Emanuel Franceso Geschrieben 13. März 2024 Melden Geschrieben 13. März 2024 (bearbeitet) Brussels Airlines und United Airlines planen den Flughafen Brüssel zum Drehkreuz zwischen Afrika und Nordamerika auszubauen. Auch das Kurzstreckennetz bei Brussels Airlines soll wieder stärker ausgebaut werden. Zitat Nach Angaben von Konzernchef Carsten Spohr strebt Lufthansa eine Vereinbarung mit United Airlines zu gemeinsamen "Afrikaverkehren über Brüssel" an. "Das ist ein Großprojekt mit United, von dem wir uns viel versprechen", sagte Spohr vergangene Woche in Frankfurt. https://www.aero.de/news-47054/Lufthansa-plant-neues-Grossprojekt-mit-United.html Laut belgischen Forum plant United Airlines deshalb u.a. die Aufnahme von Boston - Brüssel und Houston - Brüssel. Bearbeitet 13. März 2024 von Emanuel Franceso 2
im-exil Geschrieben 13. März 2024 Melden Geschrieben 13. März 2024 Ist das ein guter Zeitpunkt für Planung und Veröffentlichung? Wenn die LHG eigentlich gerade versucht, die Einwände der EU bei der Übernahme von ITA im Transaltlantikverkehr und dem JV zu zerstreuen? Für SN aber schon eine feine Sache und es verdeutlich auch die Internationalisierung der LHG. Im Artikel wird von 10 A330 gesprochen, bei EAF sind schon 11 gelistet. Und sollte dieses Projekt Früchte tragen, sollte das wahrscheinlich nicht das Ende der Fahnenstange sein.
Emanuel Franceso Geschrieben 13. März 2024 Melden Geschrieben 13. März 2024 Gerade eben schrieb im-exil: Im Artikel wird von 10 A330 gesprochen, bei EAF sind schon 11 gelistet. Und sollte dieses Projekt Früchte tragen, sollte das wahrscheinlich nicht das Ende der Fahnenstange sein. Im belgischen Forum ist schon die Rede von bis zu 15 A333. 1
DE757 Geschrieben 13. März 2024 Melden Geschrieben 13. März 2024 Irgendwie muss man die „alten“ A330 ja unterkriegen. 4Y wird nicht alle aufnehmen können und mit (hoffentlich) steigender B787 Anzahl bei der LH brauchen die eine Beschäftigung. Afrika passt da doch super ins Profil.
d@ni!3l Geschrieben 13. März 2024 Melden Geschrieben 13. März 2024 (bearbeitet) Die 13x 789 Optionen die man hat würden auch ganz gut nach BRU passen von der Anzahl. Könnten ja locker 14-15x 333 ersetzen, da sind ja (deutlich) weniger Reserven nötig. Also wenn die dann irgendwann kommen. Von daher halte ich 14/15 x 333 in BRU für nicht unrealistisch. Bearbeitet 13. März 2024 von d@ni!3l
oldblueeyes Geschrieben 13. März 2024 Melden Geschrieben 13. März 2024 Angeblich hat Brussels interne Pläne um bis zu 15 Flugzeuge zu skalieren , jeweils 1 mehr pro Jahr. Würde auch passen. Wenn man sie schon in den Hubverkehr integriert, dann macht es auch Sinn das JV zu nutzen. vor einer Stunde schrieb DE757: Irgendwie muss man die „alten“ A330 ja unterkriegen. 4Y wird nicht alle aufnehmen können und mit (hoffentlich) steigender B787 Anzahl bei der LH brauchen die eine Beschäftigung. Afrika passt da doch super ins Profil. Es macht durchaus Sinn die Anzahl der AOC's pro Muster zu reduzieren, das nimmt auch Komplexität aus dem Kessel. vor einer Stunde schrieb d@ni!3l: Die 13x 789 Optionen die man hat würden auch ganz gut nach BRU passen von der Anzahl. Könnten ja locker 14-15x 333 ersetzen, da sind ja (deutlich) weniger Reserven nötig. Also wenn die dann irgendwann kommen. Von daher halte ich 14/15 x 333 in BRU für nicht unrealistisch. Derzeit gibt es noch 3 Pools an 333 - Swiss, Brussels und Discover. Swiss hat die jüngsten 333 und da wäre ab 2027 wenn die ersten 359 die 343 ersetzt haben werden zukünftiges Wachstum via 333->359 Austausch anfallen zu lassen. 7 der 10 A330 von Discover sind auch schon 20 Jahre alt und wären so 2027-28 fällig für eine Erneuerung.
