VER Geschrieben 11. März 2011 Melden Geschrieben 11. März 2011 Auch wenn es bei den wohl verheerenden Ausmaßen des Erdbebens in Japan nur ein "Randaspekt" ist: Der Flughafen von Sendai ist durch einen Tsunami überflutet worden. :( Bild dazu: http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-65598-6.html
Gast MD-80 Geschrieben 11. März 2011 Melden Geschrieben 11. März 2011 Der Flugverkehr ist stark beeinträchtigt, die gesamte Infrastruktur ist aktuell überlastet, da das Ausmaß der Schäden enorm sein soll. Aktuelle Informationen u.a. hier über die englischsprachige Version von NHK: http://www3.nhk.or.jp/nhkworld/ Gruss
VER Geschrieben 11. März 2011 Autor Melden Geschrieben 11. März 2011 Medienangaben zufolge hat Hawaii seine Flughäfen geschlossen. (?)
Gast MD-80 Geschrieben 11. März 2011 Melden Geschrieben 11. März 2011 Das japanische Transportministerium teilte mit, dass 700 Flüge ab Japan gestrichen wurden und auf dem Flughafen Narita 13.000 Passagiere gestrandet sind, in Haneda 10.000. Medienangaben zufolge hat Hawaii seine Flughäfen geschlossen. (?) Ja, es wurden auch hawaiianische Flughäfen offensichtlich geschlossen. Gruss
VER Geschrieben 11. März 2011 Autor Melden Geschrieben 11. März 2011 Zum Airport Sendai gibt es hier noch ein weiteres, beängstigendes Bild: http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-65598-7.html
Gast SA261 Geschrieben 11. März 2011 Melden Geschrieben 11. März 2011 Mittlerweile wird von "mindestens Hunderten Toten" auf N-TV berichtet. Es is wohl viel Schlimmeres zu befürchten. Hoffen wir das Beste! Ob HND auch überschwemmt ist, der liegt doch auch nur auf 10 ft MSL ?
Gast MD-80 Geschrieben 11. März 2011 Melden Geschrieben 11. März 2011 Ob HND auch überschwemmt ist, der liegt doch auch nur auf 10 ft MSN ? Haneda scheint OK zu sein, wobei ich identische Gedanken hatte. Man befürchtet aber weitere Tsunamis und davon wäre Haneda betroffen. Widersprüchliche Meldungen sprechen deshalb auch davon, dass Haneda nur temporär geöffnet wurde, möglicherweise ebenfalls nur für Abflüge (wie in Narita aktuell). Neben dem Flugverkehr sind auch U-Bahnen und der Shinkansen in den betroffenen Regionaen stark beeinträchtigt oder gar eingestellt. ich glaube auch, dass die Tragweite aktuell noch nicht erfasst werden kann. Gruss
iai-kfir Geschrieben 11. März 2011 Melden Geschrieben 11. März 2011 Mittlerweile wird von "mindestens Hunderten Toten" auf N-TV berichtet. Es is wohl viel Schlimmeres zu befürchten. Hoffen wir das Beste! Ob HND auch überschwemmt ist, der liegt doch auch nur auf 10 ft MSN ? Ich meine mal irgendwo gelesen zu haben, dass vor HND eine Art "unterseeisches Riff" aufgeschüttet wurde, dass verhindern soll, dass sich bei Erdbeben und Tsunamis wie heute keine so hohen Wellenberge auftürmen können. Fragt mich aber bitte nicht, wie das genau funktionieren soll.
Snappy Geschrieben 11. März 2011 Melden Geschrieben 11. März 2011 Hier ist ein Video von der Überwachungskamera des Flughafens: http://www.youtube.com/watch?v=9UihO-VGr1w Mehr erschreckende Bilder... http://www.theatlantic.com/infocus/2011/03...n-japan/100022/
Touchdown-fs Geschrieben 13. März 2011 Melden Geschrieben 13. März 2011 klingt etwas absurd aber hier gibt es ein Live-Ticker zum Erdbeben in Japan http://www.gmx.net/themen/nachrichten/tsun...zum-japan-beben
aaspere Geschrieben 13. März 2011 Melden Geschrieben 13. März 2011 Absurd, ja. Aber auch nachvollziehbar. Die Medien hier bedienen einen hohen Prozentsatz der Bevölkerung. Da wird von der AKW-Situation in Japan 1:1 auf die Situation in Deutschland geschlossen. Ursachen und Gründe spielen dabei keine Rolle. Schorse Meyer aus Bremen-Lesum sieht sich dann in seinen Ängsten bestätigt. Geologische Unterschiede oder ein Blick auf die Güte des Betreibers dort wäre ja auch zuviel verlangt. Kriminell wird es dann, wenn die Politiker auf der Anti-AKW-Bewegung Öl in dieses Feuer gießen, anstatt auf die Bevölkerung hier beruhigend einzuwirken. Man muß ja seine grundsätzliche Haltung in der Frage nicht aufgeben, das Feuer zu schüren ist aber genau das nicht, was wir hier brauchen können.
