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Geschrieben

Klar.

Aber dann ist man auch mit 35-50 Flugzeuge am Ende des möglichen Marktes.

Man hat bewusst auf Grösse skaliert und dies geht auch nur via Wetleases oder halt Expansion und nur mit ausreichender Kapitalisierung.

Geschrieben

Dazu hat man Bestellungen für neues Fluggerät plaziert, die man jetzt nicht benötigt und dringend abstoßen muß, nur leider und so funktioniert Marktwirtschaft nun mal wissen das auch potentielle Abnehmer, so dass da auch keine größeren Überschüsse durch zu erzielen sein werden, ehr neue Belastungen für die Bilanz.

Geschrieben

Einen Abnehmer der noch 80+ A319 hat die nicht mehr zeitgemäss sind könnte man leicht finden.

 

Im Ernst jetzt, die LH sichert Kapazitätsabnahme von 20+ Flugzeuge von ca 50 die Air Baltic hat. Lettland hat die Firma an sich gerettet, aber als Staat eine endlose Expansion zu finanzieren ist auch keine Kernaufgabe, zumindest nach einenwestlich orientierten europäischen Wertekompass. 

Es gibt zwei Vernunftsoptionen:

- man macht einen Teilexit der Wetleaseflotte und man bleibt kontrollierend auf einer Grösse die man zum Nutzen der baltischen Staaten einsetzen kann; 

- oder man dreht den Spiess um, fährt die eigenen Anteile runter, holt sich eine starke Schulter die 90 A223 gut gebrauchen kann und lässt sich dafür einige Garantien zusichern oder behält eine Sperrminorität

 

Wenn Air Baltic noch knapp 30 Lieferslots hat und die LH sie übernehmen würde, könnte man alleine aus den vorhandenen Bestellungen zB eine Air Dolomiti gänzlich modernisieren oder mit 2-3 Basen für Eurowings Skandinavien nach dem WEgfall von SAS als Partner abdecken.

Geschrieben

Der kurzfristige Cashflow ist damit zumindest mal gesichert. 

 

Wobei merkwürdig ist, dass man nicht vorab eine zweite Crew nach Frankfurt/München geschickt hat, um mehr als einen Umlauf zu schaffen. Im Februar sollte man doch dafür Kapazitäten haben. 

  • 4 Wochen später...
Geschrieben

Zahlen für 2025.

Zitat

Key highlights:

Full year 2025 compared to 2024:

  • Revenue: EUR 779.3 million (+4%)
  • airBaltic passengers: 5.2 million (+1%), total passengers 8.7 million (+5%)
  • Total flights: 78.4 thousand (+7%), including ACMI flights of 30.1 thousand (+15%)
  • Adjusted EBITDAR: EUR 143.9 million (2024: EUR 184.2 million), margin 18.5% (2024: 24.6%)
  • Net loss: EUR 44.3 million, improvement of EUR 73.8 million compared to 2024

https://company.airbaltic.com/en/newsroom?press=2026/airbaltic-reports-2025-results-revenue-stable-net-loss-reduced

  • 2 Wochen später...
Geschrieben (bearbeitet)

Die sowieso bereits angeschlagene Air Baltic gerät durch den Kerosinpreis weiter unter Druck. Air Baltic hat nur 1/10 ihres Treibstoffbedarfs preislich abgesichert, während sich der Kerosinpreis mittlerweile verdoppelt hat. 

 

Auch sonst läuft es schlecht: Die Anleihe mit Laufzeit bis 2024 wird nur noch zu 41% ihres Nennwertes gehandelt, die Zinslast ist mit 14,5% erdrückend. Ausserdem zeichnet sich ab, dass man die vorhandenen Schulden vermutlich nicht pünktlich zurückzahlen kann und auch die Anleihe möglicherweise nicht bedienen kann. Zudem stiegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 121 auf 474 Millionen Euro - hierfür braucht man eine schnelle Lösung. Air Baltic verhandelt nun mit ihren Gläubigern über eine Schuldenumstrukturierung, längere Zahlungsziele für Kredite und eine Kapitalerhöhung. 

 

Quelle:

https://www.aerotelegraph.com/airlines/muessen-staat-oder-lufthansa-helfen-steigender-kerosinpreis-treibt-air-baltic-in-die/8gq22y1

Bearbeitet von Avroliner100
Geschrieben

Vermutlich wird man am Ende um eine Restrukturierung nicht herumkommen.

