Charliebravo Geschrieben 15. Dezember 2007 Melden Geschrieben 15. Dezember 2007 Es geht hier nicht um 1 oder 2 Millarde sondern um 6 Millarden € ... ... langfristig. Eine Milliarde würde gerade mal z.B. einem Dutzend neuer Flugzeuge entsprechen. Man will Alitalia rumreissen und daraus eine profitable Fluglinie machen,mit der der Konzern Geld-verdient-so wie KLM auch. Da musste man aber nicht so viel Geld in die Hand nehmen. Der Übernahme-preis ist Prodi und dem AZ Management relativ unwichtig-desshalb stürzt der Preis der Aktie auch in Mailand nicht ab sondern wird nach der Übernahme steigen. Solange die Details aus den Zukunftsplänen der Bieter und deren Gewichtung seitens des Staates nicht bekannt sind, halte ich das für hochspekulativ. Ich würde auch einen Kabitalschnitt nicht gänzlich ausschließen.
aschem Geschrieben 15. Dezember 2007 Melden Geschrieben 15. Dezember 2007 wann würde denn dann dieser Deal für AF/KLM Geld bringen? Also Rendite besser als aufm Sparbuch? AF würde ja erstmal 200 - 300 Mio € für die Aktien zahlen, dazu ein tägliches Minus von ~1 Mio € aus dem Alitalia Ergebnis mit reinbekommen und eine Milliarde investieren. Das macht mal eben ein Minus von ~1,5 Mrd € in den ersten 12 Monaten! Plus Zinsen! Dazu kämen Abfindungszahlungen und sonstwas für die zu reduzierenden Mitarbeiter. Kurzfristige Einnahmen kommen nur n paar € aus kleinen Beteiligungsverkäufen und vielleicht von dem ein oder anderen stillgelgten Flieger. Da lob ich doch mal Lufthansa - zahlen 200 Mio € für n Anteil an ner profitablen Airline, erweitern ihren Markt und kriegen kostenlos Synergien (zb CodeShares, neue Ziele, oder n Wartungsauftrag für LH-Technik). Ob man sich da nicht überhebt?
Mamluk Geschrieben 15. Dezember 2007 Autor Melden Geschrieben 15. Dezember 2007 Na da wir Armchair CEO's es ja sowieso besser wissen als die Manager bei Air France ,geht Ihr also davon aus dass Air France das Geld in den Sand setzt.. Nach der Übernahme wird das mit dem 1 million € Verlust /Tag nicht so weitergehen,da relativ schnell verlusst-bringende Linien geschlossen werden. Ausserdem müssen Flugzeuge nicht gekauft werden sondern werden gelaest-was weniger Kapital ein-friert. Ihr geht bei Eurer Begründung davon aus als würde das so weiterlaufen wie bisher-was aber halt nicht der Fall ist. Das wir über die Lufthansa in Höchsten Tönen reden ,der Konkurrenz es jedoch unterstellen auch Fluglinein sanieren zu können,ist schon leicht arrogant...
Charliebravo Geschrieben 15. Dezember 2007 Melden Geschrieben 15. Dezember 2007 Auch wenn es Dich durch Dein Investment persönlich trifft, kann man die Übernahme der KLM bzw. der Crossair äh Swiss International nur sehr bedingt mit der anstehenden Alitalia-Übernahme vergleichen. In den ersten Fällen wurde dem Übernehmendem keien großen Steine in den Weg gelegt. Doch genau da liegt das grundsätzliche Problem bei der Alitalia. Bedenken als Arroganz abzutun heißt, dass man z.B. die Augen vor der traditionellen Streikbereitschaft der Italiener verschließt. Welche Folgen schon ein einfacher Schnupfen von ein paar Leuten haben kann, war die Tage in DUS zu sehen. Aber vielleicht ist das auch nur eine Frage der Gewöhnung an solche Verhältnisse. ;-) Die kurzfristige Miiliarde wird die AF auch trotz Rekordergebnissen nicht so einfach aus dem Ärmel schütteln können. Und ob man z.B. die Flugzegue nun finanziert oder nur anmietet, macht bei der gern in solchen Fällen verkündeten Investitionssumme nicht den Unterschied in der Pressemeldung.
