Zum Inhalt springen
airliners.de

[Politische Diskussion] Absturz Malaysia Airlines 772 (9M-MRD) über der Ukraine


fly_bird

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Wenn bekiffte und alkoholisierte Polizeibeamte Jugendlichen das Rauchen verbieten wollten, dann würden doch auch jeder sagen, dass dies keine legitime Instanz wäre um Wertemaßstäbe zu definieren und durchzusetzen.

 

Und genau da ist der riesige Irrtum Deiner Sicht der Dinge.

 

Selbstverständlich ist in Deinem Beispiel die Polizei immer noch die legitime Instanz, die von den Gesetzen, auf deren Basis sie arbeitet, definierten Vorschriften (Wertmaßstäbe) durchzusetzen.

Das die bekifften und alkoholisierten Beamten hingegen genau diesen Maßstäben nicht entsprechen, wäre zu ahnden, ändert aber nichts an den Maßstäben.

 

Um jetzt wieder den Rücksprung zur eigentlichen Diskussion zu machen, mal eine Gegenfrage.

 

Aus welchen Gründen haben Deiner Meinung nach die Schweiz, Deutschland, Österreich, Dänemark, Schweden, Norwegen, usw. "das Recht verwirkt" Russland moralisch zu verurteilen?

 

Es ist übrigens keine Argumentation, jemandem vorzuwerfen, gegen Russland zu sein, sich aber nicht immer im selben Posting empört über die Handlungen der USA zu zeigen und deswegen keine Instanz für die Russland Kritik zu sein.

Das ist billige Polemik und zeigt, dass man keine Sachargumente mehr vorzubringen hat.

 

Genau darum geht es in den letzten Stunden hier!

Es ist völlig unerheblich ob andere Unrecht begehen oder begangen haben.

Das was Russland getan hat und derzeit tut, ist völlig eigenständig Unrecht.

Und das darf nicht nur angesprochen werden, nein es muss sogar angesprochen werden!

Geschrieben

So zusammenhangslos, wie Du es beschreibst ist es aber nicht: Russland wird ja dafür kritisiert, dass sie sich nicht an westliche bzw. von der Völkwergemeinschaft beschlossene Werte halten.

Die Soveränität eines (auch von Russland) seit Jahrzenten anerkannten Landes ist keine Frage von westlich oder nicht westlich und schon gar kein "beschlossener Wert".

 

Und in dem Zusammenhang ist es eben schon relevant, ob derjenige, der das Einhalten gewisser Maßstäbe fordert sich auch selbst daran hält.

Deutschland ist seit 70 Jahren in der Beziehung, in andere Länder einzumarschieren recht unverdächtig.

 

Und auch sonst: Wenn ein Verbrecher einen anderen anschwärzt, landen am Ende beide vor Gericht.

 

Das entscheidet nämlich darüber, ob er als legitime moralische Instanz auftreten kann oder nicht.

Das ist doch gar nicht die Frage. Für die Bewertung sind "die anderen Verbrecher" - um mal bei dem Bild zu bleiben - in der Tat die falschen Leute. Aber zum Aufzeigen dessen, was ein anderer angerichtet hat, sind sie gar nicht so falsch. Man muss halt genau wissen, dass man nicht jede Aussage einfach so glauben darf.

 

Wenn bekiffte und alkoholisierte Polizeibeamte Jugendlichen das Rauchen verbieten wollten, dann würden doch auch jeder sagen, dass dies keine legitime Instanz wäre um Wertemaßstäbe zu definieren und durchzusetzen.

Ein Polizist definiert keinerlei Wertemaßstäbe.

 

Und genausowas, was Du schreibst ist bei uns auf dem Dorf mal passiert. Ein Polizist hat die Jungs auf dem ihren getunten Mofas gerne mal einkassiert. Er selbst hatte hierzu ein besser getuntes Mofa verwendet. Tja, irgendwann erwischten ihn ein paar Kollegen und seitdem heißt er überall "der Fußgänger". Aber für die Jungs, die er bis dahin gefasst hatten, änderte das überhaupt nichts.

 

Es interessiert nicht, wer die Nachricht überbringt sondern der Inhalt.

Geschrieben

Nur was jetzt das "herumreiten" auf der Regionlamacht-Bezeichnung soll, kann ich nicht so 100% nachvollziehen.