 

Wenn sich die Luftahnsa geschickt anstellt, wird sie Frontrunner sein um einige Aktiva zu übernehmen. Der Grossteil der Flotte ist geleast und auch die Leasingfirmen würden lieber einen nahtlosen Übergang bevorzugen.

Geschrieben
1 hour ago, Avroliner100 said:

Die sowieso bereits angeschlagene Air Baltic gerät durch den Kerosinpreis weiter unter Druck. Air Baltic hat nur 1/10 ihres Treibstoffbedarfs preislich abgesichert, während sich der Kerosinpreis mittlerweile verdoppelt hat. 

 

Auch sonst läuft es schlecht: Die Anleihe mit Laufzeit bis 2024 wird nur noch zu 41% ihres Nennwertes gehandelt, die Zinslast ist mit 14,5% erdrückend. Ausserdem zeichnet sich ab, dass man die vorhandenen Schulden vermutlich nicht pünktlich zurückzahlen kann und auch die Anleihe möglicherweise nicht bedienen kann. Zudem stiegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 121 auf 474 Millionen Euro - hierfür braucht man eine schnelle Lösung. Air Baltic verhandelt nun mit ihren Gläubigern über eine Schuldenumstrukturierung, längere Zahlungsziele für Kredite und eine Kapitalerhöhung. 

 

Quelle:

https://www.aerotelegraph.com/airlines/muessen-staat-oder-lufthansa-helfen-steigender-kerosinpreis-treibt-air-baltic-in-die/8gq22y1

Liegt hier nicht aber ein Zahlendreher vor? 42,5% ist die derzeitige jährliche Rendite, gehandelt wird die Anleihe bei 57,5%. 
 

Das ändert natürlich nichts daran, dass die Zinslast erdrückend ist.

Geschrieben
Gerade eben schrieb tom aus l:

Die Lufthansa sollte jetzt ihren Anteil an der airbaltic zumindest verdoppeln und

zu gegebener Zeit die Airline vollkommen übernehmen.

 

Das wäre vermutlich ein sehr teurer Fehler ohne eine Restrukturierung.

Air Baltic hat so gut wie keine Aktiva und dreifache finanziellen Risiken:

- 450 Mio Schulden die ohne einer Restrukturierung nicht nachhaltig verzinst sind

- 850 Mio Lease Obligations 

- Aussicht auf operative Verluste

 

Gleichzeitig hat die LH ein berchtigtes Interesse ca 20-25 Flugzeuge die mehrjährig verplant sind für sich zu sichern.

 

Die eigentliche Lösung wäre:

- LH übernimmt eine Batch an Flugzeuge und verhandelt Lease rates neu (vielleicht auch Midlifekäufe) und sichert das Personalpool um diese betreiben zu können

- Lettland wird den Grossteil der Schulden übernehmen und evtl. eine Refinanzierung eines kleineren Teils garantieren müssen

- LH sichert sich über einer Kapitalerhöhung, wenn diese Schritte bereits gemacht sind, mindestens einen 25.1% Paket und danach eine Calloption für die restlichen Aktien, ähnlich wie bei Brussels

 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Stunden schrieb Avroliner100:

Die sowieso bereits angeschlagene Air Baltic gerät durch den Kerosinpreis weiter unter Druck. Air Baltic hat nur 1/10 ihres Treibstoffbedarfs preislich abgesichert, während sich der Kerosinpreis mittlerweile verdoppelt hat. 

 

Auch sonst läuft es schlecht: Die Anleihe mit Laufzeit bis 2024 wird nur noch zu 41% ihres Nennwertes gehandelt, die Zinslast ist mit 14,5% erdrückend. Ausserdem zeichnet sich ab, dass man die vorhandenen Schulden vermutlich nicht pünktlich zurückzahlen kann und auch die Anleihe möglicherweise nicht bedienen kann. Zudem stiegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 121 auf 474 Millionen Euro - hierfür braucht man eine schnelle Lösung. Air Baltic verhandelt nun mit ihren Gläubigern über eine Schuldenumstrukturierung, längere Zahlungsziele für Kredite und eine Kapitalerhöhung. 

 

Quelle:

https://www.aerotelegraph.com/airlines/muessen-staat-oder-lufthansa-helfen-steigender-kerosinpreis-treibt-air-baltic-in-die/8gq22y1

 

Ich sehe schon die ausgelagerten A220 als Lufthansa Baltic. Herrlich!

