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Gate67

Absturz Airbus A400M in Sevilla

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Demnach war der abgestürzte A400M das erste Exemplar das den Sprit direkt nach dem Takeoff automatisch in andere Tanks gepumpt hat um sofort taktische Manöver mit einer höheren Last zu erlauben. Vermutet wird jetzt das diese Software wohl Fehler aufweist und u.U.

Da taktisches fliegen einer der Bereiche mit heftigem Verzug ist und dementsprechend Druck sein wird kann das schon gut möglich sein.

Wird dann interessant sein raus zu finden ob der Fehler seinen Ausgang vor oder nach dem Managment-Wechsel hatte und da ggf. irgendwo in der Validierung was abgekürzt wurde.

 

Gruß

Thomas

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Geklaut von Augengeradeaus

 

EASA-Airworthiness Directive (AD) samt Supersedure-AD zum A400M  vom 20. Dez. 2013 und vom 17 April 2014:

Reason: The results of the Airbus flight tests campaign for hot weather certification have revealed that the temperature limits of the engine Electronic Control Unit (ECU) could be exceeded in high temperature conditions. This finding has been identified as associated with a prolonged flight with flaps extended, which causes a back pressure effect on the nacelles air flow, which may decrease the ventilation flow through nacelles and therefore increase the nacelles internal temperature.
This condition, if not corrected, could lead to ECU-Overheat, possibly resulting in all four engines flameout.

 

http://ad.easa.europa.eu/blob/easa_ad_2013_0305.pdf=

http://ad.easa.europa.eu/blob/easa_ad_2014_0092.pdf/AD_2014-0092_1

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lt. DPA falsche Installation der Triebwerks-Software (und keiner hats gemerkt..!!),

kein Design-Fehler.

 

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Ernsthaftes-Qualitaetsproblem-beim-A400M-article15191866.html

 

mal ne Frage an die Techs: wie erfolgt die Installation?

einmal am FMC und dann konfig der 4 Probs?

oder wird doch einmal pro engine/ECU installiert?

 

Zugegeben, ich habe es noch nicht verstanden.

Zunächst lt. Airbus falscher Code, nun Installation (falsche Version?) - nebenbei die ECU Probleme?

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lt. DPA falsche Installation der Triebwerks-Software (und keiner hats gemerkt..!!),

kein Design-Fehler.

 

Der Design-Fehler ist ja schon EASA verbrieft seit 12/2013 (Post #52).

Die Software Geschichten sind entweder Unvermögen,Geschlampe,oder sollen dem Aktienkurs helfen.Also nichts von Bedeutung.

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Was heißt falsche Installation der Software, konkret? Teile funktionierten ja, sonst wär das ja bei den Triebwerkstests am Boden aufgefallen.

 

 

In solchen Bereichen wird normalerweise ja mit Images gearbeitet und nicht mit manuellen Installationen vor Ort.

 

So viel kann man da eigentlich nicht falsch machen außer entweder das falsche Image zu nehmen oder nicht gegenzuchecken, ob das Image auch komplett und fehlerfrei auf dem Gerät angekommen ist (letzteres sollte eigentlich automatisch passieren und ist kein Hexenwerk)...

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Was heißt falsche Installation der Software, konkret? Teile funktionierten ja, sonst wär das ja bei den Triebwerkstests am Boden aufgefallen.

Ich bin ITler und versuche mir da seit dem das Statement öffentlich wurde einen Reim drauf zu machen - so richtig erschliesst es sich mir nicht.

Am ehesten mag ich noch "falsche Version aufgespielt" hineininterpretieren, aber das Statement ist so vage...

 

Das mit den überhitzten ECUs scheint mir auch nicht so wirklich plausibel, da wird ja explizit von bestimmten Beriebszuständen (langer Flug mit full flaps etc) gesprochen, und der Absturz war kurz nach dem Start - so richtig plausibel erscheint mir das auch nicht.

 

Für mich ergibt sich kein klares Bild.

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Du vergisst, dass (vor dem Erstflug) die Aggregate am Boden ziemlich lang ohne aktive Luftkühlung liefen (Aussentemp. > 30°)

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Du vergisst, dass (vor dem Erstflug) die Aggregate am Boden ziemlich lang ohne aktive Luftkühlung liefen (Aussentemp. > 30°)

Nein, nicht vergessen, die Frage hab ich mir durchaus gestellt. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass bei einem so völlig normalem Vorgang wie Start nach etwas Idlen am Boden die ECUs überhitzen und das bisher nicht bemerkt wurde. Es ist aber natürlich nicht ausgeschlossen, dass meine Vorstellungskraft da nicht reicht...

