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Aktuelles zu Emirates


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Geschrieben (bearbeitet)
vor 25 Minuten schrieb Patrick W:

Ist aber auch klar, Hessen ist eines der reichsten Bundesländer und hat eine große Kaufkraft. Beziehungsweise zeigen die auch Löhne! Nummer zum Beispiel wenn ich in Hessen.

 

Und genau das entscheidet unter dem Strich, ob sich eine Verbindung trägt oder nicht. Und spricht am Ende (eben wegen der Industrie) eher für die Cluster Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und NRW. Einfach, weil dort erhebliche Anteiles des BIPs der Republik verdient werden. Große Ballungsräume sind zwar enorm wichtig - am Ende ist aber die Kaufkraft der König. Das beste Beispiel dafür ist Luxair: Luxemburg Stadt hat nicht einmal die Hälfte der Einwohner von Karlsruhe, aber prosperierende eine Airline mit 22 Flugzeugen. 

 

Was nicht bedeuten muss, dass der Ballungsraum Berlin uninteressant ist. Das Gegenteil ist der Fall. Aber EasyJet und Air Berlin haben gezeigt, dass es eben auch nicht ganz so einfach ist. Und daran waren viele, aber nicht die Lufthansa schuld. Im Gegenteil - aktuell ist Berlin die gefühlt am schnellsten wachsende Eurowings Basis in Deutschland und füllt nicht unerhebliche Lücken der EasyJet.

 

Was Dubai angeht: Das wird heute schon von Condor bedient. Sich beschweren geht immer leichter, als sich zu freuen. Das gilt für die Berliner genauso wie für Emirates. Wenn Emirates unbedingt einen Heavy in Berlin haben wollte, dann sollen sie doch einfach das Codeshare mit Condor in ein Joint-Venture umwandeln und signifikante Paxströme eigenwirtschaftlich über diese Strecken routen. Bei geteilten Erlösen läge dann auch ein Teil des Risikos bei EK (aber das traut man sich ja eh zu). Mit diesem geminderten Risko bekommen sie eventuell von Condor auch einen A330neo auf die Strecke gestellt. Hat bei Air Berlin und Etihad damals ja auch geklappt. Und klappt auch jetzt bei Condor und Etihad auf FRA-AUH wieder. Wenn der Wille da ist. Emirates hätte das gleiche tun können und es hätte keinen Abstrich im Komfort gegenüber eines EK Widebodys gegeben. Das hat man aber nicht gemacht, weil man es nicht wollte. 

Bearbeitet von Avroliner100
Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb Avroliner100:

 Das beste Beispiel dafür ist Luxair: Luxemburg Stadt hat nicht einmal die Hälfte der Einwohner von Karlsruhe, aber prosperierende eine Airline mit 22 Flugzeugen. 

Dafür hat Karlsruhe 6x mehr Straßenbahnen.

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Alibaba1408:

Naja, ebenso „kritisch“ sollte man dann auch mit den Aussagen der ostdeutschen Ministerpräsidenten umgehen (Was sollen eigentlich diese Ost-West Vergleiche 35 Jahre nach der Wende?). Landespolitiker in Deutschland vertreten bzw. geben vor grds. die Interessen ihrer Bürger zu vertreten. In Brandenburg sind eben mehr Langstreckenflüge ab BER, in Hessen mehr Flüge ab FRA, im vermeintlichen Interesse der Bürger und Wirtschaft. Da ist ja erst einmal gar nicht peinliches dran, so funktioniert einfach Landespolitik. 

 

Ob etwas an den Argumenten dran ist, ist natürlich eine andere Frage. Ich finde diese Ost-West Vergleiche in Hinblick auf Langstreckenflüge wenig gelungen. Erst einmal ist BER strukturbedingt der einzige größere Flughafen in Ostdeutschland und zweitens hat man doch eigentlich ein ganz passables Angebot an Langstrecken. Wenn ich mich recht entsinne, so geht es im SFP 

 

- bis zu drei Mal täglich nach Doha

- täglich nach Dubai 

- täglich nach Abu Dhabi 

- zwei Mal täglich nach New York 

- fünf Mal wöchentlich nach Peking 

- drei Mal wöchentlich nach Montreal 

- drei Mal wöchentlich nach Toronto 

 

Abgesehen von BER gibt es keinen anderen Flughafen in Deutschland (abgesehen von FRA und MUC) von dem man überhaupt in die USA fliegen kann (wenn wir die paar DE Charter ab DUS einmal ignorieren). Des Weiteren ist man exzellent an große Hubs auf dem europäischen Kontinent angebunden. Für einen Flughafen dieser Größe ist das glaube ich schon einmal ganz gut. 

 

Was jetzt an dieser „schlechten“ Langstreckenanbindung durch die Aufnahme von Emirates Flügen verbessert werden soll, bleibt sehr nebulös. Durch den DE codeshare kann man ja bereits mit einem Umstieg in DXB in die Welt fliegen. Der Komfort ist sicherlich geringer, aber das vermeintliche Grundproblem (schlechte Erreichbarkeit des BER aus Fernost) wird dadurch ja erst einmal gelöst. Wenn die Kapazität nicht ausreicht, könnte die Frequenz ja eigentlich erhöht werden. 