Bearbeitet von Flugvorbereitung
Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb oldblueeyes:

Die eigentliche Lösung wäre:

- LH übernimmt eine Batch an Flugzeuge und verhandelt Lease rates neu (vielleicht auch Midlifekäufe) und sichert das Personalpool um diese betreiben zu können

- Lettland wird den Grossteil der Schulden übernehmen und evtl. eine Refinanzierung eines kleineren Teils garantieren müssen

- LH sichert sich über einer Kapitalerhöhung, wenn diese Schritte bereits gemacht sind, mindestens einen 25.1% Paket und danach eine Calloption für die restlichen Aktien, ähnlich wie bei Brussels

Aus Sicht der Lufthansa vermutlich eine gute Lösung.

 

Aber, warum sollten sich die Gegenparteien darauf einlassen?

Hat sich der Leasingmarkt soweit gedreht, dass die Leasinggeber auf Lufthansa als Kunden angewiesen sind?

Muss der lettische Staat Investoren "vor sich selber schützen", die 14,% Zinsen bekommen, wenn Air Baltic das Geld erwirtschaften kann?

 

Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb OliverWendellHolmesJr:

Aus Sicht der Lufthansa vermutlich eine gute Lösung.

 

Aber, warum sollten sich die Gegenparteien darauf einlassen?

Hat sich der Leasingmarkt soweit gedreht, dass die Leasinggeber auf Lufthansa als Kunden angewiesen sind?

Muss der lettische Staat Investoren "vor sich selber schützen", die 14,% Zinsen bekommen, wenn Air Baltic das Geld erwirtschaften kann?

 

 

Wie immer, die Frage ist wer am längeren Hebel sitzt.

 

Die Anleihe hat einen Volumen von über 300 Mio EUR, damit werden ca 50 Mio Zinsen pro Jahr fällig.

Das laufende Geschäft /Leasingraten muss auch finanziert werden.

 

Die "Musik" war seit 2 Jahre  so, dass man durch einen IPO die Anleihe ablösen sollte -heisst im Klartext Kapitalerhöhung und Lettland war bereit im Ursprungsszenario sich bis auf 25,1% verwässern zu lassen.

 

Für IPO dürften die Zeiten ungünstig sein, daher - je nach Lage die man von aussen nicht bewerten kann - wäre ein Szenario in dem der lettische Staat die Anleihe ablöst und dafür eine andere mit Garantien emittieren lässt oder diese durch eigene Equity ersetzt, dafür aber einen Teil "privatisiert", ein realistisches Szenario.

 

Kann aber auch gut sein dass die Wetleaseverträge mit Lufthansa und Air Serbia die Zinslast der Anleihe tragen und nur das Geschäft in Eigenregie ein Thema ist.

Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb OliverWendellHolmesJr:

Hat sich der Leasingmarkt soweit gedreht, dass die Leasinggeber auf Lufthansa als Kunden angewiesen sind?

die A223 scheinen noch nicht so sehr gefragt zu sein. Airbus hat noch kein riesiges Backlog.

Bei der AB damals war der Markt für A320 eigentlich auch recht gut und trotzdem haben EasyJet und Lufthansa die Maschinen übernommen bzw großteils sogar abgekauft.

Kann sich für den Leasinggeber lohnen, die einfach im Paket günstiger weiterzugeben, statt sich im einzelnen klein-klein um jede Maschine kümmern zu müssen

Geschrieben
vor 15 Minuten schrieb JSQMYL3rV:

die A223 scheinen noch nicht so sehr gefragt zu sein. Airbus hat noch kein riesiges Backlog.

Bei der AB damals war der Markt für A320 eigentlich auch recht gut und trotzdem haben EasyJet und Lufthansa die Maschinen übernommen bzw großteils sogar abgekauft.

Kann sich für den Leasinggeber lohnen, die einfach im Paket günstiger weiterzugeben, statt sich im einzelnen klein-klein um jede Maschine kümmern zu müssen

 

Für einen Regionaljet hat Airbus ein recht gutes Backlog von knapp 500 Flugzeuge.

