Gast Jörgi

Aktuelles zur Deutschen Lufthansa AG

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Wer den Artikel liest und versteht, begreift es geht nicht nur um LH Interressen, sondernd Europa-bezogen.

Die Scheichs haben auch ganz andere Airlines in Bedrängnis gebracht. Bestes Beispiel QF. Und auch SQ, TG, CX, ua leiden extrem unter der Expansionswut der Araber. Und Du willst mir nicht erzählen, die haben auch selber schuld, weil sie so servicearm und sowieso nur grottenschlecht sind.

Nutz mal Deinen Eifer und damit meine ich auch Andere, die künftigen Herren des Himmels schon mal unter die Lupe zu nehmen.

Bei denen glänzt auch nicht alles gülden.

 

Werden die in diesem Zusammenhang getätigten Aussagen und Meinungsäusserungen dadurch unwahr, dass man sie, wie Du meinst, leichtsinnigerweise LH-zentriert tätigt? Wenn ja, müsstest Du das schon genauer ausführen.

Auf das von Dir selbst apostrophierte "beste Beispiel" QF bezogen: gerade die sind zu einem extrem grossen Teil selber schuld an ihrer Lage, da sie es jahrelang versäumt haben, eindeutige Trends in der Luftfahrtbranche als solche anzuerkennen und ihr eigenes Geschäftsmodell entsprechend wettbewerblich anzugleichen. In diesem Fall galt ganz klar: Sturheit macht zum Übernahmekandidaten und wenn sich nicht bald gravierendes bei LH ändert droht m.E. ähnliches. Jeder Tag, an dem man sich um (angebliche oder tatsächlich existierende) unfaire Bedingungen bezüglich der Konkurrenz kümmert anstatt die Zeichen der Zeit zu erkennen und die selbstverständlich vorhandenen eigenen Stärken auszuspielen ist in dieser Hinsicht ein verlorener.

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Also, als eifriger Mitleser hab ich eher einen anderen Eindruck. In diesem und anderen Fliegerforen gilt es ja wohl eher als schick, LH bei jeder Gelegenheit niederzumachen. Wer den Artikel liest und versteht, begreift es geht nicht nur um LH Interressen, sondernd Europa-bezogen.

Die Scheichs haben auch ganz andere Airlines in Bedrängnis gebracht. Bestes Beispiel QF. Und auch SQ, TG, CX, ua leiden extrem unter der Expansionswut der Araber. Und Du willst mir nicht erzählen, die haben auch selber schuld, weil sie so servicearm und sowieso nur grottenschlecht sind.

Nutz mal Deinen Eifer und damit meine ich auch Andere, die künftigen Herren des Himmels schon mal unter die Lupe zu nehmen.

Bei denen glänzt auch nicht alles gülden. Und ich möcht nicht wissen, in welcher SerciceWÜSTE wir landen, wenn die sich erst mal durchgesetzt haben.

 

Gruss aus Holstein

Dem kann ich nur zustimmen. Die Emirate versuchen im Moment mit ihrem (noch) sprudelnden Ölgeld und einer 0% Steuerpolitik verschiedenste Wirtschaftszweige bei sich anzusiedeln um für die Zeit nach dem Öl gerüstet zu sein. Das ist Subvention pur und kann eher mit der US-Immobilienblase verglichen werden als mit einer auf realen Bedarfen aufgebauten Wirtschaft. Ob sich das so auch mittel- und langfrist ohne sprudelnde Öl Dollars weiter finanzieren lässt, darf getrost bezeifelt werden. In Dubei jedenfalls ist die Blase bereits vor Jahren geplatzt. Der Knall war nur nicht so laut zu hören, weil der Nachbar Abu Dhabi mit Dollars aus seinem endlichen Ölreichtum geholfen hat.

 

Nachdenkliche Grüße

 

Patsche

bearbeitet von Patsche

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Es ist sicherlich richtig das die Emiratis kräftig investieren und auch eigene Standortvorteile nutzen. Wer würde es nicht tun?

 

Dies kann aber nicht vom eigentlichen Problem ablenken.

