L49 Geschrieben 14. Januar 2015 Melden Geschrieben 14. Januar 2015 Zum Kommentar selbst: Es ist sehr bezeichnend, dass der Autor zugibt, dass das Volk hinter Putin steht, er – der Autor – also deshalb auf die zum Teil kriminellen Oligarchen setzen muss. Das lässt tief blicken, der Autor scheint ein echter Demokrat zu sein. Aber, was will man von der Springer-Presse auch schon anderes erwarten? Jetzt fehlt eigentlich nur noch das Unwort des Jahres 2014 aus Deiner Tastatur ...
sukram Geschrieben 14. Januar 2015 Melden Geschrieben 14. Januar 2015 Abwarten- Rußland muß seinen Haushalt aufgrund des Ölpreiskriegs schon kräftig eindampfen und rechnen mittlerweile mit 60-80$/Faß Ende '15 (US-EIA: 67$) - bekanntlich fällt der gerade Richtung 40$. Wobei die Shale-oil-Bohrer auf der anderen Seite auch nicht "ewig" durchhalten können (jedenfalls soweit nicht auch dort der Staat aushilft) und die EIA ja schon letztes Jahr vor dem Preisverfall annahm, daß ihr Fördergipfel um 2016 erreicht sei.
Su-34 Geschrieben 14. Januar 2015 Melden Geschrieben 14. Januar 2015 Jetzt fehlt eigentlich nur noch das Unwort des Jahres 2014 aus Deiner Tastatur ... Ich denke, die Bezeichnung Springer-Presse ist viel aussagekräftiger als das Unwort des Jahres.
jared1966 Geschrieben 14. Januar 2015 Melden Geschrieben 14. Januar 2015 Manche Dinge werden sich von ganz alleine erledigen. Da bin ich mir ganz ganz sicher.
Su-34 Geschrieben 14. Januar 2015 Melden Geschrieben 14. Januar 2015 Abwarten- Rußland muß seinen Haushalt aufgrund des Ölpreiskriegs schon kräftig eindampfen und rechnen mittlerweile mit 60-80$/Faß Ende '15 (US-EIA: 67$) - bekanntlich fällt der gerade Richtung 40$. Wobei die Shale-oil-Bohrer auf der anderen Seite auch nicht "ewig" durchhalten können (jedenfalls soweit nicht auch dort der Staat aushilft) und die EIA ja schon letztes Jahr vor dem Preisverfall annahm, daß ihr Fördergipfel um 2016 erreicht sei. Russland hatte selbst in den schlimmen 90ern genug Geld, um den Tschetschenien-Feldzug zu starten. Dagegen sind die jetzigen Kosten eher gering. Überhaupt wird hier wirtschaftlicher Druck zur Erzwingung von Verhaltensweisen maßlos überschätzt, das hat selbst im Falle einer kleinen Insel wie Kuba nicht funktioniert und da ging es noch nicht einmal um die Beendigung von Kampfhandlungen. Manche Dinge werden sich von ganz alleine erledigen. Da bin ich mir ganz ganz sicher. Was für eine Weisheit, da möchte man ja glatt vor Ehrfurcht erstarren. :-D
sukram Geschrieben 14. Januar 2015 Melden Geschrieben 14. Januar 2015 Sollte der Barrelpreis bei 60 Dollar bleiben, kann die russische Wirtschaft im laufenden Jahr um drei Prozent schrumpfen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird nach Einschätzung des Ministeriums in diesem Jahr um 0,8 Prozent zurückgehen, wenn der Barrel im Jahresdurchschnitt 80 Dollar kosten sollte. .... Die russische Notenbank wird demnächst ihrem neuen Szenario der makroökonomischen Entwicklung einen Ölpreis von 40 US-Dollar je Barrel zugrunde legen. Das teilte Vizezentralbankchefin Xenia Judajewa am Mittwoch in Moskau mit. Im vergangenen Jahr hatte die Zentralbank bereits einige Szenarien konzipiert, die sich durch Basisparameter unterschieden. Das Stress-Szenario basierte damals auf einem Ölpreis von 60 Dollar/Barrel. Urals wird üblicherweise mit einem Abschlag zu Brent gehandelt.