 

Natürlich möchte Emirates die Passagierströme outbound und inbound gerne für sich beanspruchen, die sind sicherlich nicht unattraktiv. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man jederzeit nach BER fliegen könnte. Man müsste halt ein anderes Ziel aufgeben. Wozu muss man den unbedingt nach Hamburg fliegen? Oder nach Düsseldorf, die könnten doch einfach mit der Bahn nach Frankfurt fahren. Mit der brand recognition, der derzeitigen Emirate Nachfrage (business und leisure) und vernünftiger PR wäre das ein Selbstläufer. So attraktiv ist der BER im Vergleich dann aber auch nicht. Natürlich betreibt man hier Charme Offensiven (à la Emirates als Tor zur Welt, das den BER auf die Landkarte bringt) und versucht die Aufhebung oder Anpassung des derzeitigen Abkommens zu erreichen. Und man bekommt den Eindruck, dass es zumindest bei den ostdeutschen Ministerpräsidenten beginnt zu funktionieren… 

 

Fakt ist, dass der BER von Emirates (und umgekehrt) profitieren würde. Der Impact auf Seiten des BER wäre jedoch nie so groß wie politisch gewünscht, insbesondere jetzt wo es die Condor Flüge gibt. 

 

Politisch gibt es zumindest viel zu gewinnen, wenn man das Abkommen weiterhin aufrecht erhält:

 

- man gewinnt standing bei der LHG und der Industrie: Durch Wartung und Reparatur hier stationierter Maschinen schafft man Nachfrage für qualifizierte Arbeitsplätze, sowie allem was daran hängt (Maschinenbau, Ersatzteile, Ausbildung etc.). Emirates Flüge ab BER würden FRA und MUC vermutlich schon in gewisser Weise schwächen, gerade in der ohnehin angespannten Situation (für Flughäfen und Industrie) würde man dadurch bei beiden Akteuren eher verlieren 

 

- man kann sich als Erhalter deutscher Jobs geben (Die Emirates Flugzeuge würden halt eher in DXB als in BER gewartet werden)

 

- die Emirate stehen grds. in der Kritik, sodass man dadurch immer an Moralpunkten gewinnen kann 

 

Setzt man sich für eine Überarbeitung ein, kann man zumindest einiges verlieren…

 

 

Wenn nur EK ein deutsches Ziel aufgeben würde bringt Ihnen das gar nichts, da die Ziele für alle Airlines aus den VAE kumuliert gelten. Sprich solange EY die Ziele weiter bedient ändert sich nichts an den geltenden Regeln.

 

vor 1 Stunde schrieb Avroliner100:

 

Was ja durchaus Anerkennung bekommt. Meines Wissens hat EK als “Dank” als treuer Ankerkunde für das A380 Programm zusätzliche Landerechte in HAM erhalten?

 

Die Rechte können nicht für EK exklusiv sein, da EY auch zumindest öffentlich drüber nachdenkt nach HAM zu fliegen, und das würden sie sicher nicht wenn sie keine Rechte hätten (und es wurde meine ich irgendwann mal der entsprechende Ausschnitt aus der Verordnung gepostet, und da steht keine Airline-Beschränkung drin).

Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb FKB:

Hilf mir mal auf die Sprünge: Was macht eine deutsche Airline in Bezug auf die Umwelt besser als eine Airline aus den VAE?

Die staatlichen Auflagen wie CO2 Abgaben, SAF Quote, Müllentsorgung…. Alles Kosten, die europäische Airlines haben und wettbewebsverzerrend sind. Emirates lacht über Umweltauflagen und produziert dadurch billiger. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 13 Stunden schrieb Followthesun:

So ist es. Und wir haben den UAE schon viel zu viel geschenkt.

vor 13 Stunden schrieb JSQMYL3rV:

Ich sehe es umgekehrt: Warum sollte man Geschenke an die UAE verteilen,

Ist das nicht ein veraltetes und widerlegtes Weltbild? Das Handel ein Null-Summenspiel ist und das entweder wir oder andere gewinnen. 

 

vor 10 Stunden schrieb Lucky Luke:

Durch Themen wie Arbeitnehmerrechte und Umweltschutz kann eine Airline in den VAE zu anderen Preisen produzieren als eine europäische Airline.

Da ist sicher ein Ansatz an dem man beim Marktzugang noch etwas änder kann. Allerdings kann selbst bei objektiv gleichem Schutzniveau in den VAE zu günstigeren Preisen produziert werden. Damit muss man in Europa leben. 

 

vor 9 Stunden schrieb Avroliner100:

Meines Wissens hat EK als “Dank” als treuer Ankerkunde für das A380 Programm zusätzliche Landerechte in HAM erhalten?

HAM ist neben FRA/MUC/DUS ein gleichberechtigtes Ziel für VAE-Fluggesellschaften. 

 

Aus meiner Sicht ist es die richtige Entscheidung der Bundesregierung BER und STR ebenfalls in den Streckenplan des Luftverkehrsabkommen mit aufzunehmen. Der wirtschaftliche Mehrwert der Anbindung ist höher als der Schaden dem dem Lufthansa-Netzwerk damit zugefügt wird.

