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Vulkanasche reloaded?

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Hier gibt es Karten, bei denen auch die Konzentration berücksichtigt wird:

 

http://www.metoffice.gov.uk/volcano/public/natlantic.html

 

Wenn diese Karte eintrifft

 

VME06_ASH_CONC_FL000-200DT201105240900VT201105250600IT241200_T018.PNG

 

Dann ist der Flugraum um Hamburg rum bis FL200 morgen früh zu.

 

Bei mäßig (grau) gibt es Ausnahmen für turbinengetriebene Flugzeuge

 

Flüge von turbinengetriebenen Luftfahrzeugen in mit Vulkanasche mäßig kontaminierten Lufträumen nach einer Risikobewertung des Luftfahrtunternehmens, welche vom jeweiligen Triebwerkshersteller mitgetragen wird und vom Luftfahrt-Bundesamt als ausreichend anerkannt wurde.

 

bei rot nicht. Bei türkis muss "nur" aufgepasst und alle Auffälligkeiten sofort ans LBA gemeldet werden.

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Interessantes Statement von FR:

 

http://www.ryanair.com/de/notices/gops/110...IC_ASH_MAY11-GB

 

Ryanair has received written confirmation from both its airframe and engine manufacturers that it is safe to operate in these so called “red zones” and, in any event, Ryanair’s verification flight this morning confirms that the “red zone” over Scotland is non-existent.

 

usw. usw. usw.

 

 

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Hannover ist dann wahrscheinlich auch weg.

 

Finde die Einteilung FL0-FL200 und FL200-FL350 etwas ungenau.

Auf der 200/350-Karte für morgen Vormittag ist Europa nämlich gar nicht betroffen.

 

Es wäre wünschenswert, wenn in 5er- oder 10er-Schritten die Karten veröffentlicht werden würden.

 

Kann nämlich gut sein, dass unsere Airports da besser wegkommen würden.

 

(Beispiel: der Layer liegt bei FL170: Dann wird in HAM gestartet auf FL110 ein paar Meilen nach Süden geflogen und erst dann gestiegen.)

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Wer informiert eigentlich schon offiziell?

 

Airport HAM: Vorschaltseite

 

Bei den Airlines und anderen Flughäfen habe ich auf die Schnelle nichts gefunden.

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...Bei türkis muss "nur" aufgepasst und alle Auffälligkeiten sofort ans LBA gemeldet werden. ...

Nach Flügen in der "area of Low Contamination" (=Cyan) sind von der EASA auch Kontrollen empfohlen.

Und da in der Veröffentlichung des BMVBS unter Punkt 3 die NfL II 31/10 als als zusätzlich zu beachten angibt, müssen auch nach dem Durchflug einer "Area of low contamination" Kontrollen gemacht werden.

Da die NfL-II 31/10 von der NfL-II 32/11 aufgehoben wurde, findet natürlich diese Anwendung:

NfL-II 32/11

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Was ich bisher nicht verstehe:

 

Vulkanausbrüche sind gerade auf Island nicht so selten (klar nicht immer so stark wie letztes Jahr) und bis vor einem Jahr ist mir nie zu Ohren gekommen, dass wegen Vulkanausbrüchen so viele Flüge gestrichen werden. Auch nicht in Japan oder anderen Ländern. Gab es damals bei weitem nicht so strenge Richtwerte, wurde es damals nur nicht so stark kontrolliert oder habe ich es damals nur nicht mitbekommen?

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Gab es damals bei weitem nicht so strenge Richtwerte, wurde es damals nur nicht so stark kontrolliert oder habe ich es damals nur nicht mitbekommen?

 

Das zuständige VAAC des brititischen Met Office neigt sehr stark zum Alarmismus. Immerhin beruhen deren Modellrechnungen nur auf Schätzungen! Nach dem Debakel 2010 wurde lautstark gefordert, man solle dringend Meßgeräte anschaffen, aber das blieb wohl ohne Folgen.

