PMcD Geschrieben 21. November 2014 Melden Geschrieben 21. November 2014 Ja, Frankreich ist auch nen super Argument, als Atommacht. Es hat sicher eine ganz andere, eigene militärische Stärke wie z.Bsp. die kleine Slowakei. Und nein, ich bin kein Freund der NATO, im Gegenteil.
744pnf Geschrieben 21. November 2014 Melden Geschrieben 21. November 2014 Ja, Frankreich ist auch nen super Argument, als Atommacht. Finde ich auch. Rate mal wer nach dem Ende der Sowjetunion eine immense Zahl an Atomsprengköpfen besaß und diese erst für Sicherheitszusagen aus Russland, USA und Großbritanniendie Ukraine an Moskau abgab. Genau: die Ukraine.
Beebo12 Geschrieben 21. November 2014 Melden Geschrieben 21. November 2014 Bis vor den Euromaidan war Russland für die Ukraine immer ein Bruderstaat. Die hatten keinen Äußerlichen Feind der es rechtfertigte teure und aufwendige Atom Fähigkeiten zu erhalten. Daher wurden die abgegeben. Für einige fängt die Geschichte der Ukraine halt mit den Aufstand gegen Janu an. Das mit der Ukr EU Zollunion ist genauso tot wie der Nato Beitritt. Das die Ukraine Wizz Streckenrechte verwehrt, ist doch ein deutliches Zeichen, dass die ihren Markt weiter durch (auch neue) Staatliche Barrieren schützen wollen. Was bei einen Eintritt in eine EU Zollunion nicht mehr staathaft ist. Das wird die EU nicht schlucken wollen oder können, und die Zollunion auf Eis legen.
PMcD Geschrieben 21. November 2014 Melden Geschrieben 21. November 2014 Finde ich auch. Rate mal wer nach dem Ende der Sowjetunion eine immense Zahl an Atomsprengköpfen besaß und diese erst für Sicherheitszusagen aus Russland, USA und Großbritanniendie Ukraine an Moskau abgab. Genau: die Ukraine. Kannst du das mal in klaren Sätzen ausdrücken?
jared1966 Geschrieben 21. November 2014 Melden Geschrieben 21. November 2014 @Jeze Was viele scheinbar ausblenden: ist es überhaupt erstrebenswert, dass jeder der NATO beitritt? Das heißt ja nichts anderes, als dass die Gefahr eines NATO-Bündnisfalles in den man hineingezogen werden kann immer größer wird. Nein, die Frage lautet: Ist es überhaupt erstebenswert, sich in die Rolle eines selbsternannten Diktators zu versetzen, der die gesamte Welt, samt seines eigenen Landes, unter Mißachtung des Völkerrechts mittels nuklearer Waffen, gezielter Demagogie und Falschmeldungen (genau wie Du!) und Tyrannei über Geheimdienste in Angst und Panik versetzt und selbst ein Leben lebt, was er anderen Staaten nicht gönnt?