AB123 Geschrieben 13. März 2024 Melden Geschrieben 13. März 2024 Ein weiterer Akt aus dem Stück "Lufthansa verabschiedet sich langsam aus Deutschland".Nun wird also in Deutschland verdientes Geld nach Belgien gepumpt um dort einen weiteren Auslandshub zu pushen.Und in Berlin wird dann gejammert wegen Emirates und Qatar und den ach so benachteiligten Drehkreuzen in FRA und MUC.Vielleicht sollte Lufthansa erstmal ihre Hausaufgaben in Deutschland machen.Dem Gesamtmarkt geht es hier immer noch nicht gut.Und Lufthansa trägt eine Teilschuld daran.
Beliebter Beitrag oldblueeyes Geschrieben 13. März 2024 Beliebter Beitrag Melden Geschrieben 13. März 2024 vor 8 Minuten schrieb AB123: Ein weiterer Akt aus dem Stück "Lufthansa verabschiedet sich langsam aus Deutschland".Nun wird also in Deutschland verdientes Geld nach Belgien gepumpt um dort einen weiteren Auslandshub zu pushen.Und in Berlin wird dann gejammert wegen Emirates und Qatar und den ach so benachteiligten Drehkreuzen in FRA und MUC.Vielleicht sollte Lufthansa erstmal ihre Hausaufgaben in Deutschland machen.Dem Gesamtmarkt geht es hier immer noch nicht gut.Und Lufthansa trägt eine Teilschuld daran. Siehst, du endlich werden die 4 A333 die früher in DUS waren gewinnbringend eingesetzt. 12
d@ni!3l Geschrieben 13. März 2024 Melden Geschrieben 13. März 2024 (bearbeitet) vor 19 Minuten schrieb oldblueeyes: Swiss hat die jüngsten 333 und da wäre ab 2027 wenn die ersten 359 die 343 ersetzt haben werden zukünftiges Wachstum via 333->359 Austausch anfallen zu lassen. Also die aktuelle 350 Bestellung (inkl. bereits gelieferte) sieht ja in Summe 50x 359 + 10x 351 vor. Davon sind bereits 5x für LX zugeteilt. Bleiben 55x 350 für LH. Sehen wir mal grob 40x 350 in MUC blieben in der Tat 15 übrig, die die 333 bei LX ersetzen könnten. Die Frage ist nur, ob 4Y die 350 für die Reichweite nicht ggf. eher benötigt und ob die bisher gelieferten D-AIX* Reihe Allegris bekommen soll oder kann. Bisher ist dafür ja keine Umrüstung angekündigt, was mMn ein Indiz sein könnte, dass die irgendwann zu 4Y gehen. Die 333 bei LX sollen ihrerseits aufgewertet werden, was nicht dafür spricht, dass die zeitnah gehen. Also das glaube ich eher nicht - zumal LX die letzten Jahre ja bereits durch die 77W ein enormes Wachstum hinter sich hat - ggf. muss sich das erstmal "setzen". Und WK (gehört ja zu LX) wächst ja auch mit 350, also in Summe werden in ZRH die kommenden Jahre bereits 9x343 durch 10x 359 ersetzt (->Wachstum). vor 19 Minuten schrieb oldblueeyes: 7 der 10 A330 von Discover sind auch schon 20 Jahre alt und wären so 2027-28 fällig für eine Erneuerung. Dazu siehe oben (da könnte ich mir eher 350 vorstellen). Und die LH hat ja auch noch ein paar "jüngere" 333, die auf SN & 4Y verteilt werden könnten. vor 19 Minuten schrieb oldblueeyes: dann macht es auch Sinn das JV zu nutzen. Oh, "JV" könnte hier nicht allen im Forum gefallen Bearbeitet 13. März 2024 von d@ni!3l