aschem Geschrieben 15. Dezember 2007 Melden Geschrieben 15. Dezember 2007 ich versteh auch nicht, in was da investiert werden soll?! es ist doch klar, daß alle flugzeuge reduzieren wollen - also in neue flieger kann´s nicht sein! In service?! die wollen doch alle mitarbeiter abbauen...?! In IT - möglich aber soviel?! Ich dachte eigentlich, bei der Übernahme wollten alle erstmal Kosten reduzieren und Synergien heben (Flugpläne etc.) anstatt ne Milliarde zu investieren...?! Oder das is eben wieder französisch-clever - es wird ein europäischer Champion geformt! Was ja auch nicht unblöd wäre!
Mamluk Geschrieben 15. Dezember 2007 Autor Melden Geschrieben 15. Dezember 2007 Es darf davon ausgegangen werden das in folgende Gebiete investiert werden : -Abfindungen an gefeuerte Mitarbeiter (Sozialplan ) -z.Teil Flottenerneuerung (z.Teil neue Leasingverträge ) -EDV und Re. System Anpassung an AF/KLM System -Anpassung Alitalia Technik an die AF/KLM Technique -Verbesserung Infrastruktur FCO und Malpensa -Verbesserte Schulung der Mitarbeiter -Neue Innenausrüstung der Flotte -Marketing Kampagne -Schulden-tilgung -Hedging -Auditing
RWTH Geschrieben 16. Dezember 2007 Melden Geschrieben 16. Dezember 2007 Zuerst einmal sollte man unterstreichen, dass AF gewisse Auflagen bei der Uebernahme von KLM hatte und hat, ganz zu schweigen von der goldenen Aktie, die nach wie vor beim niederl. Staat verbleibt. Identisch sind Auflagen, was den Verbleib der Langstreckenziele angeht. Alitalia ist so nicht zu retten und genau darum geht es. In einem zweiten Schritt muss AF/KL in Bruessel gewaltig pushen, um die anti trust concerns ueber den Haufen zu werfen und beim derzeitigen Status der IB, erwarte ich, dass die Briten und Deutschen versuchen werden, auf allen Ebenen in Bruessel zu intervenieren. In der Konsequenz werden wohl die kartell-rechtlichen Auflagen steigen. Die Situation kann sich aendern, wenn einer der beiden nun wirklich IB haben will, dann koennte sich das Gleichgewicht ganz schnell verschieben. Es waere also einiges zu klaeren, bevor man wirklich umstrukturieren kann. Die Franzosen muessen sich bewusst sein, dass die Sache nicht so einfach ueber die Buehne geht, wie der legendaere Deal UTA, Air Inter und AF zu fusionieren, wer da damals in der Kartellbehoerde in Paris zustaendig war, wurde wohl um die Ecke gebracht oder hat ueberhaupt keine Ahnung, um was es geht.... Wie schon mehrfach geschrieben, kann man mit den derzeitigen Mitarbeitern den Laden nicht retten, labour productiviy ist unterirdisch besonders in Relationen zu den stolzen Gehaeltern, die immer noch gezahl werden, die Definition von legacy costs kann man anhand von AZ perfekt darstellen. Inwiefern die Gewerkschaften zustimmen oder wie hoch Abfindungen waeren steht in den Sternen, beides erfordert Geld und man power, das wissen besonders die Hollaender, die sich in Malpensa ja schon mal beide Haende verbrannt haben. Vor allem wird man nicht mehr Synergien heben koennen, wie man bei KLM und Swiss heben konnte, da AZ bereits massiv mit AF codeshared und massiv Kapazitaet ueber Paris fliegen laesst, die Flugplaene sind ebenfalls dahingehend koordiniert. Die Super 80s werden alt und werden in der kommenden Rezession kaum an den Mann zu bringen sein, zumal eine gewisse amer. Airline davon noch 300 hat, die auch massiv ueberbewertet in den Buechern stehen, habe da bei AZ keine genauen Kenntnisse, nur sollte da die Franzosen auch noch einen genauen Blick drauf werfen, viel mehr als scrap value haben die kaum noch...woher kommen dann die Flieger, ist doch alles ausverkauft... Der finale Unterschied. Swiss und KLM waren nicht nur billiger, sondern vor allem am Ende einer massiven internen Umstrukturierung und haben bereits wieder Geld verdient oder waren ein, zwei Quartale davor, das ist bei AZ ganz ganz anders...