 

Erstens entstanden die kräftigen Verluste der LH im kontinentalen Verkehr. Da hat man erst mehr als 10 Jahre Ran und Easy ignoriert um anschliessend erkennen zu müssen das man das eigene Geschäftsmodell an bisschen an diese Player orientieren kann. Weder die Ryan Familie noch Sir Stelios kommen aus dem mittleren Osten. Bide haben mittlerweile kontinental die LH abgehängt - Ryan ist schon grösser, Easy viel profitabler.

 

Die Langstrecke war lange eine Cash Cow und hat die obigen Verluste kompensiert. Sicherlich leidet man bei der LH und auch in anderne Märkte unter den Verschiebungen der Kundenströme. Da muss man sich aber selbst Lösungen überlegen, im Rahmen der eignen Möglichkeiten. Warum nicht eine Fusion a la BA/IBeria in eine Dachgesellschaft? Man bräuchte dazu einen richtigenn Partner und genug Demut anzuerkennen das es keine Übernahme wird und evtl nicht alles von Deutschland aus gesteuert wird.

 

Es ist immer leichter die Schuld bei den anderen zu suchen. Und Wahrheiten, selbst wenn sie unangenehm sind, sollten doch angesprochen werden können und nicht unter falschem Patriotismus verdrängt werden.

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Es ist immer leichter die Schuld bei den anderen zu suchen. Und Wahrheiten, selbst wenn sie unangenehm sind, sollten doch angesprochen werden können und nicht unter falschem Patriotismus verdrängt werden.

Hier stimme ich Dir ja zu, aber ich finde es trotzdem falsch Netzwerkcarier wie LH und co permanent an Ryanair und Easyjet oder den Emiratis zu messen bzw. mit denen zu vergleichen. Gemessen an dem weltweiten Netzwerk einer Star Alliance, welches mit über LH voll umfänglich und aus meiner Sicht zu meist vernünftigen Preisen zugänglich ist, sind doch die hier zitierten Vergleichsairlines eher Minianbieter. Darüber können meines Erachtens weder das oft schicke neue IFE in den Emirates Leasingkisten, oder die vermeintlich günstigen Flugpreise der Provinzverbindungen von Ryanair hinwegtäuschen. Ich würde aber allerdings auch beführworten, wenn sich die LH Manager mehr aufs Machen und weniger aufs Jammern über ihre teils eigene Unfähigkeit konzentrieren würden.

 

Grüße

 

Patsche

bearbeitet von Patsche

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ich sage ja dass es ein eigentor der lh ist!!! wenn lh 15 % aktionär bei jetblue ist und in deren aufsichtsrat sitzt dann wusste das die lh ganz genau und hat es auch abgenickt bzw. erlaubt! im prinzip hat der franz persönlich das genehmigt!

 

Fuer LH ist Jetblue nur eine Finanzbeteiligung. Mit 15% freut man sich ueber Free Bagels, OJ und Dividende. Mitspracherecht haelt sich da ziemlich in Grenzen.

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Warum nicht eine Fusion a la BA/IBeria in eine Dachgesellschaft? Man bräuchte dazu einen richtigenn Partner und genug Demut anzuerkennen das es keine Übernahme wird und evtl nicht alles von Deutschland aus gesteuert wird.

 

 

 

aber welcher Europäischer Carrier käme für die LH noch in Frage?

Die grünen Iren, SAS oder Finnair?

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Fuer LH ist Jetblue nur eine Finanzbeteiligung. Mit 15% freut man sich ueber Free Bagels, OJ und Dividende. Mitspracherecht haelt sich da ziemlich in Grenzen.

käse... jetblue zahlt keine dividende und lh ist mit high management im aufsichtsrat vertreten ... selbst franz persönlich mal ...

