon spät.

 

http://www2.gwu.edu/~nsarchiv/NSAEBB/NSAEBB162/72.pdf

schön das Du aasperes Aussage bestätigst! Nur warum klingt das bei Dir so als würdest Du glauben Du hättest Ihn mit Deiner Quelle widerlegt, obwohl sich aus Deiner Quelle ableiten lässt das zum Zeitpunkt des Abwurfes auf Hiroshima und Nagasaki weder 6 Atomwaffen fertig waren, noch das diese Kurz vor der Fertigstellung standen, noch das diese im 3-6 Tage Rhythmus zur Verfügung stehen würden. Die Verfügbarkeit von spaltbarem Material ist dann doch eher eine sehr harte Grenze....

 

Und Kyoto existiert noch, weil der amerikanische Kriegsminister dort seine Flitterwochen verbracht hatte.

Sehr selektive Wahrnehmung von Geschichte...

 

Gruß

Thomas

Geschrieben

Noch einer der Klarstand und kaputt nicht auseinander halten kann. Oder waren auch alle Eurofighter kaputt als diese wg. einer möglichen Fehlfunktion des Schleudersitzes gegrounded waren?

 

Ernsthaft?

 

Pot. unzuverlässiger Schleudersitz -> kein Verteidigungswert?

 

Hubschrauber mit angerissenem Heck -> "Guten Flug"?

 

12/22 Sea Lynx: Risse > AOG.

10/22 Sea Lynx: analog AOG.

 

6/21 Sea King: Spares > AOG.

12/21 Sea King: Wartung > AOG.

2/21 Sea King: auf See.

1/21 Sea King: Bereitschaft.

 

Und dies laut Deinem Leib- und Magenblatt.

 

Wunschdenken deinerseits, es gibt dort keine anklingende Verschlechterung der NATO Fähigkeiten, der Bereitsschaftsstatus ist lediglich weniger hoch. 

 
Ich habe kein dahingehendes Wunschdenken. Allerdings wurden speziell in den vergangenen vier, fünf Jahren ganze Waffensysteme ausgemustert, deren Ersatz noch nicht einsatzreif ist.
 

Russland hat nicht ein mal immer ein Boot in See, hat pro Boot nur eine Besatzung und über den Trainingszustand mit ca. einer Patrouillienfahrt alle zwei Jahre muss man erst gar nicht reden...

 

Vollkommen valide These, Russland hat nicht mal immer ein Boot zur See, obwohl man sich seit Mitte 2012 Mühe gibt. Das sind die einzigen Waffen die halbwegs realistisch zu einem Zweitschlag taugen. Davon ab hat die Russische Marine im Moment nur ein Boot das überhaupt eine Chance hat die erste Stunde eines solchen Konfliktes zu überleben, ...

 

 

In wenigen Wochen sind es drei.

 

Daher ist Russlands Reaktion in der Ukrainefrage so wertvoll. Sie erlaubt es, die Verteidigungsbudgets vor weiteren Zugriffen der Finanzminister zu schützen und die aggressive Instandsetzung der Flotte, auf die Russland ein vertraglich gesichertes Recht hat, wirksam zu verteufeln.

 

Von der Bundeskanzlerin wurde vor wenigen Sommern kolportiert, sie studiere die Biographie Katharina der Großen in den Ferien. Sage also niemand, Kanzleramt, Außenamt, Konrad Adenauer Stiftung hätten nicht gewußt, welches Szenario sie mit ihrer Forderung der unumkehrbaren Abkehr in der Ukraine anrühren.

... schön das Du aasperes Aussage bestätigst! Nur warum klingt das bei Dir so als würdest Du glauben Du hättest Ihn mit Deiner Quelle widerlegt, obwohl...

 

Bei sorgfältiger Betrachtung habe ich keine der beiden gegensätzlichen Positionen "bestätigt". Setz Deine Brille ab oder auf, je nachdem, welche Aktion weitere Rantings unwahrscheinlicher macht.  ;)

Geschrieben

12/22 Sea Lynx: Risse > AOG.

Und Risse kann man ja niemals reparieren, wissen wir ja alle. Bei Bedarf werden kleine Gefechtsschäden in ein paar Stunden rapariert.