Mamluk Geschrieben 16. Dezember 2007 Autor Melden Geschrieben 16. Dezember 2007 http://www.iht.com/articles/reuters/2007/1...UK-ALITALIA.php
aaspere Geschrieben 17. Dezember 2007 Melden Geschrieben 17. Dezember 2007 Also, was wir bisher wissen, sind ja nur Fragmente eines möglichen Übernahmepokers. Mir ist das alles noch zu wenig Fleisch. Man muß ja auch berücksichtigen, daß morgen nur eine Entscheidung ansteht, mit wem man in konkrete Übernahmeverhandlungen eintreten will. Es gibt da ein paar Eckdaten, und dank Mamluk wissen wir, wieviel Geld AF/KLM in toto auf den Tisch zu legen geneigt sind. Von Air One wissen wir herzlich wenig. Bei meiner grundsätzlich positiven Geisteshaltung, würde ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausschließen wollen, daß die Position von Mamluk tragfähig sein könnte. Mir macht nur die große Unbekannte "Gewerkschaften" Sorgen. Da gibt es ja wohl eine eindeutige Präferenz in Richtung Air One.
Mamluk Geschrieben 17. Dezember 2007 Autor Melden Geschrieben 17. Dezember 2007 Toto legt nach und will 1 Millarde rekapitalisieren und 130 neue Flugzeuge zulegen.. Wer immer auch AZ kriegt hat vor ,den Laden relativ energisch umzukrempeln,zu investieren und die Flotte zu erneuern. Stimmt dass die Gewerkschaften der Schwachpunkt der Konstellation sind,jedoch darf davon ausgegangen werden dass alle Beiden Übernahme-kanddaten ein"worst-case-scenario" in der Schublade haben. Rein mathematisch kann es nur aufwärts gehen-auch wenn der Kurs z.Zt. absackt,was dank der Unsicherheit verständlich ist. Ich bleibe bei meiner mittelfristig positiven Analyse bei AZ und bin sicher,das die Fluglinie in Zwei Jahren zu den eher besseren in Europa gehört. Man sollte den Fehler nicht begehen ,nur nach Rückwärts zu schauen und ewig die negativ-Attribute aufzuzählen. Beide Lösungen haben ihre Vor und nachteile ( AF ist besser verankert in einem Weltweiten Netz,hat Erfahrung mit Take-overs,Klasse Management .. Air One hat die Gewerkschaften hinter sich,die meissten Politiker und Banken,das Nord-Italienische "Establishment" -und outstanding Orders für 90 xA320..) http://www.pr-inside.com/de/alitalia-aktie...hrt-r351484.htm
RWTH Geschrieben 17. Dezember 2007 Melden Geschrieben 17. Dezember 2007 Ich bleibe bei meiner mittelfristig positiven Analyse bei AZ und bin sicher,das die Fluglinie in Zwei Jahren zu den eher besseren in Europa gehört. Klasse Post, aber kann ich diese Zeilen bei Wikipedia als neue Definition von Optimismus eintragen...? Unglaubliche Aussage in meinen Augen, besonders wenn man nur 10-20 % der Belegschaft entlassen + abfinden moechte, wie will man das schaffen ? Neben kartellrechtlichen Problemen in Europa, sollte man auch nicht vergessen, dass DL anti trust immunity mit AF ueber den Atlantik hat und das Sky Team weit auch will, DL ist staerkster US Carrier zwischen Italien und den USA, eine Uebernahme von AZ durch KL/AF waere auch wohl da zu viel....was absolut nachvollziehbar waere. Wie schon geschrieben, werden die Fusionen sowieso primaer in Bruessel entschieden und da reden auch die Briten und Deutschen noch mit... Ich frage mich nur woher die ganzen Flieger kommen, aus der Mojave oder wird Airbus nun endlich mal effizient, wenn man einem anderen Spirit folgt...