bueno vista Geschrieben 13. März 2011 Melden Geschrieben 13. März 2011 ...Da wird von der AKW-Situation in Japan 1:1 auf die Situation in Deutschland geschlossen. Ja und Nein. Wichtiger ist hier die Erkenntnis, dass selbst ein hoch technisiertes Land wie Japan nicht alle Risiken im Griff haben kann und "es" eben doch passiert. Natürlich sind die Ursachen in D so nicht zu erwarten. Mittlerweile haben wir aber nach Tchernobyl (fast) das zweite Ereignis dieser Art, dass uns lt. Risikoanalyesen nur alle 100.000 Jahre ereilt. Da sollte man eine gesunde Skepsis nicht mit Krawallmacherei abtun. Das hat aber alles nichts mehr mit der Luftfahrt zu tun.
grounder Geschrieben 13. März 2011 Melden Geschrieben 13. März 2011 Da wird von der AKW-Situation in Japan 1:1 auf die Situation in Deutschland geschlossen. Das stimmt doch überhaupt nicht !
Maxi-Air Geschrieben 13. März 2011 Melden Geschrieben 13. März 2011 Sicherlich ist das ein aktuelles Thema und auch "weltbewegend", aber die Atompolitik hat hier sicherlich nicht viel zu suchen, ich denke aber, dass man über Hilfsflüge sicherlich diskutieren könnte, hat ja was mit Luftfahrt zu tun ! ;)
Gast SA261 Geschrieben 13. März 2011 Melden Geschrieben 13. März 2011 Das hat aber alles nichts mehr mit der Luftfahrt zu tun. Sicherlich hat das Ganze auch was mit der Luftfahrt zu tun. Die Dimension der Katastrophe wird sicherlich die Weltwirtschaft und damit auch die Luftfahrt beeinflussen. Traurig ist nur, dass die Geschehnisse gleich von Einigen benutzt werden ihr ideologisches und parteipolitisches Süppchen zu kochen.
Gast MD-80 Geschrieben 13. März 2011 Melden Geschrieben 13. März 2011 Ich glaube, dass die Tragweite dieser Katastrophe und die möglichen internationalen Auswirkungen nicht mal ansatzweise erkannt werden, teilweise auch, weil das Ausmaß nicht klar ist - und dies ohne "Atompanik". Die zunehmende Instrumentalisierung der deutschen Politiker/innen aufgrund der Probleme mit Fukushima haben einen sehr bitteren Beigeschmack für mich. Mittlerweile geht ja langsam die Information unter, dass Japan von mehrfachen Katastrophen derart stark getroffen wurde, dass dies eine Zäsur für Japan darstellen wird. Die tendenzielle Behäbigkeit aus der Ferne kann ich nur damit erklären, dass es den Leuten nicht bewusst zu sein scheint, wie es ist, wenn ganze Landstriche weg sind. Auch die Erwartungshaltung an die japanische Regierung zwecks Versorgung der Massenmedien sind erschreckend. Subtil wird Böses und zu wenige Informationen unterstellt, aber mir soll man mal ein vergleichbares Land nennen, welches nach dieser Ereigniskette besser agieren könnte. Viele Länder wären bei einem Erdbeben oder Tsunami dieser Größe oder Problemen mit Fukushima völlig überlastet und die Armee hätte mehr mit Verbrechen zutun als mit der Versorgung von Überlebenden. Da möchte ich mal einige unserer Volksvertreter sehen, wie diese debattieren würden, diskutieren, Tipps geben würden - in einer Region, wo nichts mehr gerade steht. Gruss
aaspere Geschrieben 13. März 2011 Melden Geschrieben 13. März 2011 Das stimmt doch überhaupt nicht ! Das ist ein inhaltlich sehr überzeugendes Argument.