jaydee Geschrieben 21. November 2014 Melden Geschrieben 21. November 2014 Du findest in Deinem Garten Öl. Du musst dieses dann in Dollar verkaufen. In welcher Art und Weise spielt denn hier der Umrechnungskurs zum EUR eine Rolle bzw. wer trägt das Kursrisiko? Wenn Du mit diesem Geschäft Wachstum generierst - stabilisierst Du damit den Dollar oder den EURO? Jetzt kommen wir näher. Du sagst hier etwas anderes aus als zuvor. Ja, für die USA besteht der Vorteil darin, Rohstoffe ohne Wechselkursrisiko zu kaufen. Vom Prestige abgesehen bringt das nicht viel, da dies günstig gehedgt werden kann. Allerdings haben auch die anderen Länder davon ein Bonus - der Dollar ist seit 100, 200 Jahren eine der absolut stabilsten Währungen der Welt. Alles in allem ist der USD nicht die dümmste Wahl als Währung für Rohstoffe. Wenn ich allerdings Wert schaffe, z.B. mit meinem kleinen Ölbrunnen im Garten, hat die USA nichts davon. Dies verkaufe ich z.B. "spot" nach Polen, dort wird in Zloty abgebucht, in USD umgerechnet, transferiert, in EUR umgerechnet, in EUR ausgezahlt. Für den USD ein Nullsummenspiel. Und damit ist die vorige Behauptung falsch, dass die USA von diesem Wachstum etwas abbekommen. Wenn alle Deine Nachbarn die Grenze zu Dir auf ihrer Seite verminen, dann dürfen die das, aber Du wirst dann nicht davon ausgehen, dass sie Dir gegenüber Gutes im Schilde führen. Hierbei sind Deine Aussagen auch schräg, wenngleich deckungsgleich mit russischen Staatsmedien. Erstens ist es geographisch unmöglich, Russland zu "umzingeln" (alleine diese Begriffe...). Zweitens gab es seit Jahrzehnten keine Intervention auf russischem Staatsgebiet, aber etliche andersherum. Es ist auf Jahrzehnte hin völlig unrealistisch, dass ein NATO-Land in Russland irgendwie militärisch interveniert. Aber Angst ist das wichtige Werkzeug von Manipulation, also muss diese Karte natürlich gezogen werden. Warum also die Aussage, dass Russland "davon ausgehen muss, dass sie dir gegenüber nichts gutes im Schilde führen". Ist es nicht genau anders herum? Und ist eine solche Vermutung alleine schon Grund für Annektionen fremden Staatsgebietes? Darf Deutschland nun auch wieder Frankreich überfallen "weil die bestimmt nichts gutes im Schilde führen"? Und die Idee der EU ist eben nicht, die Grenzen zu "verminen", sondern die Idee ist es, "Metalldetektoren" auf ihren Grundstücken einzubauen. Jeder ist willkommen, aber ohne Waffen.
comeback Geschrieben 21. November 2014 Melden Geschrieben 21. November 2014 Erst die Zaren, dann die Kommunisten, jetzt Putin. Russland war schon immer ganz groß darin, das eigene Volk und den Rest der Welt zu tyrannisieren. Eigentlich eine Schande für so eine große europäische Kulturnation. Gingen von Russland überhaupt schon jemals irgendwelche positiven Impulse für die Menschheit aus? Man könnte den aufopferungsvollen Kampf gegen die Nazis nennen, doch diese Leistung hat die Rote Armee durch ihre Verbrechen gegen die deutsche (und polnische) Zivilbevölkerung schnell wieder entwertet. Man kann nur hoffen, daß das russische Volk sich irgendwann auch mal emanzipiert und den Weg in die freie Welt findet. Putins Vorgehen wirkt wie das eines hinterwäldlerischen afrikanischen Diktators und nicht so, wie man es von einem aufgeklärten, modernen Staatenlenker im 21. Jahrhundert erwartet.
jubo14 Geschrieben 21. November 2014 Melden Geschrieben 21. November 2014 Kannst du das mal in klaren Sätzen ausdrücken? Das ist doch ganz einfach. Nach Zerbrechen der UdSSR lagen Unmengen der Atomwaffen auf dem Gebiet der neu gegründeten Ukraine. Diese war plötzlich die drittgrößte Atommacht dieses Planeten. Da es aber von vornherein klar war, dass man sich diese Waffen weder leisten konnte, noch wirklich wollte hat man sich mit Russland und den USA zusammengesetzt und einen Vertrag ausgehandelt. (Budapester Memorandum, incl Großbritannien, Weißrussland und Kasachstan)) Darin haben die Vertragsparten vereinbart, als Schutzmächte für einen unabhängige Ukraine zu fungieren, wenn diese dafür die Atomwaffen herausgeben, bzw. vernichten. Zusätzlich wurde ein Stationierungsabkommen