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Aktuelles zu airberlin


Shain-Air

Empfohlene Beiträge

Geschrieben
4. airberlin hat einen Marketingvorteil, den "Namen", der Begriff Berlin allein ist national wie international goldwert und sorgt für hohe Aufmerksamkeit und Popularität. Ein Vorteil den die Lufthansa nicht hat.

 

Jetzt schmeiß ich mich aber wirklich weg. Lufthansa ist weltweit eine Marke, die weltweit wahrscheinlich der Großteil schonmal gehört hat. Wahrscheinlich ist Lufthansa sogar weltweit mit die stärkste Marke in der Luftfahrt!

Geschrieben
4. airberlin hat einen Marketingvorteil, den "Namen", der Begriff Berlin allein ist national wie international goldwert und sorgt für hohe Aufmerksamkeit und Popularität. Ein Vorteil den die Lufthansa nicht hat.

 

 

Das wage ich mal völlig zu beweifeln.

 

Grad die Lufthansa ist ein globaler Markenname, den man als global Player auch Weltweit kennt und grad im Ausland für Qualität steht. Airberlin ist außerhalb Europa und Fernab des Tourismus kaum bekannt - Berlin hin, Berlin her.

 

Ob der Name Berlin für Aufmerksamkeit und Popularität sorgt...? Wieso sollte er?

Matze hat da völlig recht!

Vielleicht solltest du dein heiliges und gelobtes Berlin mal verlassen und dich Weltweit nach dem Markennamen Lufthansa erkundigen, ob der wirklich so unbekannt und unbedeutend ist wie von dir angenommen.

Das Posting hätte auch quasi von Monsi stammen können...

Geschrieben

ich kann Matze nur zustimmen:

obwohl ich selbst Berliner Wurzeln habe und der Stadt sehr positiv gegenüberstehe, halte ich Dr Cosmos Aussage für mehr als gewagt.

Die Marke "Lufthansa" hat definitiv ein ganz anderes Gewicht als "Air Berlin" und ist international bestens bekannt.

Der Name einer schönen Stadt (die die Leute ebenfalls kennen, aber nicht in erster Linie mit einer Fluglinie in Verbindung bringen) allein reicht da wohl nicht ganz aus.

 

burg2001

Geschrieben
Der Mann scheint die wesentlichen Merkmale nicht erkannt zu haben.

Mit "Der Mann....." meinst Du wohl HRW. Lieber Freund, "der Mann" hat in seinem Leben mehr geleistet, als Du Dir wahrscheinlich je erträumst. Wenn HRW den Sanierungsauftrag bei AB, mit oder ohne CEO-Label erhalten würde, kann ich nur hoffen, daß mir eine gute Fee vorher das einflüstert, damit ich noch fleißig AB-Shares erwerben kann.

Sich hinter einem Nick zu verbergen und dann die Lebensleistung anderer zu verunglimpfen, ist leicht; selber machen, dann kannst Du mitreden. Also laß die Hosen runter und oute Dich. Wer ich bin, kannst Du hier im Forum mit Klarnamen, Adresse, Tel.-Nr. und email selber sehen.

 

Geschrieben

Herr Hunold ist nach den miesen Q2 Zahlen zurückgetreten. Was passiert wenn das 3. Quartal genauso verheerend läuft und kein Geld verdient wird? Der Verschuldungsgrad von AB ist bekannteweise sehr hoch. Was passiert , wenn kein Geld mehr in der Kasse ist?. Man braucht kein Prophet zu sein um zu sehen , das AB einen sehr schwierigen Winter vor sich hat.

Geschrieben
Herr Hunold ist nach den miesen Q2 Zahlen zurückgetreten. Was passiert wenn das 3. Quartal genauso verheerend läuft und kein Geld verdient wird? Der Verschuldungsgrad von AB ist bekannteweise sehr hoch. Was passiert , wenn kein Geld mehr in der Kasse ist?. Man braucht kein Prophet zu sein um zu sehen , das AB einen sehr schwierigen Winter vor sich hat.