 

Ganz einfach: der Konflikt begann eben nicht erst mit dem Abschuss bzw. den Aktivitäten in der Ostukraine sondern wesentlich früher. Was viele nicht wahrhaben wollen ist, dass sich mit dieser Erkenntnis auch die Seite ändern könnte, die den unsäglichen Ball ins Rollen gebracht hat. 

 

 

Ist es wirklich schlimmer, Russland als Regionalmacht zu bezeichnen? Oder rechtfertigt das auch nur eine Aktion Russlands in der Ukraine?

 

Auch zwischen "zu erklären versuchen" und "rechtfertigen" besteht (zum Glück) ein klitzekleiner aber feiner Unterschied. Das Eine trifft nämlich zu, das andere wird einem nur böswillig unterstellt. 

Geschrieben

Ganz einfach: der Konflikt begann eben nicht erst mit dem Abschuss bzw. den Aktivitäten in der Ostukraine sondern wesentlich früher. Was viele nicht wahrhaben wollen ist, dass sich mit dieser Erkenntnis auch die Seite ändern könnte, die den unsäglichen Ball ins Rollen gebracht wird. 

 

Willst Du ernsthaft die These aufstellen, dass jemand Russland genötigt hat die Krim zu annektieren?

Geschrieben

Dass die Diskussion sich hier bestenfalls im Kreis dreht und leider ziemliche unschöne Auswüchse angenommen hat, was das persönlich gegenseitig Angehen angeht, ist wohl offensichtlich.

 

Im Endeffekt sagt die "pro-westliche Fraktion", dass Verhalten Russlands sei inakzeptabel.

 

Die "pro-Russland Fraktion" sagt, "der Westen" hat seinen Anteil an der Entwicklung, es greift zu kurz, hier den Buhmann ausschliesslich bei Putin zu suchen, und stellt ob der eigenen Verfehlungen die Berechtigung des Westens, den moralischen Zeigefinger zu erheben, in Frage. Bei einigen schlägt das bis zur nah an die "bedingungslose Solidarität" durch, der ein oder andere Post könnte auch aus einer Regierungspropagandastelle kommen (die gibt es auch bei uns, nur subtiler).

 

Ich zähle mich zu keiner der beiden Fraktionen. Ich bin allerdings auch überzeugt davon, dass es zu kurz greift, ausschliesslich auf Putin zu zeigen, die Situation ist doch deutlich komplexer. Das rechtfertigt für mich nicht das russische Vorgehen - aber wer die Situation lösen will, muss sie verstehen, und da greift "böser Putin, guter Westen" viel zu kurz.

 

Kein Verständnis kann ich für die Scharfmacher entwickeln. "Wir haben es ihm nicht durchgehen lassen" um den Preis eines weiteren, grösseren Krieges, tausenden Toten, unvorstellbarem Leid? Wem, ausser der Mordindustrie (wie sagte Frank Zappa so traurig-bitter-schön: "Politik ist die Unterhaltungsabteilung der Wirtschaft"), nützt das? Wir reden von vielen vielen vielen Menschenleben und menschlichem Leid... ja, wir müssen heute schon schwer erträgliches Leid sehen - beseitigen wir das, in dem wir Prinzipien reiten und noch viel mehr Menschen diesem Leid aussetzen?

 

Die "pro-westliche" Fraktion wird entgegnen, dass man schon zur Abschreckung potentieller Nachahmer Putin nicht damit durchkommen lassen darf. Das ist nicht völlig von der Hand zu weisen. Dass er "einfach damit durchkommt", sehe ich allerdings überhaupt nicht.

 

So falsch ist die diplomatische Antwort nicht - die Sanktionen (von denen einige, aber eben nicht alle, bestenfalls symbolisch sind - auch so funktioniert Politik) tun durchaus weh, da ist niemand "einfach damit durchgekommen", der Abschreckungseffekt ist schon da. Ich würde mir im Westen ein wenig mehr Selbstreflexion wünschen, nicht zuletzt eine Auseinandersetzung mit den selbst begangenen Fehlern. Die westliche Arroganz und Überheblichkeit insbesondere in den letzten 20-25 Jahren hat auf der Welt nun wirklich mehr als genug kaputt gemacht, viel zu viel Leid (zumindest mit-) verursacht.

 

Deutschland ist seit 70 Jahren in der Beziehung, in andere Länder einzumarschieren recht unverdächtig.

