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Aktuelles zu Emirates


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Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Emanuel Franceso:

Sehe ich anders. Erst einmal ist es eine Möglichkeit für Emirates (oder eine andere Airline aus den VAE), Flüge nach Berlin aufzunehmen. Die kann man nutzen, muss man aber nicht. Und solange man keine Flüge nach Berlin ankündigt, kann man für mein Verständnis die Zahl der Flüge zu den anderen 4 Flughäfen ausbauen.

Und dann ist für mich die Frage: Ab wann greift die Begrenzung? Mit der Ankündigung, dass Flüge nach Berlin aufgenommen werden oder erst, wenn die Flüge aufgenommen werden.

aber haben wir nicht schon vor längerem gelesen, dass EK Slots beantragt hat für BER? Und ist eine Slot-Beantragung nicht eine gewisse "Absichtsbezeugung"?

Irgendwas wird da schon drin stehen, dass man nicht erst überall ne Frequenzaufstockung macht und DANACH BER ankündigt....

Geschrieben (bearbeitet)

Zur Wahrheit gehört leider auch,dass Deutschland selbst für Emirates ein relativ unwichtiger Markt mit aktuell nur 56 Flügen pro Woche ist. Grossbritannien kommt dagegen auf satte 146 Flüge.Vielleicht gibt es bei Emirates derzeit einfach andere Prioritäten.

Bearbeitet von BALU321
Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb BALU321:

Zur Wahrheit gehört leider auch,dass Deutschland selbst für Emirates ein relativ unwichtiger Markt mit aktuell nur 56 Flügen pro Woche ist.

Es sind 63 Flüge pro Woche nach Deutschland (je 2 mal täglich nach Düsseldorf, Hamburg und München und 3 mal täglich nach Frankfurt).

Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb BALU321:

dass Deutschland selbst für Emirates ein relativ unwichtiger Markt (…) ist.

Dafür, dass D ein relativ unwichtiger Markt sein soll, hat man aber erhebliche Anstrengungen (Lobbying) zur Aufnahme Berlins unternommen. Über Jahre hinweg. 
 

Dass UK im Vergleich ungleich mehr Verbindungen aufweist, liegt unter anderem auch an der starken britischen Expat-Community, die in den Golf-Staaten ihre Geschäfte machen und teilweise dort dauerhaft arbeiten und leben. 

Geschrieben
vor 15 Minuten schrieb BALU321:

Zur Wahrheit gehört leider auch,dass Deutschland selbst für Emirates ein relativ unwichtiger Markt mit aktuell nur 56 Flügen pro Woche ist. Grossbritannien kommt dagegen auf satte 146 Flüge.Vielleicht gibt es bei Emirates derzeit einfach andere Prioritäten.

Könnte natürlich auch einfach daran liegen, dass Halb-Asien mal unter britischer Kontrolle lag 😉. Interessanter wäre hier ein Vergleich mit Italien, Spanien oder Osteuropa.

Geschrieben
vor 34 Minuten schrieb Emanuel Franceso:

Die kann man nutzen, muss man aber nicht. Und solange man keine Flüge nach Berlin ankündigt, kann man für mein Verständnis die Zahl der Flüge zu den anderen 4 Flughäfen ausbauen.

Die Verkehrsrechte (wir gehen mal davon aus, dass Emirates sie wahrnimmt) sind erteilt. Ob und ab welchem Zeitpunkt die Strecke tatsächlich bedient wird, ist Sache der Airline. Das „Hintertürchen“, dann stocken wir die Frequenzen auf den restlichen Destinationen vorsorglich nochmals auf, ist m. E. mit der Vergabe der Rechte (zumindest für Emirates) erloschen. Denke, das wird  im Kleingedruckten der Vereinbarung schon eindeutig formuliert sein. 

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb groffel:

Könnte natürlich auch einfach daran liegen, dass Halb-Asien mal unter britischer Kontrolle lag 😉. Interessanter wäre hier ein Vergleich mit Italien, Spanien oder Osteuropa.

Frankreich und Spanien liegen bei 35/7 und Italien liegt bei 49/7.