 

Bearbeitet von OliverWendellHolmesJr
Geschrieben
59 minutes ago, OliverWendellHolmesJr said:

Ist das nicht ein veraltetes und widerlegtes Weltbild? Das Handel ein Null-Summenspiel ist und das entweder wir oder andere gewinnen. 

 

Da ist sicher ein Ansatz an dem man beim Marktzugang noch etwas änder kann. Allerdings kann selbst bei objektiv gleichem Schutzniveau in den VAE zu günstigeren Preisen produziert werden. Damit muss man in Europa leben. 

 

HAM ist neben FRA/MUC/DUS ein gleichberechtigtes Ziel für VAE-Fluggesellschaften. 

 

Aus meiner Sicht ist es die richtige Entscheidung der Bundesregierung BER und STR ebenfalls in den Streckenplan des Luftverkehrsabkommen mit aufzunehmen. Der wirtschaftliche Mehrwert der Anbindung ist höher als der Schaden dem dem Lufthansa-Netzwerk damit zugefügt wird.

 

Und vielleicht belassen wir es hier bei. Wenn man mal einmal „Emirates Landerechte Berlin” googelt, dann sieht man, dass sich diese Saga eigentlich schon seit 20
Jahren zieht und zumindest von Emirates auch immer offensiv wieder aufgegriffen wird. Neu ist sicherlich, dass sich auch die politischen Führungen Ostdeutschland dafür einsetzen. Gibt sogar wissenschaftliche Abhandlungen darüber. Hier wird mal wieder kurz vor Weihnachten eine Sau durchs Dorf getrieben.

 

Schlussendlich ist diese Frage - ganz unabhängig vom tatsächlichen Wahrheitsgehalt der auch hier vorgebrachten Argumente - wie so vieles eine politische Angelegenheit, die irgendwo zwischen den durchaus widerstreitenden Interessen der heimischen Wirtschaft, der Schaffung vergleichbarer Lebensverhältnisse im

Bundesgebiet, der wahrgenommen internationalen Stärke der Bundesrepublik Deutschland sowie eines offenbar selbst um Berlin existierendes Gefühl des international Abgehängt Sein in den ostdeutschen Bundesländern spielt. 
 

Man kann das gut oder schlecht finden, schlussendlich gilt aber, dass 
eine Änderung des Abkommens politisch gewollt sein muss und solange es für Bundespolitiker nicht ausreichend zu gewinnen gibt, wird das m. E. nicht geschehen. Interessant ist sicherlich, dass Herr Wüst als einziger anderer MP dieses ostdeutsche Begehren zu unterstützen scheint. Vielleicht hat der ja einen Hintergedanken…

 

Geschrieben

Grundsätzlich sollte man die Aushandlung von Luftverkehrsabkommen der EU überlassen. Es gibt in Deutschland zur Zeit einen bedenklichen Trend zu Alleingängen ohne Rücksicht auf die Partner in der EU.

 

https://eur-lex.europa.eu/DE/legal-content/summary/air-service-agreements-between-eu-and-non-eu-countries.html

besagt unter anderem:

 

„Zuständigkeit der EU

Im November 2002 hat der Gerichtshof der Europäischen Union bestätigt, dass die EU das alleinige Recht besitzt, internationale Luftverkehrsabkommen mit Nicht-EU-Staaten auszuhandeln, zu unterzeichnen und zu schließen, sofern diese Abkommen Angelegenheiten betreffen, die in die ausschließliche Zuständigkeit der EU fallen.

Zum Zeitpunkt des Urteils des Gerichtshofs gab es eine große Anzahl an Luftverkehrsabkommen, die nicht mit dem EU-Recht vereinbar waren. Seitdem wurden viele dieser Abkommen an das EU-Recht angepasst.“

Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb 757:

Die staatlichen Auflagen wie CO2 Abgaben, SAF Quote, Müllentsorgung…. Alles Kosten, die europäische Airlines haben und wettbewebsverzerrend sind. Emirates lacht über Umweltauflagen und produziert dadurch billiger. 

Ich hätte ja die Antwort gerne von @Lucky Luke gehört.

 

CO2 Abgaben: Sind abhängig von der Strecke und nicht wer sie fliegt. Verpflichtend ist der Emissionshandel nur innerhalb der EU. Für Deutschland-VAE muss niemand Emmisionen handeln. Also kein Vorteil für Emirates.

 

SAF Quote: Auch Emirates muss in D SAF tanken. Und das sind im Moment lächerliche 2%. Einen gewissen Vorteil hat da EK, da sie nur für das Teilstück nach DXB SAF tanken müssen. Nebenbemerkung zu SAF: Grundsätzlich halte ich SAF ja für sinnvoll und für die Zukunft halte ich SAF für die einzig praktikable Lösung für die Mittel und Langstrecke. Aber: SAF macht nur Sinn wenn ich 100% regenerative Engerie habe und das gibt es in Europa noch lange nicht. Selbst wenn dazu "Ökostrom" verwendet wird, führt das nur dazu, dass der Rest der Bevölkerung halt einen größeren Anteil konventioneller Energie abbekommt.

