BobbyFan Geschrieben 20. Juni 2016 Melden Geschrieben 20. Juni 2016 Hmm, die Boxen sollen schwer beschädigt sein, das Auslesen könnte viel Zeit erfordern. http://www.morgenpost.de/vermischtes/article207703801/Ermittler-Flugschreiber-des-Egyptair-Jets-schwer-beschaedigt.html Ich weiss jetzt nicht wie kompetent das Medium ist, aber bei der Bauart der Schreiber ist der Datenspeicher ja eigentlich eine eigene Einheit, ob das mit den mehreren Teilen vielleicht gemeint ist? Am 17. ist hier sogar ein ein Bild gepostet worden - da war nichts von "schwer beschädigt" zu sehen. Wenn du dir jetzt noch dieses Video des NTSB anschaust, dann wirst auch du die Kompetenz dieses Blattes erkennen können.
Windyfan Geschrieben 20. Juni 2016 Melden Geschrieben 20. Juni 2016 oh, vielen Dank für den interessanten Link, ich nehme mal an, dass Agypten gar nicht die Asustattung hat, um Boxen die verunfallt sind auslesen zu können. Sowie eine Trennung von dem Chassis durch den Unfall stattgefunden hat, wird es vorbei sein und man muß auf ein spezialisiertes Labor zurückgreifen. Wahrscheinlich ist bei Tiefen von 2000 m wohl in der Regel von eingedrungenem Wasser auszugehen, so dass auch nicht mal eben so einfach ausgelesen werden kann. Dann wird das Auslesen wohl die Bea in Paris durchführen, nehme ich jetzt mal an.
ilam Geschrieben 20. Juni 2016 Autor Melden Geschrieben 20. Juni 2016 Sowie eine Trennung von dem Chassis durch den Unfall stattgefunden hat, wird es vorbei sein und man muß auf ein spezialisiertes Labor zurückgreifen.´ Auch ohne. Wer versucht, die Speichereinheit einfach so über die ebenfalls mitgecrashte Controllereinheit auszulesen, der riskiert den Verlust sämtlicher gespeicherter Daten - nicht auszudenken, wenn die Controllereinheit eine Macke hat und eine Überspannung oder eine Lösch-Schleife in die Speichereinheit jagt.... Wenn überhaupt, dann darf die Controllereinheit nur nach extrem penibler Inspektion wieder in Betrieb genommen werden und es gibt immernoch ein Restrisiko, bevor man das macht, ist es aber viel simpler, eine getestete aus dem Regal zu nehmen...
BobbyFan Geschrieben 20. Juni 2016 Melden Geschrieben 20. Juni 2016 oh, vielen Dank für den interessanten Link, ich nehme mal an, dass Agypten gar nicht die Asustattung hat, um Boxen die verunfallt sind auslesen zu können. Sowie eine Trennung von dem Chassis durch den Unfall stattgefunden hat, wird es vorbei sein und man muß auf ein spezialisiertes Labor zurückgreifen.Warum sollten sie die Ausstattung nicht haben? Solange die Einheit mit dem Speicher noch heil ist dürfte sogar jede größere Airline in der Lage sein dies zu tun. Aus dem "Investigation Progress Report 12" lese ich heraus, dass das AAICD (Aircraft Accident Investigation Central Directorate) es selbst macht. Wahrscheinlich ist bei Tiefen von 2000 m wohl in der Regel von eingedrungenem Wasser auszugehen, so dass auch nicht mal eben so einfach ausgelesen werden kann. ...Nein, wahrscheinlich eher nicht. Die Dinger sind für mindestens 6000 Meter Wassertiefe ausgelegt. Da dürfte bei 2000 Meter noch nichts passiert sein. Hier gibt es die neusten Infos als "Investigation Progress Report XX". (in Arabisch & Englisch)
Windyfan Geschrieben 20. Juni 2016 Melden Geschrieben 20. Juni 2016 Danke für den Link, aus dem Investigation Process Report geht tatsächlich hervor, dass die Boxen vor Ort auslesen wollen unter Beobachtung offizieller französischer Vertreter. Geöffnet haben die die Teile offenbar auch schon, weil man von einem Trocknungsvorgang in High-Tech Öfen beim Militär spricht. Daraus enthehme ich, dass die Speichereinheitn nicht mehr dicht waren, Seewasser eingedrungen ist. Man wird die wohl sorgfältigst mit gereinigtem Wasser von Salzresten befreit haben und dann die Speicher getrocknet haben. Ofen ist wohl zu relativieren, ich könnte mir vorstellen, dass es sich dabei um Temperaturen um vielleicht 40, 50 Grad Celsius handelt und man den Druck deutlich unter Umgebung reduziert, (vielleicht deswegen alsHigh-Tech Ofen bezeichnet?) um die Verdunstung zu erleichtern und auch kleine Hohlräume sicher von Wasser zu befreien. Nach den angesprochenen 8 Stunden im Ofen sollten die Speicher perfekt trocken sein. Man kann ja durch entsprechende Druckreduktion Wasser bei Umgebungstemperatur zum Kochen bringen. Kann mir gut vorstellen, dass man diesen Umstand zur Trocknung nutzt.
