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airliners.de

Jeju Air Boeing 737-800 verunglückt


Empfohlene Beiträge

Geschrieben
Am 20.1.2025 um 08:03 schrieb FKB:

Vielleicht in diesem Zusammenhang auch erwähnenswert: Die B737 hat keine RAM Turbine.


Dafür hat die ja meines Wissens ab der NG einen zweiten Batterie gestützten DC Kreis bekommen. 
 

Ich bin mal gespannt, ob man aus den Trümmern von Cockpit noch ein paar Erkenntnisse gewinnen kann, aus Schalterstellungen wie z.B. dem Engine Start Switches oder den Fuel Cut Off Levers.

Sonst wird das denke ich leider eine ziemlich hoffnungslose Ermittlung. 

Geschrieben

Ich wäre da nicht so pessimistisch. Im Falle eines unabsichtlichen Shutdowns des falschen Engines ist ja trotzdem alles bis zu diesem Shutdown auf dem CVR. Und wenn die Crew die ganze Zeit darüber redet, dass Engine #2 beschädigt ist, man Engine #2 abstellen will, und dann auf einmal alles dunkel ist, kannste ja 1 und 1 zusammenzählen.

  • 5 Monate später...
Geschrieben

Das wäre natürlich der „Klassiker“, der nie passieren sollte!

Dass die Angehörigen sich gegen eine solche Veröffentlichung stellen, hat natürlich auch mit dem Gesichtsverlust zu tun,

was in asiatischen Gesellschaften eine große Rolle spielt.

Aber erstmal muss man den endgültigen Untersuchungsbericht abwarten, wie immer bei Unfällen mit nicht eindeutigem Vorgang

Geschrieben

Die Schalter um die Kraftstoffzufuhr abzustellen wurden bei der B737NG geändert.

 

Vor der Änderung waren es unbeleuchtete Hebel. Nach der Änderung ähnliche oder die gleichen Schalter wie bei der B787 - wir kennen alle die Bilder. Im Falle eines Triebwerksausfall leuchtet derjenige Schalter auf, dessen Triebwerk ein Problem hat. Eine starke Hilfestellung für den Piloten. Die alten Hebel hatten diese Funktion nicht.

 

Die Änderung wurde bei ~LN 5600 eingeführt. Jeju war LN3012 und sollte daher die alten Hebel gehabt haben.

Eine Käsescheibe bei diesem Unglück.

 

Wenn der Bericht diesen Umstand nicht ausreichend würdigt kann man den Unmut vielleicht verstehen. Das hat dann nichts mit Asien zu tun.

Geschrieben

Anscheinend waren ja beide Triebwerke beschädigt, eins wohl mehr als das andere. Da hätten vielleicht beide geleuchtet?

 

Bei mir kommt bei solchen Aktionen oft der Verdacht auf, dass es den Angehörigen auch darum geht Schadenersatz zu fordern. Da gibt es bei Boeing sicherlich mehr zu holen als bei einem verstorbenen Piloten aus Korea. Ist aber auch nur ein Verdacht aus dem Bauchgefühl, welches ich in solchen Situationen in den letzten Jahren immer öfter habe

  • 2 Wochen später...
Geschrieben (bearbeitet)

Klärt aber immer noch nicht die Frage, warum man ohne ausgefahrenes Fahrwerk gelandet ist und warum die Aufzeichnung des Flight- und Voicerecorders in 150 Metern Höhe endete

Bearbeitet von Koelli
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Koelli:

Klärt aber immer noch nicht die Frage, warum man ohne ausgefahrenes Fahrwerk gelandet ist und warum die Aufzeichnung des Flight- und Voicerecorders in 150 Metern Höhe endete

 

Angesichts dieser Aussage (Quelle: AVH)

 

Zitat

An official told South Korean Media in the wake of this scheduled press conference on Saturday Jul 19th 2025, that the crew should have shut down the right hand engine, but turned off the left hand engine.