 

Müllentsorgung: Auch in DXB schmeißt man den Müll nicht ins Meer. Vielleicht treibt man dort nicht den völligen Schwachsinn wie in Deutschland der Müll behandelt wird (mach Dich mal kundig was z.B. mit dem gelben Sack wirklich passiert und frage Dich dann ob das unter Betrachtung der Kosten noch wirklich Sinn macht). Auf jeden Fall sind Müllentsorgungskosten kein Gamechanger.

 

Exkurs zu den Umweltauflagen: Leider lacht nicht nur Emirates darüber sondern inzwischen der ganze Rest der Welt.

Die ganze immense Abgabenlast füllt irgendwelche Klima- und Transformationsfonds und das ganze Geld versickert in irgendwelchen dunklen Kanälen und versandet ungenutzt. Die ganze deutsche Klimapolitik der letzten Jahre ist gespickt von Fehlanreizen und handwerklichen Fehlern der Politiker. Dadurch schaffen wir uns selbst die Wettbewerbsnachteile. Schuld sind daran aber nicht die anderen Länder.

Bearbeitet von FKB
Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Stunden schrieb BWE320:

Die VAE sind die viertgrößte Ölexportnation des Planeten mit einem Weltmarktanteil von 8,6%.

https://www.seair.co.in/blog/crude-oil-exports-by-country.aspx

Ist richtig, habe ich falsch geschrieben. Ich wollte mich mit meiner Aussage eigentlich auf Dubai beziehen. Die VAE haben noch Öl - aber zu 95% in Abu Dhabi. Dubai ist irrelevant in Bezug auf Öl, daher transformieren die ja ihr Emirat auf diese irre Weise.

Bearbeitet von Followthesun
Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb Alibaba1408:

... Interessant ist sicherlich, dass Herr Wüst als einziger anderer MP dieses ostdeutsche Begehren zu unterstützen scheint. Vielleicht hat der ja einen Hintergedanken…

 

Wenn Emirates mal laut überlegen würde, von HAM (oder DUS, aber da ist Etihad noch mehr mit im Boot) zum BER zu wechseln, dann bin ich mir sicher, dann wäre sofort eine Unterstützung weiterer Bundesländer zusätzlich zu den ostdeutschen Ländern für eine Erweiterung des Verkehrsabkommens vorhanden. 

Bearbeitet von Dorftrottel
Geschrieben
6 minutes ago, Dorftrottel said:

Wenn Emirates mal laut überlegen würde, von HAM (oder DUS, aber da ist Etihad noch mehr mit im Boot) zum BER zu wechseln, dann bin ich mir sicher, dann wäre sofort eine Unterstützung weiterer Bundesländer zusätzlich zu den ostdeutschen Ländern für eine Erweiterung des Verkehrsabkommens vorhanden. 

Ja, dann gäbe es ja auch etwas zu gewinnen für die Landespolitiker.
 

Derzeit würde man sich als Landespolitiker in Bayern und Hessen durch eine Zustimmung eher angreifbar machen („Er hat den Standort geschwächt und Arbeitsplätze aufs Spiel gesetzt”, „Er hat sich den Schurken aus den Emiraten angenähert”). Da ist das Beibehalten des Status Quo attraktiver. 
 

Für Herrn Wüst scheint es erst einmal nichts zu verlieren zu geben. Die LHG ist zwar sehr stark in NRW vertreten, die Kernmarke Lufthansa hat den Standort, wenn man es so möchte, aber genauso wie Berlin verlassen (Hub in DUS aufgegeben, auch ansonsten keine Langstrecke mehr). Von einer BER Anbindung durch Emirates würde man in DUS vermutlich nichts merken, immerhin schafft man es trotz der geringen Distanz zum FRA in DUS Double-Daily mit 1x A380. Etihad und Qatar fliegen inzwischen auch fleißig. 
Des Weiteren ist die Distanz so groß, dass das für DUS Reisende keine sinnvolle Alternative sein wird. In HAM darf man sich da schon mehr Sorgen machen. 
 

Durch diese praktisch risikolose Zustimmung kann man sich aber wertvolle „Freunde” machen. Ich denke z.B. an die NRW-Olympiabewerbung. München ist ja wohl der klare Favorit. Wenn NRW und Berlin plus die Ostländer jeweils ihre eigene Sache machen, dann wird alleine aufgrund der politischen Machtverhältnisse kein Vorbeikommen an München sein. Durch solche kleinen „Wohltaten” kann man sich wertvolles Kapital sichern, was sich vielleicht eines Tages rentiert („Damals habe ich Emirates zum BER geholt. Nun ist es Zeit, dass ihr euch revanchiert ;) “). 

Geschrieben (bearbeitet)
vor einer Stunde schrieb Dorftrottel:

Wenn Emirates mal laut überlegen würde, von HAM (oder DUS, aber da ist Etihad noch mehr mit im Boot) zum BER zu wechseln, dann bin ich mir sicher, dann wäre sofort eine Unterstützung weiterer Bundesländer zusätzlich zu den ostdeutschen Ländern für eine Erweiterung des Verkehrsabkommens vorhanden. 

Warum können sie denn nicht FRA oder MUC aufgeben?
 

vor 38 Minuten schrieb Alibaba1408:

In HAM darf man sich da schon mehr Sorgen machen.