BobbyFan Geschrieben 20. Juni 2016 Melden Geschrieben 20. Juni 2016 Hör doch bitte endlich auf einfach drauf los zu spekulieren.Es ist gar nichts "offensichtlich"!Eventuell lag ja auch das ganze Modul zur Austrocknung der hineinführenden Kabel im Ofen.Eventuell werden die Module aus Unterwasserbergungen grundsätzlich auseinandergenommen.Eventuell ...
bueno vista Geschrieben 20. Juni 2016 Melden Geschrieben 20. Juni 2016 Die Module sind vergossen, unwahrscheinlich dass die Wasser oder Salz "sehen".
Windyfan Geschrieben 22. Juni 2016 Melden Geschrieben 22. Juni 2016 Offenbar ist doch etwas dran, dass die Boxen stark beschädigt sind (Spiegel online - und das das Auslesen sehr lange dauern würde), oder hat jemand etwas Neues?
ilam Geschrieben 23. Juni 2016 Autor Melden Geschrieben 23. Juni 2016 Andererseits kann das auch eine willkommene Ausrede dafür sein, keine Informationen nach außen dringen zu lassen.
Coronado Geschrieben 23. Juni 2016 Melden Geschrieben 23. Juni 2016 Avherald: On Jun 22nd 2016 Egypt's CAA announced, that after inspection and salt removal from more than 200 electronic circuits the investigation is in the process of identifying one currently not functioning properly in order to ensure accurate reading of the memory contents. The accredited representatives from the BEA and NTSB are witnessing these procedures. Vessel John Lethbridge is still at the crash site mapping the area and wreckage distribution, which ultimately may result in the recovery of such wreckage parts.Hmm, auch nicht so ganz klar. Also ein Schaltkreis funktioniert nicht? Was ist dann mit dem anderen Rekorder?
triumph61 Geschrieben 23. Juni 2016 Melden Geschrieben 23. Juni 2016 Die beiden Boxen sind zur BEA geschickt worden weil die Ägypter nicht weiterkamen.
aaspere Geschrieben 23. Juni 2016 Melden Geschrieben 23. Juni 2016 Eine weise Entscheidung der Ägypter.
BAVARIA Geschrieben 24. Juni 2016 Melden Geschrieben 24. Juni 2016 Die beim Absturz der Egyptair-Maschine über dem Mittelmeer stark beschädigten Speichereinheiten der beiden Flugschreiber sollen in Frankreich repariert werden. Anschließend würden sie zur Auswertung zurück nach Kairo gebracht werden, teilte die ägyptische Untersuchungskommission am Donnerstag mit. http://www.aero.de/news-24429/Flugschreiber-kommen-zur-Reparatur-nach-Frankreich.html
ilam Geschrieben 24. Juni 2016 Autor Melden Geschrieben 24. Juni 2016 Ich vermute, das das so gemacht wird, um das Gesicht zu waren. Denn die Daten werden garantiert auch schon in Frankreich ausgelesen.Ob die Reparatur erfolgreich ist, merkt man sobald die Daten fließen. Und wenn dies einmal passiert, wird man kaum die Übertragung stoppen, den Kram einpacken und nach Ägypten schicken. Das Risiko ist viel zu groß, dass der nächste Versuch (egal ob in Frankreich oder Ägypten) schiefgeht. Was daran nur ärgerlich ist: Für diese Show gehen dann wieder ein paar Tage drauf.
aaspere Geschrieben 24. Juni 2016 Melden Geschrieben 24. Juni 2016 Wenn die Franzosen schlau sind, werden sie es genau so machen.