Beim dritten Quartal kannst eine Münze werfen. Ob da schon etwas greift, halte ich eher für unwahrscheinlich. Aber wer weiß? Interessant wird aber das vierte Quartal. Da sollten die berühmten Sofortmaßnahmen, die ich Mehdorn zutraue, schon greifen. Ansonsten wird er das Feld nur vorbereiten können, das der neue CEO dann beackern muß. Eines ist jedenfalls sicher: Jetzt schlägt die Stunde der Controller, und die werden noch ihren Enkelkindern davon erzählen, wie sie AB gerettet haben.

 

Geschrieben
Beim dritten Quartal kannst eine Münze werfen. Ob da schon etwas greift, halte ich eher für unwahrscheinlich. Aber wer weiß? Interessant wird aber das vierte Quartal. Da sollten die berühmten Sofortmaßnahmen, die ich Mehdorn zutraue, schon greifen. Ansonsten wird er das Feld nur vorbereiten können, das der neue CEO dann beackern muß. Eines ist jedenfalls sicher: Jetzt schlägt die Stunde der Controller, und die werden noch ihren Enkelkindern davon erzählen, wie sie AB gerettet haben.

 

Also ich denke im dritten Quartal sollte Air Berlin schon einen Gewinn machen, das ist das Quartal der Sommerferien. Da wird sicher ein bisschen was raussprignen.

Geschrieben
Herr Hunold ist nach den miesen Q2 Zahlen zurückgetreten. Was passiert wenn das 3. Quartal genauso verheerend läuft und kein Geld verdient wird? Der Verschuldungsgrad von AB ist bekannteweise sehr hoch. Was passiert , wenn kein Geld mehr in der Kasse ist?. Man braucht kein Prophet zu sein um zu sehen , das AB einen sehr schwierigen Winter vor sich hat.

Das befürchte ich auch..

Nach 3 Jahren in Folge mit mindestens einem AB Langstreckenflug (USA und Thailand..) hat diese Airline mir in diesem Jahr kein Knüllerangebot gemacht. Okay.. wenns nicht geht, gehts nicht! Muss ich akzeptieren.

Aber wenn ich für einen Flug nach LAX knapp ebensoviel wie bei Hansens zahlen soll.. Naja, dann buche ich doch ieber das LH Produkt, welches mir qualitativ als das Bessere erscheint! AB buche ich nur, weil die das schwächere Produkt haben, dieses aber bisher auch immer sehr viel günstiger als bei LH vermarktet haben!

 

Achja.. meine diesjährige Langstrecke bekommt diesmal US Airways mit einem Knüllerpreis TXL-LAS. Bedanken kann man sich auch beim Steuerabgreifer Wolfgang Sch., der eben keine 45€ geplante Abgreifsteuer aus meinem Ticket bekommt, sondern nur 8€ bis ins europäische Ausland! Ist schon was dran, dass diese Steuer AB extrem benachteiligt..

Geschrieben
...

- AB müsse sich auf das wesentliche/ihre stärken konzentrieren.

- die vielen streckeneinstellungen machen keinen sinn

- man versucht LH nachzuahmen und will netzwerkcarrier sein. warum sollte man AB fliegen, wenn die LH das auch macht? an der preisschraube nach unten kann man nicht mehr drehen. der service ist nicht um welten besser (in den oberen klassen sowieso nicht), aber das LH/*A - Netz umfangreicher. Wo werden also Firmen wieder ihre Verträge abschließen?

Man muss ein ANDERES konkurrenzfähiges produkt anbieten, eben z.b. dezentrale Strecken aus der fläche heraus mit attraktiven preisen.

 

Finde diese Vorschläge von "HRW" durchaus sehr interessant.

Der Punkt, dass AB zwar ein zweiter Netzwerk/Allianz-Carrier werden will, das aber nie so gut wird umsetzen können wie LH, heißt für mich, dass HRW die derzeit eingeschlagene Strategie schlicht für die Falsche hält. Und irgendwie hat er schon recht, LH wird immer Vorteile haben in Hinsicht Service, Langstreckenprodukt, Netzwerkdichte, Zielanzahl usw... da wird AB maximal die zweite Geige spielen und somit immer Nachteile haben und es gerade bei den zahlungskräftigen Kunden weiterhin schwierig haben.