Avroliner100 Geschrieben 13. März 2024 Melden Geschrieben 13. März 2024 vor 4 Minuten schrieb AB123: Vielleicht sollte Lufthansa erstmal ihre Hausaufgaben in Deutschland machen.Dem Gesamtmarkt geht es hier immer noch nicht gut. Genau das tut man. Lufthansa ist nicht die Caritas. Deutschland ist im Moment mal wieder der schwache Mann in Europa. Und das einzige G20-Land mit einer leicht sinkenden Wirtschaftsleistung. Alle um uns rum wachsen schneller. Bei diesem Problem ist die Politik aktuell auch nicht wirklich hilfreich. Deutschland Takt kommt 2070, also quasi morgen. Innerdeutscher Verkehr ist politisch daher nicht gewollt. Und bei den Kiddies von morgen muss man eher aufpassen, dass Lu&Cosmo nicht bald in zusammen mit dem Marlboro Mann in derselben coolen Ecke chillen. Was macht man also als privatwirtschaftliches Unternehmen? Man geht dahin, wo es was zu holen gibt. Wenn das jetzt Belgien ist, dann ist das so. So macht man als Airline seine Hausaufgaben.
d@ni!3l Geschrieben 13. März 2024 Melden Geschrieben 13. März 2024 ... ganz nebenbei verabschiedet man sich nicht aus Deutschland, nur weil man woanders auch bzw. schneller wächst. Man wächst ja auch wieder in Deutschland, nur halt eben AUCH woanders. Aber leider braucht man dafür zwei Gedankengänge und man muss seinen Verfolgungswahn ablegen, das ist nicht so einfach... 5
im-exil Geschrieben 13. März 2024 Melden Geschrieben 13. März 2024 vor 3 Minuten schrieb d@ni!3l: ... ganz nebenbei verabschiedet man sich nicht aus Deutschland, nur weil man woanders auch bzw. schneller wächst. Man wächst ja auch wieder in Deutschland, nur halt eben AUCH woanders. Aber leider braucht man dafür zwei Gedankengänge und man muss seinen Verfolgungswahn ablegen, das ist nicht so einfach... Und es ja auch gewollt, dass deutsche Unternehmen Champions auf internationaler Ebene sind. Aber die Marktbetrachtung hört nun mal nicht an der deutschen Grenze auf. Gerade bei einer Airline. Und hier kann man einfach mal sagen, dass mit so einer Kooperation mit United Stärken (Kompetenz auf dem afrikanischen Kontinent) gestärkt werden. Ich denke hier auch, alles richtig gemacht.
oldblueeyes Geschrieben 13. März 2024 Melden Geschrieben 13. März 2024 Nicht zuletzt, sollte ITA warum auch immer nicht klappen, hat man einen Plan B. Man hbörte die Tage so Zwischentöne wie gut die 789 zu Südamerika passen würden, jetzt wäre die "kleine" SN doch stark ausbaufähig...wenn man bei ITA stark betonte einen Südhub für Lateinamerika und teilweise Afrika in die Strukturen miteinbinden zu wollen.