Windyfan Geschrieben 25. Juni 2016 Melden Geschrieben 25. Juni 2016 Avherald: On Jun 22nd 2016 Egypt's CAA announced, that after inspection and salt removal from more than 200 electronic circuits the investigation is in the process of identifying one currently not functioning properly in order to ensure accurate reading of the memory contents. The accredited representatives from the BEA and NTSB are witnessing these procedures. Vessel John Lethbridge is still at the crash site mapping the area and wreckage distribution, which ultimately may result in the recovery of such wreckage parts.[/size] Hmm, auch nicht so ganz klar. Also ein Schaltkreis funktioniert nicht? Was ist dann mit dem anderen Rekorder? Ich verstehe das so: Ein Speicherchip funktioniert nicht. Das scheint nicht so mega dramatisch zu sein, denn in weiser Vorraussicht schreiben die die Daten redundant auf mehrere Chips, so ähnlich wie man Arrays von Harddisks machen kann. Man kann also von einer gewissen Fehlertoleranz ausgehen. Das Problem wird nur sein, die Datenfragmente wieder korrekt zusammenzupuzzeln. Das ergibt sich aus dem oben verlinkten Video der NTSB über die Abteilung, die die Boxen auslesen kann. Man muss sich das so vorstellen, der Rekorder hat mehrere Chips, die Daten werden nach einem schlauen Algorithmus über alle Chips verteilt, die mindestens einen Totalausfall eines Chips problemlos rekonstruieren lassen, selbst wenn mehrere Chips futsch sind, läßt sich wohl noch ein Teil der Daten rekonstruieren und nicht alle Daten sind ab dem Zeitpunkt X verloren.
bueno vista Geschrieben 25. Juni 2016 Melden Geschrieben 25. Juni 2016 Man spricht von Schaltkreisen, da kann auch bloß ein simpler Widerstand betroffen sein. Das Speichermodul selbst kann klein und autark wie eine SD-Karte sein. Ich weiss dass die Speicherbausteine aufwendig gekapselt und vergossen sind. Da kommt selbst beim Wasseraufschlag nichts mit der Außenwelt in Kontakt
Windyfan Geschrieben 26. Juni 2016 Melden Geschrieben 26. Juni 2016 Man spricht von Schaltkreisen, da kann auch bloß ein simpler Widerstand betroffen sein. Das Speichermodul selbst kann klein und autark wie eine SD-Karte sein. Ich weiss dass die Speicherbausteine aufwendig gekapselt und vergossen sind. Da kommt selbst beim Wasseraufschlag nichts mit der Außenwelt in Kontakt Im Falle von Leseproblemen wird jeder Speicherchip von der Platine genommen und individuell ausgelesen.ich könnte mir vorstellen, dass alleine aus Vorsicht das die sicherste Vorgehensweise ist. Das ist sicherlich sehr aufwändig und zeitintensiv. Wenn dann noch die Daten wegen defekter Chips rekonstruiert werden müssen, wird es noch zeitintensiver. Aber ein Update von seiten der Ermittler wäre hilfreich.
744pnf Geschrieben 26. Juni 2016 Melden Geschrieben 26. Juni 2016 Sicher, ein Update von Seiten der Ermittler wäre auf der einen Seite hilfreich aber auf der anderen auch nicht sehr schlau, da so sicher wie das Amen in der Kirche die Frage nachgeschoben würde "Wann seit Ihr denn jetzt endlich mit der Untersuchung fertig?" und diese Art Zeitdruck ist weder der Sache dienlich noch kann sie für die Untersuchungsbehörden erstrebenswert sein, ganz im Gegenteil sogar. Von daher läuft das (für uns Aussenstehende) im Verborgenen schon alles richtig.
ilam Geschrieben 28. Juni 2016 Autor Melden Geschrieben 28. Juni 2016 Wenn man die Profis ranlässt, geht es recht fix: Avherald: Late Jun 27th 2016 Egypt's CAA announced (mirrored by the BEA in the morning of Jun 28th), that the French experts at the BEA Labs were able to successfully repair the electronic boards of the flight data recorder, subsequent testing to ensure data were on the recorder and can be downloaded has been successful. The following day (Jun 28th) attempts to repair the board of the cockpit voice recorder will commence, thereafter the recorders will be returned to Cairo for download and data analysis. Wie schon gesagt, ich bin mir sehr sicher, dass die bei dem "Test" schon den gesamten Inhalt runtergeladen haben - für den Fall der Fälle...