Warum sollte eine EK HAM (DUS) den aufgeben? Mit einem Umzug nach Berlin gewinnt EK unter dem Strich nichts. Es ist nur eine Verschiebung - wenn nicht sogar erst einmal ein Einbruch, weil man einen funktionierenden  Standort gegenüber ein aufzubauenden neuen Standort tauscht.

 

vor 38 Minuten schrieb Alibaba1408:

Durch diese praktisch risikolose Zustimmung kann man sich aber wertvolle „Freunde” machen. Ich denke z.B. an die NRW-Olympiabewerbung. München ist ja wohl der klare Favorit. Wenn NRW und Berlin plus die Ostländer jeweils ihre eigene Sache machen, dann wird alleine aufgrund der politischen Machtverhältnisse kein Vorbeikommen an München sein. Durch solche kleinen „Wohltaten” kann man sich wertvolles Kapital sichern, was sich vielleicht eines Tages rentiert („Damals habe ich Emirates zum BER geholt. Nun ist es Zeit, dass ihr euch revanchiert ;) “). 

Du meinst also, "beide" knüppeln EK von HAM nach BER und man einigt sich das Berlin auf Olympia zu gunsten von NRW unterstützt? Das glaubst du doch selber nicht, das Berlin für eine EK freiwillig auf seine Olympia Bewerbung verzichtet?


Ist schon interesant - wie schon vorher erwähnt wurde. Da wird ein Artikel aufgewärmt und die BER Fans riechen wieder Blut. Erinnert mich irgendwie an einen Berliner Bürgermeister der immer nur rum geheult hat, wie ungrecht die Welt doch zu Berlin ist.

 

...NCC1701 ;)

 

Bearbeitet von NCC1701
Geschrieben
13 minutes ago, NCC1701 said:

Warum können sie denn nicht FRA oder MUC aufgeben?
 

Warum sollte eine EK HAM (DUS) den aufgeben? Mit einem Umzug nach Berlin gewinnt EK unter dem Strich nichts. Es ist nur eine Verschiebung - wenn nicht sogar erst einmal ein Einbruch, weil man einen funktionierenden  Standort gegenüber ein aufzubauenden neuen Standort tauscht.

 

Du meinst also, "beide" knüppeln EK von HAM nach BER und man einigt sich das Berlin auf Olympia zu gunsten von NRW unterstützt? Das glaubst du doch selber nicht, das Berlin für eine EK freiwillig auf seine Olympia Bewerbung verzichtet?


Ist schon interesant - wie schon vorher erwähnt wurde. Da wird ein Artikel aufgewärmt und die BER Fans riechen wieder Blut. Erinnert mich irgendwie an einen Berliner Bürgermeister der immer nur rum geheult hat, wie ungrecht die Welt doch zu Berlin ist.

 

...NCC1701 ;)

 

Das war nur exemplarisch, ich meinte damit nur, dass der Herr Wüst das sicherlich nicht aus Großherzigkeit macht sondern sich sicherlich für irgendetwas Freunde machen möchte ;) Eine Hand wäscht die andere…

 


 

17 minutes ago, NCC1701 said:

Warum sollte eine EK HAM (DUS) den aufgeben? Mit einem Umzug nach Berlin gewinnt EK unter dem Strich nichts. Es ist nur eine Verschiebung - wenn nicht sogar erst einmal ein Einbruch, weil man einen funktionierenden  Standort gegenüber ein aufzubauenden neuen Standort tauscht.

 

 

 

Und ich denke, das ist der Punkt. Es gibt keinen Grund dafür, alle Strecken laufen super für Emirates. Berlin würde vermutlich auch super laufen. Für Emirates ist es aber eben nur eins von hunderten von Zielen weltweit. Schlussendlich geht es nur ums Geld verdienen und um internationale soft power. 
 

Wenn BER so viel attraktiver wäre, dann würde man eben schon längst dahinfliegen. 
Ist es aber nicht, es ist ein nice-to-have, aber nichts wofür man sich gerade ein Bein ausreißen möchte. Deshalb begibt man sich regelmäßig auf Charme-Offensive, appelliert an die deutsche Politik und betreibt PR in seinem Sinne.
 

Für Emirates macht das nur Sinn, wenn BER das fünfte Ziel wäre. Deshalb hat man auch noch keine Tatsachen geschaffen. 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Alibaba1408:

dass Herr Wüst als einziger anderer MP dieses ostdeutsche Begehren zu unterstützen scheint. Vielleicht hat der ja einen Hintergedanken…

Klar, er will der nächste Bundeskanzler werden. 

 

vor 7 Minuten schrieb Alibaba1408:

Ich denke z.B. an die NRW-Olympiabewerbung.

Das wird nicht von der Politik, sondern vom organisierten Spitzensport entschieden. Der Berliner Senat möchte Olympia nach Berlin holen - was aber möglicherweise an einem negativen Volksbegehren scheitern wird.