 

In wenigen Wochen sind es drei.

Die dann bei der Einsatzrate der russischen Verbände für ein Boot in See für etwa 4 Monate im Jahr reichen, vielleicht sogar für 6 Monate. Und das man die Boreis nicht sicher in einer Stunde nach Befehl versenkt hätte heißt nicht das sie unangreifbar sind. Es wird nur etwas schwerer. Man hat dafür ja auch nur 53 US Jagd-Uboote, 6 Französische und 8 Britische. Dem Gegenüber stehen 16 russische, von denen nur 10 für mehr als Trainingseinsätze taugen. Und natürlich hat die NATO schon lange vorher auf die potenzielle neue Bedrohung reagiert, die neuen Niederfrequenz Aktiv-Sonare in den NATO Flotten zielen genau auf die neuen, leiseren russischen Boote ab. Russland verfügt über keine glaubwürdige Zweitschlagfähigkeit und wird auch keine mehr bekommen, das gibt das Budget nicht her. Was man hoffen kann ist eine Abschreckung auf dem Niveau von Frankreich oder dem UK.

 

Daher ist Russlands Reaktion in der Ukrainefrage so wertvoll. Sie erlaubt es, die Verteidigungsbudgets vor weiteren Zugriffen der Finanzminister zu schützen

Das ist die vernünftige Reaktion auf einen aggressiven Nachbarn mit zweifelhaftem Geisteszustand.

 

Bei sorgfältiger Betrachtung habe ich keine der beiden gegensätzlichen Positionen "bestätigt". Setz Deine Brille ab oder auf, je nachdem, welche Aktion weitere Rantings unwahrscheinlicher macht.  ;)

Dann herrscht also Einigkeit das es keine 6 einsatzbereiten Atomwaffen gab und auch keine im Abstand von 3 bis 6 Tagen hätten produziert werden können?

 

Gruß

Thomas

Geschrieben

 

Und Risse kann man ja niemals reparieren, 

 
Ist die Flotte kaputt? Seit Juli sind 22x ein paar Stunden vergangen, und damals wie heute werden wir von einem Irren Aggressor™ bedroht.
 

.... das gibt das Budget nicht her. ...

 

Wir drehen uns klar im Kreis.

Das ist die vernünftige Reaktion auf einen aggressiven Nachbarn mit zweifelhaftem Geisteszustand.

 

Fewer rantings!  ;)

Geschrieben

Die Nato wird sich dort nicht Finanziell, Materiell oder mit Beistand beteiligen. Die Ukraine musste jetzt Kapitalverkehrskontrollen einführen. Die haben kein Geld mehr um sich Westliche Waffen zu kaufen. Die Ukrainische Armee wurde im Donbass Materiell wie Personell verheizt. Die Separatisten dürften weiter ständig zumindest kleine Angriffe fahren. Putin dürfte auch weiterhin gewisse Unruheherde in der Ukraine unterstützen. Der Westen gibt nur Kredite, die auch zurückgezahlt werden müssen, aber keine Bargeld. Glaube nicht, dass die Ukraine so lange überleben wird. Die Unruheherde hat Kiew auch nur mit Gewalt unter Kontrolle gebracht. Die Strategie dürfte wie bei Janu nicht langfristig wirken.

Geschrieben

[…]

Das sich derartiges Gerät bei einem monatelangen Einsatz fern der Heimat etwas schwer tut ist zu erwarten und natürlich verwechselst Du immer noch Klarstand mit kaputt.

Ich habe sehr wohl verstanden, dass Du einfache Sachverhalte, wie einen Defekt, blumig umschreibst, um von der eigentlichen Misere abzulenken.

 

 

Davon mal ab das man sich gegen taktische Nuklearwaffen heute viel besser wehren kann als in den 80er Jahren, ballistische Kurzstreckenraketen sind heute eher leichte Ziele für z.B. Patriot PAC-3 und PAC-2/GEM,

Solche Systeme schießen noch nicht einmal sicher die Hinterhofraketen der Hamas ab, genausowenig wie veraltete Raketen aus den 50ern und da soll man sich auf diese im Falle von bspw. nuklear bestückten Iskander-Raketen verlassen können? Ich fasse das mal als Witz auf.

