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airliners.de

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Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Wing:

Vielleicht sind die Dreamliner von Air India ja eine Baureihe die relativ gleichzeitig beim Hersteller vom Band liefen und daher Qualitätsmängel haben. Nach meinen Recherchen wurden beide Flugzeuge 2014 an Air India ausgeliefert. Oder es wird bei Air India wirklich grob bei der Wartung gepfuscht.

Die VT-ANO auf dem BHX Flug ist LN 91 und damit ziemlich weit entfernt von der VT-ANB (Unglücksflieger) und der VT-ANC (VIE Flug). Die anderen frühen B787 z.B. in Japan oder bei Ethopian ziehen ziemlich geräuschlos ihre Runden - zumindest ist in der Öffentlichkeit derzeit nichts über größere Probleme bekannt. Aber ja - es handelt sich um frühe Flieger und die ersten haben Modifikationen noch vor der Auslieferung erhalten.

 

Bei den aktuellen Zwischenfällen handelt es sich m.M. nach um elektrische Fehler. Was soll Air India deiner Meinung nach denn pfuschen? Da gibt es keinen mechanischen Verschleiss und elektrische Komponenten werden eher nicht planmäßig getauscht (außer z.B. Batterien). Erst wenn es eine Fehlermeldung gibt wird getauscht. Um solche Fehler wegen mangelhafter Wartung zu kreiieren müsste AI defekte Flieger auf die Reise schicken oder Teile mangelhaft instandsetzen (lassen). Und das wäre echt kriminell...

 

Wenn Probleme gehäuft bei Air India auftreten könnte es auch mit anderen Faktoren zusammen hängen (z.B. Klima, Schädlinge etc...).

Geschrieben

Keine "Anschuldigung", nur eine Reihe von Beobachtungen. Kann sein, dass sie nicht repräsentativ sind bzw. größer erscheinen als sie sind, weil man bei AI mit dem Brennglas drauf guckt und woanders ggf. weniger - also seitens der Berichterstattung, aber:

 

- AI hat Probleme mit den 787, die andere Airlines nicht berichten, diese RAT Probleme bspw. habe ich woanders nicht vernommen, zumindest nicht gehäuft

- gebrauchte Flugzeuge aus Indien performen woanders im Anschluss sehr schlecht (siehe Marabu) und/oder werden früh verschrottet

- namhafte Airlines aus aller Welt schicken Flugzeuge zur Wartung überall nach Asien, um Kosten zu sparen. Nur nicht (oder nur in einem geringen, mir nicht bekannten Umfang) ins größte Land der Welt, wobei diese günstiger sein dürften als bspw. SIN....Was sind da mögliche Gründe wenn nicht fehlendes Vertrauen?

- es gab vor Jahren die Berichte über massenhaft gefakte Lizenzen - sind echt alle aufgedeckt?

 

Am 11.10.2025 um 23:09 schrieb FKB:

Wenn Probleme gehäuft bei Air India auftreten könnte es auch mit anderen Faktoren zusammen hängen (z.B. Klima, Schädlinge etc...).

Aber müsste es bei Klima nicht auch woanders Probleme geben? Bei Hitze in bspw. den UAE, bei Feuchtigkeit in allen tropischen Ländern, Schädlinge gibt es auch woanders. Warum nur da? Also da bin ich ich Laie, kann gut sein, dass das Klima dort wirklich unique ist, deshalb meine ich die Frag ernst und nicht rhetorisch.

 

Am 11.10.2025 um 23:09 schrieb FKB:

m solche Fehler wegen mangelhafter Wartung zu kreiieren müsste AI defekte Flieger auf die Reise schicken oder Teile mangelhaft instandsetzen (lassen). Und das wäre echt kriminell...

Ja, absolut. Aber obwohl Pfusch / Betrug kriminell ist kommt er halt vor - siehe bspw. AOG-Technics. Deshalb fällt es mir schwer das auszuschließen.

 

Andererseits vertraue ich den internationalen Behörden. Die CVR Aufnahmen etc. sind afaik ja nicht öffentlich, aber wenn dort verschiedene Ermittler sich so schnell einig sind, dass da etwas zu hören ist, was eindeutig ist, dann wird das wohl eindeutig sein. Warum sollte man denn sonst Schnelligkeit vor Gründlichkeit walten lassen?

Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb d@ni!3l:

namhafte Airlines aus aller Welt schicken Flugzeuge zur Wartung überall nach Asien, um Kosten zu sparen. Nur nicht (oder nur in einem geringen, mir nicht bekannten Umfang) ins größte Land der Welt, wobei diese günstiger sein dürften als bspw. SIN....Was sind da mögliche Gründe wenn nicht fehlendes Vertrauen?


was übrigens auch für indische Luftlinien zu gelten scheint:

 

Zitat

In a report tabled on Wednesday, the Department-Related Parliamentary Standing Committee on Transport, Tourism and Culture, chaired by JD(U) MP Sanjay Kumar Jha, expressed alarm that “around 85% of MRO (Maintenance, Repair, and Overhaul) activities are done abroad in centres certified by Original Equipment Manufacturers (OEMs).”


https://www.tribuneindia.com/news/india/85-of-aircraft-maintenance-outsourced-abroad-parliamentary-panel-warns-of-strategic-vulnerability/?utm_source=chatgpt.com

Geschrieben (bearbeitet)

Ich finde dieses Video ganz hilfreich, weil hier erklärt wird, warum viele Vermutungen ausgeschlossen werden können:

 

https://youtu.be/4qV7Nj_FPDc?si=nFCm1z9WinDxobd0

 

vor 19 Stunden schrieb d@ni!3l:

 

 

 

- namhafte Airlines aus aller Welt schicken Flugzeuge zur Wartung überall nach Asien, um Kosten zu sparen. Nur nicht (oder nur in einem geringen, mir nicht bekannten Umfang) ins größte Land der Welt, wobei diese günstiger sein dürften als bspw. SIN....Was sind da mögliche Gründe wenn nicht fehlendes Vertrauen?

Indien ist ein Entwicklungsland, Singapur ist eines der höchstentwickelten Länder überhaupt. :)


 

Bearbeitet von JeZe
Geschrieben
Am 15.10.2025 um 12:45 schrieb d@ni!3l:

Aber müsste es bei Klima nicht auch woanders Probleme geben? Bei Hitze in bspw. den UAE, bei Feuchtigkeit in allen tropischen Ländern, Schädlinge gibt es auch woanders. Warum nur da? Also da bin ich ich Laie, kann gut sein, dass das Klima dort wirklich unique ist, deshalb meine ich die Frag ernst und nicht rhetorisch.

Es gibt jetzt nicht so viele größere Betreiber von B787 mit ähnlichen klimatischen Bedingungen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit: SQ, Scoot, TG, Vietnam. Was den Maschinen definitiv nicht zuträglich war, war die lange Standzeit aufgrund Corona. SQ und Scoot hatten die Maschinen zumindest zum Großteil in ASP geparkt - somit (aus gutem Grund) nicht im Tropenklima. Trockene Hitze ist eher unproblematisch. Feuchte Wärme nicht.

Der Kreis der betroffenen Maschinen ist also überschaubar - und die Maschinen von AI gehören zu den Älteren.

 

Schädlinge: Aus eigener Erfahrung kann ich Dir versichern, dass sich manche Leute in Indien sich aus religiösen Gründen damit schwer tun Nagetiere wirkungsvoll zu bekämpfen. Ich kenne 2-3 Schaltschränke, die aus diesem Grund neu verkabelt werden mussten...

Geschrieben (bearbeitet)
Zitat

The fuel control switch design, including the locking feature, is similar on

various Boeing airplane models including part number 4TL837-3D which is fitted in B787-8

aircraft VT-ANB. As per the information from Air India, the suggested inspections were not

carried out as the SAIB was advisory and not mandatory. The scrutiny of maintenance records

revealed that the throttle control module was replaced on VT-ANB in 2019 and 2023.

However, the reason for the replacement was not linked to the fuel control switch. There has

been no defect reported pertaining to the fuel control switch since 2023 on VT-ANB.


Aus dem Zwischenbericht, falls das nicht schon gepostet wurde. (Konnte beim überfliegen nichts finden)

Zumindest interessant, wenn auch man hier nichts konkretes herleiten kann.

