Alibaba1408 Geschrieben Gestern um 10:13 Melden Geschrieben Gestern um 10:13 1 hour ago, C46 said: Was wäre der 'selling point', weshalb EK so 'besonders toll' am BER wäre? Objektiv gesehen, bringt Emirates in der Tat relativ geringe Vorteile. Grob eine weitere Frequenz gen Osten - auch im Fall, dass EK mehr als 7/7 fliegen könnte, ich denke, QR würde dann ggf. den Flugplan etwas anpassen - und eine Handvoll an Zielen, die bisher weder QR noch TK abdecken. Das sind sicherlich ”reelle“ Vorteile aber eben keine Gamechanger. Deshalb werden auf einmal nicht Massen an chinesischen Geschäftsleuten nach Berlin kommen oder wahnsinnig tolle neue Messen ausgerichtet werden können. Umso weniger noch mit nur 7/7. Ich denke jedoch nicht, dass die meisten Nutzer hier und Befürworter anderswo wirklich davon überzeugt sind, dass es die teilweise von der Lokalpolitik versprochenen wirtschaftlichen Effekte wirklich geben wird. Diese Frage wird schon längst aus emotionalen Erwägungen beantwortet. Das ist im Übrigen auch nicht verwerflich und ich denke die letzten 15 Jahre sollten uns alle ins Gedächtnis rufen, wie kraftvoll Emotionen auch in politischer Hinsicht sein können. Die Emirates Frage eignet sich - und wird als solche auch so aufgegriffen - als Aufrechterhaltung bzw. Behauptung eines angeblich nach wie vor schwelenden Ost-West Konflikt. Sie ist geradezu eine Überspitzung bzw. der Inbegriff eines solchen, die Industriezentralen im Westen betreiben Lobbyarbeit um zu verhindern, dass der Osten etwas bekommt bzw. sich wirtschaftlich positiv entwickeln kann. Es ist also geradezu der Lehrbuch Fall für die wirtschaftliche Dominanz Ostdeutschlands durch Westdeutschland. Dazu kommt, dass die Emirates Frage natürlich auch eine Prestigefrage ist. Emirates ist nun einmal eine Airline mit international herausragendem Ruf. Nach wie vor der Inbegriff einer Premium Airline. Vereinfacht gesagt fliegt Emirates nach eigenem Anspruch alle ”Weltstädte“ an. Da gehört laut Emirates auch Berlin dazu. Nun gibt es aber externe Faktoren die genau das verhindern. Das verstärkt m.E. das oben beschriebene. Berlin ist ja nun auch einmal die deutsche Hauptstadt, da wirkt eine derartige Lücke besonders schwer. Dazu kommt, dass die Auswirkungen auf eine Lufthansa eben auch relativ gering sind. Man würde ein paar Passagiere aus Berlin verlieren, aber ansonsten? Auch die andere Seite dieser Diskussion hat viel mit Prestige zu tun. Ich möchte garantiert keine Ferndiagnosen stellen - bitte versteht das nicht falsch - aber wie über diese Frage teilweise berichtet wurde und auch wie sich einige User hier äußern lässt schon darauf schließen, dass die oben angesprochene Ost-West Situation noch eine Rolle spielt. Ich denke, man muss die emotionale Seite dieser Frage berücksichtigen, ansonsten wird man sich immer im Kreis drehen. 7
NCC1701 Geschrieben Gestern um 10:40 Melden Geschrieben Gestern um 10:40 Vielleicht bekommt EK auch nur kalte Füsse jetzt nach der Wahl in Berlin und was sich da abzeichnet.... </Ironie aus> ...NCC1701 2
C46 Geschrieben Gestern um 11:00 Melden Geschrieben Gestern um 11:00 Ist dieses Ost-West-Denken immernoch ein Ding!? Ich habe damals noch die IF ex SXF nutzen dürfen und habe die DDR (auch außerhalb von Ostberlin) noch persönlich erlebt - auch wenn es nur als 'Gast' war. Aber über 36 Jahre später muß das Thema auch mal gut sein! Und wenn ich mir manch Infrastruktur im "alten Westen" anschaue, da sieht es auch nicht gerade rosig aus. Ein "Die Wessis versuchen uns kleinzuhalten!" wäre ein Ansatz, der ähnlich sinnbefreit wäre, wie Auftritte von Fips Asmussen oder Mario Barth! Ja, es findet ein Publikum...aber man geht nicht davon aus, dass dieses aus kognitiv Hochbegabten besteht! Unser Land hat so viel geschafft, in Sachen Wiedervereinigung, ich bin solches Gejammer satt! Beim Fußball verstehe ich solche Stichleien ja noch (LG an Dynamo & Co.), aber da weiß man ja auch, dass es mit einem Augenzwinkern kommt. 2
