Archived

This topic is now archived and is closed to further replies.

Gate67

Bombenalarm am Flughafen Düsseldorf - Terminal geräumt - Alle Flüge gestrichen (24SEP13)

Recommended Posts

Sicherheit hat oberste Priorität und im Zweifelsfall ist es immer besser zu viel abzusperren als zu wenig. Dennoch war wohl großes Chaos u. a. auch, weil es kaum Informationen für die vielen Reisenden gab, so konnte man jedenfalls in einer Sondersendung im WDR3 Fernsehen um 20:15 Uhr hören. Interessant - für dieses Luftfahrtforum hier - war in dieser Sendung ein Live-Telefonat mit einer Frau, die seit 3 Stunden in einem Flieger auf dem Rollfeld fest saß, nachdem sie zuvor 4 Stunden Flug aus der Türkei hinter sich hatten. Demnach gab es keinerlei Hilfe seitens der Flugbegleiterinnen, keine Getränke, keine Informationen, gar nichts außer wohl unfreundlichen Bemerkungen. Man habe wohl zu Flugbeginn ein abgepacktes Wasser bekommen, sonst aber nichts. Viele kleine Kinder an Bord wären am Schreien und völlig am Ende. Hatten die keine Getränke mehr an Bord? Wollten oder konnten die nichts herausgeben? Den Wahrheitsgehalt dieser Aussage kann man kaum überprüfen, aber interessant wäre es schon zu wissen, wie Airlines in einem solchen Fall mit ihren Kunden/Fluggästen umgehen bzw kommunizieren.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Sicherheit hat oberste Priorität und im Zweifelsfall ist es immer besser zu viel abzusperren als zu wenig. Dennoch war wohl großes Chaos u. a. auch, weil es kaum Informationen für die vielen Reisenden gab, so konnte man jedenfalls in einer Sondersendung im WDR3 Fernsehen um 20:15 Uhr hören. Interessant - für dieses Luftfahrtforum hier - war in dieser Sendung ein Live-Telefonat mit einer Frau, die seit 3 Stunden in einem Flieger auf dem Rollfeld fest saß.

 

Das halte ich für Freiheitsberaubung. Unfassbar! Warum lässt man die Maschine nicht an das Ende des Rollfelds fahren und die Passagiere dort aussteigen. Das kann doch nicht so schwer sein. In D´dorf ist doch Platz genug.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Diese Terror Paranoia ist kaum zu glauben. Wie viele Menschen sind in Deutschland durch islamistische Terroranschläge gestorben? 0 - Null - Zero wie man es sagen möchte. Diese ganze Sicherheitsparanoia kostet Geld aber bringt nichts. Wer es drauf anlegt eine Bombe z zünden wird sich auch nicht von der Flugahfen Security daran hindern lassen. Manchmal hab ich das GEfühl diese ganze Sicherheit ist eine Gängelung der Passagiere und nichts anderes.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Das halte ich für Freiheitsberaubung. Unfassbar! Warum lässt man die Maschine nicht an das Ende des Rollfelds fahren und die Passagiere dort aussteigen. Das kann doch nicht so schwer sein. In D´dorf ist doch Platz genug.

 

Woher soll die Treppe kommen wenn der komplette Flughafen evakuiert ist und niemand zum bedienen da ist?

 

uns wurde im Anflug auf Köln mitgeteilt Düsseldorf wäre wieder offen, gerade gestartete Kollegen rieten uns dann am Funk von einer Landung in DUS ab.

 

In CGN dann ebenfalls Chaos, jede Menge geparkte Flieger auf der 14R die bereits zwei Stunden auf eine Treppe warteten ... generell der Service aber OK und sehr hilfsbereit.

 

LG

Share this post


Link to post
Share on other sites

N'Abend!

 

Diese Terror Paranoia ist kaum zu glauben. Wie viele Menschen sind in Deutschland durch islamistische Terroranschläge gestorben? 0 - Null - Zero wie man es sagen möchte.

Das ist falsch und wird durch permanentes Wiederholen auch nicht richtiger.

Am 02.03.2011 erschoss Arid Uka zwei Menschen, übrigens am Flughafen Frankfurt. Schon vergessen, oder zählen US-Soldaten für deine Statistik nicht?

Am 31.07.2006 starben nur deshalb keine Menschen, weil die von den Attentäter in Regionalzügen deponierten Kofferbomben konstruktionsbedingt nicht detonierten.