Frei nach Heiner Müller (wörtlich krieg ich's nicht zusammen): "Polen braucht nie wieder einen Einmarsch Deutschlands fürchten - kaufen ist billiger." Man kann argumentieren, dass das längst passiert ist.

Geschrieben

Vielleicht steht uns und auch den Politikern noch zu sehr die Ost-West-Situation aus der Zeit des "Kalten Krieges" im Wege, um eine solche Diskussion so weit wie möglich vorurteilsfrei führen zu können. Da spielt dann eben das jeweilige Lebensalter und der persönliche Erlebnis- und Erfahrungshintergrund der Diskussionsteilnehmer die entscheidende Rolle. Da hätte ich sicher einiges hier beizutragen. Ich tue es aber nicht, weil mich der Diskussionsstil hier daran hindert, und weil alle sich mittlerweile meilenweit vom Thread-Thema entfernt haben.

Geschrieben

Willst Du ernsthaft die These aufstellen, dass jemand Russland genötigt hat die Krim zu annektieren?

 

"Gereizt" wäre das wesentlich treffendere Wort.

weil alle sich mittlerweile meilenweit vom Thread-Thema entfernt haben.

 

Wir führen hier eine politische Diskussion aus Anlass des Abschusses der MH-Maschine. Hups, so heisst ja sogar die Überschrift des threads...

Geschrieben

@JeZe

 

 

Das ist weder ein persönlicher Angriff, noch eine Beleidigung, das ist eine sachlich begründete Argumentation.

Falsch, das ist deine Meinung. Genau wie das meine Meinung war. Der Unterschied besteht zwischen uns darin, dass ich meine Meinung in Deinem so geliebten System nie äußern dürfte. Also setz Dich und klatsch vor Freude einfach in die Hände.

 

Scheint Dich ja schwer zu wurmen, dass Putin unweigerlich die wesentliche Mitverantwortung für Hunderte von Toten trägt. Da hilft also nur mal schnell andere sinnlose Gegenargumente hervorzukramen, gelle?

 

Der einzige Fakt ist, als Du als Tatsachen- und Geschichtsverdreher auffällst. Peinlich, peinlich für einen, der hier selbstverständlich freiheitliche Demokratie in Anspruch nimmt.

 

 

@Michael 72291

Du mußt schon gehen? GottseiDank!

 

@foobar

Um mal beim Thema Abschuß der MH zu bleiben:

 

Willst du ernsthaft behaupten, der "Westen" auch nur in irgendeiner Art und Weise am Abschuß der MH genauso großen Anteil zu verantworten wie Putin?

 

Wenn ja, dann können wir diesen Thread natürlich sofort schließen. Weil es dann nur noch darum geht, Dinge nicht aussprechen zu dürfen.

Geschrieben

Wir führen hier eine politische Diskussion aus Anlass des Abschusses der MH-Maschine. Hups, so heisst ja sogar die Überschrift des threads...

 

Das glaubst Du. Der Bezug ist jedoch völlig abhanden gekommen.

Geschrieben

Scheint Dich ja schwer zu wurmen, dass Putin unweigerlich die wesentliche Mitverantwortung für Hunderte von Toten trägt. Da hilft also nur mal schnell andere sinnlose Gegenargumente hervorzukramen, gelle?

Siehst Du - das ist genau, was ich geschrieben habe: ich habe von Putin sehr wenig bis gar nichts geschrieben und ständig wird mir irgendwas in Bezug zu ihm unterstellt.

 

Mich wurmen Tote, die Putin zu verantworten hat genauso wie die Menschen, die in den USA ohne Anklage festgehalten und gefoltert wurden. Warum ist es so schwer zu akzeptieren, dass manche Menschen einfach keinen Unterschied machen wollen, wo es keinen Unterschied gibt?

Geschrieben

@foobar

Um mal beim Thema Abschuß der MH zu bleiben:

 

Willst du ernsthaft behaupten, der "Westen" auch nur in irgendeiner Art und Weise am Abschuß der MH genauso großen Anteil zu verantworten wie Putin?

Lies meinen Post doch bitte nochmal. Ich habe das weder explizit noch implizit behauptet.

 

Und leider - das ist jetzt nicht nur auf Dich bezogen - geht das jetzt wieder in die "Willst Du etwa behaupten"-Empörungsrhetorik, das steht einer sachlichen und vor allem lösungsorientierten Auseinandersetzung mit dem Thema diametral entgegen.