Ob der Vorschlag von HRW, daher einfach einen anderen Weg zu gehen, eben auch sich lohnende dezentrale Strecken aus der Fläche zu fliegen, besser ist, weiß ich nicht, aber ich finde ihn zumindest nicht schlecht. Früher hat AB genau das gemacht und war profitabel. Dort ist es für AB auch möglich, für den Kunden besser zu sein als LH, da man eben dann ab mittleren und kleinen Flughäfen Nonstopstrecken hat und nicht mehr mit LH via FRA oder MUC fliegen muss.

Geschrieben

@ jet

 

Wie sagt man so schön?

 

Das Leben ist kein Ponyhof! Und leider kann eine Airline sich die Welt auch nicht so backen, wie sie gerade gut gebrauchen könnte.

 

Will sagen, Deine Ausführungen sind zwar teilweise nachvollziehbar, aber leider durch die Realität bereits widerlegt worden.

 

Mit Flügen von Saarbrücken nach Hannover, Bremen nach Erfurt oder Münster nach Stuttgart kann man schlicht kein Geld verdienen. Der Grund liegt schlicht daran, dass Ryanair, Easyjet und auch Air Berlin in der Vergangenheit die Preise so gedrückt haben. Vordergründig freut es den Kunden, wenn er billig fliegen kann, langfristig passiert nun genau das, was passiert. Die sogenannten Regional-Verbindungen werden eine nach der anderen wieder verschwinden. Der Passagier ist nicht mehr bereit über 200,- € für eine solche Verbindung zu bezahlen. Da die Flieger aber nicht voll zu bekommen sind, kann eine Airline für weniger nicht profitabel fliegen, ergo wird die Verbindung gestrichen. Damit wird das Fliegen zwar weiterhin (relativ) preiswert bleiben, aber die Anreise zum nächsten Airport wird wieder länger.

 

Und sorry, aber von den kleineren Airports hat Air Berlin noch nie Geld verdient!

Bestenfalls, wenn man einen Vollcharter hatte oder in der Urlaubszeit nach Malle!

 

Und was ist eigentlich so schlimm daran, als Netzwerk-Carrier in der Oneworld in Deutschland nur die zweite Geige zu spielen?

Immerhin ist man als 2. in Deutschland auch gleichzeitig 6. in Europa!

Geschrieben
Und was ist eigentlich so schlimm daran, als Netzwerk-Carrier in der Oneworld in Deutschland nur die zweite Geige zu spielen?

Immerhin ist man als 2. in Deutschland auch gleichzeitig 6. in Europa!

 

Das wäre sicherlich gut für AB nur gehört zu einem Netzwerkcarrier eben auch ein entsprechendes Langstreckenprodukt in entsprechender Frequenz. Das muss das Ziel sein, aber das wird sicher nicht leicht werden, wenn das nicht gelingt ist man Maximal Feeder für die Partner und bietet vereinzelnde Langstrecken an, die hauptsächlich von Touristen genutzt werden

Geschrieben
Und was ist eigentlich so schlimm daran, als Netzwerk-Carrier in der Oneworld in Deutschland nur die zweite Geige zu spielen?

Immerhin ist man als 2. in Deutschland auch gleichzeitig 6. in Europa!

So ungefähr wird sich das Hunold gedacht haben. Das hat ihm den Job und damit sein Lebenswerk gekostet.

 

 

Geschrieben
... wenn das nicht gelingt ist man Maximal Feeder für die Partner und bietet vereinzelnde Langstrecken an, die hauptsächlich von Touristen genutzt werden

Und selbst das wäre doch kein Beinbruch, wenn man damit nur Geld verdienen könnte!

 

Aber prinzipiell gebe ich Dir recht.

Es fehlt die Langstrecke, denn es fehlt die 787.

Und ja, natürlich wird das nicht leicht.

Aber es ist auch eben nicht unmöglich.

 

Geschrieben
Und selbst das wäre doch kein Beinbruch, wenn man damit nur Geld verdienen könnte!

