Nosig Geschrieben 21. Februar Melden Geschrieben 21. Februar Vor allem sollte man mal diese Blasen aufgeben und diesen ganzen beleidigten, verletzten Stolz. Einfach mal aus der Schmollecke rauskommen.
Stef1704 Geschrieben 21. Februar Melden Geschrieben 21. Februar vor 27 Minuten schrieb Alibaba1408: ..... Das ist mir doch etwas sehr pauschal und nahezu polemisch. Kannst du das etwas ausführen warum soll der Osten jetzt „pragmatischer“ als der Westen sein? ..... Das hat mit Polemik nicht viel zu tun, sondern ist einfach nur eine sachliche Feststellung und persönliche Erfahrung die ich hier teile. Wie gesagt, ich habe als Wessi sowohl in West als auch Ost Firmen gearbeitet und bin aktuell Brandenburger: Das Bild ist aber überall ähnliche: Während im Westen weitesgehend Kontinuität herrschte, erlebten viele Ostdeutsche einen radikalen wirtschaftlichen und sozialen Umbruch – inklusive Arbeitsplatzverlust, Identitätsfragen und Anpassungsdruck. Das prägt beide Seiten. Das merkt man in den Ansätzen die in den Unternehmen herschen: - während im Westen eher die Frage im Raum steht, wie man den Bestand schützen und wahren kann, dazu Ressourcen ermittelt und ausbalanciert um damit langfristig Stabilität zu halten - ist im Osten der Ansatz eher wie kann ich Probleme mit dem lösen was ich hab, wie finde ich eine schnelle Lösung mit den Ressourcen die ich jetzt habe.
Emanuel Franceso Geschrieben 21. Februar Melden Geschrieben 21. Februar vor 37 Minuten schrieb Alibaba1408: Berlin hatte pre-COVID zwei Vorteile im Luftverkehr: Touristen und Geschäftsreisende nach Tegel. Zweites ist wegen des neuen Flughafens, generell weniger Business Travel (im Übrigen auch bei den Bundesministerien, CGN-TXL war ja immer sehr geschäftig) und mehr Konkurrenz durch die Bahn ein schwieriges Geschäftsgeld geworden. Aber auch die Touristenzahlen scheinen niedriger zu sein, andere Reiseziele werden beliebter etc. Dass ist schon eine große Hypothek für einen Flughafen, der nun massive Investments wieder rein holen muss. Zwischen der Air Berlin Pleite und Corona hatte man auch noch die Billigflieger, die sich in Berlin einen Preiskampf geliefert haben, alleine easyJet hatte zeitweise über 30 Flugzeuge in Berlin stationiert, heute sind es noch 11. 1
Alibaba1408 Geschrieben 21. Februar Melden Geschrieben 21. Februar 37 minutes ago, Stef1704 said: Wie ist dern der Stand bei "Innovationsstandort Automobil"? Wo sind den die Masse der Start-Ups. die einfach mal was probieren? Wie dynamisch haben sich denn einge westliche Standorte nach Wegfall von Kohle und Stahl "neu erfunden" ? Wenn wir jetzt über Start Ups diskutieren: https://www.top50startups.de/start-ups/fakten/staedteranking Berlin scheint mir da vor allem Masse zu liefern derzeit, aber natürlich gibt es auch einige wirklich wertvolle. Wirklich deep Tech Firmen findet man in München und in anderen Universitätsstädten in Ost und West. NRW ist mit Aachen und auch Köln und Düsseldorf sicherlich ein wenig ein dark horse. Hier jetzt im Ost-West Vergleich einen „Gründermythos“ Ost zu beschwören finde ich schwierig. Klar, Berlin ist die Hauptstadt der Start Up Szene in Deutschland. Aber sind das alles pragmatische Ossis oder alles Wessis, die mal für den Coolnessfaktor dorthin gezogen sind? Wenn man über z.B. das Ruhrgebiet spricht, dann darf man auch nicht vergessen, dass der Strukturwandel dort mit dem Wiederaufbau Ost praktisch gleichzeitig geschehen ist. Online heißt es, dass das Ruhrgebiet aus einem ca. 40 Milliarden Euro schweren Strukturwandeltopf Zahlungen erhält/erhielt. Der war aber für alle Kohleregionen. Zum Vergleich: Alleine direkte Investition- und Aufbaukosten Ostdeutschland: ca. 300 Milliarden (bis 2010) 31 minutes ago, Stef1704 said: Während im Westen weitesgehend Kontinuität herrschte, erlebten viele Ostdeutsche einen radikalen wirtschaftlichen und sozialen Umbruch – inklusive Arbeitsplatzverlust, Identitätsfragen und Anpassungsdruck. Das prägt beide Seiten. Stimmt sicherlich, dass das Mentalitäten unterschiedlich prägt. 32 minutes ago, Stef1704 said: Das merkt man in den Ansätzen die in den Unternehmen herschen: - während im Westen eher die Frage im Raum steht, wie man den Bestand schützen und wahren kann, dazu Ressourcen ermittelt und ausbalanciert um damit langfristig Stabilität zu halten - ist im Osten der Ansatz eher wie kann ich Probleme mit dem lösen was ich hab, wie finde ich eine schnelle Lösung mit den Ressourcen die ich jetzt habe. Und welches davon ist das nachhaltigere Wirtschaftsmodell?