 

vor 2 Minuten schrieb jetstream:

Die Verkehrsrechte (wir gehen mal davon aus, dass Emirates sie wahrnimmt) sind erteilt. Ob und ab welchem Zeitpunkt die Strecke tatsächlich bedient wird, ist Sache der Airline. Das „Hintertürchen“, dann stocken wir die Frequenzen auf den restlichen Destinationen vorsorglich nochmals auf, ist m. E. mit der Vergabe der Rechte (zumindest für Emirates) erloschen. Denke, das wird  im Kleingedruckten der Vereinbarung schon eindeutig formuliert sein. 

Verkehrsrechte gibt es, ja. Aber offiziell hat sich noch keine Airline aus den VAE positioniert und gesagt: "Wir nutzen die neuen Verkehrsrechte und nehmen Flüge nach Berlin auf". Ich bleibe dabei: Es ist eine Möglichkeit, die man nutzen kann, aber nicht nutzen muss. Und solange man nicht offiziell Flüge nach Berlin ankündigt, kann man die Zahl der Flüge zu den anderen 4 Flughäfen weiter ausbauen.

Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb moddin:


Mal ganz doof gefragt: bisher unterliegt man dieser Regelung ja noch nicht, da man BER noch nicht anfliegt. Ergo könnte man DUS, FRA, HAM und MUC vorher noch aufstocken, oder? Weil noch gilt für die Plätze ja die alte Regelung.

Ist das denn so? Meines Wissens sagt das Abkommen, dass bei Aufnahme der 5. Strecke die anderen Flughäfen nur mit der "aktuellen" Frequenz bedient werden dürfen. Für mich heißt das so viel wie "zum Zeitpunkt des Inkrafttreten des Abkommens".

Da steht ja nichts drin, dass die Beschränkung auf dem zum Zeitpunkt der Aufnahme der 5. Destination bedienten Aufkommen gedeckelt wird.

Geschrieben

Der kreative emiratische Airlinemanager kommt da doch gleich auf ganz andere Ideen:

Emirates könnte ja auch ein separates AoC aufbauen und damit als separate neue Airline nach Berlin fliegen… Emirateswings. Die fliegen dann ausschließlich Dubai-BER.

Dann wären die Frequenzen von Emirates, Ethiad & Co. an die vier bestehenden deutschen Ziele selbst unbelastet?? 😉 

Geschrieben
vor 41 Minuten schrieb groffel:

Könnte natürlich auch einfach daran liegen, dass Halb-Asien mal unter britischer Kontrolle lag 😉. Interessanter wäre hier ein Vergleich mit Italien, Spanien oder Osteuropa.

Das ist tatsächlich ein guter Punkt mit "Halb-Asien unter britischer Kontrolle". :)

Da man hier berücksichtigen kann, dass Emirates nicht nur den Verkehr UK-VAE bedient. Es wird eben auch weiterverteilt nach "Halb-Asien" und nach Ozeanien. Da sind die Verkehrsströme doch ausgeprägter als aus D.

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb AirForceOne:

Der kreative emiratische Airlinemanager kommt da doch gleich auf ganz andere Ideen:

Emirates könnte ja auch ein separates AoC aufbauen und damit als separate neue Airline nach Berlin fliegen… Emirateswings. Die fliegen dann ausschließlich Dubai-BER.

Dann wären die Frequenzen von Emirates, Ethiad & Co. an die vier bestehenden deutschen Ziele selbst unbelastet?? 😉 

Allzu kreativ kann man wahrscheinlich nicht werden. Im Abkommen stehen keine genauen Routen, es wird nur auf einen zu vereinbarenden Fluglinienplan verwiesen. Zusätzlich steht dann noch drin, dass die jeweilige Luftfahrtbehörde den von der anderen Seite nominierten Fluggesellschaften die im Fluglinienplan genannten Routen genehmigen muss. Bei allem, was im Fluglinienplan ausdrücklich drin steht, kann Emirates also tatsächlich kreativ werden, denn das LBA muss die Routen genehmigen. Bei allem, was nicht ausdrücklich drin steht, kann das LBA sich aber verweigern, wenn es findet, dass Emirates übertreibt.

 

Zwar kenne ich den Fluglinienplan nicht (selbst die airliners.de Redaktion scheint da wohl nicht rangekommen zu sein, wenn ich mich richtig erinnere), aber wenn man sich die Urteile zum Etihad-Air Berlin-Codeshare anschaut, dann scheint der gar nicht so eindeutig zu sein und sehr vieles auf drittem Wege zwischen der Bundesregierung und den Emiraten vereinbart worden zu sein. Es ist sogar möglich, dass Hamburg in dem Plan nie ausdrücklich erwähnt wurde und deshalb nicht einklagbar wäre.