 

Aber prinzipiell gebe ich Dir recht.

Es fehlt die Langstrecke, denn es fehlt die 787.

Und ja, natürlich wird das nicht leicht.

Aber es ist auch eben nicht unmöglich.

 

Nein unmöglich ist es nicht, das Problem ist nur wie bekommt man den Aufbau eines solchen Netzes hin, ohne allzu große Verluste zu schreiben. Ich meine wenn man sich die Lufthansa anschaut, deren Europageschäft ist auch nicht profitabel, ähnlich sieht es wahrscheinlich auch bei Air France und British Airways aus, aber man braucht es um die Langstrecken zu feeden. Im Endeffekt ist das Europageschäft eines Netzwerkcarriers ein Subventionsgeschäft, wofür es die Langstrecke zum Ausgleich braucht. Europanetze lassen sich wirtschaftlich momentan eben nur mit Kostenstrukturen von LCC betreiben oder eben durch Charterbetrieb. Aber ohne Europageschäft funktioniert auch keine Langstrecke, daher ist das ein bisschen wie ein Teufelskreis, der nur mit wirtschaftlicher Langstrecke nicht zum Tode führt. Und da ist eben die Frage, wie schafft es Air Berlin seine Langstrecke so aufzubauen, dass sie mehr Gewinn schreibt als das Europageschäft Verlust macht.

Geschrieben
(...)

Mit Flügen von Saarbrücken nach Hannover, Bremen nach Erfurt oder Münster nach Stuttgart kann man schlicht kein Geld verdienen.

(...)

 

Münster - Stuttgart wird schon längerer Zeit von Lufthansa bzw Cirrus beflogen, da wird sicherlich auch Geld verdient. Ganz so pauschal wird man das nicht sagen können.

Die Stärke von Air Berlin war eigentlich immer, dass man auch aus der Fläche heraus geflogen ist. Das sollten sie zumindest im Tourismus-/Chartergeschäft unbedingt beibehalten.

Geschrieben

Ich bin ja nicht der Intimkenner der Air Berlin-Bilanzen. Auch maße ich es mir nicht an zu sagen, dass Strecken die Point to Point innerhalb Europas geflogen werden nicht gewinnbringend sein sollen. Eines weiss ich aber, dass beispielsweise die ab FMO wegfallenden Strecken der AB nach London und Wien durchaus gut gebucht waren. Die Auslastungen der Maschinen lag über 70%. Normalerweise reichen diese Werte auch aus um Gewinn auf einer Strecke zu erzielen. Und dieses System funktioniert ja auch in der Regel bei den LCC. Zugegeben, diese zahlen mehrheitlich nicht die vollen Landegebühren. Ich denke die Problematik bei AB liegt viel tiefer. Man hat innerhalb kürzester Zeit dba, Nikifly und LTU übernommen. Vor allen die Altlasten der LTU zehren an der AB-Substanz. Viele Analysten haben AB im Vorfeld gewarnt. Derartig viele Übernahmen in so kurzer Zeit wäre kein gesundes Wachstum. Nun kommt noch der Beitritt zu OW hinzu, dass dazu beiträgt einzelne Standorte wie z. B. London aufgegeben werden. Des Weiteren will man versuchen Drehkreuze aufzubauen und versucht darüber analog der LH Passagiere zu generieren. Nur glaube ich nicht so recht das dieses bei AB gleichwertig zu LH klappen wird. Wir haben in Deutschland eine hohe Dichte an Flughäfen. Die Reisenden werden ihr Flugverhalten anpassen und entsprechend versuchen Direktflüge von benachbarten Flughäfen mit anderen Airlines buchen. Umsteigeverbindungen werden höchst ungern genommen, da meistens ein enormer Zeitverlust einher geht.

Geschrieben

Natürlich kann das Air Berlin niemals gleichwertig wie Lufthansa schaffen.

 

Dazu fehlen ihr mindestens 500 Flugzeuge!

 

Nur kann es doch kein Hinderungsgrund sein etwas zu tun, nur weil es ein anderer auch macht, und der natürlicher Weise schon größer ist.