Die sog. Sauerland-Gruppe kam nicht mehr dazu funktionsfähige Bomben zu bauen.

 

Habe die Ehre,

Dash8-400

Share this post


Link to post
Share on other sites

Diese Terror Paranoia ist kaum zu glauben. Wie viele Menschen sind in Deutschland durch islamistische Terroranschläge gestorben? 0 - Null - Zero wie man es sagen möchte. Diese ganze Sicherheitsparanoia kostet Geld aber bringt nichts. Wer es drauf anlegt eine Bombe z zünden wird sich auch nicht von der Flugahfen Security daran hindern lassen. Manchmal hab ich das GEfühl diese ganze Sicherheit ist eine Gängelung der Passagiere und nichts anderes.

Chapeau!!!

Share this post


Link to post
Share on other sites

 

Das halte ich für Freiheitsberaubung. Unfassbar! Warum lässt man die Maschine nicht an das Ende des Rollfelds fahren und die Passagiere dort aussteigen. Das kann doch nicht so schwer sein. In D´dorf ist doch Platz genug.

Und dann sollen die Leute stundenlang alleine auf dem windigen Rollfeld rumstehen oder wie stellst du dir das vor?

Wenn man die Leute aussteigen ließe, wo sollen sie hin auf einem gesperrten Flughafen?

In DUS gibt's bestimmt auch Transitpaxe ohne Visum, die dürfen gar nicht mal eben so auf deutschen Boden.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Diese Terror Paranoia ist kaum zu glauben. Wie viele Menschen sind in Deutschland durch islamistische Terroranschläge gestorben? 0 - Null - Zero wie man es sagen möchte.

 

1. Wie Dash8-400 schreibt, gab es auch Anschläge und Versuche dazu auf deutschem Boden

2. Auch Deutsche sind Ziel (Djerba)

3. Es gibt neben den Islamisten auch andere Bombenleger, sowas wie Oslo, http://de.wikipedia.org/wiki/Oktoberfestattentat oder ähnliches kann immer mal wieder passieren. Daher wird man (zu Recht) sehr argwöhnisch, wenn an Orten mit vielen Leuten (also auch Bahnhöfe, Voksfeste etc.) verdächtige Gegenstände rumstehen...

4. Fast immer klappt es ja, die verdächtigen Gegenstände so zu untersuchen, dass nur kleine Bereiche abgesperrt werden müssen und man rechtzeitig feststellen kann, dass da nichts Gefährliches drin ist. Soll man das komplett abschaffen? Oder was soll man denn Deiner Meinung nach tun, wenn der Gegenstand gefährlich aussieht?

 

Aus der Ferne meckern ist immer sehr einfach. Was konkret hättest Du denn getan?

Share this post


Link to post
Share on other sites

Soweit man das aus der Ferne beurteilen kann, waren die getroffenen Maßnahmen richtig. Sicherheit hat halt oberste Priorität. Diese Geschichte sollte für Airports (und Airlines) Anlaß sein, über ein Konzept (oder, falls vorhanden, über dessen Verbesserung) nachzudenken, wie man in solchen Situationen die betroffenen Passagiere am besten unterstützen kann. Aber optimale Lösungen wird es da wohl nicht geben.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Aus der Ferne meckern ist immer sehr einfach. Was konkret hättest Du denn getan?

 

Im Grunde sind doch beide Positionen richtig. Terrorismus ist als Lebensrisiko statistisch vernachlässigbar und wäre es selbst dann noch wenn die Terroristen monatlich irgendwo auf der Welt einen 11. September zu Wege brächten. Haushaltsleitern sind ein um Größenordnungen größeres Risiko und kostenlos eine vernünftige solche in jeden Haushalt zu stellen würde sicherlich für viel weniger Geld mehr Leben retten. Nichts desto trotz kann man selbst kleine Gefahren nicht ignorieren, insbesondere wenn einer kleinen Eintrittswahrscheinlichkeit, die Zahl der Terroristen, ihrer Mittel und Fachkompetenzen ist halt arg überschaubar, ein potenziell sehr großer Schaden gegenüber steht. Eine technisch durchdachte Bombe in einem Flugzeug oder gut gefüllten Terminal würde eine Menge Menschen töten und viele mehr verletzen und eine mögliche Bombe kann deshalb einfach nicht ignoriert werden. Man muss handeln.