oldblueeyes Geschrieben 21. Februar Melden Geschrieben 21. Februar (bearbeitet) @Stef1704 Du betreibst jetzt Whataboutism per Excellence. Anstatt aufdie Problemfelder Berlins zu antworten und dagen zu argumentieren lenkst du ab zu völlig amderen Themen die füt die Diskussion um den Luftfahrtstandort Berlin irrelevant sind. Dafür aber mit viel pauschaler Meinung aus der Aluhutecke. vor einer Stunde schrieb Stef1704: Während im Westen weitesgehend Kontinuität herrschte, erlebten viele Ostdeutsche einen radikalen wirtschaftlichen und sozialen Umbruch – inklusive Arbeitsplatzverlust, Identitätsfragen und Anpassungsdruck. Das prägt beide Seiten. Gerade da zeigt sich das Sandwichproblem Ostdeutschlands : - die Veränderungen sind typisch ex Sozialistisch - im übrigen Osteuropa ist man aber im Gegenzug optimistisch und sehr kapitalistisch eingestellt - der Westen ist wie du bescgrieben hast bewahrend, auch veraltet - man ist aber als Ostdeutschland auch nur 1/6 der BRD, also recht unbedeutend Aus dieser Spannung entsteht zum einen eine Frust " nicht dabei zu sein", bezw" nicht gehört zu werden" - die Mehrheit Deutschlands tickt nun mal anders und gleichzeitig eine Flucht in Pseudobestätigungen. Emirates ist in diesen Kontext ein gutes Beispiel. - kein echter Mehrwert - aber gefühltes Prestige - auch dabei zu sein - und Hauptsache mal gegen die Position/ Interessen der Mehrheit zu sein -》 Selbstbestätigung Generell finde ich den Kompass im Osten schwierig. Man vergleicht dich mit dem Westen -》Westeuropa, obwohl man nicht dazugehört und nicht dazugehören möchte und nicht mit Osteuropa, wo man von der Nachkriegsentwicklung politisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich eigentlich dazugehört. Bearbeitet 21. Februar von oldblueeyes
Jochen Hansen Geschrieben 21. Februar Melden Geschrieben 21. Februar vor 30 Minuten schrieb oldblueeyes: @Stef1704 Du betreibst jetzt Whataboutism per Excellence. Anstatt aufdie Problemfelder Berlins zu antworten und dagen zu argumentieren lenkst du ab zu völlig amderen Themen die füt die Diskussion um den Luftfahrtstandort Berlin irrelevant sind. Dafür aber mit viel pauschaler Meinung aus der Aluhutecke. Gerade da zeigt sich das Sandwichproblem Ostdeutschlands : - die Veränderungen sind typisch ex Sozialistisch - im übrigen Osteuropa ist man aber im Gegenzug optimistisch und sehr kapitalistisch eingestellt - der Westen ist wie du bescgrieben hast bewahrend, auch veraltet - man ist aber als Ostdeutschland auch nur 1/6 der BRD, also recht unbedeutend Aus dieser Spannung entsteht zum einen eine Frust " nicht dabei zu sein", bezw" nicht gehört zu werden" - die Mehrheit Deutschlands tickt nun mal anders und gleichzeitig eine Flucht in Pseudobestätigungen. Emirates ist in diesen Kontext ein gutes Beispiel. - kein echter Mehrwert - aber gefühltes Prestige - auch dabei zu sein - und Hauptsache mal gegen die Position/ Interessen der Mehrheit zu sein -》 Selbstbestätigung Generell finde ich den Kompass im Osten schwierig. Man vergleicht dich mit dem Westen -》Westeuropa, obwohl man nicht dazugehört und nicht dazugehören möchte und nicht mit Osteuropa, wo man von der Nachkriegsentwicklung politisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich eigentlich dazugehört. Moin, @Oldblueeyes, ich weiß deine Geschäftsreisen in die Hauptstadtregion Nerven dich, aber du könntest dir wenigstes etwas Mühe