gerri Geschrieben 28. Juni 2016 Melden Geschrieben 28. Juni 2016 Wenn man die Profis ranlässt, geht es recht fix: Avherald: Late Jun 27th 2016 Egypt's CAA announced (mirrored by the BEA in the morning of Jun 28th), that the French experts at the BEA Labs were able to successfully repair the electronic boards of the flight data recorder, subsequent testing to ensure data were on the recorder and can be downloaded has been successful. The following day (Jun 28th) attempts to repair the board of the cockpit voice recorder will commence, thereafter the recorders will be returned to Cairo for download and data analysis. Wie schon gesagt, ich bin mir sehr sicher, dass die bei dem "Test" schon den gesamten Inhalt runtergeladen haben - für den Fall der Fälle... Es kommt sicherlich darauf an, was man ausgehandelt hat. Da die Ägypter ebenfalls vor Ort sind, gehe ich auch davon aus. Wenn ich den ersten Teil richtig interpretiere, haben die Techniker die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Daten gelesen werden können. Was dann geschieht, wird man wohl kaum erfahren; da man, wie bereits anderswo gesagt, auch sein Gesicht wahren möchte.
Hubi206 Geschrieben 28. Juni 2016 Melden Geschrieben 28. Juni 2016 Auch wenn die Ägypter ebenfalls vor Ort sind. Techniker, die die Vorraussetzungen für das Lesen schaffen, werden eine Kopie gezogen haben ohne das jemand das mitbekommt.
gerri Geschrieben 28. Juni 2016 Melden Geschrieben 28. Juni 2016 Auch wenn die Ägypter ebenfalls vor Ort sind. Techniker, die die Vorraussetzungen für das Lesen schaffen, werden eine Kopie gezogen haben ohne das jemand das mitbekommt. Klar, wenn man die Ägypter vorher in die Kantine geschickt hat.
ilam Geschrieben 28. Juni 2016 Autor Melden Geschrieben 28. Juni 2016 subsequent testing to ensure data were on the recorderWie testet man das? Man lädt die Daten herunter.Man darf das nicht damit vergleichen, wenn man als normaler Anwender an einem PC auf einem Speichermedium arbeitet. Hier schaut man in der Tat zuerst "live" in das Verzeichnis und sucht sich dann die Dateien aus, die man haben will und lädt diese dann runter. Bei der seriösen Datenrettung arbeitet man hingegen nie "live" (jeder Zugriff kann der letzte sein). Sobald man Zugriff auf das Medium hat, wird sofort alles 1:1 ohne jede (womöglich erst Daten zerstörende) Datenkorrektur heruntergeladen und man versucht dann aus dem 1:1-Image die Daten zu extrahieren. Wenn man aus dem 1:1-Image nicht alle Daten bekommt, schaut man sich nochmal das Medium an, um dort gezielt die fehlerhaften Daten doch noch zu erhalten. Garantiert wird so ein 1:1-Image gezogen worden sein, vermutlich wurde dann noch anhand einer Prüfsumme festgestellt, dass diese auch ok sind. Und das Gleiche werden die Ägypter nochmal machen und mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wird das nochmal klappen. Und wenn nicht, dann holt man das andere Image aus dem Safe der BEA. Das wissen alle - auch die Ägypter. Aber trotzdem werden sie es am Ende sein, die die Daten erfolgreich ausgelesen haben.
triumph61 Geschrieben 29. Juni 2016 Melden Geschrieben 29. Juni 2016 Cairo, 29 June 2016 Following the successful download of the data of the Flight Data Recorder (FDR) of the doomed A320, decoding and validation of more than 1200 parameter is in progress in order to commence the next phase of reading and analyzing the data.Preliminary information shows that the entire flight is recorded on the FDR since its take off from charles de gaulle airport until the recording had stopped at an altitude of 37 thousand feet where the accident occured.Recorded data is showing a consistency with ACARS messages of lavatory smoke and avionics smoke. Some recovered wreckage parts of the front section of the aircraft showed signs of high temperature damage and soot . Analysis will be carried out to try to identify the source and reason for those signs. Regarding the CVR, repairs are still under progress at the French aircraft accident investigation bureau. Noteworthy; Collection of identified human remains is still ongoing and will continue till full recovery of all the remains at the crash location. http://civilaviation.gov.eg/News/news%20pages%20ar/messs_30_6_16.html
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