Lufthansa hat auch einmal klein angefangen. Und auch Lufthansa hat schwere Jahre mit deutlichen Verlusten gehabt.

 

Und bei aller berechtigten Kritik sollte man doch auch mal die hier im Forum geäußerten Meinungen kritisch betrachten.

Einerseits wird immer wieder behauptet, AB hätte LTU niemals übernehmen dürfen, weil sie sich damit die ganzen Altlasten ans Bein gebunden hat.

Andererseits wird auch gesagt, dass AB zu wenig Langstrecke im Angebot hat um profitabel zu fliegen.

Ja was denn nun?

Ohne LTU hätte AB überhaupt keine Langstrecke!

 

Abschließend möchte ich auch noch mal einen Blick auf die Zahlen von AB werfen.

Einer Verschuldung von rund 600 Mio Euro steht ein Buchwert des Unternehmens von 300 Mio Euro entgegen.

Das sind keine guten Zahlen, nur im Vergleich zur AUA von vor zwei Jahren ist AB ein kerngesundes, solventes Unternehmen!

Das was AB bisher in Summe über all die Jahre an Schulden "erwirtschaftet" hat, wäre bei der AUA schon als herausragend gutes Jahresergebnis angesehen worden. Und US-Airlines haben diese Zahlen auch schon mal gerne als Quartalszahlen.

Ich kann hier keine existentiellen Probleme erkennen.

Was ich aber erwarte ist eine durchaus spürbare Umstrukturierung der Airline, bei der sie in den kommenden 2 Jahren sicher ehr schrumpfen, denn wachsen wird.

Geschrieben
Und sorry, aber von den kleineren Airports hat Air Berlin noch nie Geld verdient!

Bestenfalls, wenn man einen Vollcharter hatte oder in der Urlaubszeit nach Malle!

Dafür hätte ich gerne Belege, denn diese Aussage bezweifle ich sehr.

 

Und wie Faro sagte, FMO-STR wird seit relativ langer Zeit erfolgreich von Cirrus mit LH-Codeshare geflogen, mit einem ziemlich hohen Preisniveau.

Klar gibt es nicht auf jeder prinzipiell denkbaren Regionalstrecke Geld zu holen, aber eben auf einigen wenigen ausgewählten aufgrund des lokalen Bedarfs der Wirtschaft sehr wohl. Ich denke so hatte es auch HRW im Kopf. Natürlich soll AB NICHT verlustbringend jede Regionalstrecke bedienen, sondern gewinnversprechende Möglichkeiten auch in der Fläche nutzen.

 

Und was ist eigentlich so schlimm daran, als Netzwerk-Carrier in der Oneworld in Deutschland nur die zweite Geige zu spielen?

Tja, das habe ich doch schon erklärt. Massive Nachteile im Wettbewerb mit LH führen dazu, dass besonders lukrative Kunden aus verschiedenen Gründen eben öfter LH/Star wählen und nicht AB. Damit wird AB auf absehbare Zeit nicht so hohe Erträge (meinetwegen Umsatz pro ASK) erwirtschaften können wie LH, und wohin das führt, kann man in jedem BWL-Lehrbuch nachlesen.

Geschrieben
Es fehlt die Langstrecke, denn es fehlt die 787.

 

Nonsens. Der 332 ist ein Langstreckenflieger und fliegt auf Langstrecke uf der ganzen Welt und er tut dies hoch-profitabel: siehe EK, TK, SU, AF, KL, DL, EI und viele viele andere... eine 787 hätte es nicht unbedingt gebraucht.

Mittlerweile fleigen die 333s auch Langstrecken wie z.B. Transatlantik. Auch hier verdient man gutes Geld, wie LH täglich beweist.