geben, denn neutral ist das nicht, was du schreibst. Der BER hat mehrere Probleme: -Standort (suboptimal, nicht Fisch, nicht Fleisch sprich kein 24h möglich, aber trotzdem nicht wirklich nah), obwohl das Umfeld langsam wird -nach Insolvenz airberlin fehlt das Zugpferd (das gravierendste Thema) -Nach dem Ukrainekrieg tut sich Asien schwer (war eigentlich der Vorteil des Airports) -keinen, wirklichen Home-Base Carrier (Nach AB Pleite wollte Easy anfangs, nun eher nicht mehr, dann zwischendurch eher Ryan und nun eher EW - aber so richtig keiner) der so richtig kann/will -keinen Flagcarrier (die LH Story möchte ich nicht wieder offen) -die Bahn wollte den Airport mal besser anbinden, hat aber wie es scheint, keine Pläne aktuell Also, kann man nur weiter punktuell ausbauen, was man hat (United, Delta, Hainan, Qatar, Air Transat, Air Canada, Royal Jordanien) oder das ein oder andere kleine Ausrufezeichen setzen (ggf . IndiGO, Vjetjet oder etwas Saudisches, mit bisschen Glück, nach dem Krieg mal etwas aus Japan, Südkorea) Wichtig wäre, dass die Flughafengesellschaft wieder etwas Luft zum atmen bekommt und nicht nur das Thema Kredite/Anschlussfinanzierung auf der Agenda hat. Die Bahn könnte den Airport vom Westen/Süden/Osten besser einbinden, so dass er besser verknüpft/anerkannt wird. Der BER ist so wie er ist, mit dem Wissen von heute hätte man vieles anders gemacht. Aber seit Corona läuft vieles in die richtige Richtung. :-) Gruß, Jochen 3
oldblueeyes Geschrieben 21. Februar Melden Geschrieben 21. Februar (bearbeitet) @Jochen Hansen Wir sind uns glaube ich einige das Berlin langfristig Potential hat und wesentlich mehr aus sich herausholen wird. Wenn VIE bei vergleichbarem Ballungsraum 32+ Mio Paxe generieren kann und BER noch bei 26 Mio ist, dann ist für beide ein realistisches Potential in der ersten Hälfte der 30er Jahre bei ca 35+ Mio Paxe vorhanden. Bezgl. Positionierung muss BER für sich eine Stragie wie zB GVA oder MAN fahren - wichtiges Incomingziel werden, anstatt LH / Swiss /BA nachzutrauern. Das Schwierigste in BER ist dass der eigene Standortvorteil (gefühlt erste Westeuropäische Stadt in der man russisch versteht), für viele Jahre bezgl. Verkehrsentwicklungspotential verloren hat. Ich fände es zB viel Charmanter wenn man auch seitens der Politik in Berlin zB eine Langsgrecke nach Vietnam anvisieren würde: - grosse Ethnocommunity seit DDR Zeiten - viele Firmen aus Osteuropa sind in Vietnam aktiv - es wäre für die lokale Wirtschaft ein Markt den man "versteht" - Vietnam als Touristikziel ist auch für den regulären Leisurebucher attraktiv -uU hätte man evtl. gar keine Konkkurenz wegen Überflugsrechte Kasachstan wäre genauso ein Sweet Spot. Saudi Arabien ist ein Markt das wächst und man muss sich da frühzeitig positionieren um auf Augenhöte mit den anderen Deutschen Grossstädte im Lostopf zu sein. Und im US +Kanadamarkt das genehmigungsfrei ist ständig als Ziel für sich werben. Aber alles muss smart, selbstbewusst und zukunftorientiert (sich entwickelnde Märkte) ausgerichtet sein und nicht wehleidig, beleidigt und unter Minderwertigkeitskomplexe statt finden. Bearbeitet 21. Februar von oldblueeyes 1