JET-A1 Geschrieben Gestern um 11:04 Melden Geschrieben Gestern um 11:04 Ich bin da bei euch, Thema EK und Berlin über die Jahre, ist schon nervig. Möchte damit um Gottes Willen keine neue Diskussion entfachen (wenn ich es nicht schon getan habe)! Das Sachen aus Emotion heraus geschrieben werden, merkt man schon sehr stark. Wie, Berlin wird nie ein Drehkreuz, soll es doch auch garnicht. Mich stören nur die Aussagen z.B. von der Verdi, wo gleich behauptet wird, das alle „überspitz“ ihre Arbeit verlieren, wenn EK einen Flug am Tag am BER anbietet. Dann bitte schreiben, wir wollen das nicht und möchten auch keine Ausweitung der Flüge zu den bestehen vier Punkten in Deutschland. Klingt für mich dann sinnvoller.
d@ni!3l Geschrieben Gestern um 11:08 Melden Geschrieben Gestern um 11:08 (bearbeitet) Das ist einfach der Job der Verdi sowas zu sagen. Jede(!) Seite in dem Zusammenhang betreibt Lobbyismus. LH und Verdi wollen weniger EK, der BER selbst will mehr, EK will mehr (will aber auch nichts anders aufgeben, weil man woanders offenbar mehr Geld verdient), der Bund will gewisse Sachen von den VAE; TK und QR wollen wahrscheinlich auch nicht mehr EK in BER (haben aber weniger Einfluss).... Jeder hat einfach irgendwelche Interessen und jeder verkauft sie größer als sie sind. Verdi macht die Arbeitsplatzverluste größer als sie wären, EK verkauft die wirtschaftlichen Gewinne für Berlin größer als sie wären. Einfach alles weniger ernst nehmen bzw die Worte weniger auf die Goldwaage legen, dann kann man mit der Situation leben, dass nicht jede Aussage 100% stimmt Bearbeitet Gestern um 11:12 von d@ni!3l 4
leipziger17 Geschrieben Gestern um 11:33 Melden Geschrieben Gestern um 11:33 4 hours ago, DJ112 said: ABER es gibt aktuell die Möglichkeit für EK 7/7 zum BER zu fliegen. Offensichtlich hat jedoch EK für sich entschieden, auf diese Möglichkeit zu verzichten. EK hat sich entschieden. Nicht LH hat für EK entschieden. Wichtiger Punkt. Du scheinst die Argumentation der anderen Seite noch nicht verstanden zu haben. Ich frage mal anders: Würde Emirates nach HAM fliegen, wenn es für diese Flüge die gleichen Restriktionen geben, d.h. maximal 7/7 und die Frequenzen zu den anderen vier Flughäfen (inkl. BER) dürfen nicht erhöht werden? Die Antwort dürfte klar sein. Deshalb ist die Aussage, dass LH bzw. das Abkommen nichts mit der Entscheidung von Emirates zu tun hat, falsch.
Alibaba1408 Geschrieben Gestern um 11:39 Melden Geschrieben Gestern um 11:39 37 minutes ago, C46 said: Ist dieses Ost-West-Denken immernoch ein Ding!? Ich habe damals noch die IF ex SXF nutzen dürfen und habe die DDR (auch außerhalb von Ostberlin) noch persönlich erlebt - auch wenn es nur als 'Gast' war. Aber über 36 Jahre später muß das Thema auch mal gut sein! Und wenn ich mir manch Infrastruktur im "alten Westen" anschaue, da sieht es auch nicht gerade rosig aus. Ein "Die Wessis versuchen uns kleinzuhalten!" wäre ein Ansatz, der ähnlich sinnbefreit wäre, wie Auftritte von Fips Asmussen oder Mario Barth! Ja, es findet ein Publikum...aber man geht nicht davon aus, dass dieses aus kognitiv Hochbegabten besteht! Unser Land hat so viel geschafft, in Sachen Wiedervereinigung, ich bin solches Gejammer satt! Beim Fußball verstehe ich solche Stichleien ja noch (LG an Dynamo & Co.), aber da weiß man ja auch, dass es mit einem Augenzwinkern kommt. Wenn ich mir z.B. die Berichterstattung der Berliner Zeitung anschaue oder auch die Aussagen einiger Politiker (es gehe darum die Konnektivität ”Ostdeutschlands“ herzustellen - es geht hier ja eigentlich nicht um LEJ oder DRS) dann denke ich schon, dass dieses Ost-West Denken von einigen Akteuren noch immer bemüht wird.