LH2112 Geschrieben 13. März 2024 Melden Geschrieben 13. März 2024 vor 7 Minuten schrieb d@ni!3l: ... ganz nebenbei verabschiedet man sich nicht aus Deutschland, nur weil man woanders auch bzw. schneller wächst. Man wächst ja auch wieder in Deutschland, nur halt eben AUCH woanders. Aber leider braucht man dafür zwei Gedankengänge und man muss seinen Verfolgungswahn ablegen, das ist nicht so einfach... Danke, das wollte ich auch schreiben. Mit Verabschieden hat das ja wohl nichts zu tun wenn man einen Markt ausbaut, den man so in Deutschland überhaupt nicht hat. Man verschiebt ja nicht Strecken aus FRA oder MUC nach BRU. Und der afrikanische Ethnoverkehr war bei der Lufthansa in Deutschland nie ein relevanter Markt. Man bedient natürlich Südafrika, aber ansonsten hauptsächlich Businessziele, die auch durch Firmenverträge gedeckt sind (LAD, PHC, ...). Des Weiteren hat Brüssel bereits aus geographischer und historischer Sicht die bessere Ausgangslage.
ben7x Geschrieben 13. März 2024 Melden Geschrieben 13. März 2024 vor einer Stunde schrieb Avroliner100: Man geht dahin, wo es was zu holen gibt. Wenn das jetzt Belgien ist, dann ist das so. Zu holen gibt es eher was in Afrika. Sonst würde man mit den A330 zwischen Brüssel und Antwerpen pendeln. vor einer Stunde schrieb d@ni!3l: Oh, "JV" könnte hier nicht allen im Forum gefallen Wenns nach unserem Forums-Juristen geht werden die eh bald alle abgeschafft… Um mal auf den ebenfalls angesprochenen Ausbau der KMS zu kommen: Wie groß war die Kont-Flotte vor Corona? Wie groß kann sie realistisch mittelfristig werden?
oldblueeyes Geschrieben 13. März 2024 Melden Geschrieben 13. März 2024 Sie haben seit Corona 12 x A319/20 ausgeflottet und 1xA319,3XA320CEO und 3xA320Neo bekommen, 2xA320NEO kommen noch dazu. In der Kernflotte könnte man noch von paar A320 sicherlich profitieren. Sie hatten aber auch bis zu 6 SSJ im Wetlease 2017-18 dazu. Letzes Jahr waren es teilweise 2xCRJ900. Im Belgischen Forum wurde mal ein Strechplan von bis zu 48 A320 erwähnt, wenn alle A319 raus sein werden. Das wären dann 13 Narrowbodies mehr als jetzt geplant.
Ben77 Geschrieben 14. März 2024 Melden Geschrieben 14. März 2024 Hat sich nen Stück weit angekündigt. Seit knapp nem Jahr gibts bereits auf der touristischen Mittelsttecke nen Business Class Angebot, aktuell nur noch bei OS nicht, man stellt sich insgesamt anders auf. LH Group ist zumindest nach LPA wieder auf meiner Liste und da hat die C Class Verbindung über BRU großen Anteil.
FACoff Geschrieben 21. März 2024 Melden Geschrieben 21. März 2024 Der nächste Streik in der LHG bahnt sich an. Die Piloten bei Brussels möchten kurz vor Ostern 4 Tage streiken: https://www.aero.de/news-47122/Piloten-von-Brussels-Airlines-treten-in-Streik.html 1
Mahag Geschrieben 21. März 2024 Melden Geschrieben 21. März 2024 Komisch, irgendwie bringt das LH Group Management alle auf die Palme. 3
FlyingSickbag Geschrieben 21. März 2024 Melden Geschrieben 21. März 2024 vor 12 Minuten schrieb Mahag: Komisch, irgendwie bringt das LH Group Management alle auf die Palme. … oder die Gewerkschaften stacheln sich auch etwas gegenseitig an nach dem Motto „Schau mal, könnten wir auch mal so machen“ und folgen ein bisschen „dieser Bewegung“. Die Wahrheit wird irgendwo in der Mitte sein. 1
Mahag Geschrieben 21. März 2024 Melden Geschrieben 21. März 2024 Problem ist halt der luxuriöse Tarifabschluss letzten Sommer mit der VC in D. Da hat LH halt Maßstäbe gesetzt. Logisch das alle Anderen sich daran orientieren möchten.