Geschrieben

Laut der Berliner Zeitung hat das Land Berlin gemeinsam mit den CDU-Ministerpräsidenten aus Sachsen, Michel Kretschmer, Sachsen-Anhalt, Reiner Hasselhoff, und Thüringen, Mario Voigt, sowie NRW-Chef Hendrik Wüst in einem Brief an Kanzler Friedrich Merz für mehr VAE-Landerechte geworben. 

Und zudem haben die Länder Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bremen dies in einem eigenen Schreiben an den Bund wiederholt.

 

Das sind neun Bundesländer insgesamt.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb jetstream:

Meine Güte, wir wissen es mittlerweile wirklich ALLE. 🤨🙄

 

Jede Landebahn hat nun mal ihre Lokalpatrioten.

 

Die Praktikaten PR Abteilung wollte bei der 32957sten Debatte um dieses Thema doch eine Onlinepetition starten :)

Geschrieben
27 minutes ago, barti103 said:

Danke für die Links. Der Kommentar scheint ganz ins Geschäftsmodell der Berliner Zeitung zu passen. Deren Verleger möchte zeitnah eine Tageszeitung für ganze Ostdeutschland herausbringen. Mir erscheint es so, als sei die Konstruktion einer gewissen Berliner bzw. ostdeutschen Opferrolle als identitätsstiftendes Vehikel eine gute Vorbereitung darauf. Diese Opferrolle kann man dann mit entsprechender Berichterstattung bedienen und schon hat man einen Kundenstamm.

 

Abgesehen von der Polemik, ist natürlich alles wahnsinnig überspitzt. Man suhlt sich praktisch im Selbstmitleid. Schuld sind natürlich die bösen Länderinteressen aus Bayern und Hessen (die aber doch genauso legitim wie Berliner Interessen wären oder sein sollten), die Bundesregierung und die LHG an der angeblich misslichen Lage des BER. Viele Argumente für den Standort liefert der Kommentar auch nicht. Fest steht:

 

- die Region Berlin ist wirtschaftlich schwächer als die Regionen Frankfurt und München, da ändert auch Deutschlands wertvollstes Banking Start Up nichts dran (Bewertungen von Start Ups sind ohnehin nicht gleichzusetzen mit ihrer Wertschöpfung. Trade Republic hat sicherlich einige gut bezahlte Arbeitsplätze geschaffen, schlussendlich brauchen die aber ein paar Entwickler und Verwaltungsmitarbeiter, das ersetzt keine Autofabrik, die vom ungelernten Arbeiter bis zum promovierten Ingenieur einer Reihe von Personengruppen Zugang zu gut bezahlten Stellen gibt). Es scheint so als würde man derzeit etwas aufholen, aber unter Betrachtung sämtlicher Indikatoren (BIP, durchschnittliches Einkommen, durchschnittliche Büromieten etc.) spielt man erst einmal auf einem anderen Level. Beim verfügbaren Einkommen pro Einwohner misst man sich halt eher mit Bremen und Essen als München oder Düsseldorf. Im Rest von Ostdeutschland schaut es noch mauer aus. 

 

- das Einzugsgebiet des BER ist nicht gerade eine aus allen Nähten platzende Metropole. Berlin an sich ist sehr dicht besiedelt, Brandenburg aber eben bis auf die Berliner Peripherie nicht. 

 

- Berlin ist in Deutschland schlecht gelegen. Frankfurt hat Zugang zur Rheinschiene und ist aus West und Süd sehr schnell zu erreichen. Eigentlich der ideale Hubstandort. München hatte halt Glück, dass der Flughafen mit den meisten Menschen in seinem Einzugsgebiet in Deutschland - der Flughafen Düsseldorf - aufgrund politischer Entscheidungen sich nie wirklich zu einem zweiten Hub entwickeln konnte und dass man die Positionierung des Flughafens politisch begleitet hat. Berlin liegt nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes in der Pampa, sondern eben auch weit weg von den anderen Bevölkerungszentren. 

 

- die wichtige Rolle, die Berlin nach wie vor in Deutschland spielen darf, am Ende einer Reihe historischer Verkettungen steht. Berlin ist nicht eine organisch gewachsene Hauptstadt wie es z.B. London in England oder Paris in Frankreich sind, sondern profitierte vom Geschick seiner preußischen Herrscher. Die Rolle dieser Stadt ist nicht gottgegeben sondern politisch entschieden. In einer Zeit als Deutschland noch bis zur Memel reichte war es zentral gelegen. Heutzutage endet Deutschland aber eben knapp 100 Km östlich der Berliner Stadtgrenze. Hätte die BRD nach dem zweiten Weltkrieg Frankfurt anstelle von Bonn als Hauptstadt designiert, wäre die Diskussion nach der Wende vermutlich ganz anders verlaufen (Eine Diskussion, die im Übrigen ja ohnehin einen sehr knappen Ausgang hatte). 