 

lässt sich vermuten, dass im Cockpit massivster Workload war und da dann nicht mehr dran gedacht wurde / werden konnte.

 

Die Untersuchung lässt insgesamt sehr viele Fragen offen.

Geschrieben
vor 36 Minuten schrieb Faktencheck:

lässt sich vermuten, dass im Cockpit massivster Workload war und da dann nicht mehr dran gedacht wurde / werden konnte.

Sollte ein Flieger nicht automatisch darauf hinweisen, wenn im Landeanflug das Fahrwerk vergessen wurde? 

Geschrieben (bearbeitet)

Ich denke eher das Fahrwerk ließ sich nicht ausfahren und man hatte keine Zeit mehr die manualle Fahrwerksauslösung durchzuführen. 

 

„Das falsche Triebwerk abgestellt“ ist im Falle von zwei beschädigten Triebwerken auch relativ. Im Nachhinein kann man natürlich einfach herausfinden, welches das bessere war, das muss sich im Cockpit aber nicht so dargestellt haben. 

Bearbeitet von JeZe
  • 5 Monate später...
Geschrieben

Ein bislang unveröffentlichter südkoreanischer Regierungsbericht bestätigt nunmehr, dass der fatale Ausgang des Unglücks ohne die nicht den ICAO Standards entsprechende Betonkonstruktion zum Aufständern von Navigationseinrichtungen am Ende der Landebahn hätte vermieden werden können. Laut einer offiziellen Simulation wäre die Überlebenswahrscheinlichkeit von Passagieren und Crew hoch gewesen, wenn das Flugzeug nach dem Überrollen der Landebahn nicht mit dieser Konstruktion kollidiert wäre.

  • 1 Monat später...
Geschrieben
Am 10.1.2026 um 21:29 schrieb jetstream:

Ein bislang unveröffentlichter südkoreanischer Regierungsbericht bestätigt nunmehr, dass der fatale Ausgang des Unglücks ohne die nicht den ICAO Standards entsprechende Betonkonstruktion zum Aufständern von Navigationseinrichtungen am Ende der Landebahn hätte vermieden werden können. Laut einer offiziellen Simulation wäre die Überlebenswahrscheinlichkeit von Passagieren und Crew hoch gewesen, wenn das Flugzeug nach dem Überrollen der Landebahn nicht mit dieser Konstruktion kollidiert wäre.

13 Monate Untersuchung für diese Erkenntnis...wow.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 55 Minuten schrieb blackbox:

13 Monate Untersuchung für diese Erkenntnis...wow.

Ggf war einem folgendes wichtig:

 

Zitat

Jedem, dem es um eine fachliche Aufarbeitung des Unfalls geht, sollte sämtliche Aspekte eines Hergangs berücksichtigen und im Ausschlussverfahren sich dann dem Kern der Ursachenfindung so weit wie möglich annähern. 

 

Oder

Zitat

Daher sollte man auch weniger wahrscheinliche Szenarien nicht aus den Augen verlieren. 

 

 

Also ich meine wenn man einerseits behauptet, dass Unfallermittler nicht wissen, wie sie ihren Job machen, sollte man sich anderseits nicht beschweren, wenn es dauert, dass sie genau das machen was man fordert, oder ?

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben
Am 14.2.2026 um 18:40 schrieb d@ni!3l:

Also ich meine wenn man einerseits behauptet, dass Unfallermittler nicht wissen, wie sie ihren Job machen, sollte man sich anderseits nicht beschweren, wenn es dauert, dass sie genau das machen was man fordert, oder ?

Erst beleidigst du mich als "Querdenker", dann kommst du mit an den Haaren herbeigezogenen Unterstellungen, gegen die ich mich verwahren muss. Soll das jetzt die Art der Auseinandersetzung hier werden? Sehr schade, dass du mit abwegigen, völlig absurden Vergleichen hier ins Persönliche abdriftest, statt einfach fachlich bei dem zu bleiben, um das es geht. Geht es dir ums Thema oder um hier andere mit haltlosen Unterstellungen mundtot zu machen? Wenn du fachlich etwas zur Diskussion beizutragen hast, sehr gerne. 