über 25 Jahre für russische Truppen auf der Krim geschlossen. Die Atomwaffen wurden abgegeben und vernichtet und rund 30.000 russische Soldaten verblieben auf der Krim. Jahrelang war damit alles soweit in Ordnung. Russland und die Ukraine übten Demokratie. Das Ergebnis war mal so, mal so. Und nun passierten mehrere Dinge gleichzeitig. In Russland hat man bemerkt, dass der Stationierungsvertrag ja nun bald ausläuft und eigentlich neu verhandelt werden muss. In der Ukraine bestanden gleichzeitig Bestrebungen sich wirtschaftlich etwas von Russland zu lösen. Und zu allem Überfluss hatte man in der EU entdeckt, dass in der Ukraine 45 Millionen potentielle Kunden für EU-Produkte leben. Haut man diese Gemengelage nun in einen Topf, könnte man glatt zu der verrückten Lösung kommen, dass die Russen ihre Truppen weiter auf der Krim stationieren dürfen, wenn die Ukraine dafür das Öl und Gas weiterhin zu Dumping-Preisen von Russland geliefert bekommt, und zu allem Überfluss die EU auch noch ihre Waren und Leistungen in der Ukraine zu deutlich besseren Konditionen absetzen kann. Aber irgendwie waren die Russen, die hier die eindeutigen wirtschaftlichen Verlierer gewesen wären nicht sehr begeistert und fingen an am Gashahn zu drehen. Darauf hin hat ein Herr Janukowitsch die USA und Großbritannien darum gebeten, sich doch mal um die Einhaltung des Vertrages zu kümmern und Russland in seine Schranken zu weisen. Das sich die Geschichte dann "etwas" anders entwickelt hat ist nun auch schon wieder Geschichte. Den einzigen Vorwurf den sich in dieser Geschichte die USA gefallen lassen müssen, ist dass sie, wie die Russen auch, den in Budapest geschlossenen Vertrag gebrochen haben. Denn nach diesem Vertrag hätten die USA eigentlich ihre Streitkräfte in die Ukraine schicken müssen, als die Russischen Truppen auf die Krim marschiert sind. Denn in diesem Vertrag hatte man sich eigentlich verpflichtet, der Ukraine militärisch beizustehen, falls diese von einer Armee, die über Atomwaffen verfügt, angegriffen wird. Sich jetzt darüber zu streiten, wer "Schuld" hat, ist eine reichlich überflüssige Diskussion. Eigentlich steht ja wohl nur fest, dass in diesem ganzen Schlamassel die Ukraine der große Verlierer ist und auch in Zukunft bleiben wird. Ach so, eines hatte ich noch vergessen zu schreiben. Mir ist natürlich klar, dass meine Sicht der Dinge nur durch die US- und EU-Propaganda geprägt ist und ich mich ausschließlich auf meinungsgefärbte und beeinflusste Quellen beziehe. (Wer hier Ironie findet, darf sie behalten!)
aaspere Geschrieben 21. November 2014 Melden Geschrieben 21. November 2014 Die Ironie habe ich gefunden und behalte sie auch. :) Ansonsten zeigt Dein Beitrag, daß man manchmal komplizierte Dinge in der Weltpolitik auch mit einfachen Worten zutreffend erklären kann.
Flotte Geschrieben 21. November 2014 Melden Geschrieben 21. November 2014 In Russland hat man bemerkt, dass der Stationierungsvertrag ja nun bald ausläuft und eigentlich neu verhandelt werden muss. 2042? Daher: Der Westblock hat die Geduld verloren, als der frisch und mit OSZE-Weihen gewählte Präsident mir nichts, dir nichts mit Russland verhandelt und um 25+5 Jahre verlängert hat...
jubo14 Geschrieben 21. November 2014 Melden Geschrieben 21. November 2014 2042? Daher: Der Westblock hat die Geduld verloren, als der frisch und mit OSZE-Weihen gewählte Präsident mir nichts, dir nichts mit Russland verhandelt und um 25+5 Jahre verlängert hat... Hast Du völlig richtig erkannt. Für 4 Mrd. Dollar (und ich dachte Russland handelt sein Öl und gas nicht in dieser komischen Währung ...) hätte die Flotte bis 2042 dort bleiben dürfen. Ein von Russland gedachter Schachzug gegen die NATO. Bloß dass dann die EU mit Ihrem Vertrag kam. Da hätte die Ukraine von dem gesparten Geld nämlich lecker in der EU einkaufen können, statt das wie bisher in Russland zu tun. 12 Punkte für die Ukraine und eine lange Nase für Russland. Du musst mir jetzt allerdings erklären, wobei der "Westblock" jetzt eigentlich die Geduld verloren hat bzw. was das dann ausgelöst hat. Und wer bitte ist der "Westblock"?
