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airliners.de

Egypt Air MS804 vom Radar verschwunden [19MAY16]


ilam

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Geschrieben

... Bisher sind 80 sehr kleine Körperfragmente geborgen worden, und eben weil die so klein sind, hält der offizielle es für logisch, dass es eine Explosion gegeben hat. Spuren einer Explosion gebe es aber nicht. Aha. Am besten gleich vergessen, die Story.

 

Ich habe gelesen dass die Überreste teilweise Brandspuren zeigen. Bei SR111 waren die Überreste ähnlich klein, die Zerteilung kann also auch allein vom Aufprall stammen. Momentan greift weder Ausschlussverfahren noch Indizienkette.

 

Die widersprüchlichen Informationen (angeblicher Notruf), erinnern mich an die letzte Pressearbeit der Ägypter. Während Griechenland bei den Radardaten weiterhin vom Schlingerkurs und Höhenverlust ausgeht, dementieren dies die Ägypter. Man geht angeblich unprofessionell mit den Wrackteilen um (mögliche Kontamination). Was ist mit dem Ölteppich? Eine Probe hätte längst klären können, ob es sich um Kerosin handelt. Ich möchte damit nichts unterstellen, aber ein Beigeschmack bleibt.

Geschrieben

Es war/ist ja auch mit dem Metrojet Absturz ein wenig ungewöhnlich. Ein Zwischenbericht ist zwar erstellt aber nicht veröffentlicht. Auch verneint die Untersuchung einen möglichen Terroranschlag.

 

Es sind doch ständig AWACS vor der Syrischen Küste unterwegs um die Flugbewegungen über Syrien  zu beobachten/koordinieren.

Die Reichweite sollte eigentlich ausreichen.

Geschrieben

An die Awacs habe ich auch schon gedacht - haben die Aufzeichnungen denn man wird wohl weniger das Meer überwachen, das noch 200 Meilen vor dem Ägyptischen Festland ist, ich denke die beschränken sich auf ihr Auftragsgebiet

Geschrieben

Meinen Beitrag noch zum Thema" Brand, Brandausbreitung, Verweise auf z.B SR111...". Materialfreigaben und Zertifizierungen unterliegen strengster Prüfungen, insbesondere Brandprüfungen. Diese sind bis auf das kleinste Detail in der CS25...beschrieben. Hier werden Unterscheidungen bei der Verwendung im "Electr. Wiring , Eqipment..." gemacht, Einzelheiten beschrieben und das durchzuführende Testverfahren beschrieben. Die Ergebnisse, wie max. Brandlänge (z.B 60 sec direkte Beflammung-Brandlänge nicht länger als 150mm), brennendes Abtropfen, Entzünden von Watte durch brennend abfallende Tropfen...sind strengstens festgelegt und führen bei Nichteinhaltung sofort zum Ausschluss. Ein sich rasch ausbreitendes Feuer wäre katastrophal für die Vorgaben der Zertifizierung. Zum Thema SR111: die Isolierung wurde nach der Überprüfung der Brandeigenschaften umgehend verboten und eine angepasste Zertifizierung veranlasst.

Geschrieben

Meinen Beitrag noch zum Thema" Brand, Brandausbreitung, Verweise auf z.B SR111...". Zum Thema SR111: die Isolierung wurde nach der Überprüfung der Brandeigenschaften umgehend verboten und eine angepasste Zertifizierung veranlasst.

Bei der Isolierung war soweit ich weiss die thermische Isolierung der Kabine gemeint, nicht die Isolierung der Kabel, oder? Allerdings war bei SR111 doch auch das Ummantelungsmaterial der elektrischen Kabel Gegenstand der Untersuchungen und stand auch auf der Liste der Mitverursacher des Brandes, soweit ich das noch im Kopf habe.

Geschrieben

Ja, das stimmt. Hier habe ich mich zu ungenau ausgedrückt. Nicht ausreichend flammgeschützt war die Kabinenisolierung (Komfort). Dennoch unterliegen heute alle verbauten Materialien verschärften Untersuchungen, die nicht nur auf eine Bauteilprüfung (also das komplette Bauteil darf nicht brennen) sondern auch auf eine Untersuchung der verbauten Materialien (das eingesetzte Material darf nicht brennen) abzielen.

Geschrieben

Alles richtig, nur noch eine Ergänzung: Schwierig wird es, wenn unvorhergesehene Materialeigenschaften zu Tage treten. Zwei Beispiele: Kapton, was weitreichend als Kabelisolierung eingesetzt wurde, war zugelassen und hatte sehr gute Materialeigenschaften für den Zweck. Leider nur im frischen Zustand, es alterte sehr schnell und machte die Verkabelung zur Gefahrenquelle. Und aktuell: Die u.a. in der A400M verbaute Legierung, die zu unvorhergesehener Rissbildung neigt.

Geschrieben

Weißt Du zufällig, ob um 100% Sauerstoff führende Leitungen verschärfte Bedingungen gelten hinsichtlich der zugelassenen Materialien? Da es wohl um den näheren Cockpit-Bereich geht, sollte man das nicht außer Acht lassen.