 

Abgesehen davon will Emirates mittelfristig ja weiter ausbauen und ein sechstes Ziel bekommen - wenn man jetzt rumtrickst, dann kann man das wohl vergessen.

 

Etihad würde ich ein bisschen juristische Trickserei eher zutrauen. Bei Air Berlin haben sie es ja schon genutzt, dass die Codeshares zwar historisch als Zubringer innerhalb Deutschlands gemeint waren, aber das so nicht eindeutig formuliert worden war im Fluglinienplan (juristisch wurde das zwar nie abschließend geklärt, aber durchgekommen sind sie damit am Ende). 

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb AirForceOne:

Der kreative emiratische Airlinemanager kommt da doch gleich auf ganz andere Ideen:

Emirates könnte ja auch ein separates AoC aufbauen und damit als separate neue Airline nach Berlin fliegen… Emirateswings. Die fliegen dann ausschließlich Dubai-BER.

Dann wären die Frequenzen von Emirates, Ethiad & Co. an die vier bestehenden deutschen Ziele selbst unbelastet?? 😉 

 

Dafür hat man doch FlyDubai, kann man jetzt mit 737MAX starten und dann Ende nächstes Jahr auf 787 gehen.

Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb Condor767Winglet:

 

Dafür hat man doch FlyDubai, kann man jetzt mit 737MAX starten und dann Ende nächstes Jahr auf 787 gehen.

Da ist den VAE das Fluggerät vermutlich zu klein, wenn man nur einen Flug hat.

Das wäre - denke ich - denen auch zu peinlich. Da werden die schon Emirates außen draufstehen haben wollen. 

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb AirForceOne:

Da ist den VAE das Fluggerät vermutlich zu klein, wenn man nur einen Flug hat.

Das wäre - denke ich - denen auch zu peinlich. Da werden die schon Emirates außen draufstehen haben wollen. 

 

Na oder aber, man lässt jetzt ne EK 77W fliegen und stellt dann auf FZ um, sobald man mehr Frequenzen an anderen Standorten braucht. Wäre man ja trotzdem flexibel.

Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb groffel:

Bei Air Berlin haben sie es ja schon genutzt, dass die Codeshares zwar historisch als Zubringer innerhalb Deutschlands gemeint waren, aber das so nicht eindeutig formuliert worden war im Fluglinienplan (juristisch wurde das zwar nie abschließend geklärt, aber durchgekommen sind sie damit am Ende).

Es ist falsch zu behaupten, das Etihad getrickst hat. 

Die Rechtsansicht, dass die Codeshare-Flüge sich auf die Innerdeutschen Strecken beziehen hat das Luftfahrtbundesamt vorgebracht um die Codeshares von Etihad auf Air Berlin Flügen nach Abu Dhabi zu untersagen. 

 

Woher die Rechtsauffassung kam ist unklar. Die Emirates / Deutsche BA Codeshare gab es zwei Jahre ab 2000 und wurden nie gerichtlich überprüft.

 

Das VG Braunschweig hat diese Rechtsauffassung geteilt. Das OVG Niedersachsen hat dieser Rechtsauffassung widersprochen. Es hat festgestellt das Kabotage im Luftverkehrsabkommen untersagt ist und es eines ausdrücklichen Ausnahmetatbestands bedarf, damit es zulässig ist. Dieser fehlt. Der Aufbau des Fluglinienplans und das beabsichtigte Interesse einer schrittweisen Liberalisierung spricht aus Sicht des OVG Niedersachsen für die Rechtsansicht von Etihad. 

 

Viel interessanter finde ich die wiederholte Formulierung des Bundesverkehrsministeriums:

Zitat

"Die Luftfahrtunternehmen der VAE, die Berlin anfliegen, dürfen ihre Kapazitäten zu den bestehenden Landepunkten (FRA, MUC, DUS plus HAM) nicht ausbauen".

Entweder kommuniziert hier das Ministerium schlampig oder alle VAE-Fluggesellschaften dürfen nach Berlin. Was meines Erachtens auch die logische Konsequenz ist weil mir nicht klar ist, wie man rechtskonform hier eine Fluggesellschaft privilegieren kann.

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