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Dem kann ich nur zustimmen. Die Emirate versuchen im Moment mit ihrem (noch) sprudelnden Ölgeld und einer 0% Steuerpolitik verschiedenste Wirtschaftszweige bei sich anzusiedeln um für die Zeit nach dem Öl gerüstet zu sein. Das ist Subvention pur und kann eher mit der US-Immobilienblase verglichen werden als mit einer auf realen Bedarfen aufgebauten Wirtschaft. Ob sich das so auch mittel- und langfrist ohne sprudelnde Öl Dollars weiter finanzieren lässt, darf getrost bezeifelt werden.

 

 

 

 

Natürlich ist das Subvention pur. Allerdings subventionieren die Scheichs Zukunftsinvestitionen und nicht, wie wir beispielsweise, rückständig-gestrige Dinge wie z.B. die Kohleförderung.

Die weltweiten Handels- und Verkehrsströme lenkt man nicht von heute auf morgen, das ist ein langfristiger Prozess. Wenn man sich mal die weltweiten Mega-Handelsplätze anschaut, verfügen diese Städte auch alle über Mega-Luftdrehkreuze (Tokio, Hongkong, Frankfurt, London, New York, um mal die wichtigsten zu nennen). Alle diese Drehkreuz-Standorte haben eines gemeinsam: ihr Wachstum ist endlich. Dafür sorgen schon die jeweils städtische Lage und viele andere Faktoren.

In dieser Situation ist es doch mehr als clever, in die Infrastruktur der Wüstenstädte zu investieren und dem Verkehr die Wachstumsmöglichkeiten anzubieten, die er benötigt. So lenken die Scheichs langsam, aber sehr sicher nicht nur die Verkehrs- sondern auch die Handelsströme in ihre Region um. Und am Ende sind dann Dubai, Abu Dhabi & Co. nicht etwa nur Umsteigepunkte in die heutigen Handelsmetropolen, sondern sie sind selbst die Metropole und das Ziel. Da kann dann auch irgendwann heisse Luft aus dem Boden kommen

Da hilft auch kein Jammern und Klagen, weder bei Lufthansens noch sonstwo; da wäre es besser, sich auf diese Szenarien einzustellen und seinen Business Plan darauf auszurichten.

bearbeitet von ramsesp

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Der wahre Pluspunkt von LH ist: Kein Umsteigen auf halber Strecke.

Deswegen müsste man das Bordprodukt und die Flughäfen auf absolutes Top-Niveau bringen. Z.B. mit Suiten C und wesentlich höherer Aufenthaltsqualität in FRA und auch MUC. Und zwar aus einem Guss. So wie in Südkorea oder Singapur, nicht wie deutsche Sparkasse Anno 1975.

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Und am Ende sind dann Dubai, Abu Dhabi & Co. nicht etwa nur Umsteigepunkte in die heutigen Handelsmetropolen, sondern sie sind selbst die Metropole und das Ziel. Da kann dann auch irgendwann heisse Luft aus dem Boden kommen

 

Genau das scheint ja bei vielen hierzulande nicht gerne gesehen zu sein. Man bekommt den Eindruck, es gäbe einen Wettbewerb im möglichst effektiven Verunglimpfen und Untergangherbeireden der Konkurrenz, gegen die man mit herkömmlichen Mitteln nicht ankommt. Und das "beste" daran: von alledem bekommt LH heutzutage keinen einzigen Pax mehr in seine Flieger. Wie wir ausserdem an dieser Stelle schon einige Male festgestellt haben gäbe es ohne das was wir mittlerweise Subvention nennen die LH in der heutigen Form gar nicht.

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Die Passagiermengen von heute und morgen sitzen in Indien und Asien. Das macht die Nahost-Drehkreuze ja so attraktiv. Um diese durchaus anspruchsvolle Kundschaft anzusprechen, muss man ihr den vollen Komfort bieten, da man bei den Kosten nicht gegen die Kosten der Konkurrenz ankommt. Meckern und zugucken, wie die bald zweimal täglich LH-Stammklientel per A380 nach Dubai abholen, sollte man nicht mehr lange. Selbst gegen "Star-Partner" Turkish ist der Druck hoch.

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In der LH zeigt sich ein fast schon historisches Teutonen-Problem. Zusammenarbeit wird nicht mal in Betracht gezogen. Zu groß ist der Neid und die Lust, mit Finger auf die Spielregeln Anderer zu zeigen und diese zu kritisieren.