Mamluk Geschrieben 18. Dezember 2007 Autor Melden Geschrieben 18. Dezember 2007 Nachdem Nicolas Sarkozy jetzt mit Carla Bruni eine neue Flamme gefunden hat,wird das auf politischem Kopfkissen Niveau geregelt. Beide zeigen sich in der Öffentlichkeit und verbrachten das Wochenende in Disneland Paris .Na wenn das nichts Gutes vorhersagt für das Französisch-Italienische Verhältnis... Doppelhochzeit in Paris - Alitalia und Air France und unser Ungarischer President mit der Bruni ... Viva Nicola ... wenigstens langweilt man sich mit dem Mann nie !
L49 Geschrieben 18. Dezember 2007 Melden Geschrieben 18. Dezember 2007 Nachdem Nicolas Sarkozy jetzt mit Carla Bruni eine neue Flamme gefunden hat,wird das auf politischem Kopfkissen Niveau geregelt.Beide zeigen sich in der Öffentlichkeit und verbrachten das Wochenende in Disneland Paris .Na wenn das nichts Gutes vorhersagt für das Französisch-Italienische Verhältnis... Mir hat man am Freitag in (Nord-) Italien erzählt, der Staat würde eine strikt italienische Lösung (also Air One) gegenüber der Variante einer "Air France Sud" sehr bevorzugen, was auch die Öffentlichkeit eher goutieren würde als eine französiche Lösung.
aaspere Geschrieben 19. Dezember 2007 Melden Geschrieben 19. Dezember 2007 @Mamluk Sind wir uns einig, daß es für die italienische Regierung auch wirklich unzumutbar war, in so kurzer Zeit eine Entscheidung zu treffen, mit wem man darüber verhandeln könnte, um dann zu sehen, an wen eine Perle der italienischen Wirtschaft verhökert werden soll? Schöne Weihnachten an den Tiber, und im Januar zieht man wieder in die Schlacht.
Mamluk Geschrieben 19. Dezember 2007 Autor Melden Geschrieben 19. Dezember 2007 Es ist in der Tat ein Trauerspiel -kein Zweifel- und eines Landes wie Italien unwürdig...denn es gibt Tausende von gut geführten Unternehme im Lande -gerade im Mittelstand.(Selbst so ein Monster wie Fiat hat sich rumgerissen und ist jetzt recht gut geführt..) Alitalia ist halt für die Azzuri eine Domaine von Hass-Liebe -man verflucht die Firma wegen der Streiks ,schlechtem Service und "Veramtung",auf der anderen Seite will man aber den Laden nicht an die Franzosen verkaufen,da dann ein Symbol von Italien nicht mehr Italienisch ist. Die Regierung Prodi stellt sich ein Armutszeugnis aus- wieder mal - und Verlängert unnützer Weise die Renovation.Haupt-bremser ist seit langem Verkehrsminister Bianchi. Es gibt keine Entschuldigung für das was sich da z.Zt. in Rom abspielt -oder besser nicht abspielt.Die Bemerkung dass man AZ schon lange hätte Schliessen sollen ist zum jetzigen Zeitpunkt unnütz-es wird verkauft werden. Das tut meiner Liebe für Italien allerdings keinen Abbruch ... (Wir verbringen Weihnachten und Neujahr an der Ligurischen Küste..wie seit Jahren )
Nosig Geschrieben 19. Dezember 2007 Melden Geschrieben 19. Dezember 2007 Viel Geld ist ja wohl nicht mehr da. Also wird es bald zu einer Entscheidung kommen müssen.