 

Ich sags gern nochmal: die isolierte Betrachtung dieses furchtbaren Ereignisses wird der Komplexität der Situation nicht gerecht. Damit mag man am Stammtisch der Babo sein, das hilft aber in keinster Weise, die Problematik zu erfassen. Und ohne das Problem zu verstehen, wird man es nicht lösen können. Und so lange sich weiter (das bezieht sich offensichtlich auf viel mehr als dieses Forum) in Empörungsrhetorik geübt wird, leiden und sterben weiter Menschen.

Geschrieben

 

jubo14 schrieb am 11 Dez 2014 - 13:54:

snapback.png

Willst Du ernsthaft die These aufstellen, dass jemand Russland genötigt hat die Krim zu annektieren?

Die Bürger der Krim würde ich sagen...

 

Ah ja, die ja völlig frei und selbstbestimmt im Einklang mit der gültigen Verfassung der Ukraine über ihren Anschluss an Russland abgestimmt haben. Das zum gleichen Zeitpunkt komische Typen in nicht definierten Uniformen und mit der Waffe in der Hand zu Hauf auftauchten, macht die Abstimmung natürlich erst recht sinnvoll.

 

Übrigens, die Leute, die die Abstimmung für völlig legitim halten sagen auch, das Janukowitsch irregulär aus dem Amt gejagt wurde. Das beides nicht mit bestehenden Gesetzen vereinbar war, wird dabei gerne unter den Tisch gekehrt. Man legt es halt so aus, wie es in die eigene Sichtweise passt.

Geschrieben

Vielleicht können wir uns ja alle mal auf einen Grundkonsens einigen, der besagt: Es gibt kein Schwarz-Weiß in dieser Frage, wohl aber Hellgrau und Dunkelgrau.

Dass die Seite, die seit Jahrzehnten/Jahrhunderten eine - trotz aller Verfehlungen - gewachsene Kultur von Demokratie und Bürgerrechten vertritt eher die hellgraue Seite repräsentiert, steht für mich dabei freilich außer Frage.

Geschrieben

wird es auch dagegen Widerspruch geben.

 

Von mir sicher nicht, denn das predige ich von Anfang an. Ein Problem ist die mittlerweile leider allseits gegenwärtige "Wer nicht für uns ist gegen uns"-Rhetorik, denn damit wird auch relativ neutralen Personen ein Feind-Schildchen umgehängt, das sie gar nicht verdienen. Ein weiteres wäre, dass alles Böse dieser Welt (jedenfalls auf diesen Konflikt bezogen) auf die Person Putin projiziert wird, vermutlich weil er sich so gut als Feindbild eignet und man sich damit so schön der Illusion hingeben kann, die Lage sei viel weniger verzwickt als vielen lieb ist.

 

ich habe von Putin sehr wenig bis gar nichts geschrieben und ständig wird mir irgendwas in Bezug zu ihm unterstellt.

Geschrieben

@foobar

 

Ob es nun Deine Meinung oder nur durch Zufall gleichzeitig die Taktik der russischen Demagogen ist, die seit mehreren Jahren bestimmte Medien ganz gezielt zu unterwandern suchen, kann ich natürlich nicht feststellen. Wer das noch nicht beobachtet hat, sollte sich mal gezielt das Vorgehen bestimmter Journalisten angucken. 

 

Fakt ist. Es gibt eine klare publizistische Aktion gegen den "Westen" (alleine schon, weil es sich ja so viel leichter bagatellisieren läßt, da Otto-Normalverbraucher gerne so mitdiskutieren und das Thema so von dem Effekt der Massenkommunikation prima weitergetragen werden kann) gerichtet, der das Vorgehen Putins bagatellisiert und auf das Motto: "Ach komm, das machen doch auch beide Seiten, Russland und der Westen, nun kommt doch mal wieder runter und seid vernünftig!" abzielt.

 

Da werden einseitige Interessen Russlands völlig unter den Tisch gekehrt, der Einmarsch Russlands in die Ukraine dargestellt, als sei das ja auch nicht schlimmer als die Folter (Was für eine Gegenüberstellung!") und würde Putin ja angeblich verständlicherweise auch nur sein Land schützen wollen", das müsse ja nun eigentlich doch jeder Mal verstehen. Und so wird die direkte Verantwortung Putins für den Abschuß der MH 17 im Gemenge eines "komplexen Ukraine-Problems" vollkommen verschleiert.