Gast SA261 Geschrieben 13. März 2011 Melden Geschrieben 13. März 2011 Ich glaube, dass die Tragweite dieser Katastrophe und die möglichen internationalen Auswirkungen nicht mal ansatzweise erkannt werden, teilweise auch, weil das Ausmaß nicht klar ist - und dies ohne "Atompanik". Die zunehmende Instrumentalisierung der deutschen Politiker/innen aufgrund der Probleme mit Fukushima haben einen sehr bitteren Beigeschmack für mich. Mittlerweile geht ja langsam die Information unter, dass Japan von mehrfachen Katastrophen derart stark getroffen wurde, dass dies eine Zäsur für Japan darstellen wird. Die tendenzielle Behäbigkeit aus der Ferne kann ich nur damit erklären, dass es den Leuten nicht bewusst zu sein scheint, wie es ist, wenn ganze Landstriche weg sind. Auch die Erwartungshaltung an die japanische Regierung zwecks Versorgung der Massenmedien sind erschreckend. Subtil wird Böses und zu wenige Informationen unterstellt, aber mir soll man mal ein vergleichbares Land nennen, welches nach dieser Ereigniskette besser agieren könnte. Viele Länder wären bei einem Erdbeben oder Tsunami dieser Größe oder Problemen mit Fukushima völlig überlastet und die Armee hätte mehr mit Verbrechen zutun als mit der Versorgung von Überlebenden. Da möchte ich mal einige unserer Volksvertreter sehen, wie diese debattieren würden, diskutieren, Tipps geben würden - in einer Region, wo nichts mehr gerade steht. Gruss Kompliment - volle Zustimmung ! Bei solchen Krisen sind die "ich habs schon immer gewusst" und Schuldzuweisungen wohl am wenigsten hilfreich. Der Umgang der Menschen und Politiker in Japan mit der Katastrophe kann ich dagegen nur bewundern.
Fluginfo Geschrieben 13. März 2011 Melden Geschrieben 13. März 2011 Kompliment - volle Zustimmung ! Bei solchen Krisen sind die "ich habs schon immer gewusst" und Schuldzuweisungen wohl am wenigsten hilfreich. Der Umgang der Menschen und Politiker in Japan mit der Katastrophe kann ich dagegen nur bewundern. Alle Flüge im Lufthansa-Konzern nach Tokio machen ab sofort Zwischenlandung in Seoul (ICN). Dort werden die Crews getauscht, damit niemand in Tokio übernachten muss.
ilam Geschrieben 13. März 2011 Melden Geschrieben 13. März 2011 Der überschwemmte Flughafen hatte ja Fluggastbrücken, das Terminal war auch relativ gut besucht. So wie es aussah, war aber keine größere Maschine dort. Weiß jemand, ob es irgendwelche Notfallstarts gab? Bei solchen Krisen sind die "ich habs schon immer gewusst" und Schuldzuweisungen wohl am wenigsten hilfreich. Was mich interessieren würde: Wie stark war das Erdbeben denn bei den Atomkraftwerken? Im Epizentrum waren es 9.0 - aber wieviel kam bei den AKWs wirklich an? Immer noch mehr als das, wofür sie ausgelegt waren? Allerdings zeigt die jetzige Situation, dass man den Aussagen der AKW-Betreiber nicht trauen kann. Ich war vor ganz vielen Jahren mal im AKW Krümmel bzw. im dortigen Besucherzentrum mit meiner Schulklasse. Auf die Frage, was passiert, wenn denn der Strom mal ausfällt war die Aussage: "Kein Problem. Die Steuerstäbe werden durch den Strom oben gehalten und kommen von alleine runter, wenn der Strom ausfälllt. Diese schirmen die Brennstäbe voneinander ab, die Kettenreaktion endet und es besteht keine Gefahr".