Beliebter Beitrag Avroliner100 Geschrieben 21. März 2024 Beliebter Beitrag Melden Geschrieben 21. März 2024 (bearbeitet) vor 5 Stunden schrieb Mahag: Problem ist halt der luxuriöse Tarifabschluss letzten Sommer mit der VC in D. Da hat LH halt Maßstäbe gesetzt. Logisch das alle Anderen sich daran orientieren möchten. Der bittere Nachteil daran ist aber, dass man auch der „jungen Generation“ nicht die Zukunft verbauen sollte. Sie VC. Das Problem stirbt irgendwann aus, wenn auch der letzte VCler in Rente ist. Immer mehr geht an andere AOCs. Das macht niemand, weil es so schön ist. Sondern weil einfach niemand bereit ist, die zusätzlichen Mäuse auf den Tisch zu legen. Siehe CGN-VIE. Das Ziel wäre also schon, dass man sich irgendwo in der vernünftigen Mitte trifft und damit sowohl Personal als auch Firma eine vernünftige Zukunft schenkt. Sonst hat am Ende langfristig niemand was davon. Man kann natürlich auch die Gehälter verdoppeln - wie es eine Delta, United oder American machen. Die leben aber auch ne ganz andere Sozialpartnerschaft. Dann geht man halt wieder in den Chapter11 und entlastet sich von den ganzen Verträgen. Hire and Fire. Das kann auch niemand wollen. Fakt ist, dass es schwierig ist, die höheren Mehrkosten am Markt durchzusetzen, sofern nicht alle gleich ziehen. Und die Preisbrecher wird es immer geben. LH zahlt jetzt schon überdurchschnittlich und ist gleichzeitig vieles, aber nicht unbedingt effizient. Man kann die höheren Kosten also auch nicht durch eine bessere Effizienz kompensieren. Und dann wird es schwierig. Unbestreitbar ist aber auch, dass die Inflation kickt und man selbst mit dem gar nicht mal so schlechten Lufthansa Gehalt an vielen Standorten nicht mehr vernünftig leben kann. Das trifft aber auch andere Berufsgruppen - und fast alle. Ein Thema, bei dem die Politik sang und klanglos versagt. Denn dieses Umfeld kann eine einzelne Firma nicht ändern, wenn sie nicht aus dem Markt gedrängt werden will. Da müssen gefälligst alle ran und vor allem politisch die richtigen Weichen gestellt werden. Wir brauchen all diese Jobs, denn die halten das Land am Laufen. Auch in vielen anderen Berufen. Und diese Berufe müssen wieder attraktiv werden. Es hilft uns wenig, wenn wir nur noch Akademiker und nix sonst haben. Und jeder sollte davon gut leben können, denn jeder einzelne macht einen verdammt wichtigen Job. Das Thema ist aber zu groß für eine einzige Firma, wenn man nicht die letzte Wettbewerbsfähigkeit verschenken will. Denn am Golf ist der Sprit billiger, das Personal auch, die politischen Rahmenbedingungen sowieso. In den USA ist man höchst agil und kann mal eben alle rauskicken. All das haben wir zum Glück nicht - so scheisse geht es uns dann doch nicht. Aber wir sollten schauen, dass wir allen das erhalten, was möglich ist. Zugleich aber unsere Forderungen auch so stellen, dass sie realistisch sind und einer Firma eine zukunftsfähige Perspektive geben. Denn „die Firma“ sind immer alle. Jeder einzelne. Und alle positiven Dinge, die wir haben, gehen zugleich auf das Konto, dass wir in Deutschland als Airline-Standort (egal für welche Airline) eben weniger attraktiv sind, als am Golf oder auf Malta und Irland. In der Kreuzfahrt fährt schon heute kein einziges Schiff mehr unter deutscher Flagge. Da ist Malta, Bahamas oder Panama schon premium, während immer mehr in die Richtung Gabun, Sierra Leone, Belize, Liberia, Tonga oder Palau und sonstige kack-Flaggen geht. Und während sich Hans-Jürgen auf der Aida Hummerfilet auf der Aida servieren lässt oder sich bei einem Cocktail am Pool die Eier krault, arbeiten unten ein paar hundert Philippinos für teils unter einem Dollar pro Stunde, sehen ihre Familie ein paar Tage im