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Volcanic_Ash_Advisory_Center

 

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Das zuständige VAAC des brititischen Met Office neigt sehr stark zum Alarmismus. Immerhin beruhen deren Modellrechnungen nur auf Schätzungen! Nach dem Debakel 2010 wurde lautstark gefordert, man solle dringend Meßgeräte anschaffen, aber das blieb wohl ohne Folgen.

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Volcanic_Ash_Advisory_Center

 

Ja das weiß ich. Meine Frage beruht eher darauf, dass es ja früher auch schon starke Vulkanausbrüche gab (der Vulkan jetzt das letzte mal glaub 2002) und es da sicherlich auch schon Aschepartikel über Europa gab. Wie wurde damals reagiert bzw wurde überhaupt reagiert. Und wenn letzteres warum wird es inzwischen so dramatisiert?

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Ja das weiß ich. Meine Frage beruht eher darauf, dass es ja früher auch schon starke Vulkanausbrüche gab (der Vulkan jetzt das letzte mal glaub 2002) und es da sicherlich auch schon Aschepartikel über Europa gab. Wie wurde damals reagiert bzw wurde überhaupt reagiert. Und wenn letzteres warum wird es inzwischen so dramatisiert?

Es ist leider ein Symptom unserer Zeit, dass Warnungen sowohl in der Frequenz als auch in der Alarmstufe zugenommen haben.

 

Als Beispiele möchte ich die Wetterwarnungen letztes Wochenende vor "Starkregem und heftigen Gewittern" anführen - vor 25 Jahren gab es solche Warnungen bei so einem Wetter nicht. Ein anderes Beispiel sind z.B. Medikamente. Es ist inzwischen schwierig geworden zugelassene Medikamente für Schwangere zu finden, die stärker als Nimm2 Bonbons sind. (Polemik - ich weiss). Ich werde manchmal auch den Eindruck nicht los, dass die Folgen und Schäden von Terrorwarnungen schwerer wiegen als die Anschläge selbst.

 

Alle Warnungen haben im Prinzip einen sinnvollen Ansatz, der im Grunde ja berechtigt ist. Die Furcht vor Regressansprüchen bzw. vor den Leuten bzw. Institutionen die -im Fall wenn trotzdem mal etwas schief geht- hinterher immer alles besser wissen, führt aber leider dazu, dass die Hemmschwelle eine Warnung auszusprechen inzwischen sehr niedrig ist. Im Unglücksfall gibt es heutzutage kein Erbarmen mit den Schuldigen - aber niemand muss sich verantworten eine übertriebene Warnung ausgesprochen zu haben.

 

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Guest MD-80
Als Beispiele möchte ich die Wetterwarnungen letztes Wochenende vor "Starkregem und heftigen Gewittern" anführen - vor 25 Jahren gab es solche Warnungen bei so einem Wetter nicht.

Sehr richtig. Möglicherweise eine Folge der Vollkaskomentalität und der Selbstbestätigung, wie schlimm die Natur doch zu uns Menschen ist. Da bringt doch tatsächlich die Natur unseren eng gestrickten Zeitplan durcheinander und nun habe ich noch weniger Zeit, den Klimawandel zu stoppen und der Natur zu zeigen, wie sie zu ticken hat.

Gruss ;)

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Hast Du dafür eine Quelle? Dann hätte man FR bei einer faustdicken Lüge erwischt, sie schreiben ja:

This afternoon Ryanair operated another flight, without passengers, from Glasgow to Edinburgh through an area designated by the CAA as 'high ash concentration'. Again no evidence of ash was encount...

 

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Ryanair says test flight found no ash

 

Ryanair yesterday said it dispatched a test flight from Glasgow Prestwick to see if the ash posed a danger. The 90-minute flight flew to Inverness, on to Aberdeen and down to Edinburgh – all of which were said to be in a red zone of “high ash concentration”.

 

“Exactly as we predicted there was no evidence of any volcanic ash material whatsoever,” the company’s chief executive Michael O’Leary said. “There’s no cloud over Scotland. There’s no dust on the airframe or engines or the wings.”

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Unser deutsches messflugzeug ist derzeit noch nicht einsatzbereit ...

