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Geschrieben
Am 21.1.2026 um 14:17 schrieb FKB:

Bislang habe ich noch nie etwas gehört, dass die B787 im Allgemeinen auffällig sei.

 

Doch, gerade das würde ich sagen. Ehrlich gesagt, ich meide die 787 und würde auch nur mit größten Bauchschmerzen einsteigen. Das Ding war schon in der Entwicklung eine Katastrophe, mit Kinderkrankheiten ohne Ende, dem daraus folgenden Grounding, und den jahrelangen Produktionsmängeln, die am Ende ja sogar zum langfristigen Auslieferungsstopp geführt haben. 

 

Auch was mit ein Lufthansa Pilot über seine Erlebnisse mit den Kisten erzählt hat, haben nicht zu meinem positiven Wohlbefinden beigetragen. 

 

Boeing kann sich außerdem kein erneutes Debakel leisten, das wäre das Ende der Firma, und das wissen die US Behörden genau so gut - die werden kaum interessiert sein, Boeing gegen die Wand laufen zu lassen. 

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb no-hoper2punktnull:

Nein lohnt nicht.Kritik an Simon ist in diesem Forum nicht gerne gesehen.

Mist. Dann muss ich wohl ein anderes Thema finden, bei dem ich dümmlich grinsend meine mentale Überlegenheit zelebrieren kann.

Aber nachdem die ersten Schwerthiebe jetzt ausgetauscht wurden, könnte man ja trotzdem die Diskussion in einen extra-Thread verlagern? Immerhin sehen dann beide Seiten viel einfacher, wen sie als nächstes wegen Blasphemie hängen wollen...

Geschrieben
vor 17 Stunden schrieb AeroSpott:

 

Doch, gerade das würde ich sagen. Ehrlich gesagt, ich meide die 787 und würde auch nur mit größten Bauchschmerzen einsteigen. Das Ding war schon in der Entwicklung eine Katastrophe, mit Kinderkrankheiten ohne Ende, dem daraus folgenden Grounding, und den jahrelangen Produktionsmängeln, die am Ende ja sogar zum langfristigen Auslieferungsstopp geführt haben. 

 

 

Das kann ich gut nachvollziehen, ging mir ein paar Jahre nach dem Grounding auch so, dass ich die nach Möglichkeit gemieden habe (bin jetzt auch noch nicht soviel mit der 787 geflogen). Aktuell versuche ich (mit weniger werdendem Pain) die 737Max zu vermeiden (hat auch nicht immer geklappt).

 

Mit der Zeit lässt dieser Makel bei mir aber nach. Wir haben mit diesem Absturz den ersten Totalverlust der Modells nach über 15 Jahren und über 1200 ausgelieferten Modellen. Das gibt mir dann schon mehr Vertrauen, auch wenn ich als aussenstehender immer nur begrenzte Daten verfügbar habe. Wenn aber was fundamental bei der 787 falsch wäre, hätte ich mehr Zwischenfälle erwartet

 

Geschrieben

Es ist absolut okay, das so zu sehen. Ich denke mal, er hat es sich mit seinen Thesen nicht leicht gemacht. Und: Hat es in der Geschichte denn nie Komplotte oder geheime Absprachen gegeben, um Dinge zu verschleiern? Sein Essay war klar als "Opinion" betitelt. Alles, was dann folgt, ist eine Faktenanalyse, die ich nirgends faktisch widerlegen kann. [https://avherald.com/h?article=52b0a800] Ob man seinen Schlussfolgerungen folgt, ist ja jedem selbst überlassen, aber "aus der Luft gegriffen" ist es mitnichten.
Zum Fall 4U9525: Hanebüchen fand ich aber eher das Verhalten der frz. Staatsanwaltschaft, die nicht mal 48 Std später schon die Ursache Suizid postulierte, als weder Funkprotokolle noch FDR/CVR ausgelesen waren. Zudem gab es im Bericht den ein oder anderen Plausibilitätsfehler. Der Track Record der Franzosen ist aber auch nicht lupenrein. Nach dem desaströsen Umgang der frz. Behörden mit der faktisch korrekten Kritik an der verzögerten Schubeingabe von Pilot Asselin nach dem Habsheim Crash 1988, und dem späteren Eingeständnis, dass er doch Recht hatte, sollte man nach allen Seiten kritisch sein. 
Zum Thema Ahmedabad kann ich nur den Kopf schütteln. Sollte vonseiten der Ind. DGAC die Untersuchung den ICAO-Standards untergraben, ist dies sicherheitsrelevant und muss für die gesamte indische Luftfahrt Konsequenzen haben. 