Mamluk Geschrieben 21. Dezember 2007 Autor Melden Geschrieben 21. Dezember 2007 http://www.reuters.com/article/privateEqui...T00764220071221
viasa Geschrieben 21. Dezember 2007 Melden Geschrieben 21. Dezember 2007 Mal schauen, ob die Regierung Italiens zum selben Entschluss kommt...
aaspere Geschrieben 22. Dezember 2007 Melden Geschrieben 22. Dezember 2007 .....da wär ich mir auch nicht so sicher.
TobiBER Geschrieben 23. Dezember 2007 Melden Geschrieben 23. Dezember 2007 ...übrigens, die neuen Pläne für den Sommer sind draußen: MXP verkommt zum Provonzflughafen - Flüge werden um bis zu 60% verringert (zum größten Teil werden sie über LIN abgewickelt) und FCO etwas aufgestockt.
aschem Geschrieben 26. Dezember 2007 Melden Geschrieben 26. Dezember 2007 Na das geht doch spannend weiter! http://derstandard.at/?url=/?id=3162423 Verkauf an Air France wird zur Zitterpartie Gewerkschaften und Lega Nord machen gegen den Alitalia-Verkauf mobil. Die Arbeitnehmervertreter befürchten einen Kahlschlag beim Personal Gewerkschaften und Lega Nord machen gegen den Alitalia-Verkauf mobil. Die Arbeitnehmervertreter befürchten einen Kahlschlag beim Personal, norditalienische Politiker eine Degradierung des Mailänder Flughafens. Auch innerhalb der Regierung gibt es Turbulenzen. *** Mailand - Mit einem Generalstreik und Besetzung der norditalienischen Autobahnen drohen Italiens Gewerkschaften und die Oppositionspartei Lega Nord in den nächsten Tagen. Der Protest gilt als Warnung an die Regierung, welche bis 15. Januar 2008 eine Entscheidung über den Zuschlag der Alitalia treffen muss. Alitalia hat sich kurz vor Weihnachten für Exklusivverhandlungen mit Air France entschieden. Das letzte Wort hat aber die Regierung, da der Staat noch 49,9 Prozent der Alitalia-Anteile hält. Grund für die neuerliche Verzögerung des Regierungsbeschlusses sind die Gewerkschaften. Die Arbeitnehmervertreter sind am Entscheidungsprozess nicht beteiligt. Um zumindest den Vorweihnachtsfrieden im italienischen Transportgewerbe zu sichern, hat die Regierung ihre Entscheidung nun auf Mitte Jänner 2008 verschoben. Außenminister Masimo D'Alema und Verkehrsminister Alessandro Bianchi sowie der ehemaligen Regierungschef Silvio Berlusconi plädieren für einen heimischen Käufer. Vor rund zwei Wochen hatten die beiden Bieter, Air France-KLM und die inländische Fluggesellschaft Air One, ein unverbindliches Angebot für die angeschlagene Alitalia abgegeben. Die beiden Angebote variieren in wichtigen Punkten. Air One will den Mailänder Flughafen Malpensa weiterhin als Drehkreuz benutzen. Deshalb unterstützen auch die Gewerkschaften das inländische Angebot. Air France hat eine Verkleinerung des Airports im Visier, will jedoch den römischen Flughafen Fiumicino zum dritten Hub (nach Paris und Amsterdam) ausbauen. Die französisch-niederländische Gruppe ist bereit, eine Kapitalerhöhung von 750 Mio. Euro zu unterschreiben, den Markennamen Alitalia beizubehalten und 6,5 Mrd. Euro zur Sanierung der defizitären italienischen Fluggesellschaft zu investieren. Der Abbau von bis zu 1500 Mitarbeitern entspricht dem im Sommer vorgelegten Sanierungsplan. Beim