 

 

hat selbst der größte Betonkopf in West wie Ost schon spätestens in den 60er Jahren begriffen das die Unterscheidung zwischen taktischen und strategischen Nuklearwaffen nur auf dem Papier existiert. Der von Dir vorgeschlagene Einsatz gegen Materialdopots wäre z.B. strategisch. Und obendrein nicht sonderlich wirkungsvoll, gegen einen ausgeschalteten Panzer ohne Besatzung reißen Atomwaffen nämlich nicht viel. Und vielleicht solltest Du dich mal in die nach wie vor gültige Flexible Response Doktrine einlesen. Das Französische Arsenal steht immer noch unter massive response Doktrine und in Russland weiß man auch sehr genau das die NATO (vor allen die USA) immer noch praktisch uneingeschränkt zu counter-force und counter-value (Zweit-)Schlägen fähig sind, wohingegen Russlands Zweitschlagfähigkeit praktisch nicht mehr existiert. Tatsächlich besteht heute das strategische Ungleichgewicht vor dem man im Kalten Krieg so viel Angst hatte, die USA könnten im Moment praktisch das gesamte Russische Atomwaffenpotential ausschalten, dabei genug Material zurückhalten um die russischen Städte einzuäschern, ohne das Russland adäquat reagieren könnte. Abschreckung für Russland besteht heute in der use-them-or-lose-them Option, in der Form auf einen Counterforce-Erstschlag mit einem unmittelbaren Angriff auf die gegnerische Bevölkerung zu reagieren und die komplette Vernichtung des eigenen Landes durch den darauf folgenden Gegenschlag in Kauf zu nehmen.

In einem atomaren Kriegt gibt es keine Gewinner, maximal jemanden der etwas weniger und etwas später verliert. Und wenn Du mal einen Blick auf die vorherrschenden Winde über Eurasien wirfst, wir sind hier ja in einem Luftfahrtforum, sollte klar sein das Russland sich einen großen, wenn nicht den größten, Teil des Fallouts in das eigene Territorium holen würde, und das gilt umso mehr wenn sich die Schläge gegen militärische Installationen richten, die durch Airbursts auch großer Atomwaffen kaum zu beeindrucken sind.

Eine erkleckliche Suada Deinerseits, gewürzt mit englischen Phrasen, die keine andere Intention hat, als sich selbst Mut zu machen. Kommt mir vor wie ein kleines Kind im Keller, das mit sich selbst redet, um Angst abzubauen.

Bleiben wir doch mal bei den Fakten: Russland verfügt nicht nur über eine erdrückende Übermacht an taktischen Nuklearwaffen, es hat im Gegensatz zu den USA auch in seine strategischen Waffen investiert und hat dort moderne Waffensysteme im Einsatz, wohingegen die US-amerikanischen Jahrzehnte alt sind. Man hat das in den USA auch erkannt, gestern kam die Meldung, dass man jetzt wieder mehr in strategische Systeme investieren will, man ist sich bewusst, was man dort aufzuholen hat.

Ergo: Niemand weiß, wie viele von den veralteten US-Systemen überhaupt noch einsatzbereit sind. Ob es da also für einen Zweitschlag reichen sollte, sei mal dahingestellt.

 

 

Kreative Geschichtsverdrehung? Die Wehrmacht war der Roten Armee qualitativ wie quantitativ drastisch unterlegen.

Das ist im Falle der Qualität Deine Sicht. Da gibt es eine ganze Menge anderer Meinungen zu dem Thema.

 

 

Genau, und Polen und Frankreich haben den Krieg mit Nazi-Deutschland provoziert…

Dieser historische Vergleich passt allerdings überhaupt nicht.

 

 

Die Chefs autokratischer Regime haben selten alle Tassen im Schrank, das Putin nicht alle Murmeln auf der Reihe hat sieht man mehr als deutlich an seinem exhibitionistischen Männlichkeitswahn und seinen Minderwertigkeitskomplexen.

Da Unterscheiden sich sibirische Tigerfänger nicht sehr von amerikanischen Cowboys.