Flotte Geschrieben 21. November 2014 Melden Geschrieben 21. November 2014 Ich fürchte, die von Dir wiederum aufgebrachten Fragen wurden auf den 42 vorstehenden Seiten bereits ausführlicher beleuchtet; mir ist nicht derart langweilig, jetzt zum n-ten Mal Fragen zu sortieren und zu beantworten - oder "beantworten", wie Du es ja vermutlich sehen wirst. Ich darf wärmstens empfehlen, nochmals einen Blick in The Grand Chessboard, seine Karten und Timelines zu werfen: der Autor ist wohlauf und es ist nicht bekannt, daß er grundlegende Irrtümer diesbezüglich eingeräumt oder korrigiert hätte. Jelzin spielte 1997 wohl kein Schach, oder doch weniger konzentriert.
JeZe Geschrieben 21. November 2014 Melden Geschrieben 21. November 2014 Jetzt kommen wir näher. Du sagst hier etwas anderes aus als zuvor. Ja, für die USA besteht der Vorteil darin, Rohstoffe ohne Wechselkursrisiko zu kaufen. Vom Prestige abgesehen bringt das nicht viel, da dies günstig gehedgt werden kann. Allerdings haben auch die anderen Länder davon ein Bonus - der Dollar ist seit 100, 200 Jahren eine der absolut stabilsten Währungen der Welt. Alles in allem ist der USD nicht die dümmste Wahl als Währung für Rohstoffe. Ich glaube der Knackpunkt ist, dass das, was so lapidar als "können halt Rohstoffe ohne Wechselkursrisiko kaufen" bezeichnet wird in seiner Tragweite nicht zu Ende gedacht ist. Was bildet denn der Wechselkurs ab? Doch wohl die unterschiedliche Leistungsfähigkeit zweier Wirtschaftsräume. Und was bedeutet es für den anderen, wenn einer dieses Riskio ausschließt? Der Dollar wurde als Leitwährung eingeführt, weil die USA die größten Goldreserven hatten und den anderen Ländern versprochen wurde, dass der Dollar durch Gold gedeckt ist. Dies wurde aber von Nixon aufgehoben und damit trat der von mir beschriebene Effekt in Kraft. Und die Idee der EU ist eben nicht, die Grenzen zu "verminen", sondern die Idee ist es, "Metalldetektoren" auf ihren Grundstücken einzubauen. Jeder ist willkommen, aber ohne Waffen. Für die EU gilt das - für die NATO nicht.
Beebo12 Geschrieben 21. November 2014 Melden Geschrieben 21. November 2014 Die Bewertung zu den Koalitionsvertrag der quasi All Parteien Koalition von Poroschenko und Jazenjuk: "On the whole, the ideology of the draft coalition agreement is rooted in the command economy and far removed from free-market principles, which partially explains the insignificance of progress in Ukrainian reforms," the economists wrote. http://www.bloombergview.com/articles/2014-11-21/bidens-right-to-be-scared-of-ukrainePoroschenko ist in der Vergangenheit aufgefallen, dass er aktiv staatlichen Schutz für seine Unternehmerische Tätigkeiten eingefordert und bekommen hat. Jazenjuk ist eine Radikale US hörige Luftnummer. Jetzt schreiten die zu Tat und Reformieren die Ukrainische Wirtschaft hin zu mehr Planwirtschaft. Hier am Beispiel von der Airline Industrie: An “order of designations” requiring carriers to be more than 50 percent Ukraine-owned and offer domestic flights along with international ones can be satisfied only by flag-carrier Ukraine International Airlines, the Kiev-based unit said today. “Wizz Air Ukraine is deeply concerned by this document as it contains a number of restrictions which signal a major step back,” it said in a statement. http://www.bloomberg.com/news/2014-11-20/wizz-air-says-local-ownership-rule-threatens-ukraine-unit-future.htmlDa schicken IWF, USA und EU denen Monatelang Marktradikale Reformberater und die in Kiew bringen Anti Wettbewerbs Gesetze. So verarscht wurden die nicht einmal von den Griechen, und die hat der IWF quasi fallen gelassen. So bekommen die keine weiteren Devisenkredite, und ohne die wird es einen neuen Maidan geben. Da kann Vlad ja einen Vertrauten in Kiew installieren und die Restproblem mit der Krim mit den lösen. Da lügt uns die DE Natopresse noch vor, dass dort unverbrauchte Kräfte die Macht übernehmen, aber real ist der Westen nicht nur an Putin gescheitert, sondern auch an Poroschenko und Jazenjuk.