 

Edit: Airworthiness Information Bulletin (SAIB) No. NM-18-33

Bearbeitet von wartungsfee
  • 2 Wochen später...
Geschrieben
Am 17.10.2025 um 07:53 schrieb FKB:

Schädlinge: Aus eigener Erfahrung kann ich Dir versichern, dass sich manche Leute in Indien sich aus religiösen Gründen damit schwer tun Nagetiere wirkungsvoll zu bekämpfen. Ich kenne 2-3 Schaltschränke, die aus diesem Grund neu verkabelt werden mussten...

Bevor wir in eine kulturelle Diskussion abgleiten, darf ich darauf hinweisen, dass auch hierzulande viele Nager unter Schutz stehen und aus juristischen Gründen nicht "wirkungsvoll" bekämpft werden dürfen.

Geschrieben
vor 29 Minuten schrieb blackbox:

Bevor wir in eine kulturelle Diskussion abgleiten, darf ich darauf hinweisen, dass auch hierzulande viele Nager unter Schutz stehen und aus juristischen Gründen nicht "wirkungsvoll" bekämpft werden dürfen.

Ich rede nicht von Feldhamstern oder Siebenschläfern, sondern von Rattus rattus. Get a grip.

Geschrieben (bearbeitet)
Am 3.11.2025 um 19:59 schrieb FKB:

Ich rede nicht von Feldhamstern oder Siebenschläfern, sondern von Rattus rattus. Get a grip.

Schaltschränke kann man nicht mit Flugzeugen, speziell Dreamliner vergleichen. Selbst wenn sensible und systemwichtige Elektronik so offen und ungeschützt installiert wird, wäre es definitiv noch immer ein Konstruktionsfehler.

Bearbeitet von Wing
Geschrieben (bearbeitet)

Vielleicht war ja ein Nager direkt im Cockpit und hat die Cutoff Switches kurz nach dem Start umgelegt. Kann nach derzeitigem Erkenntnisstand zumindest nicht ausgeschlossen werden. ;)

 

Im Ernst: die Spekulationen über dieses Unglück zeigen, warum es so wichtig jenseits der Untersuchungsberichte öffentliche Pressekonferenzen abzuhalten, wie es die NTSB tut. 99% der Spekulationen könnten wahrscheinlich durch eine einfache Frage und Antwort ausgeschlossen werden. 

Bearbeitet von JeZe
Geschrieben

Simon hat ein Update:

 

https://avherald.com/h?article=528f27ec&opt=0

 

- Der Supreme Court in Indien sieht keinen Pilotenfehler

- Die indische Pilotenvereinigung hat folgendes Statement veröffentlicht (verkürzt): 

Zitat

Emerging technical evidence suggests that the Boeing 787-8 experienced a complex, multi-layered systems failure involving electrical transients, hydraulic interruption, and possible loss of command authority anomalies consistent with long-standing service bulletins and airworthiness directives on the Dreamliner’s integrated electrical architecture. These are not the signatures of pilot error but indicators of a deeper, systemic vulnerability that demands independent scrutiny.

 

Geschrieben

Wenn sich die indische Pilotenvereinigung so sicher ist, dann müßten sich doch auf dem EAFR mindestens Indizien für diese Behauptnung finden.

Weshalb werden die dann nicht veröffentlicht? Weil es sie nicht gibt?

Weil es hier nur um ein "es kann nicht sein was nicht sein darf" geht?

Geschrieben (bearbeitet)
vor 8 Stunden schrieb tspotting:

Weshalb werden die dann nicht veröffentlicht? Weil es sie nicht gibt?

Weil es hier nur um ein "es kann nicht sein was nicht sein darf" geht?

Sei doch bitte nicht so schrecklich naiv... Die ganze Sache ist doch längst zum Politikum geworden. Boeing kann sich nach dem tödlichen 737MAX-Disaster und der ewigen 777X-Verzögerung nicht auch noch bei der 787 schlechte Publicity leisten.