 

 

Seine eigene Wirtschaft vor die Wand zu fahren für ein Urlaubsgebiet und eine Marinebasis auf die man eh vertraglich zugesicherten Zugriff hat ist auch weit davon entfernt rational zu sein.

Dieses Urlaubsgebiet steht für große Erdgasvorkommen, die Ostukraine für große Vorkommen an Schiefergas. Manchmal muss man etwas weiter blicken…

 

 

Mechel ist das Opfer jahrelanger Misswirtschaft der Geschäftsführung, das hat mit den Sanktionen nicht die Bohne zu tun. Und jetzt erzähl mir bitte nicht, dass es so etwas bei uns nicht gäbe!

Zu den Weißrussen: Freu Dich doch für sie, die haben es schwer genug!

 

 

warte ich gespannt auf das groß angedrohte Sanktionspaket Russlands für den Fall das die EU/USA ihre Sanktionen verschärfen. Ist jetzt 10 Tage her, wo bleibt denn die markerschütternde Antwort?

Es ist von Medwedew betont worden, dass man sich sehr genau überlegen wird, wie man antwortet, und dass eine Antwort auch asymmetrisch erfolgen kann. Es muss also nicht auf Wirtschaftssanktionen hinauslaufen, wenn man zu dem Schluss kommen sollte, dass der eigene Schaden zu groß wäre. Möglich wäre bspw. eine Unterstützung von gegen die USA und EU gerichteten Kräften in Kriegsgebieten oder Cyber-Angriffe gegen Banken in den USA oder der EU etc.

Ich persönlich denke aber, dass man im Moment eher gar nicht an der Sanktionsspirale drehen wird, da das Thema so schön in der Versenkung verschwunden ist. Alle starren auf den Irak, Syrien und IS. Da wäre man dumm, das Thema Ukraine wieder hervorzukramen. Einfacher ist es, in der Ukraine Fakten zu schaffen, während alle Welt mit dem IS beschäftigt ist.

 

 

Vielleicht sollte die NATO sich einfach auf Artikel 5 berufen, die Krim war ja schließlich auch mal griechisch...

 

[…]

 

Gruß

Thomas

Die Nato kann im Moment froh sein, wenn sie ihre Manöver überhaupt finanziert bekommt, bei dem Schmalhans-Budget der meisten Mitgliedsstaaten. Vom Artikel 5 ist die meilenweit entfernt.
Geschrieben

Die NSA-Archive sind da gerne zu Hilfe: http://www2.gwu.edu/~nsarchiv/NSAEBB/NSAEBB162/72.pdf

 

Der Link wurde bereits von Flotte gebracht. Ich sehe dennoch keinen Widerspruch zu meiner Aussage, und einzig darum ging es, daß es sich um strategische Waffen handelte, die keinem anderen Ziel dienten, als den Krieg im Pazifik auf einen Schlag zu beenden. Ich frage mich auch, worüber wir hier eigentlich streiten. Abgesehen von 744pnf, der ja ganz offensichtlich nur seinen persönlichen Kleinkrieg mit mir bei jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit führen will, spielt es doch keine Rolle, welche Bezeichnung man bevorzugt; die Abwürfe waren das Ergebnis einer Entscheidung zwischen einem Ende mit Schrecken (für die Japaner) und einem Schrecken ohne Ende (für beide Seiten).

 

Im Übrigen klinke ich mich hier aus diesem Thread aus. Hier wird nur noch Hass gegen Sachargumente versprüht. Und mit dem eigentlichen Thema der politischen Hintergründe im Zusammenhang mit dem Abschuß von MH17 hat der Thread ohnehin nichts mehr zu tun.

Geschrieben

Es hatten sich ja einige Vorredner darüber lustig gemacht, dass die Eurofighter zu nichts zu gebrauchen wären, zwei haben immerhin am 21. September in einem Alpha Scramble zwei Su-27 über der Ostsee, im Rahmen des Air Policing Baltikum, intercept und identifiziert :)

Geschrieben

Haben sie dem Russen wenigstens einmal den Vogel gezeigt, daß das so nicht geht, da über der Ostsee und alles?

 

Schließlich gehört die Ostsee uns allen.