jubo14 Geschrieben 22. November 2014 Melden Geschrieben 22. November 2014 Ich fürchte, die von Dir wiederum aufgebrachten Fragen wurden auf den 42 vorstehenden Seiten bereits ausführlicher beleuchtet; .... Nicht im Ansatz! Was ich auf diesen Seiten bisher lesen kann, ist die Meinung, dass alle die Russland für den Bösen halten keinen Ahnung von den Verhältnissen in der Ukraine haben und von westlicher Propaganda missinformiert wurden. Wo sich "der Westen", der "Westblock", die EU oder die NATO nun aber wirklich falsch verhalten hätte, welche ihrer Handlungen nun zur Eskalation dieses Konflikts, und damit auch zum Abschuss des Passagier-Flugzeuges geführt hätten, diese Frage ist nicht einmal auch nur ansatzweise beantwortet worden. Es wird Dich überraschen, wenn ich sage, dass ich die Russen durchaus verstehe, wenn sie sich von der Ukraine verar... fühlen. Denn die Gas-Rabatte waren ja nun ausdrücklich als Kompensationsgeschäft gedacht. Wenn ich (als Russland) nun aber befürchten müsste, das das Geld dann doch für den Handel mit anderen Partnern (z.B. der EU) verwendet wird, wäre ich auch angesäuert. Nur deswegen in der Krim einzumarschieren? Das ist Kanonenboot-Politik aus Zeiten der Kollonialkriege. Das ist "Politik" aus einer Zeit vor dem ersten Weltkrieg! Und es tut mir nun unendlich leid, wenn ich damit die Gefühle einiger User hier verletze. Aber da ich den Konflikt in der Ost-Ukraine nur als einen Folge der russischen Annexion der Krim sehe, ist somit für mich auch Russland, und damit in Person auch Herr Putin, zumindest moralisch verantwortlich, für den Abschuss der Malaysia Airlines Maschine. Wer letztendlich juristisch dafür die Schuld trägt, werden wir wohl niemals erfahren werden. Da werden wir uns zähneknirschend damit zufrieden geben müssen, dass es ein Kollateralschaden bei den Kämpfen in diesem Konflikt war. Auch wenn ich der Meinung bin, dass ausnahmslos alle führenden Politiker der Ukraine der letzten 10 Jahre ihr gerüttetes Maß Mitschuld an der Misere haben, fehlt mir jegliches Verständnis für die Handlungen Russlands und seines Präsidenten. Und spätestens sein Auftritt zum G20 Gipfel, als er mit 4 seiner Kriegsschiffe vor Australien auftauchte, wirft bei mir die Frage auf, ob das nun Größenwahn oder doch nur Minderwertigkeitskomplexe sind. Schlimm wäre allerdings beides! Ja, ich habe eine sehr subjektive Meinung. Aber nein, ich kann hier auf 42 Seiten nicht ein Argument finden, dass gegen meinen Meinung sprechen würde.
