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In der WELT ist ein durchaus interessanter Artikel zum Thema Parchim und die dortigen Pläne.

 

- LinkGlobe Logistics wird mit Goodman (Australien) etwa 100 Mio in Parchim investieren

- von Urumqui sind bis dato etwa 700 Tonnen Luftfracht eingeflogen worden

- die Bahn in Parchim soll um 1000 Meter verlängert werden

- Goodman will für chinesische Unternehmen Produktionshallen (eher Montagehallen) in Parchim bauen, damit dort dann eine "Assembly made in Germany" stattfinden kann

- in zwei bis drei Jahren möchte man etwa 2 Frachter pro Tag nach Fernost schicken

- man denkt an Sea-Air-Verbindungen nach Afrika über den Hafen Hamburg

 

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Sind durchaus interessante Ansätze enthalten, denen ich Chancen einräume.

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Na ja, das sind aber schöne Pläne die dort schon wieder in den Himmel wachsen...

 

Am allerwitzigsten finde ich, dass sie bereits die Verlängerung der Bahn um 1000 Meter (!!!!) planen für ein Flugzeug, welches es noch gar nicht gibt! Erstmal sollten die paar Flugzeuge voll werden die bis jetzt dort landen, ich vermute damit haben die Chinesen erstmal genug zu tun.

 

Auch der Plan dort Hallen zu bauen um dann eine Fertigungslinie für Produkte zu etablieren ist schön. Nur: Was soll denn dort gebaut werden?? Und das günstiger als in China bzw nur damit dort "made in germany" drauf steht??? Oh man...

 

Ach so...diese Wollhandkrabben...mh, wäre mir neu wenn die in der Elbe vorkommen. Und dann noch in den Mengen..;-))

 

So...dann noch eins: Wieso sollte man für so viel Geld Fracht nach Deutschland fliegen lassen (Vorteil: Geschwindigkeit) um sie dann in mehreren Wochen nach Afrika schippern (Vorteil: günstiger) zu lassen. Das Ergebnis wäre eine sehr teuere (da per Luft) und langsame (da per Schiff) Fracht. Sehr sinnvoll. Es gibt einfach keine breite Kombination aus Luft- und Seefracht...sonst wäre der grösste Luftfrachtdrehpunkt Europas nicht in Frankfurt, sondern in Rotterdam.

 

Werde aber sicherlich mit meiner Kamera am Zaun stehen, wenn der erste Fracht A380 von Finkenwerder nach Parchim überführt wird..;-)

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Aber sind 3000 m nicht etwas kurz für voll beladene Frachter?!

 

Genau daß ist der Punkt. Für eine vollbeladene B 744 sollten schon 3800m (insbesondere an heißen Sommertagen) zur Verfügung stehen. Punkt.

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zur krabbe: "Seither karrt Fischer Lasner Wollhandkrabben aus allen Teilen Norddeutschlands auf seinem Fischerhof zusammen, verpackt und verkauft sie nach Fernost. Per Luftfracht ab Frankfurt/Main. Inzwischen sind es mehrere Tonnen lebende Tiere pro Saison, der Geschäftsgang entwickelt sich günstig. Und für viele Fischer ist die Wollhandkrabbe vom Erzfeind zur Einnahmequelle geworden."

 

ob man damit natürlich komplette flugzeuge auslasten kann,s ei mal dahingestellt...

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Inzwischen sind es mehrere Tonnen lebende Tiere pro Saison, der Geschäftsgang entwickelt sich günstig. Und für viele Fischer ist die Wollhandkrabbe vom Erzfeind zur Einnahmequelle geworden."

 

ob man damit natürlich komplette flugzeuge auslasten kann,s ei mal dahingestellt...

 

Gibt m.E. nach zwei Überlegungen hier: die Warenströme sind halt deutlich mehr Import als Export, daher sind zurück nach Fernost Kapazitäten frei. Jedes Kilo Extra bringt hier soliden Deckungsbeitrag für den fliegenden Carrier bzw. reduziert einen möglichen Verlust auf dem Returnleg. Take whatever you can get heißt hier die Devise - und lebender Fisch ist halt auch recht zahlungskräftig.

 

Außerdem sollte man den Abnehmermarkt in China nicht vergessen, dieser wächst massiv - auch der Bedarf an entsprechenden Delikatessen nimmt zu. Freuen wir uns doch dass hier ein Abnehmermarkt für lokal produzierte Produkte entstanden ist bzw. entsteht.