 

Die wären besser auf ihrem Stützpunkt geblieben und hätten sich um ihre Zweitschlagskapazität gekümmert. Die NATO kann mit zu vielen Freiheiten nicht umgehen... überhaupt - zwei Eurofighter: Ist das nun Arroganz oder mangelnder Klarstand?

Geschrieben

sich um ihre Zweitschlagskapazität gekümmert.

Mit mindestens 7 SSBN der NATO Staaten, die zu jeder Zeit in ihren Einsatzgebieten stehen (plus bis zu 3 auf dem Weg zu Patrouillen-Gebieten oder zurück) gegenüber maximal einem bei den Russen dürfte das mehr als adäquat abgedeckt sein.

Das man die über der Nordsee nicht allein lässt, dürfte damit zusammen hängen das Freund Putin die längst vergessene Unsitte der Scheinangriffe (Flugzeuge auf Angriffsprofilen) auf NATO und neutrale Staaten 2007 wieder eingeführt hat. Immerhin übt das die Zugsamenarbeit der NATO Staaten mit den Nicht-Mitgliedern, da schützen schon mal dänische F-16 den schwedischen Luftraum.

 

Gruß

Thomas

Geschrieben

Und sie schützen den schwedischen Luftraum auch vor Amerikanern... oder sagen wir: sie schreiben sich die Nummer auf, und Stockholm regelt das mit der örtlichen Botschaft.

 

Übrigens: Syntaktisch kann überhaupt kein Zweifel bestehen, daß meine Zweitschlagsermahnung an die Russen gerichtet war... wie kommst Du darauf, ich hätte hier die NATO kritisiert?

 

Für das kolportierte Vermögen des Ходоркóвский i.H.v. 15 Mrd. US$ alleine fehlen Russland gute 16 Борей ...

 

Da ist eine Medal of Freedom mit Palmzweig fällig. Laudatio: Angela Merkel.

Geschrieben

Für das kolportierte Vermögen des Ходорко́вский i.H.v. 15 Mrd. US$ alleine fehlen Russland gute 16 Борей ...

 

Da ist eine Medal of Freedom mit Palmzweig fällig. Laudatio: Angela Merkel.

Ich frage mich die ganze Zeit, welche andere Botschaft als "Ich bin superschlau und ihr seid alle saudumm!" möchte man wohl senden, wenn man neben all dem kryptischen Quark nun auch noch russische Namen in kyrillischer Schrift hier postet? Irgendwie fällt mir keine weitere ein...

Achso, die Russen verwenden übrigens, im Gegensatz zu z.B. den Franzacken, nicht diese komischen Betonungsstriche, so wie du es hier über dem dritten "o" von Chodorkowski fälschlicherweise aus deiner Quelle rauskopiert hast.

Geschrieben

 

Der Überwiegende Teil der Vermuteten Ukrainischen Schiefergas Vorkommen liegt in „Neurussland“. http://www.longtailpipe.com/2014/02/ukraine-throws-off-russian-backed.html Die dortige Bevölkerung ist gegen eine Schiefergasgewinnung. Janu war ja auch nicht gerade der dickste Freund von Putin. Wenn diese Schiefergasvorkommen so easy zu erschließen wären,. würde das Gas sicherlich schon fließen. In China oder Polen kommen die mit den Schiefergas auch nicht voran.

 

 

Bleiben wir doch mal bei den Fakten:

:

Dieses Urlaubsgebiet steht für große Erdgasvorkommen, die Ostukraine für große Vorkommen an Schiefergas. Manchmal muss man etwas weiter blicken

Und was stimmt jetzt?

Geschrieben

Mag sein, dass die Nato eine Militärische Übermacht hat, dafür braucht die Ostukrainische Industrie den Russischen Markt zum Überleben. Der Westen träumt noch davon, dass die in 15 Monate sich EU Konform Modernisieren kann, während das Ukrainische Bankensystem quasi schon zusammengebrochen ist. Eine Österreichische Bank hat berichtet, dass die dort ihre Filialen nur nach Tageslage aufmachen oder geschlossen halten. Ohne Funktionierendes Bankensystem bekommen die Ukrainischen Betriebe kein Geld um sich zu Modernisieren. Die Wirtschaftspolitik der Euromaidan Regierung ist eine Anti Wirtschaftspolitik. Janu hatte wegen Wirtschaftsprobleme die Kontrolle verloren. Die Euromaidan Regierung wird auch die Ostukraine mit noch mehr Gewalt nicht unter Kontrolle bringen, wenn man die Wirtschaft nicht wieder ans laufen bringt.