JeZe Geschrieben 22. November 2014 Melden Geschrieben 22. November 2014 Nicht im Ansatz! Was ich auf diesen Seiten bisher lesen kann, ist die Meinung, dass alle die Russland für den Bösen halten keinen Ahnung von den Verhältnissen in der Ukraine haben und von westlicher Propaganda missinformiert wurden. Wo sich "der Westen", der "Westblock", die EU oder die NATO nun aber wirklich falsch verhalten hätte, welche ihrer Handlungen nun zur Eskalation dieses Konflikts, Das war meines Erachtens vor allem der Punkt, dass die Ukraine sich mittels des Assoziierungsbakommens sprichwörtlich zwischen Russland und der EU entscheiden musste. Dieses sieht auch militärische Zusammenarbeit vor. Und wenn man das nun vor dem Hintergdund betrachtet, dass Sewastopol auf der Krim seit dem 18. Jahrundert der Hauptstützpunkt der Schwarzmeerflotte ist, dann kann man Russlands verhalten zumindest nachvollziehen, wenn man es auch nicht akzeptieren muss. Es nachzuvollziehen ist meines Erachtens aber deswegen wichtig, weil in den Medien der Eindruck entsteht, dass Russland daran interessiert wäre unbegrenzt in andere Länder einzufallen und diese zu erobern. Auf der Krim wollte man sich aber wohl schlicht dafür sorgen, dass dieser strategisch wichtige Stützpunkt nicht an den Westen fällt. Dies hat man zugegeben nicht so elegant gelöst, wie die NATO das mit Hilfe der UN üblicherweise tut. Das ist Kanonenboot-Politik aus Zeiten der Kollonialkriege. Das ist "Politik" aus einer Zeit vor dem ersten Weltkrieg! Was ich halt nicht verstehe ist, warum z.B. der Irakkrieg nicht so kritisch betrachtet wird. Putin hätte sicherlich auch ein paar Lügen für die Krim erfinden können und dann einen Einarsch damit begründen können, dass er Werte verteidigen muss. Er ist schlicht zu ehrlich vorgegangen. Das macht die Sache nicht besser, führt aber die Darstellung ad absurdum, dass Putin unberechenbar und irrational handeln würde.
aaspere Geschrieben 22. November 2014 Melden Geschrieben 22. November 2014 Wenn das stimmt, was die SZ vermeldet, http://www.t-online.de/nachrichten/specials/id_71885628/kriegs-in-der-ost-ukraine-russischer-geheimdienstler-prahlt-.html und auf t-online verbreitet wurde, dann wäre die russische Verantwortung für den Krieg in der Ostukraine geklärt. Wir haben aber nur die angebliche Aussage dieses russischen Geheimdienstobristen und wissen deshalb auch nicht, ob das wirklich stimmt. Wenn aber doch, dann ist es nicht wahrscheinlich, daß man im Kreml nicht wußte, was da ablief. Erklärt zwar immer noch nicht, wer nun konkret die Verantwortung für den Abschuss von MH17 trägt, aber vielleicht outet sich da auch nochmal jemand.
jubo14 Geschrieben 22. November 2014 Melden Geschrieben 22. November 2014 @ JeZe Also entweder, wir greifen auf vollständig unterschiedliche Medien zu, oder haben eine etwas andere Wahrnehmung. Den ersten Irak-Krieg, nach dem Überfall Saddams auf Kuwait, mit Mandat der UN und voller Unterstützung der arabischen Welt, wollen wir jetzt mal bitte außen vor lassen. Doch der zweite Irak-Krieg, ohne jegliches Mandat, ohne Beteiligung der überwiegenden Mehrheit der NATO-Staaten, wird nach meiner Wahrnehmung, ja nun wirklich in keiner Weise als gerechtfertigt angesehen. Für mich gibt es aber einen himmelweiten Unterschied. Die USA haben gewaltsam ein Regime entfernt, sind bei dem Versuch gescheitert ein neues, ihnen genehmes Regime zu installieren, und haben das Land im Chaos zurück gelassen. In Summe ist es eine Aktion ohne Sinn und Verstand gewesen, stabil ist das Land auch nicht wirklich, aber es ist nicht mehr vom Amerikanischen Militär besetzt. Russland hat hingegen seinen Nachbarn überfallen und ihm ein Gebiet weggenommen, in dem man eigene Interessen verfolgt. Das alles, um zu verhindern, dass dieser Nachbar eventuell in der Zukunft etwas unternehmen würde, was diesen eigenen Interessen zuwider läuft. Und es sieht nicht wirklich danach aus, dass man dieses Gebiet, also die Krim wieder herausgeben will. Im Gegenteil, man hat im Nachbarland gleich den nächsten Konflikt befeuert, weil dieser so schön von der Krim-Frage ablenkt. Und jetzt sei mir nicht böse, aber ich denke, Du stehst mit der Meinung, dass Putin in den letzten Monaten berechenbar gewesen ist und rational gehandelt hat, außerhalb Russland ziemlich alleine da.