 

Es darf stark angenommen werden, dass sowohl der Preliminary Report so verfasst wurde, dass der Verdacht auf die Piloten bzw. einen der Piloten gelenkt wurde (was den Reaktionen auch hier im Forum nach zu urteilen auch gut geklappt hat). Als auch, dass nun Informationen zum endgültigen Entkräften der Selbstmord-Theorie bewusst zurückgehalten werden, die den Blick mehr auf die technische Seite und damit auf Boeing lenken würden. Würde es irgendjemanden hier ernsthaft wundern, wenn die Amis hier nicht mächtig Druck ausüben würden? Nach den beiden Max-Abstürzen hat Boeing auch probiert, durch ziemlich ekelhafte Anschuldigungen die Piloten für die beiden Abstürze verantwortlich zu machen. Einer Firma dieser Größenordnung, der das Wasser bis zum Hals steht, ist prinzipiell alles zuzutrauen. Ich verweise erneut auf das Buch "Airframe" von Michael Crichton. Eine Blaupause für die Zeit nach der Fusion mit McDonnell Douglas.

Bearbeitet von spandauer
Geschrieben
vor 10 Stunden schrieb spandauer:

Sei doch bitte nicht so schrecklich naiv... Die ganze Sache ist doch längst zum Politikum geworden. Boeing kann sich nach dem tödlichen 737MAX-Disaster und der ewigen 777X-Verzögerung nicht auch noch bei der 787 schlechte Publicity leisten.

 

Aber wird nicht umgekehrt ein Schuh draus? Obwohl Boeing sich all diese Dinge nicht leisten kann, wurden sie dennoch ohne Rücksicht auf Verluste aufgeklärt und mit voller Härte gegen Boeing vorgegangen. 

 

vor 10 Stunden schrieb spandauer:

Würde es irgendjemanden hier ernsthaft wundern, wenn die Amis hier nicht mächtig Druck ausüben würden?

Würde es irgendwen wundern, wenn Interessensgruppen in Indien die Schuld weg von den Piloten lenken wollten? 

 

Die Sache ist ganz einfach: dieses angeblich komplexe, multiple Systemversagen muss im Detail auf den FDR-Daten nachvollziehbar sein.  Diese sind vorhanden und der einzig valide Beleg für ein multiples Systemversagen. Sie müssen veröffentlicht werden - alles andere ist interessensgesteuerte Spekulation. 

 

 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb JeZe:

Aber wird nicht umgekehrt ein Schuh draus? Obwohl Boeing sich all diese Dinge nicht leisten kann, wurden sie dennoch ohne Rücksicht auf Verluste aufgeklärt und mit voller Härte gegen Boeing vorgegangen.

Eben, gegen Boeing aufgeklärt. Ganz sicher nicht mit Boeing, die haben sich wie gesagt am Anfang absolut ekelhaft verhalten, indem sie die Piloten beschuldigt haben. Und das obwohl, und da spekuliere ich jetzt tatsächlich mal, die entsprechenden Stellen spätestens nach dem zweiten MAX-Crash genau wussten, dass es kein Pilotenfehler in klassischen Sinne war, sondern das MCAS, dessen Existenz den Piloten weltweit einfach vorenthalten wurde.

 

vor 1 Stunde schrieb JeZe:

Die Sache ist ganz einfach: dieses angeblich komplexe, multiple Systemversagen muss im Detail auf den FDR-Daten nachvollziehbar sein.  Diese sind vorhanden und der einzig valide Beleg für ein multiples Systemversagen. Sie müssen veröffentlicht werden

Absolut und der Fakt, dass bisher nichts wirklich valides veröffentlicht wurde, könnte bedeuten, dass hinter den Kulissen ein Kampf zwischen Indien und Boeing/USA um die Frage der Veröffentlichung von brisantem Material tobt.

 

vor 1 Stunde schrieb JeZe:

Würde es irgendwen wundern, wenn Interessensgruppen in Indien die Schuld weg von den Piloten lenken wollten?

Wenn sich herauskristallisiert, dass es ein Systemproblem und kein Pilotenproblem war, dann natürlich nicht.

 

vor 1 Stunde schrieb JeZe:

alles andere ist interessensgesteuerte Spekulation.

Sorry, was meinst du mit interessengesteuert? Mein Interesse ist, dass dieser schreckliche Unfall lücken- und schonungslos aufgeklärt wird. Und ich finde es ja bewundernswert (auf eine ganz komische Art und Weise), wie viel Vertrauensvorschuss Boeing hier immer noch genießt. In meiner Welt muss man sich Vertrauen erarbeiten und Boeing hat seit der Fusion mit Mc Donnell Douglas einen katastrophalen Weg im Bereich der Sicherheitskultur eingeschlagen, der seinen bisherigen Höhepunkt in der MAX-MCAS-Thematik hat.