 

http://www.airliners.de/rahmenbedingungen/...atzbereit/24228

 

Einerseits kann ich ja verstehen, dass man das Flugzeug auch für andere Aufgaben nutzt und dass es Zeit kostet, die Messgeräte auszutauschen. Aber der Vulkanausbruch war ja nicht eben erst gestern und da erwarte ich eigentlich, dass so eine Aufgabe hier Vorrang hat und man auch alles tut um volkswirtschaftlichen Schaden und Probleme für zig Unternehmen abzuwenden.

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Die haben aber auch nichts gelernt von april 2010.....

 

Die Aussergewöhnlichkeit der Situation in Europa wird schon dadurch belegt,das eines der vernüftigsten Statements damals zu einem Aviatik - Thema ausgerechnet im ansonsten technologisch unbefleckten Feulliton der FAZ zu finden war.

 

Die Vorsicht der Behörden ist verständlich. Wer wollte für einen Absturz

verantwortlich sein ? Es geht auch nicht darum,Die Triftigkeit von Simulationen

prinzipiell zu bestreite. Es geht darum dass sie so sehr als Tatsachen gehandelt werden, das Entscheidungsabläufe

erzwungen werden, die keinen Raum mehr für Erfahrung, Intuition, vulgo den gesunden Menschenverstand lassen.

 

Skurril wird der Vorgang erst, da die offenkundige Anschaaung ( keine Aschewolke zu sehen ) zugunstens des missinterpretierten Computermodells der Vorhersagestation in Schottland VAAC, verworfen wurde.

 

Ergebnis :

 

Bei strahlendblauen CAVOK Wetter wie jetzt auch, stand die gesamte deutsche IFR Luftfahrt still, weil - vereinfacht gesagt - auf den Computer starrte, anstatt aus dem Fenster zu schauen.

 

Völlig über die Stränge schlugen auch die Flugsicherungsorganisationen in Belgien, Dänemark, Schweiz und Österreich. Dort waren selbst VFR Flüge landesweit untersagt.

Der Sinn dieser Massnahme entschloss sich niemanden, schliesslich ist jeder VFR Pilot in der Lage, einer großen schwarzen Wolke auszuweichen. Im laufe des tages wurde das VFR Verbot in der Schweiz wieder aufgeweicht, Österreich und Dänemark blieben zu selbst für Segelflieger, deren Triebwerke ja gemeinhin, ja wenig anfällig für Ascherückstände sind.

 

Einen hirnloseren Aktionismus haben wir in Europa selten erlebt. Und nun soll es wieder so werden ??

 

Was sich aber dann im laufe der Zeit als Kompromisslösung entwickelte, darf getrost als einmalig in der deutschen Luftffahrtbezeichnet werden. Den großen Airlines war aufgefallen, das die einschränkung nicht für Sichtflüge galt und es wurde im DFS - Krisenstab eruirt ob man denn innerhalb der gesperrten Areas nicht wenigstens einen Teil der Flüge im Sichtflug abwickeln könne.

Die DFS hatte ja nichts gegen Sichtflug mit Linienmaschinen, wie soll sie auch, denn das Wochenende war ja voll von fröhlichem VFR Verkehr.

Auf diesem weg wurde beim LBA flugs die Ausnahme im Betriebshandbuch beschlossen. Dasteht nämlich drin das Flugzeuge mit Passagieren ausschliesslich unter einen IFR Flugplan fliegen müssen.

 

Da kann es kaum verwundern, dass die wesentliche kritik, der sich Ramsauer am Tag danach ausgesetzt sah, darauf abziehlte, wieso er den Airlines eine " Ausnahmegenehmigung für Sichtflüge " erteilt habe.

Die Diskussion beginnt damit schon auf einer irreführenden Prämiss, denn Ramsauer hat niemanden eine Ausnahmegenehmigung für den Sichtflug erteilt, der Sichtflug war lediglich von der ohnehin übertriebenen Einschränkung nicht betroffen.

Hätte Ramsauer einfach und richtigerweise gesagt, das der Sichtflug zugelassen ist, weil man im Sichtflug einer großen schwarzen Wolke ausweichen kann, wäre er ausgelacht worden - nicht wegen dieses zutreffenden Statements, sondern weil jeder, wie jetzt 2011 auch, mit blossem Auge erkennen konnte, dass es in Deutschland keine große dicke schwarze Aschewolke gab.