NCC1701 Geschrieben 21. Februar Melden Geschrieben 21. Februar (bearbeitet) vor 4 Stunden schrieb oldblueeyes: Die DDR /der Osten ist aufgrund der Historie ein Teil Osteuropas, durch die Einheit aber *nur noch* ein Teil Deutschlands. Wenn man Ausserhalb Deutschlands die Leute fragt, dann assozieren sie mit Deutschland kaum ihren östlichen Teil und wenn man sie über Osteuropa fragt, dann ist Berlin nicht mehr auf dem Radar. Wird OT, aber wieso "nur" noch? Und hast du Studien zu dem Thema mit der Assozierung? vor 3 Stunden schrieb oldblueeyes: Sondern um die Selbstwahrnehmung vs Wirklichkeit im Osten, aus dem ein Anspruchsdenken entsteht. Das "mag" vielleicht (ich weiß es nicht) für die "ältere" Generation gelten. Wenn ich mit den Kollegen aus Leipzig oder Berlin spreche (sind überwiegend Junge Leute), leite ich bei denen kein solches Anspruchsdenken ab. Als Hamburger muss ich sagen, wir haben jetzt das Jahr 35 nach der Wiedervereinigung und mir geht dieses "Ost-West" seit sehr langer Zeit nur auf den Wecker. ...NCC1701 Bearbeitet 21. Februar von NCC1701 2
BWE320 Geschrieben 21. Februar Melden Geschrieben 21. Februar Um Berlin wachsen zu sehen, könnte eine Zusammenarbeit mit einem Reiseveranstalter hilfreich sein. In Hannover (HAJ) gab es früher mal eine Aktion, dass alle Gäste von ITS kostenlos parken durften. Es fehlen einige typische Urlaubsdestinationen ab dem BER ganz oder sind nicht wirklich gut angebunden; dazu könnte man neue, sich entwickelnde Zielmärkte nehmen. Aqaba, Eilat, Salalah, Azoren ( São Miguel, Terceira), Kapverdische Inseln ( Praia, Sal, Boavista, São Vicente), Dakhla (Villa Cisneros), Almería, Newquay, Jersey/Guernsey. Es müsste nur ein Reiseveranstalter gefunden werden, der die Ziele für weniger reiseerfahrene Berliner pauschal aufbereitet.
eher selten Geschrieben 22. Februar Melden Geschrieben 22. Februar (bearbeitet) Am 21.2.2026 um 09:37 schrieb Alibaba1408: Diskutieren würde ich hier gerne nämlich, wie der BER wachsen kann. Ich interessiere mich einfach für Flughäfen und ihr Geschäftsmodell. Deshalb logge ich mich in meiner Freizeit regelmäßig ein und deshalb besuche ich diesen Thread. also ich interessiere mich ebenfalls für Flughäfen. Ich finde es toll zu sehen, was an den Zielorten meiner Reisen so gebaut wird, an Flughäfen, Bahnstrecken etc. Und schade, dann mitzuerleben, wie wir hier in Deutschland mit dem bisschen umgehen, was bei uns an neuem entsteht (und denjenigen, die das wagen). Vor allem am BER. Das hat nix mit Ost-West, Weltstadt oder Anspruchsdenken zu tun. Aber um mal was anderes beizutragen: der BER hatte 2025 knapp 2.4 Mio. außereuropäische Passagiere, so viel wie noch nie. Bisheriger Rekord für Berlin waren 2,1 Mio. in 2015. Also laut ADV. Bearbeitet 22. Februar von eher selten 2
Alibaba1408 Geschrieben 22. Februar Melden Geschrieben 22. Februar 3 hours ago, eher selten said: also ich interessiere mich ebenfalls für Flughäfen. Ich finde es toll zu sehen, was an den Zielorten meiner Reisen so gebaut wird, an Flughäfen, Bahnstrecken etc. Und schade, dann mitzuerleben, wie wir hier in Deutschland mit dem bisschen umgehen, was bei uns an neuem entsteht (und denjenigen, die das wagen). Vor allem am BER. Das hat nix mit Ost-West, Weltstadt oder Anspruchsdenken zu tun. Aber um mal was anderes beizutragen: der BER hatte 2025 knapp 2.4 Mio. außereuropäische Passagiere, so viel wie noch nie. Bisheriger Rekord für Berlin waren 2,1 Mio. in 2015. Also laut ADV. Außereuropäische Passagiere sind in diesem Kontext Passagiere mit außereuropäischer Staatsbürgerschaft oder Passagiere mit Streckenstart oder -ziel außerhalb Europa?