Emanuel Franceso Geschrieben Gestern um 11:43 Melden Geschrieben Gestern um 11:43 (bearbeitet) vor 10 Minuten schrieb leipziger17: Du scheinst die Argumentation der anderen Seite noch nicht verstanden zu haben. Ich frage mal anders: Würde Emirates nach HAM fliegen, wenn es für diese Flüge die gleichen Restriktionen geben, d.h. maximal 7/7 und die Frequenzen zu den anderen vier Flughäfen (inkl. BER) dürfen nicht erhöht werden? Die Antwort dürfte klar sein. Deshalb ist die Aussage, dass LH bzw. das Abkommen nichts mit der Entscheidung von Emirates zu tun hat, falsch. Die Restriktionen für die anderen Flughäfen haben die VAE wohl selbst ins Gespräch gebracht (auch wenn sie dafür im Gegenzug mehr als 7/7 zusätzlich zu einem 5. Ziel wollten). Zitat Die VAE hatten - laut Kreisen - zuletzt eine noch weitergehende Liberalisierung der bilateralen Luftverkehrsbeziehungen angeregt: Emirates sollte freien Zugang zu allen deutschen Flughäfen bekommen - im Gegenzug hätte die Airline ihr Flugangebot an bestehenden Zielflughäfen in Deutschland bis 2029 nicht weiter ausgebaut. https://www.aero.de/news-53563/Knickt-der-Bund-bei-Emirates-Verkehrsrechten-ein.html Bearbeitet Gestern um 11:43 von Emanuel Franceso
DJ112 Geschrieben Gestern um 11:46 Melden Geschrieben Gestern um 11:46 (bearbeitet) vor 13 Minuten schrieb leipziger17: Du scheinst die Argumentation der anderen Seite noch nicht verstanden zu haben. Ich frage mal anders: Würde Emirates nach HAM fliegen, wenn es für diese Flüge die gleichen Restriktionen geben, d.h. maximal 7/7 und die Frequenzen zu den anderen vier Flughäfen (inkl. BER) dürfen nicht erhöht werden? Die Antwort dürfte klar sein. Deshalb ist die Aussage, dass LH bzw. das Abkommen nichts mit der Entscheidung von Emirates zu tun hat, falsch. Ich habe die Argumentation der anderen Seite verstanden. Allerdings teile ich diese nicht. Du kannst HAM auch durch DUS, FRA und MUC ersetzen. Die Antwort wäre immer die gleiche. Fakt ist, dass EK 7/7 zu einem fünften Punkt nach DE fliegen kann (wenn sie möchte) und dadurch eben die Einschränkungen akzeptieren muss. Die Alternative ist eben weiterhin die Frequenzen an den aktuellen vier Punkten frei wählen zu können und keinen fünften Punkt anzufliegen. Und in den Grundaussagen ging es darum, dass LH verhindert, dass EK nach Berlin kommt. Das macht mit dem aktuellen Abkommen LH eben faktisch nicht mehr. Niemand hatte die VAE gezwungen dem Abkommen zuzustimmen und es somit abzuschließen. Also wussten die VAE die Bedingungen und ich gehe davon aus, dass EK im Großen und Ganzen über die einzelnen Verhandlungsschritte bzw. Inhalte gut informiert war. Bearbeitet Gestern um 11:46 von DJ112