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Aus den Berichten geht nicht hervor, welche Softwarekomponente "falasch aufgespielt" wurde. Gab es eine Diskrepanz zwischen FMC und ECU? War die SW an sich Fehlerhaft? Wenn ja welche? Wurden nach der Installation vielleicht auch falsche Variablen miteinander verknüft?

 

Das Statement wird bewusst offen gehalten.

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Kommt wieder auf's Tapet -

 

http://www.welt.de/politik/ausland/article142227834/Waren-geloeschte-Triebwerksdaten-die-Absturzursache.html

 

 

s.a. Reuters:

 

Investigations are at an early stage but the key scenario being examined is that the data — known as „torque calibration parameters” — was accidentally wiped on three engines as the engine software was being installed at Airbus facilities. (…)
Under the A400M’s design, the first warning pilots would receive of the engine data problem would be when the plane was 400 feet (120 metres) in the air, according to a safety document seen by Reuters. On the ground, there is no cockpit alert.
That system has been in place since the A400M first flew in 2009.

 

 

btw: Die Türken hatten da anscheinend Sonderwünsche-

 

Die Türkei soll für ihre A400M eine kurzzeitige Erhöhung der Triebwerksleistung bei Starts unter Hot & High Bedingungen durch die FADEC-3 gewünscht haben. ...

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Airbus fliegt die A400M in Paris auf der Messe vor.

Vor was? Hoffentlich nicht vor die Wand  :ph34r:

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Investigations are at an early stage but the key scenario being examined is that the data — known as „torque calibration parameters” — was accidentally wiped on three engines as the engine software was being installed at Airbus facilities. (…)

 

Autsch.

 

Eine Softwareinstallation bei der Datenbereiche, die eigentlich unangetestet bleiben sollen, unbemerkt mitgelöscht wurden.

 

Da bleiben eigentlich drei Möglichkeiten:

 

1) Es gab bei der Installation eine Option, die Daten mitzulöschen, die versehentlich aktiviert war

2) Die Installationssoftware hatte einen Bug und die Daten unbemerkt gelöscht, obwohl sie das eigentlich nicht sollte

3) Es wurde zusätzlich zur Installation durch eine weitere Aktion ausgführt, die zur Löschung führte.

 

Alles drei Punkte die durchaus passieren können - aber nicht sollen.

 

Was ich aber nicht verstehe:

 

 

Die simpelsten Programme spucken in solchen Fällen spätestens beim nächsten Start eine Warnung nach dem Motto: "Keine Einstellungen gefunden, nutze Standardeinstellungen" aus. Macht sowas die A400M-Triebwerkssteuerung -wenn überhaupt- für die Piloten nicht sichtbar oder gab es derartige Warnungen und sie wurden ignoriert?

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Autsch.

 

Eine Softwareinstallation bei der Datenbereiche, die eigentlich unangetestet bleiben sollen, unbemerkt mitgelöscht wurden.

 

Da bleiben eigentlich drei Möglichkeiten:

 

1) Es ...

 

Also ICH würde ja solche Daten in einem EEProm ablegen... wie beim Motorsteuergerät eines jeden PKW das Kennfeld.

 

Dann: Wieso betraf es nur 3 Triebwerke?

Am Boden wird sich ja oft mit nur einem bewegt; gibt es dafür einen speziellen Modus?

 

Dann: Was mache ich, wenn mir auf 400 ft 3 Quirle abgehen? Zieh' ich da weiter hoch?

 

 

nänänä...

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Ist klar, Du hättest sie noch gerettet. Waren ja nur unerfahrene Testpiloten am Steuer...

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"Keine Einstellungen gefunden, nutze Standardeinstellungen" aus. Macht sowas die A400M-Triebwerkssteuerung -wenn überhaupt- für die Piloten nicht sichtbar oder gab es derartige Warnungen und sie wurden ignoriert?

 

Steht doch im Text...

 

 

"Under the A400M’s design, the first warning pilots would receive of the engine data problem would be when the plane was 400 feet (120 metres) in the air, according to a safety document seen by Reuters. On the ground, there is no cockpit alert."