 

Diese „Wir sind so wichtig, weil Hauptstadt“ Haltung ist m.E. wenig zielführend. Washington DC, Canberra oder Brasilia sind auch Hauptstädte, trotzdem hat man keine Interkontinental-Hubs als Flughäfen. Man muss halt irgendwie realistisch bleiben. Interkontinentale Streckennetze entstehen nicht von heute auf morgen, insbesondere wenn man es nicht schafft, der Airline, die einen Hub vor Ort schaffen möchte, pünktlich einen Flughafen auf die grüne Wiese zu setzen… 

 

Sicherlich ist man ein attraktiver Markt für P2P und diese Verbindungen kommen doch gerade. Siehe Air Canada, siehe Hainan. Inzwischen hat man doch ein ganz attraktives P2P Ensemble, von denen andere deutsche Städte wie Düsseldorf oder Hamburg nur träumen können. Ebenso hat man eine exzellente Anbindung an Europas Hubs, sowohl durch die LHG als auch durch AF-KLM und IAG. Man hat Turkish und Qatar für Fernostreisen. Man darf sich doch nicht schlechter reden als man ist, gleichzeitig muss man aber auch mit diesem preußisch anmutendem Anspruchsdenken aufhören und realistisch bleiben. 

 

In gewisser Weise sind die Emirates Flüge die ideale Möglichkeit Opferrolle und Wichtigkeitsanspruch zu verbinden. Die Airline darf nicht kommen, weil sich der „old boys club“ im Westen gegen einen verbündet hat und der aufstrebenden Stadt partout nicht den verdienten Platz an der Sonne gewähren möchte. Die Reise in das derzeit zum kleinbürgerlichen Traumziel aufsteigende Dubai wird einem über Maßen erschwert, der Wirtschaft werden schwere Fesseln angelegt…

 

Entschuldigt den Zynismus in diesem Beitrag. Man kann die Emirates-BER Frage hier ausführlich diskutieren, wie es schon oft gemacht wurde. Man kann das richtig oder falsch finden, dass Emirates den BER auch ansteuern darf. Aber solche Medienbeiträge sind selbst für Meinungsbeiträge in besseren Boulevardmedien von beschaulicher Qualität…

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Dorftrottel:

Laut der Berliner Zeitung hat das Land Berlin gemeinsam mit den CDU-Ministerpräsidenten aus Sachsen, Michel Kretschmer, Sachsen-Anhalt, Reiner Hasselhoff, und Thüringen, Mario Voigt, sowie NRW-Chef Hendrik Wüst in einem Brief an Kanzler Friedrich Merz für mehr VAE-Landerechte geworben. 

Und zudem haben die Länder Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bremen dies in einem eigenen Schreiben an den Bund wiederholt.

 

Das sind neun Bundesländer insgesamt.

 

Wenn man ganz ehrlich ist, sind das im Osten politisch bereits tote Gestalten die noch ein bisschen Scahdensbegrenzung betreiben wollen. Sachen-Anhalt, Meck-Vorpom und Berlin haben nä. Jahr Landtagswahlen und kaum einer der aktuellen Ministerpräsidenten wird seinen Amt halten können. Und Sachsen und Thüringen sind sie auch schwach und könnten jederzeit kippen.

Geschrieben
vor 47 Minuten schrieb oldblueeyes:

kaum einer der aktuellen Ministerpräsidenten wird seinen Amt halten können.

Genau so ist es. Reiner Haseloff wird nicht wieder antreten und bereitet sich sogar schon auf den Ruhestand vor.

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb BWE320:

Genau so ist es. Reiner Haseloff wird nicht wieder antreten und bereitet sich sogar schon auf den Ruhestand vor.

 

Damit hat er es am leichtesten, weil er aufhört.

All die anderen im Osten sind in den Wahlumfragen eher als Challenger unterwegs und versuchen mit populären Themen die nichts kosten Punkte zu sammeln. Wir alle würden in deren Situation das gleiche tun, schliesslich geht es auch um die eigene Karriere. Wahlverlierer werden im Regelfall in Berlin nur dann mit einen Job belohnt, wenn sie noch frisch sind oder als Dauerverlierer die Stellung hielten. Sonst gibt es im besten Fall eine Parteistifung, eine Behörde oder Brüssel.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 21 Stunden schrieb Alibaba1408:

Danke für die Links. Der Kommentar scheint ganz ins Geschäftsmodell der Berliner Zeitung zu passen. Deren Verleger möchte zeitnah eine Tageszeitung für ganze Ostdeutschland herausbringen. Mir erscheint es so, als sei die Konstruktion einer gewissen Berliner bzw. ostdeutschen Opferrolle als identitätsstiftendes Vehikel eine gute Vorbereitung darauf. Diese Opferrolle kann man dann mit entsprechender Berichterstattung bedienen und schon hat man einen Kundenstamm.

 

Abgesehen von der Polemik, ist natürlich alles wahnsinnig überspitzt. Man suhlt sich praktisch im Selbstmitleid. Schuld sind natürlich die bösen Länderinteressen aus Bayern und Hessen (die aber doch genauso legitim wie Berliner Interessen wären oder sein sollten), die Bundesregierung und die LHG an der angeblich misslichen Lage des BER. Viele Argumente für den Standort liefert der Kommentar auch nicht. Fest steht:

 