Su-34 Geschrieben 14. Januar 2015 Melden Geschrieben 14. Januar 2015 Russland wird seinen Haushalt nur um zwei statt um zwölf Prozent erhöhen. Der Verteidigungshaushalt wird unangetastet bleiben. Das ist nun wirklich keine Katastrophe.
PMcD Geschrieben 15. Januar 2015 Melden Geschrieben 15. Januar 2015 Nun, Herr Ulfkotte hat jahrelang bei der FAZ gearbeitet, man kann da nicht behaupten, dass er keinen Einblick in die Materie hat, und als linken Spinner kann man ihn auch nicht abtun. Klar stoßen seine Enthüllungen gewissen Kreisen sauer auf, für die ausgerechnet jemand, der von der FAZ kommt, unter diesen Umständen geradezu als Nestbeschmutzer erscheinen muss, aber, das entkräftet seine Quellen nicht. Wie gesagt, ich teile seine politische Einstellung nicht, aber das, was er beschreibt, ist nicht so einfach von der Hand zu weisen, zumal ich selbst längere Zeit als Journalist gearbeitet habe, und ich viele Szenen in seinem Buch selbst bestätigen kann, was die fehlende Unabhängigkeit vieler ehemaliger Kollegen betrifft. Eine gegenteilige Meinung zu diesem Buch https://krautreporter.de/46--die-wahrheit-uber-die-lugen-der-journalisten
aaspere Geschrieben 15. Januar 2015 Melden Geschrieben 15. Januar 2015 Gegenteilige Meinung ist gut - das ist ein vollständiger Verriß.
PMcD Geschrieben 15. Januar 2015 Melden Geschrieben 15. Januar 2015 Der ziemlich deutlich macht, worum es Ulfkotte und seinen Jüngern vom K..p Verlag wirklich geht. Viel Getöse, wenig Substanz.
gerri Geschrieben 16. Januar 2015 Melden Geschrieben 16. Januar 2015 Eine gegenteilige Meinung zu diesem Buch https://krautreporter.de/46--die-wahrheit-uber-die-lugen-der-journalisten Wenn das alles stimmt, was dort widerlegt wurde, dann ist dieses Buch mehr als ein Skandal. Bin gespannt, wann der erste Anwalt sich zu Wort meldet und eine Unterlassung, oder was auch immer, veranlassen wird. Das könnte teuer werden, vom Imageschaden mal ganz zu schweigen.
jared1966 Geschrieben 16. Januar 2015 Melden Geschrieben 16. Januar 2015 http://www.welt.de/kultur/article136420424/Seit-wann-darf-man-im-Westen-alles-sagen.html
aaspere Geschrieben 16. Januar 2015 Melden Geschrieben 16. Januar 2015 @ jared Auch ohne Kommentierung, ein wertvoller Link.
Su-34 Geschrieben 18. Januar 2015 Melden Geschrieben 18. Januar 2015 Wenn das alles stimmt, was dort widerlegt wurde, dann ist dieses Buch mehr als ein Skandal. Bin gespannt, wann der erste Anwalt sich zu Wort meldet und eine Unterlassung, oder was auch immer, veranlassen wird. Das könnte teuer werden, vom Imageschaden mal ganz zu schweigen. Und jetzt denken wir mal darüber nach, warum sich eben kein Anwalt meldet! Könnte doch glatt damit zusammenhängen, dass der "Krautreporter" nur altbekannte Vorwürfe wiederkäut. So nach dem Motto: Man muss es nur oft genug wiederholen, damit wenigstens etwas Dreck hängen bleibt. Aber auch das funktioniert hier nicht, das Buch verkauft sich wie geschnitten Brot, nach wie vor. Vielleicht sollte man das Ganze mal wissenschaftlich untersuchen, ein Journalist ist in diesem Fall mit Sicherheit keine objektive Instanz. Bis dahin gilt: Getroffene Hunde jaulen auf.