spandauer Geschrieben 22. Februar Melden Geschrieben 22. Februar Fluggäste mit Ziel außerhalb Europas.
AirForceOne Geschrieben 22. Februar Melden Geschrieben 22. Februar Am 21.2.2026 um 13:09 schrieb Nosig: Im Kern geht es doch aktuell um das Problem, dass unser Bundesverkehrsministerium nicht alle Anträge nach Berlin zu fliegen, genehmigt. Es gibt also Nachfrage, die wir künstlich bremsen. Wenn Lufthansa aber gar nicht selbst fliegen will, warum bremsen wir dann die anderen? Das gilt ja für viele Flughäfen. LH hat ihr Netz ausgedünnt und fliegt Langstrecke eigentlich nur noch von ihren Drehkreuzen. Neue Drehkreuze im Ausland kauft sie aber ständig dazu. Worauf sollen da die deutschen Großstadtairports wie BER noch warten? Also bitte die Rechte freigeben. Das ist doch der entscheidende Punkt. Hab hier irgendwo gelesen, in Berlin / am BER würde man (gemeint wohl: hinsichtlich Langstrecken) auf die Lufthansa setzen beziehungsweise LH / Swiss / Brussels nachtrauern. Mein Eindruck ist ein anderer. Klar wäre man froh, wenn Lufthansa oder Eurowings Langstrecke von Berlin anböten. Aber inzwischen scheint es mir, man erwartet das gar nicht mehr, sondernmöchte wenigstens nur nicht unter Protektionismus zu Gunsten Hessen, Bayern und Lufthansa leiden. Wenn Lufthansa den Berliner Markt als zu klein für sich einschätzt, okay. Das ist von den Zahlen her sogar sehr gut nachvollziehbar! Aber dann ist der Markt eben auch zu klein, um die Argumentation zu fahren, dass wir Wettbewerber rauszuhalten MÜSSEN, um die deutsche Luftverkehrswirtschaft vor dem Untergang zu bewahren. 2
mayster Geschrieben 23. Februar Melden Geschrieben 23. Februar Nein, das ist nicht der entscheidende Punkt @AirForceOne, weil es eben nicht stattfindet. Das Verkehrsministerium lehnt nicht am laufenden Band Anträge von Airlines ab die zum BER fliegen wollen. Die einzigen die aktuell nicht komplett dürfen wie sie wollen, ist EK (ohne jetzt die Gründe dafür schon wieder durchzukauen). Denke man täte gut daran sich nicht an der einen Airline immer so aufzureiben, denn das lenkt vom Wesentlichen ab. Das Schicksal des BER entscheidet sich nicht daran wie hoch die wöchentliche Frequenz von EK ist. Die Diskussion, in der Aufgeregtheit, hilft nur manchen Leuten ihre Vorurteile zu pflegen. Wie weiter oben zu lesen, geht es doch langsam vorwärts. Am Ende muss Berlin eben die Ochsentour machen, wie alle nicht Hub-Airports. Lufthansa würde ich da nicht komplett abschreiben. Strategien werden immer mal wieder angepasst und Carsten Spohr geht absehbar in Rente. Auch bei Condor weiß man nicht genau wo die Reise am Ende hingeht, das wird auch davon abhängen mit welchen Partnern man in Zukunft zusammenarbeitet. Ansonsten fände ich auch Vietnam interessant. Auch Zentralasien, oder lobbying bei Starlux & EVA wäre sicher spannend. Wer Wien und Prag anfliegt, lässt sich vielleicht auch testweise nach Berlin motivieren. 4
AirForceOne Geschrieben 23. Februar Melden Geschrieben 23. Februar Das sehen halt andere Foristen anders als du. Das ist ja das schöne an einem Forum. Und keine Sorge, bei mir gibt es keine Aufgeregtheit, sondern ganz entspannte Analyse der Situation. Protektionistische Maßnahmen sind schon an der ein oder anderen Stelle sinnvoll. Nur hier ists ja so, dass die EK mit ihrem Angebot/Leistung aus Berlin herausgehalten wird, allerdings nicht, damit das deutsche Pendant diese Leistung ungestört selbst anbieten kann. Die LH bietet ja noch nicht mal mit ihrer Billigtochter (gegründet um konkurrenzfähig zu sein) Langstrecken ab Berlin an. Das ist - ausdrücklich! - legitim! Aber es geht nicht, nur den Rahm abzuschöpfen und die paar Paxe zu zwingen über FRA/MUC zu fliegen. Defacto ist es damit so, dass andere Flughäfen auf Verkehre verzichten sollen, um das Hub-and-Spoke der Lufthansa in Frankfurt zu schützen. Der Protektionismus geht hier also nicht (nur) zu Lasten der EK, sondern auch zu Lasten Dritter Wirtschaftsteilnehmer, nämlich anderer Airports. Finde ich auf Dauer nicht akzeptabel. Wenn man Konkurrenzschutz in Anspruch nehmen will, sollte man eben selber auch leisten. 6