- die Region Berlin ist wirtschaftlich schwächer als die Regionen Frankfurt und München, da ändert auch Deutschlands wertvollstes Banking Start Up nichts dran (Bewertungen von Start Ups sind ohnehin nicht gleichzusetzen mit ihrer Wertschöpfung. Trade Republic hat sicherlich einige gut bezahlte Arbeitsplätze geschaffen, schlussendlich brauchen die aber ein paar Entwickler und Verwaltungsmitarbeiter, das ersetzt keine Autofabrik, die vom ungelernten Arbeiter bis zum promovierten Ingenieur einer Reihe von Personengruppen Zugang zu gut bezahlten Stellen gibt). Es scheint so als würde man derzeit etwas aufholen, aber unter Betrachtung sämtlicher Indikatoren (BIP, durchschnittliches Einkommen, durchschnittliche Büromieten etc.) spielt man erst einmal auf einem anderen Level. Beim verfügbaren Einkommen pro Einwohner misst man sich halt eher mit Bremen und Essen als München oder Düsseldorf. Im Rest von Ostdeutschland schaut es noch mauer aus. 

 

- das Einzugsgebiet des BER ist nicht gerade eine aus allen Nähten platzende Metropole. Berlin an sich ist sehr dicht besiedelt, Brandenburg aber eben bis auf die Berliner Peripherie nicht. 

 

- Berlin ist in Deutschland schlecht gelegen. Frankfurt hat Zugang zur Rheinschiene und ist aus West und Süd sehr schnell zu erreichen. Eigentlich der ideale Hubstandort. München hatte halt Glück, dass der Flughafen mit den meisten Menschen in seinem Einzugsgebiet in Deutschland - der Flughafen Düsseldorf - aufgrund politischer Entscheidungen sich nie wirklich zu einem zweiten Hub entwickeln konnte und dass man die Positionierung des Flughafens politisch begleitet hat. Berlin liegt nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes in der Pampa, sondern eben auch weit weg von den anderen Bevölkerungszentren. 

 

- die wichtige Rolle, die Berlin nach wie vor in Deutschland spielen darf, am Ende einer Reihe historischer Verkettungen steht. Berlin ist nicht eine organisch gewachsene Hauptstadt wie es z.B. London in England oder Paris in Frankreich sind, sondern profitierte vom Geschick seiner preußischen Herrscher. Die Rolle dieser Stadt ist nicht gottgegeben sondern politisch entschieden. In einer Zeit als Deutschland noch bis zur Memel reichte war es zentral gelegen. Heutzutage endet Deutschland aber eben knapp 100 Km östlich der Berliner Stadtgrenze. Hätte die BRD nach dem zweiten Weltkrieg Frankfurt anstelle von Bonn als Hauptstadt designiert, wäre die Diskussion nach der Wende vermutlich ganz anders verlaufen (Eine Diskussion, die im Übrigen ja ohnehin einen sehr knappen Ausgang hatte). 

 

Diese „Wir sind so wichtig, weil Hauptstadt“ Haltung ist m.E. wenig zielführend. Washington DC, Canberra oder Brasilia sind auch Hauptstädte, trotzdem hat man keine Interkontinental-Hubs als Flughäfen. Man muss halt irgendwie realistisch bleiben. Interkontinentale Streckennetze entstehen nicht von heute auf morgen, insbesondere wenn man es nicht schafft, der Airline, die einen Hub vor Ort schaffen möchte, pünktlich einen Flughafen auf die grüne Wiese zu setzen… 

 

Sicherlich ist man ein attraktiver Markt für P2P und diese Verbindungen kommen doch gerade. Siehe Air Canada, siehe Hainan. Inzwischen hat man doch ein ganz attraktives P2P Ensemble, von denen andere deutsche Städte wie Düsseldorf oder Hamburg nur träumen können. Ebenso hat man eine exzellente Anbindung an Europas Hubs, sowohl durch die LHG als auch durch AF-KLM und IAG. Man hat Turkish und Qatar für Fernostreisen. Man darf sich doch nicht schlechter reden als man ist, gleichzeitig muss man aber auch mit diesem preußisch anmutendem Anspruchsdenken aufhören und realistisch bleiben. 

 

In gewisser Weise sind die Emirates Flüge die ideale Möglichkeit Opferrolle und Wichtigkeitsanspruch zu verbinden. Die Airline darf nicht kommen, weil sich der „old boys club“ im Westen gegen einen verbündet hat und der aufstrebenden Stadt partout nicht den verdienten Platz an der Sonne gewähren möchte. Die Reise in das derzeit zum kleinbürgerlichen Traumziel aufsteigende Dubai wird einem über Maßen erschwert, der Wirtschaft werden schwere Fesseln angelegt…

 

 

Also wenn ich was dagegen sagen darf ? Opferrolle wer jammert denn?!! Hast du eigentlich den Bericht gelesen ??! Es waren die Ministerpräsidenten aus Hessen und Bayern dich in erster Linie beschwert haben! Gerade die Bild schreibt das die beiden Angst haben die beiden heiligen Drehkreuze von der Lufthansa könnten geschwächt werden! Außerdem wir reden hir nicht von einem neuen Hub völliger Blödsinn von dir wir reden hir über eine weitere Verbindung und das macht lange noch kein neues Drehkreuz ! Also bleibt dabei was in der Zeitung steht! Keiner hat gesagt das Emirates ein Drehkreuz in Berlin aufbauen will totaler schwachsinn!

Bearbeitet von Patrick W
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