 

Um zu begreifen wie weit " Aschewolke " und contaminatet Area " voneinander entfernt sind mag diese Betrachtung helfen.....:

 

Der TSIO einer Cessna 414 Businesstwin setzt bei 32 inch Ladedruck , ca. 4,3 Liter Luftvolumen pro propellerumdrehung durch.

 

bei 2500Umdrehungen pro Minute ergibt das 10750 literluftdurchsatz pro minute bzw. 645 kubikmeter pro stunde.

 

bei der tatsächlich gemessenen Konzentration von 60 Mikrogramm pro kubikmeter folgt, das das Triebwerk pro Betriebsstunde ca. 38 Milligramm Vulkanasche ansaugt.

 

Um nun ein gramm - ein einziges gramm - Vulkanasche im Luftfilter anzusaugen, müsste das Flugzeug 26 Stunden lang in der 60 mikrogramm Konzentration unterwegs sein. mal angenommendas triebwerk, bekäme in seiner gesamten Lebesdauer des Triebwerks, nicht einmal den Luftfilter gewechselt, und wäre ausschliesslich in der europäischen Aschewolke unterwegs, hätten sich über die gesamte Lebensdauer des Triebwerks sage und schreibe 61 Gramm vulkanisches Material im Filter abgelagert.

Man darf sich angesichts solcher Betrachtungen getrost fragen : Beherrscht eigentlich irgendjemand im Verkehrsministerium noch die Grundrechenarten ?? - oder wenigstens die Mengenlehre ??

 

Statt an dieser Stelle einen taschenrechner in die Hand zu nehmen und nachzufragen, wie man eine Konzentration von 60 Millionstel Gramm pro Kubikmeter, auch nur im enferntesten als Wolke bezeichnen kann, konzentrieren sich die Medien auf die Frage,wieso bei strahlend blauen Himmel nach Sichtflugregeln geflogen werden durfte.

 

Eine Frage die in etwa so sinnvoll ist, wie die Frage warum eine Katze genau dort zwei Löcher im Pelz hat, wo die Augen sind !!!!!!!!!!!!

 

Wir können nur hoffen , dass dieses Land zu einer rationalen Risikoabschätzung zurückfindet, jetzt wo uns das nächste Schaulaufen der Dummschwätzer bevorsteht.

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Eine Frage die in etwa so sinnvoll ist, wie die Frage warum eine Katze genau dort zwei Löcher im Pelz hat, wo die Augen sind !!!!!!!!!!!!

 

Die Frage möchte ich mal umformulieren, warum quatschen Leute von einer Sache wie der Luftfahrt wie der Blinde vom Sehen ??

 

2 Gramm Asche in klarer Luft wird man als normal sterblicher kaum sehen können und niemand redet von Cesna`s die mit ihren Lycoming Motoren in 2000 Fuss rumdümpeln aber die Tatsache das Triebwerke in wenigen sekunden Tonnen von Luft durch die Triebwerke schieben sind kein usus und da sind dann 1-2 Kilo von dem Zeug dann doch wieder interessant.

 

Dennoch sollte man nicht schon wieder in diese Panikartigen Schliessungsattacken verfallen, die Politiker in Deutschland und insbesondere der EU haben nichts gelernt. Aber Hauptsache das man regelt wie krumm die Banane sein muss.

 

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Nur mal als Zahlenspiel:

 

Ein Trent 900 saugt pro Sekunde ca. 1.000 Kubikmeter Luft an. Bei dem derzeitigen Grenzwert von 2mg/m³ (Milligramm, nicht Mikrogramm!!!) sind das also 2 Gramm die Sekunde, also 120 Gramm die Minute, die da durchjagen.

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Aus aktuellem Anlass sei dann mal Raumzeit vom DLR empfohlen. Dort wird erklärt wie das mit der Asche ist und warum die Falcon nicht schnell mal abheben kann.

Auch die anderen Folgen sind nur zu empfehlen!

 

Gruß

 

8stein

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