Geschrieben
vor 14 Minuten schrieb blackbox:

Sollte vonseiten der Ind. DGAC die Untersuchung den ICAO-Standards untergraben, ist dies sicherheitsrelevant und muss für die gesamte indische Luftfahrt Konsequenzen haben. 

Und wie soll dann Deiner Meinung und der derzeitigen politischen Großwetterlage nach der Flugverkehr zwischen Südostasien und Europa verlaufen? Indien sitzt da am längeren Hebel.

Geschrieben

U.a. Simon berichtet, dass eine AI Crew gestern ein Problem mit einem Fuel Cutoff Schalter gemeldet habe, der 2x beim Starten der Triebwerke von der "Run" Position in die "Cutoff" Position übergegangen sei. der Flieger wurde stillgelegt und eine Überprüfung zusammen mit Boeing wurde eingeleitet.

Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb FKB:

U.a. Simon berichtet, dass eine AI Crew gestern ein Problem mit einem Fuel Cutoff Schalter gemeldet habe, der 2x beim Starten der Triebwerke von der "Run" Position in die "Cutoff" Position übergegangen sei. der Flieger wurde stillgelegt und eine Überprüfung zusammen mit Boeing wurde eingeleitet.


Davon berichtet nun auch der Aerotelegraph. Es handelt sich wohl um die VT-ANX und beim betroffenen Flug um AI132 von LHR nach BLR.

 

https://www.aerotelegraph.com/sicherheit/boeing-787-von-air-india-ausser-betrieb-genommen-probleme-mit-dem-treibstoffschalter/cc7bh54

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Avroliner100:


Davon berichtet nun auch der Aerotelegraph. Es handelt sich wohl um die VT-ANX und beim betroffenen Flug um AI132 von LHR nach BLR.

 

https://www.aerotelegraph.com/sicherheit/boeing-787-von-air-india-ausser-betrieb-genommen-probleme-mit-dem-treibstoffschalter/cc7bh54

Erst jetzt realisiere ich, dass der Flieger erst nach der Landung stillgelegt wurde. Wie kann man bei dem Hintergrund so einen Flug denn noch durchführen???

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb FKB:

U.a. Simon berichtet, dass eine AI Crew gestern ein Problem mit einem Fuel Cutoff Schalter gemeldet habe, der 2x beim Starten der Triebwerke von der "Run" Position in die "Cutoff" Position übergegangen sei

Ich dachte die Software kann den Schalter nicht mechanisch bewegen ?

Geschrieben (bearbeitet)
vor 11 Stunden schrieb d@ni!3l:

Ich dachte die Software kann den Schalter nicht mechanisch bewegen ?

Kann sie definitiv nicht. Es ist ja auch kein Aktor verbaut, der den Schalter bewegen kann. Der Schalter ist so konstruiert, dass er nur mit der Hand betätigt werden kann, indem er gegen eine Feder angehoben wird und über eine Rastnase gehoben wird.

 

Offen gesagt bin ich sehr skeptisch was diese Geschichte angeht. Von alleine kann sich ein unbeschädigter Schalter nie und nimmer betätigen. Selbst wenn die Rastnase abgebrochen wäre und die Feder defekt wäre, wäre es extrem unwahrscheinlich, dass der Schalter die Position wechselt. Da müsste man schon über ein tiefes Schlagloch rollen - wenn überhaupt.

 

Ich werde nicht das Gefühl los, dass hier etwas fabriziert wurde. Ausgerechnet bei AI soll dieses Phänomen nun auftauchen. Und kein B787 Pilot bei Sinnen fliegt nach dem AI Crash noch einen Langstreckensektor mit einer Maschine bei der 2-3x der Schalter raus gesprungen ist.

Bearbeitet von FKB
Geschrieben (bearbeitet)

Sehe ich genauso. Man will (nicht nur) von Seiten des Pilotencorps unbedingt weg von der nach wie vor im Raum stehenden These eines erweiterten Suizids. 

Bearbeitet von jetstream
Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb jetstream:

Sehe ich genauso. Man will (nicht nur) von Seiten des Pilotencorps unbedingt weg von der nach wie vor im Raum stehenden These eines erweiterten Suizids. 