d@ni!3l Geschrieben 23. Februar Melden Geschrieben 23. Februar (bearbeitet) vor 24 Minuten schrieb AirForceOne: nur den Rahm abzuschöpfen und die paar Paxe zu zwingen über FRA/MUC zu fliegen. Oder über LHR oder CDG oder AMS oder MAD oder LIS oder HEL oder DOH oder IST oder oder oder... vor 24 Minuten schrieb AirForceOne: amit das deutsche Pendant diese Leistung ungestört selbst anbieten kann. Sind sie denn "ungestört" (s.o.)? vor 24 Minuten schrieb AirForceOne: sondern auch zu Lasten Dritter Wirtschaftsteilnehmer, nämlich anderer Airports. S.o. Ich weiß es ist unglaublich schwer zu verstehen und diese Komplexität, dass es neben Lufthansa und Emirates noch weitere Airlines gibt ist wirklich enorm, aber können wir hier mal so ansatzweise bei den Fakten bleiben? Also mir ist es (mittlerweile) egal ob EK kommt oder nicht, aber hier zu sehen wie sich Leute selbst anlügen um ein Feindbild aufrecht zu erhalten ist wirklich traurig. Bearbeitet 23. Februar von d@ni!3l 7
oldblueeyes Geschrieben 23. Februar Melden Geschrieben 23. Februar (bearbeitet) vor 3 Stunden schrieb AirForceOne: Der Protektionismus geht hier also nicht (nur) zu Lasten der EK, sondern auch zu Lasten Dritter Wirtschaftsteilnehmer, nämlich anderer Airports. Finde ich auf Dauer nicht akzeptabel. Wenn man Konkurrenzschutz in Anspruch nehmen will, sollte man eben selber auch leisten. Bleiben wir bei den Fakten: - jede Airline die im Open Skies Modus agieren kann, darf Berlin jederzeit anfliegen, sofern sie es möchte - zB alle Airlines aus den USA und Kanada - das gängige Modell in der Luftfahrt auf der Langstrecke ist nun mal Hub and Spoke; es geht nichts zu Lasten anderer Flughäfen, sondern aus nationaler Sicht immer um kritische Masse zur Erhaltung eigener Hubs; es gibt kein Naturgesetz dass diese Hubs in einer Verwaltungsshauptstadt liegen müssen - es spricht nichts dagegen Langstrecken P2P auch aus Berlin zu fliegen, wenn man passende Partner findet - es sei denn man kommt zu der Erkenntnis dass man bezgl. Potential eher mit Rom ( zufällig als Beispiel gewähl weil da Norwegian auch nicht funktionierte) als mit London oder Paris ( La Compagnie lässt grüssen) auf Augenhöhe ist Wenn man keine grosse Langstrecke hat ist man nicht zwangsläufig abgehängt, denn es gibt viele Städte die gleich sind mit Berlin : Prag, Budapest, Bukarest - alle teilen mindesten 2 Dinge mit: die Sozialismusvergangenheit und das Fehlen von Langstreckenhubs oder sogar einer nationalen Airline - und alle wachsen wirtschaftlich stärker wie Berlin und es gibt vor Ort auch kein Jammern, trotz der Tatsache das man auch als Wirtschadftszentrum regional viel wichtiger ist. Diese Diskussion in Berlin ist mehr ein emotionaler Narrativ - wie ein Regionalligist in der 4Liga NordOst das sich als Erstligist fühlt, nur weil man anno 1970 Herbst in der DDR Oberliga mitspielte. Bearbeitet 23. Februar von oldblueeyes 6