Lucky Luke Geschrieben Gestern um 12:22 Melden Geschrieben Gestern um 12:22 vor 3 Stunden schrieb C46: Was soll - im Bezug auf Umsteiger - an BER-DXB auf EK eigentlich besser sein, als an BER-DOH auf QR!? Wenn wir uns daran stören, dass sich die Threads zu dem Thema immer sehr schnell erwartbar im Kreis drehen, sollten wir wenigstens selber nicht das Karussell noch anschubsen. Ich habe diese Frage sicherlich allein von dir jetzt schon zum dritten Mal mit jeweils leicht abgeändertem Wording gelesen, und wahrscheinlich noch fünf Mal von anderen Leuten. Ich weiß, dass ich selber hier auch nicht immer ein Unschuldslamm war, aber dieses Level von Polemik finde ich ein bisschen am sinnstiftenden Aspekt der Debatte vorbei. Weil es ist wirklich nicht so schwer, rein faktisch die Dynamik anzuerkennen, dass ein weiterer Marktteilnehmer mit einem anderen Produkt und (mutmaßlich) zusätzlichen Kapazitäten die Lage für die Verbraucher vor Ort verbessert. vor einer Stunde schrieb C46: Ist dieses Ost-West-Denken immernoch ein Ding!? [...] ich bin solches Gejammer satt! Ich erlaube mir in dem Thema einen differenzierten Blick, weil ich im Osten geboren wurde, dort aber qua des Berufs meiner Eltern sicherlich nicht zum besonders betroffenen Milieu gehört habe, trotzdem aber nach dem Abitur als Wirtschaftsflüchtling in den Westen gegangen bin. Einerseits gehe ich schon mit, dass nicht wenige meiner ostdeutschen Mitbürger einen Hang zur Betroffenheit haben und durchaus auch in bestimmten Umfeldern ein ritualisiertes Jammern stattfindet. (Liebe Grüße an die BZ.) Andererseits fühlt es sich falsch an und sorgt auch in meinem Blutdruck für eine leichte Erhöhung, wenn Nichtbetroffene entscheiden wollen, wann jetzt mal genug gejammert wurde. Deine Familie war nicht darin eingeschränkt, sich generationellen Wohlstand aufzubauen. Dein Umfeld hatte die Möglichkeit, an der Gewinnerdynamik des Kapitalismus zu partizipieren, und wurde nicht einfach nach der Wende ausgenommen. Das ist ja das Perfide an dem Sachverhalt: Nicht nur lag der Osten nach der Wiedervereinigung wirtschaftlich zurück - was natürlich nicht die Schuld der BRD war und ist - sondern Westdeutsche konnten Kapitalmittel nutzen, um die Nachwende-Konsolidierungswelle zu ihren Gunsten zu gestalten, so dass heutzutage der Finanzfluss in der Wertschöpfung innerdeutsch genau eine Richtung kennt. Das beginnt bei Unternehmen und Fabriken, geht aber bei so banalen Themen wie Mietzahlungen weiter. Ostdeutsche Mieter bezahlen ihre Mieten sehr oft auf westdeutsche Konten. Rein lohnarbeitstechnisch sind die Differenzen an vielen Stellen nicht mehr riesig, und deswegen sind viele Westdeutsche (deren Einkommen sich allein aus Lohnarbeit bezieht) auch der Ansicht, es gäbe ja keine Unterschiede mehr. Aber es gibt in Westdeutschland ein Oberschicht und obere Mittelschicht, die qua struktureller Bedingungen in Osten so quasi gar nicht mehr entstehen kann. Diese Schicht diffundiert auch in Teilen ihren Wohlstand an andere Bevölkerungsschichten weiter, und das zeigt sich. Sowohl finanziell, als auch fiskal, als auch im tatsächlichen Stadtbild. 1
C46 Geschrieben Gestern um 12:53 Melden Geschrieben Gestern um 12:53 Nett, dass Du Dir ein Urteil über meine Familiengeschichte erlaubst... Mein Großvater ist 1953 aus der DDR geflohen und hat das Familienunternehmen, das er in 3. Generation führte, im Westen erfolgreich neu aufgebaut! Kleine Lektion, die auch am Airport immer geholfen hat - NEVER ASSUME!