Angebot der vom Unternehmer Carlo Toto kontrollierten Air One handle es sich um einen finanziellen, keineswegs aber industriellen Sanierungsversuch, kommentierte ein Mailänder Analyst das Air-One-Gebot. Air One mit einem Umsatz von 612 Mio. Euro beförderte im Zeitraum Jänner bis September 5,3 Mio. Kunden gegenüber 56 Mio. Passagieren der Air France. Inzwischen hat Alitalia bekanntgegeben, dass die Verschuldung der defizitären Airline im November auf 1,19 Mrd. Euro zunahm. (Thesy Kness-Bastaroli, Mailand, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27.12.2007)
RWTH Geschrieben 26. Dezember 2007 Melden Geschrieben 26. Dezember 2007 Schoene Zusammenfassung der Situation, Der Standard ist in Aviationfragen ganz gut aufgestellt, haben auch schon in Sachen Aua und Wien/Bratislava ganz gute Artikel gedruckt, liegt wohl an der Naehe zum Kremser Aviation MBA... Ist schon Wahnsinn, der werden massive strategische Entscheidungen getroffen ( Reduktion in MXP ) ohne eine potentiellen Kaeufer mit ins Boot zu setzen, das allein sagt doch alles aus... Was sollen Gewerkschaften und die Rechte auch machen, die wollen Arbeitsplaetze und Waehlerstimmen pro Italia. Die fuer mich zwei entscheidenen Fragen, kann Air One den Brocken finanziell stemmen ( habe da Zweifel ) oder mit anderen Worten, wann muss Italien dann Air One Alitalia anstatt nur AZ subventionieren... und ist das Interesse von AF/KL wirklich echt oder pokert man nur, um eventuelle Interessenten zu schwaechen, besonders van Wijk sollte es doch besser wissen...
aschem Geschrieben 3. Januar 2008 Melden Geschrieben 3. Januar 2008 Mal wieder ein Up-Date: http://derstandard.at/?url=/?id=3168675 Air France KLM in Anflugschneise In Rom begannen die exklusiven Verhandlungen zwischen der Regierung Prodi mit Air France KLM Rom - In Rom haben die exklusiven Verhandlungen zwischen der Regierung Prodi mit Air France KLM für den Verkauf des 49,9-prozentigen noch staatlichen Anteils an der Alitalia begonnen. Air France-Chef Jean Cyril Spinetta will die Bilanzbücher der schwer verschuldeten Alitalia genau unter die Lupe nehmen. Spinetta will auch die Manager und Gewerkschaften von Alitalia treffen. Die Gewerkschaften stemmen sich gegen die Übernahme von Alitalia durch Air France KLM. "Alitalia Ausländern zu überlassen, ist ein enormes Risiko, nicht nur für unser Prestige, sondern auch für unsere Wirtschaft, die sich stark auf Tourismus stützt. Alle großen Länder haben lokale Fluggesellschaften", sagte der Chef des Gewerkschaftsverbands CISL, Raffaele Bonanni. Drohende Proteste Auch norditalienische Unternehmer und Regionalpolitiker drohen mit Protesten, sollte die Regierung Alitalia an Air France KLM verkaufen. Sie sehen den Verkauf der Airline an die Franzosen als Verrat an den Interessen Norditaliens, dem wirtschaftlichen Motor des Landes. Obwohl von dort zwei Drittel der internationalen Flugreisenden kommen, würde der Mailänder Flughafen Malpensa den Großteil seiner interkontinentalen Flüge verlieren, sollte die Regierung ihren Anteil an Alitalia an Air France KLM verkaufen, warnte der Präsident der Region Lombardei, Roberto