 

Kreative Deals können sich aber für alle beteiligten Seiten lohnen:

- Air Baltic hat weitere Bestellungen in der Pipeline

- ein nicht geringer Teil dieser Flugzeuge gehört Deutschen Anleger - wie im Leasingmarkt üblich, macht man irgendwann eine Verkaufstransaktion um den Profitabilitätshebel voll zu nutzen

- falls eine Luftansa zB kaufen und ein neues Sale and Lease Back machen würde könnte sie von evtl. günstigen PReise profitieren 

 

Für Air Baltic geht es darum sich erst mal generell in ruhige Fahrwasser zu bewegen. Wenn die Anleihe 380 Mio gebracht hat, dann sind für die 50+ Mio Zinsen fällig -> für Air Baltic bedeutet dies bei 780 Mio Umsatz 7% des Umsatzes. Selbst wenn man höchstprofitabel operativ ist, kann dies nicht nachhaltig funktionieren.

 

Selbst als es der Airline besser ging als die Lufthansa eingestiegen ist, hatte man für 14 Mio 10% Wandelanleihen bekommen, mit der Garantie nahc einem Börsengang nicht unter 5% zu fallen. Der Unternehemnswert ist geringer als hochverzinsliche Anleihe.

Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb Flugvorbereitung:

 

Ich sehe schon die ausgelagerten A220 als Lufthansa Baltic. Herrlich!

Dann doch eher ein Kontingent von +-20 Fliegern mit Lufthansa Group Titles versehen und flexibel für die ganzen Group Airlines einsetzen. Wäre bei der Menge an Fliegern die man Jahr für Jahr dafür einsetzt, plus der Beteiligung, gerechtfertigt. 
Finde es sowieso beachtlich, dass sich eine Eurowings jedes Jahr aufs Neue den Aufwand mit den Aufklebern bei deren Wetleases macht, eine Lufthansa, Swiss und Co aber stolz das Air Baltic zeigen. 
 

vor 9 Stunden schrieb tom aus l:

Die Lufthansa sollte jetzt ihren Anteil an der airbaltic zumindest verdoppeln und

zu gegebener Zeit die Airline vollkommen übernehmen.

Eine strategische Relevanz sehe ich tatsächlich ebenfalls weniger, da muss ich den anderen Usern Recht geben. Als reines Gedankenspiel fände ich ja die Idee eines Asien-Hubs bei Wiedereröffnung des russischen Luftraums ganz spannend…

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb Starliner:

Finde es sowieso beachtlich, dass sich eine Eurowings jedes Jahr aufs Neue den Aufwand mit den Aufklebern bei deren Wetleases macht, eine Lufthansa, Swiss und Co aber stolz das Air Baltic zeigen. 

Ich glaube, BT hat als Airline dann doch schon noch eine andere Reputation, als es ACMI-Seelenklempner XYZ aus beliebigem Balten- oder Ostblockstaat hat.

 

Zumal ich die Marke von BT auch noch richtig stark finde. Die Farbe ist einprägsam, der Auftritt einzigartig. Bei GetJet wüsste ich nicht mal, welche Farbe das Logo hat.

Geschrieben
vor 7 Minuten schrieb Starliner:

Eine strategische Relevanz sehe ich tatsächlich ebenfalls weniger, da muss ich den anderen Usern Recht geben. Als reines Gedankenspiel fände ich ja die Idee eines Asien-Hubs bei Wiedereröffnung des russischen Luftraums ganz spannend…

 

So ein Hub hiess um 2010 KD Avia in Königsberg. Hat nicht so richtig funktioniert.

 

Air Baltic kann aber taktisch für die Lufthansa eine wichtige Rolle spielen:

- mit ihren bis zu 100 Flugzeuge in der Pipeline kann sie ein Wachstumstreiber werden; dazu sind die A223 sehr gut in Nichen oder Aufbaumärkte

- da SAS an AFKLM gintgund Norvegian wieder teuer ist, kann man Air Baltic nutzen um mittelfristig Eurowings in Skandidavien hochzuziehen; keine schnelle Prio da man vorerst lieber mehr Langstrecke will, aber wenn das durch ist wird man in Cargo und P2P zuschlagen müssen

- auch in Zentraleuropa kann man Air Baltic nutzen, sozusagen als Osteuropaairline

 

Geschrieben (bearbeitet)

Ist zumindest bei LH auch ein Tarifvertrags Thema mit der VC. Da dürfte auf den BT Flieger kein Kranich oder Lufthansa Titel. Bei EW ist das nicht so 

Bearbeitet von 757

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