 

 

Geschrieben

Wie gesagt ich bin kein Intimkenner. Eines ist hier aber auch mehrfach bereits erwähnt worden. Als man nur das Europageschäft betrieben hatte und dieses sogar aus der Fläche bediente, waren keine wirtschaftlichen Probleme vorhanden. Somit muss die Frage erlaubt sein, ob man nach all den Zukäufen unbedingt auch sofort die Langstrecke haben musste. Vielleicht wäre es ratsamer gewesen, die Sache etwas langsamer anzugehen. Das haben ja schließlich auch die Mahner der ganzen Zukäufe im Vorfeld bereits geäußert. Und ín Deutschland ist es ja nicht so, als stünden auf der Langstrecke keine Alternativen zu LH zur Verfügung. Wirtschaftliche Schwierigkeiten entstehen zu aller erst im Management. Fehleinschätzungen und auch zu vieles auf einmal zu wollen sind meistens die Fehler. Und die sehe ich hier eben bei AB. Man kann nur aus einer guten und festen wirtschaftlichen Lage heraus sicher und gesund wachsen. AB kränkelt aber nicht erst seit gestern. Das Dilemma fing mit dem schnellen Wachstum an. Und diese kritischen Töne müssen schon erlaubt sein, da mit den wirtschaftlichen Problemen auch der Service nachgelassen hat. Und das geht insbesondere zu Lasten der Passagiere. Nebenbei gesagt hat LH seine Marktposition auch nicht innerhalb von nur wenigen Jahren geschafft. Der Ist-Zustand hat auch Jahrzehnte gebraucht.

Geschrieben
Dafür hätte ich gerne Belege, denn diese Aussage bezweifle ich sehr.

Dazu musst Du nur einmal schauen, wieviele solcher Strecken AB in den letzten Jahren eingestellt hat.

 

Ich konnte noch vor Jahren mit AB von fast überall nach VIE, ZRH und STN fliegen.

Glaubst Du wirklich diese Strecken wurden alle aufgegeben, obwohl damit Geld verdient wurde?

 

Und gerade die Strecke FMO-STR ist ein Paradebeispiel, dass LH etwas machen kann, was AB eben nicht gelingen kann.

Denn so gut läuft die Strecke wohl kaum, denn übrig geblieben sind mal gerade 2 tägliche Verbindungen mit einer Do 328.

Mit was sollte AB denn bitte diese "Passagiermassen" befördern?

 

 

Nonsens. Der 332 ist ein Langstreckenflieger und fliegt auf Langstrecke uf der ganzen Welt ...

Das streite ich doch garnicht ab!

Nur hat sich AB halt vor einigen Jahren für die 787 entschieden.

 

Und so muss man nun halt als "Notlösung" z.B. zwei bei Swiss rausgehende 330er übernehmen.

Denn weil die A330er eben Geld verdienen, gibt es davon wenige gebraucht, und wenn man sie neu ordern will, kann man sich hinter den mehr als 1000 noch zu bauenden Aufträgen anstellen.

Da hat man die 787 deutlich früher, egal wann immer das dann sein wird.

Geschrieben
Wirtschaftliche Schwierigkeiten entstehen zu aller erst im Management.

Aber eben nicht nur. Und schon gar nicht bei den Fluggesellschaften. Die "Ausreden" von AB zur wirtschaftlichen Situation kommen ja nicht nur von AB, sondern teilweise auch von der LH. Die haben aber nicht nur eine überragende Langstrecke, sondern auch noch ein paar andere Nebeneinnahmen. Es sind bei AB strategische Defizite erkennbar, aber z. B. die deutlich verspätete Eröffung von BER kann man kaum dem Management von AB anlasten. Es ist schon ein Unterschied, ob man einen hochmodernen Flughafen zur Verfügung hat oder mit den Bedingungen in Tegel klarkommen muss. Ich behaupte einfach mal, wenn BER im Oktober eröffnen würde, wäre Hunold nicht zurückgetreten, sondern hätte zumindest die Entwicklung noch abgewartet. Aber vielleicht ist es so ganz gut.

 

Geschrieben
Dazu musst Du nur einmal schauen, wieviele solcher Strecken AB in den letzten Jahren eingestellt hat.

Das ist kein Beleg, sondern nur deine Interpretation diverser Einstellungen.