Formigoni. Die Sache mit den Drehkreuzen Laut dem Sanierungsplan von Air France KLM soll der Mailänder Großflughafen nicht mehr neben Rom-Fiumicino als zweites nationales Drehkreuz dienen. Air France, die mit Paris-Charles de Gaulle und Amsterdam-Schiphol schon zwei Drehkreuze hat, will die Rolle Malpensas im internationalen und interkontinentalen Verkehr deutlich zurückstufen und Rom dafür zu ihrem dritten Luftfahrtdrehkreuz aufwerten. Für Alitalia und dessen Chef Maurizio Prati steht dagegen schon lange fest, dass sich die italienische Linie nicht die zwei Drehkreuze Rom und Mailand leisten kann. Für Prati ist der gescheiterte Versuch, aus Mailand-Malpensa ein Drehkreuz zu machen, einer der wichtigsten Gründe für den Niedergang von Alitalia. Schon ab Mitte Jänner sollen mehrere interkontinentale Alitalia-Flüge von Mailand auf Rom verlegt werden. (APA) Hat denn jemand einen Überblick über die Streckenstreichungen in MXP? Wer profitiert denn davon? Ryanair hat ja schon angekündigt um MXP herum (Verona, Bergamo, etc.) mehr Flugzeuge zu stationieren... Stockt denn irgendeine Fluggesellschaft exMXP Flüge zu Drehkreuzen auf? Müßte doch eigentlich ein sicheres Ding zb für LH nach FRA, MUC oder DUS sein - aber ich sehe nirgendwo, daß ein international Carrier hier in Form von zusätzlichen Flügen versucht etwas abzugrasen?!
Mamluk Geschrieben 3. Januar 2008 Autor Melden Geschrieben 3. Januar 2008 Hat denn jemand einen Überblick über die Streckenstreichungen in MXP? http://www.aviazionecivile.it/forum/topic.asp?TOPIC_ID=35454 New Routes for AZ from FCO that do not exist already: Fiumicino-Berlino/Tegel Fiumicino-Dusseldorf Fiumicino-Zurigo Fiumicino-Stoccolma/Arlanda Fiumicino-Belgrado Fiumicino-Minsk Fiumicino-Kiev Fiumicino-Damasco Fiumicino-Beirut Fiumicino-Dubai Fiumicino-Teheran Fiumicino-Los Angeles Fiumicino-Chicago Fiumicino-Miami Fiumicino-Sao Paulo Fiumicino-Osaka Fiumicino-Accra via Lagos Fiumicino-Dakar (not confirmed yet) Routes currently at FCO going from seasonal to year round: Fiumicino-Copenhagen Fiumicino-Toronto Fiumicino-Boston Eliminated Routes: Malpensa-Genova Malpensa-Firenze Malpensa-Bologna Malpensa-Ancona Malpensa-Perugia Malpensa-Bolzano Malpensa-Madrid Malpensa-Barcellona Malpensa-Valencia Malpensa-Malaga Malpensa-Lisbona Malpensa-Lyon Malpensa-Nizza Malpensa-Strasburgo Malpensa-Londra/Heathrow Malpensa-Copenhagen Malpensa-Stoccolma/Arlanda Malpensa-Francoforte Malpensa-Zagabria Malpensa-Varsavia Malpensa-Malta Malpensa-Atene Malpensa-Thessaloniki Malpensa-Dakar Malpensa-Accra via Lagos Malpensa-Osaka Malpensa-Delhi Malpensa-Mumbai Malpensa-Damasco Malpensa-Beirut Malpensa-Teheran Malpensa-Dubai Malpensa-Miami Malpensa-Chicago Malpensa-Newark Malpensa-Boston Malpensa-Toronto Malpensa-Caracas Malpensa-Buenos Aires Malpensa-Sarajevo Malpensa-Timisoara Malpensa-Skopje Malpensa-Cracovia Malpensa-Shanghai
RWTH Geschrieben 3. Januar 2008 Melden Geschrieben 3. Januar 2008 Wie schon vor dem Hackerangriff geschrieben, ist es purer Wahnsinn, solche Entscheidungen vor dem Einstieg eines Investors zu treffen...
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