speedman Geschrieben 13. März 2011 Melden Geschrieben 13. März 2011 Ich war vor ganz vielen Jahren mal im AKW Krümmel bzw. im dortigen Besucherzentrum mit meiner Schulklasse. Auf die Frage, was passiert, wenn denn der Strom mal ausfällt war die Aussage: "Kein Problem. Die Steuerstäbe werden durch den Strom oben gehalten und kommen von alleine runter, wenn der Strom ausfälllt. Diese schirmen die Brennstäbe voneinander ab, die Kettenreaktion endet und es besteht keine Gefahr". Das hab ich auch erleben dürfen und auf 2 Fragen gab es damals diese Antworten: 1.Was würde eignetlich bei einem Gau nach 24 Stunden passieren, denn der Behälter hält doch nur 24 Stunden, haben Sie gesagt? Antwort: Das kommt nie vor! 2.Wenn kein Wasser mehr da sein sollte und /oder alle Pumpen ausfallen, wie wird dann gekühlt: Antwort : Völliig utopische Situation, passiert niemals. Ein Schelm, wer dabei böses denkt... :rolleyes:
Gast SA261 Geschrieben 13. März 2011 Melden Geschrieben 13. März 2011 Alle Flüge im Lufthansa-Konzern nach Tokio machen ab sofort Zwischenlandung in Seoul (ICN). Dort werden die Crews getauscht, damit niemand in Tokio übernachten muss. Die werden sicher auch mit Tankering von ICN nach Narita fliegen. Der Versorgungslage in Japan, nicht nur mit Fuel, wird ja immer prekärer.
DM-STA Geschrieben 13. März 2011 Melden Geschrieben 13. März 2011 Alle Flüge im Lufthansa-Konzern nach Tokio machen ab sofort Zwischenlandung in Seoul (ICN). Dort werden die Crews getauscht, damit niemand in Tokio übernachten muss. :D Ach menno, jetzt hast Du mir das weggeschnappt. :D Trotzdem, hier sind die Zeiten, mit denen LH710/711 (mit 34D) und LH714/715 (mit 340-600) gerade unterwegs sind: FRA 15:09 ICN 09:02 ICN 11:00 NRT 11:00 NRT 13:05 ICN --:-- ICN 17:05 FRA --:-- MUC 15:37 ICN 09:35 ICN 11:35 NRT 11:35 NRT 15:35 ICN --:-- ICN 19:05 MUC --:-- Internationale Ankünfte in Narita: http://www.narita-airport.or.jp/ais/flight..._inter_arr.html Internationale Abflüge ab Narita: http://www.narita-airport.or.jp/ais/flight..._inter_dep.html
Gast SA261 Geschrieben 13. März 2011 Melden Geschrieben 13. März 2011 Was mich interessieren würde: Wie stark war das Erdbeben denn bei den Atomkraftwerken? Im Epizentrum waren es 9.0 - aber wieviel kam bei den AKWs wirklich an? Immer noch mehr als das, wofür sie ausgelegt waren? Allerdings zeigt die jetzige Situation, dass man den Aussagen der AKW-Betreiber nicht trauen kann. Ich war vor ganz vielen Jahren mal im AKW Krümmel bzw. im dortigen Besucherzentrum mit meiner Schulklasse. Auf die Frage, was passiert, wenn denn der Strom mal ausfällt war die Aussage: "Kein Problem. Die Steuerstäbe werden durch den Strom oben gehalten und kommen von alleine runter, wenn der Strom ausfälllt. Diese schirmen die Brennstäbe voneinander ab, die Kettenreaktion endet und es besteht keine Gefahr". Das momentan der richtige Zeitpunkt ist über AKWs zu diskutieren bezweifele ich. Vielmehr sollten wir überlegen wie Japan zu helfen ist und bez. uns selber, welche aktuelle Auswirkungen die Mega-Katastrophe auf die Weltwirtschaft und damit auch auf uns hat.
DM-STA Geschrieben 13. März 2011 Melden Geschrieben 13. März 2011 Zwischeneinwurf (kein Beitrag zur Diskussion!). Dereinst wollte man allen Ernstes Atomkraft-Flugzeuge bauen. "See also" beachten: http://en.wikipedia.org/wiki/Aircraft_Nuclear_Propulsion Den Zeitgeist jener Epoche gibt der Lehrfilm "Duck and Cover" recht gut wieder, der auf allen möglichen Videoportalen zu finden ist.
Empfohlene Beiträge
Archiviert
Dieses Thema ist jetzt archiviert und für weitere Antworten gesperrt.