Lucky Luke Geschrieben Gestern um 13:30 Melden Geschrieben Gestern um 13:30 vor 34 Minuten schrieb C46: Mein Großvater ist 1953 aus der DDR geflohen und hat das Familienunternehmen, das er in 3. Generation führte, im Westen erfolgreich neu aufgebaut! Wie steht das im Widerspruch zu den von mir geäußerten Punkten? Wir können jetzt gerne in großer Breite mit entsprechender Moralinsäure über deine oder meine persönliche Betroffenheit fabulieren; oder wir heben die Debatte auf eine systemische Ebene und versuchen zu analysieren, ob es ganz unpersönlich eine materielle Grundlage für das Gefühl der Benachteiligung geben könnte. (Das kann dann auch gerne in einen entsprechenden Seitenthread oder den BER-Wachstums-Thread verschoben werden.)
groffel Geschrieben vor 22 Stunden Melden Geschrieben vor 22 Stunden Mal als Spekulation: Wäre es möglich, dass Emirates mit der Deckelung an sich zufrieden wäre, aber noch klären will, ob sie die fünf Ziele in Zukunft untereinander tauschen dürfen? Also zum Beispiel 14/7 nach BER gegen 7/7 nach HAM.
JET-A1 Geschrieben vor 21 Stunden Melden Geschrieben vor 21 Stunden Ob das funktionieren würde, wissen nur die, die das Abkommen ausgehandelt haben. Warum sollte EK dies tun? In Hamburg etabliert und ohne momentane Konkurrenz seitens QR oder EY. In Berlin müssten sie gegen QR strampeln und ob das alles dann so ertragreich ist, kann sich jeder selbst ausmahlen.
spandauer Geschrieben vor 21 Stunden Melden Geschrieben vor 21 Stunden vor 26 Minuten schrieb JET-A1: Ob das funktionieren würde, wissen nur die, die das Abkommen ausgehandelt haben. Na offensichtlich wissen nicht mal die Vertragsparteien, wie sie das unterschriebene zu interpretieren haben... 1
groffel Geschrieben vor 20 Stunden Melden Geschrieben vor 20 Stunden vor 56 Minuten schrieb JET-A1: Ob das funktionieren würde, wissen nur die, die das Abkommen ausgehandelt haben. Warum sollte EK dies tun? In Hamburg etabliert und ohne momentane Konkurrenz seitens QR oder EY. In Berlin müssten sie gegen QR strampeln und ob das alles dann so ertragreich ist, kann sich jeder selbst ausmahlen. Muss ja nicht jetzt sein, kann ja auch in fünf Jahren sein. Wer weiß, ob QR oder EY nicht irgendwann doch nach HAM wollen. Und muss ja nicht BER gegen HAM sein, vielleicht will man auch die Möglichkeit haben, in der Zukunft 21/7 nach MUC und 14/7 nach FRA zu fliegen. Für Emirates wird es einen großen Unterschied machen, ob die Frequenzbeschränkung für jeden Flughafen einzeln gilt oder nur in Summe. Das würde ich auch wissen wollen, bevor ich mich darauf einlasse.
C46 Geschrieben vor 19 Stunden Melden Geschrieben vor 19 Stunden Eine Frage, die bei mir aufgekommen ist... Wäre es für EK möglich z.B. FRA & MUC aufzustocken, BEVOR man sich auf BER & dieses Abkommen einlässt!? Klar wäre das eine Frage der Slot-Verfügbarkeit, aber würde das dieser Deal zulassen...?!?
Jochen Hansen Geschrieben vor 9 Stunden Melden Geschrieben vor 9 Stunden Moin, das Thema kann gerne verschoben werden. Zum Inhaltlichen: - Die Stadt mit den meisten Millionären (HAM) in D versucht seit Jahren wieder einen Direktflug gen USA zu bekommen, funktioniert nicht. - Die Stadt mit dem größten Einzugsgebiet/ Kaufkraft und dem Aderlass in Sachen Langstrecke seit Corona (DUS) versucht wieder mehr LR Flüge zu bekommen, passt aber nicht. - Ich würde gern mal eine Übersicht sehen, an gedeckelten Verkehrsrechten und a) wieviel davon ausgeschöpft sind und b) wieviel davon auf die LH Drehkreuze MUC/FRA (Stichwort: Incentives, auch durch connectivity) fallen? Bitte mal beantworten, dann können wir gern über die Marktmacht der LH reden 😉
abdul099 Geschrieben vor 9 Stunden Melden Geschrieben vor 9 Stunden vor 10 Stunden schrieb C46: Wäre es für EK möglich z.B. FRA & MUC aufzustocken, BEVOR man sich auf BER & dieses Abkommen einlässt!? Wurde hier schon ein oder zweimal diskutiert. Direkt aus der gemeinsamen Erklärung rauskopiert (https://www.bundesregierung.de/resource/blob/975228/2452212/de31415662b1fbee261d28b5d4ff2011/2026-09-10-vae-statement-data.pdf?download=1) Zitat Aufbauend auf diesen Beziehungen hat die deutsche Seite zugestimmt, dem Streckenplan einen zusätzlichen fünften Landepunkt hinzuzufügen, womit es einer nationalen Fluggesellschaft der VAE genehmigt wird, eine vereinbarte Anzahl an Frequenzen zu diesem fünften Landepunkt zu bedienen, und zwar zusätzlich zu den vier bestehenden Landepunkten in Deutschland, die in Höhe der aktuellen Anzahl an Frequenzen für diese Fluggesellschaft gedeckelt werden. Hervorhebung von mir. Damit sollte das ziemlich eindeutig sein, oder?