 

Das ist ausgerechnet in der weltumspannenden Luftfahrt nicht gerade sehr weltmännisch gedacht und schlägt sich eben im Portemonnaie wieder. Die Taktik, statt Protektion durch Lobbyismus lieber mal die eigene Strategie in Frage zu stellen und sich der internationalen Luftfahrt zu öffnen, hat schon decouvrierenden Charakter und zeigt die Schwächen unserer deutschen Haltung gegenüber dem dem Rest der Welt. Ein typisch Deutsches Verhalten, leider.

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"Irgendein" Partner macht die Sache auch nicht besser. Er müsste ja aus den interessantesten Märkten kommen. Mir fällt keiner in Indien ein und in China sind die alle schon selbst Giganten.

bearbeitet von Gaviota

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man muss nunja nicht einfach so partner suchen etc. die passagiere sind eben so, indien und china ist gross und die araber liegen schön inmitten. alles gut.

zu anfang würde es ja mal wieder reichen einfach im heimatmarkt europa mal wieder zu wachsne statt nur zu kürzen. wie gesagt die einstellungen zb richtung russland oder afrika haben ja praktisch nichts mit den arabern zu tun. in brasilien is demnächst wm und da kommt auch nichts von lh zb wohl aber von af / klm, ek fliegt schon ewig nach glasgow ebenso fr und bei lh sieht man kein potential

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man muss nunja nicht einfach so partner suchen etc. die passagiere sind eben so, indien und china ist gross und die araber liegen schön inmitten. alles gut.

zu anfang würde es ja mal wieder reichen einfach im heimatmarkt europa mal wieder zu wachsne statt nur zu kürzen. wie gesagt die einstellungen zb richtung russland oder afrika haben ja praktisch nichts mit den arabern zu tun. in brasilien is demnächst wm und da kommt auch nichts von lh zb wohl aber von af / klm, ek fliegt schon ewig nach glasgow ebenso fr und bei lh sieht man kein potential

 

Bei Lufthansa ist es wichtiger, die Maschinen zum xten Mal längeren Wartungsintervalen zu unterziehen und das Bordprodukt zu verändern als die Kundschaft im Stammgeschäft einer Airline zwischen A und B zu transportieren. Auffällig im Hause Lufthansa sind die langen Liegenzeiten der Langstreckenflotte gegenüber der Konkurrenz, tlw. im Mittel 3x so lang. Produktivität schaut anders aus?

Hier kann auch die arabische und türkische Konkurrenz mehrfach mit modernen Flotten punkten.

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Auffällig im Hause Lufthansa sind die langen Liegenzeiten der Langstreckenflotte gegenüber der Konkurrenz, tlw. im Mittel 3x so lang. Produktivität schaut anders aus?

 

Ich hoffe Du hast dabei Aussenstation LH mit Aussenstation der anderen Airline verglichen. Dass nämlich besipielsweise eine LH-Langstreckenmaschine in FRA bis zum Beginn des nächsten Umlaufs etwas länger steht als eine "Auswärtige" ist nur natürlich und kein Zeichen von schlechter Planung.

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Bei Lufthansa ist es wichtiger, die Maschinen zum xten Mal längeren Wartungsintervalen zu unterziehen (...)

 

Nur zum besseren Verständnis: Was meinst du damit? Ist es denn verkehrt Flugzeuge gründlich zu warten? Immerhin ist der Ruf der LH in dieser Hinsicht ausgesprochen gut.

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Es geht nicht um Sicherheit, sondern um die Umbauarbeiten der Langstreckenflotte in den letzten Jahren.

Auch nicht die alltägliche Wartung und die Zeit zwischen zwei Flügen wollte ich verunglimpfen.

Von der auf dem Papier stehenden Langstreckenflotte sind regelmäßig tlw. über Monate bald ein halbes Duzend Maschinen nicht im Einsatz. Geld verdient man dachte beim Fliegen und nicht bei den Liegezeiten -> also verkehrte Welt?