Für diese kann man auch andere Erklärungen anführen. Sicher, es werden so einige unprofitable Strecken dabei gewesen sein. Aber vieles wurde u.a. auch eben wegen der Drehkreuzbemühungen und Konzentration aus DUS und TXL eingestellt (in der letzen PK von AB wurde dazu auch "strategische Unwichtigkeit" als Streichungsgrund für einige Strecken angegeben) mit dem Hinweis, man könne das Ziel ja via DUS, TXL oder PMI erreichen. Und übrigens: An vielen Flächenflughäfen, wie meinetwegen FMO oder PAD, wurden in den letzten Jahren bis zu den neuesten OW-Allianzbemühungen überhaupt keine Citystrecken von AB eingestellt.

Geschrieben
Abschließend möchte ich auch noch mal einen Blick auf die Zahlen von AB werfen.

Einer Verschuldung von rund 600 Mio Euro steht ein Buchwert des Unternehmens von 300 Mio Euro entgegen.

Das sind keine guten Zahlen, nur im Vergleich zur AUA von vor zwei Jahren ist AB ein kerngesundes, solventes Unternehmen!

Das was AB bisher in Summe über all die Jahre an Schulden "erwirtschaftet" hat, wäre bei der AUA schon als herausragend gutes Jahresergebnis angesehen worden. Und US-Airlines haben diese Zahlen auch schon mal gerne als Quartalszahlen.

Ich kann hier keine existentiellen Probleme erkennen.

 

Sehe ich genauso! Hab ja schonmal gesagt, man hat sich eine hartnäckige Erkältung(immer wieder geringere Verluste) eingefangen und kämpft dagegen, dass die Erkältung nicht chronisch wird :) um es mal etwas plakativ darzustellen. Aber wie wir ja alle wissen, sind Erkältungen normalerweise nicht tödlich nur sie können bei falscher Behandlung eben sehr sehr langwierig sein, wenn man das richtige Medikament (richtige Strategie) nicht findet :)

 

Das ist kein Beleg, sondern nur deine Interpretation diverser Einstellungen.

Für diese kann man auch andere Erklärungen anführen. Sicher, es werden so einige unprofitable Strecken dabei gewesen sein. Aber vieles wurde u.a. auch eben wegen der Drehkreuzbemühungen und Konzentration aus DUS und TXL eingestellt (in der letzen PK von AB wurde dazu auch "strategische Unwichtigkeit" als Streichungsgrund für einige Strecken angegeben) mit dem Hinweis, man könne das Ziel ja via DUS, TXL oder PMI erreichen. Und übrigens: An vielen Flächenflughäfen, wie meinetwegen FMO oder PAD, wurden in den letzten Jahren bis zu den neuesten OW-Allianzbemühungen überhaupt keine Citystrecken von AB eingestellt.

 

 

Wir sollten uns auch mal über eines klar sein, wenn man ein Drehkreuz mit Umsteigern betreibt, dann hat man unweigerlich Strecken dabei, die isoliert gesehen nicht profitabel sind. Das gibt es auch bei Lufthansa, sonst wäre ja das europageschäft insgesamt auch profitabel. Daher kann ich das "strategisch Unwichtig" durchaus verstehen.

Geschrieben
Sehe ich genauso! Hab ja schonmal gesagt, man hat sich eine hartnäckige Erkältung(immer wieder geringere Verluste) eingefangen und kämpft dagegen, dass die Erkältung nicht chronisch wird :) um es mal etwas plakativ darzustellen. Aber wie wir ja alle wissen, sind Erkältungen normalerweise nicht tödlich nur sie können bei falscher Behandlung eben sehr sehr langwierig sein, wenn man das richtige Medikament (richtige Strategie) nicht findet :)

 

Da hat Matze aber eine sehr gute Darstellung gefunden. So sehe ich das auch.

 

 

Wir sollten uns auch mal über eines klar sein, wenn man ein Drehkreuz mit Umsteigern betreibt, dann hat man unweigerlich Strecken dabei, die isoliert gesehen nicht profitabel sind. Das gibt es auch bei Lufthansa, sonst wäre ja das europageschäft insgesamt auch profitabel. Daher kann ich das "strategisch Unwichtig" durchaus verstehen.

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