Geschrieben

Die Euromaidan Regierung wird auch die Ostukraine mit noch mehr Gewalt nicht unter Kontrolle bringen, wenn man die Wirtschaft nicht wieder ans laufen bringt.

Die Gewalteskalation in der Ost-Ukraine geht von Anfang an von den dort agierenden, Moskau unterstützten, Terroristen aus.

 

Gruß

Thomas

Geschrieben

Die Gewalteskalation in der Ost-Ukraine geht von Anfang an von den dort agierenden, Moskau unterstützten, Terroristen aus.

 

Gruß

Thomas

 

Regierungstreue - die den von Kiew agierenden, Washington unterstützten, Aufständischen ihr(e) Oblast(e) nicht überantworten wollten. Oblaste, in denen die US-Milliarden nichts gefruchtet hatten

 

Nuland im Dezember 2013:

 

 

Wer in den Oblasten Donetsk und Lugansk zurückgeschossen hat, läßt sich bereits daran ablesen, daß die Proteste eine Woche nach Janukowitschs verfassungswidriger Absetzung begannen - mit einem Stadtrats-Votum, der russischen Sprache den Status einer zweiten offz. Verwaltungssprache  einzuräumen.

 

Ein unerhörter, ja terroristischer Vorgang, jeder Demokrat wird Dir zustimmen.

Geschrieben

Ein unerhörter, ja terroristischer Vorgang, jeder Demokrat wird Dir zustimmen.

Ich bin mir recht sicher das die Ukraine einen Verfassungsgerichtshof hat und das der nicht in Moskau sitzt, auch wenn der Kriegstreiber im Kreml natürlich so tut als hätte er ein Mitspracherecht und dürfte deshalb Terroristen unterstützen und im Nachbarland einmarschieren.

 

Gruß

Thomas

Geschrieben

Umstürzler, die ihre Gegner an einen Verfassungsgerichtshof verweisen...  :D

Dann poste doch ein mal schnell die Nachricht laut derer die Regierung in Kiew den Verfassungsgerichtshof abgeschafft hätte.

 

Gruß

Thomas

Geschrieben

Mag sein, dass die Nato eine Militärische Übermacht hat, dafür braucht die Ostukrainische Industrie den Russischen Markt zum Überleben. Der Westen träumt noch davon, dass die in 15 Monate sich EU Konform Modernisieren kann, während das Ukrainische Bankensystem quasi schon zusammengebrochen ist. Eine Österreichische Bank hat berichtet, dass die dort ihre Filialen nur nach Tageslage aufmachen oder geschlossen halten. Ohne Funktionierendes Bankensystem bekommen die Ukrainischen Betriebe kein Geld um sich zu Modernisieren. Die Wirtschaftspolitik der Euromaidan Regierung ist eine Anti Wirtschaftspolitik. Janu hatte wegen Wirtschaftsprobleme die Kontrolle verloren. Die Euromaidan Regierung wird auch die Ostukraine mit noch mehr Gewalt nicht unter Kontrolle bringen, wenn man die Wirtschaft nicht wieder ans laufen bringt.

 

Mein Gott, informiere dich doch mal bitte richtig und nicht nur bei den sogenannten "Alternativmedien", was hier Sache in Kiew ist! Die Ukraine hängt schon längst am Tropf des IWF und musste dafür empfindliche Zugeständnisse machen, so wurden die Energie Subventionen kräftig gekürzt, was zur Folge hat, das alle 50% und mehr an Strom und Gaskosten zu zahlen haben.

 

Und warum eine Politik, die zumindestens versucht, dass allgegenwärtige System aus Korruption und Oligarchen Wirtschaft aufzubrechen, anti-wirtschaftlich sein soll, weisst wahrscheinlich nur du alleine. Die anti wirtschaftliche Politik kommt eher weiter aus dem Osten, aber das will natürlich wieder keiner wahr haben ...

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