 

Das ist so eine Unverschämtheit und derart durchschaubar, dass dem sofort und immanent entgegengetreten werden muß und zwar in aller Deutlich- und Öffentlichkeit!

 

Dieser Artikel bringt den ganzen Wahnsinn der russischen Aktivitäten auf den Punkt:

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-12/aufruf-krieg-ukraine-putin-russland

Geschrieben

@foobar

 

Ob es nun Deine Meinung oder nur durch Zufall gleichzeitig die Taktik der russischen Demagogen ist, die seit mehreren Jahren bestimmte Medien ganz gezielt zu unterwandern suchen, kann ich natürlich nicht feststellen. Wer das noch nicht beobachtet hat, sollte sich mal gezielt das Vorgehen bestimmter Journalisten angucken. 

 

Fakt ist. Es gibt eine klare publizistische Aktion gegen den "Westen" (alleine schon, weil es sich ja so viel leichter bagatellisieren läßt, da Otto-Normalverbraucher gerne so mitdiskutieren und das Thema so von dem Effekt der Massenkommunikation prima weitergetragen werden kann) gerichtet, der das Vorgehen Putins bagatellisiert und auf das Motto: "Ach komm, das machen doch auch beide Seiten, Russland und der Westen, nun kommt doch mal wieder runter und seid vernünftig!" abzielt.

 

Da werden einseitige Interessen Russlands völlig unter den Tisch gekehrt, der Einmarsch Russlands in die Ukraine dargestellt, als sei das ja auch nicht schlimmer als die Folter (Was für eine Gegenüberstellung!") und würde Putin ja angeblich verständlicherweise auch nur sein Land schützen wollen", das müsse ja nun eigentlich doch jeder Mal verstehen. Und so wird die direkte Verantwortung Putins für den Abschuß der MH 17 im Gemenge eines "komplexen Ukraine-Problems" vollkommen verschleiert.

 

Das ist so eine Unverschämtheit und derart durchschaubar, dass dem sofort und immanent entgegengetreten werden muß und zwar in aller Deutlich- und Öffentlichkeit!

 

Dieser Artikel bringt den ganzen Wahnsinn der russischen Aktivitäten auf den Punkt:

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-12/aufruf-krieg-ukraine-putin-russland

Lies dir bitte nicht nur den Artikel, sondern auch die Kommentare darunter durch. Das steht im Gegensatz zum Artikel sehr viel sinnvolles.

 

Vor allem: was ist die Lösung von jemandem, der sich gegen einen Friedensaufruf positioniert? Eine Atombombe auf Moskau?

Geschrieben

@foobar

Ob es nun Deine Meinung oder nur durch Zufall gleichzeitig die Taktik der russischen Demagogen ist

Ich finde es doch sehr bedauernswert, dass Du - wenn auch in deutlich abgeschwächter Form im Vergleich zu vorher - wieder zu Diffamierung greifen und die schwarz-weiss "wir-gegen-die"-Rhetorik bemühen musst.

 

Gut, Transparenz: ich bin in Westdeutschland aufgewachsen und sozialisiert, habe meines Wissens keine russischen Vorfahren oder vergleichbar enge Bande. Ich war einmal, an der Schwelle vom Kind zum Jugendlichen, für 1 oder 2 Wochen in der Sowjetunion und einmal, letztes Jahr, in der russischen Förderation - für 3 Tage in Moskau. Ich habe auch keine finanziellen Verquickungen oder Interessen in Richtung Russland oder "Dunstkreis". Ich bin recht viel rumgekommen auf der Welt und durfte viele Kulturen intensiver kennenlernen, als das als "normaler" Tourist möglich wäre. Als politischer Mensch habe ich ein ausgeprägtes Interesse am Weltgeschehen und dessen Hintergründen, ich bilde mir gerne eine eigene Meinung - wozu Quellenstudien auf allen beteiligten Seiten gehört - die bestenfalls selektiven Zusammenfassungen in den Mainstreammedien, praktischerweise gleich im Bundle mit Wertung, liefern a selten ein akkurates und zutreffendes Bild.

 

Dass keiner der schwarz-weiss-Seher gleich welcher Seite die, hier in der sehr... plakativen Form von jeZem Preisfrage

 

Vor allem: was ist die Lösung von jemandem, der sich gegen einen Friedensaufruf positioniert? Eine Atombombe auf Moskau?

beantwortet, spricht Bände - geht es wirklich um Erkenntnisgewinn, eine Lösung - oder doch eher um's Rechthaben und die eigene Eitelkeit?