C46 Geschrieben vor 9 Stunden Melden Geschrieben vor 9 Stunden Das schreit ja förmlich nach einem Workaround à la Swissair Asia/British Asia Airways/usw.! Ein eigenes AOC, unter der Flagge der VAE - keine sonstigen Flüge nach Deutschland! 2 derartige Flieger in der Flotte; den nicht für die BER-Operation genutzten Flieger als Wetlease an die "Muttergesellschaft" ausleihen. Das könnte machbar sein!
OliverWendellHolmesJr Geschrieben vor 9 Stunden Melden Geschrieben vor 9 Stunden vor 16 Minuten schrieb abdul099: Damit sollte das ziemlich eindeutig sein, oder? Nicht unbedingt, aktuell bezieht sich auf etwas Gegenwärtiges. Das Wort alleine führt dazu, dass man den Text so verstehen kann, dass er sich auf die Frequenzen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bezieht. Der gesamte Satz bezieht sich allerdings auf einen Zeitpunkt in der Zukunft - wenn die Streckenrechte genehmigt werden. Dann kann es sich auf den dann gegenwärtigen Stand beziehen. Jetzt kann es eine schlampige Übersetzung sein, weil das Dokument auf Englisch verhandelt wurde: Zitat .. permitting one UAE national carrier to operate an agreed number of frequencies to the fifth point, in addition to the four existing points in Germany, which will be capped at the current number of frequencies for this carrier. ... Die englische Version spricht auch eher für die Interpretation, dass es sich auf den heutigen Zeitpunkt bezieht. Jetzt muss man die Auslegung nach den Interessen der Parteien zum Zeitpunkt des Textes bestimmen. Beide Parteien wollten Zeit gewinnen um ein Thema abzuschließen, das beiden wenig bringt. vor 16 Minuten schrieb C46: Das schreit ja förmlich nach einem Workaround à la Swissair Asia/British Asia Airways/usw.! Super Idee, mit den eigenen Waffen schlagen.
Alibaba1408 Geschrieben vor 5 Stunden Melden Geschrieben vor 5 Stunden Was juristisch gar nicht uninteressant sein dürfte, ist wie weit derartige Abkommen eine drittschützende Funktion haben und ob diese gerichtlich zu erzwingen ist. Die Begründung für derartige Abkommen ist ja der Schutz der heimischen Luftfahrtindustrie. Würde also ”unsachgemäß“ ausgelegt werden, so würde dieser Schutzzweck potenziell unterwandert werden. Nun ist eine ”unsachgemäße“ Auslegung natürlich immer abhängig von der Ansicht der jeweiligen Partei. Habe aber noch keine Präzedenzfälle dazu gefunden, denke, dann hält sich der drittschützende Charakter in Grenzen
groffel Geschrieben vor 1 Stunde Melden Geschrieben vor 1 Stunde vor 7 Stunden schrieb Jochen Hansen: - Ich würde gern mal eine Übersicht sehen, an gedeckelten Verkehrsrechten und a) wieviel davon ausgeschöpft sind und b) wieviel davon auf die LH Drehkreuze MUC/FRA (Stichwort: Incentives, auch durch connectivity) fallen? Das meisten bilateralen Abkommen verweisen nur auf einen Fluglinienplan, und der wird leider nicht zentral irgendwo veröffentlicht. Lediglich bei den prominenteren Fällen wie China kann man manchmal Zeitungsartikel mit den Zahlen finden. Bei den von der EU abgeschlossenen Abkommen gibt es grundsätzlich keine Deckelung, zumindest für die ersten vier Freiheiten.
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