Jeder, ausnahmslos jeder, der den Unfallhergang von Jeju 2216 in Muan verfolgt hat, konnte sehen, dass die massiven Antennenaufbauten in der unmittelbaren Overrun Area entscheidend für die mangelnde Überlebensfähigkeit aller Insassen waren. Die Tatsache, dass diese Erkenntnis erst jetzt herauskam, hat sicherlich auch mit juristischen Versicherungsprozessen hinsichtlich der Einklagbarkeit von Entschädigungen zu tun. Meine Aussage mindert in keinster Weise die Wertschätzung der Arbeit der Flugunfallexperten vor Ort. Es geht vielmehr um die Frage der Genehmigungsprozesse einer solchen Anlage, die den eigenen Landesluffahrtgesetzen zuwiderlief. Ich hoffe, der Punkt ist damit jetzt klargestellt.
 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 57 Minuten schrieb blackbox:

Geht es dir ums Thema oder um hier andere mit haltlosen Unterstellungen mundtot zu machen? 

Ich habe dich nur zitiert und darauf hingewiesen, dass du gerne die gleichen Maßstäbe in zwei unterschiedlichen Diskussionen anwenden darfst. Wenn man einerseits fordert, dass man alle auch noch so unwahrscheinlichen Faktoren einbeziehen muss (was korrekt ist), darf man sich andererseits aber mMn auch nicht beschweren, wenn etwas lange dauert, weil man genau das getan hat. Ja, es war hier offensichtlich  - aber ggf gab es ja noch was ? Hast du selbst geschrieben, deshalb habe ich es zitiert.

 

Alleine die Tatsache, dass es Zitate sind macht das Wort "haltlos" haltlos... ;) 

 

vor 57 Minuten schrieb blackbox:

Erst beleidigst du mich als "Querdenker",

Wie nennt man denn Leute die alles, was öffentlich wird hinterfragen und behaupten, dass die andere Seite (Experten) ihren Job nicht richtig macht wie bei AI oder 4U9525?

 

Ich habe dich nebenbei nicht so genannt, ich habe nur gefragt, ab wann man so agiert weil es in die Richtung ging ;) 

 

vor 57 Minuten schrieb blackbox:

Soll das jetzt die Art der Auseinandersetzung hier werden?

Nein. Bitte nicht.  Nur halt nicht wundern, dass es Gegenspruch gibt wenn man zu allem was passiert eine Gegenmeinung annimmt  ;) 

 

Ist nichts persönliches ;) 

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben
Am 16.2.2026 um 00:07 schrieb d@ni!3l:

Alleine die Tatsache, dass es Zitate sind macht das Wort "haltlos" haltlos... ;) 

 

Wie nennt man denn Leute die alles, was öffentlich wird hinterfragen und behaupten, dass die andere Seite (Experten) ihren Job nicht richtig macht wie bei AI oder 4U9525?

 

Auch wenn du jetzt zum x-Mal auf deinem Punkt herumgeritten bist, bin ich leider total anderer Meinung, sorry. Ich denke, du hast in meinen Halbzeiler da deutlich zu viel interpretiert. In der Sache ist es weder Kritik an der Arbeitsweise noch "Querdenken", wenn man nach 12 Monaten eine dürre Pressemeldung mit sachlich zutreffenden und auf der Hand liegenden Kommentierungen in einem Luftfahrtforum konnotiert. 

Wer sich immer nur über die Form echauffiert, hat meistens in der Sache wenig beizutragen. Daher auch kein einziges Wort von dir zum 2. Teil meiner Antwort. Ich würde mich freuen von dir mal etwas zum Thema zu lesen, statt mit haltlosen Thesen andere zu gängeln. Ich gehe davon aus, dass die Mehrheit in diesem Forum immer noch an einem fachlichen Austausch interessiert ist. 