Hier wurde vor nicht allzu langer Zeit der Vorwurf von Verschwörungstheorien und Geschwurbel laut, exakt dies wird aber jetzt betrieben. Nur Theorien, keine Belege. Alles, was der eigenen Theorie widerspricht, wird ignoriert oder als abseitig bezeichnet, obwohl noch kein qualifizierter Bericht vorliegt und keine schlüssige Gegentheorie geliefert wird. Es gab dokumentierte Fälle von ungewollten Engine Rundowns im Flug. Nur weil ein Bauteil mechanisch narrensicher konstruiert ist, gibt es nie eine 100%ige Garantie, dass eine Fehlfunktion im Betriebsalltag für alle Ewigkeit ausgeschlossen ist. Bei Flugzeugunglücken dieser Art sollte man out-of-the-box denken und alle Szenarien zulassen, bis man es wirklich besser weiss. Die ANX ist jedenfalls seitdem gegrounded. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 47 Minuten schrieb blackbox:

obwohl noch kein qualifizierter Bericht vorliegt und keine schlüssige Gegentheorie geliefert wird

Wollen wir jetzt immer irgendwelchen anonymen "Hinweisgebern" mehr glauben als den Ermittlungsbehörden unterschiedlicher Länder?

vor 47 Minuten schrieb blackbox:

und keine schlüssige Gegentheorie geliefert wird

Wie schlüssig ist es denn, dass ein Schalter sich von selbst umlegt, wo er keinen Motor o.ä. hat, der ihn bewegen könnte? Wie häufig erlebst du es, dass sich bspw. Lichtschalter von selbst einschalten bzw. mechanisch umlegen? Und die haben nicht mal einen Lock-Mechanismus über den man sie heben müsste.

 

Und wieso passiert dies nur bei indischen 787 - keine andere Airline berichtet ähnliches. Ich würde dem ja eher glauben, wenn bspw. BA, TK, UA oder so sagen würden: Oh, das hatten wir auch schon. Und es gibt bei den meisten Airlines eine deutliche no-punitive Berichtskultur für sicherheitskritische Vorfälle. Aber nichts. 

Einzig bei denen, die ein Interesse haben mit dem Finger auf wen anderes zeigen, soll sowas passiert sein. Komisch.

 

Also wenn diese Theorie "schlüssiger" ist als der Zwischenreport, puh, schwierig...  

 

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben (bearbeitet)
vor einer Stunde schrieb blackbox:

Nur Theorien, keine Belege

Also sehr theoretisch ist für mich bislang lediglich die durch indische Piloten zur Niederschrift gebrachte angebliche Fehlfunktion, die unter Zugrundelegung aller bislang bekannten Konstruktionsmerkmale eigentlich nicht auftreten kann. Faktisch stutzig macht es Einen, dass eine verantwortungsbewusste Crew trotz dieser - potentiell extrem gefährlichen Konstellation - den Anlassvorgang seelenruhig fortführt (dies wohlgemerkt ungeachtet der Ereignisse um AI171), den Flieger dann über mehr als acht Stunden hinweg an den Zielort bringt und den Defekt erst nach der Landung dem Arbeitgeber/den Behörden meldet. 

vor einer Stunde schrieb blackbox:

Bei Flugzeugunglücken dieser Art sollte man out-of-the-box denken

… und TROTZDEM den gesunden Menschenverstand walten zu lassen. 

Bearbeitet von jetstream
Geschrieben

Die indische Luftfahrtbehörde hat ein Statement veröffentlicht, dass der Schalter in London sich nicht von alleine umgelegt hat, sondern bei einem leichten Druck. Er sei 2x nicht eingerastet. Erst beim 3. Mal sei er eingerastet und lies sich durch den leichten Druck dann nicht mehr bewegen. Erst nachdem sich die Crew vergewissert hatte, dass der Schalter sicher eingerastet war wurde der Flug durchgeführt. Man hätte es vermieden mit den Händen in die Nähe zu kommen und hat die Triebwerksanzeige besonders oft kontrolliert. Eine Überprüfung in BLR habe ergeben, dass bei korrekter Betätigung der Schalter innerhalb der Spezifikation war, sich aber durch inkorrekte Betätigung leicht bewegen lies. Soweit die DGCA.

Geschrieben

VT-ANX ist wieder in der Luft. Für das, dass "Nix" war sind 3 Tage am Boden ganz schön lange.