Jahr, teilen sich die 2qm-Kabine Kabine monatelang mit 5 Mitbewohnern und kein Schwein interessiert sich dafür. (Für mich mittlerweile fast schon eine der perversesten Industrien, die mir bekannt sind - du lächelst dem Kellner in die Augen, der vor deinen Augen schamlos ausgebeutet wird, unter Deck ein richtig ranziges Leben im quasi Knast-Sytle hat und mit Pech noch nicht mal die volle Kontrolle über seinen eigenen Reisepass hat. Auch abbrechen kann der gute Mann nicht. Er ist mit Pech verschuldet für sein Seemannsbuch, kann sich den Heimflug kaum leisten und wird nie mehr einen Job bekommen, sobald er aufmuckt. Täglich 12-16 Stunden breiten wie im Gulag, kaum frei. Der eh schon schmale Lohn kann auch mal verspätet oder gar nicht kommen. Aber wer stresst, fliegt. Also Augen zu und durch …). Soweit sollten wir es in der Luftfahrt alle gemeinsam nicht kommen lassen. Im Interesse aller. TK hat kein Nachtflugverbot und kaum Umweltauflagen. Die Flieger sind mehr als 10 Stunden in der Luft - bei LH sind es nicht mal 7. Nebeneffekt: TK hat immer neue Flieger, kann sich ein IFE leisten. Auch die leicht niedrigeren Personalkosten und geringere Sozialabgaben-Belastung kann man in Do&Co Catering stecken. Und Zack hat man ein viel schöneres Produkt als die europäische Konkurrenz. Und dabei ist TK noch nicht mal ein Sozial-Dumping Unternehmen, sondern an ihrem Standort ein 1A Unternehmen mit herausragenden Arbeitsbedingungen. Etwas, wofür man zurecht auch stolz ist. Die verschiedenen Ausgangslagen interessieren den Gast aber nicht. Es interessiert den Gast nicht, warum bei LH gestreikt wird. Warum das Essen oder das Personal kostet und der Service unterhalb anderen Airlines ist. Personalmangel in Deutschland juckt auch keinen Interkontinentalgast. Irgendwo auf der Welt wird sich schon jemand finden, der günstig bei Qatar anheuert. Wofür wird sich der Gast wohl entscheiden? Das beste Produkt mit dem besten Preis. Beides zusammen können wir Europäer kaum darstellen. Und der Rest juckt leider viele nicht. Bestes Beispiel Qatar: Auch bei Qatar gibt es ständig Schlagzeilen und kein Schwein pfeift danach. Ok, mal Empörung hier oder Skandal da. Aber selber auf den guten Deal verzichten - no way. Die Leute fliegen trotzdem QR, weil Service und Produkt gut sind und der Preis super attraktiv ist. Den Preis mit diesem Produkt kann fast kein Europäer toppen, ohne drauf zu zahlen. So ist die Welt. Leider. Und selbst 10% niedrigere Produktionskosten bei einem Langstreckenflug sind mal schnell 100 Euro Preisunterschied. Da fällt die Wahl umso leichter. Und da müssen wir schauen, dass wir trotzdem noch irgendwie attraktiv bleiben. Ohne unsere Werte und unser Sozialsystem zu verkaufen. Das ist so schon ein echter Spagat, der mit Maximalforderungen beiderseits kaum zu lösen ist. Noch weniger hilfreich ist allerdings, wenn man auch politisch keine Rückendeckung hat (siehe QR Open Skies in der EU) und zugleich noch Steine in den Weg geschmissen bekommt (fliegen ist politisch unsexy und darf für alle Abgaben herhalten). Das trifft übrigens alle Europäer gleichermaßen. Nicht nur eine Lufthansa. Mein Beileid nebenbei auch mal an eine KLM … Bearbeitet 21. März 2024 von Avroliner100 14
Micha Geschrieben 21. März 2024 Melden Geschrieben 21. März 2024 @Avroliner100 Ich stimme dir mit allem was du sagst zu. Werde aber von der Realität eingeholt, wenn ich lese, dass das Top Management nur in absolut wenigen Fällen mit einem guten Beispiel voran geht. Nichtverzicht wird gerne mit herausragenden Leistungen, vertraglich vereinbarten Zielen usw. gerechtfertigt, mag alles sein, doch die Signalwirkung kommt auf der operativen Ebene, die auch täglich ihr Bestes gibt oft ganz anders an.