 

Am 16.2.2026 um 00:07 schrieb d@ni!3l:

 

Ich habe dich nebenbei nicht so genannt, ich habe nur gefragt, ab wann man so agiert weil es in die Richtung ging ;) 

Ahh, das sollte ich jetzt wohl nicht auf mich beziehen... Wer könnte dann wohl damit gemeint sein?? Hmm...während du bei mir jedes Wort auf die Goldwaage legst. Hmm...man könnte fast meinen du hast da einen doppelten Standard;)

 

Am 16.2.2026 um 00:07 schrieb d@ni!3l:

Ist nichts persönliches ;) 

Sehr versöhnlich. Ditto! Danke, dann ist ja alles dazu gesagt.

Geschrieben (bearbeitet)

Puh ehrlich gesagt möchte ich gar kein langes persönliches hin und her, deshalb habe ich länger überlegt ob und wie ich antworte.

 

Ich glaube ganz kurz: Wir haben fachlich gar keinen Dissens. Also ich gebe dir selbstverständlich recht, dass bei AI alle Eventualitäten bei der Ermittlung berücksichtigt werden sollen - und ebenso, dass bei Jeju Air die Betonwand ein Problem war was jeder sehen konnte. Dazu braucht man gar nichts sagen, dazu gibt es keine zwei Meinungen. 

 

Mir ging es nur  - ggf. zu provokant formuliert, sorry dafür - darum, dass ich diese Attitüde à la "die Ermittler machen ihren Job nicht richtig, da werden zu schnell Schlüsse gezogen"  quasi à la  "nur ich weiß, dass man alles beachten muss" einfach nicht mag. Und halt auch nicht zutreffend empfinde, ich mag ggf. nicht genau hingeguckt haben, aber ich habe noch keine Festlegung der Ermittler vernommen. Es gibt nur Medien-Spekulationen (die aber keine Ermittler sind und demnach spekulieren dürfen) und angebliche Leaks, dessen Quellen mMn teilweise fragwürdig sind.

 

Du hast im AI Thread wiederholt so getan als wäre da keiner dran interessiert den Unfall richtig aufzuarbeiten und ich verstehe nicht, wie man sowas behaupten kann während die Ermittlung noch läuft. 

 

Aber wenn man (korrekterweise) fordert, dass eine Untersuchung detailliert stattfinden soll und man auch "outside the box" Denken soll sagt man damit indirekt auch, dass eine Untersuchung dauern darf. Wenn dann aber eine (andere) Untersuchung lange dauert, dann sind auf einmal alle doof, dass sie so lange gebraucht haben. Siehst du den Widerspruch?

 

Tut mir leid, wenn du dich dabei "vorgeführt" gefühlt hast, ich finde es nur inkonsequent gefordert einerseits und unnötig anschuldigend andererseits, wodrauf ich kurz hinweisen wollte.

 

Aber ist es natürlich jedem selbst überlassen, wie er oder sie sich äußert ... 

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben
vor 32 Minuten schrieb Hubi206:

Es ist mittlerweile langweilig und bringt keine neuen Erkenntnisse im Forum

Nach der Logik müsste man alle vier, fünf, sechs (ich habe aufgehört zu zählen) Threads zum Thema Flugrechte Emirates auch beenden.

Geschrieben

Also ich wäre ja dafür, dass man bei solchen Kontroversen und Zukunft einfach einen Käfigkampf veranstaltet. Der Gewinner bekommt dann das exklusive Recht, seine Meinung drei Posts lang in einem Threads zu vertreten, wenn andere eine Gegenmeinung posten. Der Verlierer darf seine Meinung erst wieder kund tun, wenn es neue Erkenntnisse gibt.

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