 

Wenn es in der Nähe von reinem Suerstoff nur kokelt, mündet das in der Regel in eine Katastrophe, siehe Apollo Test auf der Erde um 1967 der Kommandokapsel (?) mit Chaffe, White und Grissom.... jedenfalls waren alle 3 fatal, trotz dass die Rettungsmannschaften in unmittelbarer Nähe waren. Damals hatte man eine reine Sauerstoffatmosphäre in den Raumfahrzeugen.... ein elektrischer Fehler und es wurde sofort lebensbedrohlich.

Geschrieben

Ja, das stimmt. Hier habe ich mich zu ungenau ausgedrückt. Nicht ausreichend flammgeschützt war die Kabinenisolierung (Komfort). Dennoch unterliegen heute alle verbauten Materialien verschärften Untersuchungen, die nicht nur auf eine Bauteilprüfung (also das komplette Bauteil darf nicht brennen) sondern auch auf eine Untersuchung der verbauten Materialien (das eingesetzte Material darf nicht brennen) abzielen.

Die Kabinenisolierung von SR111 war zu dem damaligen Zeitpunkt regelkonform. Man hat erkannt, dass die Brandtests nicht ausreichend waren und man hat nachgebessert. Die Tests sind nun mit Sicherheit besser - aber das muss nicht bedeuten, dass sie unfehlbar sind.

Geschrieben

War bei Swissair nicht vor allem die Verkabelung des nachgerüsteten IFE das Problem? Die kokelte und hing wohl am falschen Bus und wurde deshalb erst ganz zuletzt ausgeschaltet?

Geschrieben

Ja, die ägyptischen Untersucher sind leider nicht gerade für ihre Zuverlässigkeit und Unabhängigkeit bekannt. Schon der Flash Airlines-Absturz Anfang 2004 konnte (trotz Hilfe von französischen und US-amerikanischen Ermittlern) nie eindeutig geklärt werden, da die Ägypter abstritten, dass es sich um menschliches Versagen handelte, da es in Ägypten als ehrverletzend gilt, dass ein Pilot eine Fehler macht. Und bei dem Metrojet-Absturz hat man abgestritten, dass es sich um einen Terroranschlag handelt, um kein schlechtes Licht auf die innere Sicherheitslage zu werfen. Deshalb wird es leider auch hier schwierig sein, die exakte Wahrheit herauszufinden. 

Geschrieben

Mich würde zu dieser ganzen Diskussion um die Scheibenheizung, die Verkabelung und die Steuergeräte (WHC) mal interessieren, wie stark der Aspekt der Brandsicherheit in die Konzeption solcher Baugruppen eines Verkehrsflugzeugs mit einfließt. Jeder kennt aus Alltags-Elektronik das Abrauchen von Bauteilen - hängende Lüfter, überhitzende Spannungswandler, platzende Elkos etc. - und so mancher Wohnungs- oder Fahrzeugbrand wurde dadurch verursacht. Inwiefern unterscheidet sich Luftfahrtstandard hier von Allerweltsprodukten? Werden hier, ähnlich den Bruchversuchen beim Airframe, im Rahmen der Zulassung auch Brandtests gemacht?

 

Ein weiterer Aspekt, der mich interessiert, ist die Neigung der 400 Hz-Elektrik zu Lichtbögen bei Defekten. Ich vermute, das dass sie gegenüber Gleichstrom oder 50 Hz wesentlich stärker ist, aber vielleicht liege ich da falsch?

Geschrieben

Ich denke nicht, dass die Konzeption der Kabel problematisch ist - dafür ist die A320 Familie trotz Millionen Flügen diesbezüglich zu unvorbelastet. Ich könnte mir eher vorstellen, dass bei der Wartung ggf ein Kabel geknickt oder die Isolierung beschädigt wurde. Ggf sogar durch ein Nagetier. Wäre sowas nicht denkbar?

Vom Alter her müsste die Maschine ja neulich ungefähr einen IL-Check hinter sich haben...

Geschrieben

Ja, klar, wenn ein russischer Verteidigungsminister das sagt und das im Kreml die Runde macht... Das riecht doch arg nach einer Propaganda-Ente, mit der die Russen sich bloß wichtig tun wollen. 

Geschrieben

Meteorit? Sicher, theoretisch absolut möglich, aber sehr unwahrscheinlich. Wenn zwischen Australien und Grönland selbst hunderttausende Fragmente bis zu 60 cm Größe auf 48 Stunden verteilt runterkomen, dann istbda sehr viel leerer Raum über die 18.000 km

Geschrieben

Gestern hatte ich irgendwo gelesen, dass das Suchgebiet auf ein Gebiet von 1km Länge auf 400 m Breite eingegrenzt worden wäre. Das ist ja so klein, dass man das wohl gleich mit einem Roboter absuchen wird. Wollen wir hoffen, dass sie nicht wieder singende Wale für die Pinger gehalten haben....

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