 

 

Also ICH würde ja solche Daten in einem EEProm ablegen... wie beim Motorsteuergerät eines jeden PKW das Kennfeld

Was soll den ein EEPROM Speicher bewirken? Der ist elektrisch löschbar/beschreibbar. Der Hersteller hat zu jeder Zeit Zugriff auf diesen Baustein.  Da wird sicherlich nicht ein spanischer Mitarbeiter mit seinem Spiele-Laptop dran gewesen sein und hat mal ein bisschen Anonymus gespielt und dabei ausversehen was gelöscht.

Was du willst ein ein ROM. Nur Lesbar. Das wäre ein Notprogramm, aber höchst unpraktisch, weil jede Softwareänderung mit einem Austausch des Speicherbauteils die Folge wäre.

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Ja, nur kann und mag ich es mir einfach nicht vorstellen, dass die Software so dämlich (sorry) designt ist, dass sie trotz gelöschter Konfiguration klaglos startet und dann erst bei Benutzung mit einer Warnung aussteigt und es nichtmal mit "Defaulteinstellungen" probiert.

Zudem werden die Triebwerke zwischen der Softwareinstallation und dem Flug ja noch mehrfach gelaufen sein und danach auch die Fehlerspeicher ausgelesen worden sein. Das muss ja alles sauber gewesen sein, sonst wäre es nicht zum Testflug gekommen...

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Mir als Laie ist das ja nu langsam ein wenig zuviel auf einen Haufen:

 

...

COARSE PITCH FAILURE AT TAKEOFF
Ident.: …. 01 JUL 13 EASA APPROVED
Do not remove this Temporary Revision until instructed to do so.
Reason for issue: This Temporary Revision (TR) is issued to provide additional information on the takeoff procedure.
In very specific and unlikely situations, a failure of the propeller control may occur and cause the feathering of the propeller (also known as “coarse
pitch” failure). The consequence is complete loss of thrust for the affected engine.
Due to a limitation in the FADECstandard FCS-3, the ENG FAIL message does not appear on the PFD and HUD when the above listed failure occurs.
Applicable to: A400M aircraft.

….

...

 

http://augengeradeaus.net/2015/06/a400m-vor-toedlichem-absturz-triebwerksdaten-geloescht/comment-page-2/#comment-200477

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http://www.welt.de/wirtschaft/article143173848/Software-fuer-Triebwerke-war-nicht-korrekt-aufgespielt.html

 

 

Bereits am Tag vor dem Unfall kam es nach Informationen der „Welt am Sonntag“ nach einem Bodentest zu einer Fehlermeldung zur Software. Wie es in Branchenkreisen heißt, war das Programm für die vier Triebwerke nur bei drei Triebwerken korrekt aufgespielt(…)

Der Fehler blieb jedoch unbemerkt und wurde von den Systemen nicht angezeigt. „Die Lampe stand auf Grün“, heißt es. Im Fehlerprotokoll nach dem Bodentest tauchte nur ein „unspezifisches Problem“ auf.
Daraufhin habe ein Spezialist aus der Endmontage den Vorschriften entsprechend die Triebwerkssoftware neu geladen. Allerdings fehlten diesmal die technischen Basisdaten von drei Triebwerken – was ebenso unbemerkt blieb. (...)

 

Beim allerersten Flug des für die Türkei bestimmten A400M konnten die Piloten kurz nach dem Abheben drei Triebwerke nicht mehr regulieren. Weil der Elektronik wichtige Basisdaten fehlten, schalteten sie in einen Sicherheitsmodus und Leerlauf(...) 

 

Unbeachtet ggf. des menschlichen Versagens ist das ein SW-Design"Problem".

Nicht das erste bei Airbus, um es gelinde auszudrücken.

 

Übrigens - "Augengeradeaus"-Foristen: 100 Punkte.

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wo wird die SW eigentlich entwickelt? BY oder ist das nach Asien outgesourced?

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Unbeachtet ggf. des menschlichen Versagens ist das ein SW-Design"Problem".

Zudem -wenn der Ablauf so stimmt- einen Designfehler im Testablauf.

 

- Triebwerke zeigen bei Bodentests unspezifisches Problem

- Laut Vorschrift wird Software neu aufgespielt

- Dass technischen Basisdaten von 3 Triebwerken hier fehlten, fiel aber nicht mehr auf.

 

Klingt nicht so, als hätte man nach dem Auspielen der Software die Tests wiederholt...

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