ilam Geschrieben 18. Januar 2015 Melden Geschrieben 18. Januar 2015 Bis dahin gilt: Getroffene Hunde jaulen auf. Tja, der "getroffene Hund" ist in dem Fall Niggemeier - der Autor des Verrisses. Blöd nur, dass dieser im Buch als "vertrauenswürdige Quelle" gelobt wird. B)
PMcD Geschrieben 18. Januar 2015 Melden Geschrieben 18. Januar 2015 ..... dass der "Krautreporter" nur altbekannte Vorwürfe wiederkäut. So nach dem Motto: Man muss es nur oft genug wiederholen, damit wenigstens etwas Dreck hängen bleibt. Aber auch das funktioniert hier nicht, das Buch verkauft sich wie geschnitten Brot, nach wie vor. Interessante Schlussfolgerung, Masse ist gleich Klasse? Okay, aber auch ein S.Fitzek verkauft massenweise Bücher, den Literaturnobelpreis wird er deswegen aber nicht gewinnen.
Su-34 Geschrieben 18. Januar 2015 Melden Geschrieben 18. Januar 2015 @ jared Auch ohne Kommentierung, ein wertvoller Link. Und umgekehrt wird ein Schuh draus… Interessante Schlussfolgerung, Masse ist gleich Klasse? Okay, aber auch ein S.Fitzek verkauft massenweise Bücher, den Literaturnobelpreis wird er deswegen aber nicht gewinnen. Ein Qualitätsmerkmal ist Masse natürlich nicht, wenn es aber eine Intention diverser Verisse war, die Menschen von dem Buch abzubringen, dann hat das schon mal nicht geklappt. Tja, der "getroffene Hund" ist in dem Fall Niggemeier - der Autor des Verrisses. Blöd nur, dass dieser im Buch als "vertrauenswürdige Quelle" gelobt wird. B) Nur weil er im Buch gelobt wird, heißt das nicht, dass alles, was er macht, lobenswert ist.
ilam Geschrieben 18. Januar 2015 Melden Geschrieben 18. Januar 2015 Nur weil er im Buch gelobt wird, heißt das nicht, dass alles, was er macht, lobenswert ist. Es geht nicht um das "loben" sondern um das "vetrauenswürdig".
aaspere Geschrieben 18. Januar 2015 Melden Geschrieben 18. Januar 2015 aaspere schrieb am 16 Jan 2015 - 20:10: @ jared Auch ohne Kommentierung, ein wertvoller Link. und das ist Deine Reaktion darauf Und umgekehrt wird ein Schuh draus… Ich verstehe das so, daß Du der Meinung bist, daß der Link von jared wertlos sei. Ist das jetzt schon so üblich hier, daß man sich nicht mal mehr für einen Link bedanken darf, der aus eigener Sicht wertvoll ist? Ich verbitte mir für alle Zukunft, daß Du Dich in einen persönlichen Dialog zwischen mir und einem anderen User kommentierend einschaltest.
Su-34 Geschrieben 19. Januar 2015 Melden Geschrieben 19. Januar 2015 aaspere schrieb am 16 Jan 2015 - 20:10: und das ist Deine Reaktion darauf Ich verstehe das so, daß Du der Meinung bist, daß der Link von jared wertlos sei. Ist das jetzt schon so üblich hier, daß man sich nicht mal mehr für einen Link bedanken darf, der aus eigener Sicht wertvoll ist? Ich verbitte mir für alle Zukunft, daß Du Dich in einen persönlichen Dialog zwischen mir und einem anderen User kommentierend einschaltest. Wenn Du einen persönlichen Dialog führen willst, bist Du in einem öffentlichen Diskussionsforum falsch. Gibt es hier nicht die Möglichkeit privater Mitteilungen, wie in anderen Foren auch?
Su-34 Geschrieben 22. Januar 2015 Melden Geschrieben 22. Januar 2015 Eine relativ ausgewogene Reportage aus Russland von der ARD. "Putins Volk" ist der Titel, gestern wurde sie gesendet, und hier kann man sie sich ansehen: http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/putins-volk-wohin-wollen-die-russen-106.html Wer etwas mehr von den Russen verstehen will, der schaue sie sich an, und der denke mal darüber nach, ob seine Sicht auf die Dinge in Russland und zur russischen Außenpolitik, dazu passt! Zum Vorwurf der tendenziösen Berichterstattung unserer Medien meinerseits, möchte ich noch folgenden Verweis nachliefern:http://www.heise.de/tp/artikel/42/42784/1.html
L49 Geschrieben 22. Januar 2015 Melden Geschrieben 22. Januar 2015 Zum Vorwurf der tendenziösen Berichterstattung unserer Medien meinerseits, möchte ich noch folgenden Verweis nachliefern: http://www.heise.de/tp/artikel/42/42784/1.html Über den Autor: http://www.rosalux.de/publikationen/autorenprofil/profil_detail/malte-daniljuk.html http://www.rosalux.de/publication/41078/facetten-eines-konflikts.html http://www.rosalux.de/stiftung/ifg.html Alles klar?