JSQMYL3rV Geschrieben 23. Februar Melden Geschrieben 23. Februar vor 3 Stunden schrieb AirForceOne: Nur hier ists ja so, dass die EK mit ihrem Angebot/Leistung aus Berlin herausgehalten wird, allerdings nicht, damit das deutsche Pendant diese Leistung ungestört selbst anbieten kann. Die LH bietet ja noch nicht mal mit ihrer Billigtochter (gegründet um konkurrenzfähig zu sein) Langstrecken ab Berlin an. Das verstehe ich nicht ganz. Die einzige direkte Langstrecke, die Emirates ab Berlin anbieten könnte, ist Dubai. Dahin fliegen auch Eurowings und Condor ab Berlin. Alles andere wären Umsteigeflüge, die man heute auch schon über drölf Hubs hat. Die Argumentation, dass man sonst ja umsteigen müsste zählt also nicht 1
Micha Geschrieben 23. Februar Melden Geschrieben 23. Februar vor 4 Stunden schrieb AirForceOne: Und keine Sorge, bei mir gibt es keine Aufgeregtheit, sondern ganz entspannte Analyse der Situation. Hättest du die Situation analysiert und verstanden, hättest du diesen Post nicht geschrieben. 3
Jochen Hansen Geschrieben 24. Februar Melden Geschrieben 24. Februar vor 21 Stunden schrieb oldblueeyes: Bleiben wir bei den Fakten: - jede Airline die im Open Skies Modus agieren kann, darf Berlin jederzeit anfliegen, sofern sie es möchte - zB alle Airlines aus den USA und Kanada - das gängige Modell in der Luftfahrt auf der Langstrecke ist nun mal Hub and Spoke; es geht nichts zu Lasten anderer Flughäfen, sondern aus nationaler Sicht immer um kritische Masse zur Erhaltung eigener Hubs; es gibt kein Naturgesetz dass diese Hubs in einer Verwaltungsshauptstadt liegen müssen - es spricht nichts dagegen Langstrecken P2P auch aus Berlin zu fliegen, wenn man passende Partner findet - es sei denn man kommt zu der Erkenntnis dass man bezgl. Potential eher mit Rom ( zufällig als Beispiel gewähl weil da Norwegian auch nicht funktionierte) als mit London oder Paris ( La Compagnie lässt grüssen) auf Augenhöhe ist Wenn man keine grosse Langstrecke hat ist man nicht zwangsläufig abgehängt, denn es gibt viele Städte die gleich sind mit Berlin : Prag, Budapest, Bukarest - alle teilen mindesten 2 Dinge mit: die Sozialismusvergangenheit und das Fehlen von Langstreckenhubs oder sogar einer nationalen Airline - und alle wachsen wirtschaftlich stärker wie Berlin und es gibt vor Ort auch kein Jammern, trotz der Tatsache das man auch als Wirtschadftszentrum regional viel wichtiger ist. Diese Diskussion in Berlin ist mehr ein emotionaler Narrativ - wie ein Regionalligist in der 4Liga NordOst das sich als Erstligist fühlt, nur weil man anno 1970 Herbst in der DDR Oberliga mitspielte. Moin, also der Vergleich mit Prag, Budapest etc. hinkt dann doch gewaltig. Denn in Prag/Budapest gibt es zwar keinen Flag-Carrier mit Langstrecke mehr, was korrekt ist. ABER: Es würde niemals innerhalb des jeweiligen Landes der Standort zu Disposition (durch ein Lobbyieren) stehen und die Frage gestellt werden, ob jemand dort hinfliegt sollte oder nicht. Dort ziehen Verkehrsministerium, Flughafen, Industrie an einem Strang. (Man muss sich nur mal anschauen, was von Budapest gen China geht.) In Deutschland ist es aufgrund des Föderalismus und der Dezentralisierung nicht so. Da kann man ggf. auf Manchester/Barcelona schauen. Sie spielen auch die zweite Geige im Land. Berlin sollte aufhören zu hoffen, dass irgendwann einmal der weiße Ritter aus Frankfurt mit einigen Langstreckenmaschinen im Schlepptau ankommt. Wenn man Langstrecken haben möchte, dann werden es keine Langstrecken von Deutschen Airlines sein, denn sie haben sich dagegen ausgesprochen. Also wird man (das wird der Flughafen eh immer schon machen) Airlines die kommen wollen, anfangs mit Incentives unterstützen und hoffen, dass der Business Case rasch fliegt und die jeweilige Airline vom Standort überzeugt ist!!!