Der nächste Sektor soll sie dann lt. FR24 von Delhi nach Mailand bringen - allerdings schon mit einiger Verspätung.

Geschrieben (bearbeitet)

Nun schaltet sich auch die britische CAA ein und hat Klärungsbedarf mit Air India. Unter anderem geht es darum, dass/warum die Piloten den Flug trotz Sicherheitsbedenken komplett bis nach Indien durchgeführt haben. Es geht aber auch um die Wartung der 787 durch Air India.
 

Die Airline nun eine Woche Zeit, der CAA eine vollständige Erklärung vorzulegen - andernfalls drohen „regulatorische Maßnahmen“.

 

Zitat

Die CAA hat Air India laut "Reuters" am Dienstag formell aufgefordert, "eine detaillierte Aufstellung aller Wartungsmaßnahmen" am Flugzeug einzureichen. Zudem soll Air India die Ursache für die Entriegelung ermitteln - und einen "Präventionsplan" erstellen.

https://www.aero.de/news-51783/Grossbritannien-hat-Klaerungsbedarf-mit-Air-India.html

 

Zitat

Die britische Zivilluftfahrtbehörde (CAA) warnte in einem Schreiben an die Fluggesellschaft vor der Möglichkeit regulatorischer Maßnahmen gegen Air India und ihre Boeing-787-Flotte, falls die Airline nicht innerhalb einer Woche eine vollständige Antwort vorlegt.


https://www.airliners.de/grossbritannien-verlangt-aufklaerung-air-india-boeing-787-vorfall/85730

Bearbeitet von Avroliner100
Geschrieben (bearbeitet)
vor 7 Stunden schrieb Avroliner100:

Die Airline nun eine Woche Zeit, der CAA eine vollständige Erklärung vorzulegen - andernfalls drohen „regulatorische Maßnahmen“.

Ich fände es ja irgendwo ein bisschen ironisch, wenn ein möglicherweise fingierter Defekt, erschaffen aus der Absicht, irgendeine nationale und/oder aviatische Identität zu schützen, am Ende zu einem sehr realen Flugverbot für ausgerechnet die Airline, die man damit schützen wollte, führt.

 

Careful what you wish for oder so.

 

Bearbeitet von Lucky Luke
Geschrieben
Am 5.2.2026 um 21:17 schrieb Lucky Luke:

...wenn ein möglicherweise fingierter Defekt, erschaffen aus der Absicht,...

 

Absolut. Daher sollte man erhebliche Zweifel haben, dass dies "fingiert" gewesen ist. Die gesamte Diskussion hier hat sich für meinen Geschmack viel zu sehr auf Wahrscheinlichkeiten festgelegt. Dass es eine (un)gewollte Fehlbedienung der Schalter gegeben haben muss, ist noch nicht hinreichend belegt. Daher sollte man auch weniger wahrscheinliche Szenarien nicht aus den Augen verlieren. 

Geschrieben

Wo fängt eigentlich Querdenken an ? 

 

vor einer Stunde schrieb blackbox:

Daher sollte man auch weniger wahrscheinliche Szenarien nicht aus den Augen verlieren. 

Mal ernsthaft gefragt: Glaubst du wirklich, dass das nicht common-sense von den Ermitteln ist? Also von den echten, nicht denen auf x, youtube und co?

Geschrieben
Am 9.2.2026 um 18:26 schrieb d@ni!3l:

Wo fängt eigentlich Querdenken an ? 

Wo fängt Diffamierung an? Gleichschaltungsbestrebungen oder gar Einschüchterungsversuche von Inhabern anderer Sichtweisen sind kontraproduktiv zu jeder professionellen Flugunfalluntersuchung. Jedem, dem es um eine fachliche Aufarbeitung des Unfalls geht, sollte sämtliche Aspekte eines Hergangs berücksichtigen und im Ausschlussverfahren sich dann dem Kern der Ursachenfindung so weit wie möglich annähern. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 10 Minuten schrieb blackbox:

Jedem, dem es um eine fachliche Aufarbeitung des Unfalls geht, sollte sämtliche Aspekte eines Hergangs berücksichtigen und im Ausschlussverfahren sich dann dem Kern der Ursachenfindung so weit wie möglich annähern. 

Und woher die Annahme, dass dies bei den offiziellen (!) Ermittlern nicht geschieht?

Bearbeitet von d@ni!3l

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