Geschrieben

Ja, genau das sage ich.

 

Womit klar ist, dass für Dich die Russen etwas dürfen, was die Ukrainer nicht dürfen!

 

Denn wer sagt, dass die Ukrainer kein Recht hatten Janukowitsch aus dem Amt zu entfernen, gleichzeitig aber der Russischen Regierung zubilligt, die ukrainische Selbstverwaltung der Krim aus dem Amt zu entfernen, misst mit zweierlei Maß!

 

Und wer sich das Abstimmungsergebnis des Referendums auf der Krim dan ansieht, kann auch nur mit dem Kopf schütteln. Dagegen waren die Wahlfälschungen von Egon Krenz bei den letzten Kommunalwahlen in der DDR schon als geschickt und subtil zu bezeichnen.

Geschrieben

@foobar

Das ist überhaupt keine Diffarmierung, das ist sehr deutlich auseinandergehalten. Bitte nicht wilde Dinge spekulieren, sondern mal neutral lesen. Danke!  ^_^

 

Und hättest Du richtig gelesen, wäre Dir aufgefallen, dass das schwarz-weiss-Gerede eben keines ist, dass ich in die Welt rufe, sondern genau die, die den Dreck am Stecken haben in der Sache MH-17!

Geschrieben

Womit klar ist, dass für Dich die Russen etwas dürfen, was die Ukrainer nicht dürfen!

 

Denn wer sagt, dass die Ukrainer kein Recht hatten Janukowitsch aus dem Amt zu entfernen, gleichzeitig aber der Russischen Regierung zubilligt, die ukrainische Selbstverwaltung der Krim aus dem Amt zu entfernen, misst mit zweierlei Maß!

 

Und wer sich das Abstimmungsergebnis des Referendums auf der Krim dan ansieht, kann auch nur mit dem Kopf schütteln. Dagegen waren die Wahlfälschungen von Egon Krenz bei den letzten Kommunalwahlen in der DDR schon als geschickt und subtil zu bezeichnen.

Ich verstehe die Argumentation nicht. Denn mit zweierlei Maß misst man doch auch, wenn man das ganze umgekehrt betrachtet, nämlich dass es legitim ist Janukowitsch aus dem Amt zu entfernen, die Selbstverwaltung der Krim aber nicht.

 

Konsistent wäre es ja nur, wenn gleiches Recht allen Seiten zugebilligt würde. Und das ist ja bei fast keiner Argumentation der Fall.

 

@foobar

Das ist überhaupt keine Diffarmierung, das ist sehr deutlich auseinandergehalten. Bitte nicht wilde Dinge spekulieren, sondern mal neutral lesen. Danke!  ^_^

 

Und hättest Du richtig gelesen, wäre Dir aufgefallen, dass das schwarz-weiss-Gerede eben keines ist, dass ich in die Welt rufe, sondern genau die, die den Dreck am Stecken haben in der Sache MH-17!

Was aber zur Zeit eben noch nicht mehr als eine Verschwörungstheorie ist. Der Punkt ist nichtmal der, dass Du nicht recht haben könntest, der Punkt ist der, dass Du es für nicht notwendig erachtest, dass dies bewiesen werden muss.

 

Und das deckt sich mit keinem der Werte, auf die Du die ganze Zeit so stolz bist, dass wir sie hätten.

Geschrieben

Konsistent wäre es ja nur, wenn gleiches Recht allen Seiten zugebilligt würde. Und das ist ja bei fast keiner Argumentation der Fall.

 

Anders herum wird ein Schuh daraus.

 

Nur weil in der Ukraine der gewählte Präsident durch eine Protestbewegung aus dem Amt gejagt wurde, gibt das Russland kein Recht, sich die Krim einzuverleiben.

 

Du versuchst Russlands Handlungen zu relativieren, in dem Du anführst, das die USA dieses, die EU jenes und die Ukrainer wiederum etwas völlig anderes Unrecht begangen haben. Das mag teilweise stimmen (oder auch nicht) ist aber völlig irrelevant!

Archiviert

Dieses Thema ist jetzt archiviert und für weitere Antworten gesperrt.

×
×
  • Neu erstellen...