d@ni!3l Geschrieben 24. Februar Melden Geschrieben 24. Februar vor 25 Minuten schrieb Jochen Hansen: anfangs mit Incentives unterstützen Das wird ja immer besser hier, jetzt noch den Golfairlines Geld hinterher werfen wollen. Jetzt werd dir mal einig: Besteht so viel Nachfrage wie du behauptest und es fehlt Angebot ? Dann braucht es Incentives nicht. Brauchst es Incentives ? Dann gibt es die Nachfrage nicht in dem Maß wie behauptet und alles ist ok wie es ist... 5
AirForceOne Geschrieben 24. Februar Melden Geschrieben 24. Februar vor 1 Stunde schrieb d@ni!3l: Das wird ja immer besser hier, jetzt noch den Golfairlines Geld hinterher werfen wollen. Jetzt werd dir mal einig: Besteht so viel Nachfrage wie du behauptest und es fehlt Angebot ? Dann braucht es Incentives nicht. Brauchst es Incentives ? Dann gibt es die Nachfrage nicht in dem Maß wie behauptet und alles ist ok wie es ist... Wer sich im Flughafen-Business etwas auskennt, weiß natürlich, dass das völlig normal ist, die Aufnahme neuer Strecken (Definitionen unterscheiden sich hier) zu belohnen und die Anlaufkosten etwas abzufedern. Macht jeder Flughafen - auch Frankfurt. Schau bei Interesse einfach mal in die jeweiligen Entgeltordnungen rein. Hier mal ein Beispiel Flughafen Nürnberg: https://cdn0.scrvt.com/c6cfa56ea5ccf7ccabf7e13a538ca691/422d8c962eb45e5b/c2734f44bb1e/251215_Entgeltordnung_2026_DE.pdf 2
BWE320 Geschrieben 24. Februar Melden Geschrieben 24. Februar vor 2 Stunden schrieb Jochen Hansen: Da kann man ggf. auf Manchester/Barcelona schauen. Sie spielen auch die zweite Geige im Land Die zweite Geige in Deutschland heißt aber München und bei einer dritten wird es dann noch schwieriger. Birmingham und Málaga, oder doch Mallorca? 1
Jochen Hansen Geschrieben 24. Februar Melden Geschrieben 24. Februar (bearbeitet) vor 1 Stunde schrieb BWE320: Die zweite Geige in Deutschland heißt aber München und bei einer dritten wird es dann noch schwieriger. Birmingham und Málaga, oder doch Mallorca? Frankfurt und München sind die erste Geige, weil sie einen Falg Carrier haben. Berlin misst sich national dann mit HAM/DUS. Klar, wird man Emirates nur herlocken können, wenn Fördergelder fließen. Merkste selbst, ne? Wie AirForceOne schrieb, ist das völlig normal. Wir reden hier aber nicht über das System Ryanair. Bearbeitet 24. Februar von Jochen Hansen
d@ni!3l Geschrieben 24. Februar Melden Geschrieben 24. Februar (bearbeitet) Wenn man Fördergelder braucht um ihnen BER schmackhaft zu machen verstehe ich ganz gut, warum sie bisher STR/DUS/FRA/MUC gewählt haben statt BER und bestätigt alles was bisher über diese "immense Nachfrage" geschrieben wurde. Wenn BER das will, ok. Aber spricht jetzt nicht für diese mangelnde Konkurrenz wie sie immer beschworen wird, sonst wären die Margen hoch genug es ohne Förderung zu schaffen. Bearbeitet 24. Februar von d@ni!3l 5
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