 

(Man könnte den Gedanken sogar soweit treiben dass man extra für diesen Markt die Viecher züchtet und dorthin ausfliegt. Aquakulturen sind ja schwer im kommen - da gibt es schön durchaus Nischen die sich noch entwickeln lassen.)

 

Ich sehe die Gedanken bei weitem nicht so skeptisch wie viele andere Teilnehmer hier - offen sein für Neues heißt die Devise.

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Sobald wer etwas auf die Beine stellen will,das die üblichen Schemata verlässt,gibt es Tausende die wissen wollen warum's nicht klappt,aber nur sehr Wenige die neuen Ideen gegenüber offen sind.

Es mag für Otto normal-benutzer exotisch klingen,kann bei entsprechender Kapital-decke jedoch durchaus überlebensfähig und praktikabel sein.

Bevor man da Projekt hier schon für Tot erklärt -gebt den Leuten doch mal die Chance zu beweisen dass es klappt !

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das geile is woher kommen 700 tonnen fracht wenn erst 3 frachter gelandet sind

 

Woher kommt denn Deine Info mit den 3 Landungen ?

Evtl. könnten es ja auch mehr gewesen sein, oder ?

 

Aber mir sind nach der Routeneröffnung am 24.9. auch nur 1-2 weitere Flüge bekannt, die stattfanden...aber das muss ja nichts heissen.

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Das witzige an diesen Krabben ist, dass sie vor Jahrzehnten aus Fernost (China?) mit dem Ballastwasser der Grossschiffahrt in die Nordsee eingeschleppt wurden. Anfänglich als Plage verschrien, erweisen sich diese Tierchen nun als Haupteinnahmequelle für manchen Fischer. Die Krabben gelten in China als Delikatesse und wachsen im vergleichsweise sauberen Nordseewasser hervorragend heran. Eine, zugegebenermasse, etwas amüsante Art des "Return of Investement"...

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Ich fuhr letzte Woche mal wieder auf der A24 zwischen Hamburg und Berlin und stellte mir die Frage, ob es eigentlich wieder mal was Neues von Schwerin-Parchim International Airport gibt ?

Sollte dort nicht ab Mitte November 2007 eine "747-200F eines finnischen Eigners" (Aero 12/07) stationiert werden ??

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Es handelt sich also um einen Broker, mehr nicht !

Was diese Jp.eu angeht, solch eine Airline gibt es in Estland nicht und auch keine einzige MD-83 die dort registriert ist. Ich bin gespannt wie es in Parchim weitergeht. Hoffentlich nicht so wie es mit der ehemaligen Geschäftsführung des Flughafen die mit Florida Flügen ab Parchim und dann schließlich doch ab Berlin nach Melbourne Florida (M-Touristik) fliegen wollte..

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- Goodman will für chinesische Unternehmen Produktionshallen (eher Montagehallen) in Parchim bauen, damit dort dann eine "Assembly made in Germany" stattfinden kann

 

Oh Mann, jetzt fangen die auch noch an, unser Qualitätssiegel "Made in Germany" zu missbrauchen, indem sie ihre Waren bei uns montieren lassen (vielleicht auch nur den Aufkleber mit "Made in Germany" aufkleben), weil ihr tolles "Made in China"-Quantitätssiegel dank Mattel und Co. mittlerweile sehr in Verruf geraten ist.

Auch wenn es ein paar Arbeitsplätze in Deutschland schafft, ich kann das nicht gutheißen und finde es nicht gut, dass man zusieht und nichts dagegen unternimmt. Schonmal daran gedacht, dass die Chinesen dann mit "Made in Germany" werben und dafür auch höhere Preise verlangen können? Wenn das Produkt dann auch noch eine scheiß Qualität hat, kann es für Deutschland sehr verhängnisvoll werden!

 

von Mein Kumpel der in schwerin wohnt un sich sehr mit den airpot auseinander setzt

 

Pisa lässt grüßen!

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@ lukifly

 

Das mit dem Finish in Deutschland "Made in Germany" drauf gemacht wird ist schon normal. Textil und Schuhindustrie - alltäglich.

 

Als gelernter Aussenhändler darf ich dazu einmal anfügen, daß hierzu der größere Teil der Wertschöpfungskette als Maßstab der Herkunft herangezogen werden muß.

 

Wenn die Einzelteile zusammen EUR 1 kosten und der Arbeitslohn samt Hilfsstoffen in D dann EUR 1,10 sind, ist "Made in Germany" absolut okay. In anderen Fällen würde es sich um Etikettenschwindel handeln.

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