Immerhin hat so Lufthansa eine Spitzenposition und die Anzahl der Start- und Landungen ist dadurch gering.

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Ich lese hier nun seit 3 Tagen mit und habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.

 

OK, es waren nicht wirklich neue Argumente dabei. Wir könnten locker 100 bis 150 Seiten im Forum zurückblättern und würden die selbe Diskussion vorfinden.

 

Aber trotzdem auch noch ein paar Anmerkungen von mir.

 

Nicht alles was aus der Vorstandsetage von LH kommt ist "jammern". Natürlich kritisiert man die Konkurrenz vom Golf. Das nennt man Lobby-Arbeit, die nun einmal auch zu den Aufgaben eines Vorstandssprechers gehört. Und irgendwie tun die Häuptlinge von Emirates und Etihad eigentlich auch nichts anderes.

Natürlich hat LH die Low-Cost-Airlines einige Jahre versucht durch Ignoranz zu strafen. Das hat sehr offensichtlich nicht geklappt. Man musste dadurch mit dem Preis runter, was dem Ertrag nicht wirklich gut getan hat. Vom "Produkt Germanwings" bin ich übrigens auch nicht so 100% überzeugt. Nur sich jetzt schon ein abschließendes Urteil zu bilden, halte ich für etwas verfrüht.

Wenn die Araber nun zukaufen, dann wird das hier positiv bewertet und läutet das Ende der "alten" Allianzen ein. Kauft LH etwas dazu, sind sie planlos und hängen sich wieder einen Verlustbringer ans Bein. Nun die wirklich erfolgreichen Airlines kaufen die Araber nun auch nicht, bzw. beteiligen sich an denen. Erkenne nur ich hier zweierlei Maß?

Was aber auch ein Faktum ist, ist der Standortvorteil der Araber auf den Verbindungen Europa - Südostasien oder Australien. Dort jetzt gegen die Golf-Carrier antreten zu wollen, halte ich hingegen für wirtschaftlichen Selbstmord. In Europa verfügen die großen Airlines, also auch LH, allerdings über einen deutlich potenteren Heimatmarkt, so dass die hiesigen Airlines auf eine Zusammenarbeit mit den Arabern weitestgehend verzichten können. In Australien sah das etwas anders aus, so dass Qantas sich nun weitestgehend aus Europa verabschieden musste.

Aber der Vorteil von Europa nach Asien / Australien, wird für die Araber in Richtung Amerika dann auch schnell wieder zum Nachteil. Und nur weil der Markt in erster Region stärker wachsen wird, als der in der zweiten Region, bedeutet es nicht, dass man etwas "verschläft", wenn man sich einem Kampf nicht stellt, den man eh nicht gewinnen kann.

So etwas nicht zu tun, zeugt für mich von deutlich mehr kaufmännischem Verständnis, als wenn man nun viel Geld in ach so neue Flieger, Innenausstattungen und Unterhaltungssystem steckt.

Und einerseits soll man bei LH nicht so national, provinziell oder von sich selbst überzeugt sein. Aber andererseits wir dann bemängelt, das man nicht die größte und neueste Langstreckenflotte, nicht das beste Unterhaltungssystem, nicht den besten Service, oder allgemein nicht überall der Beste und Billigste ist.

 

LH verdient zwar weniger als früher, aber sie verdienen Geld. (etwas von denen z.B. die US-Airlines nur träumen können)

Und wieviel Gewinn erzielen die Golf-Airlines?

 

Der Markt wird sich in den kommenden Jahren sicherlich massiv verändern.

Genau so wie die Low-Coster inicht mehr weg zu denken sind, werden die Golf-Airlines immer eine feste Größe sein.

Aber daneben werden die "alten" Airlines, LH, BA, IB, AF, KL, usw. (um nur mal die Europäer zu nennen) mit Sicherheit nicht vom Markt verschwinden.

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@jubo: Endlich mal ein ausgewogener und sachlich fundierter Beitrag, der auch mal etwas anderes zum Ausdruck als immer nur LH mache alles falsch. Danke!

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