Bearbeitet von spandauer
Geschrieben (bearbeitet)
vor 8 Stunden schrieb spandauer:

Absolut und der Fakt, dass bisher nichts wirklich valides veröffentlicht wurde, könnte bedeuten, dass hinter den Kulissen ein Kampf zwischen Indien und Boeing/USA um die Frage der Veröffentlichung von brisantem Material tobt.

(…)

Wenn sich herauskristallisiert, dass es ein Systemproblem und kein Pilotenproblem war, dann natürlich nicht.

(…)

Und ich finde es ja bewundernswert (auf eine ganz komische Art und Weise), wie viel Vertrauensvorschuss Boeing hier immer noch genießt. In meiner Welt muss man sich Vertrauen erarbeiten und Boeing hat seit der Fusion mit Mc Donnell Douglas einen katastrophalen Weg im Bereich der Sicherheitskultur eingeschlagen, der seinen bisherigen Höhepunkt in der MAX-MCAS-Thematik hat.

Tut mir leid, das rutscht gefährlich ins ganz und gar nicht fabelhafte Reich der Verschwörungstheorien.

Eben weil etwas nicht gefunden und /oder veröffentlicht wird, müssen sinistre Mächte dafür verantwortlich sein?

Wer so "argumentiert", verläßt jeglichen Boden vernünftigen Diskurses.

Bearbeitet von tspotting
Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Stunden schrieb spandauer:

 

Absolut und der Fakt, dass bisher nichts wirklich valides veröffentlicht wurde, könnte bedeuten, dass hinter den Kulissen ein Kampf zwischen Indien und Boeing/USA um die Frage der Veröffentlichung von brisantem Material tobt.

 

Es könnte aber genauso bedeuten, dass man tausende von Datenpunkte des FDR nicht in einer Art und Weise manipulieren kann, so dass die Ursache vom Pilot weggelenkt wird. :)

 

 

vor 3 Stunden schrieb spandauer:

Wenn sich herauskristallisiert, dass es ein Systemproblem und kein Pilotenproblem war, dann natürlich nicht.

 

Mein Problem ist  nicht, dass ich mir nicht vorstellen könnte, dass Boeing oder Air India alle möglichen Verfehlungen begangen haben könnten, die generell zu einem Absturz führen würden, mein Problem ist, dass für dieses spezielle Szenario noch niemand eine handfeste Theorie präsentieren konnte, welche ein Systemversagen begründen würde, in der Art und Weise, wie es vorgefallen ist. Die einzig sinnvolle Erklärung für das, was wir gesehen haben ist schlicht, dass die Cutoff Switches umgelegt wurden.

 

 

vor 3 Stunden schrieb spandauer:

 

Sorry, was meinst du mit interessengesteuert? Mein Interesse ist, dass dieser schreckliche Unfall lücken- und schonungslos aufgeklärt wird.

Ich meinte damit nicht dich, sondern die indische Pilotenvereinigung, die ja nachvollziehbarerweise ihre Piloten verteidigt. 

 

vor 3 Stunden schrieb spandauer:

Und ich finde es ja bewundernswert (auf eine ganz komische Art und Weise), wie viel Vertrauensvorschuss Boeing hier immer noch genießt. In meiner Welt muss man sich Vertrauen erarbeiten und Boeing hat seit der Fusion mit Mc Donnell Douglas einen katastrophalen Weg im Bereich der Sicherheitskultur eingeschlagen, der seinen bisherigen Höhepunkt in der MAX-MCAS-Thematik hat.

Boeing genießt bei mir 0,0 Vertrauen. Genausowenig wie Air India. Trotzdem bin ich der Meinung, dass ein solch koordinierter Ausfall beider Triebwerke nicht durch chaotische Ereignisse wie Schlampigkeit, schlechte Wartung, etc. verursacht worden sein kann. Es müsste einen Single point of Failure geben, den bisher noch niemand plausibel benannt hat. Und genau das müsste die Pilotenvereinigung tun, damit ihr Gehör geschenkt wird. Sie sprechen von technischer Evidenz, liefer aber genau diese nicht. 