Fingerspitzengefühl ist dabei trotzdem gefordert, denn das Ziel des Terrorismus, Angst zu verbreiten, erreichen Evakuierungen, Sicherheitskontrollen, Sperrungen etc. pp. fast genau so gut wie ein erfolgreicher Anschlag. Ob man wegen eines Koffers, dort geht nur eine begrenzte Menge Sprengstoff rein, allerdings einen ganzen Terminal sperren muss mag zu bezweifeln sein, auf Grund der doch sehr luftig offenen Konzeption des Düsseldorfer Flughafens ist das aber vielleicht kein Overkill.

 

Gruß

Thomas

Share this post


Link to post
Share on other sites

Ob man wegen eines Koffers, dort geht nur eine begrenzte Menge Sprengstoff rein, allerdings einen ganzen Terminal sperren muss mag zu bezweifeln sein, auf Grund der doch sehr luftig offenen Konzeption des Düsseldorfer Flughafens ist das aber vielleicht kein Overkill

Die Sprengstoffexperten forderten einen Radius von 300m. Und wenn man alleine mal überlegt, wieviel Glas am Flughafen verbaut ist, das im Zweifelsfall auf Menschen herabregnen könnte, klingt das nicht übertrieben.

 

Und zur begrenzten Menge Sprengstoff: Je nach benutztem Sprengstoff sind die 10kg, die man in fast jedes Gepäckstück bekommt, eine ganze Menge.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Und zur begrenzten Menge Sprengstoff: Je nach benutztem Sprengstoff sind die 10kg, die man in fast jedes Gepäckstück bekommt, eine ganze Menge.

 

Nicht wirklich, in einem großen Terminal ist die Verdämmung recht mies und damit auch der Bereich in dem ein wirksamer Überdruck aufgebaut wird überschaubar. So kein Splittermantel oder eingebettetes Schrappnell in der Bombe sind, und das Zeug ist schwer, sind herab fallende Gegenstände und Glasbruch in der Tat der größte Risikofaktor.

Da finde ich 300 Meter ehrlich gesagt sogar etwas knapp, die evakuierten Menschen standen dann ja schließlich ungedeckt im Freien. Allerdings ist meine Expertise in der Wurfballistik von Glasbruch auch..mmmh..überschaubar....

 

Gruß

Thomas

Share this post


Link to post
Share on other sites

Nun man hat einen 500m Radius geräumt.

 

Das führt in DUS, wegen der sehr kompakten Bauweise, dann eben dazu, dass man das komplette Terminalgebäude räumen musste.

In MUC hätte das Szenario wohl anders ausgesehen.

 

Was nun den Schaden, den eine Kofferbombe anrichten kann, so sollte man sich nicht auf die Sprengwirkung beschränken.

Die ist in der Umgebung eines Terminals in der Tat durchaus überschaubar.

Aber was ist mit Brandsätzen, oder noch viel schlimmer mit Gas? So aus der Welt gegriffen ist dieses ja nun leider nicht mehr.

 

Ich habe Verständnis für alle, die verärgert sind, weil sie nicht weggekommen sind oder mit Verspätungen zu kämpfen hatten.

Nur jetzt zu dramatisieren ist weder angemessen noch zu verstehen.

 

Auch die angeblich fehlenden Informationen sind objektiv betrachtet eigentlich nicht zu kritisieren.

 

Welcher Einsatzleiter würde in einem Gebäude mit um die 1000 Menschen "Bombenalarm" verkünden?

Es ist doch immer darauf zu achten, dass die Evakuierung ruhig und ohne Panik abläuft.

Und die Begriffe "Bombe" und "Sprengung" haben naturgemäß nur bedingt beruhigende Wirkung.

Share this post


Link to post
Share on other sites

http://www.focus.de/politik/schlagzeilen/nid_141463.html

So, es waren 9kg Drogen, die beim Röntgen nicht von Sprengstoff zu unterscheiden waren.

 

Was ich mich aber frage: Konte man nicht sicher ausschließen, dass ein Zünder dran ist? Ohne Zünder ist die Gefahr ja bei fast allen Sprengstoffen "überschaubar".

Mit einem CT vielleicht, mit einem 2-D Röntgengerät reicht irgendein Kabel im Koffer und man kann es nicht mehr ausschließen. Zumal auch rein chemische Zünder möglich sind.