PMcD Geschrieben 22. Januar 2015 Melden Geschrieben 22. Januar 2015 Angesichts der heute wieder völlig schuldlosen Zivilisten, die in diesem Krieg der Irren ihr Leben lassen mussten, finde ich die Diskussion und Deutungshoheit um Medien, Links und deren Autoren sowas von bescheuert, sorry. Und die Schuldfrage zu den letzten aktuellen Zwischenfällen interessiert mich inzwischen auch nicht mehr die Bohne, da jede Seite noch den blödesten Video Schnipsel oder sonstigen Beiträge auf den diversen Social Medien Seiten für sich ausweitet und zum ultimativen Beweis erklärt. Ihr sitzt alle schön weit weg und erlebt diesen Krieg nur in endlosen Foren, Blogs und Newsseiten, aus denen man ganz schnell eine eigene Meinung filtern kann, die den eigenen Anschauungen entspricht und haut die euch hier fortlaufend ohne jeglichen Erkenntnisgewinn um die Ohren. Die blöden Russen. Die blöden Amerika hörigen Deutschen (Europäer). Die gesteuerten Medien, die Putinversteher und was man hier nicht schon alles lesen durfte. Und, sind wir einen Schritt weiter? Wissen wir nun nach 1599 Beiträgen, wer die politische Verantwortung für den Absturz der MH17 zu tragen hat und damit die Schuld an fast 300 Toten? Nein, wissen wir nicht. Wenn schon die Mods sich nicht zur Schliessung durchringen konnten (und vermutlich nicht werden), lasst es doch einfach sein, den nächsten und nächsten Link online zu stellen, der eure eh schon vorgefasste Meinung nur stützen soll. Und hofft viel lieber, das euch noch ein langes und gesundes Leben beschieden ist, damit eines Tages die ganze Wahrheit unter sicher politisch veränderten Rahmenbedingungen an das Licht kommt. Und warum nun dieser Beitrag von mir? Ich lebe und arbeite in Kiew, schon seit 2011 (als ein guter Teil von Euch das Land sicher erstmal noch auf der Karte suchen musste), mit Familie incl Kind. Insofern habe ich einen ganz anderen Bezug zu dem Land als der größte Teil der User hier. Die Menschen hier interessiert MH17 schon lange nicht mehr, sondern die schlichte Frage des Überlebens. In der Ostukraine viel dramatischer als hier in Kiew, wo die meistens Einwohner von ca 150 Euro Monatslohn eine Familie ernähren müssen und das bei einem rasanten Verfall des Grivna und ständig steigenden Preisen. Ihr helft dem Land nicht, wenn ihr hier weiter euch eure Links um die Ohren haut. Googelt lieber nach den Kindern von Mariupol und dem blauen Kreuz und tut was sinnvolleres, als weiter nutzlose Bytes auf der Seite zu produzieren.
FlyingT Geschrieben 22. Januar 2015 Melden Geschrieben 22. Januar 2015 Eine relativ ausgewogene Reportage aus Russland von der ARD. "Putins Volk" ist der Titel, gestern wurde sie gesendet, und hier kann man sie sich ansehen: http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/putins-volk-wohin-wollen-die-russen-106.html Danke für diese Link. Diese Doku ist IMHO wirklich sehenswert. @all Nehmt euch ruhig die Zeit dafür - es lohnt sich. Übrigens hatte das ZDF vor kurzer Zeit eine ähnliche Reportage. Zwar etwas persönlicher gestaltet, aber am Ende des Tages ebenso offen. @Autor Malte Daniljuk Danke dafür - die Qualifikation ist in meinen Augen hinreichend belegt. Merci & Servus (NICHT: Auf Wiedersehen).
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