Michael72291 Geschrieben 22. November 2014 Melden Geschrieben 22. November 2014 Was ich halt nicht verstehe ist, warum z.B. der Irakkrieg nicht so kritisch betrachtet wird. Putin hätte sicherlich auch ein paar Lügen für die Krim erfinden können und dann einen Einarsch damit begründen können, dass er Werte verteidigen muss. Er ist schlicht zu ehrlich vorgegangen.Man sieht an den USA das man mit Lügen+PR nicht mal Sanktionen befürchten muß, da kann man mit nachgewiesenen Lügen Kriege führen mit zehntausenden Toten und Millionen Flüchtlingen(die wieder andere Kriege verursachen) ohne Konsequenzen zu befürchten.Russland müsste diese Armee an PR-Agenturen erst aufbauen um da mithalten zu können (wenn sie das wollen). Das ganze funktioniert aber nur solange man grössere Medien unter Kontrolle hat, Geschichten müssen nur ein paar Tage immer wieder wiederholt werden, danach sind sie kaum noch angreifbar, wer es trotzdem macht ist dann ein 'Verschwörungstheoretiker'.
jaydee Geschrieben 22. November 2014 Melden Geschrieben 22. November 2014 Sag mal habt ihr in den letzten 10 Jahren keine Medien konsumiert? Die USA bekamen für das Irak Abenteuer richtig viel Prügel in Europa. Aber was können die Bewohner des Donbass für die Irak Aktivitäten der Amis? Sippenhaft kanns nicht sein, beide haben miteinander nix zu tun.
Michael72291 Geschrieben 22. November 2014 Melden Geschrieben 22. November 2014 Wir haben aber nur die angebliche Aussage dieses russischen Geheimdienstobristen und wissen deshalb auch nicht, ob das wirklich stimmt.Der Mann ist seit 04/2013 pensioniert/ausgeschieden
aaspere Geschrieben 22. November 2014 Melden Geschrieben 22. November 2014 Quelle? Aber bitte eine seriöse solche.
Michael72291 Geschrieben 22. November 2014 Melden Geschrieben 22. November 2014 Quelle? Aber bitte eine seriöse solche.Sollte Wikipedia bei dir "seriös" sein: https://en.wikipedia.org/wiki/Igor_Girkin https://de.wikipedia.org/wiki/Igor_Wsewolodowitsch_Girkin https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%A1%D1%82%D1%80%D0%B5%D0%BB%D0%BA%D0%BE%D0%B2,_%D0%98%D0%B3%D0%BE%D1%80%D1%8C_%D0%98%D0%B2%D0%B0%D0%BD%D0%BE%D0%B2%D0%B8%D1%87 Die Webseiten unterscheiden sich(deshalb gebe ich sie an), nur das "retired" steht irgendwie überall.
aaspere Geschrieben 22. November 2014 Melden Geschrieben 22. November 2014 Nein, nicht hinreichend seriös. Im deutschen Wiki steht überhaupt nichts von pensioniert/ausgeschieden. Und im englischen Wiki stehen nur: 1. By his own admission, he served in the Russian FSB until March 2013.[7 und 2. Ukrainian and EU authorities have identified him as a retired colonel of the GRU (Russia's external military intelligence organisation) who participated in the 2014 Crimea crisis.[6][8][9] Zwischen FSB (Inlandsgeheimdienst und GRU (siehe oben) gibt es aber immer noch Unterschiede. Da steht also nicht wann er nur nach Deinen Worten, wenn überhaupt, aus den Diensten des GRU augeschieden sein soll. Hinreichend seriös erscheinen mir allerdings alle anderen Angaben, die man letztlich damit zusammenfassen kann, daß er ein ganz schlimmer Junge ist mit deutlichen psychopathischen Zügen.
Michael72291 Geschrieben 23. November 2014 Melden Geschrieben 23. November 2014 Drama ist, eine Drittquelle (t-on) zu linken, die eine Zweitquelle (SZ) referiert, die die Quelle verzerrt, die einen altbekannten Akteur befragt, der eigene Interessen verfolgt - und daraus die Verantwortung "des Kreml" herzuleiten.Danke - darin sagt er selbst das er im Ruhestand ist.
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