 

Gruß

Thomas

Share this post


Link to post
Share on other sites

http://www.bild.de/news/inland/flughafen-duesseldorf/grossalarm-in-duesseldorf-terminal-am-flughafen-geraeumt-32540138.bild.html

 

http://www.rp-online.de/

Fehlalarm......aber was für ein Chaos! Autobahn gesperrt....alle Reisenden auf der Autobahn....Flüge umgeleitet....unglaublich.

Am 29.08. war schon mal eine ähnliche Situation am DUS, die ich mit der Kamera festgehalten habe.

In der Nähe des 6C/D (Ankunftsbereich gegen 15.00 Uhr) umringten 5 Polizisten einen kleinen Rucksack, den wohl jemand vergessen hatte, und warteten wohl auf das Sonderkommando. Keine Absperrung, keine Lautsprecherdurchsage, alles ganz normal.

Gegen 15.30 Uhr übergab dann ein Polizist -aus einem Nebenraum am Eingang kommend- den Rucksack an die hauseigene security. Aus der Gestik des Polizisten konnte ich entnehmen, dass alles ok sei.

Leider habe ich nicht mitbekommen, wie oder was in den 10 Minuten meiner Abwesenheit weiter passiert ist. Ich vermute mal, dass der Rucksack sichergestellt und überprüft wurde, bevor ihn die Dame der security schulterte.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Dazu auch noch eine Story, eben von DUS.

Nach einer langen Auslandsreise stehen wir vor dem Terminal, Ebene Abflug, und warten auf unseren Abholer (Abflug-Ebene ist immer besser anzufahren). Da wir warten mussten, sind wir etwas hin- und herspaziert und entdeckten plötzlich auf dem Gehweg gegenüber der Vorfahrtstraße einen herrenlosen Koffer. Diesen haben wir längere Zeit beobachtet und festgestellt, daß kein Mensch sich darum kümmerte.

 

Dann sahen wir ein Polizeifahrzeug, sind auf die Straße und haben das Fahrzeug angehalten und die Beamten (5 Personen im Bully) auf den Koffer hingewiesen. Gemurmel im Auto und dann die unglaubliche Antwort: 'wir sind nicht zuständig, bleiben sie doch bitte bei dem Koffer, wir sagen den Kollegen Bescheid'. Unglaublich, aber wahr.

 

Wir sind nicht dabei geblieben und sind so schnell wie möglich weg von dem Ort. Heute ärgern wir uns darüber, daß wir uns nicht das Kennezeichen des Polizeiwagens aufgeschrieben haben.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Da wollten sich wohl die Beamten Arbeit ersparen. Und die wollten wirklich, daß ihr bei dem Koffer bleibt ? Wirklich schade, daß ihr keine Namen oder KFZ-Kennzeichen habt. Kann mir so ein Verhalten aber auch an anderen Airports vorstellen.

Share this post


Link to post
Share on other sites

interessant wäre es schon zu wissen, wie Airlines in einem solchen Fall mit ihren Kunden/Fluggästen umgehen bzw kommunizieren.

 

Die Episode (so sie denn stimmt) hat in jedem Falle mehr mit der Ausbildung/Motivation/Ausstattung der Airline und ihres Personals zutun als mit dem Krisenmanagement des Flughafens. Ob die Reaktion von Seiten des Flughafens richtig war, die Maschine auf dem Vorfeld stehen zu lassen? Davon müssen wir als Aussenstehende mangels besseren Wissens ausgehen, da keiner von uns weiss, ob es Alternativen gegeben hätte.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Wo sitzt in DUS die Vorfeldkontrolle? Wenn es in dem Tower oberhalb von Flugsteig B ist, dann waren die auch im 500m-Radius und ebenfalls evakuiert.

Share this post


Link to post
Share on other sites

ich würde mich nicht mehrere Stunden in ein Flugzeug einsperren lassen, sondern die Polizei anrufen und wenn binnen 20 Minuten nichts passiert ist die Notrutsche auslösen und gehen. Für sein Leben ist jeder in erster Linie selbst verantwortlich.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Und das einmal zwei Menschen erschoßen wurden rechtfertigt einen Milliarden teuren Sicherheitsapparat? Denk ich nicht. Die Gefahr des Terrorismus wird übertrieben und zwei US-Soldaten zähle ich in der Tat nicht so richtig zur Statistik, denn sie sind keine deutschen Staatsbürger und die USA machen sich durch Ihre Politik nicht gerade beliebt, aber das ist ein ganz eigenes Thema.

Share this post


Link to post
Share on other sites