ben7x Geschrieben 21. März 2024 Melden Geschrieben 21. März 2024 Auch wenn das alles in den LH Thread gehört. Die hier angesprochenen Probleme sind hausgemacht, wenn nicht sogar gewollt. Wie stolz man bei 4Y und VL auf das eigene, hippe Unternehmen ist. Ein Start-up, „gestalte dein eigenes Unternehmen“. Frag mal bei der Passage nach, was die davon halten. Egal ob Cockpit oder Kabine. Und auch alle hier wissen natürlich, was dahintersteckt. Gleiches an anderer Stelle, siehe die Beiträge von Mahag. Dem Cockpit „wird der Hof gemacht“, es gibt die neuen iPhones und was-weiß-ich. Und für die anderen ist nichts mehr da. So zumindest sein O-Ton. Das wird man erstmal nicht mehr ändern können, denn es ist, wie gesagt, gewollt. vor einer Stunde schrieb Avroliner100: Der bittere Nachteil daran ist aber, dass man auch der „jungen Generation“ nicht die Zukunft verbauen sollte. Die Abschaffung der B-Scale, schön und gut. Bezahlen werden es die Jungen, bei disco und City. Siehe die A20N bei VL. Zum restlichen Beitrag von Avroliner: Man sollte es der LH mMn. nicht verübeln, in Zukunft mehr im Ausland wachsen zu wollen. Dafür sind die Rahmenbedingungen hier einfach zu schlecht, bekanntermaßen. Aber ist diese Möglichkeit nicht auch der Vorteil einer Branche wie der Luftfahrt? Und kann das am Ende nicht vielleicht sogar der Gruppe als Ganzes helfen?
Lucky Luke Geschrieben 21. März 2024 Melden Geschrieben 21. März 2024 @Avroliner100 Abgesehen vom Inhalt: Die Enter-Taste wurde für einen Grund erfunden. Bitte nutze sie. Niemand hat Bock, so einen Block von Text zu lesen. Absätze helfen. Zum Inhalt: Ja, einige deiner Beiträge sind jetzt mal so richtig durch die Decke gegangen mit Likes. Und du hast zweifelsohne schriftstellerisches Talent. Aber bei dem Pamphlet da oben fängt dann doch ganz leise Jan Böhmermann in meinem Kopf an zu singen. "Besoffen bei Facebook airliners.de" Das ist so viel - man verzeihe mir das Wort - Geseier. Das sind einfach Plattitüden, für die du zwar an jedem Stammtisch zustimmendes Nicken bekommst. Aber eine Vision, einen Plan, einen Vorschlag, wie wir es besser machen können, lese ich da nicht heraus. Ich gönne dir jeden Like. Aber das da oben liest sich einfach zu sehr, als wäre es geschrieben mit der Absicht, grüne Herzchen einzusammeln. (Ja sind wir denn schon wieder bei der DBA?) 1
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