 

Bearbeitet von JeZe
Geschrieben (bearbeitet)

Hab garnicht mitbekommen, dass die technische Untersuchung zur Unfallursache jetzt auf einmal durch die indische Pilotenvereinigung und den Supreme Court Indien gemacht wird.

Bearbeitet von mautaler
Geschrieben
vor 31 Minuten schrieb mautaler:

Hab garnicht mitbekommen, dass die technische Untersuchung zur Unfallursache jetzt auf einmal durch die indische Pilotenvereinigung und den Supreme Court Indien gemacht wird.


Was ja auch nirgendwo behauptet wird. Die Formulierung lautet:

 

Zitat

Emerging technical evidence suggests that


Also sinngemäß „lässt vermuten“ / „deutet darauf hin“. Das als technische Untersuchung zu bezeichnen, naja.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 5 Minuten schrieb Faktencheck:

evidence 

Bedeutet m.E., dass man einen "Beweis" hätte. Auf den wäre ich auch neugierig. Mindestens sind die Erkenntnisse. Aber diese müssten sich ja auch falsifizieren lassen.

 

Ich frage mich, warum es auch überhaupt noch Luftfahrt-Untersuchungen gibt, wenn sich eh danach jede Gruppe aussucht, ob man den Erkenntnissen glaubt oder nicht und was einem besser gefallen würde...

 

 

Bearbeitet von d@ni!3l
Geschrieben
Am 14.11.2025 um 13:17 schrieb JeZe:

Die einzig sinnvolle Erklärung für das, was wir gesehen haben ist schlicht, dass die Cutoff Switches umgelegt wurden.

Bis jetzt habe ich noch nichts davon gelesen, dass man über die CVR die Schaltgeräusche zeitgleich passend mit den FDR nachgewiesen hat. Gefunden hat man schließlich die Schalter in der Run Stellung. Der Beweis steht noch aus.

 

wie könnte es dann zum zeitgleichen Ausfall kommen? Nur mal ein sehr theoretischer Ansatz. Es könnte Systeme geben, die z. B. am Boden die beiden hermetisch getrennten elektrischen Systeme verbinden. Zum Beispiel die Einspeisung der Landstromversorgung. Nach Abtrennen des Landstroms könnten z. B. Relais die Systeme wieder trennen.

 

jetzt lass mal z. B. Feuchtigkeit, Nager etc. in genau dieser Schaltbox sein, die verbindet beide Systeme elektrisch miteinander. Schon alleie das Inflight kann merkwürdigste, nicht vorhergesehene  Reaktionen der Systeme auslösen. Weil keiner dran gedacht hat, dass vorkommen kann, was nicht vorkommen darf.

 

das kann auch geprüft worden sein, ist nie vorgekommen, aber in der Situation (ist nur ein verrücktes Beispiel)  hat ein Sensor fälschlicherweise das Signal Grauwassertank full ausgegeben und das genau in der Kombination - nie geprüft löste eine unvorhergesehene Kaskade aus.

 

Ihr wisst doch selbst was sich über die Zeit für eklatante Fehler bei Windows auftun.

 

wie hackt man einen Browser: Der Browser wird mit Millionen sinnloser Kombinationen  an Befehlen jede Stunde über Monate bombardiert, jede xy Milliardste Kombination führt zu einem Overflow, der Browser kann genau mit der Kombination übernommen werden.

Reproduzierbar.
Hatte man vorher nicht für möglich gehalten. 

Geschrieben (bearbeitet)

Auch auf die Gefahr eines möglichen Bashings:

„Hätte, wäre, könnte“. Viel Konjunktiv ohne irgendwelche belastbaren Nachweise. Vielleicht einfach mal abwarten, was die vertiefenden Untersuchungen in den kommenden Wochen/Monaten ergeben…? Seid ihr professionelle Flugunfalluntersucher (mit Insider-Informationen) oder doch eher „einfache Planespotter“ mit ethnischen Vorbehalten und Wichtigtuer-Syndrom?  🤦🏻‍♂️
Egal, die Hauptsache mal was „raushauen“ …

Bearbeitet von jetstream

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